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Dokumentenidentifikation DE202007003872U1 21.06.2007
Titel Brillenlinse und Gussform zur Herstellung derselben
Anmelder Polyray Corporation, Tainan City, TW
Vertreter PAe Reinhard, Skuhra, Weise & Partner GbR, 80801 München
DE-Aktenzeichen 202007003872
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 21.06.2007
Registration date 16.05.2007
Application date from patent application 15.03.2007
IPC-Hauptklasse G02C 7/12(2006.01)A, F, I, 20070315, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G02C 7/02(2006.01)A, L, I, 20070315, B, H, DE   B29D 11/00(2006.01)A, L, I, 20070315, B, H, DE   G02B 1/10(2006.01)A, L, I, 20070315, B, H, DE   G02B 5/30(2006.01)A, L, I, 20070315, B, H, DE   B29C 45/26(2006.01)A, L, I, 20070315, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Brillenlinse und eine Gussform zur Herstellung derselben, wobei ein Polarisationsfilm präzis auf einer Brillenlinse angebracht werden kann, ohne dabei von dem richtigen Winkel und von der richtigen Stellung abzuweichen.

Die Brillenlinsen, die in einer handelsüblichen Sonnenbrille eingesetzt werden, sind aus Kunststoff vorgefertigt, und zwar in einer vorgesehenen Form und mit einer vorgesehenen Wölbung und Dicke. Dann werden diese vorgefertigten Brillenlinsen durch ein Dünnschichtaufdampfungs- bzw. ein Tönungsverfahren nachbehandelt, sodass eine UV-Schutzschicht auf ihrer Außenoberfläche entsteht. Schließlich werden diese Kunststofflinsen mit der UV-Schutzschicht in erforderliche Größe und Form geschnitten, damit sie sich an die jeweiligen Fassungen der Sonnenbrille anpassen können.

Die durch das oben erwähnte Verfahren zusätzlich auf den Kunststofflinsen angebrachte UV-Schutzschicht kann in der praktischen Anwendung leider die UV-Strahlen, die für die Augen schädlich sind, nicht genügend vom Auge abhalten, sodass sich der Benutzer, der so eine Sonnenbrille trägt, wegen des mangelhaften UV-Schutzes unwohl fühlt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Brillenlinse und eine Gussform zur Herstellung derselben zu schaffen, der durch einfache Maßnahmen die oben genannten Nachteile vermeidet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Brillenlinse und eine Gussform zur Herstellung derselben, die die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale aufweist.

Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.

Die Spritzgussform zur Herstellung einer vorgefertigten Brillenlinse besteht aus:

einer unteren Formhälfte, deren vier Ecken je eine Erhöhung aufweisen, wobei der von diesen vier Erhöhungen begrenzte Bereich zum Aufbringen eines Polarisationsfilms dient; und

einer oberen Formhälfte, welche, wenn sie sich mit der unteren Formhälfte zusammenschließt, einen Raum bildet, in den der Kunststoff in geschmolzenem Zustand eingespritzt wird, so dass der eingegossene Kunststoff nach der Erstarrung wieder in Kunststofflinse verwandelt wird. Dann wird der Polarisationsfilm präzise auf der Oberfläche der Brillenlinse angebracht, ohne dabei von dem richtigen Winkel und Platz abzuweichen, was den Prozentsatz der qualifizierten Produkte bei der Herstellung der mit einem Polarisationsfilm versehenen Brillenlinsen steigert.

Eine Mehrzahl von Zentrierstiften ist an der oberen Formhälfte angeordnet, damit der Polarisationsfilm ohne Verschiebung auf der Brillenlinse angebracht werden kann.

So ist die Außenoberfläche einer vorgenannten Brillenlinse mit einem Polarisationsfilm überzogen, der dazu beträgt, die durch die Linse kommenden Strahlen durch Polarisation vom Auge abzuhalten.

Im Folgenden werden die Erfindung und deren Ausgestaltungen im Zusammenhang mit den Figuren näher erläutert. Es zeigen:

1 eine perspektivische Explosionszeichnung einer erfindungsgemäßen Spritzgussform zur Herstellung einer Brillenlinse;

2 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Spritzgussform zur Herstellung einer Brillenlinse im Zusammenbauzustand;

3 eine Perspektivansicht einer erfindungsgemäßen Brillenlinse mit Polarisationsfilm;

4 eine Perspektivansicht einer erfindungsgemäßen Brillenlinse (ohne Polarisationsfilm);

5 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Brillenlinse (ohne Polarisationsfilm); und

6 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Brillenlinse (ohne Polarisationsfilm), gesehen aus einer anderen Richtung.

Wie in der 1 dargestellt besteht die erfindungsgemäße Spritzgussform aus einer unteren Formhälfte 1 und einer oberen Formhälfte 2. Die Kopfseite 11 der unteren Formhälfte 1 weist eine bogenförmige Oberfläche auf, die nach innen gewölbt ist, und besitzt an ihren vier Ecken je eine Erhöhung. Der Bereich, der von vier Erhöhungen begrenzt ist, dient zum Aufbringen eines Polarisationsfilms 3. Der Polarisationsfilm 3 wird unmittelbar auf die Kopfseite 11 der unteren Formhälfte 1 aufgebracht und von den vier Erhebungen 12 festgehalten, sodass der Polarisationsfilm 3 fest an der Kopfseite 11 zentriert wird. Die untere Stirnseite 21 der oberen Formhälfte 2 weist dementsprechend eine nach außen gewölbte Oberfläche auf, welche mit der Form der Kopfseite 11 der unteren Formhälfte 1 übereinstimmt. Die untere Stirnseite 21 erstreckt sich nach unten bis zu den Stellen, wo eine Mehrzahl von Zentrierstiften 22 steht.

Wenn sich die untere Formhälfte 1 mit der oberen Formhälfte 2 zusammenschließt, wird der Polarisationsfilm 3 noch besser zentriert und festgehalten, weil er zusätzlich durch eine Mehrzahl von Zentrierstiften 22 nach unten gedrückt wird. Wie in der 2 dargestellt entsteht ein Raum S zwischen der Kopfseite 11 und der unteren Stirnseite 21. Der Raum S dient zur Aufnahme des im geschmolzenen Zustand eingegossenen Kunststoffs. Nach dem Erstarren wird der Kunststoff in Brillenlinse 5 verwandelt. Im Bezug auf 3 liegen die vier Ecken der Außenoberfläche der Brillenlinse 5 jeweils an der entsprechenden Stelle, wo die Erhebung 12 der unteren Formhälfte 1 steht, so dass je eine Vertiefung 51 ausgebildet ist. Da der vorgenannte Kunststoff im geschmolzenen Zustand eine hohe Anhaftkraft aufweist, wird die Außenoberfläche der Brillenlinse 5 nach dem Erstarren ganz natürlich mit dem Polarisationsfilm 3 verbunden, wobei der Polarisationsfilm 3 in dem Bereich liegt, der durch die vier Vertiefungen 51 begrenzt ist.

Im vorgenannten Prozess, in dem sich die Brillenlinse 5 mit dem Polarisationsfilm 3 verbindet, kann die durch das Eingießen des geschmolzenen Kunststoffs bedingte Verschiebung effektiv vermieden werden, weil der Polarisationsfilm 3 durch vier Erhebungen 12 und eine Mehrzahl von Zentrierstiften 22 zentriert und festgehalten wird. Deswegen wird der Polarisationsfilm 3 präzise mit der Brillenlinse 5 verbunden, und zwar ohne irgendeine Abweichung von dem richtigen Winkel und dem richtigen Platz, was den Prozentsatz der qualifizierten Brillenlinsen 5 bei Anhaften eines Polarisationsfilms 3 stark erhöht.

Schließlich werden die oben genannten Brillenlinsen 5, die mit einem Polarisationsfilm 3 ausgerüstet sind, je nach dem Bedarf in gewünschten Formen und Größen geschnitten und einsatzbereit für den Einbau in die Brillenfassung gemacht.

Weil der Polarisationsfilm 3 einen optimalen Effekt bei der Polarisation und Abhaltung der UV-Strahlen anbieten kann, ist es gesichert, dass die Augen vor UV-Strahlen so geschützt werden, dass sich der Benutzer beim Tragen einer solchen Sonnenbrille wohl fühlen kann.

Die 4, 5 und 6 zeigen jeweils eine Perspektivansicht bzw. einen Grundriss einer Brillenlinsen 5, die ohne Polarisationsfilm 3 sind.

1
untere Formhälfte
11
Kopfseite
12
Erhebung
2
obere Formhälfte
21
untere Stirnseite
22
Zentrierstifte
3
Polarisationsfilm
5
Brillenlinse
51
Vertiefung
S
Raum


Anspruch[de]
Brillenlinse, an deren vier Ecken jeweils eine Vertiefung (51) ausgebildet ist, wobei der von vier Vertiefungen begrenzte Bereich zum Aufbringen eines Polarisationsfilms (3) dient. Brillenlinse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Brillenlinse (5) ist aus Kunststoff. Gussform zur Herstellung der Brillenlinse nach Anspruch 1, aufweisend:

eine untere Formhälfte (1), deren vier Ecken je eine Erhebung 12 aufweist;

einen Polarisationsfilm (3), welcher an einer von vier Erhebungen 12 begrenzten Oberfläche anklebbar ist; und

eine obere Formhälfte (2), an deren unteren Stirnseite (21) eine Mehrzahl von Zentrierstifte (22) angebracht ist, die zum Festdrücken des Polarisationsfilms (3) dienen, wobei ein Raum S zur Aufnahme des eingegossenen Kunststoffs im geschmolzenen Zustand zwischen der oberen Stirnseite (21) der oberen Formhälfte (2) und der Kopfseite (11) der unteren Formhälfte 1 entsteht.
Gussform nach Anspruch 3; dadurch gekennzeichnet, dass die Kopfseite (11) der unteren Formhälfte (1) eine nach innen gewölbte, bogenförmige Oberfläche und die untere Stirnseite (21) der oberen Formhälfte (2) eine der nach innen gewölbten, bogenförmigen Oberfläche angepasste, nach außen gewölbte Oberfläche aufweist.






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