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Dokumentenidentifikation DE102004055901B4 21.06.2007
Titel Zuführeinrichtung
Anmelder Huber, Kilian, 87541 Bad Hindelang, DE
Erfinder Huber, Kilian, 87541 Bad Hindelang, DE
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Anmeldedatum 19.11.2004
DE-Aktenzeichen 102004055901
Offenlegungstag 24.05.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.2007
IPC-Hauptklasse B23D 59/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B23Q 7/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zuführeinrichtung zum Zuführen von Werkstücken zum Werkzeug einer Werkzeugmaschine.

Die DE 29 34 702 A1 beschreibt eine Vorrichtung zur aufeinanderfolgenden Zuführung länglicher Werkstücke aus einem Magazinstapel, insbesondere langer Holzwerkstücke in eine Bearbeitungsmaschine. Die Vorrichtung umfasst einen Mechanismus zum Fassen und Vorwärtsschieben des untersten Werkstückes des Magazinstapels.

Üblicherweise wird beim Zersägen eines Holzbretts mit einer Kreissäge das Holzbrett auf eine Zuführfläche eines Sägetisches gelegt. Der Sägetisch weist üblicherweise einen Anschlag auf, an dem das Holzbrett angelegt werden kann. Das Zuführen des Holzbretts zu einem Sägeblatt erfolgt mit der Hand. Dabei kann es leicht zu schweren Verletzungen der Bedienperson kommen. Dabei ist besonders die Hand der Bedienperson gefährdet. Bei Berührung des rotierenden Sägeblatts kann z. B. der Daumen oder sogar die ganze Hand durch das Sägeblatt abgetrennt werden. Eine große Gefahr für die Bedienperson entsteht auch durch das sogenannte Nachgreifen. Dabei muss die Bedienperson, wenn während des Zuführens des Holzbretts die Hand zu nahe an das Sägeblatt kommt, das Holzbrett kurzzeitig loslassen und es an einer weiter vom Sägeblatt entfernten Stelle wieder greifen. Während dieser Zeitspanne kann das Holzbrett nicht gegen den Anschlag gedrückt werden und ist somit führungslos.

Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Zuführeinrichtung zum Zuführen von Werkstücken zum Werkzeug einer Werkzeugmaschine anzugeben, mit der die Sicherheit der Bedienperson wesentlich verbessert werden kann.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Zuführeinrichtung zum Zuführen von Werkstücken, insbesondere Holzteilen, zum Werkzeug einer Werkzeugmaschine, vorzugsweise einer Säge, zur weiteren Verarbeitung, mit einem Griff, durch den die Zuführeinrichtung von einer Bedienperson betätigbar ist und mit einer beweglichen Anlageeinrichtung, die in einer Zuführstellung gesperrt ist, so dass das Werkstück und die Zuführeinrichtung von der Bedienperson gemeinsam in Zuführrichtung zum Werkzeug hin bewegbar sind und die Anlageeinrichtung in einer Nachführstellung entgegen der Zuführrichtung am Werkstück entlangführbar ist.

Diese Lösung hat den Vorteil, dass die Sicherheit der Bedienperson wesentlich verbessert werden kann. Dadurch, dass das Werkstück und die Zuführeinrichtung von der Bedienperson gemeinsam in Zuführrichtung zum Werkzeug der Werkzeugmaschine hin bewegbar sind und die Anlageeinrichtung in einer Nachführstellung entgegen der Zuführrichtung am Werkstück entlang führbar ist, kann das Werkstück während des gesamten Zuführvorgangs z. B. gegen einen Anschlag, der üblicherweise an der Werkzeugmaschine befestigt ist, gedrückt werden. Somit ist die Führung des Werkstückes während des gesamten Zuführprozesses gewährleistet. Die Zuführeinrichtung wird von der Bedienperson mit einem Griff betätigt. Auf diese Weise ist die Hand der Bedienperson vor Verletzungen geschützt. Falls die Bedienperson mit der Zuführeinrichtung z. B. ein rotierendes Sägeblatt berühren sollte, wird voraussichtlich das Sägeblatt zerstört und die Hand der Bedienperson durch die Zuführeinrichtung geschützt.

In einer vorteilhaften Weiterbildung kann die Anlageeinrichtung durch einen Motor antreibbar sein, wodurch der Bedienungskomfort weiter erhöht werden kann.

Wenn der Motor ein Elektromotor ist, ist eine noch leichtere Handhabung möglich.

Wenn der Elektromotor batteriebetrieben und vorzugsweise durch wiederaufladbare Batterien betrieben ist, kann die Sicherheit noch weiter erhöht werden. In diesem Fall besteht nicht die Gefahr, dass ein Stromkabel von der Werkzeugmaschine beschädigt und die Bedienperson durch einen Stromschlag verletzt werden kann.

Weiterhin kann es sich als günstig erweisen, wenn die Zuführeinrichtung von der Werkzeugmaschine abnehmbar ist. Dadurch ist ein universeller Einsatz der Zuführeinrichtung auch an anderen Werkzeugmaschinen möglich.

Eine weitere Erhöhung der Sicherheit ist durch einen verstellbaren Griff möglich. Auf diese Weise kann der Griff auf die Bedürfnisse der Bedienperson eingestellt werden, wodurch durch die bessere Bedienbarkeit der Zuführeinrichtung die Sicherheit noch weiter erhöht werden kann.

Wenn der Griff einen Schalter zum Betätigen des Motors aufweist, muss die Bedienperson nicht mehr umgreifen oder die Zuführeinrichtung kurzfristig loslassen. Somit ist ständig gewährleistet, dass das Werkstück z. B. gegen einen Anschlag der Werkzeugmaschine gedrückt wird, wodurch die Sicherheit weiter erhöht werden kann.

Von Vorteil kann es zudem sein, wenn die Anlageeinrichtung zumindest zwei Rollen aufweist, da dadurch die Handhabung weiter vereinfacht werden kann.

Dabei kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn zumindest eine der Rollen arretierbar ist, da dadurch die Anlagerichtung in einer Zuführstellung leichter gesperrt werden kann. Somit kann die Sicherheit noch weiter erhöht werden.

Weiterhin kann es sich als günstig erweisen, wenn die arretierbare Rolle einen Ratschenmechanismus aufweist. Auf diese Weise ist eine weitere Vereinfachung der Handhabung möglich.

Zudem kann es sich als günstig erweisen, wenn um die Rollen ein Band umläuft, da dadurch die Führung des Werkstückes erleichtert werden kann.

Wenn das Band einen Rutschbelag aufweist, ist eine weitere Erhöhung der Sicherheit möglich, da die Haftung von dem Werkstück noch weiter verbessert werden kann und somit ein Abrutschen von dem Werkstück noch besser verhindert werden kann.

Günstig kann es zudem sein, wenn das Band austauschbar ist. Somit können verschiedene Bänder verwendet werden, deren Beläge jeweils an unterschiedliche Werkstücke angepasst sind und somit eine noch bessere Haftung zwischen der Oberfläche des Werkstücks und dem Band gewährleisten.

Vorteilhafterweise kann die Anlageeinrichtung höhenverstellbar sein. Dadurch ist eine noch bessere Anpassung an unterschiedlich gestaltete Werkstücke möglich.

Alternativ zu den Rollen kann ein Korpus der Zuführeinrichtung Häkchen zum Eingreifen in das Werkstück aufweisen. Dies hat insbesondere bei weicheren Werkstücken den Vorteil, dass ein Abrutschen vom Werkstück besser verhindert werden kann.

Günstig kann es zudem sein, wenn eine Niederhalteinrichtung vorgesehen ist. Durch eine laufende Kreissäge besteht z. B. die Gefahr, dass ein Holzbrett hochgeschleudert wird und die Bedienperson verletzen kann. Mit Hilfe der Niederhalteeinrichtung kann ein derartiges Hochschleudern des Werkstückes noch besser verhindert werden und somit die Sicherheit noch weiter erhöht werden.

Vorteilhafterweise weist die Niederhalteeinrichtung ein Rad zur Anlage auf dem Werkstück auf, wodurch eine die Handhabung der Zuführeinrichtung noch weiter erleichtert werden kann.

Wenn die Niederhalteeinrichtung höhenverstellbar ist, kann die Zuführeinrichtung noch besser an verschiedene Werkstücke angepasst und ein Hochschleudern der Werkstücke noch wirkungsvoller verhindert werden. Somit kann die Sicherheit noch weiter erhöht werden.

Auch wenn die Niederhalteeinrichtung tiefenverstellbar ist, ist eine noch bessere Anpassung an verschiedene Werkstücke möglich, wodurch die Sicherheit ebenfalls noch weiter erhöht werden kann.

Es kann sich als vorteilhaft erweisen, wenn die Niederhalteeinrichtung an der Oberseite des Korpus angeordnet ist, da dadurch die Höhen und Tiefenverstellung noch leichter durchgeführt werden können.

Wenn der Korpus der Zuführeinrichtung aus einem Metall besteht, ist bei einer Berührung der Zuführeinrichtung mit z. B. einem rotierenden Sägeblatt ein noch besserer Schutz der Hand der Bedienperson möglich. In diesem Fall würde das Metall der Zuführeinrichtung voraussichtlich z. B. das Sägblatt einer Kreissäge zerstören.

Günstig kann es zudem sein, wenn am Korpus eine Gleitfläche vorgesehen ist, um an einer Zuführfläche der Werkzeugmaschine entlangführbar zu sein. Durch die leichtere Handhabung der Zuführeinrichtung kann somit die Sicherheit noch weiter erhöht werden.

Vorteilhaft kann es zudem sein, wenn die Rollen an den Schmalseiten des Korpus angeordnet sind, da somit eine weitere Vereinfachung der Handhabung möglich ist.

In einer vorteilhaften Weiterbildung kann der Korpus an der dem Werkstück zugewandten Seite eine Anlagefläche aufweisen. Dies ermöglicht eine noch leichtere Führung des Werkstückes.

Eine noch weitere Erhöhung der Sicherheit für die Bedienperson ist möglich, wenn der Griff an der dem Werkstück gegenüberliegenden Seite des Korpus angeordnet ist. Bei einer derartigen Anordnung wird die Hand der Bedienperson durch den Korpus der Zuführeinrichtung und die Anlageeinrichtung noch besser vor einer Berührung mit der Werkzeugmaschine geschützt.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels und zugehöriger Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt

1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Zuführeinrichtung beim Einsatz mit einer Kreissäge;

2 die erfindungsgemäße Zuführeinrichtung in einer Draufsicht;

3 die erfindungsgemäße Zuführeinrichtung in einer Frontansicht und

4 die erfindungsgemäße Zuführeinrichtung in einer Seitenansicht.

In 1 ist eine erfindungsgemäße Zuführeinrichtung 1 beim Einsatz mit einer Kreissäge 12 dargestellt. Mit der Zuführeinrichtung 1 kann ein Holzbrett 16, das an einem Anschlag 13 der Kreissäge 12 anliegt und sich auf einer Zuführfläche 14 befindet, einem Sägeblatt 15 zugeführt werden. Die Verwendung der Zuführeinrichtung 1 ist dabei nicht auf den Einsatz im Zusammenhang mit der Kreissäge 12 beschränkt. Denkbar ist auch eine Verwendung bei der Zuführung von beliebigen Werkstücken zu beliebigen Werkzeugmaschinen.

Die Zuführeinrichtung 1 weist einen Griff 3 auf, der an einem Korpus 2 befestigt ist. Zur besseren Anpassung an die Bedürfnisse einer Bedienperson ist der Griff 3 verstellbar ausgebildet. Der Griff ist an der dem Holzbrett 16 gegenüberliegenden Seite des Korpus 2 angeordnet. Somit ist die Hand der Bedienperson sehr gut vor Verletzungen, die durch das rotierende Sägeblatt 15 hervorgerufen werden können, geschützt.

Weiterhin weist die Zuführeinrichtung 1 eine Anlageeinrichtung 4 mit zwei Rollen 5 auf. Die Rollen 5 sind an den Schmalseiten des Korpus 2 angeordnet. Weiterhin weist der Korpus 2 an der dem Holzbrett 16 zugewandten Seite eine Anlagefläche 17 auf. Diese Anlagefläche 17 ist in 1 nicht dargestellt. Die Anlagefläche 17 ist in den 2 bis 4 zu sehen.

Darüber hinaus weist der Korpus 2 an seiner Unterseite eine Gleitfläche 18 auf, um an der Zuführfläche 14 der Kreissäge 12 entlanggeführt zu werden. Die Gleitfläche 18 ist in 3 dargestellt.

Eine der Rollen 5 ist arretierbar und weist einen Ratschenmechanismus 6 auf. Der Ratschenmechanismus 6 weist eine nicht dargestellte Klinke auf, die eine der Rollen 5 in der Zuführstellung sperrt und in der Nachführstellung freigibt. Um die Rollen 5 läuft ein Band 7 um, das einen nicht dargestellten Antirutschbelag aufweist. Durch diesen Belag wird eine verbesserte Haftung an dem Holzbrett 16 erreicht. Je nach den Gegebenheiten kann das Band 7 mit seiner dem Holzbrett 16 zugewandten Seite ganz am Holzbrett 16 anliegen oder nur im Bereich der Rollen 5 am Holzbrett 16 anliegen.

Dadurch, dass das Band 7 austauschbar ist, kann jeweils das für ein bestimmtes Werkstück geeignetste Band gewählt werden. Somit ist bei unterschiedlichen Werkstücken eine gute Haftung zwischen Band und Werkstück gewährleistet.

In einer nicht dargestellten alternativen Ausführungsform kann das Band 7 durch mehrere Rollen ersetzt werden.

In einer weiteren nicht dargestellten alternativen Ausführungsform kann der Korpus 2 der Zuführeinrichtung 1 auch nicht dargestellte Häkchen zum Eingreifen in das Holzbrett 16 aufweisen. Bei dieser Ausführungsform entfallen die Rollen und das Band 7.

Denkbar ist auch, dass nur die Rollen 5 Spitzen aufweisen, die in das Holzbrett 16 eingreifen, wobei dann das Band 7 entfällt oder anstatt der Spitzen an den Rollen ein Band vorhanden ist, das Häkchen zum Eingreifen in das Holzbrett aufweist. Diese beiden Ausführungsformen sind ebenfalls nicht dargestellt.

Außerdem weist die Zuführeinrichtung 1 eine Niederhalteeinrichtung 8 auf. Die Niederhalteeinrichtung 8 umfasst ein Rad 11, eine Höhenverstellung 9 und eine Tiefenverstellung 10. Dabei ist es denkbar, dass die Niederhalteeinrichtung 8 eine Rücklaufsperre aufweist. Wie aus der Figur ersichtlich, ist die Niederhalteeinrichtung 8 an der Oberseite des Korpus 2 angeordnet. Das Rad 8 liegt am Holzbrett 16 an und drückt das Holzbrett 16 an die Zuführfläche 14 der Kreissäge 12. Somit kann ein Hochschleudern des Holzbretts 16 durch das rotierende Sägeblatt 15 wirksam verhindert werden.

Eine nicht dargestellte Bedienperson drückt mit Hilfe der Zuführeinrichtung 1 das Holzbrett 16 an den Anschlag 13 und führt das Holzbrett 16 zum Schneiden dem Sägeblatt 15 zu. Die Zuführrichtung R ist ebenfalls in 1 bezeichnet.

Die Zuführeinrichtung 1 besteht aus einem Metall, um die Hand der Bedienperson wirkungsvoll vor einer Verletzung durch das Sägeblatt 15 zu schützen. Je nach Einsatzbereich sind auch andere Materialien wie z. B. Kunststoff denkbar. Bei Verwendung dieses Materials kann die Bedienperson zusätzlich noch vor Hitze, Kälte und Stromschlägen geschützt werden.

Die in 1 dargestellte Zuführeinrichtung 1 ist in den nachfolgend beschriebenen 2 bis 4 noch deutlicher gezeigt.

2 zeigt die Zuführeinrichtung aus 1 in einer Draufsicht. In dieser Darstellung sind der Korpus 2, der Griff 3, die Niederhalteeinrichtung 8 mit dem Rad 11, der Höhenverstellung 9 und der Tiefenverstellung 10 deutlich zu erkennen. Darüber hinaus ist auch die Anlageeinrichtung 4 mit den beiden Rollen 5 dem Ratschenmechanismus 6 und dem um die Rollen 5 umlaufenden Band 7 dargestellt. Außerdem ist die Anlagefläche 17, mit der die Zuführeinrichtung 1 an dem Holzbrett 16 anliegt zu sehen.

Das Rad 11 drückt mit einer Lauffläche 19 das in 1 dargestellte Holzbrett 16 auf die Zuführfläche 14 der Kreissäge 12 und verhindert somit, ein Hochschleudern des Holzbretts 16 durch das rotierende Sägeblatt 15. Zur Höhen- und Tiefenverstellung des Rades 11 weisen die Höhenverstellung 9 und die Tiefenverstellung 10 Gewindeschrauben auf.

3 zeigt eine Frontansicht der dem Holzbrett 16 zugewandten Seite der Zuführeinrichtung 1. In dieser Ansicht sind der Korpus 2, der Griff 3, die Niederhalteeinrichtung 8, die Rollen 5, der Ratschenmechanismus 6, das Band 7, die Anlagefläche 17 und die Gleitfläche 18 dargestellt. Mit Hilfe der Gleitfläche 18 gleitet die Zuführeinrichtung 1 an der Zuführfläche 14 der Kreissäge 12 entlang. Der Ratschenmechanismus 6 befindet sich auf einer der Rollen 5 und sorgt dafür, dass in einer Zuführstellung die Anlageeinrichtung 4 gesperrt ist, so dass das Holzbrett 16 und die Zuführeinrichtung 1 von der Bedienperson gemeinsam in Zuführrichtung R zum Sägeblatt 15 hin bewegbar sind und die Anlageeinrichtung 4 in einer Nachführstellung entgegen der Zuführrichtung R am Holzbrett 16 entlangführbar ist, wobei die Anlageeinrichtung 4 entsperrt, d. h. beweglich ist.

Das Band 7 ist schmäler als die Rollen 5, so dass ein guter Umlauf des Bandes 7 gewährleistet ist.

Wie in 3 und auch in 2 gut zu erkennen, ist der Griff 3 geschlossen ausgebildet. Somit ist eine besonders gute Führung der Zuführeinrichtung 1 gewährleistet.

4 zeigt eine Ansicht einer Schmalseite der Zuführeinrichtung 1. In dieser Ansicht sind die Niederhalteeinrichtung 8, die Rolle 5 mit dem Band 7, der Korpus 2, der Griff 3 und die Anlagefläche 17 zu erkennen. Darüber hinaus ist gut zu erkennen, dass das Rad 11 mit der Höhenverstellung 9 und der Tiefenverstellung 10 den jeweiligen Erfordernissen des Werkstücks 16 angepasst werden kann.

Denkbar ist auch, dass die Anlageeinrichtung 4 höhenverstellbar und arretierbar ist. Dies ist in den Figuren nicht dargestellt. Dadurch könnte die Zuführeinrichtung noch besser an verschiedene Werkstücke angepasst werden.

Im Nachfolgenden wird die Funktions- und Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Zuführeinrichtung näher erläutert.

Wie in 1 dargestellt weist die Kreissäge 12 üblicherweise die Zuführfläche 14, den Anschlag 13 und das Sägeblatt 15 auf. Mit der Anlagefläche 17 der Zuführeinrichtung 1 wird das Holzbrett 16 von einer Bedienperson, die die Zuführeinrichtung 1 am Griff 3 hält gegen den Anschlag 13 gedrückt. Dabei liegen die Rollen 5 und das Band 7 an dem Holzbrett 16 an. Das Rad 11 der Niederhalteeinrichtung 8 wird mittels der Höhenverstellung 9 und der Tiefenverstellung 10 so eingestellt, dass es auf der Oberseite des Holzbretts 16 aufliegt. In der Zuführstellung ist die bewegliche Anlageeinrichtung 4 gesperrt, d. h. eine Rolle 5 ist durch den Ratschenmechanismus 6 arretiert, wodurch auch ein Umlaufen des Bandes 7 verhindert wird. In dieser Zuführstellung wird die Zuführeinrichtung 1 von der Bedienperson gegen den Anschlag 13 gedrückt und gemeinsam mit dem Holzbrett 16 in Zuführrichtung R zum Sägeblatt 15 hin bewegt. Das Sägeblatt 15 schneidet dabei in das Holzbrett 16.

Nach einem gewissen Verschiebeweg, der von der Länge der Zuführfläche 14 abhängt, ist es notwendig die Zuführeinrichtung 1 entgegen der Zuführrichtung R wieder weiter vom Sägeblatt 15 zu beabstanden.

Dieses Beabstanden erfolgt in einer Nachführstellung, in der die Zuführeinrichtung 1 entgegen der Zuführrichtung R am Holzbrett 16 entlangführbar ist, wobei die Anlageeinrichtung 4 entsperrt ist, d. h. die Rollen 5 können rotieren und das Band 7 kann um die Rollen 5 umlaufen. Dabei ist es nicht notwendig, die Zuführeinrichtung 1 vom Holzbrett 16 zu entfernen. Auf diese Weise kann das Holzbrett 16 stets gegen den Anschlag 13 gedrückt werden. Darüber hinaus wird das Holzbrett 16 noch durch das Rad 11 an die Zuführfläche 14 gedrückt. Durch die ständige Führung des Holzbretts 16 und das Niederdrücken des Holzbretts 16 durch das Rad 11 wird ein Verrutschen bzw. Hochschleudern des Holzbretts 16 wirkungsvoll verhindert. Dies leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit der Bedienperson.

Die oben beschriebene Zuführstellung und Nachführstellung werden solange abgewechselt, bis das Holzbrett 16 durchgeschnitten ist oder die gewünschte Form hat.

Alternativ zum oben beschriebenen manuellen Antreiben der Anlageeinrichtung 4 ist es auch möglich die Anlageeinrichtung 4 durch einen nicht dargestellten Motor anzutreiben. Dabei ist ein Elektromotor, der mittels Batterien und vorzugsweise durch wiederaufladbare Batterien betrieben wird, besonders günstig. Durch den Motor wird die Handhabung der Zuführeinrichtung 1 noch weiter vereinfacht. Durch die Verwendung von Batterien bzw. wiederaufladbaren Batterien ist ein Stromkabel unnötig. Somit besteht auch nicht die Gefahr, dass durch Zerschneiden des Stromkabels die Bedienperson einen Stromschlag erhält.

In einer weiteren, ebenfalls nicht dargestellten Ausführungsform können anstatt der Rollen 5 und dem Band 7 am Korpus 2 Häkchen angebracht sein, die sich in der Zuführstellung aufstellen und am Holzbrett 16 einhaken, so dass ein Rutschen zwischen dem Holzbrett 16 und der Zuführeinrichtung 1 verhindert wird. In einer Nachführstellung können die Häkchen eingeklappt werden, so dass die Zuführeinrichtung 1 leicht entgegen der Zuführrichtung R am Holzbrett 16 entlangführbar ist. Diese Ausführungsform ist besonders gut bei weichen Materialien geeignet, in denen die Häkchen eingreifen können.

Besonders günstig ist, dass die erfindungsgemäße Zuführeinrichtung 1 von der Kreissäge 12 abgenommen werden kann und bei einer anderen Werkzeugmaschine verwendet werden kann. Die erfindungsgemäße Zuführeinrichtung 1 ist leicht zu transportieren und universell bei verschiedenen Werkzeugmaschinen einsetzbar.

Wenn bei der Anlageeinrichtung, die durch einen Motor angetrieben wird, der Griff 3 einen nicht dargestellten Schalter zum Betätigen des Motors aufweist, muss die Bedienperson die Hand nicht vom Griff lösen, um den Motor zu bedienen. Dadurch ist eine ständige Führung des Holzbretts 16 gewährleistet, was wesentlich zur Sicherheit der Bedienperson beiträgt.

Mit der erfindungsgemäßen Zuführeinrichtung 1 ist es möglich die Sicherheit einer Bedienperson wesentlich zu erhöhen. Die erfindungsgemäße Zuführeinrichtung 1 hat sich insbesondere bei bekanntlich gefährlichen Werkzeugmaschinen wie z. B. Kreissägen als besonders nützlich erwiesen.


Anspruch[de]
Zuführeinrichtung zum Zuführen von Werkstücken, insbesondere Holzteilen (16), zum Werkzeug (15) einer Werkzeugmaschine (12), vorzugsweise einer Säge, zur weiteren Verarbeitung, mit einem Griff (3), durch den die Zuführeinrichtung (1) von einer Bedienperson betätigbar ist und mit einer beweglichen Anlageeinrichtung (4), die in einer Zuführstellung gesperrt ist, so dass das Werkstück (16) und die Zuführeinrichtung (1) von der Bedienperson gemeinsam in Zuführrichtung (R) zum Werkzeug (15) hin bewegbar sind und die Anlageeinrichtung (4) in einer Nachführstellung entgegen der Zuführrichtung (R) am Werkstück (16) entlangführbar ist. Zuführeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageeinrichtung (4) durch einen Motor antreibbar ist. Zuführeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor ein Elektromotor ist. Zuführeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor batteriebetrieben, vorzugsweise durch wiederaufladbare Batterien betrieben ist. Zuführeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (1) von der Werkzeugmaschine (12) abnehmbar ist. Zuführeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Griff (3) verstellbar ist. Zuführeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Griff (3) einen Schalter zum Betätigen des Motors aufweist. Zuführeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageeinrichtung (4) zumindest zwei Rollen (5) aufweist. Zuführeinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Rollen (5) arretierbar ist. Zuführeinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die arretierbare Rolle (5) einen Ratschenmechanismus (6) aufweist. Zuführeinrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass um die Rollen (5) ein Band (7) umläuft. Zuführeinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (7) einen Antirutschbelag aufweist. Zuführeinrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (7) austauschbar ist. Zuführeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageeinrichtung (4) höhenverstellbar ist. Zuführeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Korpus (2) der Zuführeinrichtung (1) Häkchen zum Eingreifen in das Werkstück (16) aufweist. Zuführeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Niederhalteeinrichtung (8) vorgesehen ist. Zuführeinrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Niederhalteeinrichtung (8) ein Rad (11) zur Anlage auf dem Werkstück (16) aufweist. Zuführeinrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Niederhalteeinrichtung (8) höhenverstellbar ist. Zuführeinrichtung nach Anspruch 16, 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Niederhalteeinrichtung (8) tiefenverstellbar ist. Zuführeinrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Niederhalteeinrichtung (8) an der Oberseite des Korpus (2) angeordnet ist. Zuführeinrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Korpus (2) der Zuführeinrichtung (1) aus einem Metall besteht. Zuführeinrichtung nach Anspruch 15 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass am Korpus (2) eine Gleitfläche vorgesehen ist, um an einer Zuführfläche (14) der Wergzeugmaschine (12) entlangführbar zu sein. Zuführeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen (5) an den Schmalseiten des Korpus (2) angeordnet sind. Zuführeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 15 oder 20 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Korpus (2) an der dem Werkstück (16) zugewandten Seite eine Anlagefläche (17) aufweist. Zuführeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Griff (3) an der dem Werkstück (16) gegenüberliegenden Seite des Korpus (2) angeordnet ist.






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