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Dokumentenidentifikation DE102005062266A1 28.06.2007
Titel Förderer
Anmelder Deere & Company, Moline, Ill., US
Erfinder Viaud, Jean, Gray, FR
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Anmeldedatum 24.12.2005
DE-Aktenzeichen 102005062266
Offenlegungstag 28.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.06.2007
IPC-Hauptklasse A01F 15/10(2006.01)A, F, I, 20051224, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01D 90/04(2006.01)A, L, I, 20051224, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Presse (10) weist einen Förderer (24) z. B. stromabwärts eines Aufnehmers (20) auf, dessen Rotor (34) von einem Antriebszusammenbau (42) aus zwischen seinen Endbereichen angetrieben wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Förderer in einer landwirtschaftlichen Maschine, der Erntegut entlang einer Strecke fördert und mit einem Rotor mit Mitnehmern versehen ist, und eine Presse mit einem solchen Förderer.

Aus der EP 815 720 geht eine Rundballenpresse mit einer Schneidvorrichtung hervor, deren Rotor sich über die gesamte Breite des Aufnehmers erstreckt. Ein an einem Rahmen angebrachtes Getriebe weist eine seitliche Ausgangswelle auf, die mittels einer Kette den Rotor antreibt.

Das der Erfindung zugrunde liegende Problem wird darin gesehen, dass in dem Antrieb hohe Kräfte bzw. Torsionsmomente wirken, die entsprechend große Teilebemessungen erfordern.

Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch die Lehre des Patentanspruchs 1 gelöst, wobei in den weiteren Patentansprüchen Merkmale aufgeführt sind, die die Lösung in vorteilhafter Weise weiterentwickeln.

Auf diese Weise wird der Rotor nicht vom Ende her angetrieben, so dass in ihm die Torsionsmomente begrenzt sind, und auch eine mittig zu der Presse bzw. Maschine geführte Antriebswelle muß nicht erst über eine mehr oder weniger große seitliche Abtriebswelle mit einem Ende des Rotors verbunden werden, so dass auch keine zu hohen Torsionsmomente aufgefangen werden müssen. Bei der Maschine kann es sich um jede Art von Presse, Ladewagen, Gemüse- oder Rübenvollernter und dergleichen handeln, bei denen ein relativ breiter Rotor insbesondere mittels einer zu seiner Mitte verlaufenden Welle angetrieben wird. Vorzugsweise greift der Antrieb- ein Wellen-, Riemen-, oder Kettenantrieb – in der Mitte des Rotors an; ein außermittiger Antrieb erbringt dennoch die gleichen Vorteile, allerdings nicht unbedingt in demselben Maß. Bei dem Rotor kann es sich um einen Schneidrotor, einen rein tangential wirkenden Förderrotor, eine Schnecke und dergleichen handeln.

Entsprechend sind die Mitnehmer als Zinken, Wendel, Stege und dergleichen ausgebildet. Der Rotor kann unter- wie auch oberschlächtig fördernd ausgebildet bzw. angetrieben sein. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Gesamtbaubreite der Maschine geringer gehalten werden kann, weil sich an der Maschinenseite keine Antriebselemente befinden.

Eine hohe Antriebsleistung tritt dann auf, wenn der Rotor Teil einer Schneidvorrichtung ist, so dass dann, wenn die Mitnehmer Gut an Messern zerkleinern, der erfindungsgemäße Vorteil entsprechend groß ist.

Der Antriebsstrang wird kurz gehalten und macht von der Verringerung des Torsionsmoments Gebrauch, wenn der Rotor selbst wiederum als Antrieb für eine weitere Komponente wirkt, bei der er sich um den Rotor eines Aufnehmers, einer Schnecke oder dergleichen handeln könnte.

Da es bei Pressen, insbesondere bei solchen für die Landwirtschaft, oft zu unvorhersehbaren Lastspitzen kommt und auch sonst stets der maximal mögliche Durchsatz angestrebt wird, ist es sehr hilfreich, wenn dort ein mit einer Deichsel oder sonstigem Teil eines Aufbaus verbundener Antriebszusammenbau direkt mit dem Rotor verbunden ist. Bei dem Antriebszusammenbau kann es sich um ein mechanisches, wie auch um ein hydraulisches Getriebe handeln. Wichtig ist die direkte Verbindung zu dem Rotor nicht vom Ende her.

Eine kostengünstige Antriebsübertragung kann durch die Verwendung eines Zugmittels, insbesondere einer Kette, eines Riemens oder dergleichen erfolgen.

Insbesondere dann, wenn kein Riementrieb vorgesehen ist, ist die Verwendung einer Überlastkupplung sinnvoll, weil es in Pressen leicht zu Verstopfungen kommen könnte, die beim Fehlen von Überlastkupplungen zu Schäden führen können.

Eine einfache Übertragung des Antriebs zwischen dem Rotor und einem weiteren stromauf- oder stromabwärts gelegenen Rotor an einem Aufnehmer, einer Zusammenführschnecke oder einem Querförderer ist dann gegeben, wenn sich die jeweiligen Rotorachsen parallel zueinander erstrecken.

In der Zeichnung ist ein nachfolgend näher beschriebenes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt:

1 eine Presse mit einem erfindungsgemäßen Förderer in Seitenansicht und schematischer Darstellung und

2 die Presse nach 1 in Draufsicht.

Eine in 1 gezeigte Presse 10 weist einen Aufbau 12, ein Fahrgestell 14, Presselemente 16, einen Pressraum 18, einen Aufnehmer 20, einen Querförderer 22 und einen Förderer 24 auf.

Die Presse 10 steht hier stellvertretend für jede Bauart einer Presse, d.h. als Rundballenpresse mit festem oder variablen Pressraumvolumen, mit Riemen, Rollen oder Ketten, als Quaderballenpresse, in der Landwirtschaft, in der Industrie oder im Gewerbe, etc.. Im herkömmlichen Fall wird eine solche Presse 10 über ein Feld gezogen, um Erntegut, z.B. Stroh, Heu oder Silage vom Boden aufzunehmen und es dem Pressraum 18 zuzuführen, um darin z.B. einen Ballen 26 zu bilden. Genauso könnte es sich um einen Ladewagen handeln, der das Gut in einen Laderaum weiterleitet.

Der Aufbau 12 enthält Wände und Streben, die auf dem Fahrgestell 14 ruhen und mittels einer Deichsel 28 an ein Fahrzeug, z.B. einen Ackerschlepper, anschließbar sind. Die Deichsel 28 verläuft in dem Längsmittenbereich der Presse 10 in der Fahrtrichtung und weist einen Antriebszusammenbau 42 auf, der sich in diesem Ausführungsbeispiel mittig vor und oberhalb des Aufnehmers 20 und des Förderers 24 befindet.

Das Fahrgestell 14 besteht aus einer Achse und Rädern in herkömmlicher Weise.

Die Presselemente 16 werden bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel von Riemen gebildet, die über Rollen 30 geführt oder mit diesen kombiniert sind. Diese Presselemente 16 belassen einen Abstand, um einen Einlaß 32 für den Eintritt des Ernteguts in den Pressraum 18 zu bilden. Die Presselemente 16 können in einer von beiden Richtungen umlaufen.

Der Pressraum 18 ist in diesem Ausführungsbeispiel in konstanter Größe ausgebildet, kann aber beliebig ausgeführt werden.

Der Aufnehmer 20, eine sogenannte Pick-up, nimmt Erntegut vom Boden auf, das in einem Schwad von sich ändernder Stärke und Größe abgelegt ist und auf dem Weg zu dem Pressraum 18 auf eine schmalere Breite zusammengeführt wird. Der Aufnehmer 20 fördert unten herum und führt das Erntegut dem Förderer 24 zu.

Der Querförderer 22 ist als eine Querförderschnecke ausgebildet, die in diesem Ausführungsbeispiel von gleicher Breite ist wie der Förderer 24; dieser kann grundsätzlich überkopf oder unten fördern. Der Querförderer 22 reicht so nahe wie möglich an den Einlaß 32 heran oder befindet sich sogar in diesem. In anderen Ausführungsformen kann auch auf diesen Querförderer 22 verzichtet werden.

Der Förderer 24 enthält in diesem Ausführungsbeispiel einen Rotor 34, Abstreifer 36, eine Wandung 38, Messer 40, Mitnehmer 44 und einen Abtrieb 46. Es ist die Aufgabe des Förderers 24, das Erntegut von dem Aufnehmer 20 anzunehmen und es dem Querförderer 22 gegebenenfalls geschnitten aufzugeben.

Der Einlass 32 wird oben und unten von einer Rolle 30 begrenzt und schließt unmittelbar an den Querförderer 22 und den Förderer 24 an.

Der Rotor 34 wird auf nicht gezeigte aber bekannte Weise in Drehung versetzt, so dass er fördert; im Falle einer Verstopfung kann die Drehrichtung umgekehrt werden. Auf der Umfangsfläche des Rotors 34 sind eine Vielzahl von Mitnehmern 44 vorzugsweise starr angebracht, die zwischen sich eine Spalte belassen, um an den Messern 40 mit geringem Abstand vorbei gleiten zu können. Die Mitnehmer 44 reichen bis nahe an die Wandung 38 heran.

Die Abstreifer 36 sind an dem Aufbau 12 befestigt und erstrecken sich ebenfalls in die Zwischenräume zwischen den Mitnehmern 44, um das Erntegut dem Querförderer 22 zuzuführen.

Die Wandung 38 besteht aus einer gegebenenfalls verstärkten und gekrümmten Stahlplatte, die einem Teil des Umfangs des Rotors 34 mit geringem Abstand folgt. Die Wandung 38 reicht mit ihrem rückwärtigen, stromabwärts gelegenen Endbereich bis an den Querförderer 22 heran und kann zu dem Rotor 34 schwenkbar oder diesem gegenüber statt an den Aufbau 12 angeschlossen sein. Insgesamt folgt die Wandung 38 dem Rotorumfang über circa ein Viertel.

Die Messer 40 sind von bekannter Ausführung und starr, wenn auch lösbar, mit der Wandung 38 verbunden. Die Messer 40 können in üblicher Weise angeordnet sein, d.h. mit änderbaren Abständen und gegebenenfalls mit einer Überlastsicherung für Fremdkörper. Diese Überlastsicherung sollte jedoch nicht bei einem normalen Überlastzustand aufgrund der Gutmenge ansprechen.

Der Antriebszusammenbau 42 enthält ein Winkelgetriebe 48 und einen Zugmitteltrieb 50 und dient sowohl dem Antrieb des Rotors 34 als auch der Presse 10 insgesamt.

Das Winkelgetriebe 48 enthält eine Eingangswelle 52, die sich in der Längsrichtung der Presse 10 erstreckt, einen Ausgangswellenstrang 54 und eine Ausgangswelle 56. Das Winkelgetriebe 48 befindet sich in, auf, an oder unter einer Querspange der Deichsel 28 und wird mittels einer nicht gezeigten Gelenkwelle von dem ebenfalls nicht gezeigten Ackerschlepper angetrieben. Der Ausgangswellenstrang 54 erstreckt sich von dem Winkelgetriebe 48 aus nach beiden Seiten, um z.B. die Presselemente 16 antreiben zu können. Die Ausgangswelle 56 verläuft zu dem Ausgangswellenstrang 54 parallel aber mit einem geringen Abstand nach hinten versetzt und ist als ein Wellenstummel ausgebildet.

Der Zugmitteltrieb 50 weist ein oberes Zahnrad 58 an dem Winkelgetriebe 48, ein unteres Zahnrad 60 auf dem Rotor 34 und ein Zugmittel 62 in der Form einer Kette auf, die beide Zahnräder 58, 60 antriebsmäßig miteinander verbindet. Das obere Zahnrad 58 sitzt drehfest auf der Ausgangswelle 56. Das untere auf dem Rotor 34 sitzende Zahnrad 60 hat einen wesentlich größeren Durchmesser als das obere, da auch der Rotor 34 wesentlich langsamer umlaufen soll als die Ausgangswelle 56. Im Bereich des Zahnrads 60 auf dem Rotor 34 befinden sich keine Mitnehmer 44; erforderlichenfalls können Schutzelemente vorgesehen werden, die verhindern, dass Erntegut zwischen dem Zahnrad 60 und dem Zugmittel 62 eingeklemmt wird. Allerdings ist die Gefahr, dass Erntegut eingeklemmt wird, nicht sehr groß, da sich das Erntegut unterhalb des Spalts zwischen dem Zugmittel 62 und dem Zahnrad 60 befindet. Statt des dargestellten Zugmitteltriebs 50 mit fester Übersetzung könnte auch ein Riemen oder eine Kette mit einem Variator verwendet werden. Desgleichen kann das Winkelgetriebe 48 so ausgebildet werden, dass es einen drehzahlvariablen Abtrieb liefert.

Der Abtrieb 46 enthält ein Verteilergetriebe 64, ein Getriebe 66 für den Aufnehmer 20, ein Getriebe 68 für den Querförderer 22 und Wellen 70 zwischen dem Verteilergetriebe 64 und den Getrieben 66, 68. Dieser Abtrieb 46, in dem nicht gezeigte Kupplungen enthalten sein können, überträgt die Drehbewegung des Rotors 34 auf den Aufnehmer 20 und den Querförderer 22 und stellt somit deren synchronen Umlauf sicher. Die Wellen 70 können erforderlichenfalls teleskopisch ausgebildet sein, so dass eine Relativbewegung zwischen dem Aufnehmer 20, dem Rotor 34 und dem Querförderer 22 möglich ist.


Anspruch[de]
Förderer (24) in einer landwirtschaftlichen Maschine, der Erntegut entlang einer Strecke fördert und mit einem Rotor (34) mit Mitnehmern (44) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (34) zwischen seinen Enden und vorzugsweise in seinem Mittenbereich angetrieben wird. Förderer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmer (44) mit Messern (40) zusammenwirken. Förderer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Endbereich des Förderers (24) mit einem Abtrieb (46) versehen ist. Presse (10) mit einem Aufbau (12), insbesondere mit einer Deichsel (28), mit einem Antriebszusammenbau (42), dadurch gekennzeichnet, dass dieser Antriebszusammenbau (42) direkt mit dem Rotor (34) zwischen seinen Enden verbunden ist. Presse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb des Rotors (34) mittels eines Zugmittels (62), insbesondere einer Kette, eines Riemens oder dergleichen erfolgt. Presse nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Überlastkupplung in dem Antrieb des Rotors (34) enthalten ist. Presse nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (34) stromabwärts eines Aufnehmers (20) vorgesehen ist und sich parallel zu diesem erstreckt. Presse nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (34) stromaufwärts eines Querförderers (22) vorgesehen ist und sich parallel zu diesem erstreckt.






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