PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202006016910U1 28.06.2007
Titel Einschlagwerkzeug für Deckennägel
Anmelder Zundel, Timo, 75223 Niefern-Öschelbronn, DE
DE-Aktenzeichen 202006016910
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 28.06.2007
Registration date 24.05.2007
Application date from patent application 06.11.2006
IPC-Hauptklasse B25C 3/00(2006.01)A, F, I, 20061106, B, H, DE

Beschreibung[de]

Werkzeugeinsätze, wie das hier beschriebene Einschlagwerkzeug, welche zur Verwendung in Verbindung mit einem Bohrhammer (Elektrowerkzeug zum Bohren und Meißeln von Löchern, zumeist in Beton oder Stein) angedacht sind, bestehen in deren üblichen Bauart aus einer SDS Aufnahme (kann sowohl SDS plus als auch SDS max Aufnahme sein).

In der vorliegenden Beschreibung wird das Einschlagwerkzeug mit einer gängigen SDS plus Aufnahme beschrieben.

Der angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Einschlagwerkzeug zu schaffen, das mit demselben Elektrowerkzeug angewendet werden kann, was schon zum Bohren der Befestigungslöcher für die Deckennägel (in diesem Fall Deckennagel DNA, DZ-N, oder ähnlich) benötigt wird. Der Grund hierfür ist, dass dieser Bohrhammer somit schon am Einsatzort vorhanden ist und keine weiteren zusätzlichen Handwerkzeuge (wie z.B. Hammer oder ähnliches) benötigt werden.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass handelsübliche Deckennägel, mit einer relativen Zeit- und Kraftersparnis des Anwenders verbaut werden können. Zusätzlich führt die Verwendung dieses Einschlagwerkzeuges sogar zu einer Reduzierung der Verletzungsgefahr für den Anwender (durch z.B. bei der herkömmlichen Verwendung eines Hammers, quetschen von Teilen der Hand, die auf der dem Hammer abgewandten Seite durch Halten der zu befestigenden Bauteile oder ähnliches im Einsatz sein kann), da dieser nicht mehr in direktem Kontakt zum Befestigungsanker (= Deckennagel) steht, sondern dieser vollständig von dem Einschlagwerkzeug gehalten wird. Diese Quetschstellen werden, durch die Hülse des Einschlagwerkzeuges, in das Werkzeuginnere verlegt und bilden somit keine direkte Gefahr mehr für den Anwender. Für einen besseren Halt beim Einführen des Befestigungsankers in die gewünschte Bohrung, wird dieser von einem fixierenden Magneten in der äußeren Hülse des Einschlagwerkzeuges gehalten (dieser Magnet ist als eine optionale Ausführung des Werkzeuges zu betrachten, nicht aber zwingend erforderlich, da sich der Verbau der Befestigungsanker, wie der Begriff schon aussagt zumeist in der Decke und somit in senkrechter Lage befindet und somit auch ohne Magnet im Werkzeug verbleibt).

Detaillierte Beschreibung der Anwendung:

Die Löcher für die Deckennägel sind bereits gebohrt und der Bohrhammer wird zum Einsatz des Einschlagwerkzeuges vorbereitet:

  • – Maschinenstecker vom Netzanschluss (230 V) trennen
  • – Zurückziehen der SDS plus Arretierung und Entnahme des SDS plus Steinbohrers
  • – Einführen des Einschlagwerkzeuges in die SDS plus Aufnahme des Bohrhammers mit der am Einschlagwerkzeug dafür vorgesehenen SDS plus Aufnahme (gegebenenfalls durch erneutes zurückziehen der SDS plus Arretierung am Bohrhammer)
  • – Kontrolle ob das Einschlagwerkzeug richtig in der SDS plus Aufnahme des Bohrhammers arretiert ist.
  • – Umschalten des Wahlschalters am Bohrhammer von drehend/schlagender Bohrbewegung auf nur schlagende und nicht drehende Bewegung (wie z.B. angewandt beim Meißeln mit entsprechenden Werkzeugen)
  • – Maschinenstecker wieder an das Netz (230 V) anschließen
  • – Deckennagel in das Einschlagwerkzeug einführen
  • – Gewünschtes Bauteil (z.B. Lochband) über dem dafür vorgesehen Bohrloch ausrichten und in dieser Position halten
  • – Einschlagwerkzeug mit dem darin befindlichen Deckennagel, durch das zu befestigende Bauteil, in das Bohrloch einführen und halten
  • – Loslassen des zu befestigenden Bauteils und zweite Hand dem Bohrhammer zuführen
  • – Durch drücken des Einschalters am Bohrhammer den Deckennagel bis zur Endanschlagposition des Einschlagwerkzeuges einschlagen.
  • – Loslassen des Einschalters am Bohrhammer
  • – Bohrhammer mit dem Einschlagwerkzeug zurückziehen und sofern gewünscht erneuten Vorgang starten

Die Auflistung und Darstellung der Komponenten des Einschlagprozesses, sowie den Ablauf des Einschlagprozesses können in verkürzter Form und Beschreibung auch dem beiliegenden Präsentationsdokument entnommen werden.


Anspruch[de]
Einschlagwerkzeug für Deckennägel dadurch gekennzeichnet, dass die von außen sichtbare Form des Werkzeuges aus einem Rundmaterial, vorzugsweise mit 16 mm Außendurchmesser für die Einschlaghülse (1) besteht. Im Rundmaterial ist eine Bohrung mit ca. 10,1 mm eingebracht, in die der Deckennagel zur Montage manuell eingesteckt wird. Der hier beschriebene Außendurchmesser mit 16 mm ist dabei auf den Außendurchmesser Der Scheibe des Deckennagels abgestimmt. Einschlagwerkzeug nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrungsdurchmesser in dem o.g. Rundmaterial ca. 10,1 mm beträgt und damit auf das Kopfmaß des Deckennagels abgestimmt ist, zu dessen definierten Positionierung im Einschlagwerkzeug. Einschlagwerkzeug nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass sich in dem Bohrungsdurchmesser der Einschlaghülse, mit ca. 10,1 mm, ein Einschlagpin (2) befindet. Dieser Einschlagpin ist vom Durchmesser so gefertigt, dass er eine leichtgängige lineare Bewegung in der Einschlaghülse ausführen kann. Diese Bewegung wird vom „schlagen" des Bohrhammers ausgeübt. Einschlagwerkzeug nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass es eine Wegbegrenzung für die lineare Bewegung des Einschlagpins in der Einschlaghülse gibt. Die Länge dieser Wegbegrenzung wird durch eine Nut Durchmesser mit vorzugsweise ca. 4,2 mm × Länge 24 mm gegeben, welche seitlich auf einem Teilstück der Einschlaghülse (1), durch den gesamten Außendurchmesser von 16 mm eingefräst ist. Der Einschlagpin (2) hat in Höhe dieser Nut eine, mittig auf dessen Durchmesser von ca. 10 mm eine Passbohrung, in die beim Zusammenbauen ein Passstift eingeschlagen wird. Der Passstift gibt nun in der Nut die Wegbegrenzung des Werkzeuges an und verbindet gleichzeitig diese beiden Teile miteinander. Einschlagwerkzeug nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass eine SDS-Plus Aufnahme (3), als Spannmöglichkeit des Werkzeuges in einem handelsüblichen Bohrhammer, vorgesehen ist. Diese SDS-Plus Aufnahme hat einen Außendurchmesser von ca. 10 mm. Sie wird ca. 5 mm tief in die Schweißhülse (4) eingeschoben, diese beiden Teile werden mit einer Kehlnaht verschweißt. Einschlagwerkzeug nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass eine Schweißhülse (4) das Verbindungsglied zwischen dem Einschlagpin und der SDS-Plus Aufnahme für das Einspannen im Bohrhammer darstellt. Diese Schweißhülse hat, wie die Einschlaghülse, vorzugsweise einen Außendurchmesser von ca. 16 mm und ebenfalls eine Bohrung mit Durchmesser ca. 10 mm. Der Einschlagpin wird beim zusammenbauen des Werkzeuges in die Schweißhülse gesteckt und dort mit einer Passbohrung, durch einen Passstift zusammengehalten. Bevor diese beiden Teile ineinander gesteckt werden, muss noch eine Spiralfeder wie in Punkt 7 beschrieben, montiert werden. Einschlagwerkzeug nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass eine Spiralfeder (5) die Rückstellung der Einschlaghülse in Ausgangsposition übernimmt. Diese Spiralfeder befindet sich auf dem Außendurchmesser des Einschlagpins, die obere Anlagefläche der Feder ist dabei an der Einschlaghülse, die untere Anlagefläche der Feder ist auf der Schweißhülse. Optionaler externer Schutzschlauch als Bedienerschutz, zur Einhausung des Gefahrenbereichs für Quetsch- und Scherstellen im Einschlagwerkzeug. Diese Quetschstelle befindet sich zwischen der Einschlaghülse und der Schweißhülse. Der Schutzschlauch hat dabei den Innendurchmesser von vorzugsweise ca. 16 mm. Er wird auf die Einschlaghülse aufgesteckt und dort z.B. mittels Klebstoff in seiner Position dauerhaft fixiert.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com