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Dokumentenidentifikation DE60033276T2 21.06.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001142553
Titel Zusammensetzung zum oxidativen Färben von Keratinfasern, die zwei spazielle quartäre Polyammoniumverbindungen enthält
Anmelder L'OREAL, Paris, FR
Erfinder Bebot, Cecile, 92110 Clichy, FR;
Rondeau, Christine, 78500 Sartrouville, FR;
Cottard, Francois, 92300 Levallois Perret, FR;
Boudy, Francoise, 75012 Paris, FR
Vertreter BEETZ & PARTNER Patentanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60033276
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 11.12.2000
EP-Aktenzeichen 004034740
EP-Offenlegungsdatum 10.10.2001
EP date of grant 07.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.2007
IPC-Hauptklasse A61Q 5/10(2006.01)A, F, I, 20060613, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A61K 8/88(2006.01)A, L, I, 20060613, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zusammensetzung zum oxidativen Färben von Keratinfasern und insbesondere menschlichen Keratinfasern, wie Haaren, die in einem zum Färben geeigneten Medium mindestens einen Oxidationsfarbstoff und eine Kombination enthält, die mindestens ein Dialkyldiallylammonium-Cyclohomopolymer und mindestens eine weitere spezielle Polyammoniumverbindung umfasst.

Bekanntlich können Keratinfasern und insbesondere menschliches Haar mit Farbmittelzusammensetzungen gefärbt werden, die Farbstoffvorprodukte von Oxidationsfarbstoffen enthalten, die im Allgemeinen als "Oxidationsbasen" bezeichnet werden, insbesondere o- oder p-Phenylendiamine, o- oder p-Aminophenole und heterocyclische Basen.

Die Farbstoffvorprodukte von Oxidationsfarbstoffen sind anfänglich kaum oder nicht gefärbte Verbindungen, die ihr Färbevermögen im Haar in Gegenwart von Oxidationsmitteln entwickeln, indem farbige Verbindungen gebildet werden. Die Bildung dieser farbigen Verbindungen ergibt sich entweder aus einer oxidativen Kondensation der "Oxidationsbasen" miteinander oder einer oxidativen Kondensation von "Oxidationsbasen" mit Farbnuancierern oder "Kupplern", die im Allgemeinen in den Farbmittelzusammensetzungen enthalten sind, die zum oxidativen Färben verwendet werden, wobei es sich insbesondere um m-Phenylendiamine, m-Aminophenole und m-Dihydroxybenzole und verschiedene heterocyclische Verbindungen handelt.

Durch die Vielfalt der verwendeten Moleküle, bei denen es sich einerseits um die "Oxidationsbasen" und andererseits um die "Kuppler" handelt, kann eine große Farbpalette erzeugt werden.

Die Oxidationsmittel, die die oxidative Kondensation ermöglichen, haben im Allgemeinen eine ungünstige Wirkung auf die Eigenschaften der behandelten Haare. Die Haare werden spröde, schwierig zu kämmen und brüchig. Um diesen Nachteilen abzuhelfen, wurde in dem französischen Patent 2 270 846 bereits vorgeschlagen, bestimmte quartäre Polyammoniumverbindungen zu verwenden.

Die Anmelderin hat jedoch festgestellt, dass mit den genannten Polymeren diesen Nachteilen nicht in ausreichender Weise abgeholfen werden kann und gleichzeitig die Färbeeigenschaften erhalten bleiben oder verbessert werden.

Die Anmelderin hat nun nach umfangreichen, zu dieser Frage durchgeführten Untersuchungen festgestellt, dass es möglich ist, Zusammensetzungen zum oxidativen Färben mit verbesserten kosmetischen Eigenschaften herzustellen, mit denen kräftige und chromatische (leuchtende) Farbnuancen mit geringen Selektivitäten und guten Beständigkeiten gegenüber chemischen Agentien (Haarwäsche, dauerhafte Verformungen ...) oder natürlichen Agentien (Licht, Transpirieren ...) erhalten werden können, indem in die Farbmittelzusammensetzung eine Kombination, die mindestens ein Dialkyldiallylammonium-Cyclohomopolymer und mindestens eine weitere, nachstehend beschriebene spezielle Polyammoniumverbindung umfasst, eingebracht wird.

Die vorliegende Erfindung basiert auf diesen Feststellungen.

Die vorliegende Erfindung betrifft daher eine Zusammensetzung zum oxidativen Färben von Keratinfasern, insbesondere menschlichen Keratinfasern wie Haaren, die in einem zum Färben geeigneten Medium mindestens einen Oxidationsfarbstoff enthält und die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie ferner eine Kombination enthält, die mindestens ein Dialkyldiallylammonium-Cyclohomopolymer und mindestens eine weitere spezielle, nachstehend beschriebene Polyammoniumverbindung umfasst.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine gebrauchsfertige Zusammensetzung zum oxidativen Färben von Keratinfasern, die in einem zum Färben geeigneten Medium mindestens einen Oxidationsfarbstoff, eine Kombination, die mindestens ein Dialkyldiallylammonium-Cyclohomopolymer und mindestens eine weitere spezielle Polyammoniumverbindung umfasst, und mindestens ein Oxidationsmittel enthält.

Im Sinne der vorliegenden Erfindung werden unter einer gebrauchsfertigen Zusammensetzung alle Zusammensetzungen verstanden, die unmittelbar auf die Keratinfasern aufgebracht werden sollen, d. h. die als solche vor der Verwendung aufbewahrt werden können oder beim bedarfgemäßen Mischen aus zwei oder mehreren Zusammensetzungen gebildet werden.

Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zum oxidativen Färben von Keratinfasern und insbesondere menschlichen Keratinfasern, wie Haaren, das darin besteht, auf die Fasern eine Zusammensetzung (A) aufzubringen, die in einem zum Färben geeigneten Medium mindestens einen Oxidationsfarbstoff und eine Kombination enthält, die mindestens ein Dialkyldiallylammonium-Cyclohomopolymer und mindestens eine weitere spezielle, nachstehend beschriebene Polyammoniumverbindung enthält, wobei die Farbe bei einem alkalischen, neutralen oder sauren pH-Wert mit einer Zusammensetzung (B) gebildet wird, die mindestens ein Oxidationsmittel enthält und die bei der Anwendung mit der Zusammensetzung (A) vermischt wird oder die ohne zwischenzeitliches Spülen getrennt davon anschließend aufgebracht wird.

Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Variante dieses Verfahrens, das darin besteht, auf die Fasern eine Farbmittelzusammensetzung (A) aufzubringen, die in einem zum Färben geeigneten Medium mindestens einen Oxidationsfarbstoff enthält, wobei die Farbe bei einem alkalischen, neutralen oder sauren pH-Wert mit einer oxidierenden Zusammensetzung (B) gebildet wird, die bei der Anwendung mit der Farbmittelzusammensetzung vermischt wird oder die getrennt davon anschließend ohne zwischenzeitliches Spülen aufgebracht wird, wobei mindestens ein Dialkyldiallylammonium-Cyclohomopolymer und mindestens eine spezielle Polyammoniumverbindung zusammen in der oxidierenden Zusammensetzung (B) enthalten sind oder getrennt voneinander in jeder der Zusammensetzungen (A) oder (B).

Die Erfindung bezieht sich auch auf Vorrichtungen zum Färben mit mehreren Abteilungen oder "Kits" zum oxidativen Färben von Keratinfasern, insbesondere menschlichen Keratinfasern, wie Haaren. Solche Vorrichtungen umfassen eine Abteilung, die mindestens einen Oxidationsfarbstoff enthält, und eine zweite Abteilung, die ein Oxidationsmittel enthält, wobei mindestens ein Dialkyldiallylammonium-Cyclohomopolymer und mindestens eine spezielle Polyammoniumverbindung zusammen in der ersten Abteilung und/oder der zweiten Abteilung enthalten sind oder getrennt voneinander in jeweils einer Abteilung.

Weitere Eigenschaften, Aspekte, Gegenstände und Vorteile der Erfindung gehen auch klarer aus der folgenden Beschreibung und den Beispielen hervor.

Die erfindungsgemäßen Dialkyldiallylammonium-Cyclohomopolymere sind Homopolymere, die als Hauptbestandteil der Kette Einheiten der folgenden Struktur (I) enthalten: wobei in der Formel (I) k und t 0 oder 1 sind, wobei die Summe k + t 1 bedeutet; R1 ein Wasserstoffatom oder Methyl bedeutet; R2 und R3 unabhängig voneinander eine Alkylgruppe mit 1 bis 22 Kohlenstoffatomen, eine Hydroxyalkylgruppe, bei der die Alkylgruppe vorzugsweise 1 bis 5 Kohlenstoffatome aufweist, eine niedere (C1-4) Amidoalkylgruppe bedeuten oder R2 und R3 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, heterocyclische Gruppen bilden können, wie Piperidinyl oder Morpholinyl; R2 und R3 unabhängig voneinander vorzugsweise eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten; und Y ein Anion ist, wie Bromid, Chlorid, Acetat, Borat, Citrat, Tartrat, Bisulfat, Bisulfit, Sulfat und Phosphat. Diese Polymere sind insbesondere in dem französischen Patent 2.080.759 und seinem Zusatzpatent 2.190.406 beschrieben worden.

Von den oben definierten Polymeren werden die Polymere der Formel (I) bevorzugt, worin R1 Wasserstoff bedeutet und R2 und R3 die Methylgruppe und deren Molmasse etwa 100 000 beträgt.

Von diesen kann insbesondere das Dimethyldiallylammoniumchlorid-Homopolymer angegeben werden, das unter der Bezeichnung "Merquat 100" von der Firma Calgon erhältlich ist (und seine Homologen mit kleiner gewichtsmittlerer Molmasse).

Die erfindungsgemäßen speziellen quartären Polyammoniumverbindungen sind in der folgenden Gruppe ausgewählt:

  • (i) Polymeren, die aus Wiederholungseinheiten der Formel (II) bestehen: worin die Gruppen R4, R5, R6 und R7, die gleich oder verschieden sind, eine Alkyl- oder Hydroxyalkylgruppe mit etwa 1 bis 4 Kohlenstoffatome bedeuten, n und p ganze Zahlen im Bereich von etwa 2 bis 20 sind und X ein von einer anorganischen oder organischen Säure abgeleitetes Anion bedeutet.

Es werden insbesondere Verbindungen der Formel (II) bevorzugt, worin die Gruppen R4, R5, R6 und R7 Methyl oder Ethyl bedeuten und X ein Halogenatom bedeutet, wie Chlor, Iod oder Brom.

Besonders bevorzugte Polymere der Formel (II) sind solche, worin die Gruppen R4, R5, R6 und R7 Methyl bedeuten und n = 3, p = 6 und X = Cl, insbesondere solche mit einer durch Gelpermeationschromatographie bestimmten Molmasse von 9 500 bis 9 900 [Polymer W].

Andere besonders bevorzugte Polymere der Formel (II) sind solche, worin die Gruppen R4 und R5 Methyl bedeuten, R6 und R7 Ethyl bedeuten, und n = p = 3 und X = Br, insbesondere solche mit einer durch Gelpermeationschromatographie bestimmten Molmasse von etwa 1 200.

Diese quartären Polyammoniumpolymere der Formel (II) und ihre Herstellungsverfahren wurden in dem französischen Patent 2 270 846 beschrieben.

  • ii) Polymeren, die aus Wiederholungseinheiten der folgenden Formel (III) bestehen: -[-N+(CH3)2-(CH2)p-NH-CO-D-NH-(CH2)p-N+(CH3)2-(CH2)2-O-(CH2)2-]-2X(III)wobei deren mit 13C-NMR bestimmte Molmasse vorzugsweise unter 100 000 liegt;

    wobei in der Formel (III) p eine ganze von etwa 1 bis 6 bedeutet, D nicht vorhanden sein kann oder eine Gruppe -(CH2)r-CO- bedeuten kann, wobei r 4 oder 7 bedeutet, und X ein Anion ist, das von einer anorganischen oder organischen Säure abgeleitet ist.

Von diesen Polymeren werden die Polymere bevorzugt, bei denen in deren Formel (III):

  • a) D die Gruppe -(CH2)4-CO- bedeutet, X ein Chloratom ist, wobei die mit 13-Kohlenstoff-NMR (13C-NMR) bestimmte Molmasse etwa 5 600 beträgt; ein Polymer dieses Typs wurde von der Firma MIRANOL unter der Bezeichnung MIRAPOL-AD1 vorgeschlagen;
  • b) D die Gruppe -(CH2)7CO- bedeutet, X ein Chloratom ist, wobei die mit 13-Kohlenstoff-NMR (13C-NMR) bestimmte Molmasse etwa 8 100 beträgt; ein Polymer dieses Typs wurde von der Firma MIRANOL unter der Bezeichnung MIRAPOL-AZ1 angegeben;
  • c) D nicht vorhanden ist, X ein Chloratom bedeutet, wobei die mit 13-Kohlenstoff-NMR (13C-NMR) ermittelte Molmasse etwa 25 500 ist; ein Polymer dieses Typs ist von der Firma MIRANOL unter der Bezeichnung MIRAPOL-A15 im Handel;
  • d) ein "Blockcopolymer", das aus Einheiten gebildet wird, die den unter a) und c) beschriebenen Polymeren entsprechen, das von der Firma MIRANOL unter den Bezeichnungen MIRAPOL-9 (Molmasse

    (13C-NMR) etwa 7 800), MIRAPOL-175 (Molmasse (13C-NMR) etwa 8 000) und MIRAPOL-95 (Molmasse (13C-NMR) etwa 12 500) angeboten wird.

Erfindungsgemäß wird insbesondere das Polymer mit Einheiten der Formel (III) bevorzugt, worin D nicht vorhanden ist, X ein Chloratom bedeutet, wobei die mit 13-Kohlenstoff-NMR (13C-NMR) ermittelte Molmasse etwa 25 500 beträgt.

Die quartären Polyammoniumverbindungen der Formel (III) können nach den Verfahren hergestellt werden, die in den Patenten U.S.A. 4 157 388, 4 390 689, 4 702 906 und 4 719 282 beschrieben sind.

Der Gewichtsanteil des Dialkyldiallylammonium-Cyclohomopolymers in der erfindungsgemäße Zusammensetzung liegt vorzugsweise im Bereich von etwa 0,05 bis 5% und noch bevorzugter im Bereich von 0,1 bis 3%, der Gewichtsanteil der quartären Polyammoniumverbindung mit Einheiten der Formel (II) oder (III) liegt vorzugsweise im Bereich von etwa 0,05 bis 10% und noch bevorzugter im Bereich von 0,2 bis 5%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung. In der Zusammensetzung liegt das Gewichtsverhältnis der quartären Polyammoniumverbindung mit Einheiten der Formel (II) oder (III) und des Dialkyldiallylammonium-Cyclohomopolymers der Formel (I) im Bereich von etwa 0,1 bis 50 und vorzugsweise etwa 1 bis 10.

Oxidationsfarbstoffe

Die erfindungsgemäß verwendbaren Oxidationsfarbstoffe sind unter den Oxidationsbasen und/oder Kupplern ausgewählt.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthalten vorzugsweise mindestens eine Oxidationsbase.

Die im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendbaren Oxidationsbasen sind unter den herkömmlich beim oxidativen Färben verwendeten Oxidationsbasen ausgewählt, wobei von diesen insbesondere die o- und p-Phenylendiamine, die Doppelbasen, die o- und p-Aminophenole, die folgenden heterocyclischen Basen sowie ihre Additionssalze mit einer Säure angegeben werden können.

Es sind insbesondere zu nennen:

  • – (I) die p-Phenylendiamine der folgenden Formel (I) und deren Additionssalze mit einer Säure: worin bedeuten:

    R1 ein Wasserstoffatom, C1-4-Alkyl, C1-4-Monohydroxyalkyl, C2-4-Polyhydroxyalkyl, Alkoxy(C1-4)alkyl(C1-4), eine mit einer Stickstoffhaltigen Gruppe substituierte C1-4-Alkylgruppe, Phenyl oder 4'-Aminophenyl;

    R2 ein Wasserstoffatom, C1-4-Alkyl, C1-4-Monohydroxyalkyl, C2-4-Polyhydroxyalkyl, Alkoxy(C1-4)alkyl(C1-4) oder eine mit einer Stickstoff-haltigen Gruppe substituierte C1-4-Alkylgruppe,

    wobei R1 und R2 auch mit dem Stickstoffatom, von dem sie getragen werden, einen 5- oder 6-gliedrigen Stickstoffheterocyclus bilden können, der gegebenenfalls mit einer oder mehreren Gruppen Alkyl, Hydroxy oder Ureido substituiert ist;

    R3 ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, wie Chlor, C1-4-Alkyl, Sulfo, Carboxy, C1-4-Monohydroxyalkyl, C1-4-Hydroxyalkoxy, C1-4-Acetylaminoalkoxy, C1-4-Mesylaminoalkoxy oder C1-4-Carbamoylaminoalkoxy,

    R4 ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder C1-4-Alkyl.

Von den Stickstoff-haltigen Gruppen der Formel (I) können insbesondere die Gruppen Amino, Monoalkyl(C1-4)amino, Dialkyl(C1-4)amino, Trialkyl(C1-4)amino, Monohydroxyalkyl(C1-4)amino, Imidazolinium und Ammonium angegeben werden.

Von den p-Phenylendiaminen der oben angegebenen Formel (I) können insbesondere die folgenden Verbindungen genannt werden: p-Phenylendiamin, p-Toluylendiamin, 2-Chlor-p-phenylendiamin, 2,3-Dimethyl-p-phenylendiamin, 2,6-Dimethyl-p-phenylendiamin, 2,6-Diethyl-p-phenylendiamin, 2,5-Dimethyl-p-phenylendiamin, N,N-Dimethyl-p-phenylendiamin, N,N-Diethyl-p-phenylendiamin, N,N-Dipropyl-p-phenylendiamin, 4-Amino-N,N-diethyl-3-methyl-anilin, N,N-Bis(&bgr;-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, 4-N,N-Bis(&bgr;-hydroxyethyl)amino-2-methyl-aniline, 4-N,N-Bis((3-hydroxyethyl)-amino-2-chloranilin, 2-&bgr;-Hydroxyethyl-p-phenylendiamin, 2-Fluor-p-phenylendiamin, 2-Isopropyl-p-phenylendiamin, N-(&bgr;-Hydroxypropyl)-p-phenylendiamin, 2-Hydroxymethyl-p-phenylendiamin, N,N-Dimethyl-3-methyl-p-phenylendiamin, N,N-(Ethyl,&bgr;-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, N-(&bgr;,&ggr;-Dihydroxypropyl)-p-phenylendiamin, N-(4'-Aminophenyl)-p-phenylendiamin, N-Phenyl-p-phenylendiamin, 2-&bgr;-Hydroxyethyloxy-p-phenylendiamin, 2-&bgr;-Acetylaminoethyloxy-p-phenylendiamin, N-(&bgr;-Methoxyethyl)-p-phenylendiamin, 2-Methyl-1-N-&bgr;-hydroxyethyl-p-phenylendiamin und deren Additionssalze mit einer Säure.

Von den p-Phenylendiaminen der Formel (I) werden das p-Phenylendiamin, p-Toluylendiamin, 2-Isopropyl-p-phenylendiamin, 2-&bgr;-Hydroxyethyl-p-phenylendiamin, 2-&bgr;-Hydroxyethyloxy-p-phenylendiamin, 2,6-Dimethyl-p-phenylendiamin, 2,6-Diethyl-p-phenylendiamin, 2,3-Dimethyl-p-phenylendiamin, N,N-Bis(&bgr;-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, 2-Chlor-p-phenylendiamin und deren Additionssalze mit einer Säure besonders bevorzugt.

  • – (II) Gemäß der Erfindung werden unter Doppelbasen Verbindungen verstanden, die mindestens zwei aromatische Ringe aufweisen, an denen Amino- und/oder Hydroxygruppen vorhanden sind.

Von den Doppelbasen, die in den erfindungsgemäßen Farbmittelzusammensetzungen als Oxidationsbasen verwendet werden können, können insbesondere die Verbindungen der folgenden Formel (II) und deren Additionssalze mit einer Säure angegeben werden: worin bedeuten:

  • – die Gruppen Z1 und Z2, die gleich oder verschieden sind, eine Gruppe Hydroxy oder -NH2, die mit einer C1-4-Alkylgruppe oder einer Verbindungsgruppe Y substituiert sein kann;
  • – die Verbindungsgruppe Y eine geradkettige oder verzweigte Alkylenkette mit 1 bis 14 Kohlenstoffatomen, die durch eine oder mehrere Stickstoff-haltige Gruppen und/oder ein oder mehrere Heteroatome, wie Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff, unterbrochen oder abgeschlossen sein kann und gegebenenfalls mit einer oder mehreren Hydroxygruppen oder C1-6-Alkoxygruppen substituiert ist;
  • – die Gruppen R5 und R6 ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, C1-4-Alkyl, C1-4-Monohydroxyalkyl, C2-4-Polyhydroxyalkyl, C1-4-Aminoalkyl oder eine Verbindungsgruppe Y;
  • – die Gruppen R7, R8, R9, R10, R11 und R12, die gleich oder verschieden sind, ein Wasserstoffatom, eine Verbindungsgruppe Y oder eine C1-4-Alkylgruppe;

    mit der Maßgabe, dass die Verbindungen der Formel (II) nur eine Verbindungsgruppe Y pro Molekül enthalten.

Von den Stickstoff-haltigen Gruppen der Formel (II) können insbesondere die Gruppen Amino, Monoalkyl(C1-4)amino, Dialkyl(C1-4)amino, Trialkyl(C1-4)amino, Monohydroxyalkyl(C1-4)amino, Imidazolinium und Ammonium angegeben werden.

Von den Doppelbasen der Formel (II) können insbesondere N,N'-Bis(&bgr;-hydroxyethyl)-N,N'-bis(4'-aminophenyl)-1,3-diamino-propanol, N,N'-Bis(&bgr;-hydroxyethyl)-N,N'-bis(4'-aminophenyl)-ethylendiamin, N,N'-Bis(4-aminophenyl)-tetramethylendiamin, N,N'-Bis(&bgr;-hydroxyethyl)-N,N'-bis(4-aminophenyl)-tetramethylendiamin, N,N'-Bis(4-methylaminophenyl)-tetramethylendiamin, N,N'-Bis(ethyl)-N,N'-bis(4'-amino-3'-methylphenyl)-ethylendiamin, 1,8-Bis-(2,5-diaminophenoxy)-3,5-dioxaoctan und deren Additionssalze mit einer Säure angegeben werden.

Von den Doppelbasen der Formel (II) werden das N,N'-Bis((&bgr;-hydroxyethyl)-N,N'-bis(4'-aminophenyl)-1,3-diamino-propanol, das 1,8-Bis-(2,5-diaminophenoxy)-3,5-dioxaoctan oder deren Additionssalze mit einer Säure besonders bevorzugt.

  • – (III) Die p-Aminophenole der folgenden Formel (III) und deren Additionssalze mit einer Säure: worin bedeuten:

    R13 ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, wie Fluor, C1-4-Alkyl, C1-4-Monohydroxyalkyl, Alkoxy(C1-4)alkyl(C1-4), C1-4-Aminoalkyl oder Hydroxyalkyl(C1-4)aminoalkyl(C1-4),

    R14 ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, wie Fluor, C1-4-Alkyl, C1-4-Monohydroxyalkyl, C2-4-Polyhydroxyalkyl, C1-4-Aminoalkyl, C1-4-Cyanoalkyl oder Alkoxy(C1-4)alkyl(C1-4).

Von den p-Aminophenolen der Formel (III) können insbesondere p-Aminophenol, 4-Amino-3-methyl-phenol, 4-Amino-3-fluor-phenol, 4-Amino-3-hydroxymethyl-phenol, 4-Amino-2-methyl-phenol, 4-Amino-2-hydroxymethyl-phenol, 4-Amino-2-methoxymethyl-phenol, 4-Amino-2-aminomethyl-phenol, 4-Amino-2-(&bgr;-hydroxyethylaminomethyl)-phenol und deren Additionssalze mit einer Säure angegeben werden.

  • – (IV) Die o-Aminophenole, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung als Oxidationsbasen verwendet werden können, sind insbesondere unter 2-Aminophenol, 2-Amino-1-hydroxy-5-methyl-benzol, 2-Amino-1-hydroxy-6-methyl-benzol, 5-Acetamido-2-amino-phenol und deren Additionssalzen mit einer Säure ausgewählt.
  • – (V) Von den heterocyclischen Basen, die in den erfindungsgemäßen Farbmittelzusammensetzungen als Oxidationsbasen verwendbar sind, können insbesondere die Pyridinderivate, Pyrimidinderivate, Pyrazolderivate und deren Additionssalze mit einer Säure angegeben werden.

Von den Pyridinderivaten können insbesondere die Verbindungen, die beispielsweise in den Patenten GB 1 026 978 und GB 1 153 196 beschrieben sind, wie 2,5-Diamino-pyridin, 2-(4-Methoxyphenyl)amino-3-amino-pyridin, 2,3-Diamino-6-methoxy-pyridin, 2-(&bgr;-Methoxyethyl)amino-3-amino-6-methoxy-pyridin, 3,4-Diaminopyridin und deren Additionssalze mit einer Säure angegeben werden.

Von den Pyrimidinderivaten können insbesondere die Verbindungen genannt werden, die beispielsweise in dem deutschen Patent DE 2 359 399 oder den japanischen Patenten JP 88-169 571 und JP 91-10659 oder der Patentanmeldung WO 96/15765 beschrieben wurden, wie beispielsweise 2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin, 4-Hydroxy-2,5,6-Triaminopyrimidin, 2-Hydroxy-4,5,6-triaminopyrimidin, 2,4-Dihydroxy-5,6-diaminopyrimidin, 2,5,6-Triaminopyrimidin, und die Pyrazolo-pyrimidinderivate, beispielsweise die Verbindungen, die in der Patentanmeldung FR-A-2 750 048 genannt sind, wobei von diesen Pyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3,7-diamin; 2,5-Dimethyl-pyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3,7-diamin; Pyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3,5-diamin; 2,7-Dimethyl-pyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3,5-diamin; 3-Amino-pyrazolo[1,5-a]pyrimidin-7-ol; 3-Amino-pyrazolo[1,5-a]pyrimidin-5-ol; 2-(3-Amino-pyrazolo[1,5-a]pyrimidin-7-ylamino)-ethanol; 2-(7-Amino-pyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3-ylamino)-ethanol; 2-[(3-Amino-pyrazolo[1,5-a]pyrimidin-7-yl)-(2-hydroxy-ethyl)amino]-ethanol; 2[(7-Amino-pyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3-yl)-(2-hydroxy-ethyl)amino]-ethanol; 5,6-Dimethyl-pyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3,7-diamin; 2,6-Dimethyl-pyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3,7-diamin; 2,5,N7,N7-Tetramethyl-pyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3,7-diamin; 3-Amino-5-methyl-7-imidazolylpropylamino-pyrazolo[1,5-a]pyrimidin; und ihre Additionssalze und deren tautomeren Formen, wenn ein tautomeres Gleichgewicht besteht, und deren Additionssalze mit einer Säure angegeben werden können.

Von den Pyrazolderivaten kommen insbesondere die in den Patenten DE 3 843 892, DE 4 133 957 und den Patentanmeldungen WO 94/08969, WO 94/08970, FR-A-2 733 749 und DE 195 43 988 beschriebenen Verbindungen in Betracht, wie beispielsweise 4,5-Diamino-1-methyl-pyrazol, 3,4-Diamino-pyrazol, 4,5-Diamino-1-(4'-chlorobenzyl)-pyrazol, 4,5-Diamino-1,3-dimethyl-pyrazol, 4,5-Diamino-3-methyl-1-phenyl-pyrazol, 4,5-Diamino-1-methyl-3-phenyl-pyrazol, 4-Amino-1,3-dimethyl-5-hydrazino-pyrazol, 1-Benzyl-4,5-diamino-3-methyl-pyrazol, 4,5-Diamino-3-t-butyl-1-methyl-pyrazol, le 4,5-Diamino-1-t-butyl-3-methyl-pyrazol, 4,5-Diamino-1-(&bgr;-hydroxyethyl)-3-methyl-pyrazol, 4,5-Diamino-1-(&bgr;-hydroxyethyl)-pyrazol, 4,5-Diamino-1-ethyl-3-methyl-pyrazol, 4,5-Diamino-1-ethyl-3-(4'-methoxyphenyl)-pyrazol, 4,5-Diamino-1-ethyl-3-hydroxymethyl-pyrazol, 4,5-Diamino-3-hydroxymethyl-1-methyl-pyrazol, 4,5-Diamino-3-hydroxymethyl-1-isopropyl-pyrazol, 4,5-Diamino-3-methyl-1-isopropyl-pyrazol, 4-Amino-5-(2'-aminoethyl)amino-1,3-dimethyl-pyrazol; 3,4,5-Triamino-pyrazol, 1-Methyl-3,4,5-triamino-pyrazol, 3,5-Diamino-1-methyl-4-methylamino-pyrazol, 3,5-Diamino-4-(&bgr;-hydroxyethyl)amino-1-methyl-pyrazol, und deren Additionssalze mit einer Säure.

Erfindungsgemäß machen die Oxidationsbasen vorzugsweise etwa 0,0005 bis 12 Gew.-% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung und noch bevorzugter 0,005 bis 8 Gew.-% des Gesamtgewichts aus.

Die in der erfindungsgemäßen Farbmittelzusammensetzung verwendbaren Kuppler sind Kuppler, wie sie herkömmlich in Zusammensetzungen zum oxidativen Färben verwendet werden, d. h. m-Aminophenole, m-Phenylendiamine, m-Dihydroxybenzole, Naphthole und heterocyclische Kuppler, wie beispielsweise Indolderivate, Indolinderivate, Sesamol und seine Derivate, Pyridinderivate, Pyrazolotriazolderivate, Pyrazolone, Indazole, Benzimidazole, Benzothiazole, Benzoxazole, 1,3-Benzodioxazole, Chinoline und deren Additionssalze mit einer Säure.

Die Kuppler sind insbesondere unter 2,4-Diamino-1-(&bgr;-hydroxyethyloxy)-benzol, 2-Methyl-5-amino-phenol, 5-N-(&bgr;-Hydroxyethyl)amino-2-methyl-phenol, 3-Amino-phenol, 1,3-Dihydroxy-benzol, 1,3-Dihydroxy-2-methyl-benzol, 4-Chlor-1,3-dihydroxy-benzol, 2-Amino-4-(&bgr;-hydroxyethylamino)-1-methoxy-benzol, 1,3-Diamino-benzol, 1,3-Bis(2,4-diaminophenoxy)-propan, Sesamol, 1-Amino-2-methoxy-4,5-methylendioxy-benzol, &agr;-Naphthol, 6-Hydroxy-indol, 4-Hydroxy-indol, 4-Hydroxy-N-methyl-indol, 6-Hydroxy-indolin, 2,6-Dihydroxy-4-methyl-pyridin, 1-H-3-Methyl-pyrazol-5-on, 1-Phenyl-3-methyl-pyrazol-5-on, 2-Amino-3-hydroxypyridin, 3,6-Dimethyl-pyrazolo-[3,2-c]-1,2,4-triazol, 2,6-Dimethyl-pyrazolo[1,5-b]-1,2,4-triazol und deren Additionssalzen mit einer Säure ausgewählt.

Wenn Kuppler enthalten sind, machen sie vorzugsweise etwa 0,0001 bis 10 Gew.-% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung, und noch bevorzugter etwa 0,005 bis 5 Gew.-% aus.

Die Additionssalze der Oxidationsbasen und der Kuppler mit einer Säure sind ganz allgemein unter den Hydrochloriden, Hydrobromiden, Sulfaten, Tartraten, Lactaten und Acetaten ausgewählt.

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann außerdem neben den oben definierten Oxidationsfarbstoffen Direktfarbstoffe enthalten, um die Nuancen mit Reflexen anzureichern. Die Direktfarbstoffe können insbesondere unter den nitrierten Farbstoffen, Azofarbstoffen oder Anthrachinon-Farbstoffen, die neutral, kationisch oder anionisch vorliegen, in Gewichtsanteilen von etwa 0,001 bis 20% und vorzugsweise 0,01 bis 10% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung ausgewählt werden.

Die erfindungsgemäße gebrauchsfertige Zusammensetzung enthält vorzugsweise in der Farbmittelzusammensetzung (A) und/oder in der oxidierenden Zusammensetzung (B) ferner mindestens ein verdickendes Polymer vom nichtionischen, anionischen oder kationischen Typ, das mindestens eine Fettkette enthält.

Verdickende Polymere, die mindestens eine Fettkette enthalten

Von den verdickenden Polymeren vom ionischen Typ, die mindestens eine Fettkette enthalten, können angegeben werden:

  • – (I) Verbindungen, die mindestens eine hydrophile Einheit und mindestens eine Allylethereinheit mit Fettkette enthalten, insbesondere solche, deren hydrophile Einheit aus einem ethylenisch ungesättigten anionischen Monomer und insbesondere einer Vinylcarbonsäure und ganz besonders Acrylsäure oder Methacrylsäure oder deren Gemischen besteht, und deren Allylethereinheit mit Fettkette einem Monomer der folgenden Formel (I) entspricht: CH2=CR'CH2OBnR(I)worin R' H oder CH3 bedeutet, B eine Ethylenoxygruppe ist, n Null ist oder eine ganze Zahl von 1 bis 100, R eine Kohlenwasserstoffgruppe bedeutet, die unter den Gruppen Alkyl, Arylalkyl, Aryl, Alkylaryl oder Cycloalkyl ausgewählt ist und 8 bis 30 Kohlenstoffatome, vorzugsweise 10 bis 24 Kohlenstoffatome und insbesondere 12 bis 18 Kohlenstoffatome enthält. Eine besonders bevorzugte Einheit der Formel (I) ist eine Einheit, worin R' H bedeutet, n 10 ist und R eine Stearylgruppe bedeutet (C18).

Anionische amphiphile Polymere dieses Typs wurden in dem Patent EP-0 216 479 beschrieben und werden dort gemäß einem Emulsionspolymerisationsverfahren hergestellt.

Von diesen anionischen verdickenden Polymeren mit Fettkette werden erfindungsgemäß insbesondere die Polymere bevorzugt, die aus 20 bis 60 Gew.-% Acrylsäure und/oder Methacrylsäure, 5 bis 60 Gew.-% Alkyl(meth)acrylaten, wobei es sich bei den Alkylgruppen um niedere Alkylgruppen handelt, 2 bis 50 Gew.-% Allylether mit Fettkette der Formel (I) und 0 bis 1 Gew.-% eines Vernetzungsmittels gebildet sind, das ein wohl bekanntes, copolymerisierbares, mehrfach ethylenisch ungesättigtes Monomer ist, wie beispielsweise Diallylphthalat, Allyl(meth)acrylat, Divinylbenzol, (Poly)ethylenglycoldimethacrylat und Methylen-bis-acrylamid.

Von diesen werden besonders die vernetzten Terpolymere von Methacrylsäure, Ethylacrylat und Polyethylenglycolether (10 EO) von Stearylalkohol (Steareth 10) bevorzugt, insbesondere die Terpolymere, die von der Firma ALLIED COLLOIDS unter den Bezeichnungen SALCARE SC 80 und SALCARE SC 90 im Handel erhältlich sind, bei denen es sich um wässerige Emulsionen mit 30% eines vernetzten Terpolymers von Methacrylsäure, Ethylacrylat und Steareth-10-allylether (40/50/10) handelt.

  • – (II) Polymere, die mindestens eine hydrophile Einheit vom Typ einer olefinisch ungesättigten Carbonsäure und mindestens eine hydrophobe Einheit vom Typ eines Alkylesters (C10-30) einer ungesättigten Carbonsäure enthalten.

Diese Polymere sind vorzugsweise unter den Polymeren ausgewählt, deren hydrophile Gruppe vom Typ einer olefinisch ungesättigten Carbonsäure einem Monomer der folgenden Formel (II) entspricht: worin die Gruppe R1 H oder CH3 oder C2H5 bedeutet, d. h. eine Acrylsäureeinheit, eine Methacrylsäureeinheit oder eine Ethacrylsäureeinheit, und deren hydrophobe Einheit vom Typ eines Alkyl(C10-30)esters einer ungesättigten Carbonsäure der folgenden Formel (III) entspricht: worin die Gruppe R2 H oder CH3 oder C2H5 (d. h. Einheiten Acrylat, Methacrylat oder Ethacrylat) und vorzugsweise H (Acrylateinheiten) oder CH3 (Methacrylateinheiten) bedeutet, R3 eine C10-20-Alkylgruppe und vorzugsweise eine C12-22-Alkylgruppe ist.

Alkyl(C10-30)ester von ungesättigten Carbonsäuren gemäß der Erfindung umfassen beispielsweise Laurylacrylat, Stearylacrylat, Decylacrylat, Isodecylacrylat, Dodecylacrylat und die entsprechenden Methacrylate Laurylmethacrylat, Stearylmethacrylat, Decylmethacrylat, Isodecylmethacrylat und Dodecylmethacrylat.

Anionische Polymere dieses Typs sind beispielsweise in den Patenten US 3 915 921 und 4 509 949 beschrieben worden und werden nach den dort angegebenen Verfahren hergestellt.

Von diesem Typ von anionischen verdickenden Polymeren werden insbesondere Polymere verwendet, die aus einem Monomerengemisch gebildet werden, das umfasst:

  • (i) im Wesentlichen Acrylsäure,
  • (ii) einen oben beschriebenen Ester der Formel (III), worin R2 H oder CH3 bedeutet und R3 eine Alkylgruppe mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen ist,
  • (iii) und ein Vernetzungsmittel, bei dem es sich um ein wohl bekanntes, copolymerisierbares mehrfach ethylenisch ungesättigtes Monomer handelt, wie Diallylphthalat, Allyl(meth)acrylat, Divinylbenzol, (Poly)ethylenglycoldimethacrylat und Methylen-bis-acrylamid.

Von diesem Typ von anionischen verdickenden Polymeren werden insbesondere die Polymere verwendet, die aus 95 bis 60 Gew.-% Acrylsäure (hydrophile Einheit), 4 bis 40 Gew.-% C10-30-Alkylacrylat (hydrophobe Einheit) und 0 bis 6 Gew.-% eines vernetzenden polymerisierbaren Monomers bestehen, oder Polymere, die aus 98 bis 96 Gew.-% Acrylsäure (hydrophile Einheit), 1 bis 4 Gew.-% C10-30-Alkylacrylat (hydrophobe Einheit) und 0,1 bis 0,6 Gew.-% eines vernetzenden polymerisierbaren Monomers, wie den oben beschriebenen, bestehen.

Von diesen Polymeren werden erfindungsgemäß ganz besonders die Produkte bevorzugt, die von der Firma GOODRICH unter den Bezeichnungen PEMULEN TR1, PEMULEN TR2, CARBOPOL 1382 und noch bevorzugter PEMULEN TR1 im Handel erhältlich sind, und das Produkt, das von der Firma S. E. P. P. I. C. unter der Bezeichnung CORTEX SX verkauft wird.

  • – (III) Terpolymere Maleinsäureanhydrid/C30-38-&agr;-Olefin/Alkylmaleat, wie beispielsweise das Produkt (Maleinsäureanhydrid/C30-38-&agr;-Olefin/Isopropylmaleat-Copolymer), das unter dem Namen PERFORMA V 1608 von der Firma NEWPHASE TECHNOLOGIES erhältlich ist.
  • – (IV) Acrylterpolymere, die enthalten:
  • (a) etwa 20 bis 70 Gew.-% einer Carbonsäure mit &agr;,&bgr;-monoethylenisch ungesättigter Bindung,
  • (b) etwa 20 bis 80 Gew.-% eines Monomers mit &agr;,&bgr;-monoethylenisch ungesättigter Bindung, das nicht grenzflächenaktiv und von (a) verschieden ist,
  • (c) etwa 0,5 bis 60 Gew.-% eines nichtionischen Monourethans, das das Reaktionsprodukt eines Monowasserstoff-Tensids mit einem Monoisocyanat mit monoethylenisch ungesättigter Bindung ist,

    wie die Verbindungen, die in der Patentanmeldung EP-A-0 173 109 beschrieben sind, besonders die Verbindung, die in Beispiel 3 beschrieben wurde, nämlich ein Methacrylsäure/Methylacrylat/Dimethyl-m-isopropenylbenzylisocyanat von ethoxyliertem Behenylalkohol (40 EO)-Terpolymer in wässeriger Dispersion von 25%.
  • – (V) Copolymere, die unter ihren Monomeren eine Carbonsäure mit &agr;,&bgr;-monoethylenisch ungesättigter Bindung und einen Carbonsäureester mit &agr;,&bgr;-monoethylenisch ungesättigter Bindung und einen alkoxylierten Fettalkohol enthalten.

Bevorzugt enthalten diese Verbindungen als Monomer auch einen Carbonsäureester mit &agr;,&bgr;-monoethylenisch ungesättigter Bindung und einen C1C4-Alkohol.

Als Beispiel für einen solchen Verbindungstyp kann das ACULYN 22 angegeben werden, das von der Firma ROHM & HAAS angeboten wird und bei dem es sich um ein Terpolymer Methacrylsäure/Ethylacrylat/ethoxyliertes Stearylmethacrylat handelt.

Erfindungsgemäß verwendbare verdickende Polymere mit Fettkette vom nichtionischen Typ sind vorzugsweise ausgewählt unter:

  • – (1) Cellulosen, die mit Gruppen modifiziert sind, die mindestens eine Fettkette enthalten;

    es können beispielsweise angegeben werden:
  • – Hydroxyethylcellulosen, die mit Gruppen modifiziert sind, die mindestens eine Fettkette enthalten, wie Alkylgruppen, Arylalkylgruppen, Alkylarylgruppen oder deren Gemische und bei denen die Alkylgruppen vorzugsweise 8 bis 22 Kohlenstoffatome enthalten, wie das Produkt NATROSOL PLUS GRADE 330 CS (C16-Alkyl), das von der Firma AQUALON erhältlich ist, oder das Produkt BERMOCOLL EHM 100, das von der Firma BEROL NOBEL verkauft wird,
  • – solche, die mit Alkylphenolpolyalkylenglycolethergruppen modifiziert sind, wie das Produkt AMERCELL POLYMER HM-1500 (Polyethylenglycol(15)ether von Nonylphenol), das von der Firma AMERCHOL im Handel ist.
  • – (2) Hydroxypropylguarverbindungen, die mit Gruppen modifiziert sind, die mindestens eine Fettkette enthalten, wie das Produkt ESAFLOR HM 22 (C22-Alkylkette), das von der Firma LAMBERTI erhältlich ist, die Produkte RE210-18 (C14-Alkylkette) und RE205-1 (C20-Alkylkette), die von der Firma RHONE POULENC verkauft werden.
  • – (3) Copolymere von Vinylpyrrolidon und hydrophoben Monomeren mit Fettkette, wobei von diesen beispielsweise zu nennen sind:
  • – die Produkte ANTARON V216 oder GANEX V216 (Vinylpyrrolidon/Hexadecen-Copolymer) von der Firma I. S. P.
  • – die Produkte ANTARON V220 oder GANEX V220 (Vinylpyrrolidon/Eicosen-Polymer) von der Firma I. S. P.
  • – (4) Copolymere von C1-6-Alkylmethacrylaten oder C1-6-Alkylacrylaten und amphiphilen Monomeren, die mindestens eine Fettkette enthalten, wie beispielsweise das ethoxylierte Methylacrylat/Stearylstearat-Copolymer, das von der Firma GOLDSCHMIDT unter der Bezeichnung ANTIL 208 erhältlich ist.
  • – (5) Copolymere von hydrophilen Methacrylaten oder Acrylaten und hydrophoben Monomeren, die mindestens eine Fettkette enthalten, wie beispielsweise das Polyethylenglycolmethacrylat/Laurylmethacrylat-Copolymer.
  • – (6) Polyurethanpolyether, die in ihrer Kette gleichzeitig hydrophile Sequenzen, bei denen es sich meistens um polyethoxylierte Sequenzen handelt, und hydrophobe Sequenzen enthalten, die aliphatische Ketten alleine und/oder cycloaliphatische und/oder aromatische Ketten sein können.
  • – (7) Polymere mit Aminoplastether-Grundgerüst, die mindestens eine Fettkette enthalten, wie die Verbindungen PURE THIX von der Firma SUD-CHEMIE.

Die Polyetherpolyurethane enthalten vorzugsweise mindestens zwei lipophile Kohlenwasserstoffketten mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen, die über eine hydrophile Sequenz getrennt sind, wobei die Kohlenwasserstoffketten Seitenketten oder Ketten am Ende der hydrophilen Sequenz sein können. Es ist insbesondere möglich, eine oder mehrere Seitenketten vorzusehen. Das Polymer kann ferner an einem oder an beiden Enden einer hydrophilen Sequenz eine Kohlenwasserstoffkette aufweisen.

Die Polyetherpolyurethane können multisequentiell insbesondere in Dreiblockform vorliegen. Die hydrophoben Sequenzen können an jedem Ende der Kette vorliegen (beispielsweise Dreiblock-Copolymer mit zentraler hydrophiler Sequenz) oder gleichzeitig an den Enden vorliegen und in der Kette verteilt sein (beispielsweise multisequentielles Copolymer). Diese Polymere können auch gepfropft oder sternförmig verzweigt sein.

Die nichtionischen Polyetherpolyurethane mit Fettkette können Dreiblock-Copolymere sein, deren hydrophile Sequenz eine polyethoxylierte Kette mit 50 bis 1.000 ethoxylierten Gruppen ist. Die nichtionischen Polyetherpolyurethane enthalten zwischen den hydrophilen Sequenzen eine Urethanbindung, daher der Name.

Durch Ausdehnung des Namens gehören zu den nichtionischen Polyetherpolyurethanen mit Fettkette auch solche, deren hydrophile Sequenzen über andere chemische Bindungen an die lipophilen Sequenzen gebunden sind.

Als nichtionische Polyetherpolyurethane mit Fettkette, die erfindungsgemäß verwendbar sind, können auch beispielsweise das Rheolate 205 mit Harnstofffunktion, das von der Firma RHEOX erhältlich ist, oder auch Rheolate 208, 204 oder 212 sowie Acrysol RM 184, Aculyn 44 und Aculyn 46 der Firma ROHM & HAAS [ACULYN 46 ist ein Polykondensat von Polyethylenglycol mit 150 oder 180 mol Ethylenoxid, Stearylalkohol und Methylen-bis(4-cyclohexylisocyanat) (SMDI), 15 Gew.-% in einer Matrix aus Maltodextrin (4%) und Wasser (81%); ACULYN 44 ist ein Polykondensat von Polyethylenglycol mit 150 oder 180 mol Ethylenoxid, Decylalkohol und Methylen-bis(4-cyclohexylisocyanat) (SMDI), 35 Gew.-% in einem Gemisch aus Propylenglycol (39%) und Wasser (26%)] verwendet werden.

Es sind auch das Produkt ELFACOS T210 mit C12-14-Alkylkette und das Produkt ELFACOS T212 mit C18-Alkylkette von AKZO zu nennen.

Das Produkt DW 1206B von ROHM & HAAS mit C20-Alkylkette und Urethanbindung, das mit 20% Trockensubstanz in Wasser zur Verfügung gestellt wird, kann ebenfalls verwendet werden.

Es können ferner Lösungen oder Dispersionen dieser Polymere insbesondere in Wasser oder einem wässerig-alkoholischen Medium verwendet werden. Als Beispiel für solche Polymere können Rheolate 255, Rheolate 278 und Rheolate 244 von der Firma RHEOX genannt werden. Es können auch die Produkte DW 1206F und DW 1206J von der Firma ROHM & HAAS verwendet werden.

Die erfindungsgemäß verwendbaren Polyetherpolyurethane sind insbesondere die Verbindungen, die in dem Artikel von G. Fonnum, J. Bakke und Fk. Hansen – Colloid Polym. Sci 271, 380–389 (1993) beschrieben wurden.

Die verdickenden Polymere mit Fettkette vom kationischen Typ, die erfindungsgemäß verwendet werden, sind vorzugsweise unter den quaternisierten Cellulosederivaten und Polyacrylaten mit aminierten, nicht cyclischen Seitenketten ausgewählt.

Die quaternisierten Celluloseverbindungen sind insbesondere:

  • – quaternisierte Cellulosen, die mit Gruppen modifiziert wurden, die mindestens eine Fettkette enthalten, wie Alkyl, Arylalkyl, Alkylaryl mit mindestens 8 Kohlenstoffatomen oder Gemische dieser Gruppen,
  • – quaternisierte Hydroxyethylcellulosen, die mit Gruppen modifiziert sind, die mindestens eine Fettkette enthalten, wie Aryl, Arylalkyl, Alkylaryl mit mindestens 8 Kohlenstoffatomen oder Gemische dieser Gruppen.

Die Alkylgruppen, die von den oben angegeben quaternisierten Cellulosen und Hydroxyethylcellulosen getragen werden, weisen vorzugsweise 8 bis 30 Kohlenstoffatome auf.

Die Arylgruppen bedeuten vorzugsweise die Gruppen Phenyl, Benzyl, Naphthyl oder Anthryl.

Als Beispiele für quaternisierte Alkylhydroxyethylcellulosen mit C8-30-Fettketten können die Produkte QUATRISOFT LM 200, QUATRISOFT LM-X 529-18-A, QUATRISOFT LM-X 529-18B (C12-Alkyl) und QUATRISOFT LM-X 529-8 (C18-Alkyl), die von der Firma AMERCHOL im Handel angeboten werden, und die Produkte CRODACEL QM, CRODACEL QL (C12-Alkyl) und CRODACEL QS (C18-Alkyl), die von der Firma CRODA im Handel sind, genannt werden.

Die quaternisierten oder nicht quaternisierten Polyacrylate mit aminierten Seitenketten, weisen beispielsweise hydrophobe Gruppen vom Typ Steareth 20 (polyethoxylierter (20) Stearylalkohol) auf.

Als Beispiele für Polyacrylate mit aminierten Seitenketten können die Polymere 8781–121B oder 9492–103 von der Firma NATIONAL STARCH angegeben werden.

In der erfindungsgemäßen Zusammensetzung zum oxidativen Färben wird vorzugsweise ein verdickendes Polymer mit Fettkette vom nichtionischen Typ verwendet.

Die verdickenden Polymere mit Fettkette vom anionischen, nichtionischen oder kationischen Typ werden vorzugsweise in einem Mengenanteil verwendet, der im Bereich von etwa 0,01 bis 10 Gew.-% des Gesamtgewichts der Farbmittelzusammensetzung liegen kann. Noch bevorzugter liegt der Mengenanteil im Bereich von etwa 0,1 bis 5 Gew.-%.

Die erfindungsgemäße gebrauchsfertige Zusammensetzung enthält vorzugsweise in der Farbmittelzusammensetzung (A) und/oder in der oxidierenden Zusammensetzung (B) einen oder mehrere grenzflächenaktive Stoffe.

Grenzflächenaktive Stoffe

Der grenzflächenaktive Stoff oder die grenzflächenaktiven Stoffe können in gleicher Weise unter den anionischen grenzflächenaktiven Stoffen, amphoteren grenzflächenaktiven Stoffen, nichtionischen grenzflächenaktiven Stoffen, zwitterionischen grenzflächenaktiven Stoffen und kationischen grenzflächenaktiven Stoffen oder deren Gemischen ausgewählt werden.

Für die Durchführung der vorliegenden Erfindung sind insbesondere die folgenden grenzflächenaktiven Stoffe geeignet:

(i) Anionische(r) grenzflächenaktive(r) Stoff(e)

Beispiele für anionische grenzflächenaktive Stoffe, die einzeln oder im Gemisch im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, sind insbesondere die Salze (besonders die Alkalisalze, insbesondere die Natriumsalze, Ammoniumsalze, Aminsalze, Aminoalkoholsalze oder Magnesiumsalze) der folgenden Verbindungen (nicht einschränkende Aufzählung): Alkylsulfate, Alkylethersulfate, Alkylamidoethersulfate, Alkylarylpolyethersulfate, Monoglyceridsulfate; Alkylsulfonate, Alkylphosphate, Alkylamidsulfonate, Alkylarylsulfonate, &agr;-Olefinsulfonate, Paraffinsulfonate; Alkyl(C6-24)sulfosuccinate, Alkyl(C6-24)ethersulfosuccinate, Alkyl(C6-24)amidsulfosuccinate; Alkyl(C6-24)sulfoacetate; Acyl(C6-24)sarcosinate und Acyl(C6-24)glutamate. Es können auch Alkyl(C6-24)polyglycosidcarbonsäureester verwendet werden, wie Alkylglucosidcitrate, Alkylpolyglycosidtartrate und Alkylpolyglycosidsulfosuccinate, Alkylsulfosuccinamate; Acylisethionate und N-Acyltaurate, wobei die Alkyl- oder Acylgruppe der verschiedenen Verbindungen vorzugsweise 12 bis 20 Kohlenstoffatome enthält und die Arylgruppe vorzugsweise Phenyl oder Benzyl bedeutet. Von den anionischen grenzflächenaktiven Stoffen, die ebenfalls verwendbar sind, können auch die Salze von Fettsäuren, wie die Salze von Ölsäure, Ricinolsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Säuren aus Kopraöl oder hydriertem Kopraöl; und die Acyllactylate angegeben werden, deren Acylgruppe 8 bis 20 Kohlenstoffatome enthält. Es können auch Alkyl-D-galactosid-uronsäuren und deren Salze, polyalkoxylierte Alkyl(C6-24)ethercarbonsäuren, polyalkoxylierte Alkyl(C6-24)arylethercarbonsäuren, polyalkoxylierte Alkyl(C6-24)amidoethercarbonsäuren und deren Salze, insbesondere Verbindungen mit 2 bis 50 Alkylenoxidgruppen und besonders Ethylenoxidgruppen und deren Gemische verwendet werden.

(ii) Nichtionische(r) grenzflächenaktive(r) Stoff(e)

Die nichtionischen grenzflächenaktiven Stoffe sind an sich bekannte Verbindungen (siehe insbesondere "Handbook of Surfactants" von M. R. PORTER, Hrsg. Blackie & Son (Glasgow und London), 1991, S. 116–178) und ihre Art ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung kein kritischer Parameter. Sie können insbesondere unter Alkoholen, &agr;-Diolen, Alkylphenolen ausgewählt werden, die polyethoxyliert, polypropoxyliert sind und eine Fettkette mit beispielsweise 8 bis 18 Kohlenstoffatomen aufweisen, wobei die Anzahl der Ethylenoxidgruppen oder Propylenoxidgruppen insbesondere im Bereich von 2 bis 50 liegen kann. Es können auch die Copolymere von Ethylenoxid und Propylenoxid, die Kondensate von Ethylenoxid und Propylenoxid mit Fettalkoholen; polyethoxylierte Fettamide mit vorzugsweise 2 bis 30 mol Ethylenoxid, mehrfach mit Glycerin veretherte Fettamide, die im Mittel 1 bis 5 Glyceringruppen und insbesondere 1,5 bis 4 Glyceringruppen enthalten; polyethoxylierte Fettamine mit vorzugsweise 2 bis 30 mol Ethylenoxid, ethoxylierte Sorbitanfettsäureester mit 2 bis 30 mol Ethylenoxid; Saccharosefettsäureester, Polyethylenglycolfettsäureester, Alkylpolyglycoside, N-Alkylglucaminderivate, und Aminoxide, wie Alkyl(C10-14)aminoxide oder N-Acylaminopropylmorpholinoxide angegeben werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Alkylpolyglycoside nichtionische grenzflächenaktive Stoffe sind, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung besonders gut geeignet sind.

(iii) Amphotere(r) oder zwitterionische(r) grenzflächenaktive(r) Stoff(e)

Die amphoteren oder zwitterionischen grenzflächenaktiven Stoffe, deren Art im Rahmen der vorliegenden Erfindung kein kritischer Parameter ist, können insbesondere unter den sekundären oder tertiären aliphatischen Aminderivaten ausgewählt werden, worin die aliphatische Gruppe eine gerade oder verzweigte Gruppe mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen ist, die mindestens eine wasserlösliche anionische Gruppe aufweist (beispielsweise Carboxylat, Sulfonat, Sulfat, Phosphat oder Phosphonat) (nicht einschränkende Aufzählung); es können auch die Alkyl(C8-20)betaine, Sulfobetaine, Alkyl(C8-20)amidoalkyl(C1-6)betaine oder Alkyl(C8-20)amidoalkyl(C1-6)sulfobetaine angegeben werden.

Von den Aminderivaten können die Produkte angegeben werden, die unter der Bezeichnung MIRANOL im Handel erhältlich sind, beispielsweise die in den Patenten US-2 528 378 und US-2 781 354 beschriebenen Produkte, die nach CTFA-Nomenklatur, 3. Ausgabe, 1982 als Amphocarboxyglycinates und Amphocarboxypropionates bezeichnet werden und die folgenden Strukturen aufweisen: R34-CONHCH2CH2-N(R35)(R36)(CH2COO),worin bedeuten: R34 eine Alkylgruppe einer Säure R34-COOH, die in hydrolysiertem Kopraöl vorliegt, Heptyl, Nonyl oder Undecyl, R35 eine &bgr;-Hydroxyethylgruppe und R36 eine Carboxymethylgruppe; und R34'-CONHCH2CH2-N(B)(C),worin bedeuten:

B -CH2CH2OX', C -(CH2)z-Y' mit z = 1 oder 2,

X' die Gruppe -CH2CH2-COOH oder ein Wasserstoffatom,

Y' -COOH oder die Gruppe -CH2-CHOH-SO3H,

R34' eine Alkylgruppe einer Säure R37-COOH, die in hydrolysiertem Leinöl oder Kopraöl vorliegt, Alkyl, insbesondere mit 7, 9, 11 oder 13 Kohlenstoffatomen, eine C17-Alkylgruppe und ihre Isoform, eine ungesättigte C17-Gruppe.

Diese Verbindungen werden gemäß CTFA-Nomenklatur, 5. Ausgabe, 1993 als Disodium Cocoamphodiacetate, Disodium Lauroamphodiacetate, Disodium Caprylamphodiacetate, Disodium Capryloamphodiacetate, Disodium Cocoamphodipropionate, Disodium Lauroamphodipropionate, Disodium Caprylamphodipropionate, Disodium Capryloamphodipropionate, Lauroamphodipropionic acid, Cocoamphodipropionic acid bezeichnet.

Als Beispiel kann das Cocoamphodiacetat angegeben werden, das unter der Handelsbezeichnung MIRANOL® C2M Konzentrat von der Firma RHODIA CHIMIE angeboten wird.

(iv) Kationische grenzflächenaktive Stoffe:

Von den kationischen grenzflächenaktiven Stoffen können insbesondere (nicht einschränkende Aufzählung) angegeben werden: Salze von primären, sekundären oder tertiären, gegebenenfalls polyalkoxylierten Fettaminen; quartäre Ammoniumsalze, beispielsweise die Chloride oder Bromide von Tetraalkylammonium, Alkylamidoalkyltrialkylammonium, Trialkylbenzylammonium, Trialkylhydroxyalkylammonium oder Alkylpyridinium; Imidazolinderivate; oder Aminoxide mit kationischem Charakter.

Die Mengenanteile der in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung vorliegenden grenzflächenaktiven Stoffe können im Bereich von 0,01 bis 40% und vorzugsweise 0,1 bis 30% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung liegen.

Die erfindungsgemäße gebrauchsfertige Zusammensetzung kann ferner auch in der Farbmittelzusammensetzung (A) und/oder der oxidierenden Zusammensetzung (B) Stoffe zur Einstellung der Rheologie enthalten, wie beispielsweise Verdickungsmittel auf Cellulosebasis (Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylcellulose, Carboxymethylcellulose ...), Guargummi und seine Derivate (Hydroxypropylguar), Gummen mikrobieller Herkunft (Xanthangummi, Scleroglucane ...), synthetische Verdickungsmittel, wie vernetzte Homopolymere von Acrylsäure oder Acrylamidopropansulfonsäure.

Die zusätzlichen Verdickungsmittel können 0,01 bis 10 Gew.-% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung ausmachen.

Das zum Färben geeignete Medium der Zusammensetzung ist vorzugsweise ein wässeriges Medium, das aus Wasser besteht und vorteilhaft kosmetisch akzeptable organische Lösungsmittel enthalten kann, darunter insbesondere Alkohole, wie Ethanol, Isopropanol, Benzylalkohol und Phenylethylalkohol, oder Glycole oder Glycolether, beispielsweise Ethylenglycolmonomethylether, Ethylenglycolmonoethylether und Ethylenglycolmonobutylether, Propylenglycol oder seine Ether, wie beispielsweise Propylenglycolmonomethylether, Butylenglycol, Dipropylenglycol sowie die Alkylether von Diethylenglycol, beispielsweise Diethylenglycolmonoethylether oder Diethylenglycolmonobutylether, in Konzentrationen von etwa 0,5 bis 20% und vorzugsweise etwa 2 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.

Die erfindungsgemäße Farbmittelzusammensetzung kann in einer wirksamen Menge auch weitere Stoffe enthalten, die im Stand der Technik für das oxidative Färben bekannt sind, beispielsweise verschiedene übliche Zusatzstoffe, beispielsweise Maskierungsmittel, wie EDTA und Etidronsäure, UV-Filter, Wachse, flüchtige oder nichtflüchtige, cyclische, lineare oder verzweigte Silicone, die gegebenenfalls organomodifiziert (insbesondere mit Aminogruppen) sind, Konservierungsmittel, Ceramide, Pseudoceramide, pflanzliche Öle, Mineralöle oder synthetische Öle, Vitamine oder Provitamine wie Panthenol, Trübungsmittel, etc.

Die Zusammensetzung kann auch Reduktionsmittel oder Antioxidantien enthalten. Diese können insbesondere unter Natriumsulfit, Thioglycolsäure, Thiomilchsäure, Natriumbisulfit, Dehydroascorbinsäure, Hydrochinon, 2-Methylhydrochinon, t-Butylhydrochinon und Homogentisinsäure ausgewählt werden; sie liegen im Allgemeinen in Mengenanteilen von 0,05 bis 1,5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vor.

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann auch einen oder mehrere Fettalkohole enthalten, wobei diese Fettalkohole in reiner Form oder als Gemisch eingearbeitet werden. Von diesen kommen insbesondere Laurylalkohol, Cetylalkohol, Stearylalkohol, Oleylalkohol und deren Gemische in Betracht. Diese Fettalkohole können etwa 0,001 bis 20 Gew.-% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung ausmachen.

Der Fachmann wird natürlich die gegebenenfalls vorliegende(n) zusätzliche(n) Verbindung(en) so auswählen, dass die mit der erfindungsgemäßen gebrauchsfertigen Zusammensetzung verbundenen vorteilhaften Eigenschaften durch den beabsichtigten Zusatz oder die Zusätze nicht oder nicht wesentlich verändert werden.

In der oxidierenden Zusammensetzung (B) ist das Oxidationsmittel vorzugsweise unter Wasserstoffperoxid, Harnstoffperoxid, Alkalimetallbromaten oder Alkalimetallferricyaniden, Salzen von Persäuren, wie Perboraten und Persulfaten ausgewählt. Die Verwendung von Wasserstoffperoxid ist besonders bevorzugt. Dieses Oxidationsmittel besteht vorzugsweise aus einer Wasserstoffperoxidlösung, deren Titer insbesondere im Bereich von etwa 1 bis 40 Volumina und noch bevorzugter etwa 5 bis 40 Volumina liegen kann.

Als Oxidationsmittel können auch ein oder mehrere Redoxenzyme verwendet werden, wie Laccasen, Peroxidasen und Oxidoreductasen (2 Elektronen) (wie Uricase), gegebenenfalls in Gegenwart ihres jeweiligen Donors oder Cofaktors.

Der pH-Wert der Farbmittelzusammensetzung (A) oder der gebrauchsfertigen Zusammensetzung, die auf die Keratinfasern aufgetragen wird (Zusammensetzung, die beim Mischen der Farbmittelzusammensetzung (A) und der oxidierenden Zusammensetzung (B) gebildet wird), liegt im Allgemeinen im Bereich von 4 bis 12. Er liegt vorzugsweise im Bereich von 6 bis 11 und er kann mit Alkalisierungsmitteln oder Ansäuerungsmitteln auf den gewünschten Wert eingestellt werden, die im Stand der Technik des Färbens von Keratinfasern bekannt sind.

Von den Alkalisierungsmitteln können beispielsweise Ammoniak, Alkalicarbonate, Alkanolamine, wie Mono-, Di- und Triethanolamin sowie deren Derivate, Hydroxyalkylamine und Ethylendiamine, die ethoxyliert und/oder propoxyliert sind, Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid und die Verbindungen der folgenden Formel (IV) angegeben werden: worin R eine gegebenenfalls mit einer Hydroxygruppe oder einer C1-4-Alkylgruppe substituierte Propylengruppe ist; und die Gruppen R15, R16, R17 und R18, die gleich oder verschieden sind, Wasserstoff, C1-4-Alkyl oder C1-4-Hydroxyalkyl bedeuten.

Ansäuerungsmittel sind gewöhnlich beispielsweise anorganische oder organische Säuren, wie Salzsäure, Orthophosphorsäure, Carbonsäuren, beispielsweise Weinsäure, Citronensäure oder Milchsäure, oder Sulfonsäuren.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Färben besteht vorzugsweise darin, die gebrauchsfertige Zusammensetzung, die bedarfsgemäß bei der Anwendung aus den oben beschriebenen Zusammensetzungen (A) und (B) hergestellt wird, auf die feuchten oder trockenen Keratinfasern aufzutragen, während einer Zeitspanne von vorzugsweise etwa 1 bis 60 Minuten und noch bevorzugter etwa 10 bis 45 Minuten einwirken zu lassen, die Fasern zu spülen, gegebenenfalls mit Haarwaschmittel zu waschen, nochmals zu spülen und dann zu trocknen.

Nachstehend werden konkrete Beispiele zu Erläuterung der Erfindung angegeben, die jedoch nicht einschränkend zu verstehen sind.

BEISPIELE

Es werden die folgenden Zusammensetzungen hergestellt: Fettalkohol 2,3 g ethoxylierter Fettalkohol 0,6 g Fettsäureamid 0,9 g Glycerin 0,5 g Wasserstoffperoxid 7,5 g Parfum qs entmineralisiertes Wasser ad 100 g

Ws*
= wirksame Substanz

Die Farbmittelzusammensetzung wird bei der Anwendung in einer Plastikschale während 2 Minuten mit der oben angegebenen oxidierenden Zusammensetzung in einer Menge von 1 Teil Farbmittelzusammensetzung auf 1,5 Teile der oxidierenden Zusammensetzung vermischt.

Das erhaltene Gemisch wird auf natürliche Haarsträhnen mit 90% weißen Haaren aufgetragen und 30 Minuten einwirken gelassen. Dann werden die Strähnen mit Wasser gespült, mit Haarwaschmittel gewaschen, nochmals mit Wasser gespült, getrocknet und gekämmt. Die Haare sind in einer kräftigen hellbraunen Nuance gefärbt.

Solche Ergebnisse werden auch erhalten, wenn in dem oben angegebenen Beispiel das quartäre Polyammonium (W) durch die gleiche Gewichtsmenge Miranol A15 ersetzt wird, das von der Firma MIRANOL im Handel angeboten wird.


Anspruch[de]
Zusammensetzung zum oxidativen Färben von Keratinfasern, insbesondere menschlichen Keratinfasern, wie Haaren, die in einem zum Färben geeigneten Medium mindestens einen Oxidationsfarbstoff enthält, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner eine Kombination enthält, die mindestens ein Dialkyldiallylammonium-Cyclohomopolymer mit Wiederholungseinheiten der folgenden Formel (I): wobei in der Formel (I) k und t 0 oder 1 sind, wobei die Summe k + t 1 bedeutet; R1 ein Wasserstoffatom oder Methyl bedeutet;

R2 und R3 unabhängig voneinander eine Alkylgruppe mit 1 bis 22 Kohlenstoffatomen, eine Hydroxyalkylgruppe, bei der die Alkylgruppe vorzugsweise 1 bis 5 Kohlenstoffatome aufweist, eine niedere (C1-4) Amidoalkylgruppe bedeuten oder R2 und R3 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, heterocyclische Gruppen bilden können, wie Piperidinyl oder Morpholinyl; wobei R2 und R3 unabhängig voneinander vorzugsweise eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten;

und Y ein Anion ist, das von einer anorganischen oder organischen Säure abgeleitet ist;

und mindestens eine quartäre Polyammoniumverbindung mit Wiederholungseinheiten der folgenden Formeln (II) oder (III) umfasst: wobei in der Formel (II) die Gruppen R4, R5, R6 und R7, die gleich oder verschieden sind, eine Alkyl- oder Hydroxyalkylgruppe mit etwa 1 bis 4 Kohlenstoffatome bedeuten, n und p ganze Zahlen im Bereich von etwa 2 bis 20 sind und X ein von einer anorganischen oder organischen Säure abgeleitetes Anion bedeutet; -[-N+(CH3)2-(CH2)p-NH-CO-D-NH-(CH2)p-N+(CH3)2-(CH2)2-O-(CH2)2-]-2X(III)wobei in der Formel (III) p eine ganze von etwa 1 bis 6 bedeutet, D nicht vorhanden sein kann oder eine Gruppe -(CH2)r-CO- bedeuten kann, wobei r 4 oder 7 bedeutet, und X ein Anion ist, das von einer anorganischen oder organischen Säure abgeleitet ist.
Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Formel (I) R1 Wasserstoff, R2 und R3 Methyl und Y Chlor bedeutet. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Formel (II) R4, R5, R6 und R7 Methyl oder Ethyl und X ein Halogenatom bedeutet. Zusammensetzung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Formel (II) R4, R5, R6 und R7 Methyl bedeutet, n = 3, p = 6 und X Chlor bedeutet. Zusammensetzung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Formel (II) R4 und R5 Methyl bedeutet, R6 und R7 Ethyl bedeutet, n = p = 3 und X Brom bedeutet. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Formel (III) D nicht vorhanden ist und X Chlor bedeutet. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Dialkyldiallylammonium-Cyclohomopolymer mit Einheiten der Formel (I) 0,05 bis 5 Gew.-% und vorzugsweise 0,1 bis 3% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung ausmacht. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 oder 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die quartäre Polyammoniumverbindung mit Einheiten der Formel (II) oder (III) 0,05 bis 10 Gew.-% und vorzugsweise 0,2 bis 5% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung ausmacht. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewichtsverhältnis der quartären Polyammoniumverbindung mit Einheiten der Formel (II) oder (III) und des Dialkyldiallylammonium-Cyclohomopolymers der Formel (I) im Bereich von 0,1 bis 50 liegt. Zusammensetzung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewichtsverhältnis der quartären Polyammoniumverbindung mit Einheiten der Formel (II) oder (III) und des Dialkyldiallylammonium-Cyclohomopolymers der Formel (I) im Bereich von 1 bis 10 liegt. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Oxidationsfarbstoff unter den Oxidationsbasen und Kupplern ausgewählt ist. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung mindestens eine Oxidationsbase enthält. Zusammensetzung nach den Ansprüchen 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxidationsbasen unter den o- oder p-Phenylendiaminen, Doppelbasen, o- oder p-Aminophenolen und den heterocyclischen Basen sowie den Additionssalzen dieser Verbindungen mit einer Säure ausgewählt sind. Zusammensetzung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die p-Phenylendiamine unter den Verbindungen der folgenden Formel (I) ausgewählt sind: worin bedeuten:

– R1 ein Wasserstoffatom, C1-4-Alkyl, C1-4-Monohydroxyalkyl, C2-4-Polyhydroxyalkyl, Alkoxy(C1-4)alkyl(C1-4), eine mit einer Stickstoff-haltigen Gruppe substituierte C1-4-Alkylgruppe, Phenyl oder 4'-Aminophenyl;

– R2 ein Wasserstoffatom, C1-4-Alkyl, C1-4-Monohydroxyalkyl, C2-4-Polyhydroxyalkyl, Alkoxy(C1-4)alkyl(C1-4) oder eine mit einer Stickstoff-haltigen Gruppe substituierte C1-4-Alkylgruppe,

– wobei R1 und R2 auch mit dem Stickstoffatom, von dem sie getragen werden, einen 5- oder 6-gliedrigen Stickstoffheterocyclus bilden können, der gegebenenfalls mit einer oder mehreren Gruppen Alkyl, Hydroxy oder Ureido substituiert ist;

– R3 ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, wie Chlor, C1-4-Alkyl, Sulfo, Carboxy, C1-4-Monohydroxyalkyl, C1-4-Hydroxyalkoxy, C1-4-Acetylaminoalkoxy, C1-4-Mesylaminoalkoxy oder C1-4-Carbamoylaminoalkoxy,

– R4 ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder C1-4-Alkyl.
Zusammensetzung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Doppelbasen unter den Verbindungen der folgenden Struktur (II) ausgewählt sind: worin bedeuten:

– die Gruppen Z1 und Z2, die gleich oder verschieden sind, die Gruppe Hydroxy oder -NH2, die mit einer C1-4-Alkylgruppe oder einer Verbindungsgruppe Y substituiert sein kann;

– die Verbindungsgruppe Y eine geradkettige oder verzweigte Alkylenkette mit 1 bis 14 Kohlenstoffatomen, die durch eine oder mehrere Stickstoff-haltige Gruppen und/oder ein oder mehrere Heteroatome, wie Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff, unterbrochen oder abgeschlossen sein kann und gegebenenfalls mit einer oder mehreren Hydroxygruppen oder C1-6-Alkoxygruppen substituiert ist;

– die Gruppen R5 und R6 ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, C1-4-Alkyl, C1-4-Monohydroxyalkyl, C2-4-Polyhydroxyalkyl, C1-4-Aminoalkyl oder eine Verbindungsgruppe Y;

– die Gruppen R7, R8, R9, R10, R11 und R12, die gleich oder verschieden sind, ein Wasserstoffatom, eine Verbindungsgruppe Y oder eine C1-4-Alkylgruppe;

– mit der Maßgabe, dass die Verbindungen der Formel (II) nur eine Verbindungsgruppe Y pro Molekül enthalten.
Zusammensetzung nach den Ansprüchen 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Stickstoff-haltigen Gruppen unter den Gruppen Amino, Monoalkyl(C1-4)amino, Dialkyl(C1-4)amino, Trialkyl(C1-4)amino, Monohydroxyalkyl(C1-4)amino, Imidazolinium und Ammonium ausgewählt sind. Zusammensetzung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die p-Aminophenole unter den Verbindungen der folgenden Struktur (III) ausgewählt sind: worin bedeuten:

– R13 ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, wie Fluor, C1-4-Alkyl, C1-4-Monohydroxyalkyl, Alkoxy(C1-4)alkyl(C1-4), C1-4-Aminoalkyl oder Hydroxyalkyl(C1-4)aminoalkyl(C1-4),

– R14 ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, wie Fluor, C1-4-Alkyl, C1-4-Monohydroxyalkyl, C2-4-Polyhydroxyalkyl, C1-4-Aminoalkyl, C1-4-Cyanoalkyl oder Alkoxy(C1-4)alkyl(C1-4).
Zusammensetzung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die heterocyclischen Basen unter den Pyridinderivaten, Pyrimidinderivaten und darunter Pyrazolopyrimidinen und Pyrazolderivaten ausgewählt sind. Zusammensetzung nach den Ansprüchen 11 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxidationsbasen in Konzentrationen von 0,0005 bis 12 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, enthalten sind. Zusammensetzung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Kuppler unter den m-Phenylendiaminen, m-Aminophenolen, m-Dihydroxybenzolen, heterocyclischen Kupplern und den Additionssalzen dieser Verbindungen mit einer Säure ausgewählt sind. Zusammensetzung nach den Ansprüchen 11, 12 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Kuppler in Konzentrationen von 0,0001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, enthalten sind. Zusammensetzung nach den Ansprüchen 13 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Additionssalze der Oxidationsbasen und Kuppler mit einer Säure unter den Hydrochloriden, Hydrobromiden, Sulfaten, Tartraten, Lactaten und Acetaten ausgewählt sind. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner Direktfarbstoffe enthält. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner mindestens ein Reduktionsmittel in Mengenanteilen von 0,05 bis 3 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung enthält. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner einen oder mehrere Fettalkohole enthält. Zusammensetzung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Fettalkohole 0,001 bis 20% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung ausmachen. Gebrauchsfertige Zusammensetzung zum oxidativen Färben von Keratinfasern, insbesondere menschlichen Keratinfasern, wie Haaren, dadurch gekennzeichnet, dass sie durch Mischen einer in den Ansprüchen 1 bis 26 definierten Zusammensetzung (A) und einer Zusammensetzung (B), die mindestens ein Oxidationsmittel enthält, erhalten wird. Zusammensetzung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass das Oxidationsmittel unter Wasserstoffperoxid, Harnstoffperoxid, Alkalimetallbromaten oder Alkalimetallferricyaniden, Salzen von Persäuren, Redoxenzymen, wie Laccasen, Peroxidasen und Oxidoreductasen (2 Elektronen) gegebenenfalls in Gegenwart ihres jeweiligen Donors oder Cofaktors ausgewählt ist. Zusammensetzung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Oxidationsmittel um Wasserstoffperoxid handelt. Zusammensetzung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass das Oxidationsmittel eine Wasserstoffperoxidlösung ist, deren Titer im Bereich von 1 bis 40 Volumina liegt. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen pH-Wert von 4 bis 12 aufweist. Zusammensetzung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung (A) und/oder die Zusammensetzung (B) mindestens verdickendes Polymer mit mindestens einer Fettkette enthält. Zusammensetzung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass das verdickende Polymer mit Fettkette vom nichtionischen Typ ist. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 32 oder 33, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die verdickenden Polymere mit Fettkette 0,01 bis 10 Gew.-% und vorzugsweise 0,1 bis 5 Gew.-% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung ausmachen. Zusammensetzung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung (A) und/oder die Zusammensetzung (B) mindestens einen grenzflächenaktiven Stoff enthält, der unter den anionischen, kationischen, nichtionischen oder amphoteren grenzflächenaktiven Stoffen ausgewählt ist. Zusammensetzung nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, dass die grenzflächenaktiven Stoffe 0,01 bis 40% und vorzugsweise 0,1 bis 30% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung, ausmachen. Zusammensetzung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung (A) und/oder die Zusammensetzung (B) ein Verdickungsmittel enthält, das unter den Cellulosederivaten, Guarderivaten, Gummen mikrobieller Herkunft, synthetischen Verdickungsmitteln, die keine Fettkette aufweisen, ausgewählt ist. Zusammensetzung nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Verdickungsmittel 0,01 bis 10 Gew.-% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung ausmachen. Verfahren zum Färben von Keratinfasern und insbesondere menschlichen Keratinfasern, wie Haaren, dadurch gekennzeichnet, dass es darin besteht, auf die Fasern eine Farbmittelzusammensetzung (A) aufzutragen, die in einem zum Färben geeigneten Medium mindestens einen Oxidationsfarbstoff und eine Kombination enthält, die mindestens ein Dialkyldiallylammonium-Cyclohomopolymer mit Einheiten der Formel (I), wie es in den Ansprüchen 1 oder 2 definiert wurde, und mindestens eine quartäre Polyammoniumverbindung mit Einheiten der Formel (II) oder (III), wie sie in den Ansprüchen 1 und 3 bis 6 definiert wurde, umfasst, und die Farbe bei einem alkalischen, neutralen oder sauren pH-Wert mit einer Zusammensetzung (B) zu bilden, die mindestens ein Oxidationsmittel enthält und bei der Anwendung mit der Zusammensetzung (A) vermischt wird oder ohne zwischenzeitliches Spülen getrennt davon anschließend aufgetragen wird. Verfahren zum Färben von Keratinfasern und insbesondere menschlichen Keratinfasern, wie Haaren, dadurch gekennzeichnet, dass es darin besteht, auf die Fasern eine Farbmittelzusammensetzung (A) aufzutragen, die in einem zum Färben geeigneten Medium mindestens einen Oxidationsfarbstoff enthält, und die Farbe bei einem alkalischen, neutralen oder sauren pH-Wert mit Hilfe einer oxidierenden Zusammensetzung (B) zu bilden, die bei der Anwendung mit der Farbmittelzusammensetzung vermischt wird oder ohne zwischenzeitliches Spülen getrennt davon anschließend aufgetragen wird, wobei mindestens ein Dialkyldiallylammonium-Cyclohomopolymer mit Einheiten der Formel (I), wie es in den Ansprüchen 1 oder 2 definiert wurde, und mindestens eine quartäre Polyammoniumverbindung mit Einheiten der Formel (II) oder (III), wie sie in den Ansprüchen 1 und 3 bis 6 definiert wurde, gemeinsam in der oxidierenden Zusammensetzung (B) enthalten sind oder getrennt voneinander in jeder der Zusammensetzungen (A) oder (B). Vorrichtung mit mehreren Abteilungen oder "Kit" zum oxidativen Färben von Keratinfasern und insbesondere menschlichen Keratinfasern, wie Haaren, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Abteilungen enthalten sind, wobei eine Abteilung mindestens eine Oxidationsbase und eine andere Abteilung ein Oxidationsmittel enthält, wobei mindestens ein Dialkyldiallylammonium-Cyclohomopolymer mit Einheiten der Formel (I), wie es in den Ansprüchen 1 oder 2 definiert wurde, und mindestens eine quartäre Polyammoniumverbindung mit Einheiten der Formel (II) oder (III), wie sie in den Ansprüchen 1 und 3 bis 6 definiert wurde, gemeinsam in der ersten Abteilung und/oder in der zweiten Abteilung enthalten sind oder getrennt voneinander in jeder der beiden Zusammensetzungen.






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