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Dokumentenidentifikation DE102005036899B4 21.06.2007
Titel Halter-Kotflügel zweiteilig
Anmelder GM Global Technology Operations, Inc., Detroit, Mich., US
Erfinder Goretzko, Dieter, 65239 Hochheim, DE;
Hirsch, Stefan, 64331 Weiterstadt, DE
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Anmeldedatum 05.08.2005
DE-Aktenzeichen 102005036899
Offenlegungstag 15.03.2007
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.2007
IPC-Hauptklasse B62D 25/18(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B62D 65/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B62D 27/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kraftfahrzeugkarosserie für ein Kraftfahrzeug mit einem Unterbau und mit einem Verkleidungsteil und mit einer das Verkleidungsteil mit dem Unterbau verbindenden Haltevorrichtung, wobei die Haltevorrichtung ein erstes Halteteil und ein zweites Halteteil aufweist und wobei zwischen den beiden Halteteilen eine Toleranzausgleichseinrichtung angeordnet ist.

Eine solche Kraftfahrzeugkarosserie ist beispielsweise aus der DE 100 60 781 A1 bekannt. Der Unterbau und das Verkleidungsteil weisen flanschartige, als Halteteile dienende Abschnitte auf, zwischen denen eine Toleranzausgleichseinrichtung vorgesehen ist. Die beiden Abschnitte liegen parallel zueinander, wobei der Toleranzausgleich in Richtung der Abschnittsebene erfolgt.

Bei einer Kraftfahrzeugkarosserie gemäß der DE 102 29 754 A1 ist das Verkleidungsteil als Kotflügel ausgebildet und über ein gebogenes Halteteil der Haltevorrichtung an dem Unterbau befestigt. Das Halteteil weist hierfür zwei Endabschnitte auf. Nachteilig bei dieser Kraftfahrzeugkarosserie ist, dass Toleranzen des Kotflügels, des Unterbaus und selbst des Halteteils zu ungleichmäßigen Fugenbreiten zu an den Kotflügel angrenzenden Bauteilen, wie beispielsweise eines Scheinwerfers führen. Insbesondere bei großen Scheinwerfern und besonders engen Fugen sind ungleichmäßige Fugenbreiten besonders störend. Im ungünstigsten Fall führen die Toleranzen zudem zu einer Verspannung des Kotflügels.

Weiterhin ist aus der DE 199 30 700 C2 eine Kraftfahrzeugkarosserie bekannt geworden, bei der ein axial verstellbares Befestigungselement zur Justierung eines Stoßfängers und eines Kotflügels vorgesehen ist. Damit lassen sich der Stoßfänger und der Kotflügel durch Einstellung des Befestigungselementes gegenüber einem Befestigungsabschnitt einer Rohbaukarosserie einstellen. Nachteilig bei dieser Kraftfahrzeugkarosserie ist, dass das axial verstellbare Befestigungselement baulich sehr aufwändig und damit kostenintensiv ist. Weiterhin können die Toleranzen zu Verschiebungen, beispielsweise des Kotflügels gegenüber angrenzenden Bauteilen, in unterschiedlicher Richtung führen. Daher wäre für jede Richtung ein verstellbares Befestigungselement erforderlich, was jedoch zu gegenseitigen Verspannungen der Befestigungselemente führen würde.

Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Kraftfahrzeugkarosserie der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass sie ein besonders einfaches Ausrichten des Verkleidungsteils in wenigstens zwei Raumrichtungen gegenüber dem Unterbau ermöglicht.

Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das erste Halteteil an dem Verkleidungsteil und das zweite Halteteil an dem Unterbau befestigt ist und dass zwischen zumindest einem der Halteteile und dem Verkleidungsteil oder dem Unterbau eine weitere Toleranzausgleichseinrichtung angeordnet ist.

Durch diese Gestaltung kann der Toleranzausgleich zum einen in der Verbindung der Halteteile erzeugt und damit das Verkleidungsteil gegenüber dem Unterbau ausgerichtet werden. Damit lässt sich die Breite der Fugen zwischen dem Verkleidungsteil und daran angrenzenden Bauteilen, wie beispielsweise den Scheinwerfern, auf besonders einfache Weise einstellen. Zudem lässt sich ein Verspannen des Kotflügels bei der Addition der Toleranzen der erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugkarosserie durch eine geeignete Verbindung der Halteteile vermeiden.

Einen Toleranzausgleich in einer weiteren Raumrichtung lässt sich dadurch erzielen, dass zwischen zumindest einem der Halteteile und dem Verkleidungsteil oder dem Unterbau eine weitere Toleranzausgleichseinrichtung angeordnet ist. Dies trägt zur weiteren Vermeidung der Verspannung des Kotflügels bei.

Die erfindungsgemäße Kraftfahrzeugkarosserie ermöglicht den Ausgleich von Toleranzen in unterschiedlichen Richtungen, wenn eines der Halteteile zwischen den beiden Toleranzausgleichseinrichtungen eine Abwinklung hat.

Der Ausgleich von Toleranzen gestaltet sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung konstruktiv besonders einfach, wenn zumindest eine der Toleranzausgleichseinrichtungen zumindest eine Bolzenverbindung aufweist und wenn eine Bohrung der Bolzenverbindung größer ist als ein durch die Bohrung geführter Niet- oder Schraubbolzen. Durch diese Gestaltung lassen sich die Halteteile durch Fügen des Bolzens miteinander verbinden und das Verkleidungsteil von Hand gegenüber dem Unterbau ausrichten. Anschließend wird der Bolzen festgezogen und verbindet die Bauteile der Toleranzausgleichseinrichtung.

Das Verkleidungsteil lässt sich dank der Erfindung geringfügig gegenüber dem Unterbau verdrehen, wenn zumindest eine der Toleranzausgleichseinrichtungen zwei voneinander beabstandete Bolzenverbindungen aufweist.

Zur weiteren Vereinfachung des konstruktiven Aufbaus der erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugkarosserie trägt es bei, wenn die Halteteile Flansche aufweisen und wenn die Bolzenverbindung die Flansche miteinander verbindet.

Eine Korrosion zwischen den Halteteilen lässt sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besonders gering halten, wenn der Flansch des einen Halteteils im Bereich der Bolzenverbindung eine auf den Flansch des anderen Halteteils zuweisende Erhebung hat. Durch diese Gestaltung sind die Flansche neben der Erhebung und damit neben der Bolzenverbindung voneinander beabstandet, so dass sich in diesen beabstandeten Bereichen keine Feuchtigkeit halten kann.

Häufig besteht im an einen Scheinwerfer des Kraftfahrzeuges angrenzenden Bereich eine große Addition von Toleranzen, die zu ungleichmäßigen Fugenbreiten zwischen den Bauteilen führen. Unterschiedliche Fugenbreiten lassen sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung auch bei der Anhäufung von Toleranzen im Bereich der Scheinwerfer vermeiden, wenn das Verkleidungsteil ein Kotflügel ist.

Die erfindungsgemäße Kraftfahrzeugkarosserie lässt sich besonders kostengünstig fertigen, wenn eines der Halteteile mit dem angrenzenden Bauteil des Unterbaus oder des Verkleidungsteils verschweißt und das andere der Halteteile mit dem entsprechenden angrenzenden Bauteil verschraubt ist. Ein weiterer Vorteil dieser Gestaltung besteht darin, dass das eine Halteteil mit dem Bauteil des Unterbaus oder des Verkleidungsteils eine vormontierte Einheit bildet und damit die erfindungsgemäße Kraftfahrzeugkarosserie eine geringe Anzahl an bei einer Endmontage zu montierenden Baugruppen aufweist.

Zur weiteren Vereinfachung der Integration der Bauteile unterhalb des Verkleidungsteils trägt es gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung bei, wenn zumindest eines der Halteteile eine Aufnahme für ein unterhalb des Verkleidungsteils zu montierendes Bauteil hat. Vorzugsweise ist das unterhalb des Verkleidungsteils anzuordnende Bauteil ein Signalhorn.

Die Erfindung lässt verschiedene Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Die Zeichnung zeigt in

1 einen Teilbereich einer erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugkarosserie mit einem an einem Unterbau befestigten Kotflügel,

2 eine Haltevorrichtung der erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugkarosserie aus 1 vor der Montage,

3 die Haltevorrichtung aus 2 im montierten Zustand.

1 zeigt eine Kraftfahrzeugkarosserie im Bereich einer ein Verkleidungsteil 1 mit einem Unterbau 2 verbindenden Haltevorrichtung 3. Das Verkleidungsteil 1 ist als Kotflügel ausgebildet. Die Haltevorrichtung 3 weist zwei Halteteile 4, 5 auf, wobei ein erstes Halteteil 4 mit dem Unterbau 2 verschweißt und ein zweites Halteteil 5 an dem Kotflügel 1 befestigt ist. Die Halteteile 4, 5 sind untereinander mit einer Toleranzausgleichseinrichtung 6 verbunden. Weiterhin ist das zweite Halteteil 5 über eine weitere Toleranzausgleichseinrichtung 7 an dem Verkleidungsteil 1 angebunden. Die Toleranzausgleichseinrichtungen 6, 7 ermöglichen eine Verschiebung der miteinander verbundenen Bauteile über in der Zeichnung mit X, Y und Z gekennzeichnete Richtungen. Die Toleranzausgleichseinrichtungen 6, 7 sind gleich aufgebaut und weisen jeweils zwei voneinander beabstandete Bolzenverbindungen 8, 9 auf. Die Bolzenverbindungen 8, 9 haben als Schraubbolzen ausgebildete Bolzen 10, 11.

In 2 ist die Haltevorrichtung 3 aus 1 vor der Montage der beiden Halteteile 4, 5 perspektivisch dargestellt. Hierbei ist zu erkennen, dass die als Schraubbolzen ausgebildeten und in das erste Halteteil 4 einzudrehenden Bolzen 10 einen geringeren Querschnitt aufweisen als Bohrungen 12 des zweiten Halteteils 5. Die Bohrungen 12 nehmen im montierten Zustand die Bolzen 10 auf. Damit lassen sich die Halteteile 4, 5 vor dem Festziehen der Bolzen 10 zueinander ausrichten und die Toleranzen des Verkleidungsteils 1, des Unterbaus 2 und der Halteteile 4, 5 ausgleichen. Die Halteteile 4, 5 weisen jeweils Flansche 13, 14 auf, an denen sie miteinander verbunden werden. Das zweite Halteteil 5 hat zwischen dem Flansch 14 und seiner Anbindung an das in 1 dargestellte Verkleidungsteil 1 eine Abwinklung 17. Dies ermöglicht, dass die in 1 beschriebenen Toleranzausgleichseinrichtungen 6, 7 die Toleranzen in den dargestellten unterschiedlichen Richtungen ausgleichen können. Weiterhin zeigt 2, dass das erste Halteteil 4 im Bereich der Bolzen 10 Erhebungen 15 aufweist. Damit wird ein flächiger Kontakt der beiden Halteteile 4, 5 im montierten Zustand vermieden.

3 zeigt zur Verdeutlichung die Haltevorrichtung 3 aus 2 nach der Montage. Die Haltevorrichtung 3 ist hier von der gegenüber der Perspektive aus 1 entgegengesetzten Perspektive dargestellt. Hierbei ist zu erkennen, dass das zweite Halteteil 5 eine Aufnahme 16 zur Anbindung eines nicht dargestellten, unterhalb des Verkleidungsteils 1 anzuordnenden Bauteils, wie beispielsweise eines Signalhorns, hat.

1
Verkleidungsteil
2
Unterbau
3
Haltevorrichtung
4, 5
Halteteil
6, 7
Toleranzausgleichseinrichtung
8, 9
Bolzenverbindung
10, 11
Bolzen
12
Bohrung
13, 14
Flansch
15
Erhebung
16
Aufnahme
17
Abwinklung


Anspruch[de]
Kraftfahrzeugkarosserie für ein Kraftfahrzeug mit einem Unterbau (2) und mit einem Verkleidungsteil (1) und mit einer das Verkleidungsteil (1) mit dem Unterbau (2) verbindenden Haltevorrichtung (3), wobei die Haltevorrichtung (3) ein erstes Halteteil (4) und ein zweites Halteteil (5) aufweist und wobei zwischen den beiden Halteteilen (4, 5) eine Toleranzausgleichseinrichtung (6) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Halteteil (4) an dem Verkleidungsteil (1) und das zweite Halteteil an dem Unterbau (2) befestigt ist und dass zwischen zumindest einem der Halteteile (4, 5) und dem Verkleidungsteil (1) oder dem Unterbau (2) eine weitere Toleranzausgleichseinrichtung (7) angeordnet ist. Kraftfahrzeugkarosserie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Halteteile (5) zwischen den beiden Toleranzausgleichseinrichtungen (6, 7) eine Abwinklung (17) hat. Kraftfahrzeugkarosserie nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Toleranzausgleichseinrichtungen (6, 7) zumindest eine Bolzenverbindung (8, 9) aufweist und dass eine Bohrung (12) der Bolzenverbindung (8, 9) größer ist als ein durch die Bohrung (12) geführter Niet- oder Schraubbolzen (10, 11). Kraftfahrzeugkarosserie nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Toleranzausgleichseinrichtungen (6, 7) zwei voneinander beabstandete Bolzenverbindungen (8, 9) aufweist. Kraftfahrzeugkarosserie nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteteile (4, 5) Flansche (13, 14) aufweisen und dass die Bolzenverbindung (8, 9) die Flansche (13, 14) miteinander verbindet. Kraftfahrzeugkarosserie nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (13) des einen Halteteils (4) im Bereich der Bolzenverbindung (8) eine auf den Flansch (14) des anderen Halteteils (5) zuweisende Erhebung (15) hat. Kraftfahrzeugkarosserie nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verkleidungsteil (1) ein Kotflügel ist. Kraftfahrzeugkarosserie nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Halteteile (4) mit dem angrenzenden Bauteil des Unterbaus (2) oder des Verkleidungsteils (1) verschweißt und das andere der Halteteile (5) mit dem entsprechenden angrenzenden Bauteil verschraubt ist. Kraftfahrzeugkarosserie nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Halteteile (4, 5) eine Aufnahme (16) für ein unterhalb des Verkleidungsteils (1) zu montierendes Bauteil hat.






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