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Dokumentenidentifikation DE202007003506U1 14.06.2007
Titel Abrollbehälter, insbesondere für Feuerwehrfahrzeuge
Anmelder Gimaex-Schmitz Fire and Rescue GmbH, 57234 Wilnsdorf, DE
Vertreter Wablat, W., Dipl.-Chem. Dr.-Ing. Dr.jur., Pat.-Anw., 14129 Berlin
DE-Aktenzeichen 202007003506
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 14.06.2007
Registration date 10.05.2007
Application date from patent application 06.03.2007
IPC-Hauptklasse B65D 88/12(2006.01)A, F, I, 20070306, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A62C 27/00(2006.01)A, L, I, 20070306, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Abrollbehälter, insbesondere für Feuerwehrfahrzeuge, der einen bodenseitigen L-Rahmen mit Aufnahmehaken, Laufrollen und einen auf dem L-Rahmen abgestützten Aufbau, bestehend aus einem von miteinander verschweißten Tragprofilen gebildeten Rahmengestell mit an diesem angebrachten Außenplatten, Trennplatten, Verschlussmitteln und Einbauten, umfasst.

Abrollbehälter werden beispielsweise in Verbindung mit Wechselladerfahrzeugen von Feuerwehren in unterschiedlicher Ausbildung für die verschiedensten Einsatzzwecke verwendet. Dabei werden auf einem Feuerwehrfahrzeug unterschiedliche Abrollbehälter zum Transport von feuerwehrtechnischem Spezialgerät verlastet. Derartige Abrollbehälter bestehen aus einem Rahmengestell mit Boden-, Seiten-, Deck- und Trennplatten, Türen, Klappen und Rollladen sowie verschiedenen Einbauten wie Schüben und dgl. Das Rahmengestell ist auf einem von zwei Längsträgern gebildeten L-Rahmen befestigt, an dessen kurzem Ende ein Aufnahmehaken und an dessen langem Ende Laufrollen vorgesehen sind. Beim Abrollen von dem Feuerwehrfahrzeug und beim Absetzen und Verfahren auf dem Boden, insbesondere auf unebenem Boden, ist der Abrollbehälter erheblichen Belastungen ausgesetzt, die zu einer Beschädigung und Verformung des L-Rahmens führen können. Die Verformung kann auf das mit dem L-Rahmen verschweißte obere Rahmengestell übertragen werden, so dass die Funktion von Türen, Rollladen und beweglichen Einbauten nicht gewährleistet ist. Das Austauschen eines beschädigten L-Rahmens oder die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit sind nur mit erheblichem Aufwand möglich.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Abrollbehälter anzugeben, dessen Funktionsfähigkeit auch bei ungleichmäßiger Belastung gewährleistet ist und der über eine lange Lebensdauer verfügt.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit einem gemäß den Merkmalen des Schutzanspruchs 1 ausgebildeten Abrollbehälter gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Kern der Erfindung ist die federelastische vertikale Aufhängung des L-Rahmens an dem darüber liegenden Rahmengestell, wobei der L-Rahmen und das Rahmengestell lediglich am hinteren Ende fest miteinander verbunden sind. Aufgrund der überwiegend federelastischen Verbindung zwischen L-Rahmen und Rahmengestell wird eine durch Abstellen oder Transportieren des Abrollbehälters auf unebenem Untergrund bedingte Verformung des L-Rahmens nicht auf das Rahmengestell übertragen, so dass auch in diesem Fall die weitere Funktionsfähigkeit des Abrollbehälters und insbesondere der Türen, Rollladen, Einschübe und sonstiger Einbauten gewährleistet ist.

Die feste Verbindung am hinteren Ende erfolgt über mit dem jeweiligen Rahmenteil verschweißte Querträger und an diesen verschweißte Winkelprofile durch Verschraubung der Winkelprofile. Auch zur vertikalen elastischen Verbindung zwischen L-Rahmen und Rahmengestell ist eine Schraubverbindung vorgesehen. Das bedeutet, dass der hoch beanspruchte L-Rahmen bei einer Beschädigung mit vergleichsweise geringem Aufwand vom Rahmengestell gelöst und ausgetauscht werden kann.

Zur elastischen Verbindung zwischen L-Rahmen und Rahmengestell ist am Rahmengestell ein an Querträgern verschweißtes, mit der geschlossenen Seite zum L-Rahmen weisendes U-Profil vorgesehen und an dem L-Träger sind unter dem U-Profil positionierte Stützelemente verschweißt, wobei eine das U-Profil und das Stützelement durchdringende Schraubverbindung über Tellerfedern elastisch ausgebildet ist.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der L-Rahmen gegenüber dem Rahmengestell in horizontaler Querrichtung mit am Rahmengestell verschraubten Halteblechen fixiert.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht eines Abrollbehälters, jedoch ohne Seitenverkleidungen, Einbauten und Verschlussmittel;

2 eine Unteransicht nach 1;

3 eine Vorderansicht nach 1;

4 eine Schnittansicht längs der Linie AA in 3;

5 eine Detailansicht B nach 4 der elastischen, lösbaren Verbindung zwischen L-Rahmen und oberem Rahmengestell;

6 eine Detailansicht C der festen, lösbaren Verbindung zwischen L-Rahmen und oberem Rahmengestell im Bereich der Laufrollen; und

7 eine Detailansicht der seitlichen horizontalen, lösbaren Fixierung zwischen L-Rahmen und oberem Rahmengestell.

Der Abrollbehälter umfasst einen unteren, sich auf dem Fahrzeug- bzw. Erdboden abstützenden L-Rahmen 1 mit an dessen kurzem Ende ausgebildetem Aufnahmehaken 2 zur Handhabung des Abrollbehälter sowie ein auf dem L-Rahmen 1 lösbar gehaltenes oberes Rahmengestell 3, an dem Decken, Böden, Trenn- und Seitenwände, Türen und Einbauten nicht dargestellt sind. An dem dem Aufnahmehaken 2 gegen-überliegenden hinteren Ende des Abrollbehälters, an dem die Laufrollen 8 am Rahmengestell 3 angebracht sind, sind ein mit dem L-Rahmen 1 verschweißter erster Querträger 4 und ein mit dem Rahmengestell 3 verschweißter zweiter Querträger 5 vorgesehen, die über Winkelprofile 6 und Schraubverbindungen 7 lösbar aneinander befestigt sind. An zwei mit dem Rahmengestell 3, das heißt mit dem Querträger 5 und einem weiteren Querträger 9, verschweißten Längsträgern 10 sind Haltebleche 11 mittels einer Schraubverbindung 12 lösbar befestigt, zwischen denen der L-Rahmen 1 in Querrichtung am Rahmengestell 3 fixiert ist.

Zur elastischen, lösbaren Verbindung des L-Rahmens 1 mit dem oberen Rahmengestell 3 sind im Bodenbereich des Rahmengestells 3 im Abstand voneinander befestigte, als Rechteckrohr bzw. Quadratrohr ausgebildete Querträger 13, 14 jeweils durch ein U-Profil 15 verbunden. Dieses U-Profil 15 befindet sich in geringem Abstand oberhalb eines an beiden Längsträgern des L-Rahmens 1 verschweißten Stützelements 16, das etwa als trapezförmige Schale ausgebildet ist. Das Stützelement 16 und das U-Profil 15 sind über eine mittels Tellerfedern 17 und Stellmutter 18 federnd im Abstand „s" einstellbare Schraubverbindung 19 miteinander verbunden. Im Rahmen des Abstandes „s" und des Federweges der Tellerfedern 17 können sich die beiden Längsträger des L-Rahmens 1 beim Absetzen oder Transportieren des Abrollbehälters auf unebenem Boden vertikal gegeneinander verschränken, ohne dass die Kraftwirkung auf das Rahmengestell übertragen wird und das Rahmengestell verformt wird, das heißt, die Tellerfedern 17 gleichen die Verformung des L-Rahmens 1 aus. Dadurch ist auch bei einer Verformung des L-Rahmens 1 die uneingeschränkte Funktion der Türen, Rollladen und Einbauten des Abrollbehälters gewährleistet. Ein stark beschädigter L-Rahmen 1 kann außerdem infolge der vorgeschlagenen lösbaren Verbindung mit dem Rahmengestell 3 mittels der über Winkelprofile 6 verschraubten Querträger 4, 5, der verschraubten Haltebleche 11 zur horizontalen Querfixierung und der elastischen, vertikalen Schraubverbindung 19 im vorderen Teil des Abrollbehälters auf einfache Weise ausgetauscht werden, so dass die Lebensdauer des Abrollbehälters erhöht wird.

1
L-Rahmen
2
Aufnahmehaken
3
Oberes Rahmengestell
4
Querträger an 1
5
Querträger an 3
6
Winkelprofile
7
Schraubverbindung zw. 4 und 5
8
Laufrollen
9
Querträger v. 3
10
Längsträger v. 3
11
Halteblech an 10
12
Schraubverbindung f. 11
13
Querträger v. 3
14
Querträger v. 3
15
U-Profil zw. 13 und 14
16
Stützelemente an 1
17
Tellerfedern, Federelemente
18
Einstellmutter v. 19
19
Schraubverbindung


Anspruch[de]
Abrollbehälter, insbesondere für Feuerwehrfahrzeuge, der einen bodenseitigen L-Rahmen (1) mit Aufnahmehaken (2), Laufrollen (8) und einen auf dem L-Rahmen (1) abgestützten Aufbau, bestehend aus einem von miteinander verschweißten Tragprofilen gebildeten Rahmengestell (3) mit an diesem angebrachten Außenplatten, Trennplatten, Verschlussmitteln und Einbauten, umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmengestell (3) in horizontaler Quer- und Längsrichtung sowie in vertikaler Richtung über Schraubverbindungsmittel (7, 12, 19) lösbar an dem L-Rahmen (1) gehalten ist, wobei das Rahmengestell (3) zum Ausgleich von Verformungen des L-Rahmens (1) in dem von den Laufrollen (8) entfernten vorderen Bereich über die Schraubverbindungen (19) und Federelemente (17) in vertikaler Richtung elastisch beweglich am L-Rahmen (1) gehalten ist. Abrollbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Federelemente als Tellerfedern (17) ausgebildet sind und der L-Rahmen (1) über die Tellerfedern und eine einstellbare Schraubverbindung (19) am Rahmengestell (3) aufgehängt ist. Abrollbehälter nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch mindestens ein am Rahmengestell (3) jeweils zwischen zwei Querträgern (13, 14) verschweißtes U-Profil (15) und an den beiden Längsträgern des L-Rahmens (1) verschweißte, unterhalb des U-Profils (15) positionierte Stützelemente (16), die jeweils an der im U-Profil (15) federnd gehaltenen Schraubverbindung (19) aufgehängt sind. Abrollbehälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützelemente (16) das U-Profil (15) trapezförmig umfassen. Abrollbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der L-Rahmen (1) und das Rahmengestell (3) am hinteren Ende jeweils mit einem Querträger (4, 5) verschweißt sind und die beiden Querträger (4, 5) über mit diesen verschweißte Winkelprofile (6) und Schraubverbindungen (7) lösbar miteinander verbunden sind. Abrollbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der L-Rahmen (1) in horizontaler Querrichtung zwischen am Rahmengestell (3) mittels Schraubverbindungen (11) befestigten Halteblechen (11) fixiert ist.






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