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Dokumentenidentifikation DE602004005055T2 21.06.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001662903
Titel NAHRUNGSMITTELZUSAMMENSETZUNG
Anmelder Unilever N.V., Rotterdam, NL
Erfinder EPPLER, Wolfgang Unilever Bestfoods Deutschl, 74074 Heilbronn, DE;
GLAETSCH, Brigitte Unilever Bestfoods Deutschl, 74074 Heilbronn, DE;
MAHUT, Jean B. Unilever, 74074 Heilbronn, DE;
MULLER, Rudi Gunter Unile, 74074 Heilbronn, DE
Vertreter Lederer & Keller, 80538 München
DE-Aktenzeichen 602004005055
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 19.08.2004
EP-Aktenzeichen 047642707
WO-Anmeldetag 19.08.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/EP2004/009285
WO-Veröffentlichungsnummer 2005023017
WO-Veröffentlichungsdatum 17.03.2005
EP-Offenlegungsdatum 07.06.2006
EP date of grant 28.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.2007
IPC-Hauptklasse A23L 1/29(2006.01)A, F, I, 20061114, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A23L 1/307(2006.01)A, L, I, 20061114, B, H, EP   A23L 1/305(2006.01)A, L, I, 20061114, B, H, EP   A61K 38/01(2006.01)A, L, I, 20061114, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Bereich der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft Nahrungsmittelzusammensetzungen mit verbesserten physikalischen und organoleptischen Eigenschaften, und welche zur Verwendung als Mahlzeitenersatzprodukte geeignet sind.

Hintergrund der Erfindung

Das Vorkommen von Fettleibigkeit und die Anzahl an Menschen, welche als übergewichtig angesehen werden in Ländern, wo eine sogenannten westliche Diät angenommen wird, ist über das letzte Jahrzehnt drastisch gestiegen. Da Fettleibigkeit und Übergewicht allgemein dafür bekannt sind, mit einer Vielfalt an Erkrankungen in Verbindung zu stehen, wie Herzerkrankung, Typ 2 Diabetes, Bluthochdruck und Atherosklerose, ist dieser Anstieg eine größere Gesundheitsbesorgnis für die medizinische Welt und für Einzelpersonen gleichermaßen. Ferner wird übergewichtig Sein von der Mehrheit der westlichen Bevölkerung als unattraktiv angesehen.

Dies hat zu einem steigenden Interesse von Konsumenten an ihrer Gesundheit geführt und hat einen Bedarf für Produkte erzeugt, die helfen, tägliche Kalorienaufnahme zu verringern oder zu kontrollieren und/oder Körpergewicht und/oder körperliche Erscheinung zu kontrollieren.

Es sind mehrere Lösungen vorgeschlagen worden, Einzelpersonen zu helfen, ihr Gewicht zu kontrollieren. Unter diesen Lösungen ist die Verwendung von Arzneien, z.B. um die Aktivität von Enzymen im Verdauungssystem zu unterdrücken. Jedoch wird die Verwendung von Arzneien häufig nicht bevorzugt, sofern sie nicht für medizinische Zwecke streng erforderlich ist.

Eine weitere vorgeschlagene Lösung ist, den Einzelpersonen eine spezifische Diät zu verschreiben, zum Beispiel eine Diät mit einer begrenzten Kalorienaufnahme pro Tag. Ein Problem bei diesen Diäten ist, dass sie häufig kein gesundes Ernährungsgleichgewicht vorsehen und/oder sie schwierig an moderne Lebensstile anzupassen sind.

Mahlzeitenersatzprodukte sind ebenfalls als Teil einer gesunden Diät vorgeschlagen worden, um Körpergewicht zu kontrollieren oder zu verringern. Zum Beispiel offenbart US-5688547 eine ernährungsmäßige Mahlzeitenersatzzusammensetzung, welche Ballaststoffe, Protein und ein Cellulosegummi und Gel umfasst.

Diese Mahlzeitenersatzprodukte sind im Allgemeinen Produkte, die beabsichtigt sind, als ein Einzelportion-Nahrungsmittelprodukt konsumiert zu werden, wie ein Riegel, Getränk usw., um eine oder zwei Mahlzeiten am Tag zu ersetzen. Die Mahlzeitenersatzprodukte sind so entworfen, dass sie einerseits eine begrenzte Kalorienaufnahme vorsehen, aber andererseits ein gesundes Gleichgewicht von Nahrungsmittelinhaltsstoffen vorsehen und bequem in die tägliche Diät einer Einzelperson einzubeziehen sind.

Eine zunehmend beliebte Form der Nahrungsaufnahme von Nährstoffen für jene, welche danach streben, Gewicht zu verlieren, ist der Nahrungsriegel. Der Nahrungsriegel sieht ein bequemes Vehikel zum Ersetzen einer Mahlzeit oder zum Ergänzen von Mahlzeiten als Snack vor. Während Konsumenten eine Präferenz für Snacks und andere Nahrungsmittel ausdrücken, welche gesünder sind und welche ihnen helfen können, ihre Gewichtsverlustziele zu erreichen, zeigen sie wenig Neigung, die organoleptischen Eigenschaften ihrer Lieblingsnahrungsmittel zu opfern. Daher muss der erfolgreiche Nahrungsmittelformulierer den Nährwert des Nahrungsmittels verbessern, während wünschenswerte organoleptische Eigenschaften beibehalten werden.

Andere Formen von Mahlzeitenersatzprodukten schließen Suppen, Teigwarenprodukte und Getreideprodukte ein. Häufig werden diese Produkte dem Konsumenten in Form einer dehydrierten Zusammensetzung bereitgestellt, zu welcher der Konsument dann Wasser oder eine andere Flüssigkeit wie Milch zugeben kann, um das fertige Mahlzeitenersatzprodukt herzustellen.

Die Anforderungen, die an oben diskutierte Mahlzeitenersatzprodukte (oder gemäß der offiziellen Definition Produkte zum Mahlzeitenersatz für Gewichtskontrolle) oder andere kalorienarme Produkte gestellt werden, sind sehr streng, wobei Produkte bestimmte Gehalte an Bestandteilen brauchen, um Regulierungskriterien zufrieden zu stellen. Zum Beispiel erfordert die EU Richtlinie 96/8/EC für Nahrungsmittel, welche zur Verwendung in energiebegrenzten Diäten zur Gewichtsreduktion beabsichtigt sind, dass, um als Mahlzeitenersatz vermarktet zu werden, mindestens 25% der Nahrungsmittelenergie in dem Nahrungsmittelprodukt aber nicht mehr als 50% in Form von Proteinen vorgesehen werden müssen. Der Fettgehalt des Nahrungsmittelprodukts darf 30% der gesamten verfügbaren Energie nicht übersteigen. Ferner muss der Gesamtenergiegehalt des Produkts von 200 bis 400 kcal sein.

Zusätzlich legt die EU Richtlinie 96/8/EC fest, dass das Nahrungsmittelprodukt das erforderliche Gleichgewicht von Aminosäuren haben muss. Die Bestimmungen für Protein werden relativ zum Standard FAO/WHO (1985) Referenzprotein berechnet. Die Proteinzusammensetzung einer Mahlzeit muss mindestens gleich 80% von der des Referenzproteins sein. Der chemische Index ist das Profil von essentiellen Aminosäuren. Die Aminosäure-Anforderungen für das Referenzprotein sind:

Um diese Kriterien zu erfüllen, ist es notwendig, einen hohen Proteingehalt einzusetzen, und das richtige Gleichgewicht von Aminosäuren innerhalb dieses Proteins sicherzustellen. Vorhergehend ist dies durch Verwenden von primär Tierproteinen wie Molkereiproteinen aus Quellen wie Milchpulver und Molkeprotein erreicht worden. Pflanzenproteine sind ebenfalls verwendet worden, um den hohen Proteingehalt zu erreichen.

Jedoch ist gefunden worden, dass diese Proteine eine größeren Auswirkung auf die Eigenschaften des Nahrungsmittelprodukts haben, wie die Erscheinung, den Geschmack und die Textur. Solche Proteine haben eine negative Auswirkung auf Mundgefühl, indem Produkte klebriger, klumpiger oder pulveriger oder viskoser sind, als es wünschenswert ist. Dies tritt auf, weil die Proteine bei hohen Gehalten verwendet werden und nicht gut hydratisieren. Im Fall von dehydratisierten Produkten wie Instantsuppe-Zusammensetzungen, ist Zugeben von mehr Wasser zum Produkt, um die Klebrigkeit und Viskosität zu verringern, keine annehmbare Lösung, da dies das Volumen signifikant erhöhen wird und das Produkt nicht als eine „Einzelportion" angesehen werden wird, welche durch den Konsumenten konsumiert werden kann.

Die Proteine können ebenfalls eine negative Auswirkung auf den Geschmack haben, zum Beispiel durch Maskieren anderer Aromen innerhalb des Nahrungsmittelprodukts. Die Proteine haben häufig einen schlechten oder wenigstens charakteristischen und weniger wünschenswerten Geschmack. Da der erforderliche Proteingehalt für Mahlzeitenersatzprodukte sehr hoch ist und die Proteine daher in einem hohen Prozentsatz des Produkts angewendet werden müssen, muss der Geschmack der Proteine durch Erhöhen der Menge der gewünschten Aromen kompensiert werden.

Ein weiterer Nachteil von Zusammensetzungen nach Stand der Technik ist, dass die Proteinquellen eine weniger wünschenswerte Erscheinung ergeben können, zum Beispiel indem sie eine weißmachende Wirkung haben, welche unerwünscht sein kann, insbesondere in Produkten, welche beabsichtigt sind, im Wesentlichen transparent zu sein (z.B. klare Suppen).

Ein weiterer Nachteil ist der inhärent niedrige Proteingehalt in vielen der vorher verwendeten Proteinquellen. Falls die Proteinquelle einen niedrigen Proteingehalt hat, muss eine viel größere Menge verwendet werden, um den erforderlichen Proteingehalt für Mahlzeitenersatzprodukte zu erfüllen. Viele der Proteinquellen werden in Form eines Pulvers in das Produkt eingeschlossen. Jedoch hat die sich ergebende Zusammensetzung bei hohen Gehalten dieser Pulver Mischprobleme wenn Wasser oder andere Flüssigkeit zugegeben wird. Dispersionsprobleme als Folge des hohen Pulvergehalts sind üblich. Ferner ist es nicht unkompliziert, einfach eine andere Proteinquelle zu verwenden. Zum Beispiel können in Produkten mit niedrigem pH wie Tomatensuppe nur bestimmte Typen von Proteinen verwendet werden, um den notwendigen pH zu erreichen.

Solche Proteine sind daher aufgrund ihrer negativen Auswirkung auf die vielen Eigenschaften von Nahrungsmittelzusammensetzungen insbesondere im Bereich von Mahlzeitenersatzprodukten unerwünscht.

Die vorliegende Erfindung strebt danach, ein oder mehrere der oben erwähnten Probleme anzusprechen.

Insbesondere ist es ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, Mahlzeitenersatzprodukte oder andere Kalorienkontrollierten Produkte vorzusehen, welche einen hohen Proteingehalt haben, aber welche ebenfalls gute organoleptische Eigenschaften, selbst bei Lagerung, beibehalten.

GB-A-2019409 betrifft ein festes Diätnahrungsmittel mit hohem Proteingehalt, welches hydrolysierte Gelatine enthält.

GB-A-1526107 betrifft eine Ernährungszusammensetzung, welche im Wesentlichen hydrolysierte Gelatine, Tryptophan und einen Träger umfasst.

EP-A-259167 offenbart eine oral einnehmbare wasserlösliche Ernährungsmischung, welche nicht-essentielle Aminosäuren, welche Tryptophan umfassen können, Ernährungsfaktoren, Kohlenhydrate, Elektrolyte und Aromastoffe umfasst.

Zusammenfassung der Erfindung

Wir haben überraschend gefunden, dass durch Verwenden einer bestimmten nicht-Molkereiquelle für Protein in Kombination mit einer Quelle für Tryptophan hervorragende organoleptische Eigenschaften erreicht werden können, während die Kriterien für Mahlzeitenersatzprodukte noch erfüllt werden.

Somit sieht die vorliegende Erfindung gemäß einem ersten Aspekt eine Nahrungsmittelzusammensetzung vor, welche umfasst:

  • (i) von 5 bis 30 Gew.-% hydrolysierte Gelatine, basierend auf dem Gesamtgewicht der Zusammensetzung, und
  • (ii) eine Tryptophanquelle, worin der Anteil an Tryptophan geringer als 100% ist,
worin mindestens 25% der Nährstoffenergie der Nahrungsmittelzusammensetzung durch Protein vorgesehen werden und worin die Zusammensetzung weniger als 25 Gew.-% Molkereiprotein umfasst.

Die Produkte können durch konventionelle Techniken hergestellt werden und sind ökonomisch herzustellen. Sind sind auch bei Lagerung stabil.

Vorzugsweise ist die Nahrungsmittelzusammensetzung ein Mahlzeitenersatz oder andere Nahrungsmittelzusammensetzung, welche beabsichtigt ist, in einem Gewichtsverlust- oder Gewichtskontrollplan verwendet zu werden.

Die Nahrungsmittelzusammensetzungen gemäß der Erfindung umfassen erhöhte Grade an Protein, leiden jedoch nicht unter einer Verschlechterung beim Geschmack oder anderen organoleptischen Eigenschaften (wie Erscheinung, z.B. Bräunen oder Textur) im Zeitverlauf. Vorzugsweise leiden die Zusammensetzungen an den vorher erwähnten Problemen nicht für mindestens 6 Monate bei Lagerung bei 20°C, bevorzugter mindestens 7 Monate und insbesondere bevorzugt mindestens 8 Monate, idealerweise mindestens ein Jahr.

Der Begriff „Mahlzeitenersatz" oder „Mahlzeitenersatzprodukte" wie hierin verwendet betrifft Produkte (Zusammensetzungen) welche beabsichtigt sind, eine oder mehrere herkömmliche Mahlzeiten am Tag als Teil eines Gewichtsverlust- oder Gewichtsplans zu ersetzen; sie haben einen kontrollierten Kaloriengehalt und werden im Allgemeinen als einzelnes Produkt oder Portion gegessen.

Der Begriff „umfassen" ist nicht so gemeint, dass er auf irgendwelche nachfolgend angeführten Elemente begrenzt, sondern eher nicht-spezifizierte Elemente von größerer oder kleinerer funktionaler Wichtigkeit umfasst. Mit anderen Worten: die aufgeführten Schritte, Elemente oder Optionen müssen nicht erschöpfend sein. Wannimmer die Worte „einschließlich" oder „mit" verwendet werden, sind diese Begriffe so gemeint, dass sie äquivalent zu „umfassend" sind, wie oben definiert.

Außer in den Arbeits- und Vergleichsbeispielen oder wo ansonsten ausdrücklich angeführt, sind alle Zahlen in dieser Beschreibung, welche Materialmengen oder Umsetzungsbedingungen, physikalische Eigenschaften von Materialien und/oder Verwendung anzeigen, als modifiziert durch das Wort „etwa" zu verstehen. Alle Mengen sind nach Gewicht, basierend auf dem Gesamtgewicht der relevanten Zusammensetzung, sofern nicht anders spezifiziert.

Sofern nicht anders angeführt oder durch den Kontext erforderlich, werden die Begriffe „Fett" und „Öl" hierin austauschbar verwendet. Auch werden, sofern nicht anders angeführt oder durch den Kontext erforderlich, die Begriffe „Ernährungsriegel" und „Nahrungsriegel" hierin austauschbar verwendet.

Für eine vollständigere Erklärung des Obigen und anderer Merkmale und Vorteile der Erfindung sollte auf die folgende Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen verwiesen werden. Die bevorzugten Ausführungsformen beziehen sich auf alle Aspekte der Erfindung und können als für jeden Aspekt angemessen verwendet werden.

Hydrolysierte Gelatine

Die Nahrungsmittelzusammensetzungen der Erfindung umfassen von 5 bis 30 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht der Zusammensetzung, hydrolysierte Gelatine.

Von hydrolysierter Gelatine ist gefunden worden, dass sie viele Vorteile für Nahrungsmittelzusammensetzungen vorsieht. Dies kann zumindest teilweise dem sehr hohen Proteingehalt von hydrolysierter Gelatine zugeschrieben werden. Zum Beispiel kann hydrolysierte Gelatine 95 Gew.-% Protein umfassen, verglichen mit 30 Gew.-% Protein für einige Molkereiproteinquellen. Als Ergebnis kann ein hoher Proteingehalt im Endprodukt durch Zugeben einer niedrigeren Menge an hydrolysierter Gelatine verglichen mit anderen Proteinquellen erreicht werden. Dies verringert die oben diskutierten negativen Wirkungen, welche aus der Verwendung von Proteinquellen entstehen. Zum Beispiel wird die geschmacksmaskierende Wirkung verringert und die negativen Wirkungen auf Viskosität und Dispersion des Produkts in Flüssigkeit werden nicht im gleichen Grad angetroffen.

Vorzugsweise beträgt die Menge an hydrolysierter Gelatine in der Zusammensetzung von 6,5 bis 20 Gew.-%, bevorzugter von 8 bis 15 Gew.-% und insbesondere bevorzugt von 9 bis 12 Gew.-%.

Hydrolysierte Gelatine kann aus einer Bandbreite an Gelatinequellen durch eine enzymatische (proteolytische) Behandlung hergestellt werden und kann unterschiedliche Eigenschaften haben, je nach ihrer Quelle und Herstellungsverfahren. Mögliche Quellen Schweinehaut, Rinderhaut, Ossein von Rinder- oder Schweineknochen oder Collagen aus Fischquellen.

Es wird bevorzugt, dass die hydrolysierte Gelatine ein durchschnittliches Molekulargewicht innerhalb einer bestimmten Bandbreite hat um sicherzustellen, dass es keine negative Auswirkung auf physikalische Eigenschaften wie Viskosität gibt, und um sicherzustellen, dass es keine freien Aminosäuren und kurzkettigen Peptide im Produkt gibt, welche Lagerstabilität nachteilig beeinflussen können (und zu einer Formulierung mit abwegigem Aroma führen). Das durchschnittliche Molekulargewicht der hydrolysierten Gelatine ist vorzugsweise 2,0 bis 10,0 kDalton, bevorzugter 3,0 bis 7,0 kDalton. Ein Peptid mit einer Kettenlänge von annähernd 25–40 Aminosäuren im Durchschnitt wird bevorzugt.

Hydrolysierte Gelatine kann mit anderen Namen bezeichnet werden, wie hydrolysierte Gelatine, nicht-gelatinierende Gelatine oder Gelatine-Hydrolysat.

Tryptophanquelle

Die Nahrungsmittelzusammensetzungen der Erfindung umfassen ebenfalls eine Tryptophanquelle. Tryptophan ist eine der essentiellen Aminosäuren, welche vom Körper benötigt werden. Es ist für die Herstellung von Niacin (Vitamin B3) erforderlich. Es wird ebenfalls durch den Körper verwendet, um Serotonin herzustellen, einen Neurotransmitter, der für normale Nerven- und Gehirnfunktion wichtig ist. Serotonin ist wichtig beim Schlaf, Stabilisieren von emotionalen Stimmungen, Schmerzkontrolle, Entzündung, intestinaler Peristaltik und anderen Körperfunktionen. Als Folge ist eine Mengen an Tryptophan in der Zusammensetzung erforderlich, um die Kriterien für Mahlzeitenersatzprodukte zu erfüllen.

Die Tryptophanquelle der Erfindung hat einen Tryptophangehalt von weniger als 100%. Somit kann eine Quelle aus reinem Tryptophan in den Zusammensetzungen gemäß der Erfindung nicht verwendet werden, weil die Erfinder überraschend fanden, dass es die Lagerungsstabilität des Produkts negativ beeinflusste. Stattdessen wird ein anderer Inhaltsstoff in die Zusammensetzung eingeschlossen, welcher den gewünschten Grad an Tryptophan vorsieht und welcher der Zusammensetzung auch andere wünschenswerte Eigenschaften und Attribute liefern kann. Vorzugsweise ist die Tryptophanquelle ein natürlicher Inhaltsstoff oder ein Extrakt eines natürlichen Inhaltsstoffs.

Beim Wählen der Tryptophanquelle zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung ist es vorzuziehen, einen Bestandteil einzusetzen, welcher in der Zusammensetzung andere Nutzen vorsieht. Beispiele für solche Tryptophanquellen schließen Molkerei- und Pflanzenproteine ein.

Tryptophan wird in kleinen Mengen in vielen unterschiedlichen Quellen gefunden. Jedoch schließen Quellen, welche Tryptophangehalte höher als der Durchschnitt einschließen Molkeprotein, Eiweiß oder Eieralbumin, Volleipulver, Milchprotein, Hefeextrakt, Tomatenpulver, Paranuss-Protein, Inkanuss-(Inca Peanut)Protein, Sojabohnenprotein, Baumwollsamenprotein und Sonnenblumenprotein ein.

Es wird bevorzugt, dass die Tryptophanquelle Molkeprotein, Eiweiß oder Eieralbumin, Volleipulver, Milchprotein, Hefeextrakt, Tomatenpulver oder Gemische daraus umfasst. Jedoch ist es wichtig, dass falls eine Molkereiproteinquelle eingeschlossen wird, das Molkereiprotein weniger als 25 Gew.-% der Nahrungsmittelzusammensetzung ausmacht, basierend auf dem Gesamtgewicht der Zusammensetzung. Bei Gehalten größer als 25 Gew.-% hat das Molkereiprotein eine negative Auswirkung auf die Eigenschaften der Nahrungsmittelzusammensetzung. Zum Beispiel kann es unerwünschte Verdickung des Produkts verursachen oder kann das Aroma von anderen Inhaltsstoffen maskieren. Vorzugsweise umfasst die Nahrungsmittelzusammensetzung weniger als 15 Gew.-% Molkereiprotein, bevorzugter weniger als 10 Gew.-%.

Tryptophangehalte für einige der üblichen Quellen für Tryptophan sind wie folgt:

Diese Daten werden in der Souch-Fachmann-Kraut Datenbank gefunden.

Die Tryptophanquellen der vorliegenden Erfindung sind vorzugsweise jene, welche von etwa 50 mg Tryptophan pro 100 Gramm Tryptophanquelle aufwärts umfassen. Eine bevorzugte Menge Tryptophan in der Tryptophanquelle ist mehr als 100 mg Tryptophan pro 100 Gramm, vorzugsweise von 0,1 Gramm bis 5 Gramm, bevorzugter von 0,3 Gramm bis 5 Gramm und insbesondere bevorzugt von 0,7 bis 3 Gramm.

Protein

Vorausgesetzt die Anforderungen für hydrolysierte Gelatine und eine Tryptophanquelle sind erfüllt und vorausgesetzt die Menge an Molkereiprotein in der Zusammensetzung ist geringer als 25 Gew.-%, kann die Zusammensetzung weitere Quellen für Protein umfassen.

Es gibt Proteine aus verschiedenen Quellen und sie sind seit vielen Jahren in Mahlzeitenersatzprodukten verwendet worden. Solche Proteine können als Tierproteine (einschließlich Molkereiproteine) oder Pflanzenproteine beschrieben werden, oder können von Hefe abgeleitet werden.

Einige Beispiele schließen Molkereiproteinquellen ein, wie Vollmilch, Magermilch, Kondensmilch, evaporierte Milch, Milchfeststoffe fettfrei und Gemische daraus und schließen Molkeprotein wie Molkeprotein-Isolat und Molkeprotein-Konzentrat und Kaseine; Eierproteine; Pflanzenproteinquellen wie Soja, Weizen, Reis oder Erbsen und Gemische daraus; und Tierquellen für Protein einschließlich Gelatine ein. Soja- und Molkereiprodukte werden gemäß der Erfindung für Molkerei typische Nahrungsmittelzusammensetzungen wie Getränke, Puddings usw. bevorzugt und Tierproteine werden für pikante Zusammensetzungen wie Suppen bevorzugt.

Soja- und Molkereiproteine werden bevorzugt, wenn die Nahrungsmittelzusammensetzung der Erfindung ein Getränk oder ein Pudding ist, während von Tier, Hefe und Pflanze abgeleitete Proteine für pikante Zusammensetzungen wie Suppen und Teigwarenmahlzeiten bevorzugt werden.

Das Protein kann als isoliertes Protein, als ein Proteinkonzentrat oder als ein Proteinhydrolysat vorhanden sein.

Das Protein kann in jeder geeigneten physikalischen Form abhängig vom Typ der Nahrungsmittelzusammensetzung eingeschlossen werden, einschließlich als Pulver oder als Klumpen wie angemessen. Pulverquellen sind typischerweise zur Verwendung gemäß der vorliegenden Erfindung aus Gründen der organoleptischen Eigenschaften am besten geeignet.

Es wird ferner bevorzugt, dass das Protein von 25 bis 75% der Gesamtkalorien der Zusammensetzung, bevorzugter zwischen 25% und 45%, am meisten bevorzugt zwischen 25 und 40% vorsehen.

Kohlenhydrat

Die Zusammensetzungen der Erfindung umfassen vorzugsweise Kohlenhydrat. Die Kohlenhydrate sind vorzugsweise in einer Menge von 2 bis 60% nach Gewicht, basierend auf dem Gewicht der Zusammensetzung, bevorzugter 5 bis 40 Gew.-% vorhanden.

Die Menge an Kohlenhydrat in der Nahrungsmittelzusammensetzung wird gemäß der Zusammensetzung variieren, und ebenfalls, wo erforderlich, gemäß nationaler oder regionaler Gesetzgebung.

Alle geeigneten Kohlenhydrate können in die Nahrungsmittelzusammensetzungen eingeschlossen werden. Geeignete Beispiele schließen Stärken ein, wie enthalten in Reismehl, Mehl, Tapiokamehl, Tapiokastärke und Vollkornweizenmehl, modifizierte Stärken oder Gemische daraus. Im Allgemeinen werden die Nahrungsmittelzusammensetzungen natürlich gesüßt sein und dies wird als Quelle für Kohlenhydrat bevorzugt. Geeignete natürliche Süßstoffe schließen Zucker und Zuckerquellen wie Sucrose, Lactose, Glucose, Fructose, Maltose, Galactose, Maissirup (einschließlich Maissirup mit hohem Fructosegehalt), Zuckeralkohole, Maltodextrine, Maissirup mit hohem Maltosegehalt, Stärke, Glycerin, braunen Zucker und Gemische daraus ein.

Gehalte von Zuckern und Zuckerquellen ergeben vorzugsweise Gehalte von Zuckerfeststoffen von bis zu 40 Gew.-%, vorzugsweise von 5 bis 20 Gew.-% basierend auf dem Gewicht der Nahrungsmittelzusammensetzungen. Die unten erwähnten künstlichen Süßstoffe als optionale Inhaltsstoffe können ebenfalls als ganze oder Teil der Kohlenhydratquelle verwendet werden.

Die Zusammensetzungen enthalten vorzugsweise eine Gesamtmenge von 0,1 bis 10 Gew.-% Ballaststoff, bevorzugter 0,2 bis 7,5 Gew.-%, am meisten bevorzugt 0,5 bis 5 Gew.-%, insbesondere 1 bis 3,5 Gew.-%. Diese Mengen schließen jedes Biopolymer-Verdickungsmittel ein, welches in der Zusammensetzung vorhanden ist, das ein Ballaststoff ist. Geeignete Faserquellen, welche in den Nahrungsmittelzusammensetzungen der Erfindung eingeschlossen werden können, zusätzlich zum Biopolymer-Verdickungsmittel, schließen Fructose-Oligosaccharide wie Inulin, Sojafaser, Fruchtfaser z.B. Apfel, Haferfaser, Zellulosen und Gemische daraus ein.

Es wird ferner bevorzugt, dass die Gesamtmenge an Kohlenhydrat in den Nahrungsmittelzusammensetzungen von 10 bis 75% der Gesamtkalorien darin, bevorzugter 25 bis 75% vorsieht.

Polysaccharide

Die Nahrungsmittelzusammensetzungen können gegebenenfalls ein oder mehrere Polysaccharide umfassen. Vorzugsweise werden diese optionalen anderen Polysaccharide ausgewählt aus ionischen, vorzugsweise anionischen Nicht-Stärke Polysacchariden und neutralen Nicht-Stärke Polysacchariden.

Bevorzugte ionische Nicht-Stärke Polysaccharide sind Alginate mit einem L-Guluronsäuregehalt von weniger als 60% der gesamten Uronsäureeinheiten im Alginat, Pektine einschließlich amidierte Pektine, Karrageene, Xanthane, Gellane, Furcellarane, Karaya-Gummi, Rhamsan, Welan, Ghatti-Gummi, Gummiarabikum und Salze oder Gemische daraus. Geeignete Salze schließen die Laugen- und Erdalkalimetallsalze insbesondere Natrium-, Kalium-, Calcium- oder Magnesiumsalze ein.

Die Nahrungsmittelzusammensetzung kann gegebenenfalls zusätzlich ein neutrales Nicht-Stärke Polysaccharid umfassen. Besonders bevorzugte neutrale Nicht-Stärke Polysaccharide sind Galactamannan, Guargummi, Johannisbrotgummi, Tara-Gummi, Ispaghula, &bgr;-Glucane, Konjacglucomannan, Methylcellulose, Tragantgummi, Detarium, Tamarinde oder Gemische daraus. Von diesen werden Galactamannan, Guargummi, Johannisbrotgummi und Tara-Gummi besonders bevorzugt.

Es wird bevorzugt, dass die neutralen Nicht-Stärke Polysaccharide eine massegemittelte Molekülmasse von mindestens 3 × 105 oder vorzugsweise von mindestens 5 × 105, am meisten bevorzugt von mindestens 7 × 105 haben. Es wird ebenfalls bevorzugt, dass diese Biopolymere eine Molekülmasse von bis zu 3 × 106, bevorzugter von bis zu 2,5 × 106, am meisten bevorzugt von bis zu 2,3 × 106 haben.

Diese optionalen ionischen und neutralen Nicht-Stärke Polysaccharide, falls in den Zusammensetzungen vorhanden, sind vorzugsweise in einer Menge von 0,1 bis 2 Gew.-% der Zusammensetzung, bevorzugter 0,5 bis 1,5 Gew.-% vorhanden.

Falls ein Gemisch aus ionischem Nicht-Stärke Polysaccharid und neutralem Nicht-Stärke Polysaccharid verwendet wird, liegt das Gewichtsverhältnis davon vorzugsweise im Bereich von 5:1 bis 1:5, bevorzugter 3:1 bis 1:3, wie 2:1 bis 1:2. Ein bevorzugtes Gemisch ist ein Gemisch aus Alginat gemäß der Erfindung und Guargummi.

Fett

Die Zusammensetzungen der Erfindung umfassen vorzugsweise Nahrungsmittelfette, vorzugsweise in einer Menge von bis zu 30 Gew.-%, basierend auf dem Gewicht der Zusammensetzung, bevorzugter von 0,1 bis 20 Gew.-%, am meisten bevorzugt von 0,2 bis 10 Gew.-% Fett, insbesondere 0,5 bis 5 Gew.-%.

Gemäß der vorliegenden Erfindung werden 30% oder weniger der Energie in der Nahrungsmittelzusammensetzung vorzugsweise vom Fett vorgesehen. Es wird mehr bevorzugt, dass von 5 bis 20% der Energie vom Fett vorgesehen werden.

Die Menge an Fett wird gemäß der Zusammensetzung variieren und auch, falls erforderlich, gemäß nationaler oder regionaler Gesetzgebung. Zum Beispiel führt EU-Richtlinie 96/8/EC an, dass für Mahlzeitenersatzprodukte die Energie, die von Fett abgeleitet wird, 30% der Gesamtenergie des Produkts nicht überschreiten soll. Zusätzlich soll die Linolsäure (in Form von Glyceriden) nicht weniger als 1 g sein.

Jedes Nahrungsmittelfett kann verwendet werden, zum Beispiel Tierfette einschließlich Fischöle, Pflanzenfette einschließlich Pflanzenöle, Nussöle, Saatöle oder Gemische daraus. Einfach gesättigte und/oder mehrfach ungesättigte Fette und Gemische daraus werden besonders bevorzugt, obwohl gesättigte Fette aus Geschmacksgründen verwendet werden können, z.B. Butter, obwohl diese aus gesundheitlichen Gründen weniger bevorzugt werden. Bevorzugte mehrfach ungesättigte Fette schließen Omega-3 Fettsäuren, insbesondere Docosahexaensäure (DHA, C20:5) und/oder Eicosapentaensäure (EPA, C22:5) ein. Bevorzugte Omega-3 Fettsäuren schließen die Folgenden ein: C18:3, C18:4, C20:4, C20:5, C22:5 und C22:6.

Vorzugsweise wird das Fett ausgewählt aus Pflanzenfetten, wie zum Beispiel Kakaobutter, Illipe-, Shea-, Palmen-, Palmkern-, Sal-, Sojabohnen-, Saflor-, Baumwollsamen-, Kokosnuss-, Raps-, Canola-, Mais- und Sonnenblumenöle, Tri- und Diglycerid-Öle, einschließlich Linolsäuren und konjugierte Linolsäuren, Linolensäuren und Gemische daraus.

Optionale Inhaltsstoffe

Die Nahrungsmittelzusammensetzungen der Erfindung können einen oder mehrere der folgenden optionalen Inhaltsstoffe umfassen.

Die Zusammensetzungen der Erfindung können ferner eingekapselte Sättigungsmittel umfassen, welche überwiegend in den Eingeweiden freigesetzt werden. Geeignete Sättigungsmittel schließen Lipide, insbesondere Mono-, Di- oder Triglyceride, ihre freien Fettsäuren, ihre Nahrungsmittelsalze, ihre Nicht-Glyceryl Ester, hydrolysierbar in Gegenwart von gastrointestinalen Enzymen, und Gemische daraus ein. Diese Sättigungsmittel können in jedem geeigneten vernetzten Einkapselungsmittel eingekapselt sein, wobei sie überwiegend in den Eingeweiden freigesetzt werden. Einkapselungsmaterialien, welche Gelatine und mindestens eins von Gummiarabikum, Karrageen, Agar Agar, Alginat oder Pektine, insbesondere Gelatine und Gummiarabikum umfassen, sind als besonders geeignet gefunden worden. Diese eingekapselten Sättigungsmittel können in geeigneten Mengen eingeschlossen werden.

Die Zusammensetzung kann einen oder mehrere Emulgatoren umfassen. Jeder geeignete Emulgator kann verwendet werden, zum Beispiel Lecithine, Eigelb, von Eiern abgeleitete Emulgatoren, Diacetylweinsäureester von Mono-, Di- oder Triglyceriden oder Mono-, Di- oder Triglyceride. Die Zusammensetzung kann von 0,05 bis 10% nach Gewicht, vorzugsweise von 0,5% bis 5 Gew.-% des Emulgators basierend auf dem Gewicht des Produkts umfassen.

Falls es gewünscht wird, einen Füllstoff in die Nahrungsriegel innerhalb oder außerhalb der Proteinklumpen einzuschließen, ist ein bevorzugter Füllstoff inerte Polydextrose. Andere herkömmliche Füllstoffe, welche allein oder in Kombination damit verwendet werden können, schließen Maltodextrin, Zuckeralkohole, Maissirup-Feststoffe, Zucker und Stärken ein. Gesamtfüllstoffgehalte in den Proteinklumpen und in den Ernährungsriegeln der Erfindung werden bevorzugt von etwa 0% bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 5% bis 16% sein. Polydextrose kann unter der Markenbezeichnung Litesse erhalten werden.

Aromastoffe werden vorzugsweise zu den Nahrungsmittelzusammensetzungen in Mengen zugegeben, die ein mildes, angenehmes Aroma verleihen werden. Der Aromastoff kann jedes der typischerweise eingesetzten kommerziellen Aromen sein. Wenn ein nicht-pikanter Geschmack gewünscht wird, werden die Aromen typischerweise aus verschiedenen Arten von Kakao, reiner Vanille oder künstlichem Aroma wie Vanillin, Ethylvanillin, Schokolade, Malz, Minze, Yoghurtpulver, Extrakten, Gewürzen wie Zimt, Muskat und Ingwer, Gemischen daraus und Ähnlichem ausgewählt. Es wird anerkannt werden, dass viele Aromavariationen durch Kombinationen der Grundaromen erhalten werden können. Wenn ein pikanter Geschmack gewünscht wird, werden die Aromen typischerweise aus verschiedenen Arten von Kräutern und Gewürzen ausgewählt. Geeignete Aromen können auch Würzmittel wie Salz und imitierte Frucht- oder Schokolade-Aromen entweder einzeln oder in jeder geeigneten Kombination einschließen. Aromen, welche Beigeschmäcker von Vitaminen und/oder Mineralien und anderen Inhaltsstoffen maskieren, werden vorzugsweise in den Nahrungsmittelzusammensetzungen eingeschlossen. Andere Aromen wie Fruchtaromen können ebenfalls verwendet werden, wobei Ananasaroma ein Beispiel ist.

Unter Faserquellen, welche in die Nahrungsmittelzusammensetzungen der Erfindung eingeschlossen werden können, befinden sich Fructoseoligosaccharide wie Inulin, Sojafaser, Fruchtfaser z.B. Apfel, Guargummi, Gummiarabikum, Akaziengummi, Haferfaser, Cellulose und Gemische daraus. Die Zusammensetzungen enthalten vorzugsweise mindestens 2 Gramm Fasern pro 56 g Portion, insbesondere mindestens 5 Gramm Faser pro Portion. Vorzugsweise sind Faserquellen in dem Produkt bei größer als 0,5 Gew.-% vorhanden und überschreiten nicht 15 Gew.-%, insbesondere 10 Gew.-%. Wie oben angezeigt können zusätzliche Füllstoffe wie Maltodextrin, Zuckeralkohole, Maissirup-Feststoffe, Zucker, Stärken und Gemische daraus ebenfalls verwendet werden. Gesamtfüllstoffgehalte in den Produkten der Erfindung, einschließlich Fasern und andere Füllstoffe, werden vorzugsweise von etwa 0% bis 20% sein, insbesondere von 1 bis 15 Gew.-%.

Die Nahrungsmittelzusammensetzungen können einen oder mehrere herkömmliche Farbstoffe in herkömmlichen Mengen wie gewünscht umfassen.

Die Zusammensetzung kann ebenfalls 0,1 bis 5% nach Gewicht an Nahrungsmittelpuffersalzen basierend auf dem Gewicht der Zusammensetzung umfassen. Jedes geeignete Nahrungsmittelpuffersalz kann verwendet werden.

Die Zusammensetzung kann bis zu 60% nach Gewicht an Frucht- oder Pflanzenpartikeln, Konzentraten, Saft oder Püree umfassen, basierend auf dem Gewicht der Zusammensetzung. Vorzugsweise umfasst die Zusammensetzung 0,1 bis 40 Gew.-%, bevorzugter 1 bis 20 Gew.-% dieser Inhaltsstoffe. Die Menge dieser Inhaltsstoffe wird von der Art des Produkts abhängen; zum Beispiel werden Suppen typischerweise höhere Gehalte an Pflanzen umfassen als ein auf Milch basierendes Mahlzeitenersatzgetränk.

Die Zusammensetzung kann ein oder mehrere Cholesterin senkende Mittel in herkömmlichen Mengen umfassen. Jedes geeignete, bekannte Cholesterin senkende Mittel kann verwendet werden, zum Beispiel Isoflavone, Phytosterole, Sojabohnenextrakte, Fischölextrakte, Teeblattextrakte.

Die Zusammensetzung kann gegebenenfalls in geeigneten Mengen einen oder mehrere Wirkstoffe enthalten, welche zuträglich (nach dem Essen) Energiemetabolismus und Substratnutzung beeinflussen können, zum Beispiel Koffein, Flavonoide (einschließlich Tee-Katechine, Capsaicinoide und Canitin).

Die Zusammensetzung kann bis zu 10 oder 20% nach Gewicht, basierend auf dem Gewicht der Zusammensetzung, an Nebeninhaltsstoffen umfassen, ausgewählt aus zugegebenen Vitaminen, zugegebenen Mineralien, Kräutern, Gewürzen, Antioxidantien, Konservierungsstoffen und Gemischen daraus. Vorzugsweise umfassen die Zusammensetzungen von 0,05 bis 15% nach Gewicht, bevorzugter 0,5 bis 10% von diesen Inhaltsstoffen.

Die Zusammensetzung umfasst vorzugsweise zugegebene Vitamine, ausgewählt aus mindestens einem von Vitamin A Palmitat, Thiamin-Mononitrat (Vitamin B1), Riboflavin (Vitamin B2), Niacinamid (Vitamin B3), d-Calcium-Pantothenat (Vitamin B5), Vitamin B6, Vitamin B11, Cyanocobalamin (Vitamin B12), Biotin, Ascorbinsäure (Vitamin C), Vitamin D, Tocopheryl-Acetat (Vitamin E), Biotin (Vitamin H) und Vitamin K. Die Zusammensetzung umfasst ebenfalls vorzugsweise zugegebene Mineralien, ausgewählt aus mindestens einem von Calcium, Magnesium, Kalium, Zink, Eisen, Kobalt, Nickel, Kupfer, Iod, Mangan, Molybdän, Phosphor, Selen und Chrom. Die Vitamine und/oder Mineralien können durch die Verwendung von Vitamin-Vorgemischen, Mineral-Vorgemischen und Gemischen daraus zugegeben werden oder alternativ können sie einzeln zugegeben werden. Die Vitamine und Mineralien müssen in der Zusammensetzung in einem Format vorgesehen werden, welches es ihnen ermöglicht, durch den Konsumenten absorbiert zu werden, und müssen somit gute Bioverfügbarkeit haben.

Insbesondere umfassen die Nahrungsmittelzusammensetzungen vorzugsweise Alkalimetalle wie Natrium und/oder Kalium.

Calcium ist in den Nahrungsmittelzusammensetzungen vorzugsweise in Mengen von 5 bis 150% der Mengen vorhanden, welche in der Richtlinie 96/8/EC der Europäischen Kommission vom 26. Februar 1996 bezügliche Nahrungsmittel angegeben werden, welche zur Verwendung in energiebeschränkten Diäten zur Gewichtsreduktion beabsichtigt sind, bevorzugter etwa 10 bis 135 pro Portion. Jede geeignete Calciumquelle kann verwendet werden.

Es wird bevorzugt, dass die Nahrungsmittelzusammensetzungen Kalium insbesondere in einer Menge von mindestens 300 mg Kalium pro Portion der Nahrungsmittelzusammensetzung umfassen, bevorzugter 400–1000, am meisten bevorzugt 500–700 mg. Jede geeignete Kaliumquelle kann verwendet werden.

Eins oder mehrere der oben erwähnten Vitamine und Mineralien sind vorzugsweise in Mengen von 5 bis 45% der in der obigen Richtlinie 96/8/EC der Europäischen Kommission angegebenen Mengen vorhanden, besonders 5 bis 40%, insbesondere 10 bis 30%.

Im Allgemeinen werden die Nahrungsriegel der Erfindung natürlich gesüßt sein. Natürliche Quellen für Süße schließen Sucrose (Flüssigkeit oder Feststoffe), Glucose, Fructose und Maissirup (Flüssigkeit oder Feststoffe), einschließlich Maissirup mit hohem Fructosegehalt und Maissirup mit hohem Maltosegehalt und Gemische daraus ein. Andere Süßstoffe schließen Lactose, Maltose, Glycerin, braunen Zucker und Galactose und Gemische daraus ein. Gehalte von Zuckern und Zuckerquellen ergeben vorzugsweise Zuckerfeststoffgehalte von bis zu 50 Gew.-%, vorzugsweise von 5 bis 18 Gew.-%, insbesondere von 10 bis 17 Gew.-% des Nahrungsriegels.

Jeder der nach Stand der Technik gut bekannten künstlichen Süßstoffe kann verwendet werden, wie Aspartam, Saccharin, Alitame® (erhältlich von Pfizer), Acesulfam K (erhältlich von Hoechst), Cyclamate, Neotam, Sucralose, Gemische daraus und Ähnliches. Die Süßstoffe werden in variierenden Mengen von etwa 0,005% bis 1 Gew.-% des Riegels, vorzugsweise 0,007% bis 0,73 abhängig vom Süßstoff zum Beispiel verwendet. Aspartam kann bei einem Gehalt von 0,05% bis 0,15%, vorzugsweise bei einem Gehalt von 0,07% bis 0,11% verwendet werden. Acesulfam K wird bei einem Gehalt von 0,09% bis 0,15% bevorzugt.

Andere Inhaltsstoffe, welche in den Zusammensetzungen vorhanden sein können, schließen ein, aber sind nicht begrenzt auf gewalzten Hafer, Schokoladen-Chips oder andere Schokoladestücke, Plätzchen und/oder Plätzchenteigstücke, Fruchtstücke wie getrocknete Moosbeere, Apfel usw., Pflanzenstücke wie Reis, Honig und Säuerungsmittel wie Äpfel- und Zitronensäure. Die Art der Nahrungsmittelzusammensetzung wird natürlich die Art und Menge von optional verwendeten Inhaltsstoffen diktieren.

Art der Zusammensetzung

Die Nahrungsmittelzusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung kann von jeder Art sein, zum Beispiel eine flüssige oder löffelbare Zusammensetzung, ein Riegelprodukt oder ein auf Getreide basiertes Produkt wie Teigwaren, oder Reis. Die Zusammensetzung kann eine im Wesentlichen dehydratisierte Zusammensetzung sein, zu welcher der Konsument Wasser und/oder eine andere Flüssigkeit wie Milch zugegeben muss, um ein Nahrungsmittelprodukt zum Konsum herzustellen.

Besonders bevorzugte Nahrungsmittelzusammensetzungen sind jene, welche beabsichtigt sind, als Teil eines Gewichtsverlust- oder Gewichtskontrollplans verwendet zu werden, wie ein Mahlzeitenersatzprodukt.

Geeignete Arten von flüssigen oder löffelbaren Zusammensetzungen gemäß der Erfindung schließen Molkerei- oder Pflanzenbasierte Getränke wie Milch- oder Soja-basierte Getränke; Öl-in-Wasser Emulsionen (wie Dressings und Mayonnaise); Cremes; Desserts wie Mousses, Vanillesaucen, Reis oder andere ähnliche Puddings, Joghurts; gefrorenes Konfekt einschließlich Eiscreme, Wassereis, Sorbets und gefrorene Joghurts; Frühstück-artige Getreideprodukte wie Haferbrei; Mischgetränke, welche ein Pulver, gemischt mit einer Flüssigkeit wie Wasser oder Milch umfassen; Suppen, Saucen, Sportgetränke und Fruchtsäfte usw. ein.

Gefrorenes Konfekt wird als eine löffelbare Nahrungsmittelzusammensetzung angesehen, weil obwohl es sich in einem gefrorenen Zustand befindet, es noch die Definition einer löffelbaren Zusammensetzung hierin bei der Temperatur erfüllt, bei welcher sie konsumiert wird.

Bevorzugte flüssige oder löffelbare Zusammensetzungen sind Molkerei- oder Pflanzen-basierte Getränke, Desserts, Joghurts und Suppen. Mahlzeitenersatz Molkerei- oder Pflanzen-basierte Getränke und Suppen werden besonders bevorzugt. Diese Nahrungsmittelzusammensetzungen können als ein Pulver oder Konzentrat vorkommen, welches mit einer Flüssigkeit z.B. Wasser und/oder Milch gemischt wird, um ein Nahrungsmittelprodukt herzustellen.

Vorzugsweise ist die Menge an Wasser in den flüssigen oder löffelbaren Zusammensetzungen (einschließlich jeglichem in anderen Inhaltsstoffen vorhandenem Wasser) im Bereich von 20 bis 95 Gew.-%, bevorzugter von 30 bis 90 Gew.-%.

Alternativ kann die Nahrungsmittelzusammensetzung ein Ernährungsriegel oder ein auf Getreide basierendes Produkt wie ein Teigwaren- oder Reisprodukt sein.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung kann die Nahrungsmittelzusammensetzung dehydratisiert sein. Wenn eine Zusammensetzung als dehydratisiert beschrieben wird, meint dies, dass der Gesamtgehalt an Wasser in der Zusammensetzung geringer als 10 Gew.-% ist. Für verbesserte Lagerungsstabilität wird ein Wassergehalt von weniger als 6 Gew.-% bevorzugt. Solche dehydratisierten Zusammensetzungen können bequem die Form von Pulvern haben, wobei eine Flüssigkeit zugegeben wird und das Gemisch gerührt wird, um ein Nahrungsmittelprodukt zu erzeugen, welches durch den Konsumenten konsumiert wird. Zum Beispiel kann Pulver mit heißem oder kaltem Wasser und/oder Milch gemischt werden, um Suppen oder Mischgetränke zu machen. Dehydratisierte Zusammensetzungen gemäß der Erfindung können auch auf Teigwaren oder Getreide basierte Mahlzeiten sein, zu welchen wieder Flüssigkeit zugegeben wird, um das Endprodukt zu erzeugen.

Die Menge an Flüssigkeit bezogen auf die Menge an Nahrungsmittelzusammensetzung wird abhängig von dem gewünschten Nahrungsmittelprodukt variieren. Beispielhafte Mengen sind von 1 bis 99 Gew.-% Nahrungsmittelzusammensetzung und 1 bis 99 Gew.-% Flüssigkeit, vorzugsweise 1 bis 50 Gew.-% Nahrungsmittelzusammensetzung und 50 bis 99 Gew.-% Flüssigkeit. Das Nahrungsmittelprodukt ist vorzugsweise ein Teigwaren- oder Getreideprodukt, eine Suppe oder ein Mischgetränk.

Im Fall von Pulvermischgetränken wird gewöhnlich eine Pulverdosis von 30 bis 80 Gramm mit von 200 bis 500 ml Flüssigkeit gemischt, um das Endprodukt zu bereiten, welches durch den Konsumenten konsumiert wird. Als Beispiel kann eine Pulverdosis von 36,5–37,5 Gramm mit 250 ml Magermilch gemischt werden, um ein kaltes Mischgetränk zu bereiten. Ein beispielhaftes heißes Mischgetränk umfasst 56 Gramm Pulver mit 250 ml heißem Wasser. Ähnliche Bandbreiten gelten für Suppen, zum Beispiel erfordert ein geläufiges Produkt 60 Gramm Pulver mit 250 ml heißem Wasser.

Im Fall von Teigwarenmahlzeiten können diese eine Anzahl an getrennten Bestandteilen umfassen. Zum Beispiel können sie Teigwaren und pulverisierte Sauce umfassen, welche dann zusammen mit Flüssigkeit gemischt werden, um das Endprodukt zu bereiten. Im Allgemeinen würden 20 bis 40 Gramm Teigwaren mit von 30 bis 70 Gramm Pulver kombiniert und mit 150 bis 300 ml Flüssigkeit gemischt. Als ein Beispiel verwendet ein geläufiges Produkt annähernd 28 Gramm Teigwaren mit 40 Gramm Pulver und 200 ml heißem Wasser.

Die Begriffe „Mahlzeitenersatz" oder „Mahlzeitenersatzprodukte" wie hierin verwendet schließen auch Zusammensetzungen ein, welche als Teil eines Mahlzeitenersatz Gewichtsverlust- oder Gewichtskontrollplans gegessen werden, zum Beispiel Snack-Produkte, welche nicht beabsichtigt sind, selbst eine ganze Mahlzeit zu ersetzen, aber welche mit anderen solchen Produkten verwendet werden können, um eine Mahlzeit zu ersetzen, oder welche andersweitig beabsichtigt sind, im Plan verwendet zu werden; diese letzteren Produkte haben typischerweise einen Kaloriengehalt im Bereich von 50–200 Kilokalorien pro Portion.

Mahlzeitenersetzer werden im Allgemeinen von Konsumenten verwendet, welche eine Kalorien-kontrollierte Diät befolgen, und sind besonders bevorzugte Nahrungsmittelzusammensetzungen gemäß der Erfindung. Sie wurden als besonders geeignet gefunden, da sie gute Sättigungswirkungen kombiniert mit begrenztem Kaloriengehalt in einer bequemen Form vorsehen können.

Andere Nahrungsmittelzusammensetzungen, welche zur Verwendung als Teil eines Gewichtsverlust- oder Gewichtskontrollplans beabsichtigt sind, haben typischerweise weniger Kalorien pro Portion (oder pro 100 g Produkt) als ihre „Nicht-Diät" Äquivalente. Dieser Kaloriengehalt dieser Nahrungsmittel wird absichtlich entsprechend begrenzt. Beispiele schließen die sogenannten kalorienarmen Optionen von alltäglichen Nahrungsmitteln ein.

Mahlzeitenersatzzusammensetzungen fallen im Allgemeinen nicht in diese Kategorie, da es kein „Äquivalenzprodukt mit vollen Kalorien" geben mag, und es ist auch notwendig, eine angemessene Anzahl an Kalorien pro ersetzter Mahlzeit vorzusehen.

Kalorien/Portionsgrößen

Die Nahrungsmittelzusammensetzungen haben vorzugsweise einen Kaloriengehalt im Bereich von 50 Kilokalorien (kcal) bis 500 kcal, bevorzugter 100 kcal bis 400 kcal. Um Mahlzeitenersatzprodukte in Übereinstimmung mit EU-Richtlinie 96/8/EC zu sein, müssen die Nahrungsmittelzusammensetzungen von 200–400 Kilokalorien pro Mahlzeit vorsehen. Jedoch wird man verstehen, dass der Kaloriengehalt pro Portion gemäß der Art der Nahrungsmittelzusammensetzung variieren wird. Für ein Molkerei- oder Soja-basiertes Getränk oder Pudding liegt der Kaloriengehalt typischerweise im Bereich von 50 kcal bis 400 kcal, bevorzugter 100 oder 150 kcal bis 350 kcal, am meisten bevorzugt 200 kcal bis 350 kcal pro Portion. Für eine Suppe liegt der Kaloriengehalt typischerweise im Bereich von 50 kcal bis 350 kcal, bevorzugter 100 kcal bis 250 kcal. Im Fall eines Mischgetränks ist der Kaloriengehalt typischerweise von 200 kcal bis 250 kcal. Diese Produkte können entweder konsumiert werden, um eine Mahlzeit zu ersetzen (ein Mahlzeitenersatzprodukt), oder als ein Snack-Produkt, welches nicht dazu beabsichtigt ist, eine Mahlzeit zu ersetzen.

Falls die Nahrungsmittelzusammensetzung ein Mahlzeitenersatzprodukt ist, liegt der Kaloriengehalt pro Portion typischerweise im Bereich von 150 bis 350 kcal. Falls die Nahrungsmittelzusammensetzung ein Produkt ist, welches beabsichtigt ist, als ein Snack-Produkt gegessen zu werden (also nicht beabsichtigt für sich allein eine ganze Mahlzeit zu ersetzen) liegt der Kaloriengehalt pro Portion typischerweise im Bereich von 50 bis 150 kcal.

Die Größe einer Portion der Nahrungsmittelzusammensetzung wird von der Art der Zusammensetzung abhängen. Eine Portion der Nahrungsmittelzusammensetzung wie hierin bezeichnet betrifft die Menge der Nahrungsmittelzusammensetzung, die dazu beabsichtigt ist, als eine einzelne Portion, typischerweise in einer einzigen Sitzung konsumiert zu werden. Für Getränke und Suppen liegt die typische Portionsgröße im Bereich von 100 bis 500 ml, vorzugsweise 150 bis 400 ml, wie 200 bis 350 ml. Für Puddings liegt die typische Portionsgröße im Bereich von 75 g bis 300 g, vorzugsweise 100 g bis 250 g wie 125 g bis 200 g. Für Riegel liegt die typische Portionsgröße im Bereich von 45 g bis 70 g, insbesondere 50 g bis 65 g, wie 55 g bis 60 g.

Herstellung

Die Zusammensetzung der Erfindung kann durch jede geeignete konventionelle Technik gemäß der Art der Nahrungsmittelzusammensetzung hergestellt werden. Solche Techniken sind den Fachleuten gut bekannt und müssen hier nicht weiter beschrieben werden aber können Mixen, Mischen, Extrusionshomogenisieren, Hochdruck-Homogenisieren, Emulgieren, Dispergieren oder Extrudieren einschließen. Die Zusammensetzungen können einem Wärmebehandlungsschritt unterworfen werden, zum Beispiel Pasteurisierung oder U.H.T.-Behandlung.

Konsum der Zusammensetzung

Der Konsum einer Zusammensetzung gemäß der Erfindung kann als Teil eines Diätplans stattfinden wie jene, um Körpergewicht zu verringern oder zu kontrollieren.

Die Nahrungsmittelzusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann wie gewünscht konsumiert werden. Vorzugsweise wird eine Zusammensetzung mindestens täglich konsumiert, bevorzugter mindestens zweimal täglich.

Der Begriff „Gewichtskontroll- oder Gewichtsverlustplan" wie hierin verwendet schließt Systeme, Pläne und Diäten ein, welchen zum Kontrollieren von Körpergewicht gefolgt wird, und auch jene, welchen aus medizinischen Gründen gefolgt wird, z.B. um Gewicht zu verlieren oder andere Gesundheitsprobleme zu unterstützen, welche durch übergewichtig oder fettleibig Sein negativ beeinträchtigt werden.

Die Erfindung wird ferner durch die folgenden Beispiele beispielhaft veranschaulicht, welche als nicht eingrenzend zu verstehen sind. Weitere Beispiele innerhalb des Umfangs der Erfindung werden dem Fachmann offensichtlich sein.

Beispiel

Eine Nahrungsmittelzusammensetzung mit der folgenden Zusammensetzung ist bei der Herstellung eines Mahlzeitenersatzprodukts brauchbar.


Anspruch[de]
Nahrungsmittelzusammensetzung, umfassend:

(i) von 5 bis 30 Gew.-% hydrolysierte Gelatine, basierend auf dem Gesamtgewicht der Zusammensetzung, und

(ii) eine Tryptophanquelle, worin der Anteil an Tryptophan in der Tryptophanquelle geringer als 100% ist,

worin mindestens 25% der Nährstoffenergie der Nahrungsmittelzusammensetzung durch Protein vorgesehen werden und worin die Zusammensetzung weniger als 25 Gew.-% Molkereiprotein umfasst.
Nahrungsmittelzusammensetzung gemäß Anspruch 1, worin die Zusammensetzung von 6,5 Gew.-% bis 20 Gew.-%, vorzugsweise von 8 Gew.-% bis 15 Gew.-% hydrolysierte Gelatine umfasst. Nahrungsmittelzusammensetzung gemäß einem vorhergehenden Anspruch, worin die Tryptophanquelle ein natürlicher Inhaltsstoff oder ein Extrakt eines natürlichen Inhaltsstoffs ist. Nahrungsmittelzusammensetzung gemäß Anspruch 3, worin der Anteil an Tryptophan in der Tryptophanquelle geringer als 50% nach Gewicht ist. Nahrungsmittelzusammensetzung gemäß einem vorhergehenden Anspruch, worin die Zusammensetzung von 0,1 mg bis 600 mg Tryptophan pro Portion umfasst. Nahrungsmittelzusammensetzung gemäß einem vorhergehenden Anspruch, worin die Tryptophanquelle ausgewählt wird aus Molkerei-, Pflanzen- und Hefeproteinen und Gemischen daraus, vorzugsweise in Form von Molkenprotein, Weizenprotein, Eiweiß oder Eieralbumin, Volleipulver, Milchprotein, Hefeextrakt, Tomatenpulver, Erbsenprotein, Sojaprotein, Johannisbrotprotein oder Gemischen daraus. Nahrungsmittelzusammensetzung gemäß einem vorhergehenden Anspruch, worin die Zusammensetzung weniger als 15 Gew.-% Molkereiprotein umfasst. Nahrungsmittelzusammensetzung gemäß einem vorhergehenden Anspruch, worin die Nahrungsmittelzusammensetzung eine flüssige oder eine löffelbare Nahrungsmittelzusammensetzung ist. Nahrungsmittelzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, worin die Nahrungsmittelzusammensetzung ein Ernährungsriegel, ein Teigwaren- oder Getreideprodukt, eine Suppe oder ein Mischgetränk ist. Nahrungsmittelzusammensetzung gemäß einem vorhergehenden Anspruch, worin die Nahrungsmittelzusammensetzung ein Mahlzeitenersatz oder andere Nahrungsmittelzusammensetzung zur Verwendung in einem Gewichtsverlust- oder Gewichtskontrollplan ist. Nahrungsmittelzusammensetzung gemäß einem vorhergehenden Anspruch, worin die Zusammensetzung Kohlenhydrat umfasst. Nahrungsmittelzusammensetzung gemäß einem vorhergehenden Anspruch, worin die Zusammensetzung bis zu 10 Gew.-%, vorzugsweise bis zu 6 Gew.-% Wasser umfasst. Nahrungsmittelprodukt, umfassend die Nahrungsmittelzusammensetzung nach Anspruch 11 und eine Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser, Milch oder Gemische daraus. Nahrungsmittelprodukt gemäß Anspruch 13, umfassend 1 bis 99 Gew.-% Nahrungsmittelzusammensetzung und 1 Gew.-% bis 99 Gew.-% Flüssigkeit, vorzugsweise umfassend von 1 Gew.-% bis 50 Gew.-% Nahrungsmittelzusammensetzung und von 50 Gew.-% bis 99 Gew.-% Flüssigkeit.






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