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Dokumentenidentifikation DE102005000183A1 21.06.2007
Titel Kabelführungselement
Anmelder SIEGENIA-AUBI KG, 57234 Wilnsdorf, DE
DE-Anmeldedatum 14.12.2005
DE-Aktenzeichen 102005000183
Offenlegungstag 21.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.2007
IPC-Hauptklasse H02G 11/00(2006.01)A, F, I, 20051214, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E05D 11/00(2006.01)A, L, I, 20051214, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Beschlag für ein Fenster oder eine Tür, bei dem bzw. der eine Übertragung von elektrischer Energie und/oder Signalen mittels eines Kabels (7) vom Flügel (2) zum Rahmen (3) oder umgekehrt vorgesehen ist, wobei der Beschlag zumindest aus einem Beschlagteil (14) besteht, das in einer Beschlagnut (13) am Falz (12) befestigt ist und diese mit einer Stulpschiene (15) abdeckt.
Es ist vorgesehen, dass das Beschlagteil (14) einen Durchgang (18) aufweist, durch den das Kabel (7) in den Nutgrund (19) verlegt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Beschlag für ein Fenster oder eine Tür nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Stand der Technik

Es sind bereits Beschlagteile bekannt geworden, bei denen ein Kabel zur Übertragung von Energie und Signalen vom bzw. zum Flügel eines Fensters oder einer Tür vorhanden ist. Die Signale sind beispielsweise Informationen hinsichtlich des Öffnungszustandes des dem Flügel zugeordneten Beschlags oder eines Sensors an der Glasscheibe, der Informationen hinsichtlich Sonneneinstrahlung oder Glasbruch meldet. Die Energiebereitstellung erfolgt beispielsweise um motorische Antriebe an dem Flügel betreiben zu können.

Aus der EP 1 538 721 A2 ist ein Beschlag bekannt, mit dem die Anbindung eines Kabelübergangs an den Flügel bewirkt werden soll. Dazu ist an dem Flügel ein Gehäuse angebracht, in dem sich eine Zugschlaufe des Kabels als Reserve befindet, so dass das Kabel bei einer Bewegung des Flügels aus dem durch die Zugschlaufe gebildeten Vorrat gelängt bzw. in diesem aufgenommen werden kann.

Bei dem aus der DE 20 2004 014 446 U1 bekannten Beschlag erfolgt die Energieversorgung über die an dem Flügel angebrachten Drehgelenke, die dazu eine spezielle Isolierung der Gelenkteile aufweisen.

Bei diesen bekannten Beschlägen ist jedoch nicht das Problem beseitigt, was mit dem Kabel flügelseitig erfolgt. Üblicherweise wird das Kabel durch eine Bohrung in den Glasfalz verlegt, um hier an die vorstehend genannten Sensoren angeschlossen zu werden. Dabei wird das Kabel in der im Falz des Flügels angebrachten offenen Beschlagnut verlegt und durch eine dort angebrachte Bohrung in den Glasfalz geleitet. Dies ist jedoch nicht möglich, wenn in der Beschlagnut ein Treibstangenbeschlag angeordnet ist. Gerade aber bei einbruchhemmenden Beschlägen ist es üblich, dass der Treibstangenbeschlag umlaufend am Flügel angebracht wird und bei diesen Fenstern bzw. Türen sind oft auch Glasbruchsensoren vorgesehen. In einem solchen Fall muss das Kabel in einer seitlich neben der Beschlagnut angebrachten Bohrung verlegt werden, was zum einen den optischen Eindruck verschlechtert und zum anderen auch nur bei Flügelprofilierungen möglich ist, die eine ausreichende Falztiefe aufweisen.

Aufgabe der Erfindung

Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Beschlag anzugeben, der die vorstehend genannten Probleme nicht aufweist.

Beispiel

Die Lösung der Aufgabe gelingt mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1.

Durch die Anordnung kann das Kabel auch bei einem vorhandenen Beschlag bzw. Beschlagteil in den Nutgrund verlegt werden, so dass es nicht mehr als notwendig in dem Raum zwischen dem Rahmen und dem Flügel sichtbar ist. Das Kabel kann nun im Nutgrund oder durch eine Bohrung in den Glasfalz weiterverlegt werden.

Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn das Kabel eine unterhalb der Stulpschiene des Beschlagteils verlaufende Treibstange in einem Langloch durchgreift. Das Beschlagteil kann als aktives Beschlagteil des Treibstangenbeschlages ausgebildet sein.

Wenn an der Stulpschiene des Beschlagteils eine Zugentlastung des Kabels befestigt ist, dann wird gleichzeitig das Kabel gegen ein unbeabsichtigtes Herausziehen gesichert.

Um den Anschluss an weitere Beschlagteile oder Sensoren vorzusehen ist es zweckmäßig, dass an dem Beschlagteil eine Steckverbindung vorgesehen ist, mit der eine Verbindung zu einem weiterführenden Kabelanschluss hergestellt werden kann. Die weiterführenden Kabelanschlüsse können dabei auch verschiedene Ziele haben, so dass an dem Beschlagteil eine Verteilung der Signalleitungen möglich wird.

Damit ein Quetschen des Kabels beim Schließen des Flügels verhindert wird, kann auch vorgesehen werden, dass an der Stulpschiene des Beschlagteils ein Klemmstück angebracht ist, welches das Kabel im Bereich des Durchgangs umschließt.

Um eine Beschädigung des Kabels zu vermeiden, kann an dem Durchgang eine koaxial dazu verlaufende Hülse angebracht werden, welche das Kabel umschließt.

Die Herstellung der Bohrung in den Glasfalz kann dadurch erleichtert werden, dass die Hülse als Bohrbuchse für eine Bohrung zum Glasfalz des Flügels verwendbar ist.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Zeichnungen. Es zeigt:

1 ein Fenster mit einem Beschlag in einer schematischen Übersicht,

2 einen Schnitt entlang der Linie II-II in der 1,

3 ein Beschlagteil mit einer Treibstange und einem Durchbruch für ein Kabel.

Bei dem in 1 darstellten Fenster 1 ist der Flügel 2 an dem Rahmen 3 über Gelenke 4 schwenkbar gelagert. Der Flügel 2 weist eine Füllung 5 aus Glas auf, an der ein Sensor 6 für Glasbruch angebracht ist. Der Sensor 6 ist über ein Kabel 7 beispielsweise an eine Alarmanlage angeschlossen. Um einen Übergang des beweglichen Flügels 2 auf den feststehenden Rahmen 3 zu erreichen ist ein Kabelübergangsstück 8 vorgesehen, welches an einem Ende fest am Rahmen 3 und dem anderen Ende fest an dem Flügel 2 befestigt ist.

Der Flügel 2 kann an dem Rahmen 3 über einen Treibstangenbeschlag 9 festgelegt werden, der im dargestellten Ausführungsbeispiel an allen vier Flügelholmen angebracht und als geschlossener Rundumbeschlag ausgelegt ist. Dabei sind alle Treibstangen des Treibstangenbeschlages 9 am Anfang und am Ende miteinander verbunden.

Das Kabel 7 ist ausgehend von dem Kabelübergangsstück 8 in dem Falzraum 11verlegt. Am Falz 12 des Flügels 2 ist eine Beschlagnut 13 vorgesehen, die zur Aufnahme des Beschlagteils 14 sowie weiterer daran angrenzender Beschlagteile des Treibstangenbeschlages 9 dient. Das Beschlagteil 14 besteht ausweislich der 3 aus einer Stulpschiene 15 und einer Treibstange 16. Die Treibstange 16 ist endseitig mit Kupplungsgliedern 17 versehen, durch die eine Antriebsverbindung mit Treibstangen benachbarter Beschlagteile erfolgen kann.

An der Stulpschiene 15 ist eine Überlappungsverbindung angebracht, mittels derer eine benachbarte Stulpschiene übergriffen und verbunden werden kann. Die Stulpschiene 15 ist in ihrer Breite so bemessen, dass sie die Beschlagnut 13 abdeckt, so dass die Treibstange 16 verborgen ist. Die Beschlagnut ist in bekannter Weise als Stufennut ausgelegt, wobei die erste Stufe auf die Abmessung der Stulpschiene 15 abgestimmt ist, so dass diese annähernd bündig mit dem Falz 12 abschließt. Die Stulpschiene 15 weist einen Durchgang 18 auf, durch den das Kabel 7 in den Nutgrund 19 verlegt wird. In dem Nutgrund 19 ist eine Bohrung 20 angebracht, durch die das Kabel 7 hindurchgeführt wird.

Das Kabel 7 durchgreift dabei auch die unterhalb der Stulpschiene 15 des Beschlagteils 14 verlaufende Treibstange 16 in einem Langloch 21. Das Beschlagteil 14 kann durch die Treibstange 16 als aktives Beschlagteil des Treibstangenbeschlages 9 ausgebildet sein und zur Ankopplung eines einen Riegel aufweisenden Beschlagteils dienen oder – bei einem Rundumbeschlag – zum Schließen der Antriebskette dienen.

Abweichend davon kann aber vorgesehen werden, dass das Kabel 7 dem Beschlagteil 14 über eine Klemme zugeordnet wird und die elektrischen Signale z.B. mittels fest an dem Beschlagteil 14 angebrachter Leitungsverbindungen erfolgen. Dazu kann beispielsweise das Führungsstück 22, welches ohnehin die Treibstange 16 durchgreift, aus einem isolierenden Wer kstoff hergestellt werden, in dem entsprechende Leitungsbahnen und Klemmverbindungen oder Kabelanschlüsse vorgesehen sind. Das Kabel 7 würde dann an dem Beschlagteil 14 angeschlossen, während der Sensor 6 entweder über den weiterführenden Kabelstrang lösbar oder fest mit dem Beschlagteil z.B. über eine Steckverbindung verbunden ist. Es kann auch zweckmäßig sein, dass das Beschlagteil mehrere Anschlussklemmen aufweist und dadurch die Möglichkeit bietet, mehrere Sensoren anzuschließen. Die weiterführenden Kabelanschlüsse können dabei auch verschiedene Ziele haben, so dass an dem Beschlagteil 14 eine Verteilung der Signalleitungen möglich wird.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist an der Stulpschiene 15 des Beschlagteils 14 eine Zugentlastung 23 befestigt, durch die das Kabel 7 gegen ein unbeabsichtigtes Herausziehen gesichert wird. Damit ein Quetschen des Kabels 14 beim Schließen des Flügels 2 verhindert wird, ist die Zugentlastung so ausgelegt, dass diese ein an der Stulpschiene 15 des Beschlagteils 14 angebrachtes Klemmstück 24 ist, welches das Kabel 7 im Bereich des Durchgangs 18 umschließt. Damit eine Kraftübertragung des Klemmstücks 24 sichergestellt ist, weist das Klemmstück 24 eine Durchtrittsbohrung 25 zur Aufnahme einer hier nicht dargestellten Befestigungsschraube auf, mittels der das Klemmstück an dem Flügel 2 festgelegt werden kann.

Eine besonders einfache Ausgestaltung sieht vor, dass das Klemmstück 24 als separates Bauteil dem Beschlagteil 14 zugeordnet werden kann. Das Kabel 7 kann dann zunächst in der gewünschten Länge hergestellt und verlegt und abschließend mit dem Klemmstück fixiert werden. Das Klemmstück 24 ist dabei so ausgelegt, dass das Kabel 7 in Richtung der Stulpschiene 15 geführt wird und so ein unerwünschtes Ausbauchen des Kabels in den Falzraum zwischen Flügel 2 und Rahmen 3 vermieden wird.

Abweichend von der Darstellung nach der 3 kann noch vorgesehen werden, dass an dem Durchgang 18 eine koaxial dazu verlaufende Hülse angebracht ist, durch die das Kabel 7 hindurchgeführt wird und die das Kabel 7 zumindest im Bereich der Treibstange 17 vorzugsweise aber auf der gesamten Höhe der Beschlagnut 13 umschließt. Dadurch wird eine Beschädigung des Kabels 7 vermeiden, die beispielsweise bei einer Bewegung der Treibstange 17 erfolgen könnte. Dabei wird die Herstellung der Bohrung 20 in den Glasfalz 26 (2) dadurch erleichtert, dass die Hülse als Bohrbuchse verwendbar ist. Zur Anbringung der Bohrung braucht daher nur das Beschlagteil 14 ggf. zusammen mit den übrigen Beschlagteilen montiert zu werden. Die exakte Lage der Bohrung 20 kann durch Einführen des Bohrers in die als Bohrbuchse dienende Hülse erfolgen. Um ein Eindringen von Spänen zu vermeiden ist es dabei zweckmäßig, dass die Hülse bis zum Nutgrund 19 reicht, so dass die Späne durch den Bohrer und die Hülse nach außen weggeführt werden.

Es sei abschließend noch erwähnt, dass der Durchbruch 18 mittels einer Bohrung hergestellt wird. Da die Stulpschiene 15 üblicherweise aus Metall besteht ist es zweckmäßig, wenn das Klemmstück 24 einen Kragen aufweist, der in den Durchbruch vorragt und die ggf. scharfkantigen Bohrungsränder abdeckt. Dies kann aber auch durch die bereits vorstehend näher beschriebene Hülse erfolgen.

1
Fenster
2
Flügel
3
Rahmen
4
Gelenk
5
Glas
6
Sensor
7
Kabel
8
Kabelübergangsstück
9
Treibstangenbeschlag
11
Falzraum
12
Falz
13
Beschlagnut
14
Beschlagteil
15
Stulpschiene
16
Treibstange
17
Kupplungsglieder
18
Durchgang
19
Nutgrund
20
Bohrung
21
Langloch
22
Führungsstück
23
Zugentlastung
24
Klemmstück
25
Durchtrittsbohrung


Anspruch[de]
Beschlag für ein Fenster oder eine Tür, bei dem bzw. der eine Übertragung von elektrischer Energie und/oder Signalen mittels eines Kabels (7) vom Flügel (2) zum Rahmen (3) oder umgekehrt vorgesehen ist, wobei der Beschlag zumindest aus einem Beschlagteil (14) besteht, das in einer Beschlagnut (13) am Falz (12) befestigt ist und diese mit einer Stulpschiene (15) abdeckt, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschlagteil (14) einen Durchgang (18) aufweist, durch den das Kabel (7) in den Nutgrund (19) verlegt wird. Beschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabel (7) eine unterhalb der Stulpschiene (15) des Beschlagteils (14) verlaufende Treibstange (16) in einem Langloch (21) durchgreift. Beschlag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der Stulpschiene (15) des Beschlagteils (14) eine Zugentlastung des Kabels (7) befestigt ist. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Beschlagteil (14) eine Steckverbindung vorgesehen ist, mit der eine Verbindung zu einem weiterführenden Kabelanschluss hergestellt werden kann. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Stulpschiene (15) des Beschlagteils (14) ein Klemmstück (24) angebracht ist, welches das Kabel (7) im Bereich des Durchgangs (18) umschließt. Beschlag nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Durchgang (18) eine koaxial dazu verlaufende Hülse angebracht ist. Beschlag nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse als Bohrbuchse für eine Bohrung zum Glasfalz des Flügels verwendbar ist.






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