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Dokumentenidentifikation DE19751007B4 28.06.2007
Titel Steuergerät für elektrohydraulische Ausbausteuerungen
Anmelder DBT GmbH, 44534 Lünen, DE
Erfinder Tschöpe, Jürgen, 59379 Selm, DE;
Frank, Reiner, 58285 Gevelsberg, DE;
Weigel, Wilfried, 59368 Werne, DE
Vertreter Buschhoff-Hennicke-Althaus, 50672 Köln
DE-Anmeldedatum 18.11.1997
DE-Aktenzeichen 19751007
Offenlegungstag 20.05.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.06.2007
IPC-Hauptklasse E21D 23/16(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H05K 5/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Steuergerät für elektrohydraulische Ausbausteuerungen, mit einem die elektrische und/oder elektronische Schaltung der Steuerung aufnehmenden Gehäuse, einem an der Schaltung angeschlossenen Bedienteil mit einer Bedienungstastatur und mit mehreren, von der Gehäuseaußenseite zugänglichen Steckeranschlüssen für den elektrischen Anschluß von Elektromagnetventilen, benachbarten Einzelsteuergeräten, Meßwertaufnehmern od.dgl..

Ein solches Steuergerät ist bei elektrohydraulischen Strebausbausteuerungen jedem Ausbaugestell des Strebbetriebes zugeordnet. An die Steckeranschlüsse einer solchen Einzelsteuerung werden Kabel für die Stromversorgung, die Datenübertragung zu den Einzelsteuerungen der benachbarten Ausbaugestelle und/oder einem Zentralrechner, für die Zuleitung elektrischer Signale von Sensoren und für die Schaltbetätigung von Elektromagnetventilen angeschlossen. Um im rauhen, untertägigen Betrieb die verschiedenen Anschlußkabel in einfacher Weise mit dem Steuergerät zu verbinden, ist es bekannt, die mit den Steckeranschlüssen an der Gehäuseaußenseite zusammenwirkenden Kupplungsmuffen der verschiedenen Verbindungsleitungen an einer gemeinsamen Steckerleiste anzuordnen, so daß alle Steckverbindungen gleichzeitig hergestellt werden können (DE 37 08 902, DE 35 33 659). Die Montage der bekannten Steuergeräte, in denen die empfindlichen elektronischen Bauteile vor Staub und Feuchtigkeit geschützt werden müssen, ist sehr aufwendig und langwierig. Insbesondere die Justierung der verschiedenen Steckeranschlüsse in eine Lage zueinander, in der die an einer Steckerleiste befindlichen Kupplungsmuffen genau mit den Steckeranschlüssen fluchten, erfordert viel Fingerspitzengefühl und Zeit; da bei den bekannten Steuergeräten die Steckeranschlüsse vorzugsweise an der Gehäuserückwand mittels Schrauben justiert und festgelegt werden, ist es im Betrieb möglich, daß die Steckeranschlüsse ihre Lage für einen korrekten Anschluß des entsprechenden Verbindungskabels verlieren und neu justiert werden müssen, was im allgemeinen erst nach Ausbau des Gerätes über Tage geschehen kann.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Steuergerät der eingangs genannten Art zu schaffen, das sich durch eine besonders kompakte Bauweise und einfache Montage bei gleichzeitig bestmöglichem Schutz gegen das Eindringen von Feuchtigkeit und Staub auszeichnet und bei dem insbesondere die Steckeranschlüsse immer problemlos in ihrer gewünschten Lage montiert werden können und diese Lage nach einmal erfolgter Montage auch nicht wieder verlieren.

Diese Aufgabe wird mit der Erfindung dadurch gelöst, daß die Schaltung in Form einer Schaltungsplatine ausgestaltet ist, die die Steckeranschlüsse trägt und die in einem im Gehäuse ausgebildeten, vom Bedienteil abgeschlossenen Aufnahmefach aufgenommen und von einer Vergußmasse allseitig umschlossen ist.

Erfindungsgemäß wird hier also nicht nur die elektrische bzw. elektronische Schaltung auf einer Platine angeordnet, sondern auch die Steckeranschlüsse, die nach Einlegen der fertig bestückten Platine in das Aufnahmefach und dem Einbringen von aushärtender Vergußmasse in dieser mit eingebettet werden. Die die Platine allseitig umgebende Vergußmasse stellt einen sicheren Schutz gegen den Angriff von Feuchtigkeit und Schmutz dar, wie er im untertägigen Betrieb allgegenwärtig ist. Darüber hinaus hält die Vergußmasse nach ihrem Erhärten nicht nur die Platine im Gehäuse fest, sondern arretiert auch die Steckeranschlüsse auf Dauer in ihrer gewünschten Lage im Gehäuse und relativ zueinander. Eine Nachjustierung der Anschlüsse ist somit auch nach vielen Betriebsstunden und häufigem Wechsel der daran anzuschließenden Ein- und Ausgangsleitungen nicht erforderlich.

Das Aufnahmefach wird zweckmäßig im wesentlichen von den Gehäuseaußenwänden und einer Gehäusezwischenwand begrenzt, wobei die Zwischenwand mit einer Öffnung für ein Anschlußkabel des Bedienteils versehen ist. Vorzugsweise ist die Öffnung an die Form des Anschlußkabels angepaßt und mit einem sich an das Kabel anlegenden Dichtungselement versehen. Zur Montage des Steuergerätes wird dann das Anschlußkabel, das ein durch die schlitzförmig in der Zwischenwand ausgestaltete Öffnung hindurchtretendes Flachkabel sein kann, durch die Öffnung gesteckt und an der Schaltungsplatine angelötet. Anschließend wird dann die Platine in das Aufnahmefach eingelegt und dieses mit Vergußmasse ausgefüllt, wobei das Dichtungselement, das sich an das Anschlußkabel dicht anlegt, verhindert, daß Vergußmasse durch die Öffnung in der Gehäusezwischenwand hindurchfließen kann.

Besonders zweckmäßig ist es, wenn die Schaltungsplatine an ihrer zur Zwischenwand bzw. einem Aufnahmefachboden hin weisenden Rückwand mit mehreren Abstandhaltern versehen ist. Die Abstandhalter sorgen dafür, daß zwischen der Schaltungsplatine und der Zwischenwand/dem Aufnahmefachboden ein genügend großer Zwischenraum gleichbleibender Dicke verbleibt, der dann beim Vergießen vollständig, d.h. ohne Blasen od.dgl. ausgefüllt wird. Eine besonders einfache Ausgestaltung ergibt sich, wenn die Abstandhalter als durch die Platine durchgesteckte Stiftelemente ausgestaltet sind. Es ist dann auch leicht möglich, ein und dieselbe Platine mit Stiftelementen verschiedener Längen zu bestücken, um Fertigungstoleranzen auszugleichen, die beispielsweise beim Einschweißen des Zwischenbodens auftreten können.

Vorzugsweise sind die Stiftelemente an ihren in der Platine angeordneten Aufnahmebohrungen axial arretiert. Hierzu können sie an ihrem vorderen, durch die Platine gesteckten Ende axial geschlitzt und an ihrem rückwärtigen Ende mit einem Anschlagbund versehen sein, der sich gegen die Vorderseite der Platine anlegt. Die beiden durch den Schlitz getrennten Teile des vorderen Stiftelements können nach ihrem Durchstecken durch die Platine radial ein Stück weit aufgebogen werden, wodurch die Axialsicherung der Stifte bewirkt wird. Wenn die Stifte aus einem elastischen Werkstoff, beispielsweise einem elastischen Kunststoff bestehen, können die beiden vorderen, durch den Schlitz geteilten Endteile als Federstücke ausgebildet sein, die beim Durchstecken der Stiftelemente durch die zugehörigen Bohrungen der Platine aufeinander zugedrückt werden und sich infolge ihrer Federspannung nach Durchstecken durch die Bohrung an der Rückseite wieder aufweiten und so automatisch die Sicherung des Stiftes bewirken.

Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ergibt sich, wenn wenigstens ein Teil der Abstandhalter an einem oder mehreren der Steckeranschlüsse angeordnet ist. Bei dieser Ausgestaltung bewirken die an den Steckeranschlüssen angeordneten Abstandhalter nicht nur einen korrekten Abstand der Schaltungsplatine von der Zwischenwand, sondern stellen darüber hinaus auch eine formschlüssige Verbindung zwischen Platine und Steckeranschlüssen her, wenn diese mit den daran fest angeordneten Abstandhaltern durch korrespondierende Bohrungen an der Platine gesteckt werden. Um hier auch eine Verdrehsicherung zu schaffen, sind die Steckeranschlüsse an ihrem zur Platine hinweisenden Befestigungsende vorzugsweise mit mindestens zwei etwa zapfenförmigen Zentrierstiften versehen, die durch hierzu ausgerichtete Führungsbohrungen in der Platine hindurchgreifen und aufrasten. Dabei können die Zentrierstifte auch selbst als Abstandhalter ausgebildet sein. Um auch eine axiale Sicherung der Steckeranschlüsse auf der Platine zu schaffen, bevor diese mit Vergußmasse in ihrem Aufnahmefach ausgefüllt wird, sind die Zentrierstifte vorzugsweise axial geschlitzt und greifen nach Art einer Rastverbindung in die zugehörigen Führungsbohrungen ein.

Um einen besonders sicheren Halt der Steckeranschlüsse nach dem Vergießen mit der aushärtenden Vergußmasse zu schaffen, sind die Steckeranschlüsse zweckmäßig mit mindestens einem umlaufenden Arretiersteg versehen, der im Einbauzustand von der Vergußmasse überdeckt ist. Die harte Vergußmasse, deren Oberfläche dann über bzw. vor dem Arretiersteg liegt, bildet dann einen den Steckeranschluß allseitig dicht umgebenden Halteflansch, der für einen formschlüssigen Halt des Steckeranschlusses in Axialrichtung sorgt. Wenn die Steckeranschlüsse mit mindestens einer an ihrem Außenumfang angeordneten Ausnehmung versehen sind, die im Einbauzustand von der Vergußmasse ausgefüllt sind, wird in ähnlicher Weise auch eine formschlüssige Sicherung gegen ein Verdrehen des Steckeranschlusses in Radialrichtung geschaffen. Besonders zweckmäßig ist es hier, wenn die Steckeranschlüsse mehrere, an ihrem Außenumfang am umlaufenden Arretiersteg angeordnete Ausnehmungen aufweisen.

Das Aufnahmefach für die Schaltungsplatine kann an der Rückseite des Gehäuses angeordnet sein, so daß auch die Ein- und Ausgangsleitungen an der Rückseite des Gehäuses an das Steuergerät angeschlossen werden. Das Bedienteil kann ebenfalls im Gehäuse angeordnet sein, wobei sich die Bedienungstastatur vorzugsweise an der Gehäusevorderseite befindet, wo sie am leichtesten zugänglich ist.

In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung weist das Steuergerät Befestigungselemente auf, die von der Gehäuserückseite vorspringen. Mit Hilfe der Befestigungselemente kann das Steuergerät leicht am zugehörigen Ausbaugestell mechanisch angeschlossen werden. Eine besonders elegante Lösung ergibt sich, wenn die Befestigungselemente an der Gehäusezwischenwand angeordnet sind und durch Löcher in der Platine hindurchgreifen. Die Platine kann dann auf die Befestigungselemente aufgesteckt werden, die somit nicht nur ihre Befestigungsfunktion erfüllen, sondern auch eine Führung für die Platine bilden. Bei entsprechender Ausgestaltung der Befestigungselemente können diese dann auch zur Befestigung der Steckerleiste am Steuergerät dienen.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Befestigungselemente in einer Linie mit mehreren, nebeneinander angeordneten Steckeranschlüssen neben diesen angeordnet sind. Bei dieser Ausgestaltung ist es möglich, nicht nur die Steckkupplungen der Verbindungsleitungen für die Steckeranschlüsse in einer gemeinsamen Steckerleiste anzuordnen, sondern gleichzeitig noch eine mechanische Sicherung der Steckerleiste über die Befestigungselemente zu erreichen.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen, worin eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung an einem Beispiel näher erläutert wird. Es zeigt:

1 das Gehäuse eines erfindungsgemäßen Steuergeräts mit zugehöriger Schaltungsplatine in einer perspektivischen, auseinandergezogenen Darstellung schräg von hinten;

2 den Gegenstand der 1 in einer vergrößerten Schnittdarstellung längs der Linie II-II;

3 das erfindungsgemäße Steuergerät mit vergossener Schaltungsplatine in einer 2 entsprechenden Darstellung.

In der Zeichnung bezeichnet 10 ein Steuergerät zur Steuerung eines Ausbaugestells, wie sie für elektrohydraulische Ausbausteuerungen im Untertagebergbau üblich und bekannt sind. Das Steuergerät weist ein Gehäuse 11 auf, das im wesentlichen aus einem an der in der Zeichnung nicht sichtbaren Vorderseite und an der Rückseite 12 offenen Stahlblechrahmen 13 besteht, in dem in der Nähe der Rückseite 12 eine Zwischenwand 14 eingeschweißt ist.

Der Stahlblechrahmen 13 und die Zwischenwand 14 bilden in dem Gehäuse 11 ein Aufnahmefach 15 für eine Schaltungsplatine 16, die etwas kleiner bemessen ist als das Aufnahmefach, so daß sie mit ihren Kanten 17 nicht am umlaufenden Rahmen 13 anliegt. Die Schaltungsplatine ist mit den für die Steuerung des Ausbaugestells erforderlichen elektrischen und elektronischen Bauteilen versehen, die in der Zeichnung der Einfachheit halber nicht dargestellt sind. Zur Verbindung der Platine 16 mit einem nicht sichtbaren, an der Gehäusevorderwand 18 angeordneten Bedienteil für das Steuergerät dient ein mit diesem verbundenes Flachbandkabel 19, das durch eine Öffnung 20 in der Gehäusezwischenwand 15 hindurchtritt und dessen einzelne Leiter in einem fluchtend zur Öffnung 20 an der Platine vorgesehenen Anschlußbereich 21 angelötet sind. Die Öffnung 20 ist in Form und Größe an die Form des Anschlußkabels 19 angepaßt, bildet also ein breites und schmales Fenster, das an seinem Rand mit einer umlaufenden, weichelastischen Dichtung 22 versehen ist, die sich dicht an das Kabel 19 anlegt.

Die Zwischenwand 14 ist zur Rückseite hin mit zwei vorspringenden Befestigungselementen 23 versehen, von denen in 1 lediglich das linke Element dargestellt ist. Die Befestigungselemente 23 bestehen im wesentlichen aus einem zylindrischen Fortsatz 24, mit dem sie durch Löcher 25 in der Platine 16 hindurchgreifen. An ihrem freien Ende 26 sind sie mit einer umlaufenden Verriegelungsnut 27 versehen und können an geeigneten, am Ausbaugestell vorgesehenen Anschlußelementen mit einem passenden Verriegelungsmittel wie z.B. einer U-förmigen Steckgabel gesichert werden.

Im kurzen Abstand von der Verriegelungsnut 27 sind die Befestigungselemente mit umlaufenden Abstützkragen 29 versehen, an denen sich eine nicht dargestellte Steckerleiste anlegen kann, die die verschiedenen, am Steuergerät anzuschließenden Leitungen bzw. deren Steckerteile trägt. Dabei liegt der Abstützkragen vorzugsweise ein Stück vor den benachbarten Steckeranschlüssen, so daß die Steckerleiste diese nicht direkt berührt. Die Platine ist mit mehreren Abstandhaltern 30 versehen, die als durch die Platine durchgesteckte Stiftelemente 31 ausgestaltet sind, die in ihren zugehörigen, in der Platine angeordneten Aufnahmebohrungen 32 axial arretiert sind. Hierzu sind die Stiftelemente 31 an ihrem vorderen, durch die Platine 14 hindurchgesteckten Ende 33 axial geschlitzt und an ihrem rückwärtigen Ende mit einem Anschlagbund 34 versehen. Die beiden aus den Aufnahmebohrungen herausragenden Laschenteile 35 der Stifte 31 sind radial etwas aufgeweitet und halten so den Stift sicher in seiner Bohrung.

Neben den nicht dargestellten, elektronischen Bauteilen ist die Schaltungsplatine 16 rückseitig mit mehreren Steckeranschlüssen 36 für den elektrischen Anschluß von Elektromagnetventilen und benachbarten Einzelsteuergeräten versehen. Zusätzlich vorgesehene Steckbuchsen 37 dienen für den Anschluß von Meßwertaufnehmern od.dgl..

An ihrem zur Platine hin weisenden Befestigungsende 38 sind die Steckeranschlüsse 36 mit drei ungleichmäßig am Umfang verteilten Zentrierstiften 39 versehen, mit denen sie in hierzu ausgerichtete Führungsbohrungen 40 an der Platine 16 eingreifen. Durch die ungleichmäßige Verteilung der Zentrierstifte bzw. Führungsbohrungen ist sichergestellt, daß die Steckeranschlüsse nur in einer Stellung an der Schaltungsplatine arretiert werden können. Die Zentrierstifte sind ähnlich wie die Stiftelemente 31 an ihrem vorderen Ende geschlitzt und radial etwas aufgeweitet, wodurch auch hier die beiden Laschenteile wie bei den Stiftelementen 31, ein Stück vom Platinenboden vorspringen. Durch diese Ausgestaltung sind die Steckeranschlüsse auf der Platine nicht nur axial gesichert, sondern sie dienen auch als zusätzliche Abstandhalter für die Platine.

Wie sich aus 3 ergibt, ist die Platine nach Montage aller (nicht dargestellen) elektronischen Bauteile, der Steckeranschlüsse 36 und der zusätzlichen Steckbuchsen 37 sowie der Abstandhalter 30 in das Aufnahmefach 15 eingelegt und darin mit einer aushärtenden Vergußmasse 41 vergossen, die die Platine allseitig umgibt. Die Vergußmasse 41 ist bis zu einer Höhe in das Aufnahmefach 15 eingefüllt, in der die Steckbuchsen 37 bzw. Steckeranschlüsse 36 gerade noch von der Rückseite 12 her zugänglich sind. In dieser Füllhöhe H überdeckt die Vergußmasse 41 auch zwei an jedem Steckeranschluß 36 angeordnete, umlaufende Arretierstege 42, so daß die Steckeranschlüsse 36 von der ausgehärteten Vergußmasse in ihrer Axialrichtung formschlüssig gehalten werden. Zur Sicherung der Steckeranschlüsse 36 gegen ungewolltes Verdrehen sind am unteren Arretiersteg 42 mehrere über den Umfang verteilte Ausnehmungen 43 vorgesehen, in die die Vergußmasse bei ihrem Einfüllen in das Aufnahmefach ebenfalls eindringt und nach ihrem Erhärten eine formschlüssige Verbindung zwischen sich und Steckeranschluß bildet.

Beim Einfüllen der Vergußmasse 41 in das Aufnahmefach 15 verhindert die an das Flachkabel 19 sich anlegende Dichtung 22, daß flüssige Vergußmasse durch die Öffnung 20 hindurch in den vorderen Raum 44 des Gehäuses eintreten kann. Die Vergußmasse, die die Zwischenräume zwischen Aufnahmefach, Schaltungsplatine und den daran angeordneten Steckeranschlüssen und Steckbuchsen vollständig ausfüllt, verhindert nicht nur wirksam, daß Feuchtigkeit oder Schmutz Zugang zu der empfindlichen Schaltelektronik findet, sondern arretiert auch mechanisch alle im Aufnahmefach 15 befindlichen Bauteile einschließlich des Anschlußkabels 19 sicher und dauerhaft, so daß hier keine zusätzliche mechanische Sicherung durch Schrauben, Klemmen od.dgl. erforderlich ist. Demgemäß können auch die Steckkupplungen von Ein- und Ausgangsleitungen direkt an die Steckeranschlüsse 36 angeschlossen werden, nachdem die Vergußmasse 41 im Aufnahmefach ausgehärtet ist.

Wie aus 1 erkennbar ist, sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sechs Steckeranschlüsse nebeneinander in einer Reihe angeordnet, wobei an den beiden äußeren Enden dieser Reihe die Befestigungselemente 23 durch ihre Löcher 25 nach außen vorspringen. Bei dieser Anordnung können die Steckkupplungen der an die Steckeranschlüsse 36 anzuschließenden Leitungen ebenfalls in einer Linie in einer gemeinsamen Steckerleiste (nicht dargestellt) mit Hilfe von Arretiergabeln od.dgl. festgelegt werden. Die Steckerleiste hat dann an ihren äußeren Enden ebenfalls Durchgangslöcher für die Befestigungselemente, so daß die Steckerleiste nur auf die Fortsätze 24 der Befestigungselemente aufgesteckt und in Richtung auf das Gehäuse geschoben werden muß, um alle Steckkupplungen in die zugehörigen Steckeranschlüsse einzustecken.

Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern es ergeben sich eine Vielzahl von Änderungs- und Ergänzungsmöglichkeiten, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. So ist es beispielsweise möglich, das (nicht dargestellte) Bedienteil mit seiner Bedienungstastatur nicht fest am bzw. im Gehäuse anzuordnen, sondern über ein Kabel an einem Steckeranschluß am Steuergerät 10 anzuschließen. Insbesondere, wenn ein häufiges An- bzw. Abstecken einzelner Kabel oder Leitungen zu erwarten ist, kann es zweckmäßig sein, wenigstens einen Teil der Steckeranschlüsse an der Vorderseite des Gehäuses oder einer seiner Seitenwände anzuordnen, die im Betrieb leichter zugänglich sind als die Rückseite.


Anspruch[de]
Steuergerät für elektrohydraulische Ausbausteuerungen, mit einem die elektrische und/oder elektronische Schaltung der Steuerung aufnehmenden Gehäuse, einem an der Schaltung angeschlossenen Bedienteil mit einer Bedienungstastatur und mit mehreren, von der Gehäuseaußenseite zugänglichen Steckeranschlüssen für den elektrischen Anschluß von Elektromagnetventilen, benachbarten Einzelsteuergeräten, Meßwertaufnehmern od.dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltung in Form einer Schaltungsplatine (16) ausgestaltet ist, die die Steckeranschlüsse (36) trägt und die in einem im Gehäuse (11) ausgebildeten, vom Bedienteil abgeschlossenen Aufnahmefach (15) aufgenommen und von einer Vergußmasse (41) allseitig umschlossen ist. Steuergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmefach (15) von den Gehäuseaußenwänden (13) und einer Gehäusezwischenwand (14) begrenzt wird, wobei die Zwischenwand (14) mit einer Öffnung (20) für ein Anschlußkabel (19) des Bedienteils versehen ist. Steuergerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (20) an die Form des Anschlußkabels (19) angepaßt und mit einem sich an das Kabel (19) anlegenden Dichtungselement (22) versehen ist. Steuergerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußkabel ein durch die schlitzförmig in der Zwischenwand ausgestaltete Öffnung (20) hindurchtretendes Flachkabel (19) ist. Steuergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltungsplatine (16) an ihrer zur Zwischenwand (14) bzw. einem Aufnahmefachboden hin weisenden Rückwand mit mehreren Abstandhaltern (30) versehen ist. Steuergerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandhalter (30) als durch die Platine (16) durchgesteckte Stiftelemente (31) ausgestaltet sind. Steuergerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stiftelemente (31) in ihren in der Platine (16) angeordneten Aufnahmebohrungen (32) axial arretiert sind. Steuergerät nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stiftelemente (31) an ihrem vorderen, durch die Platine (16) gesteckten Ende (33) axial geschlitzt sind und an ihrem rückwärtigen Ende mit einem Anschlagbund (34) versehen sind. Steuergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil der Abstandhalter (30) an einem oder mehreren der Steckeranschlüsse (36) angeordnet ist. Steuergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckeranschlüsse (36) an ihrem zur Platine (16) hin weisenden Befestigungsende (38) mit mindestens zwei zapfenförmigen Zentrierstiften (39) versehen sind, die durch hierzu ausgerichtete Führungsbohrungen (40) in der Platine (16) hindurchgreifen. Steuergerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrierstifte (39) als Abstandhalter (30) ausgebildet sind. Steuergerät nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrierstifte (39) axial geschlitzt sind und nach Art einer Rastverbindung in die Führungsbohrungen (40) eingreifen. Steuergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckeranschlüsse (36) mit mindestens einem umlaufenden Arretiersteg (42) versehen sind, der im Einbauzustand von der Vergußmasse (41) überdeckt ist. Steuergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckeranschlüsse (36) mit mindestens einer an ihrem Außenumfang angeordneten Ausnehmung (43) versehen sind, die im Einbauzustand von der Vergußmasse (41) ausgefüllt ist. Steuergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckeranschlüsse (36) mehrere an ihrem Außenumfang am umlaufenden Arretiersteg (42) angeordnete Ausnehmungen (43) aufweisen. Steuergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmefach (15) für die Schaltungsplatine (16) an der Rückseite (12) des Gehäuses (11) angeordnet ist. Steuergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Bedienteil im Gehäuse (44) angeordnet ist, wobei sich die Bedienungstastatur an der Gehäusevorderseite (18) befindet. Steuergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 17, gekennzeichnet durch von der Gehäuserückseite (12) vorspringende Befestigungselemente (23). Steuergerät nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungselemente (23) an der Gehäusezwischenwand (14) angeordnet sind und durch Löcher (25) in der Platine (16) hindurchgreifen. Steuergerät nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungselemente (23) in der Vergußmasse (41) teilweise eingebettet sind. Steuergerät nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungselemente (23) in einer Linie mit mehreren, nebeneinander angeordneten Steckeranschlüssen (36) neben diesen angeordnet sind.






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