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Dokumentenidentifikation DE102005033927A1 21.06.2007
Titel Einrichtung zur Durchlichtbeleuchtung und Inkubator für inverse Mikroskope
Anmelder Carl Zeiss Jena GmbH, 07745 Jena, DE
Erfinder Höring, Lutz, Dr., 73432 Aalen, DE;
Nolte, Andreas, Dr., 37124 Rosdorf, DE
DE-Anmeldedatum 14.07.2005
DE-Aktenzeichen 102005033927
Offenlegungstag 21.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.2007
IPC-Hauptklasse G02B 21/34(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01N 33/48(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B01L 7/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G01N 1/28(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   C12M 1/12(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   C12M 1/34(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Um eine Beleuchtungseinrichtung für einen Durchlichtkontrast im Hellfeld für inverse Mikroskope zur Lebendzellbeobachtung zu schaffen, die in einen hermetisch abgeschlossenen, lichtdichten und kompakten Inkubator des inversen Mikroskops so integriert wird, dass insbesondere jedes einzelne Well einer als Mikrotiterplatte ausgebildeten Probenträgers nacheinander ausgeleuchtet wird und dass gleichzeitig eine thermische Stabilisierung des Probevolumens über einen langen Zeitraum bei möglichst geringen Wärmeverlusten gewährleistet wird, wird vorgeschlagen, dass ein Inkubator in einem Oberteil eine Beleuchtungseinrichtung für einen Durchlichtkontrast im Hellfeld aufweist, die ortsfest über einer Abbildungsoptik angeordnet ist, wobei in einem Unterteil des Inkubators ein Probenträger auf einem Mikroskoptisch zur Abbildungsoptik bewegbar vorgesehen ist, wobei der Inkubator zwei Inkubatorkammern zur thermischen Entkopplung des Probenvolumens von der Umgebung aufweist und wobei eine thermische Entkopplung des Inkubators von einem Mikroskopstativ vorgesehen ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Durchlichtbeleuchtung und einen Inkubator für inverse Mikroskope zur Lebendzellbeobachtung, umfassend ein Mikroskopstativ mit integrierten optischen Bauelementen zur Strahlführung und Strahllenkung, eine Abbildungsoptik, eine Beleuchtungseinrichtung sowie einen hermetisch abgeschlossenen Inkubator, in dem ein Probenträger zur Aufnahme der Lebendzellkulturen auf einem Mikroskoptisch angeordnet ist.

Die Inkubatoren zur Lebendzellbeobachtung in der Mikroskopie haben allgemein die Aufgabe, den Lebendzellen eine Umgebung zur Verfügung zu stellen, in denen sie bis zu mehreren Tagen überleben können. Dazu müssen die Inkubatoren hermetisch gegen die Umwelt abgeschlossen sein, um sowohl eine definierte Zusammensetzung der eingeschlossenen Luft, als auch eine genaue Temperaturregelung zu gewährleisten, wobei der zulässige Temperaturunterschied über die laterale Ausdehnung des Probenträgers bei den heutigen Readermikroskopen ungefähr 1°C beträgt.

Für Probenträger, die insbesondere als Mikrotiterplatten mit einzelnen Töpfchen ausgebildet sind, in denen sich die Lebendzellen befinden und die in einem hermetisch abgeschlossenen, lichtdichten sehr kompakten Inkubator eingeschlossen sind, konnte bisher mit der Standardmikroskopbeleuchtung kein Hellfeldkontrast im Durchlicht durchgeführt werden, so dass an den Lebendzellen überwiegend der Fluoreszenzkontrast im Auflicht zur Anwendung kommt, bei dem spezifische Teile der Zelle mit einem Fluoreszenzfarbstoff markiert und sichtbar gemacht werden. In der konventionellen Mikroskopie ist das Problem der Durchlichtbeleuchtung beispielsweise von inkubierten Mikrotiterplatten bekannt. So werden verschiedene Inkubatoren für diese Mikroskope eingesetzt, die sich dadurch unterscheiden, dass sie entweder nur die auf einem Mikroskoptisch angeordnete Probe inkubieren oder in solche, welche die Durchlichtbeleuchtung mit in das Inkubationsvolumen einschließen. Diese Mikroskopsysteme mit den Inkubatoren genügen aber nicht den hohen Anforderungen an die geforderte thermische Stabilität von 1°C über die laterale Ausdehnung der Mikrotiterplatte über mehrere Stunden bis zu mehreren Tagen und außerdem sind diese Systeme nicht in dem Maße durchsatzorientiert, dass sie die Geschwindigkeitsanforderungen beim Mikroskopieren der Probe erfüllen können. Diese Anforderungen werden von den Readermikroskopen für Mikrotiterplatten erfüllt, die unter anderem in der molekularen Medizin eingesetzt werden, da sie speziell auf den Probendurchsatz und auf die Langzeitstabilität optimiert worden sind und für die Lebendzellbeobachtungen die geforderten Bedingungen an den Inkubator erfüllen. Diese Mikroskopsysteme werden für den Fluoreszenzkontrast eingesetzt. Die Bauformen und die Materialien, die bei den Readermikroskopen für den Inkubatorbau zum Einsatz kommen und für die Erfüllung der Langzeitstabilitätsbedingungen notwendig sind, gestatten aber nicht den Einsatz von Durchlichtbeleuchtungen wie bei den konventionellen Mikroskopen. Aus der DE 32 30 504 C3 ist ein inverses Mikroskop mit einer kombinierten Durchlicht- und Auflichtbeleuchtung bekannt, bei dem eine Umrüstung für Fluoreszenzuntersuchungen derart erfolgt, dass eine Integration des Fluoreszenzbeleuchtungstraktes und eines Teils des Abbildungsstrahlenganges in den Stativfuß erfolgt.

Bei den in konventionellen Mikroskopen eingesetzten Inkubatoren, die das Stativ um die Probe herum und den Tisch inkubieren, mit Eingriffsmöglichkeiten, um die Beobachtung und Manipulation der Probe von Hand oder maschinell zu gewährleisten, wird allgemein das ganze Inkubatorvolumen über Warmluft und die Probe direkt über einen regelbaren Heizeinsatz im Mikroskoptisch geheizt und über einen Temperatursensor im Probevolumen die Isttemperatur gemessen und in einer Regeleinrichtung mit der Solltemperatur verglichen.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Beleuchtungseinrichtung für einen Durchlichtkontrast im Hellfeld für inverse Mikroskope zur Lebendzellbeobachtung zu schaffen, die in einen hermetisch abgeschlossenen, lichtdichten und kompakten Inkubator des inversen Mikroskops so integriert wird, dass insbesondere jedes einzelne Well eines als Mikrotiterplatte ausgebildeten Probenträgers nacheinander ausgeleuchtet wird und dass gleichzeitig eine thermische Stabilisierung des Probevolumens über einen langen Zeitraum bei möglichst geringen Wärmeverlusten gewährleistet wird.

Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, dass ein Inkubator in einem Oberteil eine Beleuchtungseinrichtung für einen Durchlichtkontrast im Hellfeld aufweist, die ortsfest über einer Abbildungsoptik angeordnet ist, wobei in einem Unterteil des Inkubators ein Probenträger auf einem Mikroskoptisch relativ zur Abbildungsoptik bewegbar vorgesehen ist, wobei der Inkubator zwei Inkubatorkammern zur thermischen Entkopplung des Probenvolumens von der Umgebung aufweist, und wobei eine thermischen Entkopplung des Inkubators von einem Mikroskopstativ vorgesehen ist.

Vorteilhaft ist vorgesehen, dass die Beleuchtungseinrichtung für den Durchlichtkontrast im Hellfeld mindestens eine mit einem Stromanschluss verbundene LED (Light Emitting Diode), einen Kollektor und einen Spiegel zur Umlenkung eines aus dem Kollektor austretenden Strahlenbündels auf eine im Strahlengang angeordnete Linse oder eines Linsensystems zur Ausleuchtung des Probenträgers umfasst. Um ein zusätzliches Wärmeleck durch die Durchführung der Beleuchtung durch den Inkubator zu vermeiden, ist die Linse in einer Hülle des Oberteils des Inkubators so eingebettet, dass sie gleichzeitig mit ihrer Fassung ein Inkubationsvolumen einer inneren Inkubatorkammer gegen das Volumen einer äußeren Inkubatorkammer abschließt. Die Linse, die insbesondere bikonvex ausgebildet ist und eine von einer Inkubatorhöhe abhängige Brennweite besitzt, bildet ein Strahlenbündel so ab, dass die Wells des Probenträgers nahezu vollständig mit einer ausreichenden Feldhomogenität ausgeleuchtet sind. Diese in ihrem Aufbau einfache und in einem Inkubator anzuordnende Beleuchtungseinrichtung kann damit als Orientierungshilfe für einen Zellbiologen dienen, indem zusätzlich zu dem Fluoreszenzkontrast im Auflicht ein Durchlichtkontrast im Hellfeld geschaffen wird, um eine verbesserte Aussage über den Zustand und die Anzahl der zu untersuchenden Lebendzellen zu erhalten. Die Brennweite der Linse wird dabei so gewählt, dass das Strahlenbündel nach der Überbrückung der Inkubatorhöhe und einer Flüssigkeitssäule im Well eine insbesondere kreisförmige Fläche ausleuchtet.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass zusätzlich zur erfindungsgemäßen Einrichtung zur Durchlichtbeleuchtung eine thermische Stabilisierung des Probenvolumens in dem Inkubator erreicht wird, indem das Inkubationsvolumen vollständig von einem thermischen Schutzschild umgeben wird. Das wird dadurch erreicht, dass der Inkubator eine äußere und eine innere Inkubatorkammer aufweist, wobei die äußere Inkubatorkammer ein Volumen umschließt, das die innere Inkubatorkammer umhüllt und die innere Inkubatorkammer dadurch thermisch von der Umgebung entkoppelt, und wobei die innere Inkubatorkammer ein Volumen umschließt, das die Probe umhüllt und in der insbesondere die Temperatur, die Luftfeuchte und der CO2-Gehalt durch Steuergeräte kontrolliert steuerbar vorgesehen sind und das zusätzlich die innere Inkubatorkammer gegenüber der äußeren Inkubatorkammer insbesondere mittels einer Dichtung zwischen Inkubatorunterteil und Inkubatoroberteil abgedichtet ist.

Weiterhin ist bevorzugt vorgesehen, dass die äußere Inkubatorkammer, die als Abdeckhaube in Form eines Gerätedeckels ausgebildet ist und ein Volumen umschließt, das die innere Inkubatorkammer umhüllt. Dieser Gerätedeckel des Inkubators weist weiterhin auf seiner Innenseite eine nicht wärmeleitende Schutzschicht auf und zusätzlich ist an einer Seitenwand des Gerätedeckels eine Klappe für eine Probenzufuhr vorgesehen.

Eine ebenfalls vorteilhafte Ausführungsform zur thermischen Stabilisierung des Probevolumens wird darin gesehen, dass zwischen einer festen Mikroskoptischplatte und einem Mikroskopstativ eine beheizbare Zwischenplatte angeordnet ist, die auf ihrer Unterseite ebenfalls eine nicht wärmeleitende Schutzschicht aufweist. Die beheizbare Zwischenplatte weist zusätzlich als vorteilhafte Weiterbildung Aufnahmeelemente zur definierten Befestigung der beheizbaren Zwischenplatte auf dem Mikroskopstativ auf, die zur thermischen Entkopplung der beheizbaren Zwischenplatte von dem Mikroskopstativ als Keramikbuchsen mit einem Gewinde ausgebildet sind.

Wesentlich ist an der neuen Erfindung, dass mit dieser Einrichtung zur Durchlichtbeleuchtung für inverse Mikroskope eine Beobachtung von Lebendzellen in abgeschlossenen Inkubatoren mittels eines Durchlichtkontrastes erreicht wird. Dieser Durchlichtkontrast erleichtert einem Mikroskopiker das Finden von Zellen und eine Einschätzung über den Zustand der Lebendzellen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass durch die Verwendung des Hellfeldkontrastes die Belastung der lebenden Zellen durch intensives Fluoreszenzlicht gesenkt und der Fluoreszenzfarbstoff weniger geblichen wird. Dadurch lassen sich die Fluoreszenzen in der Zelle besser lokalisieren und darstellen.

Wesentliche Vorteile der Beleuchtungseinrichtung bestehen auch darin, dass sie durch ihren einfachen Aufbau preisgünstig und kompakt im Vergleich zu bestehenden Durchlichtbeleuchtungen herstellbar und variabel einsetzbar ist.

Weitere Vorteile bestehen darin, dass zusätzlich zur Durchlichtbeleuchtung und der Sichtbarmachung von Lebendzellen im Durchlicht zur qualitativen Einschätzung der Zellpopulation und des Zellzustandes durch die Ausführung des Inkubators eine thermische Stabilisierung des Probevolumens erreicht wird, indem ohne äußere Störungen die Temperatur im gesamten Probevolumen stabil gehalten wird und nach einer äußeren Störung die Temperierzeit bis zum thermischen Gleichgewicht kurz gehalten werden kann, so dass Verluste durch einen nicht kontrollierten Wärmeabfluss gering gehalten werden. Das führt zu einer deutlichen Verkleinerung der Wärmelecks, einer Verkleinerung des zu regelnden Wärmereservoirs und damit zu einer kleineren Leistungsaufnahme und Temperierzeit bei der Einstellung einer Solltemperatur.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von schematisch in Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine Prinzipskizze eines Inkubators mit einer Durchlichtbeleuchtungseinrichtung;

2 eine Prinzipskizze des Inkubators mit einer inneren und einer äußeren Inkubatorkammer.

Die 1 und 2 zeigen das Prinzip einer Durchlichtbeleuchtungseinrichtung für einen Inkubator 1, der eine Durchlichtbeleuchtung und eine innere Inkubatorkammer 2 sowie eine äußere Inkubatorkammer 3 aufweist. Der Inkubator 1, der den Lebendzellkulturen eine Umgebung zur Verfügung stellt, in der sie bis zu mehreren Tagen überleben können, muss hermetisch gegen die Umwelt abgeschlossen sein, um eine definierte Zusammensetzung der eingeschlossenen Luft und eine genaue Regelung der Temperatur, der Luftfeuchte und des CO2-Gehaltes zu gewährleisten. Die Lebendzellen befinden sich in diesem Ausführungsbeispiel in Töpfchen auf einer im Inkubator 1 als Mikrotiterplatte ausgebildeten Probenträger 4, der in Abhängigkeit von den zu untersuchenden Proben auch andere Formen aufweisen kann, beispielsweise eine Petrischale oder dergleichen, wobei auch die Mikrotiterplatte unterschiedlich ausgeführt sein kann. Die Hauptanforderungen an die zu realisierende Durchlichtbeleuchtung ist die Sichtbarmachung von lebenden Zellen im Durchlichthellfeld zur qualitativen Einschätzung der Zellpopulation und des Zellzustandes. Zellkern und Cytoplasma sollen zu erkennen und zu trennen sein. Darüber hinaus müssen keine subzellulären Details erkennbar sein. Dies bedeutet eine geforderte Auflösung von einigen &mgr;m. Zur Erfüllung dieser Anforderungen ist eine Beleuchtung mit geringer Apertur (< 0,2) erforderlich. Die Anforderungen an eine chromatische Korrektur sind ebenfalls sehr gering, da monochrom im Durchlicht beleuchtet und von der Kamera detektiert wird. Die Durchlichtbeleuchtung besteht daher aus sehr wenigen Komponenten und lässt sich sehr kompakt ausführen. Die Durchlichtbeleuchtungseinrichtung besteht im wesentlichen aus mindestens einer großflächigen LED 5 zur Vermeidung von Beugungserscheinungen am Objekt bei Verwendung von Punktquellen durch räumliche Kohärenz, aus einem danach angeordneten Kollektor 6 vorzugsweise aus Kunststoff, einem Umlenkspiegel 7, der das aus dem Kollektor 6 austretende Strahlenbündel umlenkt, und einer Linse 8 oder einem Linsensystem zur Brennweitendefinition des Strahlenbündels, einer nicht näher dargestellten mechanischen Fassung für die Beleuchtungskomponenten 5, 6, 7, 8 und einem Anschlusskabel für den Stromanschluss der LED 5. Die einzelnen Beleuchtungskomponenten 5, 6, 7, 8 für die Beleuchtungseinheit sind in der Grundform für den Inkubator 1 gemäß 1 in dieser Anordnung vorgesehen. Die einzelnen Beleuchtungskomponenten 5, 6, 7, 8 können aber auch in anderen technischen Ausführungsformen in Abhängigkeit von dem verwendeten Inkubatortyp, dem eingesetzten Mikroskop, und der zu untersuchenden Lebendzellkulturen als Beleuchtungseinheit variabel ausgeführt sein. Die flächig ausgebildete LED 5 (vorzugsweise grün, da die Abbildungsoptik am besten für 546 nm korrigiert ist) wirkt als diffuse Lichtquelle. Der Kollektor 6 formt dann aus dem von der LED 5 ausgesendeten divergenten Strahlenbündel ein annähernd paralleles Strahlenbündel, das über den Umlenkspiegel 7 um 90° umgelenkt wird. Allgemein ist die Brennweite der insbesondere bikonvex ausgebildeten Linse 8 in Abhängigkeit von einer Höhe 14 des Inkubators 1 so dimensioniert, dass ein Strahlenbündel die Wells der Mikrotiterplatte 4 nahezu vollständig mit ausreichender Feldhomogenität ausgeleuchtet. Dieser Aufbau der Durchlichtbeleuchtungseinrichtung kann für die unterschiedlichst ausgebildeten Probenträger 4 eingesetzt werden. Beispielsweise bis zu einer 100 fachen Vergrößerung mit einer Apertur von 0,75 liefert die erfindungsgemäße Beleuchtungsanordnung für einen Durchlichtkontrast im Hellfeld Bilder, die sowohl mit der Kamera aufgenommen, als auch mit dem Auge beobachtet werden können.

Der Inkubator 1 ist sehr kompakt, lichtdicht sowie thermisch isoliert aufgebaut und besteht gemäß 2 aus der inneren Inkubatorkammer 2 und der äußeren Inkubatorkammer 3. Die innere Inkubatorkammer 2 besteht aus einem Inkubatoroberteil 9 mit der Beleuchtungseinrichtung 5, 6, 7, 8 und ist ortsfest über einem Abbildungsobjektiv 12 angeordnet. Ein Inkubatorunterteil 11 mit dem Probenträger 4 und einem nicht näher dargestellten in x/y-Koordinaten bewegbaren Mikroskoptisch bewegt sich relativ zu dem Abbildungsobjektiv 12. Das Inkubatoroberteil 9 wird zu dem Inkubatorunterteil 11 mit einer Dichtung 10 abgedichtet.

Platzsparend ist die Beleuchtungseinrichtung 5, 6, 7 und 8 in das Inkubatoroberteil 9 mit eingebettet. Die Umlenkung des Strahlenbündels erfolgt über den Umlenkspiegel 7. Um ein zusätzliches Wärmeleck durch eine Durchführung 13 der Beleuchtungseinrichtung durch das Inkubatoroberteil 9 zu vermeiden, sitzt die Linse 8 in der Durchführung 13 des Inkubatoroberteils 9 und schließt mit ihrer Fassung das Inkubationsvolumen gegen die äußere Inkubationskammer 3 ab. Die Brennweite der Linse 8 ist so gewählt, dass das Strahlenbündel nach Überbrückung der Inkubatorhöhe 14 und einer Flüssigkeitssäule im Probenträger 4 beispielsweise eine kreisförmige Fläche von ca. 5 mm Durchmesser ausleuchtet. Die äußere Inkubatorkammer 3 wird über nicht näher dargestellte Anschlüsse mit trockner Warmluft, beispielsweise 37°C versorgt, so dass über das vorgeheizte Luftvolumen in der äußeren Inkubatorkammer 3 die innere Inkubatorkammer 2 thermisch von der Außenluft entkoppelt ist. Zusätzlich nimmt die trockene Warmluft aus der inneren Inkubatorkammer 2 austretende Feuchtigkeit auf und führt sie aus dem Inkubator 1.

Ausgehend von Inkubatoren in der konventionellen Mikroskopie wird in der vorliegenden erfinderischen Lösung, da bei einem vollautomatischen Mikroskopsystem kein direkter Einblick in das Probenvolumen notwendig ist, der Inkubator 1, wie in 2 dargestellt, vollständig von einem thermischen Schutzschild, einer äußeren Inkubatorkammer 3, die als Abdeckhaube in Form eines Gerätedeckel 15 ausgebildet ist umgeben, um das Probenvolumen mit der x/y-Tischverschiebeeinheit vollständig thermisch von der Umgebung zu entkoppeln. Der Gerätedeckel 15 ist dazu auf der Innenseite mit einer schlecht wärmeleitenden Schicht, insbesondere mit einer Kunststoffschicht oder dergleichen versehen, um den Wärmeverlust über den Gerätedeckel 15 zu minimieren. An einer Seitenwand 16 des Gerätedeckels 15 ist weiterhin eine Klappe 17 für die Probenzufuhr angeordnet. Eine beheizbare Zwischenplatte 18, die zwischen die zwischen einer festen Mikroskoptischplatte 22 und einem Mikroskopstativ 20 angeordnet ist, ist auf einer Unterseite 19 gemäß 2 mit einer schlecht wärmeleitenden Schicht versehen, um den Wärmeabfluss von der beheizbaren Zwischenplatte 18 in das Mikroskopstativ 20 zu minimieren. Die beheizbare Zwischenplatte 18 wird vorzugsweise über Keramikbuchsen 21, die mit einem Gewinde versehen sind, thermisch von dem Mikroskopstativ 20 entkoppelt. Dies führt zu einer deutlichen Verkleinerung der Wärmelecks, einer Verkleinerung des zu regelnden Wärmereservoirs und damit zu einer kleineren Leistungsaufnahme und Temperierzeit bei der Einstellung der Solltemperatur. Durch Einführen von trockener Luft in den Optikbereich des Inkubators 1 unterhalb einer x/y-Tischverschiebeinheit und Erzeugen eines leichten Überdrucks in diesem Bereich wird verhindert, dass aus dem Inkubator 1 zwischen der Mikroskoptischplatte 22 hindurch Feuchtigkeit in den Mikroskopraum dringen kann. Das Abbildungsobjektiv 12 ist zusätzlich durch eine Manschette mit der unteren Tischplatte luftdicht verbunden, so dass dort kein Luftaustausch stattfinden kann. So wird garantiert, dass die empfindlichen optischen, mechanischen und elektronischen Elemente eines inversen Mikroskops nicht durch die aggressive Inkubatoratmosphäre geschädigt werden können.

1
Inkubator
2
innere Inkubatorkammer
3
äußere Inkubatorkammer
4
Probenträger
5
LED
6
Kollektor
7
Umlenkspiegel
8
Linse
9
Inkubatoroberteil
10
Dichtung
11
Inkubatorunterteil
12
Abbildungsobjektiv
13
Durchführung
14
Inkubatorhöhe
15
Gerätedeckel
16
Seitenwand des Gerätedeckels
17
Klappe für Probenzufuhr
18
beheizbare Zwischenplatte
19
Unterseite der beheizbaren Zwischenplatte
20
Mikroskopstativ
21
Keramikbuchse
22
Mikroskoptischplatte


Anspruch[de]
Einrichtung zur Durchlichtbeleuchtung und Inkubator für inverse Mikroskope zur Lebendzellbeobachtung, umfassend ein Mikroskopstativ mit integrierten optischen Bauelementen zur Strahlführung und Strahllenkung, eine Abbildungsoptik, eine Beleuchtungseinrichtung sowie einen hermetisch abgeschlossenen Inkubator, in dem ein Probenträger zur Aufnahme von Lebendzellkulturen auf einem Mikroskoptisch angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Inkubator (1) in einem Inkubatoroberteil (9) eine Beleuchtungseinrichtung für einen Durchlichtkontrast im Hellfeld aufweist, die ortsfest über einer Abbildungsoptik (12) angeordnet ist, wobei in einem Inkubatorunterteil (11) des Inkubators (1) ein Probenträger (4) auf einem Mikroskoptisch relativ zur Abbildungsoptik (12) bewegbar vorgesehen ist, wobei der Inkubator (1) insbesondere zwei Inkubatorkammern (2,3) zur thermischen Entkopplung des Probenvolumens von der Umgebung aufweist, und wobei eine thermische Entkopplung des Inkubators (1) von dem Mikroskopstativ (20) vorgesehen ist. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinrichtung mindestens eine mit einem Stromanschluss verbundene LED (5), einen Kollektor (6) und einen Spiegel (7) zur Umlenkung eines aus dem Kollektor (6) austretenden Strahlenbündels auf eine im Strahlengang angeordnete Linse (8) oder eines Linsensystems zur Ausleuchtung des Probenträgers (4) umfasst. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Linse (8) in einer Hülle des Oberteils (9) des Inkubators (1) so eingebettet ist, dass sie gleichzeitig mit ihrer Fassung ein Inkubationsvolumen einer inneren Inkubatorkammer (2) gegen das Volumen einer äußeren Inkubatorkammer (3) abschließt. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Linse (8) insbesondere bikonvex ausgebildet ist, wobei in Abhängigkeit von einer Inkubatorhöhe (14) die Brennweite der Linse (8) so dimensioniert ist, dass ein Strahlenbündel die Wells des Probenträgers (4) nahezu vollständig mit einer ausreichenden Feldhomogenität ausgeleuchtet. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Inkubatorkammer (3) des Inkubators (1) ein Volumen umschließt, das die innere Inkubatorkammer (2) des Inkubators (1) umhüllt und sie dadurch thermisch von der Umgebung entkoppelt, wobei die innere Inkubatorkammer (2) ein Volumen umschließt, das eine Probe umhüllt, in dem die Temperatur, die Luftfeuchte und der CO2-Gehalt durch Steuerungsgeräte kontrolliert ist. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Inkubatorkammer (2) gegenüber der äußeren Inkubatorkammer (3) insbesondere mittels einer Dichtung (10) zwischen Inkubatorunterteil (11) und Inkubatoroberteil (9) abgedichtet ist. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Inkubatorkammer (3), die als Abdeckhaube in Form eines Gerätedeckels (15) ausgebildet ist, ein Volumen umschließt, das die innere Inkubatorkammer (2) umhüllt. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Gerätedeckel (15) des Inkubators (1) auf seiner Innenseite eine nicht wärmeleitende Schutzschicht aufweist. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Seitenwand (16) des Gerätedeckels (15) eine Klappe (17) für eine Probenzufuhr vorgesehen ist. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer festen Mikroskoptischplatte (22) und einem Mikroskopstativ (20) eine beheizbare Zwischenplatte (18) angeordnet ist. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Unterseite (19) der beheizbaren Zwischenplatte (18) eine nicht wärmeleitende Schutzschicht aufweist. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die beheizbare Zwischenplatte (18) Aufnahmeelemente (21) zur Befestigung der beheizbaren Zwischenplatte (18) auf dem Mikroskopstativ (20) aufweist. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeelemente (21) zur thermischen Entkopplung der beheizbaren Zwischenplatte (18) von dem Mikroskopstativ (20) insbesondere als Keramikbuchsen (21) mit einem Gewinde ausgebildet sind. Mikroskop, insbesondere Readermikroskop mit einer Einrichtung zur Durchlichtbeleuchtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13.






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