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Vorrichtung zur Steuerung eines Scheibenwischerantriebs und Verfahren dafür - Dokument DE102005060326A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005060326A1 21.06.2007
Titel Vorrichtung zur Steuerung eines Scheibenwischerantriebs und Verfahren dafür
Anmelder Robert Bosch GmbH, 70469 Stuttgart, DE
Erfinder Becker, Jan-Carsten, 71701 Schwieberdingen, DE
DE-Anmeldedatum 16.12.2005
DE-Aktenzeichen 102005060326
Offenlegungstag 21.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.2007
IPC-Hauptklasse B60S 1/08(2006.01)A, F, I, 20051216, B, H, DE
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Steuerung eines Scheibenwischerantriebs (4) für ein Kraftfahrzeug, wobei die Vorrichtung Folgendes umfasst: einen Eingang (2) für ein Signal, das über ein Einschalten eines Zündschalters (3) aktivierbar ist, einen Ein-/Aus-Schalter (5) für den Scheibenwischerantrieb (4) und eine Halteschaltung (7, 10, 11), die bei eingeschaltetem Zündschalter (3) und nachfolgender Betätigung des Ein-/Aus-Schalters (5) erregbar ist und den Scheibenwischerantrieb (4) in Betrieb setzt, wobei eine Verzögerungseinrichtung (13) ein Abfallen der Halteschaltung (7, 10, 11) und damit ein Außer-Betrieb-Setzen des Scheibenwischerantriebs (4) beim Ausschalten des Zündschalters (3) für eine vorgegebene Zeitdauer verzögert, wobei der Scheibenwischerantrieb (4) bei erneutem Einschalten des Zündschalters (3) innerhalb der vorgegebenen Zeitdauer wieder in Betrieb gesetzt wird.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Steuerung eines Scheibenwischerantriebs, insbesondere für Kraftfahrzeuge, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie ein entsprechendes Verfahren zur Steuerung eines Scheibenwischerantriebs.

Herkömmliche Scheibenwischerantriebe für Kraftfahrzeuge umfassen einen Stromkreis, bei dem ein Ein-/Aus-Schalter für den Scheibenwischerantrieb mit einem Zündschalter des Kraftfahrzeugs in Reihe geschaltet ist. Ein Nachteil dieses herkömmlichen Scheibenwischerantriebs ist, dass bei erneutem Einschalten des Zündschalters gleichzeitig auch der Scheibenwischerantrieb in Betrieb gesetzt wird, wenn der Ein-/Aus-Schalter für den Scheibenwischerantrieb vorher eingeschaltet war und nicht ausgeschaltet worden ist. Dies kann zur Folge haben, dass es zu Beschädigungen an den Scheibenwischerblättern bei erneutem In-Betrieb-Setzen des Scheibenwischerantriebs kommen kann, z.B. wenn die Scheibenwischerblätter an der Windschutzscheibe festgefroren sind, oder zu Beschädigungen am Antriebsmotor oder am Wischergestänge infolge von Überlastung.

Eine Verbesserung dieses herkömmlichen Scheibenwischerantriebs beschreibt die Druckschrift DE 29 02 175. Darin wird eine Halteschaltung offenbart, die dafür sorgt, dass der zuvor eingeschaltete Scheibenwischerantrieb bei erneutem Einschalten der Zündung nicht wieder in Betrieb gesetzt wird. Dies überwindet zwar den oben genannten Nachteil, es wird hierbei jedoch als nachteilig empfunden, dass bei nur kurzzeitigem Abstellen des Kraftfahrzeugs bzw. Ausschalten der Zündung während einer Dauer von nur einigen Minuten die Scheibenwischer erneut vom Fahrer in Betrieb gesetzt werden müssen (z.B. bei Dauerregen).

Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Vorrichtung zur Steuerung eines Scheibenwischerantriebs bereitzustellen, der die oben genannten Nachteile vermeidet. Es ist außerdem eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Verfahren zur Steuerung eines Scheibenwischerantriebs bereitzustellen, der die oben genannten Nachteile vermeidet.

Diese Aufgaben werden mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 bzw. mit den Merkmalen des Patentanspruchs 7 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind jeweils in den Unteransprüchen angegeben.

Der Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt darin, dass der Scheibenwischerantrieb erst dann mittels einer Verzögerungseinrichtung automatisch abgeschaltet wird, sobald der Zündschalter für eine bestimmte Zeitdauer, z.B. über Nacht, ausgeschaltet bleibt. Dies stellt eine Erhöhung des Komforts dar, da der Fahrer nicht mehr daran denken muss, beim Abstellen des Fahrzeugs auch den Ein-/Aus-Schalter des Scheibenwischerantriebs auszuschalten.

Dabei ist die Zeitdauer, während der der Scheibenwischerantrieb bei erneutem Einschalten der Zündung wieder in Betrieb gesetzt wird, einstellbar, und zwar in einem Bereich von 1 bis 60 Minuten, insbesondere in einem Bereich von 1 bis 20 Minuten.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Verzögerungseinrichtung einen Eingang für ein Signal eines Temperatursensors, der eine außerhalb des Kraftfahrzeugs herrschende Umgebungstemperatur misst und ein entsprechendes Temperatursignal am Eingang bereitstellt, wobei in der Verzögerungseinrichtung ein Schwellenwert für die Temperatur abgelegt ist, unterhalb dessen die Verzögerungseinrichtung das Abfallen der Halteschaltung beim Ausschalten des Zündschalters nicht vermeidet, wobei die Ansteuerung des Scheibenwischerantriebs bei erneutem Einschalten des Zündschalters abgeschaltet ist. Bevorzugterweise liegt der Schwellenwert bei 0° Celsius oder niedriger. Dadurch werden Beschädigungen an dem Scheibenwischersystem, z.B. durch festgefrorene Wischerblätter, vermieden.

Bevorzugterweise umfasst die Verzögerungseinrichtung einen Timer, an dem die vorgebbare Zeitdauer einstellbar ist. Somit kann die Zeitdauer individuell an die Bedürfnisse des Fahrers angepasst werden.

Es ist auch vorgesehen, dass der Scheibenwischerantrieb durch den Fahrer mittels des Ein-/Aus-Schalters in Betrieb setzbar ist, und zwar für den Fall, dass die Halteschaltung beim Ausschalten des Zündschalters spannungsmäßig abgefallen und der Scheibenwischerantrieb außer Betrieb gesetzt ist.

Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert:

Dabei zeigt:

1 eine Steuerschaltung mit einem Zündschalter, einem Ein-/Aus-Schalter, einer Halteschaltung und einer Verzögerungseinrichtung.

In 1 ist eine Schaltung zum Ansteuern eines Scheibenwischerantriebs gemäß der Erfindung dargestellt. Dabei sind nur die Teile und Komponenten dargestellt, die zum Verständnis der Erfindung nötig sind.

In einem Stromkreis 1 sind ein Zündschalter 3, ein Scheibenwischerantrieb 4, ein Ein-/Aus-Schalter 5 und ein Halterelais 7 in Reihe angeordnet. Der Ein-/Aus-Schalter 5 ist durch eine Halteschaltung 10, in dem ein Kontakt 11 des Halterelais 7 liegt, überbrückt.

Wenn bei eingeschalteter Zündung 3 der Ein-/Aus-Schalter 5 eingeschaltet wird, fließt Strom durch die Wicklung des Halterelais 7, so dass der Kontakt 11 anzieht, d.h. geschlossen wird. Dadurch wird die Halteschaltung 10 geschlossen und der Ein-/Aus-Schalter 5 überbrückt. Die Halteschaltung 10 wird somit aufrechterhalten und die Stromzuführung zum Scheibenwischerantrieb 4 bleibt solange erhalten, bis durch Ausschalten des Zündschalters 3 beim Abstellen des Kraftfahrzeugs die Selbsthaltung unterbrochen wird.

Diese Selbsthaltung der Schaltung 10 kann allerdings auf folgende Weise selbst nach Ausschalten des Zündschalters 3 aufrechterhalten werden:

Mit dem Relais 7 ist eine Verzögerungseinrichtung 13, im in 1 dargestellten Beispiel ein herkömmlicher Timer, verbunden, wobei der Timer einen Ein-Zustand und einen Aus-Zustand aufweist. Im Ein-Zustand steuert der Timer das Relais 7 derart an, dass das Relais 7 den Kontakt 11 schließt, unabhängig davon, ob das Relais bestromt wird oder nicht. Im Aus-Zustand steuert der Timer das Relais 7 hingegen derart, dass das Relais 7 den Kontakt 11 öffnet, unabhängig davon, ob das Relais bestromt wird oder nicht. Als Verzögerungseinrichtung ist neben einem Timer auch jede andere Art einer Verzögerungseinrichtung vorstellbar.

Die Dauer des Ein-Zustands und des Aus-Zustands des Timers sind am Timer einstellbar. Hierbei ist z.B. für den Ein-Zustand eine Dauer von 20 Minuten vorstellbar. Es ist aber auch eine beliebige andere Zeitdauer vorstellbar. Der Ein-Zustand des Timers wird dann ausgelöst, wenn der Zündschalter 3 ausgeschaltet wird.

Wenn also das Fahrzeug abgestellt wird, d.h. der Zündschalter 3 ausgeschaltet wird, startet der Ein-Zustand des Timers für die zuvor eingestellte Zeitdauer und hält den Kontakt 11 geschlossen.

Wird die Zündung innerhalb dieser zuvor eingestellten Zeitdauer wieder eingeschaltet, startet auch der Scheibenwischerantrieb. Ist die Zeitdauer für den Ein-Zustand überschritten, d.h. der Timer ist im Aus-Zustand, dann steuert der Timer das Relais 7 derart an, dass der Kontakt 11 geöffnet wird. Wird jetzt die Zündung eingeschaltet, dann ist die Halteschaltung 10 bereits spannungsmäßig abgefallen, und der Scheibenwischerantrieb 4 kann nur durch Aus- und nochmaliges Einschalten des Ein-/Aus-Schalters 5 wieder in Betrieb gesetzt werden.

Wie in 1 weiterhin dargestellt ist, weist der Timer 13 auch einen Eingang 15 auf, an dem ein Temperatursensor 17 angeschlossen ist. Dieser Temperatursensor 17 misst die Umgebungstemperatur des Kraftfahrzeugs und stellt ein der gemessenen Temperatur entsprechendes Signal an dem Eingang 15 bereit. In dem Timer 13 ist in einer hier nicht abgebildeten integrierten Schaltung ein Temperatur-Schwellenwert abgelegt, der mit dem am Eingang 15 anliegenden Temperatursignal verglichen wird. Liegt der gemessene Temperaturwert unterhalb des Schwellenwertes, dann steuert der Timer 13 das Relais derart an, dass der Kontakt 11 geöffnet wird. Als Schwellenwert ist z.B. ein 0° Celsius entsprechender Wert vorstellbar, um somit zu verhindern, dass bei erneutem Einschalten des Zündschalters 3 der Scheibenwischerantrieb 4 in Betrieb gesetzt wird, wobei nämlich die Gefahr besteht, dass Wischerblätter an der Windschutzscheibe festgefroren sein könnten.

Als Schwellenwert sind aber auch andere Werte vorstellbar, wie z.B. 4° Celsius.

In einer weiteren Ausführungsform ist vorzugsweise das Relais 7 und/oder der Timer 13 mit einem Bordcomputer 18 oder ein Kombiinstrument 19 über eine Schnittstelle 20 verbunden. Die Schnittstelle 20 kann z. B. als Kabelverbindung oder als Datenbusverbindung ausgebildet sein. Abhängig von dem Bestromungszustand des Relais 7 und/oder von dem Betriebszustand des Timers 13 können von einem Fahrer Informationen über den Status und/oder Aktionen der Vorrichtung zur Steuerung des Scheibenwischerantriebes abgerufen werden. Beispielsweise kann der Schwellwert abgerufen werden, oder ob die Vorrichtung überhaupt aktiv ist und welche Zeitdauer eingestellt ist.


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Steuerung eines Scheibenwischerantriebs (4) für ein Kraftfahrzeug, umfassend:

– einen Eingang (2) für ein Signal, das über ein Einschalten eines Zündschalters (3) aktivierbar ist,

– einen Ein-/Aus-Schalter (5) für den Scheibenwischerantrieb (4), und

– eine Halteschaltung (7, 10, 11), die bei eingeschaltetem Zündschalter (3) und nachfolgender Betätigung des Ein-/Aus-Schalters (5) erregbar ist und den Scheibenwischerantrieb (4) in Betrieb setzt,

dadurch gekennzeichnet, dass

eine Verzögerungseinrichtung (13) vorgesehen ist, die ein Abfallen der Halteschaltung (7, 10, 11) und damit ein Außer-Betrieb-Setzen des Scheibenwischerantriebs (4) beim Ausschalten des Zündschalters (3) für eine vorgegebene Zeitdauer verzögert, wobei der Scheibenwischerantrieb (4) bei erneutem Einschalten des Zündschalters (3) innerhalb der vorgegebenen Zeitdauer wieder in Betrieb gesetzt wird.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgebbare Zeitdauer, während der die Verzögerungseinrichtung (13) das Abfallen der Halteschaltung (7, 10, 11) beim Ausschalten des Zündschalters (3) vermeidet, in einem Bereich von 1 bis 60 Minuten, insbesondere in einem Bereich von 1 bis 20 Minuten liegt. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzögerungseinrichtung (13) einen Eingang (15) für ein Signal eines Temperatursensors (17) umfasst, der eine außerhalb des Kraftfahrzeugs herrschende Umgebungstemperatur misst und ein entsprechendes Temperatursignal am Eingang (15) bereitstellt, dass in der Verzögerungseinrichtung (13) ein Schwellenwert für die Temperatur abgelegt ist, unterhalb dessen die Verzögerungseinrichtung (13) das Abfallen der Halteschaltung (7, 10, 11) beim Ausschalten des Zündschalters (3) nicht vermeidet, wobei die Ansteuerung des Scheibenwischerantriebs (4) bei erneutem Einschalten des Zündschalters (3) abgeschaltet ist. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei der Schwellenwert bei 4° Celsius oder niedriger liegt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Verzögerungseinrichtung (13) einen Timer umfasst, an dem die vorgebbare Zeitdauer einstellbar ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Scheibenwischerantrieb (4) von einem Nutzer mittels des Ein-/Aus-Schalters (5) in Betrieb setzbar ist, und zwar für den Fall, dass die Halteschaltung (7, 10, 11) beim Ausschalten des Zündschalters (3) spannungsmäßig abgefallen und der Scheibenwischerantrieb (4) außer Betrieb gesetzt ist. Verfahren zum Steuern eines Scheibenwischerantriebs (4) für ein Kraftfahrzeug, umfassend:

– Erzeugen eines Signals, und

– In-Betrieb-Setzen des Scheibenwischerantriebs (4),

dadurch gekennzeichnet, dass

nach einem Ausschalten des Zündschalters (3) und des Außer-Betrieb-Setzens des Scheibenwischerantriebs (4) bei erneutem Einschalten des Zündschalters (3) innerhalb der vorgegebenen Zeitdauer der Scheibenwischerantrieb (4) wieder in Betrieb gesetzt wird.
Verfahren nach Anspruch 7, umfassend:

Bereitstellen eines Signals eines Temperatursensors (17), wobei der Temperatursensor (17) eine außerhalb des Kraftfahrzeugs herrschende Umgebungstemperatur misst, und

Bereitstellen eines Schwellenwerts für die Temperatur, wobei unterhalb dieses Schwellenwerts beim erneuten Einschalten des Zündschalters (3) der Scheibenwischerantrieb (4) nicht eingeschaltet wird.
Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, wobei der Scheibenwischerantrieb (4) von einem Nutzer durch Betätigung eines Ein-/Aus-Schalters (5) in Betrieb oder außer Betrieb gesetzt wird.






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