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Dokumentenidentifikation DE10259845B4 28.06.2007
Titel Vorrichtung sowie Verfahren zur Herstellung von seilartigen Erzeugnissen
Anmelder Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V., 09125 Chemnitz, DE
Erfinder Arnold, Rolf, 01257 Dresden, DE;
Helbig, Reinhard, 09353 Oberlungwitz, DE
DE-Anmeldedatum 20.12.2002
DE-Aktenzeichen 10259845
Offenlegungstag 15.07.2004
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.06.2007
IPC-Hauptklasse D04B 39/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D04B 25/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zur Herstellung von seilartigen Erzeugnissen nach dem Oberbegriff der Ansprüche 1 und 5, die vorzugsweise eine Kern-Mantel-Struktur und einen sehr großen Durchmesser aufweisen.

Aus DD 247 930 A1 bekannt, gibt es eine Ummantelungsvorrichtung, insbesondere zum Ummanteln von Dränagerohren, welche mindestens 8 Hakengreifer besitzt, die aus Greifern und Greiferschäften bestehen. Die beschriebene Vorrichtung hat infolge des Zusammenspiels der 8 Greifer bei der Maschenbildung die Eigenschaft, dass die Abschlagrichtung der Maschen tangential zur Mittellängsachse des Ummantelungsgutes gerichtet ist. Hierdurch treten keine radialen Schnürkräfte auf, wie sie bei Vorrichtungen entstehen, die mit 4 Greifern arbeiten. Bei Vorrichtungen mit 4 Greifern ist der Abschlag der Maschen radial gerichtet, wodurch die Mantelfäden in Richtung Kern des Ummantelungsgutes straff zusammengeschnürt werden.

Seilartige Erzeugnisse mit einem schlauchartigen Maschenmantel können mit hoher Effizienz mit einer Vorrichtung nach DE 24 20 643 C2 hergestellt werden. Die für die Maschenbildung eingesetzten 4 Hakengreifer ermöglichen durch einen relativ einfachen Hebelantrieb eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit.

In der Praxis hat sich gezeigt, dass diese Vorrichtung nur für Seilstrukturen bis etwa 130 mm Durchmesser eingesetzt werden kann. Für größere Durchmesser bis etwa 400 mm ist eine andere Getriebekonstruktion erforderlich, die zu höheren Kosten führt.

Aufgabe der Erfindung ist es, für die Herstellung seilartiger Erzeugnisse mit großem Durchmesser und einer sehr weitmaschigen Ummantelungsstruktur eine praktikable Vorrichtung sowie ein kostengünstiges Verfahren zu schaffen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß für die Vorrichtung mit den Merkmalen von Anspruch 1 und für das Verfahren mit den Merkmalen von Anspruch 5 gelöst. Auf vorteilhafte Ausgestaltungen nehmen die jeweiligen Unteransprüche Bezug.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen in

1 den pneumatischen Greiferantrieb,

1a eine schematische Darstellung der 1 mit asymmetrischer Greiferanordnung,

2 den pneumatischen Greiferantrieb über Winkelhebel,

3 den pneumatisch betätigten Warenabzug.

Das seilartige Erzeugnis, bestehend aus einer Kern-Mantel-Struktur mit parallel zur Längsachse verlaufenden Maschenreihen und spiralförmig um einen Kern verlaufenden Maschenstäbchen, wird gemäß 1 durch vorzugsweise vier Hakengreifer 1a, 1b, 1c und 1d gebildet, die um das Führungsrohr 2 symmetrisch angeordnet sind, wobei die Drehpunkte 7 der Greiferschäfte 4 um den Abstand a versetzt zur Mittellängsachse 5 des Führungsrohres 2 liegen (1a). Der Antrieb der extrem großen Hakengreifer 1a, 1b, 1c, 1d erfolgt im Bereich ihrer Schäfte 4 durch die pneumatischen Stellglieder 6, wobei die Stellglieder 6 direkt im Bereich 3 der Greiferschäfte angelenkt sind (1). In einer anderen Ausführungsform sind die Greiferschäfte 4 als zweiarmige Hebel 8 ausgebildet, bei dem die pneumatischen Stellglieder 6 an dem vom Hakengreifer entgegengesetztem Ende des zweiarmigen Hebels 8 im Bereich der Schwenkachse 9 angelenkt sind (2).

Um die von den Greifern 1a, 1b, 1c, 1d erzeugten extrem großen Maschen, die im Bereich von etwa 50 mm bis 100 mm liegen, sicher und materialschonend abzuziehen, ist ein schrittweiser Abzug der Kern-Mantel-Struktur vorgesehen, der jeweils im Bereich der Abschlagphase der Maschen von zwei gegenüberliegenden Greifern 1a/1c bzw. 1b/1d erfolgt. Der Warenabzug 10 wird dazu erfindungsgemäß über eine Freilaufkupplung 11 von dem pneumatischen Stellglied 6 angetrieben.


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Herstellung von seilartigen Erzeugnissen, aufweisend Hakengreifer, die um ein Führungsrohr angeordnet sind und eine Maschenstruktur mit parallel zur Längsachse verlaufenden Maschenreihen und spiralförmig um einen Kern verlaufenden Maschenstäbchen bilden, wobei die Drehpunkte der Greiferschäfte versetzt zur Mittellängsachse des Führungsrohres liegen, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Greifer (1a, 1b, 1c, 1d) durch ein pneumatisches Stellglied (6) bewegt wird. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschenstruktur durch vier Hakengreifer, die durch pneumatische Stellglieder (6) bewegt werden, gebildet wird. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die pneumatischen Stellglieder (6) direkt im Bereich (3) der Greiferschäfte (4) angelenkt sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Greiferschäfte (4) als zweiarmige Hebel (8) ausgebildet und die pneumatischen Stellglieder (6) an dem von den Hakengreifern entgegengesetztem Ende des zweiarmigen Hebels (8) im Bereich der Schwenkachse (9) angelenkt sind. Verfahren zur Herstellung von seilartigen Erzeugnissen, wobei eine Maschenstruktur mit parallel zur Längsachse verlaufenden Maschenreihen und spiralförmig um einen Kern verlaufenden Maschenstäbchen durch Hakengreifer gebildet wird, die um ein Führungsrohr bewegbar sind, wobei die Drehpunkte der Greiferschäfte versetzt zur Mittellängsachse eines Führungsrohres liegen, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilstruktur schrittweise jeweils im Bereich der Abschlagphase der durch die Greiferbewegungen erzeugten Maschen von zwei gegenüberliegenden Greifern (1a/1c bzw. 1b/1d) abgezogen wird, wobei jeder Greifer (1a, 1b, 1c, 1d) durch ein pneumatisches Stellglied (6) bewegt wird. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der schrittweise Abzug der Maschen durch einen an sich bekannten Warenabzug (10) erfolgt, der über eine Freilaufkupplung (11) von einem pneumatischen Stellglied (6) angetrieben wird. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung des Bewegungsablaufes der Greifer (1a, 1b, 1c, 1d) und des Warenabzugs (10) über eine speicherprogrammierte Steuerung erfolgt, die den pneumatischen Stellgliedern (6) zugeordnete Ventile betätigt.






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