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Dokumentenidentifikation DE102005060235A1 21.06.2007
Titel Systemteil und Verchromungsverfahren
Anmelder Groz-Beckert KG, 72458 Albstadt, DE
Erfinder Stingel, Uwe, 72469 Meßstetten, DE;
Sauter, Manfred, 72510 Stetten, DE
Vertreter Rüger und Kollegen, 73728 Esslingen
DE-Anmeldedatum 14.12.2005
DE-Aktenzeichen 102005060235
Offenlegungstag 21.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.2007
IPC-Hauptklasse D04B 15/06(2006.01)A, F, I, 20051214, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D04B 35/02(2006.01)A, L, I, 20051214, B, H, DE   C25D 3/04(2006.01)A, L, I, 20051214, B, H, DE   C25D 7/06(2006.01)A, L, I, 20051214, B, H, DE   C25D 11/38(2006.01)A, L, I, 20051214, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine erfindungsgemäße Platine (1), die zu einem Stricksystem gehört, besteht beispielsweise aus einem flachen plattenartigen, vorzugsweise aus Stahl bestehenden Körper (2), der zum Verschleißschutz an der mit dem Faden in Berührung kommenden Schmalseite (8) mit einer Metallauflage (11) versehen ist. Die Metallauflage (11) erstreckt sich nicht wesentlich auf seine Flachseiten (5, 6). Falls sich die Metallauflage (11) über die Flachseiten (5, 6) erstreckt, nimmt die Dicke der Metallauflage (11), ausgehend von der Schmalseite (8), auf einer Distanz von einigen Zehntel Millimetern bis allenfalls wenigen Millimetern auf Null ab. Die Dicke der Metallauflage (11) ist, sofern sie an den Flachseiten (5, 6) überhaupt vorhanden ist, vorzugsweise wesentlich geringer als an der Schmalseite (8). Alternativ oder ergänzend kann im Anschluss an die Schmalseite (8) ein abgesetzter Flächenbereich vorgesehen sein, der die Metallauflage (11) aufnimmt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Systemteil eines Stricksystems sowie ein Verfahren zur Galvanisierung von Flachteilen an ihren Schmalseiten, insbesondere Systemteilen von Stricksystemen wie z.B. Platinen.

Stricksysteme enthalten verschiedene Strickwerkzeuge, zu denen auch so genannte Platinen gehören. Diese bestehen in der Regel aus einem flachen Element, dessen Kanten funktionsentsprechend geformt sind. Solche Systemteile oder Platinen bestehen beispielsweise aus Stahlblech und sind aus einem solchen mit einem geeigneten Trennverfahren ausgeschnitten bzw. abgetrennt. Derartige Systemteile wirken, wenn sie zur Maschenbildung verwendet werden, mit Abschnitten ihrer Kanten auf den zu verstrickenden Faden ein. Um einen übermäßigen Verschleiß zu vermeiden sind deshalb die sich an die Kanten anschließenden Flachseitenpartien und die Kanten selbst mit einer Chromschicht versehen. Die Chromschicht wird meist galvanisch aufgebracht. Sie schützt die Kanten der Platine sowie die sich anschließenden Partien der Flachseiten.

Die Chromauflage auf Partien der Flachseiten kann zu Schwierigkeiten hinsichtlich der Passgenauigkeit der Platinen führen. Die Platinen werden mit geringem Spiel in einen Platinenkanal geführt, in den auch die verchromten Bereiche der Flachseiten eintauchen können, wenn die Platinen entsprechende Bewegungen vollführen. Es wird angestrebt, besonders dicke Chromschichten aufzubringen, um höchsten Verschleißansprüchen zu genügen. Dies kann aber im Extremfall zum Klemmen der Platinen im Platinenkanal führen.

Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Systemteil sowie ein Verfahren zur Galvanisierung von Flachteilen zu schaffen. Diese Aufgabe wird mit dem Systemteil nach Anspruch 1 sowie dem Verfahren nach Anspruch 15 gelöst:

Das erfindungsgemäße Systemteil ist an seinen Schmalseiten mit einer Metallauflage aus einem abrasionsfesten Metall, beispielsweise Chrom, versehen. Die Metallauflage lässt die Flachseiten frei. Es hat sich gezeigt, dass die Flachseiten der Platinen auch ohne Metallauflage, insbesondere Chromauflage, ausreichend verschleißfest sind. Die getroffene Maßnahme gestattet die Erhöhung der Dicke der Metallauflage an den Schmalseiten auf das gewünschte Maß ohne dass dadurch die Passgenauigkeit der Platinen in dem Platinenkanal beeinträchtigt würde. Des Weiteren wird durch den Verzicht auf Metallauflagen an den Flachseiten in erheblichem Maße Auflagemetall, insbesondere Chrom, eingespart. Die auf die Schmalseiten aufzubringenden Chrommengen sind wesentlich geringer als die bislang aufgebrachten Mengen, bei denen sich der Metallbelag zumindest zum Teil auf die Flachseiten erstreckt hat. Die Chromauflage wird somit lediglich auf diejenigen Kantenbereiche des Systemteils beschränkt, die auf Grund der Fadenberührung einem starken Verschleiß ausgesetzt sind. Dies bedeutet auch, dass die an den Schmalseiten vorgesehene Metallauflage lediglich einen Teil der Schmalseiten bedecken muss. Bilden die Schmalseiten den Umfang oder Rand der Platine, ist somit lediglich ein Teil des Umfangs mit Metallauflage (Chrom) versehen.

Die Beschränkung der Metallauflage auf die Schmalseiten bzw. Partien oder Abschnitte derselben gestattet des Weiteren eine wesentliche Verbesserung der bisher angewandten Fertigungsverfahren. Es können nun Platinen oder sonstige Flachteile in großer Zahl zu einem Paket zusammengefasst werden, an dem lediglich die Schmalseiten der Platinen wenigstens in ihren zu verchromenden oder sonstwie zu galvanisierenden Bereichen frei liegen. Ein solches Paket kann eine große Anzahl einzelner Platinen umfassen, die somit in einem einzigen Arbeitsgang galvanisiert werden. Dies bietet einen wesentlichen Produktivitätsvorteil.

Es ist möglich, die Metallauflage auf Abschnitte oder Partien der Schmalseiten zu beschränken, indem diese bzw. das aus den Platinen gebildete Paket während des Galvanisierungsvorgangs mit einer Maske abgedeckt wird.

Die Schmalseiten des Systemteils sind vorzugsweise von zumindest einer gerundeten Kante begrenzt. Vorzugsweise sind beide zueinander parallel verlaufenden, die Schmalseite begrenzende Kanten gerundet. Zwischen den Rundungen kann ein Stirnbereich vorgesehen sein der beispielsweise eben oder gerundet oder kurvenförmig ausgebildet ist. Die Metallauflage erstreckt sich mindestens über den ungerundeten Stirnbereich, vorzugsweise bis in die gerundeten Kanten hinein. Es ist auch möglich, die Metallauflage über die gesamte gerundete Kante zu erstrecken. Damit wird die Schmalseite des Systemteils optimal geschützt, ohne die Dicke des Systemteils zu vergrößern.

Die Flachseiten des Systemteils können zumindest im Anschluss an den mit Metallauflage versehenen Bereich der Schmalseiten als ebene Flächen ausgebildet sein. Die Flachseiten können jedoch auch stellenweise oder im Ganzen mit einer Wölbung versehen sein. Beispielsweise kann die Platine Sicken oder dergleichen aufweisen. Der Körper des Systemteils hat dabei vorzugsweise eine einheitliche Dicke. Entsprechend sind die Schmalseiten durch schmale Streifen gleich bleibender Breite gebildet. Es ist möglich, das Systemteil so zu gestalten, dass sich die Flachseiten bis an die Schmalseiten heran erstrecken, wobei zwischen beiden eine vorzugsweise gerundete Kante vorgesehen ist. Bei einer alternativen Ausführungsform schließt sich an die Schmalseiten ein gegen die Flachseiten abgesetzter Flächenbereich an, der z.B. durch eine Stufe in die Flachseite übergeht. Vorzugsweise ist dieser abgesetzte Flächenbereich flächenparallel zu einer Ebene, in der die Flachseite liegt. Der Absatz kann dabei eine Höhe von wenigen Tausendstel bis allenfalls einigen Hundertstel Millimeter aufweisen. Es ist möglich, die an den Schmalseiten vorgesehene Metallauflage bis in den abgesetzten Flächenbereich hinein zu erstrecken. Damit wird im Anschluss an die schmale Kante weiterer Verschleißschutz erzielt, ohne die Dicke der Platine zu vergrößern. Dabei kann der abgesetzte Flächenbereich ganz oder teilweise von der Metallauflage eingenommen und ganz oder teilweise von dieser ausgefüllt werden.

Die Zusammenfassung der Systemteile oder sonstigen Flachteile zu einem Paket, in Verbindung mit der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Galvanisierung, kann dazu führen, dass nur die Stirnseiten der Platinen mit Metall benetzt werden und der abgesetzte Flächenbereich ohne Metallauflage bleibt. Dies kann dann von Vorteil sein, wenn eine Metallauflage auf dem abgesetzten Flächenbereich aus funktionalen Gründen störend wirkt und/oder zur Einsparung von abzuscheidendem Metall.

In einer ersten Ausprägung dieses Verfahrens liegen die zu galvanisierenden Platinen oder Flachteile mit ihren Flachseiten aneinander. Die Qualität der Oberfläche der Flachseiten, die Rauheit, hat einen entscheidenden Einfluss auf die tatsächliche Berührungsfläche der Flachseiten. Bei einer theoretischen Rauheit von exakt 0,00000 mm würde sich bei der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens an den Stirnseiten eine zusammenhängende Chromschicht ausbilden. Da die zu benetzenden Flachteile eine Oberflächenrauheit größer Null besitzen läuft die Chromschicht im Randbereich der Stirnseiten aus. Dieser Auslauf ist abhängig von der Oberflächenrauheit der aneinander liegenden Flachseiten und von den Prozessparametern, wie zum Beispiel der Zeit für die Benetzung.

Es ist auch möglich, zwischen den Flachteilen nicht leitende Zwischenlagen anzubringen, die zwischen benachbarten Flachteilen jeweils einen Abstand schaffen. In diesem Fall ist ein Auslaufen der Metallauflage an den Trennfugen garantiert. Dies gilt auch, wenn die Flachteile im Anschluss an die Schmalseiten mit einem abgesetzten Flächenbereich versehen sind und die zu verchromenden Bereiche einzelner Teile von einander beanstandet sind. In dem verbleibenden sehr engen Spalt zwischen benachbarten Flachteilen bildet sich bei der Galvanisierung in der Regel keine Metallauflage (Chromschicht) aus. Es entsteht somit keine zusammenhängende Chromschicht, die nachträglich aufgerissen werden müsste. Wenn es gewünscht ist, kann jedoch auch zunächst eine zusammenhängende Chromschicht ausgebildet werden, die mehrere Teile überbrückt und beim Vereinzeln derselben getrennt wird.

Sollen die abgesetzten Flächenbereiche insgesamt mit Metallauflage versehen werden, ist es zweckmäßig, die Systemteile unter Zwischenlage von Abstandshalterelementen zu einem Paket zusammenzuspannen, so dass zwischen benachbarten Flachteilen größere Spalten entstehen. In diesen kann galvanisch Metall abgeschieden werden.

Weitere Einzelheiten vorteilhafter Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus der Zeichnung, der Beschreibung oder Ansprüchen.

In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht. Es zeigen:

1 ein Systemteil in Form einer Platine, in perspektivischer Darstellung,

2 das Systemteil nach 1 in einer ausschnittsweisen vergrößerten perspektivischen Darstellung,

3 und 4 aus Systemteilen bestehende, zu einem Paket zusammengespannte Systemteile nach Aufbringen einer Metallauflage auf die Schmalseite nach dem Galvanisierungsvorgang,

5 eine abgewandelte Ausführungsform des Systemteils in ausschnittsweiser, perspektivischer Darstellung,

6 Systemteile nach 5, zusammengespannt zu einem Paket nach Durchführung der Galvanisierung in ausschittsweiser, geschnittener Darstellung,

7 eine abgewandelte Ausführungsform des Systemteils mit Metallauflage in ausschnittsweiser, perspektivischer Darstellung und

8 Systemteile nach 7, zusammengespannt als Paket nach der Durchführung des Galvanisierungsvorgangs in Schnittdarstellung.

In 1 ist ein zu einem Stricksystem einer Strickmaschine gehöriges Systemteil in Form einer Platine 1 veranschaulicht. Üblicherweise ist eine solche Platine 1 wesentlich kleiner als dargestellt. Die Platine 1 weist einen Körper 2 auf, der einen mit dem Faden in Berührung zu bringenden Arbeitsteil 3 und einen Antriebsteil 4 umfasst. Beide sind untereinander einstückig verbunden. Der Körper 2 wird beispielsweise durch ein entsprechendes Stahlblech gebildet, dessen Dicke im Bereich von einigen Zehntel Millimetern liegt. Der Körper 2 kann vollkommen eben ausgebildet sein, d.h. zwei ebene Flachseiten 5, 6 aufweisen (2). Er kann jedoch auch, wie in 1 angedeutet, an seinem Arbeitsteil 3 etwas schwächer, d.h. dünner als im Antriebsteil 4 ausgebildet sein. Diese Dickenreduzierung kann einseitig oder beidseitig, flächen- oder linienförmig ausgeführt sein. In 1 ist dazu eine Übergangszone 7 dargestellt, in der die Dicke des Körpers 2 abnimmt. Die Flachseite 6 ist somit in zwei ebene, an der Übergangszone 7 gegeneinander versetzte Flächenbereiche 6a, 6b unterteilt. Auch die Flachseite 5 kann bedarfsweise in der dargestellten Weise unterteilt sein. Außerdem kann der Arbeitsteil 3 in einem Winkel zu dem Antriebsteil 4 orientiert sein. Außerdem müssen die Flachseiten 5, 6 nicht zwangsläufig ebene Flächen sein. Beispielsweise können sie mit einer Krümmung versehen sein, wobei sie jedoch im Allgemeinen im Wesentlichen parallel zueinander orientiert sind.

Zwischen den Flachseiten 5, 6 ist das Arbeitsteil 3 nur durch die vorzugsweise nur wenige Zehntel Millimeter breiten, ihn in Umfangsrichtung umgrenzenden Schmalseiten 8, 9, 10 umgrenzt. Zumindest der in Betrieb mit dem Faden in Berührung kommende Teil der Schmalseite 8 ist zur Verschleißminderung mit einer Metallauflage 11 in Form einer einige Tausendstel Millimeter dicken Chromschicht versehen. Die Metallauflage 11 erstreckt sich dabei bei der in 1 veranschaulichten Platine 1 von deren vorderer Ecke 12 des Arbeitsteils 3 über eine stumpfwinklige obere Ecke 13 zu einem Niederhaltevorsprung 14 bis zu der Übergangszone 7. Die Metallauflage 11 erstreckt sich jedoch nicht auf die Flachseiten 5, 6, wie insbesondere aus 2 ersichtlich ist.

Wie ersichtlich, kann die Schmalseite 8 aus zwei zueinander parallel verlaufenden gerundeten Kanten 15, 16 sowie einem ebenen streifenförmigen Stirnbereich 17 bestehen. Die Metallauflage 11 ist vorzugsweise so ausgebildet, dass sie sich zumindest teilweise bis in den Bereich der gerundeten Kanten 15, 16 erstreckt und dabei die Flachseiten 5, 6 gerade eben erreicht. Mit anderen Worten, die Metallauflage 11 grenzt an die Flachseiten 5, 6 auslaufend an. Dabei verringert sich ihre Schichtdicke von einer durchschnittlichen Dicke im Bereich der Schmalseite 8 auf bis zu 0 (Null) im Endbereich der Kanten 15, 16 und zu den Rändern Flachseiten 5, 6 hin.

Die Herstellung der Metallauflage 11 erfolgt vorzugsweise in einem Galvanisierungsprozess. Zur Durchführung desselben werden gleichartig ausgebildete, noch nicht mit Metallauflage versehene Platinen 1, wie in 3 veranschaulicht, zu einem Stapel zusammengespannt, so dass sie jeweils Flachseite an Flachseite aneinander anliegen. Zur Veranschaulichung sind die Platinen 1 in 3 jeweils mit einem Buchstabenindex a bis f versehen. Entsprechend sind die Flachseiten 5, 6 der jeweiligen Platinen 1a bis 1f ebenfalls mit einem Buchstabenindex a bis f versehen. Wie ersichtlich, liegt beispielsweise die Flachseite 6a an der Flachseite 5b an und so weiter. Die Platinen 1a bis 1f sind dabei so angeordnet, dass ihre Schmalseiten 8a bis 8f miteinander fluchten. In diesem Zustand wird das so gebildete Paket dem Galvanisierungsprozess ausgesetzt. Dabei haben die Schmalseiten 8a bis 8f Kontakt mit dem Galvanisierungsbad, dem Elektrolyt. In der Folge wird eine Metallschicht 11 auf der Schmalseite 8 gebildet. Diese Metallschicht besteht aus mehreren einzelnen Metallschichten 11a bis 11f, die auf den Flächenbereich der Schmalseite 8 eines jeden Systemteils 1 begrenzt ist. Ist dies geschehen, wird der Stapel aus dem Galvanisierungsbad entnommen und gelöst, wobei die Platinen 1a bis 1f vereinzelt werden., Es entstehen Platinen 1 mit bereichsweise verchromten Schmalseiten 8, 9, 10.

Der Stapel ist in 3 mit lediglich sechs Platinen veranschaulicht. Er kann jedoch Platinen in wesentlich größerer Zahl, beispielsweise zehn, fünfzig oder hundert oder mehr umfassen. In dem Stapel endseitig vorhandene Platinen, d.h. die erste und die letzte desselben, können eine Metallauflage erhalten, die sich teilweise auf ihre jeweilige Flachseite erstreckt. Diese Metallauflagen können, wenn gewünscht, nachträglich entfernt oder auch notfalls belassen werden. Es ist auch möglich, die betroffenen Platinen auszusortieren und zu verwerfen. Des Weiteren ist es möglich, die endständigen Platinen (in 3 1a und 1f) an ihren außen liegenden Flachseiten (5a, 6f) mit einer entsprechenden Abdeckung zu versehen, die eine Galvanisierung verhindert.

4 veranschaulicht eine abgewandelte Ausführungsform des Verfahrens. Bei dem Verfahren nach 3 liegen die Platinen 1a bis 1f unmittelbar aneinander an und haben elektrischen Kontakt zueinander. Bei dem Verfahren gemäß 4 ist zwischen den Platinen 1a bis 1f jeweils eine isolierende oder aus einem Metall bestehende Zwischenlage 19a bis 19e vorgesehen. Bevorzugt wird eine isolierende Zwischenlage, auf der sich grundsätzlich auf galvanischem Wege kein Metall ablagert. Es ist auch möglich, Metallzwischenlagen zu verwenden, die dann, wie beispielsweise die Zwischenlage 19d, in einigem Abstand zu den Schmalseiten angeordnet wird. Die Zwischenlage ist vorzugsweise wesentlich dünner als ein Millimeter. Wegen der Nähe der beiden benachbarten Platinen 1d, 1e schirmen diese das elektrische Feld in dem erzeugten Spalt ab, so dass dort kaum nennenswerter Chromniederschlag erfolgt. Wegen dieses Abschirmeffekts ist die genaue Positionierung der Zwischenlage auch von untergeordneter Bedeutung, wie in 4 durch die verschiedene Positionierung der Zwischenlagen 19a bis 19e angedeutet ist.

Bei dem dargestellten Verfahren ist die Metallschicht an den Zwischenlagen 19a bis 19e unterbrochen. Es entstehen Metallauflagen 11a bis 11f, die an den entsprechenden Flachseiten glatt auslaufen. Durch die Dicke der verwendeten Zwischenlage kann festgelegt werden, wie weit sich die jeweilige Metallauflage 11a bis 11f über die gerundeten Kanten oder auf die Flachseiten erstreckt.

Bei den bislang beschriebenen Ausführungsformen ist davon ausgegangen worden, dass sich die Flachseiten 5, 6 bis an die Schmalseite 8 heran erstrecken. Wie 5 veranschaulicht, ist dies nicht zwingend. Zwischen der Kante 15 und der Flachseite 5 sowie der Kante 16 und der Flachseite 6 kann jeweils ein abgesetzter Flächenbereich 20, 21 vorgesehen sein, der gegen die jeweils angrenzende Flachseite 5, 6 parallel versetzt ist. Dazu können beispielsweise Stufen 22, 23 vorgesehen sein, deren Höhe z.B. im Bereich der Dicke der Metallauflage 11 liegen und somit wenige Tausendstel bis maximal ungefähr ein Zehntel Millimeter betragen kann. Es ist auch möglich, die Flächenbereiche 20, 21 beispielsweise über eine stumpfwinklige Kante an die Flachseiten 5, 6 anschließen zu lassen, wobei die Flächenbereiche 20, 21 dann nicht ganz parallel zueinander sind sondern miteinander einen spitzen Winkel (Keilwinkel) einschließen. Die Flächenbereiche 20, 21 können mit einer Metallauflage versehen werden, ohne dass dadurch die von dem Abstand der Flachseiten 5, 6 bestimmte Dicke des Arbeitsteils 3 des Körpers 2 und somit der Platine 1 durch die Metallauflage 11 vergrößert wird. Durch die schräg angeordneten oder zurück gesetzten Flächenbereiche 20, 21 wird somit ein Aufnahmeraum für die Metallauflage 11 geschaffen.

Wie 5 veranschaulicht, ist die Metallauflage 11 zumindest an der Schmalseite 8 vorgesehen, wobei sie sich vorzugsweise bis in den Bereich der Kanten 15, 16 erstreckt. Die Herstellung kann gemäß 6, wie im Zusammenhang mit 3 oder 4 erläutert, erfolgen, indem Platinen 1a bis 1e mit übereinstimmender Kontur zu einem Stapel zusammengefügt werden. Durch die zurückgesetzten Flächenbereiche 20, 21 (in 6 zur Unterscheidung mit Buchstabenindice versehen) entstehen Lücken, die die Metallschicht 11 unterbrechen und somit die Metallauflagen 11a bis 11e voneinander separieren. Zwischenlagen sind nicht erforderlich. Durch die gegenseitige elektrische Abschirmung benachbarter zurückgesetzter Flächenbereiche 21a, 20b bleiben diese frei von Metallauflage.

Es ist jedoch auch möglich, die Metallauflage 11, wie 7 veranschaulicht, über zumindest Teile der Flächenbereiche 20, 21 zu erstrecken. Wie 7 veranschaulicht, kann die Metallauflage 11 auch die gesamten Flächenbereiche 20, 21 einnehmen. Die Dicke der Metallauflage 11 kann dabei etwas dünner sein als die Höhe der Stufe 22, 23. Die Dicke der Metallauflage 11 muss dabei nicht gleichmäßig sein. Z.B. kann sie an den zurückgesetzten Flächenbereichen 20, 21 durchaus dünner sein als an der Schmalseite 8. Zur Galvanisierung der Flächenbereiche 20, 21 können die Platinen 1 wiederum im Stapel galvanisiert werden, indem sie, wie 8 veranschaulicht, unter Nutzung von Zwischenlagen 24a, 24b voneinander beabstandet werden. Die Zwischenlagen 24a, 24b können aus Metall bestehen.

Generell gilt, dass die Zwischenlagen 19, 24, wenn sie aus Metall bestehen, an ihren Stirnseiten bedarfsweise mit einer Isolatorschicht 25 versehen sein können, um hier eine Galvanisierung zu vermeiden. Dies ist an den Platinen 1 in der Regel durch die scharfe Grenze der Metallauflage 11 erkennbar.

Eine erfindungsgemäße Platine 1, die zu einem Stricksystem gehört, besteht beispielsweise aus einem flachen plattenartigen, vorzugsweise aus Stahl bestehenden Körper 2, der zum Verschleißschutz an der mit dem Faden in Berührung kommenden Schmalseite 8 mit einer Metallauflage 11 versehen ist. Die Metallauflage 11 erstreckt sich nicht wesentlich auf seine Flachseiten 5, 6. Falls sich die Metallauflage 11 über die Flachseiten 5, 6 erstreckt, nimmt die Dicke der Metallauflage 11 ausgehend von der Schmalseite 8 auf einer Distanz von einigen Zehntel Millimetern bis allenfalls wenigen Millimetern auf Null ab. Die Dicke der Metallauflage 11 ist, sofern sie an den Flachseiten 5, 6 überhaupt vorhanden ist, vorzugsweise wesentlich geringer als an der Schmalseite 8. Alternativ oder ergänzend kann im Anschluss an die Schmalseite 8 ein abgesetzter Flächenbereich 20, 21 vorgesehen sein, der die Metallauflage 11 aufnimmt.

1, 1a bis 1f
Platinen, Systemteil
2
Körper
3
Arbeitsteil
4
Antriebsteil
5, 5a bis 5f, 6
Flachseiten
6a, 6b
Flächenbereiche
7
Übergangszone
8, 9, 10
Schmalseiten
8a bis 8f
Schmalseiten
11, 11a bis 11f
Metallauflage
12, 13
Ecke
14
Niederhaltevorsprung
15, 16
Kanten
17
Stirnbereich
19, 19a bis 19e
Zwischenlagen
20, 21
Flächenbereich
22, 23
Stufen
24, 24a, 24b
Zwischenlagen
25
Isolatorschicht


Anspruch[de]
Systemteil eines Stricksystems, wobei das Systemteil (1)

einen aus einem Metall bestehenden Körper (2) mit im Wesentlichen als Flachseiten (5, 6) ausgebildeten Seitenflächen und mit Schmalseiten (8, 9, 10) aufweist, wobei

die Schmalseiten (8, 9, 10) mit einer Metallauflage (11) aus einem Metall versehen sind, dessen Abrasionsfestigkeit höher ist als die des Körpers (2) und wobei die Metallauflage (11) die Flachseiten (5, 6) frei lässt.
Systemteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallauflage (11) aus Chrom besteht. Systemteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallauflage (11) galvanisch aufgebracht ist. Systemteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmalseiten (8, 9, 10) von zumindest einer Kante (15, 16) begrenzt sind, die gerundet ist. Systemteil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Metallauflage (11) zumindest bis in die Rundung der Kante (15, 16) erstreckt. Systemteil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Metallauflage (11) über die gesamte Rundung der Kante (15, 16) erstreckt. Systemteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmalseite (11) einen ebenen Stirnbereich (17) aufweist. Systemteil nach Anspruch 7 und 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallauflage (11) den Stirnbereich (17) überdeckt. Systemteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Flachseiten (5, 6) und den Schmalseiten (8, 9, 10) wenigstens ein abgesetzter Flächenbereich (20, 21) ausgebildet ist, der frei von der Metallauflage (11) ist. Systemteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Flachseiten (5, 6) und den Schmalseiten (8, 9, 10) wenigstens ein abgesetzter Flächenbereich (20, 21) ausgebildet ist, der zu seinem größeren Teil frei von der Metallauflage (11) ist. Systemteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Flachseiten (5, 6) und den Schmalseiten (8, 9, 10) wenigstens ein abgesetzter Flächenbereich (20, 21) ausgebildet ist, der von der Metallauflage (11) bedeckt ist. Systemteil nach Anspruch 1 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallauflage (11) stufenlos an die Flachseite (5, 6) anschließt. Systemteil nach Anspruch 9, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der abgesetzte Flächenbereich (20, 21) parallel zu der Flachseite (5, 6) orientiert ist. Systemteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Systemteil wenigstens in einem Bereich zu einer Mittelebene symmetrisch ausgebildet ist, die mittig zwischen den beiden Flachseiten (5, 6) angeordnet ist. Verfahren zur Galvanisierung von Flachteilen an ihren Schmalseiten, insbesondere Systemteilen von Stricksystemen, insbesondere Platinen (1), bei dem die Flachteile in einem Paket zueinander parallel gehalten und in diesem Zustand galvanisiert werden. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachteile während der Galvanisierung mit ihren Flachseiten (5, 6) aneinander liegend gehalten werden. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachteile in einem Abstand zueinander gehalten werden. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Stirnseiten benachbarter Flachteile Spalte vorgesehen werden. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Flachteilen Zwischenlagen (19, 24) vorgesehen werden. Systemteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmalseite (11) einen gerundeten Stirnbereich (17) aufweist. Systemteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Schmalseiten (8, 9, 10) wie auch die Flachseiten (5, 6) mit einer Metallauflage (11) aus einem Metall versehen sind, wobei die Metallauflage an den Flachseiten (5, 6) wesentlich dünner ist als an den Schmalseiten (8, 9, 10).






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