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Dokumentenidentifikation DE60120720T2 14.06.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001313903
Titel AUSWAHLVORRICHTUNG FÜR STRICKORGANE AN EINER STRICKMASCHINE
Anmelder Shima Seiki Mfg. Ltd., Wakayama, JP
Erfinder Ueyama, Shima Seiki Manufacturing, Hiroyuki, Wakayama-shi, Wakayama 641-0003, JP
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 60120720
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 27.08.2001
EP-Aktenzeichen 019585314
WO-Anmeldetag 27.08.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/JP01/07334
WO-Veröffentlichungsnummer 2002018690
WO-Veröffentlichungsdatum 07.03.2002
EP-Offenlegungsdatum 28.05.2003
EP date of grant 14.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.06.2007
IPC-Hauptklasse D04B 15/78(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Betätigungsvorrichtung, die zur Auswahl von Strickelementen, wie zum Beispiel Auswählern und Nadeln, die in einer Strickmaschine zusammengesetzt werden, verwendet wird.

Stand der Technik

Eine große Anzahl von Nadeln sind in einem Nadelbett von Strickmaschinen, einschließlich Flachstrickmaschinen, angeordnet, und ein Musterstricken, wie etwa das Stricken eines Jacquardmusters oder eines Designmusters, wird durch die Verwendung eines Nadelauswahlmittels beeinflusst, das in einem sich über dem Nadelbett hin und her bewegenden Schlitten zur Auswahl und Betätigung von Nadeln nach Maßgabe von Strickdaten vorgesehen ist. Bei einer Auswähler-Betätigungsvorrichtung, die in dem Nadelauswahlmittel eingebaut werden soll, gibt es zwei Typen; nämlich den einen, bei dem ein Auswähler, der einer zum Stricken erforderlichen Nadel entspricht, durch Erregung eines Magnetspulenpols zum Anziehen und Halten des Auswählers ausgewählt wird, und den anderen, bei dem ein Auswähler, der einer zum Stricken erforderlichen Nadel entspricht, durch Erregen eines Magnetspulenpols zum Lösen der Anziehung des Auswählers ausgewählt wird. Ersterer wird als Elektromagnet vom Erregungs-Halte-Typ bezeichnet, und letzterer wird als Elektromagnet vom Erregungs-Löse-Typ bezeichnet, und die vorliegende Erfindung deckt das Nadelauswahlmittel des letzteren ab.

7 zeigt eine Längsschnitt-Seitenansicht eines Nadelbetts und eines Schlittens einer Flachstrickmaschine, die einen Elektromagneten vom Erregungs-Löse-Typ verwendet. 8 ist eine Ansicht der vorstehend genannten Auswähler-Betätigungsvorrichtung von der Seite der Anzugsstelle. 9 ist eine Schnittansicht längs der Linie ix-ix der 8. 10 ist eine Schnittansicht längs der Linie x-x der 8.

Strickelemente, wie etwa Nadeln 102, Nadelwippen 103, Auswahlwippen 104 und Auswähler 105, sind verschiebbar in mehreren Nadelvertiefungen geladen, die in einem Nadelbett 101 vorgesehen sind. Der Auswähler 105 wird zwischen Metallstreifen 107, 108 gehalten, die in das Nadelbett 101 und die Auswahlwippe 104 eingefügt sind, und ist in die Nadelvertiefung eingefügt, und ein elastischer Schenkel 109 des Auswählers 105 wird zusammengedrückt und ein Polkontakt 113 des Auswählers 105, der durch die Auswähler-Betätigungsvorrichtung 111 angezogen werden soll, wird von der Auswähler-Betätigungsvorrichtung 111 aus beständig nach oben gedrückt.

Die Auswähler-Betätigungsvorrichtung 111 ist an einer Klammer 122 befestigt, die am unteren Ende einer Schlossplatte 121 des Schlittens 120 durch einen auf einem Gehäuse 115 vorgesehenen Flansch 116 vorgesehen ist, und Anzugsstellen 141a, 141b der Auswähler-Betätigungsvorrichtung 111 sind dem Polkontakt 113 des Auswählers entgegengesetzt. Wenn der Schlitten 120 sich zum Stricken hin und her bewegt, wird ein Fuß 125 des Auswählers 105 durch ein (nicht dargestelltes) Auswähler-Umsteuerungsschloss, das auf der Schlossplatte 121 des Schlittens 120 entgegengesetzt dem Auswähler 105 vorgesehen ist, gegen den Aufwärtsdruck durch den elastischen Schenkel 109 des Auswählers 105 in die Nadelvertiefung geschoben. Im Ergebnis wird ein Polkontakt 113 in eine Position gebracht, in der er durch die Anzugsstellen 141a, 141b der Auswähler-Betätigungsvorrichtung 111 angezogen und gehalten wird. Unter dieser Bedingung wird durch Verschieben des Schlittens 120 der Polkontakt 113 zu einem Nadelauswahlteil gebracht. Wenn ein Kontaktpol eines einer erforderlichen Nadel entsprechenden Auswählers auf die Magnetspulenpole des ersten Nadelauswahlteils oder des zweiten Nadelauswahlteils kommt, werden die Magnetspulenpole erregt, so dass sie einen Magnetfluss eines Dauermagneten zum Lösen des Polkontakts 113 von den Anzugsstellen aufheben. Als Ergebnis kommt der Fuß 125 des Auswählers über dem Nadelbett heraus und mit einem (nicht dargestellten) Hebeschloss in Eingriff, um Auswählern nachzufolgen und vorzurücken, und im Gegenzug schiebt der Auswähler die Auswahlwippe in eine Zwischenposition oder vorgerückte Position. Sowohl das erste als auch das zweite Nadelauswahlteil sind mit einem speziellen Hebeschloss versehen. Der Grad des Aufwärtsschubs eines Auswählers eines Hebeschlosses unterscheidet sich von demjenigen des anderen Hebeschlosses. Das erste Hebeschloss schiebt die Auswahlwippe nach oben zur Zwischenposition und das zweite Hebeschloss schiebt die Auswahlwippe nach oben zur vorgerückten Position, die sich vor der Zwischenposition befindet. Mit dieser Anordnung kann das Drei-Wege-Stricken aus Stricken, Fangen und Überspringen innerhalb einer Reihe durchgeführt werden.

Zum Treffen einer Nadelauswahl für das Drei-Wege-Stricken ist die Auswähler-Betätigungsvorrichtung 111 im Gehäuse 115 mit einem ersten gesteuerten Anzugsteil 135 und einem zweiten gesteuerten Anzugsteil 136 vorgesehen, wobei beide gesteuerten Anzugsteile Magnetspulenpole in ihren Magnetkreisen aufweisen, und mit drei nicht-gesteuerten Anzugsteilen 137, 138, 139, die keine Magnetspulenpole in ihren Magnetkreisen aufweisen. Die vorstehend genannten Anzugsteile weisen zwei Reihen von flachen Anzugsstellen 141a (163a, 146a, 173a, 156a, 183a) und 141b (163b, 146b, 173b, 156b, 183b) auf der den Polkontakten der Auswähler gegenüberliegenden Seite auf.

Die gesteuerten Anzugsteile 135, 136 umfassen an der Basis des Gehäuses 115 vorgesehene Dauermagnete 143, 153 und Magnetspulenpole 145a, 145b, 155a, 155b, die die Dauermagnete sandwichartig zwischen sich einschließen und Spulen 144a, 144b, 154a, 154b aufweisen. Die gesteuerten Anzugsteile 135, 136 weisen Anzugsstellen 146a, 146b, 156a, 156b (das erste Nadelauswahlteil, das zweite Nadelauswahlteil) an den oberen Enden der Magnetspulenpole auf. Die nicht-gesteuerten Anzugsteile 137, 138, 139 weisen Dauermagnete 161, 171, 181 und Seitenjoche 162a, 162b sowie Mitteljoche 172a, 172b und Seitenjoche 182a, 182b auf, wobei die Joche die Dauermagnete zwischen sich sandwichartig einschließen. Die oberen Enden dieser Joche sind mit Anzugsstellen 163a, 163b, 173a, 173b, 183a, 183b versehen. Die jeweiligen Anzugsstellen werden durch die für sie vorgesehenen Dauermagnete magnetisiert. Von den beiden Anzugsstellenreihen wird eine Reihe so magnetisiert, dass sie der Nordpol ist, und die andere Reihe wird so magnetisiert, dass sie der Südpol ist. Dünne Kupferplatten 190 werden zwischen Anzugsstellen der Anzugsteile 135 bis 139 eingefügt, um zu verhindern, dass in den nicht-gesteuerten Teilen erzeugter Magnetfluss zu den Anzugsstellen der benachbarten gesteuerten Anzugsteile streut und um im Gegenzug zu gestatten, dass die vorstehend genannten fünf Anzugsteile unabhängige Magnetkreise bilden. 140a und 140b bezeichnen Protektoren.

Die Nadelauswahl der konventionellen Auswähler-Betätigungsvorrichtung 111 arbeitet wie folgt. Der Polkontakt 113 eines Auswählers wird durch ein auf dem Schlitten 120 vorgesehenes Auswähler-Rücklaufschloss gegen seine Druckvorrichtung versetzt, um mit den Anzugsstellen 141a, 141b der Auswähler-Betätigungsvorrichtung 111 in Kontakt zu kommen. In jedem der nicht-gesteuerten Anzugsteile fließt Magnetfluss von der Anzugsstelle des Jochs der Nordpolseite durch den Auswähler in die Anzugsstelle des Jochs der Südpolseite, um den Auswähler an den Anzugsstellen anzuziehen und zu halten. Wenn der Schlitten 120 weiter fährt und der Polkontakt 113 des Auswählers auf die Anzugsstellen 146a, 146b oder 156a, 156b des ersten Nadelauswahlteils oder des zweiten Nadelauswahlteils gelangt, werden unter dieser Bedingung die Magnetspulenpole erregt, so dass sie sie entmagnetisieren und den Auswähler von den Anzugsstellen 146a, 146b oder 156a, 156b lösen.

Jedoch variieren die Magnetflussmengen, die von den jeweiligen Anzugsstellen der nicht-gesteuerten Anzugsteile 137 bis 139 streuen, mit der Anzahl an Auswählern, die auf die jeweiligen Anzugsteile 163a, 163b, 173a, 173b, 183a, 183b angezogen werden. Je kleiner die Anzahl der angezogenen Auswähler, desto größer sind die Magnetflussmengen, die von den Anzugsstellen 163a, 163b, 173a, 173b, 183a, 183b lecken. Einiges von dem Magnetfluss fließt über die Kupferplatten 190 in die Anzugsstellen 146a, 146b, 156a, 156b der benachbarten gesteuerten Anzugsteile 135, 136. Im Ergebnis ist zum Lösen der Auswähler ein größerer elektrischer Strom erforderlich, der durch Berücksichtigen des Magnetflussverlusts bestimmt wird. Umgekehrt sind die Magnetflussverluste von den Anzugsstellen 163a, 163b, 173a, 173b, 183a, 183b umso kleiner, je größer die Anzahl der angezogenen Auswähler ist. Somit werden kleinere elektrische Ströme angewendet. Da der Unterschied in der Anzahl der angezogenen Auswähler von Designs (Nadelauswahlmustern), wie zum Beispiel einem Jacquardmuster oder einem Designmuster, abhängt, kann die Änderung der Anzahl der angezogenen Auswähler nicht vermieden werden. Wenn die elektrischen Ströme, die durch die Magnetspulenpole 145a, 145b, 155a, 155b hindurchgehen sollen, konstant sind, kann es dementsprechend sein, dass einige Auswähler, die von den Anzugsstellen gelöst werden müssen, nicht gelöst werden, was zu Nadelauswahl-Fehlvorgängen führt.

Zur Lösung des vorstehenden Problems wird, beispielsweise bei einer Nadelauswahleinrichtung, die in der Patentoffenlegungsschrift Hei 9-241952 (US-Patent Nr. 5 694 792) offenbart ist, die Anzahl von Auswählern, die durch ein nicht-gesteuertes Anzugsteil angezogen wird, von dem Nadelauswahlmuster bestimmt, und diese Anzahl wird zur Steuerung des elektrischen Stroms verwendet, der durch die Magnetspulenpole hindurchgeleitet werden soll, um die Auswähler zu lösen. In einer Nadelauswahleinrichtung, die in der Patentoffenlegungsschrift Sho 62-263358 (US-Patent Nr. 4 715 198) offenbart ist, ist ein Sensor, wie etwa ein Hall-Element, zur Erfassung der Magnetflussmenge in einem gesteuerten Anzugsteil nahe den Anzugsstellen von Magnetspulenpolen gegenüber Auswählern zum Messen der sich ständig ändernden Magnetflussmenge vorgesehen, und der gemessene Wert wird zur Bestimmung der optimalen Entmagnetisierungsbedingungen und im Gegenzug zur Lösung von Auswählern ungeachtet der Anzahl der angezogenen Auswähler zurückgeleitet.

Da in der ersteren Nadelauswahleinrichtung jedoch der elektrische Strom durch Berücksichtigung des Magnetflussverlusts gesteuert wird, wird ein zusätzlicher elektrischer Strom benötigt, um den Magnetflussverlust aufzuheben. Es stellt ein Problem dar, dass der erforderliche elektrische Strom größer ist. Im letzteren Fall wird die gesamte Einrichtung dimensional größer, da Sensoren nahe den Anzugsstellen der Magnetspulenpole vorgesehen werden, und es wird eine Rückkopplungssteuerung benötigt.

Offenbarung der Erfindung

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine neue Auswähler-Betätigungsvorrichtung für Strickelemente einer Strickmaschine vorzusehen, die keine Rückkopplungssteuerung benötigt, mit elektrischen Strömen, die durch Magnetspulenpole fließen, die ungeachtet von Änderungen in der Anzahl von Strickelementen, zum Beispiel Auswählern, die auf Anzugsstellen angezogen werden, konstant gehalten werden.

Die Auswähler-Betätigungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung für Strickelemente einer Strickmaschine, beispielsweise einer Flachstrickmaschine, umfasst:

zumindest ein gesteuertes Anzugsteil mit zumindest zwei Magnetspulenpolen, die an ihrem oberen Ende jeweils mit einer Anzugsstelle versehen und in einer ersten Richtung mit einem Magneten zwischen ihnen angeordnet sind; und

mehrere nicht-gesteuerte Anzugsteile mit zumindest zwei Jochen, die an ihrem oberen Ende jeweils mit einer Anzugsstelle versehen sind und in einer ersten Richtung mit einem Magneten, zum Beispiel einem Dauermagneten, zwischen ihnen angeordnet sind.

Eine Richtung, die im Wesentlichen senkrecht zu der ersten Richtung ist, ist als zweite Richtung definiert, und die mehreren nicht-gesteuerten Anzugsteile sind in der zweiten Richtung auf beiden Seiten des gesteuerten Anzugsteils angeordnet und die Joche weisen Enden in der zweiten Richtung auf.

Mittel zum Lösen eines Strickelements von Anzugsstellen des gesteuerten Anzugsteils sind vorgesehen, indem sie die Magnetspulenpole des gesteuerten Anzugsteils erregen, so dass sie die Anzugsstellen des gesteuerten Anzugsteils entmagnetisieren.

Die erfindungsgemäße Auswähler-Betätigungsvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Magnetspulenpol den Enden von zumindest zwei Jochen in der ersten Richtung entgegengesetzt ist.

Vorzugsweise ist jedes der der nicht-gesteuerten Anzugsteile mit drei Jochen von ersten, zweiten und dritten Jochen, die in der ersten Richtung angeordnet sind, versehen; zumindest zwei Dauermagnete sind zwischen diesen Jochen angeordnet; die beiden Dauermagnete sind in Bezug auf die Magnetpolanordnung in der ersten Richtung symmetrisch, wobei sich das zweite Joch in der Mitte der drei Joche befindet; einer der beiden Magnetspulenpole ist so angeordnet, dass er den Enden des ersten Jochs und des zweiten Jochs entgegengesetzt ist; und der andere der beiden Magnetspulenpole ist so angeordnet, dass er den Enden des zweiten Jochs und des dritten Jochs entgegengesetzt ist.

Bevorzugt weist jedes der nicht-gesteuerten Anzugsteile n Joche, wobei n größer als drei ist, und n – 1 Dauermagnete auf, die zwischen den Jochen angeordnet sind, wobei das gesteuerte Anzugsteil n – 1 Magnetspulenpole aufweist und jeder der Magnetspulenpole so angeordnet ist, dass er den Enden von zumindest zwei Jochen in der ersten Richtung entgegengesetzt ist.

Vorzugsweise werden die Magnetfelder der Anzugsstellen der jeweiligen Magnetspulenpole durch Erregung im Wesentlichen einander identisch gemacht, indem die Anzahl der Spulenwicklungen von Magnetspulenpol zu Magnetspulenpol variiert oder der elektrischen Strom für die Erregung von Spule zu Spule variiert.

Gemäß der vorliegenden Erfindung werden Strickelemente wie etwa Auswähler ausgewählt, indem sie an Anzugsstellen von Jochen nicht-gesteuerter Anzugsteile angezogen und indem die Anziehungen an einer Anzugsstelle eines gesteuerten Anzugsteils gelöst oder beibehalten werden. Elektrische Ströme zu Spulen von Magnetspulenpolen heben einen Magnetfluss auf, der von Magneten zu den Anzugsstellen des gesteuerten Anzugsteils fließt, und lösen die Anziehungen der Strickelemente. Ein von den Jochen zu den Magnetspulenpolen streuender Magnetfluss stellt ein Problem dar. Der Grad des Magnetflussverlusts ändert sich je nach der Anzahl der von Jochen angezogenen Strickelemente. In der vorliegenden Erfindung befinden sich Magnetspulenpole, beispielsweise nahe ihren Anzugsstellen, gegenüber den Enden von zwei Jochen in der ersten Richtung. Aufgrund dieser Anordnung fließt der Magnetflussverlust in den Magnetspulenpolen in eine Richtung, die im Wesentlichen senkrecht zu einer Anzugsrichtung der Strickelemente an den Anzugsstellen der Magnetspulenpole ist, und beeinträchtigt nicht die Anziehungen der Strickelemente. Die senkrechte Richtung ist im Wesentlichen parallel zu der ersten Richtung und die Richtung des die Strickelemente anziehenden Magnetflusses ist im Wesentlichen senkrecht zu der Ebene, die durch die erste Richtung und die zweite Richtung bestimmt wird. Daher können die elektrischen Ströme zu den Spulen der Magnetspulenpole unabhängig von der Anzahl der an Joche der nicht-gesteuerten Anzugsteile angezogenen Strickelemente bestimmt werden, und umgekehrt besteht kein Bedarf, die Anzahl der angezogenen Strickelemente zu überwachen.

Vorzugsweise werden Magnetspulenpole nahe ihren Anzugsstellen mit Platten aus nichtmagnetischen Materialien, wie etwa Kupfer, Aluminium und Kunststoffen, als magnetischer Widerstand zu versehen. Da in der vorliegenden Erfindung der Magnetflussverlust die Anziehung der Strickelemente an den Magnetspulenpolen nicht beeinträchtigt, kann der magnetischer Widerstandswert gesenkt werden und die Anziehungskräfte der Joche nahe den Magnetspulenpolen kann erhöht werden. Dies ist von Vorteil bei der präzisen Auswahl von Strickelementen in einer Strickmaschine mit feiner Teilung, wobei die Dicken von Strickelementen gering sind.

Jedoch wird es nicht gewünscht, dass ein Magnetflussverlust hindurchgeht, der so hoch ist, dass er die Anziehungen von Strickelementen an Jochen verhindert. Bevorzugt wird eher die Erhöhung des magnetischen Widerstands zwischen Jochen und Magnetspulenpolen als des magnetischen Widerstands zwischen Jochen und Strickelementen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 ist ein Diagramm, das eine Ausführungsform der Auswähler-Betätigungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung, gesehen von der Seite der Anzugsstellen, zeigt.

2 ist ein Diagramm, das die Auswähler-Betätigungsvorrichtung zerlegt längs der Linie ii-ii der 1 zeigt.

3 ist eine Schnittansicht längs der Linie iii-iii der 1.

4 ist ein Diagramm einer Modifizierung der Auswähler-Betätigungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung, das die Anordnung eines gesteuerten Anzugsteils und nicht-gesteuerter Anzugsteile zeigt.

5 ist ein Diagramm einer weiteren Modifizierung der Auswähler-Betätigungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung, die die Anordnung eines gesteuerten Anzugsteils und nicht-gesteuerter Anzugsteile zeigt.

6 ist ein Diagramm einer weiteren Modifizierung der Auswähler-Betätigungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung, die die Anordnung eines gesteuerten Anzugsteils und nicht-gesteuerter Anzugsteile zeigt.

7 ist eine Längsschnitt-Seitenansicht eines Nadelbetts und eines Schlittens einer Flachstrickmaschine, die eine Auswähler-Betätigungsvorrichtung aufweist.

8 ist ein Diagramm, das eine konventionelle Auswähler-Betätigungsvorrichtung, gesehen von der Seite ihrer Anzugsstellen, zeigt.

9 ist eine Schnittansicht längs der Linie ix-ix der 8.

10 ist eine Schnittansicht längs der Linie x-x der 8.

Beste Art und Weise zur Ausführung der Erfindung

Als bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen ein Beispiel einer Anwendung der Auswähler-Betätigungsvorrichtung für Strickelemente zur Nadelauswahl beschrieben. Die 1 bis 3 zeigen eine Auswähler-Betätigungsvorrichtung 1. 1 ist ein Diagramm, das die Auswähler-Betätigungsvorrichtung 1, gesehen von der Seite von Anzugsstellen, die Auswähler anziehen, zeigt. 2 zeigt die Auswähler-Betätigungsvorrichtung 1 zerlegt längs der Linie ii-ii der 1. 3 zeigt einen Schnitt längs der Linie iii-iii der 1. Da die Aufbauten des Schlittens und des Nadelbetts der Flachstrickmaschine mit Ausnahme der Auswähler-Betätigungsvorrichtung identisch mit jenen sind, die vorstehend in der 7 gezeigt sind, wird auf deren Darstellung verzichtet.

In 1 ist die Längsrichtung eines Gehäuses 3 als zweite Richtung definiert und die Querrichtung des Gehäuses 3 ist als erste Richtung definiert. Das Gehäuse 3 der Auswähler-Betätigungsvorrichtung 1 ist durch die Linie ii-ii in zwei Teile geteilt, einen oberen Teil und einen unteren Teil, die in 1 gezeigt sind, und besteht aus Aluminium. Im Gehäuse 3 sind zum Treffen von Nadelauswahlen für drei Positionen, nämlich Stricken, Fangen und Überspringen, zwei gesteuerte Anzugsteile (ein erstes gesteuertes Anzugsteil 5 und ein zweites gesteuertes Anzugsteil 6) und drei nicht-gesteuerte Anzugsteile 7, 8, 9 mit Seitenjochen 32a, 32b, 32c, 52a, 52b, 52c und Mitteljochen 42a, 42b, 42c untergebracht.

Die gesteuerten Anzugsteile 5, 6 umfassen in der Basis des Gehäuses 3 vorgesehene Dauermagnete 13, 23 und Magnetspulenpole 15a, 15b, 25a, 25b, die die Dauermagnete 13, 23 sandwichartig einschließen und Spulen 14a, 14b, 24a, 24b aufweisen. Anzugsstellen 16a, 16b (das erste Nadelauswahlteil) und Anzugsstellen 26a, 26b (das zweite Nadelauswahlteil) sind an den oberen Enden dieser Magnetspulenpole 15a, 15b, 25a, 25b ausgebildet.

Es sollte beachtet werden, dass, wie in 1 gezeigt ist, das nicht-gesteuerte Anzugsteil 7 der Auswähler-Betätigungsvorrichtung 1 der vorliegenden Erfindung drei Reihen von Seitenjochen 32a, 32b, 32c und Dauermagnete 31a, 31b, die sandwichartig zwischen diesen Seitenjochen eingeschlossen sind, umfasst. Diese Dauermagnete 31a, 31b magnetisieren die Anzugsstellen 33a, 33b, 33c, die an den oberen Enden der jeweiligen Joche ausgebildet sind. In ähnlicher Weise umfasst das nicht-gesteuerte Anzugsteil 8 Mitteljoche 42a, 42b, 42c und Dauermagnete 41a, 41b. Das nicht-gesteuerte Anzugsteil 9 umfasst Seitenjoche 52a, 52b, 52c und Dauermagnete 51a, 51b. Die Anzugsstellen 43a, 43b, 43c und 53a, 53b, 53c, die an den oberen Enden der jeweiligen Joche ausgebildet sind, werden magnetisiert.

Die gesteuerten Anzugsteile und die nicht-gesteuerten Anzugsteile sind so angeordnet, dass von den Jochen, die in drei Reihen der nicht-gesteuerten Anzugsteile 7 bis 9 angeordnet sind, das Seitenjoch 32b, das Mitteljoch 42b und das Seitenjoch 52b, die in der Mitte positioniert sind, nahe sowohl einem Süd- als auch einem Nordpol der Magnetspulenpole der gesteuerten Anzugsteile sind. In den nicht-gesteuerten Anzugsteilen sind ein Südpol und ein Südpol oder ein Nordpol und ein Nordpol der Dauermagneten so angeordnet, dass sie einander gegenüberliegen und Joche zwischen sich sandwichartig einschließen, so dass die vorstehend genannten Joche 32b, 42b, 52b magnetisiert werden. Kupferplatten 60, die dünner als der Auswähler sind, werden als magnetischer Widerstand zwischen den Anzugsstellen der gesteuerten Anzugsteile 5, 6 und der Anzugsstellen der nicht-gesteuerten Anzugsteile 7 bis 9 eingefügt. Dementsprechend wird verhindert, dass Magnetfluss, der an den nicht-gesteuerten Anzugsteilen entsteht, von den Anzugsstellen 33a bis 33c, 43a bis 43c, 53a bis 53c zu den Anzugsstellen 16a, 16b, 26a, 26b benachbarter gesteuerter Anzugsteile streut. Somit erzeugen die vorstehend genannten fünf Anzugsteile 5 bis 9 unabhängige Magnetkreise.

Die vorstehend genannten Kupferplatten 60 weisen eine Dicke auf, die es erlaubt, dass die Auswähler, die an den Anzugsstellen angezogen gehalten werden, zu den Anzugsstellen des folgenden gesteuerten Anzugsteils oder der nicht-gesteuerten Anzugsteile gebracht werden. Wenn wir nun annehmen, dass der magnetischer Widerstand zwischen dem nicht-gesteuerten Anzugsteil und dem gesteuerten Anzugsteil Ra ist und der magnetische Widerstand zwischen dem nicht-gesteuerten Anzugsteil und dem Auswähler, der durch das nicht-gesteuerte Anzugsteil angezogen wird, Rb ist, erfüllten die eingebauten Kupferplatten 60 die Bedingung Ra > Rb. Im Ergebnis wird der an dem nicht-gesteuerten Anzugsteil erzeugte Magnetfluss durch die Kupferplatten 60 daran gehindert, zu den Magnetspulenpolen zu fließen, und die Auswähler können weiterhin angezogen bleiben. Was den magnetischen Widerstand betrifft, so können nichtmagnetische Materialien oder eine Lücke anstelle der Kupferplatten 60 verwendet werden. Da das Seitenjoch 32b, das Mitteljoch 42b und das Seitenjoch 52b, die in der Mitte positioniert sind, so angeordnet sind, dass sie sowohl dem Südpol als auch dem Nordpol der Magnetspulenpole der gesteuerten Anzugsteile nahe sind, fließt der streuende Magnetfluss von den nicht-gesteuerten Anzugsteilen positiv von einem Joch durch den Magnetspulenpol zum anderen gegenüberliegenden Joch. Da dieser streuende Magnetfluss in eine Richtung fließt, die senkrecht zu der Richtung des Magnetflusses ist, der in dem Magnetspulenpol erzeugt wird, wenn ein Auswähler gelöst werden soll, beeinträchtigt der streuende Magnetfluss nicht die Lösung eines Auswählers mit einer Energiezuführung.

Die Magnetspulenpole 15a, 15b sind aus einem magnetischen Material, wie etwa Siliciumstahl, hergestellt, und wenn die Anzugsstellen 16a, 16b als Mitte betrachtet werden, sind die Magnetspulenpole 15a, 15b nicht symmetrisch nahe den Jochen 33a, 33b, 33c angeordnet. Die Magnetspulenpole 25a, 25b sind auch auf eine ähnliche Weise angeordnet. Dies hat die Aufgabe, die Länge der Joche 42a, 42b, 42c in der zweiten Richtung zu verkürzen.

Beispielsweise fließt, wenn kein Auswähler zu den Seitenjochen 32a bis 32c des nicht-gesteuerten Anzugsteils 7 angezogen ist, von dem Magnetfluss, der durch die Dauermagnete 31a, 31b des nicht-gesteuerten Anzugsteils 7 erzeugt wird, der zu den Magnetspulenpolen fließende Magnetflussverlust von den Seitenjochen 32a, 32c, kreuzt die den Seitenjochen 32a, 32c benachbarten Magnetspulenpole 15a, 15b und fließt zu dem gegenüberliegenden Seitenjoch 32b in der Mitte. Daher beeinträchtigt der Magnetflussverlust nicht die Anziehung an den Anzugsstellen der Magnetspulenpole. Wenn der Auswähler auf die Anzugsstellen der Seitenjoche 32a bis 32c angezogen wird, bearbeitet der durch die Dauermagnete 31a, 31b erzeugte Magnetfluss den Auswähler.

Da jedoch die drei Reihen von Seitenjochen 32a, 32b, 32c magnetisiert sind und ein Magnetspulenpol 15a des gesteuerten Anzugsteils 5 zum Südpol magnetisiert ist und der andere Magnetspulenpol 15b des gesteuerten Anzugsteils 5 zum Nordpol magnetisiert ist, unterscheidet sich die Verteilung des Magnetfelds um den Magnetspulenpol 15a herum von jenem um den Magnetspulenpol 15b herum. Wenn die beiden Magnetspulenpole 15a, 15b dieselbe Anzahl von Spulenwicklungen aufweisen und durch denselben elektrischen Strom gesteuert werden, können die Magnetfelder an den Anzugsstellen 16a, 16b dementsprechend nicht gleichmäßig entmagnetisiert werden und die Anzugsstellen 16a, 16b sind dann nicht in der Lage, den Auswähler durch Energiezuführung zu lösen. Um daher eine gleichmäßige Entmagnetisierung an den Anzugsstellen 16b, 16a sicherzustellen, werden die Anzahl der Wicklungen der jeweiligen Spulen und/oder die elektrischen Ströme zu den jeweiligen Spulen auf unterschiedliche Werte eingestellt. Darauf kann ebenfalls durch Ändern der Materialien und/oder Konfigurationen der Magnetspulenpole reagiert werden.

Im Fall der vorliegenden Ausführungsform weist der Magnetspulenpol 15b, der mit dem Seitenjoch 32c denselben Pol (Nordpol) besitzt, ein schwächeres Magnetfeld als jenes des Magnetspulenpols 15a auf, dessen Magnetpol sich von jenem des Seitenjochs 32a unterscheidet. Daher ist die Anzahl der Wicklungen der Spule verringert, um das Magnetfeld an der Anzugsstelle 16b nach der Entmagnetisierung an jenen an der Anzugsstelle 16a anzugleichen. Konstruktionen, die ähnlich jenen des vorstehend genannten nicht-gesteuerten Anzugsteils 7 und des gesteuerten Anzugsteils 5 ähnlich sind, treffen auf die anderen nicht-gesteuerten Anzugsteile 8, 9 und das gesteuerte Anzugsteil 6 zu. 10a, 10b in den Zeichnungen bezeichnen Protektoren.

Die Nadelauswahl durch die Auswähler-Betätigungsvorrichtung 1, die wie vorstehend beschrieben aufgebaut ist, wird folgendermaßen bewirkt. Es wird angenommen, dass der Schlitten nach links fährt. Zuerst wird ein Auswähler gegen die elastische Druckvorrichtung durch ein auf dem Schlitten vorgesehenes Auswähler-Rücklaufschloss verschoben und der Auswähler kommt mit den Anzugsstellen der Auswähler-Betätigungsvorrichtung 1 in Berührung. Am nicht-gesteuerten Anzugsteil 7 wird der Auswähler durch den Magnetfluss des Dauermagneten 31a, der von der Anzugsstelle 33a des Seitenjochs 32a (Nordpol) durch den Auswähler zur Anzugsstelle 33b des Seitenjochs 32b fließt, und durch den Magnetfluss des Dauermagneten 31b, der von der Anzugsstelle 33c des Seitenjochs 32c durch den Auswähler zur Anzugsstelle 33b des Seitenjochs 32b fließt, auf den Anzugsstellen angezogen gehalten. Unter dieser Bedingung fährt der Schlitten, und wenn der Auswähler auf die Anzugsstellen 16a, 16b des gesteuerten Anzugsteils 5 (des ersten Nadelauswahlteils) kommt, werden die Magnetspulenpole 15a, 15b erregt, so dass sie das Magnetfeld des Dauermagneten 13 entmagnetisieren und den Auswähler von den Anzugsstellen 16a, 16b lösen.

Da Seitenjoche und die Magnetspulenpole so angeordnet sind, dass sie nahe beieinander sind, kreuzt von dem Magnetfluss, der durch die Dauermagnete erzeugt wird, der sich auf die Magnetspulenpole zu bewegende Magnetflussverlust die Magnetspulenpole und fließt zu den gegenüberliegenden Seitenjochen in der Mitte. Somit werden, selbst wenn die Anzahl der an den Anzugsstellen des nicht-gesteuerten Anzugsteils angezogenen Auswähler variiert, die Wirkungen der Auswähler an den Magnetspulenpolen aufgehoben und die Strecken werden unabhängig. Im Ergebnis werden, selbst wenn die Anzahl der anzuziehenden Auswähler klein ist, die Magnetspulenpole im Gegensatz zum Stand der Technik nicht durch den Magnetflussverlust beeinträchtigt und es ist kein großer elektrischer Strom erforderlich, und durch das Einschalten eines konstanten elektrischen Stroms zu den Spulen können die Auswähler gelöst werden.

Das vorstehend Beschriebene ist in ähnlicher Weise auf den Fall des Lösens eines Auswählers, der durch das folgende nicht-gesteuerte Anzugsteil 8 angezogen worden ist, an den Anzugsstellen 26a, 26b des zweiten Nadelauswahlteils anwendbar. Die Nadelauswahl durch die Auswähler-Betätigungsvorrichtung 1 funktioniert in ähnlicher Weise, wenn die Fahrtrichtung des Schlittens umgekehrt ist und der Schlitten nach rechts fährt.

[Modifikationen]

4 bis 6 zeigen Modifikationen der Auswähler-Betätigungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung. Sie zeigen Beispiele, bei denen nur ein gesteuertes Anzugsteil zur Auswahl von Strickelementen vorgesehen ist. PM in den Diagrammen bezeichnet Dauermagnete, und der magnetischer Widerstand, der zwischen Jochen und Magnetspulenpolen vorzusehen ist, entsteht durch Lücken in diesen Konstruktionen.

4 ist ähnlich der vorstehend genannten Ausführungsform und von den Jochen 72a, 72b, 72c, 73a, 73b, 73c, die in drei Reihen in den jeweiligen nicht-gesteuerten Anziehungsteilen angeordnet sind, sind die Joche 72b, 73b in der Mitte so angeordnet, dass sie nahe den beiden Magnetspulenpolen 75a, 75b des gesteuerten Anziehungsteils sind. Die Pfeile in den 4 bis 6 geben den Magnetfluss von den Jochen über die Magnetspulenpole an.

5 zeigt eine Auswähler-Betätigungsvorrichtung 81, bei der Joche in vier Reihen (82a, 82b, 82c, 82d, 83a, 83b, 83c, 83d) angeordnet sind und Magnetspulenpole in drei Reihen (85a, 85b, 85c) angeordnet sind. Es ist möglich, die Anzahl der Joche und die Anzahl der Magnetspulenpole weiter zu erhöhen. Jedenfalls wird der Magnetflussverlust von einem Joch durch eine Umgehung geleitet, die durch einen Magnetspulenpol bereitgestellt wird, so dass sie in das gegenüberliegende Joch fließt. Auf diese Weise wird verhindert, dass der Magnetfluss zu Anzugsstellen der Magnetspulenpole streut. Wenn es notwendig ist, die Anziehungskraft der Auswähler-Betätigungsvorrichtung zu erhöhen, kann dies durch Erhöhen der Anzahl serieller Joche erfolgen. Je feiner beispielsweise die Teilung der Strickmaschine ist, desto dünner ist die Dicke des Auswählers. Wenn eine gegebene Dicke des Auswählers nicht ausreichend ist, um eine angemessene Anziehungskraft zu erhalten, gestattet die vorstehend genannte Anordnung im Anziehungsbereich in der Längsrichtung des Auswählers eine Erhöhung.

6 zeigt ein Beispiel, bei dem ein Paar Joche (92a, 92b oder 93a, 93b) oder Magnetspulenpole (95a, 95b) in jedem Anzugsteil vorgesehen sind. 6 zeigt eine Auswähler-Betätigungsvorrichtung 91, bei der die Joche und die Magnetspulenpole gegeneinander versetzt sind, so dass sowohl das Paar Joche 92b, 93b als auch das Paar Joche 92a, 93a nahe dem Magnetspulenpol 95a in einem gesteuerten Anzugsteil sind.

Wie bisher beschrieben wurde, kreuzt in der Auswähler-Betätigungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung von dem Magnetfluss, der durch Dauermagnete eines nicht-gesteuerten Anziehungsteils erzeugt wird, der sich auf Magnetspulenpole zu bewegende Magnetflussverlust Magnetspulenpole, die nahe den jeweiligen gegenüberliegenden Jochen vorgesehen sind. Somit werden, selbst wenn die Anzahl der auf die Anzugsstellen eines nicht-gesteuerten Anzugsteils anzuziehenden Auswähler klein ist, Wirkungen des Magnetflussverlusts, der die Auswahl von Strickelementen im Stand der Technik beeinträchtigten, beseitigt. Daher ist es im Gegensatz zum Stand der Technik nicht notwendig, den elektrischen Strom durch Berücksichtigung des Magnetflussverlusts zu steuern, der je nach der Anzahl der anzuziehenden Strickelemente variiert. Des Weiteren ist es nicht notwendig, Sensoren für eine Rückkopplungssteuerung bereitzustellen. Der elektrische Strom, der durch einen Magnetspulenpol hindurchgehen soll, kann jederzeit konstant gemacht werden.

Bisher sind Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beschrieben worden. Die vorliegende Ausführungsform ist jedoch keinesfalls durch die vorstehend genannten Ausführungsformen eingeschränkt.


Anspruch[de]
Auswähler-Betätigungsvorrichtung (1) für Strickelemente einer Strickmaschine, umfassend:

zumindest ein gesteuertes Anzugsteil (5, 6) mit zumindest zwei Magnetspulenpolen (15a, 15b, 25a, 25b), die an ihrem oberen Ende jeweils mit einer Anzugsstelle (16a, 16b, 2a, 26b) versehen und in einer ersten Richtung mit einem Magneten (13, 23) zwischen ihnen angeordnet sind; und

mehrere nicht-gesteuerte Anzugsteile (7, 8, 9) mit zumindest zwei Jochen (32a, 32b, 32c), die an ihrem oberen Ende jeweils mit einer Anzugsstelle (33a, 33b, 33c) versehen sind und in einer ersten Richtung mit einem Magneten (31a, 31b) zwischen ihnen angeordnet sind,

wobei die mehreren nicht-gesteuerten Anzugsteile (7, 8, 9) auf beiden Seiten des gesteuerten Anzugsteils (5, 6) in einer zweiten Richtung angeordnet sind, die im Wesentlichen senkrecht zur ersten Richtung ist, und die Joche (32a, 32b, 32c) Enden längs der zweiten Richtung aufweisen, und

worin Mittel zum Lösen eines Strickelements von den Anzugsstellen (16a, 16b, 26a, 26b) des gesteuerten Anzugsteils (5, 6) vorgesehen sind, indem sie die Magnetspulenpole (15a, 15b, 26a, 25b) des gesteuerten Anzugsteils erregen, so dass die Anzugsstellen (16a, 16b, 26a, 26b) des gesteuerten Anzugsteils (5, 6) entmagnetisiert werden,

dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Magnetspulenpol (15a, 15b, 25a, 25b) des gesteuerten Anzugsteils (5, 6) den Enden von zumindest zwei Jochen (32a, 32b, 32c) in der ersten Richtung entgegengesetzt ist.
Auswähler-Betätigungsvorrichtung (1) für Strickelemente einer Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

dass jedes der nicht-gesteuerten Anzugsteile (7, 8, 9) mit drei Jochen (32a, 32b, 32c) von ersten, zweiten und dritten Jochen, die in der ersten Richtung angeordnet sind, versehen ist, dass zumindest zwei Dauermagnete (31a, 31b) zwischen den drei Jochen (32a, 32b, 32c) angeordnet sind,

dass die beiden Dauermagnete (31a, 31b) in Bezug auf die Magnetpolanordnung in der ersten Richtung symmetrisch sind, wobei sich das zweite Joch (32b) in der Mitte der drei Joche (32a, 32b, 32c) befindet,

dass einer (15a) der beiden Magnetspulenpole (15a, 15b) so angeordnet ist, dass er den Enden des ersten Jochs (32a) und des zweiten Jochs (32b) entgegengesetzt ist und dass der andere (15b) der beiden Magnetspulenpole (15a, 15b) so angeordnet ist, dass er den Enden des zweiten Jochs (32b) und des dritten Jochs (32c) entgegengesetzt ist.
Auswähler-Betätigungsvorrichtung (81) für Strickelemente einer Strickmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,

dass jedes der nicht-gesteuerten Anzugsteile n Joche (82a, 82b, 82c, 82d) und n – 1 Dauermagnete aufweist, die zwischen den Jochen (82a, 82b, 82c, 82d) angeordnet sind, wobei n größer als drei ist,

dass das gesteuerte Anzugsteil n – 1 Magnetspulenpole (85a, 85b, 85c) aufweist und dass jeder der Magnetspulenpole (85a, 85b, 85c) so angeordnet ist, dass er den Enden von zumindest zwei Jochen (82a, 82b, 82c, 82d) in der ersten Richtung entgegengesetzt ist.
Auswähler-Betätigungsvorrichtung (1) für Strickelemente einer Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Magnetfelder der Anzugsstellen (16a, 16b, 26a, 26b) der jeweiligen Magnetspulenpole (15a, 15b, 25a, 25b) durch Erregung im Wesentlichen einander identisch gemacht werden, wobei die Anzahl der Spulenwicklungen oder der elektrischen Ströme für die Erregung von Magnetspulenpol (15a, 15b, 25a, 25b) zu Magnetspulenpol (15a, 15b, 25a, 25b) variiert.






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