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Dokumentenidentifikation DE19949250B4 21.06.2007
Titel Verfahren zum automatischen Auffinden eines AM-Rundfunkprogramms
Anmelder Harman Becker Automotive Systems GmbH, 76307 Karlsbad, DE
Erfinder Albicker, Bernhard, 76307 Karlsbad, DE
Vertreter Patentanwälte Westphal Mussgnug & Partner, 78048 Villingen-Schwenningen
DE-Anmeldedatum 13.10.1999
DE-Aktenzeichen 19949250
Offenlegungstag 19.04.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.2007
IPC-Hauptklasse H03J 7/18(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04H 1/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum automatischen Auffinden eines AM-Rundfunkprogramms.

Es sind AM-Rundfunkempfänger bekannt, die im AM-Rundfunkband einen Rundfunkprogrammsuchlauf durchführen. Dabei wird der AM-Rundfunkempfänger in diskreten Schritten über das gesamte AM-Rundfunkband durchgestimmt und bei jeder eingestellten Frequenz die empfangene Feldstärke als Maß für die Empfangsqualität auf der eingestellten Frequenz bestimmt und bei Überschreiten einer Empfangsqualitätsschwelle der Programmsuchlauf unterbrochen und der AM-Rundfunkempfänger dauerhaft auf dieses Rundfunkprogramm eingestellt.

Ist die Empfangsqualität auf der eingestellten AM-Frequenz niedriger als die vorgegebene Empfangsqualitätsschwelle, so wird der Durchstimmvorgang fortgesetzt, bis entweder ein AM-Rundfunkprogramm von ausreichender Empfangsqualität gefunden oder das gesamte Band durchgestimmt wurde. Diese AM-Rundfunkempfänger zeigen ein unbefriedigendes Abstimmverhalten.

Die DE 44 41 794 C2 beschreibt eine Verfahren zur Bewertung der Empfangsqualität von Rundfunkssignalen auf einem eingestellten zuhörenden Kanal, bei welchem ein Qualitätswert in Abhängigkeit von mindestens einer für die Empfangsqualität des auf dem eingestellten Kanal empfangenen Signals charakteristischen Messgröße bestimmt wird.

Die US 5,555,451 beschreibt ein Verfahren zur Bestimmung der Empfangsqualität eines AM-Rundfunkssignals durch Modifizieren des Zwischenfrequenzsignals, wobei die Audioinformation, welche auf den Träger auf moduliert ist, entfernt wird, das im Rundfunkssignal enthaltene Rauschen jedoch erhalten bleibt.

Die WO 99/49581 A2 beschreibt ebenfalls eine Vorrichtung zur Bestimmung der Qualität eines AM-Rundfunksignals.

In der GB 2 040 622 ist ein AM-Rundfunkempfänger beschrieben.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum automatischen Auffinden eines Rundfunkprogramms anzugeben, welches ein verbessertes Abstimmverhalten zeigt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zum automatischen Auffinden von AM-Rundfunkprogrammen mit den Merkmalen des Anspruchs 1 oder des Anspruchs 2 gelöst.

Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Erfindungsgemäß wird bei dem Verfahren zum automatischen Auffinden eines AM-Rundfunkprogramms stets die Empfangslage auf den benachbarten AM-Frequenzen zu der aktuell abgestimmten und zu untersuchenden AM-Frequenz berücksichtigt. Dies erfolgt dadurch, dass die Feldstärke auf der Nachbarfrequenz bestimmt wird und bei der Beurteilung der Empfangsqualität auf der eingestellten, zu untersuchenden AM-Frequenz Berücksichtigung findet.

Ist auf den unmittelbar benachbarten AM-Frequenzen ein AM-Rundfunksignal von merklicher Feldstärke aufzufinden, so wird dies bei der Bestimmung der Gesamtempfangsqualität dahingehend berücksichtigt, dass die eigentliche Empfangsqualität auf der zu untersuchenden AM-Frequnz um einen Störwert erniedrigt wird. Ist keine Feldstärke auf den benachbarten Frequenzen festzustellen, so wird die Gesamtempfangsqualität gleich der Empfangsqualität gleichgesetzt. In diesem Fall findet keine Erniedrigung aufgrund der auf den Nachbarkanälen empfangenen AM-Signale statt.

Mit dieser Korrektur der Empfangsqualität zu der Gesamtempfangsqualität ist es möglich, ein Maß für die tatsächliche Qualität des AM-Rundfunkprogramms, wie es sich den Benutzern darstellt, festzulegen. Dieses Maß ist wesentlich weniger durch die störenden Nachbarkanalsignale beinflußt als die Empfangsqualität, die nur die Feldstärke und/oder ein anderes Kriterium der aktuell eingestellten, zu untersuchenden AM-Frequenz berücksichtigt. Mit dieser optimierten Bewertung der Qualität von empfangenen Rundfunksignalen ist es möglich das Auffinden von AM-Rundfunkprogrammen mit guter Empfangsqualität zu verbessern und den Empfang von allen Rundfunkprogrammen mit schlechter Empfangsqualität zu verhindern oder zumindest merklich einzuschränken. Insbesondere unterliegt das erfindungsgemäße Verfahren nicht in dem Maße einer Störung, die eine bessere Empfangsqualität auf dem zu untersuchenden, aktuell eingestellten AM-Rundfunkkanal (AM-Frequenz) vortäuscht, da Empfangssignale respektiv ein Anteil der Empfangsfeldstärken der benachbarten AM-Rundfunkkanäle auf den zu überprüfenden AM-Rundfunkkanal überschwappen und das dortige Signal nicht nur stören sondern ein AM-Rundfunksignal von besonders hoher Feldstärke und damit von vermeintlich hoher Empfangsqualität vortäuscht. Mithin zeigt die Erfindung ein Verfahren zum automatischen Auffinden eines AM-Rundfunkprogramms, das die tatsächliche Qualität des AM-Rundfunkprogramms der weiteren Beurteilung und dem weiteren Verfahrensablauf zugrundelegt.

Dabei zeigt die Erfindung zwei Ausführungsformen. Eine Ausführungsform betrifft das Durchstimmen des AM-Frequenzbandes bis ein Rundfunkprogramm mit ausreichender in Gesamtempfangsqualität aufgefunden ist, wobei der AM-Rundfunkempfänger auf die AM-Empfangsfrequenz des Rundfunkprogramms mit ausreichend Gesamtempfangsqualität eingeschaltet wird und dieses AM-Rundfunkprogramm dem Benutzer zum Hören zur Verfügung gestellt wird, Die andere Ausführungsform betrifft ein Durchstimmvorgang des gesamten AM-Frequenzbandes, bei dem die einzelnen AM-Rundfunkfrequenzen untersucht werden und die AM-Empfangsfrequenzen mit ausreichender Gesamtempfangsqualität, also bei möglicherweise gegebener Berücksichtigung eines die Empfangsqualität erniedrigenden Störwertes, abgespeichert werden und durch Betätigung entsprechender Tasten am AM-Rundfunkempfänger zur Abstimmung aufgerufen werden können. Vorzugsweise werden dabei die AM-Rundfunkprogramme gesamtqualitätswertabhängig einzelnen Tasten des AM-Rundfunkempfängers zugeordnet. Dabei erfolgt die Abspeicherung des AM-Rundfunkprogrammes mit den zugehörigen Gesamtqualitätswerten in einem spezifischen AM-Rundfunkprogrammspeicher. Dieser AM-Rundfunkprogrammspeicher enthält Informationen über die AM-Rundfunkfrequenz, das kann in Form der für die Abstimmung erforderlichen Abstimmspannung sein oder auch durch eine diskrete Frequenzangabe, und den zugehörenden Empfangsqualitätswert, der die Empfangslage auf den benachbarten Empfangsfrequenzen mittels eines erniedrigenden Störwertes berücksichtigt.

Vorzugsweise wird der Durchstimmvorgang ohne Bestimmung der Feldstärke auf den benachbarten AM-Frequenzen fortgesetzt, falls die Empfangsqualität, die vorzugsweise anhand der empfangenen Feldstärke auf der zu untersuchenden AM-Empfangsfrequenz bestimmt wird, einen unteren Schwellenwert unterschreitet. In diesem Fall kann auf die Untersuchung der Nachbarfrequenzen verzichtet werden und zur Erreichung eines schnelleren Auffindens direkt die nächste zu untersuchende AM-Empfangsfrequenz untersucht werden. Dabei hat es sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, die beim Durchstimmvorgang bereits ermittelten Feldstärkewerte der bereits untersuchten AM-Frequenzen zwischenzuspeichern und bei der Beurteilung der Empfangsqualität einer zu untersuchenden Empfangsfrequenz im Hinblick auf eine Berücksichtigung in Form eines Störwertes bei Vorliegen einer ausreichenden Empfangsfeldstärke auf der benachbarten zuvor untersuchten AM-Frequenz zu berücksichtigen. Hierdurch läßt sich die Geschwindigkeit für das Auffinden von AM-Rundfunkprogrammen mit ausreichender Gesamtempfangsqualität erheblich steigern.

Es hat sich besonders bewährt, die Empfangsqualität der zu untersuchenden AM-Rundfunkfrequenz anhand des Feldstärkesignals auf dieser Frequenz zu bestimmen und dabei auch zu überprüfen, ob das Feldstärkesignal in seinem zeitlichen Verlauf Veränderungen aufweist. Bei Vorliegen signifikanter Veränderungen wird der Durchstimmvorgang ohne eine weitere Untersuchung und Berücksichtigung der Empfangslage auf den Nachbarfrequenzen fortgesetzt. Damit gelingt es sowohl die Geschwindigkeit für das Auffinden von einem Rundfunkprogramm mit ausreichender Gesamtempfangsqualität zu beschleunigen als auch die Qualität des Auffindens von einem Rundfunkprogramm mit ausreichender Qualität zu verbessern und gestörtem AM-Rundfunkprogramm weniger aufzusitzen.

Zur Feststellung einer zeitlichen Veränderung des Empfangssignals der zu untersuchenden AM-Empfangsfrequenz hat es sich bewährt, kurzzeitig hintereindander mehrere Stichproben der Empfangsfeldstärke des zu untersuchenden AM-Empfangssignals auf der relevanten AM-Empfangsfrequenz zu nehmen und diese auf ihre Veränderung zu untersuchen, wobei bei Vorliegen einer signifikanten Variation der Feldstärkewerte der Stichproben eine Modulation des AM-Rundfunksignals auf der zu untersuchenden AM-Frequenz nachgewiesen ist, weshalb diese AM-Empfangsfrequenz nicht zur Wiedergabe vorgesehen werden kann. Dementsprechend wird der Durchstimmvorgang nach Feststellung einer Modulation des Feldstärkesignals unmittelbar fortgesetzt und die nächste AM-Empfangsfrequenz auf ihre Eignung als wiederzugebende AM-Rundfunkfrequenz für ein AM-Rundfunkprogramm mit ausreichender Qualtiät untersucht. Dabei werden die Stichproben bevorzugt kurzzeitig hintereinander und in einer Anzahl größer als drei genommen. Hierdurch ist eine sichere Beurteilung über das Vorliegen einer Modulation möglich.

Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, die festgestellten Feldstärkenwerte bzw. die festgestellten Empfangsqualitäten für die einzelnen untersuchten AM-Empfangsfrequenzen abzuspeichern, wofür das betreffende AM-Rundfunkempfangsgerät einen entsprechenden Speicher zur Abspeicherung der Werte der Feldstärke bzw. Empfangsgaulitäten aufweist. Diese abgespeicherten Werte werden bei der Bewertung einer Gesamtempfangsqualität insbesondere im Hinblick auf die Feldstärke auf den benachbarten Empfangsfrequenzen berücksichtigt, wobei nicht nur die unmittelbar benachbarten AM-Empfangsfrequenzen berücksichtigt werden, sondern bevorzugt alle benachbarten AM-Empfangsfrequenzen in einem Bereich von 2 kHz oberhalb und unterhalb der zu untersuchenden AM-Empfangsfrequenz. Durch die Abspeicherung und Auswertung der abgespeicherten Qualitätswerte bzw. Feldstärkewerte ist eine optimierte und schnelle Gesamtqualitätsbewertung der zu untersuchenden AM-Frequenzen gegeben, die der tatsächlich wiedergegebenen Qualität des AM-Rundfunkprogramms zumindest nahekommt. Durch die Berücksichtigung der über die unmittelbar benachbarten Frequenzen hinausgehenden Nachbarfrequenzen ist eine optimierte Bewertung der Gesamtempfangsqualität gegeben. Dabei werden die weiter entfernten benachbarten Frequenzen weniger stark bei der Bewertung berücksichtigt, wodurch durch sie eine weniger starke Erniedrigung bewirken, indem für sie ein geringerer Störwert zur Anwendung gelangt.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der 1 dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.

In 1 ist ein AM-Rundfunkempfänger dargestellt, dem eine Antenne 1 und ein Lautsprecher 2 zugeordnet sind. Über die Antenne 1 werden die AM-Rundfunksignale empfangen und einem AM-Tuner 3 in dem AM-Rundfunkempfänger zugeführt. Der AM-Tuner 3 zeigt den bekannten Aufbau eines derartigen Empfängers. Er ist mit der Steuereinheit 4 des AM-Rundfunkempfängers verbunden und wird durch diese so gesteuert, dass der AM-Tuner 3 auf ganz bestimmte AM-Rundfunkempfangsfrequenzen eingestellt werden kann. Insbesondere kann der AM-Tuner 3 durch die Steuereinheit 4 so eingestellt werden, dass er in diskreten Schritten (... Fn-1, Fn, Fn+1 ...) über das gesamte AM-Rundfunkfrequenzband durchgestimmt werden kann. Der AM-Tuner 3 ist mit einer Qualitätsbewertungseinheit 5 verbunden, die die Empfangsqualität insbesondere die Feldstärke des empfangenen AM-Rundfunksignals auf der abgestimmten AM-Rundfunkfrequenz bestimmt. Der Wert der Empfangsqualität bzw. der Wert der ermittelten Feldstärke wird von der Qualitätbewertungseinheit 5 der Steuereinheit 4 zugeführt. Mit Hilfe dieser zugeführten Werte wird der AM-Tuner 3 zielgerichtet gesteuert.

Ist ein gewünschtes Rundfunkprogramm mit ausreichender Qualität festgestellt und dauerhaft eingestellt worden, so wird das durch den AM-Tuner 3 aufbereitete empfangene AM-Rundfunksignal durch die Verstärkerstufe 6 verstärkt und an den Lautsprecher 2 weitergeleitet, der das elektrische Audiosignal in ein akustisches Audiosignal wandelt. Dabei ist der Verstärker 6 mit der Steuereinheit 4 über eine Steuerleitung dahingehend verbunden, dass der Verstärker bei Nichtvorliegen einer nicht ausreichenden Qualität des eingestellten AM-Rundfunkprogramms der Verstärker 6 gemutet wird und dadurch das anliegende AM-Rundfunksignal nicht an den Lautsprecher 2 weitergegeben wird. Der Steuereinheit 4 ist ein Speicher 7 zugeordnet, in dem die ermittelten Feldstärkewerte und Qualitätswerte frequenzselektiv abgelegt werden und bei Bedarf durch die Steuereinheit 4 wieder ausgelesen werden können.

Der AM-Rundfunkempfänger wird zur Auffindung eines AM-Rundfunkprogramms mit ausreichender Empfangsqualität so durch die Steuereinheit 4 gesteuert, dass der AM-Tuner 3 in diskreten Schritten durch das AM-Frequenzband durchgestimmt wird, wobei zur Beurteilung der Empfangsqualität einer zu beurteilenden AM-Rundfunkfrequenz Fn auch die Empfangslage auf den benachbarten Empfangsfrequenzen Fn-1 und Fn+1 Berücksichtigung findet. Dies erfolgt dadurch, dass bei Detektion einer relevanten Empfangsfeldstärke auf der benachbarten Empfangsfrequenz die unmittelbar gemessene Empfangsqualität auf der zu untersuchenden Empfangfrequenz Fn um einen festgelegten Störwert erniedrigt wird. Wogegen bei Nichtvorliegen einer relevanten Empfangsfeldstärke auf den benachbarten AM-Empfangsfrequenzen keine Erniedrigung vorgenommen wird. Die um den Störwert erniedrigte bzw. die nicht erniedrigte auf der zu untersuchenden AM-Empfangsfrequenz gemessene, bestimmte Empfangsqualität stellt die Gesamtempfangsqualität auf der untersuchten AM-Empfangsfrequenz dar. Liegt diese Gesamtempfangsqualität oberhalb eines Qualitätsgrenzwertes, so ist eine ausreichende Stoppbedingung für das Abbrechen des Programmsuchlaufes gegeben. Dies führt dazu, dass ein Fortsetzen des Durchstimmvorgangs abgebrochen wird und der AM-Tuner 3 auf diese AM-Empfangsfrequenz mit der ausreichenden Gesamtempfangsqualität eingestellt wird oder dort eingestellt verbleibt und der Verstärker 6 aus dem Mutezustand heraus durchgeschaltet wird. Hierdurch wird das empfangene AM-Signal über den AM-Tuner 3 dem Verstärker 6 zugeführt, der das elektrische AM-Audiosignal verstärkt und es dem Lautsprecher 2 zur Wandlung in ein akustisches AM-Audiosignal zuführt.

Unterschreitet die Gesamtempfangsqualität, die die Empfangslage auf den benachbarten AM-Frequenzen berücksichtigt, diesen oberen Schwellwert, so wird der AM-Tuner 3 durch die Steuereinheit 4 auf die nächste zu untersuchende AM-Empfangsfrequenz, das heißt von der Frequenz Fn zu der Frequenz Fn+1 durchgestimmt. Die beiden Frequenzen unterscheiden sich um die durch die AM-Frequenzrasterung vorgegebene diskrete Frequenzdifferenz. Diese AM-Frequenzrasterung ist durch das AM-Frequenzband fest vorgegeben. Das Durchstimmen der AM-Frequenzen erfolgt somit in diskreten Schritten entsprechend dem AM-Frequenzrastermaß.

Bei der Beurteilung der neu zu untersuchenden AM-Empfangsfrequenz Fn+1 wird auf die bereits zuvor bestimmte Empfangsqualität respektive die Empfangsfeldstärke auf der ihr benachbarten AM-Empfangsfrequenz Fn zurückgegriffen, die in der Speichereinheit 7 abgelegt wurde. Damit wird nur die Empfangslage auf der anderen unmittelbar benachbarten AM-Empfangsfrequenz Fn+2 bestimmt und bei der Bewertung der Gesamtempfangsqualität der AM-Empfangsfrequenz Fn+1 berücksichtigt. Um die Empfangslage auf der AM-Empfangsfrequenz Fn+1 zu bestimmen, wird kurzfristig der AM-Tuner 3 auf die AM-Empfangsfrequenz Fn+2 umgeschaltet und die dort vorliegende Empfangsfeldstärke bestimmt, in der Speichereinheit 7 abgelegt und in der Steuereinheit 4 zur Bestimmung der Gesamtempfangsqualität in der vorbeschriebenen Weise berücksichtigt. Erfolgt die Beurteilung der Gesamtempfangsqualität in der Steuereinheit 4 merklich langsamer als die Zeit, die für ein Umschalten auf die zu beurteilende AM-Empfangsfrequenz Fn+1 benötigt wird, so wird nach der Feststellung der Empfangsfeldstärke auf der benachbarten AM-Empfangsfrequenz Fn+2 der AM-Tuner 3 auf die zu untersuchende AM-Empfangsfrequenz Fn+1 zurückgestellt. Hierdurch wird bei Feststellung einer ausreichenden Gesamtempfangsqualität sichergestellt, dass ein unmittelbares Durchschalten des Verstärkers 6 zur Wiedergabe des empfangenen AM-Rundfunkprogramms auf der AM-Rundfunkfrequenz mit ausreichender Gesamtempfangsqualität unmittelbar möglich ist.

Erweist sich aber das Auswerten relativ zu den Umschaltvorgängen des AM-Tuners 3 als schneller, so wird das Rücksetzen des AM-Tuners 3 auf die zu untersuchende AM-Empfangsfrequenz Fn+1 nicht sofort vorgenommen. Hierdurch gelingt es, bei Vorliegen einer nicht ausreichenden Gesamtempfangsqualität auf der AM-Empfangsfrequenz Fn+1 die Voraussetzungen für ein schnelles Bestimmen der Gesamtempfangsqualität auf der dieser benachbarten AM-Empfangsfrequenz zu schaffen. Hierdurch gelingt es, das Verfahren zum automatischen Auffinden von AM-Rundfunkprogrammen mit ausreichender Empfangsqualität wesentlich schneller abzuschließen.

Weiterhin ist es möglich, den AM-Rundfunkempfänger in einem AM-Rundfunkprogramm-Autostorebetrieb zu betreiben, in dem das gesamte AM-Rundfunkband Schritt für Schritt durchgestimmt wird und jede der AM-Empfangsfrequenzen auf ihre Gesamtempfangsqualität, also die Empfangsqualität unter Berücksichtigung der Empfangslage auf den ihr benachbarten Empfangsfrequenzen, untersucht wird. Dabei wird die festgestellte Gesamtempfangsqualität für jede AM-Empfangsfrequenz qualitätsabhängig in dem AM-Programmspeicher, der mit der Speichereinheit 7 zusammenfällt, abgelegt, wodurch es möglich ist, zielgerichtet die AM-Rundfunkprogramme mit den höchsten Gesamtqualitätswerten zielgerichtet anhand der Daten in der Speichereinheit 7 aufzurufen. Dabei sind diese AM-Rundfunkprogramme mit den besten Gesamtempfangsqualitätswerten jeweils einer Stationstaste des Tastenfeldes 8 des Rundfunkempfängers zugeordnet, wodurch bei Betätigung einer dieser Tasten das ihr entsprechende AM-Rundfunkprogramm aus der Speichereinheit 7 durch die Steuereinheit 4 ausgelesen wird und der AM-Tuner 3 durch die Steuereinheit 4 gesteuert, so abgestimmt wird, dass die AM-Rundfunkfrequenz dieses AM-Rundfunkprogramm eingestellt und über den durchgeschalteten Verstärker 6 mittels des Lautsprechers 2 zur Wiedergabe gebracht wird.

1
Antenne
2
Lautsprecher
3
AM-Tuner
4
Steuereinheit
5
Qualitätsbewertungseinheit
6
mutefähiger Verstärker
7
Speichereinheit, AM-Rundfunkprogrammspeicher
8
Tastenfeld


Anspruch[de]
Verfahren zum automatischen Auffinden eines AM-Rundfunkprogramms, bei dem ein AM-Rundfunkempfänger in diskreten Schritten durchgestimmt wird, wobei bei jeder eingestellten AM-Frequenz die Empfangsqualität auf der aktuell eingestellten AM-Frequenz bestimmt wird, die Feldstärke auf den Nachbarfrequenzen bestimmt wird und im Falle einer Detektion einer Feldstärke bei den Nachbarfrequenzen, diese bei der Bestimmung der Gesamtempfangsqualität Berücksichtigung finden, indem die Empfangsqualität um einen Störwert erniedrigt wird und anschließend die Gesamtempfangsqualität mit einem oberen Qualitätsgrenzwert verglichen und bei Überschreiten des oberen Qualitätsgrenzwertes der Durchstimmvorgang des AM-Rundfunkempfängers abgebrochen und der AM-Rundfunkempfänger auf die AM-Frequenz mit ausreichender Gesamtempfangsqualität eingestellt wird, während andernfalls der Durchstimmvorgang fortgesetzt wird. Verfahren zum automatischen Auffinden und Abspeichern von AM-Rundfunkprogrammen, bei dem ein AM-Rundfunkempfänger in diskreten Schritten durchgestimmt wird, wobei bei jeder eingestellten AM-Frequenz die Empfangsqualität auf der aktuell eingestellten AM-Frequenz bestimmt wird, die Feldstärke auf den Nachbarfrequenzen bestimmt wird und im Fall einer Detektion einer Feldstärke bei den Nachbarfrequenzen, diese bei der Bestimmung der Gesamtempfangsqualität Berücksichtigung findet, indem die Empfangsqualität um einen Störwert erniedrigt wird und anschließend die Gesamtempfangsqualtität mit einem oberen Qualitätsgrenzwert verglichen und bei Überschreitung des oberen Grenzwertes die AM-Frequenz mit der ausreichenden Gesamtempfangsqualtität in einem AM-Rundfunkprogrammspeicher (7) abgespeichert wird und anschließend der Durchstimmvorgang mit der Bewertung der Gesamtempfangsqualität fortgesetzt wird bis das gesamte AM-Frequenzband durchgestimmt wurde, wobei die abgespeicherten AM-Frequenzen durch Betätigen von Tasten des AM-Rundfunkempfängers zur Abstimmung aufgerufen werden können. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Bestimmung der Empfangsqualität, diese mit einem Minimalqualitätswert verglichen wird und bei Unterschreiten dieses Minimalqualitätswertes der Durchstimmvorgang ohne Bestimmung der Feldstärke auf den Nachbarfrequenzen fortgesetzt wird, während ansonsten die Bestimmung der Feldstärke auf den Nachbarfrequenzen und deren Berücksichtigung bei der Gesamtempfangsqualität vorgenommen wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feldstärke als Maß für die Empfangsqualität Verwendung findet. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 4 oder 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Feldstärkesignal auf seinen zeitlichen Verlauf untersucht wird und dass bei Vorliegen einer zeitlichen Veränderung auf der auf die Empfangsqualität zu untersuchenden AM-Frequenz, der Durchstimmvorgang ohne Bestimmung der Feldstärke auf den Nachbarfrequenzen fortgesetzt wird, während ansonsten die Bestimmung der Feldstärke auf den Nachbarfrequenzen und deren Berücksichtigung bei der Gesamtfrequenz vorgenommen wird. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Untersuchung des zeitlichen Verlaufs des Feldstärkesignals von diesem mehrere Stichproben genommen und diese auf ihre Variation untersucht werden und bei Vorliegen signifikanter Variationen der Durchstimmvorgang ohne Bestimmung der Feldstärke auf den Nachbarfrequenzen fortgesetzt wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Speichereinheit (7) zur Abspeicherung der Werte der Feldstärke bzw. der Empfangsqualität vorgesehen ist und dass bei dem Durchstimmvorgang jede AM-Frequenz nur ein einziges Mal zur Bestimmung der Feldstärke bzw. Empfangsqualität eingestellt und untersucht wird und die Feldstärke bzw. die Empfangsqualität abgespeichert und bei einem späteren Bedarf aus der Speichereinheit (7) ausgelesen und nicht erneut bestimmt wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bewertung der Gesamtempfangsqualität die Nachbarfrequenzen in einem Bereich von 2 kHz oberhalb und unterhalb der AM-Frequenz, welche auf die Gesamtempfangsqualität untersucht wird, berücksichtigt werden.






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