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Dokumentenidentifikation DE102005058833A1 28.06.2007
Titel Handwerkzeugmaschine
Anmelder Robert Bosch GmbH, 70469 Stuttgart, DE
Erfinder Rupp, Bernhard, 75056 Sulzfeld, DE;
Kuenzel, Gerald, 77839 Lichtenau, DE;
Bernauer, Christof, 76596 Forbach, DE;
Bauer, Christian, 77886 Lauf, DE;
Schroth, Ruediger, 71272 Renningen, DE
DE-Anmeldedatum 09.12.2005
DE-Aktenzeichen 102005058833
Offenlegungstag 28.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.06.2007
IPC-Hauptklasse H01R 39/38(2006.01)A, F, I, 20051209, B, H, DE
Zusammenfassung Es wird eine Handwerkzeugmaschine mit einem Elektromotor (14) vorgeschlagen, welcher einen und eine Rotationsachse (18) drehbaren Kommutator (22), eine Bürsteneinheit (24) mit zumindest einer Bürste (28, 80), einen Tragkörper (16, 54, 62) zum Tragen der Bürsteneinheit (24) und ein Entkopplungsmittel (36, 48, 56, 66, 78a, 78b, 82, 90) umfasst, das dazu vorgesehen ist, einer Übertragung einer durch eine Rotation des Kommutators (22) entstehenden Vibration zumindest eines Teils der Bürsteneinheit (24) quer zur Radialrichtung (32) auf den Tragkörper (26, 54, 62) entgegenzuwirken.

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Es sind Handwerkzeugmaschinen mit einem Elektromotor bekannt. Dieser weist einen um eine Ankerachse drehbaren Kommutator zur Polumschaltung einer Ankerwicklung auf, welcher mehrere in Umfangsrichtung angeordnete leitfähige Lamellen umfasst. Diese werden im Betrieb der Handwerkzeugmaschine von einer Kohlebürste kontaktiert, die in Radialrichtung verschiebbar in einem Bürstenköcher angeordnet ist, welcher mit einem Motorgehäuse starr verbunden ist. Bei einer Rotation des Kommutators übertragen sich aufgrund der Lamellenstruktur der Kommutatoroberfläche sowie aufgrund von Bauteiltoleranzen und Unwuchten Vibrationen auf die Kohlebürste und weiter auf den Bürstenköcher und das Motorgehäuse.

Vorteile der Erfindung

Es wird eine Handwerkzeugmaschine mit einem Elektromotor vorgeschlagen, welcher einen um eine Rotationsachse drehbaren Kommutator, eine Bürsteneinheit mit zumindest einer Bürste, einen Tragkörper zum Tragen der Bürsteneinheit und ein Entkopplungsmittel umfasst, das dazu vorgesehen ist, einer Übertragung einer durch eine Rotation des Kommutators entstehenden Vibration zumindest eines Teils der Bürsteneinheit quer zur Radialrichtung auf den Tragkörper entgegenzuwirken. Es können dadurch eine Verminderung von Vibrationen, die bei einem Betrieb des Elektromotors entstehen, und deren Übertragung auf den Tragkörper vorteilhaft erzielt werden. Insbesondere kann ein Abstrahlen von Laufgeräuschen vermindert werden. Die Bürste ist vorzugsweise in Radialrichtung beweglich und von einem Führungsmittel geführt. Dabei kann das Entkopplungsmittel als Verbindungselement zum direkten Verbinden des Führungsmittels mit dem Tragkörper ausgebildet sein. Unter einem "Entkopplungsmittel" soll insbesondere ein Mittel zur Schwingungsisolierung und/oder ein Mittel zur Schwingungsdämpfung verstanden werden. Unter einem "Teil" der Bürsteneinheit soll insbesondere die Bürste und/oder ein weiteres Element der Bürsteneinheit, wie z.B. ein Führungsmittel zur Führung der Bürste, verstanden werden.

Ferner wird vorgeschlagen, dass das Entkopplungsmittel und zumindest der Teil der Bürsteneinheit eine einen Schwingungseigenmodus aufweisende Einheit bilden und das Entkopplungsmittel dazu vorgesehen ist, eine Anregung des Schwingungseigenmodus bei einem Betrieb des Elektromotors zu verhindern. Es können dadurch Schwingungen zumindest des Teils der Bürsteneinheit mit großen Amplituden verhindert werden. Insbesondere können Schwingungen der Bürste und/oder eines Führungsmittels zur Führung der Bürste vermindert werden. Dadurch kann ein Verschleiß der Bürste aufgrund einer Reibung zwischen der Bürste und dem Kommutator und aufgrund eines Bürstenfeuers, welches auf Kontaktverluste zwischen Bürste und Kommutator zurückzuführen ist, vermindert werden. Dabei kann die Lebensdauer der Bürste erhöht werden. Das Entkopplungsmittel ist vorzugsweise derart abgestimmt, z.B. durch dessen Ausgestaltung und/oder die Wahl des Materials, dass der Schwingungseigenmodus eine Resonanzfrequenz oder mehrere Resonanzfrequenzen aufweist, welche von Anregungsfrequenzen des Kommutators verschieden sind.

Es wird außerdem vorgeschlagen, dass die Bürsteneinheit ein Führungsmittel zur Führung der Bürste aufweist und das Entkopplungsmittel dazu vorgesehen ist, einer Übertragung einer Vibration der Bürste auf das Führungsmittel entgegenzuwirken. Es können Schwingungen des Führungsmittels bei einem Betrieb vorteilhaft vermindert werden, wodurch eine Kontaktzeit der Bürste mit dem Kommutator bei einem Umlauf des Kommutators im zeitlichen Mittel erhöht werden kann. Damit können Kontaktverluste zwischen der Bürste und dem Kommutator und das Entstehen von einem Bürstenfeuer vermindert werden, wodurch eine weitere Reduzierung des Verschleißes der Bürste erreicht werden kann. Durch eine erhöhte Kontaktzeit kann ferner bei einem Betrieb eine effektive Kommutierung erzielt werden.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Bürsteneinheit ein Führungsmittel zur Führung der Bürste aufweist und das Entkopplungsmittel in einem zur Aufnahme der Bürste vorgesehenen Aufnahmebereich des Führungsmittels zumindest teilweise angeordnet ist. Dadurch kann ein enger Kontakt des Entkopplungsmittels mit der Bürste erreicht werden, wobei eine kompakte Bauform und eine effektive Entkopplung erzielt werden können.

Vorteilhafterweise weist die Bürsteneinheit ein Führungsmittel zur Führung der Bürste auf und das Entkopplungsmittel ist einstückig an das Führungsmittel angeformt. Dadurch können eine kompakte Ausgestaltung sowie eine einfache Montage erreicht werden.

In diesem Zusammenhang wird vorgeschlagen, dass das Entkopplungsmittel als federelastischer Steg ausgebildet ist, welcher an das Führungsmittel einstückig angeformt ist. Dadurch kann eine Übertragung von Schwingungen großer Amplituden auf das Führungsmittel vorteilhaft vermindert werden und es kann Material bei dem Aufbau des Führungsmittels eingespart werden. Vorzugsweise ist der federelastische Steg derart ausgeformt, dass eine progressive Federkennlinie erreicht wird.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Entkopplungsmittel von einem Wandungsteilbereich des Führungsmittels gebildet ist, welcher insbesondere doppelwandig ausgeführt ist. Dadurch kann ein robustes Entkopplungsmittel erreicht werden.

Ist das Entkopplungsmittel als federelastisches Blechteil ausgebildet, kann ein geringer Herstellungsaufwand erzielt werden. Zweckmäßigerweise ist das Blechteil derart ausgeformt, dass eine progressive Federkennlinie erreicht wird.

Vorteilhafterweise ist das Entkopplungsmittel an der Bürste befestigt. Dadurch kann die Bürste einfach in bestehenden Elektromotoren eingesetzt werden. Es ist z.B. das Ersetzen einer herkömmlichen Bürste durch eine erfindungsgemäße Bürste denkbar.

In diesem Zusammenhang wird vorgeschlagen, dass das Entkopplungsmittel in die Bürste teilweise eingebettet ist, wodurch eine robuste Befestigung des Entkopplungsmittels erreicht werden kann.

Zeichnung

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

Es zeigen:

1 eine Handwerkzeugmaschine mit einem Elektromotor,

2 einen Kommutator, einen Bürstenköcher, eine Bürste und Entkopplungsmittel des Elektromotors aus 1,

3 einen Bürstenköcher mit Verbindungselementen,

4 zwei an einem Verbindungsring montierte Bürstenköcher und eine durch Stege mit dem Verbindungsring verbundene Trägerplatte,

5 einen Bürstenköcher, ein in dem Bürstenköcher integriertes dämpfendes Blechteil und eine Bürste,

6a einen Bürstenköcher mit Stegen,

6b den Bürstenköcher aus 6a in einer weiteren Ausführung,

7 den Bürstenköcher aus 2 und eine alternative Bürste mit einem eingebetteten Entkopplungsmittel und

8 einen Bürstenköcher mit einem doppelwandigen Abschnitt und eine Bürste.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

1 zeigt in einer Seitenansicht eine als Bohrmaschine 10 ausgebildete Handwerkzeugmaschine mit einem Maschinengehäuse 12. Diese weist einen Elektromotor 14 auf, welcher ein Motorgehäuse 16, einen um eine Rotationsachse 18 drehbaren Anker 20, welcher von einem nicht gezeigten Stator umgeben ist, einen mit dem Anker 20 fest verbundenen Kommutator 22, eine Bürsteneinheit 24 und einen an dem Motorgehäuse 16 abgestützten Tragkörper 26 zum Tragen der Bürsteneinheit 24 umfasst. Die Bürsteneinheit 24 weist eine Bürste 28 aus einem leitfähigen Material und ein als Bürstenköcher ausgebildetes Führungsmittel 30 zur Führung der Bürste 28 auf, wobei diese relativ zur Rotationsachse 18 in Radialrichtung 32 beweglich im Führungsmittel 30 gelagert ist. Die Bürste 28 ist zur Übertragung eines elektrischen Stroms von einer nicht gezeigten Stromversorgungseinheit der Bohrmaschine 10 auf den Kommutator 22 vorgesehen. Hierzu ist die Bürste 28 in Kontakt mit leitfähigen Lamellen 34 des Kommutators 22, die in Umfangsrichtung des Kommutators 22 angeordnet sind und an eine nicht gezeigte Ankerwicklung des Ankers 20 elektrisch angeschlossen sind.

Aufgrund der lamellenartigen Struktur der Kommutatoroberfläche sowie aufgrund einer Reibung zwischen der Bürste 28 und den Lamellen 34 entstehen bei einem Betrieb des Elektromotors 14 bzw. einer Rotation des Kommutators 22 Vibrationen der Bürste 28 und des Führungsmittels 30. Der Elektromotor 14 ist mit Entkopplungsmitteln 36 zur Entkopplung der Bürsteneinheit 24 vom Tragkörper 26 versehen, die dazu vorgesehen sind, einer Übertragung von diesen Vibrationen auf den Tragkörper 26 entgegenzuwirken.

In 2 ist die Anordnung der Bürsteneinheit 24, der Entkopplungsmittel 36 und des Kommutators 22 in einer perspektivischen Ansicht dargestellt. Der Übersichtlichkeit halber ist der Tragkörper 26 in der Figur nicht gezeigt. Die Bürste 28, welche in einem Aufnahmebereich 37 (siehe 7) des Führungsmittels 30 aufgenommen ist, ist mittels einer nicht dargestellten und innerhalb des Führungsmittels 30 angeordneten Bürstenandruckfeder auf den Kommutator 22 in Radialrichtung 32 angepresst. Die Entkopplungsmittel 36 umfassen jeweils ein Dämpfungselement 38, welches zur Dämpfung von Vibrationen der Bürsteneinheit 24 vorgesehen ist, und ein Federelement 40. Das Dämpfungselement 38 weist einen ersten Schaft 38.1, der an dem Führungsmittel 30 befestigt ist, und einen zweiten Schaft 38.2 auf, welcher an dem Tragkörper 26 befestigt ist und auf dem ersten Schaft 38.1 verschiebbar angeordnet ist. Eine Vibrationsdämpfung wird durch eine Reibungskraft bei einer Bewegung des Schafts 38.2 auf dem Schaft 38.1 erreicht. Das Dämpfungselement 38 ist vom Federelement 40 umgeben, welches sich auf das Führungsmittel 30 einerseits und den Tragkörper 26 andererseits stützt. Durch die Entkopplungsmittel 36 sind Schwingungen der Bürsteneinheit 24 quer zur Radialrichtung 32 zugelassen. Die Bürsteneinheit 24 mit der Bürste 28 und dem Führungsmittel 30 bildet zusammen mit den Entkopplungsmitteln 36 eine zur Schwingung vorgesehene Einheit 44, die Schwingungseigenmodi aufweist. Diese Schwingungseigenmodi sind jeweils durch eine Resonanzfrequenz charakterisiert, wobei die Resonanzfrequenzen durch eine Ausgestaltung und die Wahl des Materials der Entkopplungsmittel 36 abgestimmt werden können. Diese Resonanzfrequenzen sind größer als die Umlauffrequenzen des Kommutators 22, welche den verschiedenen Drehzahlstufen der Bohrmaschine 10 entsprechen, und sind für jede Drehzahlstufe kleiner als die entsprechende Frequenz der Vibrationsanregung, die aufgrund der lamellenartigen Struktur des Kommutators 22 entsteht. Durch eine angepasste Abstimmung der Resonanzfrequenzen können ferner Schwingungen der Bürsteneinheit 24 quer zur Radialrichtung 32 mit geringen Amplituden erreicht werden, wodurch ein Verschleiß der Bürste 28 durch Reibung und Bürstenfeuer gering gehalten werden kann.

3 zeigt eine weitere Ausführungsform eines als Bürstenköcher ausgeführten Führungsmittels 46 der Bürsteneinheit 24 zur Führung der in der Figur nicht gezeigten Bürste 28. Dieses ist an dem Tragkörper 26 durch vier Verbindungselemente direkt befestigt, welche jeweils als ein Entkopplungsmittel 48 ausgebildet sind. Die Entkopplungsmittel 48 sind an das Führungsmittel 46 einstückig angeformt. Die Entkopplungsmittel 48 lassen Schwingungen der Bürsteneinheit 24 quer zur Radialrichtung 32 sowie in Radialrichtung 32 zu.

Eine weitere Ausführungsform der Bürsteneinheit 24 ist in 4 dargestellt. Diese weist zwei als Bürstenköcher ausgebildete Führungsmittel 50 jeweils zur Führung einer Bürste 28 und ein ringförmiges Stützelement 52 auf, auf welchem die Führungsmittel 50 montiert sind. Durch das Stützelement 52 ist die relative Lage der Führungsmittel 50 zueinander festgelegt. Das Stützelement 52 ist um die Rotationsachse 18 des Kommutators 22 angeordnet, welcher der Übersichtlichkeit halber nicht gezeigt ist. Es ist des Weiteren mit einem als Trägerplatte ausgeführten Tragkörper 54 durch vier Entkopplungsmittel 56 verbunden. Der Tragkörper 54 umfasst zwei Tragelemente 54.1, 54.2, welche mit zwei Verbindungselementen 57 miteinander verbunden sind. Diese Verbindungselemente 57 sind nicht in Kontakt mit den Führungsmitteln 50. Das Tragelement 54.1 ist mit einem Teil des Motorgehäuses 16 starr verbunden. Die Entkopplungsmittel 56 sind jeweils von einem federelastischen und brückenförmigen Steg gebildet. Das Stützelement 52 ist um die Rotationsachse 18 drehbar, wodurch Schwingungen der Bürsteneinheit 24 mit dem Stützelement 52 und den Führungsmitteln 50 in Rotationsrichtung 58 zugelassen sind. Die Bürsteneinheit 24 bildet zusammen mit den Entkopplungsmitteln 56 eine zur Schwingung vorgesehene Einheit 60, welche eine Resonanzfrequenz aufweist, die von dem Material und von der Ausgestaltung der Entkopplungsmittel 56, insbesondere von der Breite und der Höhe der brückenförmigen Stege, abhängt. In einem alternativen Ausführungsbeispiel können die Führungsmittel 50 unabhängig voneinander jeweils durch ein Entkopplungsmittel 56 mit dem Tragkörper 54 verbunden werden.

In 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Bürsteneinheit 24 und eines Tragkörpers 62 zum Tragen der Bürsteneinheit 24 dargestellt. Der Tragkörper 62 ist als Köcher mit einem Aufnahmebereich 64 zur Aufnahme der Bürsteneinheit 24 ausgebildet. Die Bürsteneinheit 24 umfasst die Bürste 28 und ist mit einem Führungsmittel zur Führung der Bürste 28 versehen, welches als Entkopplungsmittel 66 ausgebildet ist. Dieses Entkopplungsmittel 66 ist von einem federelastischen Blechteil gebildet, das im Aufnahmebereich 64 des Tragkörpers 62 angeordnet ist. Das Blechteil liegt an einer Fläche 68 des Aufnahmebereichs 64 an. Das Blechteil weist ferner vier Abschnitte 70 auf, die mit einem trapezförmigen Profil ausgeformt sind, wodurch das Entkopplungsmittel 66 eine progressive Federkennlinie aufweist. Alternativ sind weitere Ausformungen des Blechteils möglich, durch welche eine progressive Federkennlinie erreicht werden kann, wie z.B. ein sinusförmiges Profil. Durch das Entkopplungsmittel 66 sind Schwingungen der in dem Aufnahmebereich 64 angeordneten Bürste 28 senkrecht zur Radialrichtung 32 zugelassen.

6a zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Führungsmittels 72 der Bürsteneinheit 24. Das Führungsmittel 72 umfasst einen Aufnahmebereich 74 zur Aufnahme der Bürste 28. An einen Wandungsbereich 76a des Führungsmittels 72 sind zwei als federelastische Stege ausgebildete Entkopplungsmittel 78a einstückig angeformt. Die Entkopplungsmittel 78a ragen jeweils in ihrer Längsrichtung in eine Aussparung des Wandungsbereichs 76a hinein und erstrecken sich in Längsrichtung des Führungsmittels 72. Durch die Entkopplungsmittel 78a sind Schwingungen der Bürste 28 in Richtung der Rotationsachse 18 zugelassen. Die Entkopplungsmittel 78a weisen jeweils einen Abschnitt 79 auf, der mit einem trapezförmigen Profil ausgeformt ist und in den Aufnahmebereich 74 hineinragt.

6b zeigt das Führungsmittel 72 in einer alternativen Ausführung. In diesem Ausführungsbeispiel ist das Führungsmittel 72 mit zwei Entkopplungsmitteln 78b versehen. Diese erstrecken sich jeweils in Längsrichtung des Führungsmittels 72 in einer Aussparung eines Wandungsbereichs 76b, an welchem sie einstückig angeformt und beidseitig abgestützt sind. Ferner weisen die Entkopplungsmittel 78b jeweils den trapezförmigen Abschnitt 79 (siehe auch 6a) auf, der in den Aufnahmebereich 74 hineinragt. Durch das trapezförmige Profil und die Befestigung der Entkopplungsmittel 78b an dem Wandungsbereich 76b beidseitig des Abschnitts 79 weisen die Entkopplungsmittel 78b jeweils eine progressive Federkennlinie auf. Hierzu sind auch weitere Ausgestaltungen des Abschnitts 79 denkbar.

In 7 ist eine weitere Ausführungsform der Bürsteneinheit 24 mit dem Führungsmittel 30 und einer Bürste 80 dargestellt. In die Bürste 80 ist ein als Federelement ausgebildetes Entkopplungsmittel 82 eingebettet. Dieses weist einen Teilbereich 84 auf, welcher aus einer Fläche 86 der Bürste 80 herausragt und sich in Längsrichtung der Bürste 80 bzw. im montierten Zustand in Radialrichtung 32 erstreckt. Die Bürste 80 mit dem Entkopplungsmittel 82 kann in Kombination mit einem bestehenden Führungsmittel genutzt werden. Beispielsweise kann diese in den Aufnahmebereich 37 des Führungsmittels 30 eingeführt werden. Durch das Entkopplungsmittel 82 können Schwingungen der Bürste 80 innerhalb des Führungsmittels 30 in einer Richtung quer zur Radialrichtung 32 erlaubt werden.

Es ist außerdem denkbar, dass ein oder mehrere weitere Entkopplungsmittel 82 in die Bürste 80 eingebettet sind.

Eine weitere Ausführungsform der Bürsteneinheit 24 ist in 8 dargestellt, welche die Bürste 28 und ein Führungsmittel 88 umfasst. Dieses weist einen doppelwandigen Wandungsteilbereich auf, welcher als Entkopplungsmittel 90 ausgebildet ist. Durch das Entkopplungsmittel 90 sind Schwingungen der Bürste 28 in einer Richtung quer zur Radialrichtung 32 zugelassen. Bei der in der Figur dargestellten Auslegung der Bürsteneinheit 24 relativ zur Rotationsachse 18 sind Schwingungen der Bürste 28 in Richtung der Rotationsachse 18 erlaubt.

10
Bohrmaschine
12
Maschinengehäuse
14
Elektromotor
16
Motorgehäuse
18
Rotationsachse
20
Anker
22
Kommutator
24
Bürsteneinheit
26
Tragkörper
28
Bürste
30
Führungsmittel
32
Radialrichtung
34
Lamelle
36
Entkopplungsmittel
37
Aufnahmebereich
38
Dämpfungselement
38.1
Schaft
38.2
Schaft
40
Federelement
44
Einheit
46
Führungsmittel
48
Entkopplungsmittel
50
Führungsmittel
52
Stützelement
54
Tragkörper
54.1
Tragelement
54.2
Tragelement
56
Entkopplungsmittel
57
Verbindungselement
58
Rotationsrichtung
60
Einheit
62
Tragkörper
64
Aufnahmebereich
66
Entkopplungsmittel
68
Fläche
70
Abschnitt
72
Führungsmittel
74
Aufnahmebereich
76a
Wandungsbereich
76b
Wandungsbereich
78a
Entkopplungsmittel
78b
Entkopplungsmittel
79
Abschnitt
80
Bürste
82
Entkopplungsmittel
84
Teilbereich
86
Fläche
88
Führungsmittel
90
Entkopplungsmittel


Anspruch[de]
Handwerkzeugmaschine mit einem Elektromotor (14), der einen um eine Rotationsachse (18) drehbaren Kommutator (22), eine Bürsteneinheit (24) mit zumindest einer Bürste (28, 80), einen Tragkörper (26, 54, 62) zum Tragen der Bürsteneinheit (24) und ein Entkopplungsmittel (36, 48, 56, 66, 78a, 78b, 82, 90) umfasst, das dazu vorgesehen ist, einer Übertragung einer durch eine Rotation des Kommutators (22) entstehenden Vibration zumindest eines Teils der Bürsteneinheit (24) quer zur Radialrichtung (32) auf den Tragkörper (26, 54, 62) entgegenzuwirken. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Entkopplungsmittel (36, 56) und zumindest der Teil der Bürsteneinheit (24) eine einen Schwingungseigenmodus aufweisende Einheit (44, 60) bilden und das Entkopplungsmittel (36, 56) dazu vorgesehen ist, eine Anregung des Schwingungseigenmodus bei einem Betrieb des Elektromotors (14) zu verhindern. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürsteneinheit (24) ein Führungsmittel (30) zur Führung der Bürste (80) aufweist und das Entkopplungsmittel (82) dazu vorgesehen ist, einer Übertragung einer Vibration der Bürste (80) auf das Führungsmittel (30) entgegenzuwirken. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürsteneinheit (24) ein Führungsmittel (72, 30) zur Führung der Bürste (28, 80) aufweist und das Entkopplungsmittel (78a, 78b, 82) in einem zur Aufnahme der Bürste (28, 80) vorgesehenen Aufnahmebereich (74, 37) des Führungsmittels (72, 30) zumindest teilweise angeordnet ist. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürsteneinheit (24) ein Führungsmittel (72, 88) zur Führung der Bürste (28) aufweist und das Entkopplungsmittel (66, 78a, 78b, 90) einstückig an das Führungsmittel (72, 88) angeformt ist. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Entkopplungsmittel (78a) als federelastischer Steg ausgebildet ist, welcher an das Führungsmittel (72) einstückig angeformt ist. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Entkopplungsmittel (90) von einem Wandungsteilbereich des Führungsmittels (88) gebildet ist, welcher insbesondere doppelwandig ausgeführt ist. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Entkopplungsmittel (66) als federelastisches Blechteil ausgebildet ist. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Entkopplungsmittel (82) an der Bürste (80) befestigt ist. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Entkopplungsmittel (82) in die Bürste (80) teilweise eingebettet ist.






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