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Dokumentenidentifikation DE202006019540U1 28.06.2007
Titel Leuchte
Anmelder Köhler, Tom, 63571 Gelnhausen, DE
Vertreter Stoffregen, H., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 63450 Hanau
DE-Aktenzeichen 202006019540
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 28.06.2007
Registration date 24.05.2007
Application date from patent application 28.12.2006
IPC-Hauptklasse F21S 6/00(2006.01)A, F, I, 20061228, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F21V 5/00(2006.01)A, L, I, 20061228, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Leuchte mit zumindest einer Lichtquelle, die in einem Leuchtenkörper mit zumindest einer Lichtaustrittsfläche angeordnet ist, wobei der Lichtquelle ein Dispersionsglied optisch nachgeordnet ist, mit dem das von der Lichtquelle ausgehende Licht in seine Spektralfarben zerlegbar und durch die zumindest eine Lichtaustrittsöffnung als Leuchtband auf eine angrenzende Fläche projizierbar ist.

Eine solche Leuchte bzw. Leuchtvorrichtung ist in dem Deutschen Gebrauchsmuster DE-U-90 07 017 beschrieben. Bei dieser Ausführungsform ist das Dispersionsglied als in dem Leuchtenkörper angeordnetes Glasprisma ausgebildet, wobei vor und nach dem Prisma optische Elemente in Form von Linsen und Reflektionsspiegeln angeordnet sind. Durch die Vielzahl von mechanischen Elementen ist die Herstellung dieser Leuchtvorrichtung relativ aufwendig und kostenintensiv.

Da die mechanischen Komponenten innerhalb des Leuchtenkörpers angeordnet sind, würde eine transparente Ausgestaltung dieses einen unerwünschten Einblick in die Mechanik der Leuchtvorrichtung geben.

Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine Leuchte der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass diese bei einfachem Aufbau eine hohe Lichtausbeute und eine Vielzahl optischer Effekte bereitstellt.

Die Aufgabe wird u. a. erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Dispersionsglied als eine in der Lichtaustrittsfläche angeordnete, ein Beugungsgitter aufweisende dünne transparente Scheibe ausgebildet ist und ein Oberflächensegment des aus transparentem Material bestehenden Leuchtenkörpers bildet, wobei ein erster Anteil des Lichtes durch das Beugungsgitter gebrochen und als Lichtband auf der angrenzenden Fläche darstellbar ist, wobei ein zweiter Anteil des Lichts die transparente Scheibe durchquert und wobei ein dritter Anteil des Lichts seitlich durch das transparente Material des Leuchtenkörpers abstrahlbar ist.

Dadurch, dass das Dispersionsglied als dünne transparente Scheibe ausgebildet ist, kann auf zusätzliche mechanische Komponenten völlig verzichtet werden. Das aus der Lichtquelle austretende weiße Licht wird in dem Beugungsgitter gebrochen, in seine Spektralfarben zerlegt und anschließend als Lichtband in den Raum projiziert. Ferner durchquert ein Anteil des Lichts die Scheibe ohne Beugung und wird als weißes Licht beispielsweise auf eine Raumdecke projiziert. Ein dritter Anteil des Lichts wird seitlich durch die transparenten Flächen des Leuchtenkörpers in den Raum abgestrahlt.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Leuchtenkörper röhrenförmig ausgebildet, wobei die das Beugungsgitter aufweisende transparente Scheibe in einer von einem umlaufenden Band des Leuchtenkörpers aufgespannten Stirn- oder Randfläche angeordnet ist. Die Scheibe ist vorzugsweise senkrecht zu einer Strahlungsrichtung der Lichtquelle angeordnet.

Um besondere Effekte der an die Fläche projizierten Spektralfarben zu erzeugen, kann die Scheibe schwenkbar und/oder rotierbar angeordnet sein.

Zur Erzeugung weiterer Lichteffekte kann das transparente Material ein Glas oder Kunststoff mit verschiedenen Farben und Strukturen sein.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Leuchte als Standleuchte ausgebildet, mit einem als Säule ausgebildeten Leuchtenkörper, wobei die Lichtquelle in einem Fuß der Säule und die das Beugungsgitter aufweisende Scheibe in einer dem Fuß gegenüberliegenden Stirnfläche der Säule angeordnet ist.

Die Säule kann im Querschnitt mehreckig, rund oder oval ausgebildet sein, wobei die in der Stirnfläche angeordnete Scheibe im Wesentlichen dem Querschnitt der Säule angepasst ist.

Um allerdings zu erreichen, dass ein Anteil des weißen Lichtes und/oder Wärme ungehindert aus dem Leuchtenkörper abgestrahlt werden kann, ist in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass die Scheibe eine Fläche aufweist, die kleiner ist als die Stirnfläche des Leuchtenkörpers.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann die Leuchte als Wandleuchte ausgebildet sein. Bei einer derartigen Ausführungsform kann der Leuchtenkörper zumindest zwei entlang einer Längsachse angeordnete Lichtaustrittsöffnungen aufweisen, wobei die Lichtquelle zwischen den Austrittsöffnungen angeordnet ist und wobei jede der Lichtaustrittsöffnungen eine das Beugungsgitter aufweisende Scheibe aufweist. Die Lichtbänder können beispielsweise an einer Wandfläche sowie auf einer Bodenfläche eines Raums projiziert werden.

Die Lichtquelle ist vorzugsweise als Halogenleuchte ausgebildet mit einem Abstrahlwinkel von 10° bis 30°, vorzugsweise 24°.

Die das Beugungsgitter aufweisende Scheibe kann auch integraler Bestandteil des Leuchtenkörpers sein. Vorzugsweise wird eine Scheibe mit einer Stärke von in etwa 2 mm bis 10 mm, vorzugsweise 3 mm verwendet.

Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen -für sich und/oder in Kombination-, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung von der Zeichnung zu entnehmenden bevorzugten Ausführungsbeispielen.

Es zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht einer Standleuchte,

2 eine schematische Darstellung der Standleuchte mit an einer Wand projizierten die Spektralfarben des weißen Lichtes aufweisendem Lichtband,

3a, 3b Seitenansichten und Draufsichten der Standleuchte und

4 eine Wandleuchte.

1 zeigt eine Leuchte 10 mit zumindest einer Lichtquelle 12, die in einem Leuchtenkörper 14 angeordnet ist. Der Leuchtenkörper 14 umfasst eine Lichtaustrittsöffnung 16, aus welcher zumindest ein Teil des von der Lichtquelle 12 ausgesendeten Lichts austritt. Der Lichtquelle 12 ist optisch ein Dispersionsglied 18 nachgeschaltet, mit dem das von der Lichtquelle ausgehende Licht in seine Spektralfarben zerlegbar und in Form eines Lichtbandes 20 auf einer angrenzenden Fläche 22 projizierbar ist. Dabei ist das Dispersionsglied 18 als eine in der Lichtaustrittsfläche angeordnete ein Beugungsgitter aufweisende dünne transparente Scheibe ausgebildet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Leuchte 10 als Standleuchte ausgebildet.

In 2 ist die Standleuchte 10 schematisch in einer Seitenansicht dargestellt. Die Leuchte 10 umfasst den als quadratische oder rechteckige Säule ausgebildeten Leuchtenkörper 14, der sich ausgehend von einem Fuß 24 aufwärts erstreckt, mit dem die Standleuchte 10 auf einer Bodenfläche aufsteht. Der Fuß 24 ist gleichzeitig Träger des Leuchtenkörpers 14 sowie der Lichtquelle 12, die vorzugsweise als Halogenleuchtmittel mit einem Abstrahlwinkel von 24° ausgebildet ist.

Das von der Lichtquelle 12 ausgehende Licht erstreckt sich entlang einer Strahlungsrichtung 26, die gleichzeitig Längsachse des Leuchtenkörpers 14 ist. Der Leuchtenkörper 14besteht aus einem transparenten Material wie Plexiglas, welches unterschiedliche Farben sowie Strukturen aufweisen kann. Die Lichtmenge 28 durchdringt den Leuchtenkörper seitlich und wird durch Transmissionsunterschiede in der Oberfläche in verschiedenen Helligkeitsstufen und in der jeweiligen Materialfarbe weitergeleitet. Außenwände 30 des Leuchtenkörpers 14 sind als transparente Wände ausgebildet. In der stirnseitigen Austrittsfläche 16 ist das Beugungsgitter 18 als Bestandteil einer dünnen, transparenten Scheibe 18 angeordnet. Das in einem Winkel von in etwa 90° auf die Scheibe 18 austretende weiße Licht wird in seine Spektralfarben 32 zerlegt und als Lichtband 20 auf der Wandfläche 22 abgebildet bzw. projiziert. Ein dritter Lichtanteil 34 wird als weißes Licht die transparente Scheibe 18 bzw. Öffnungen 36, 38 der Lichtaustrittsöffnung 16 durchstrahlen, die nicht vollständig durch die Scheibe 18 abgedeckt sind.

Da die das Beugungsgitter aufnehmende Scheibe 18 transparent ausgebildet ist, wird der Anteil 34 des Lichts das Beugungsgitter bzw. die Scheibe 18 ohne Brechung durchdringen und an einer Raumdecke abgestrahlt.

Es ist anzumerken, dass die beschriebene Ausführungsform als Standleuchte nur ein Beispiel aus einer Vielzahl von Ausführungsformen darstellt. So kann die Leuchte auch als Wandleuchte gemäß 4 ausgebildet sein, wobei erfindungsgemäß ein oder mehrere Lichtaustrittsöffnungen des Leuchtenkörpers eine Scheibe mit integriertem Beugungsgitter aufweisen. Auf diese Art kann ein die Spektralfarben des weißen Lichtes aufweisendes Lichtband sowohl an einer Wandfläche als auch auf eine Bodenfläche projiziert werden.

Es ist daher für einen Fachmann ersichtlich, dass der Gegenstand der Erfindung nicht nur durch die Ausführungsbeispiele, sondern auch durch die beigefügten Schutzansprüche definiert ist.


Anspruch[de]
Leuchte (10) mit zumindest einer Lichtquelle (12), die in einem Leuchtenkörper (14) mit zumindest einer Lichtaustrittsfläche (16) angeordnet ist, wobei der Lichtquelle (12) ein Dispersionsglied (18) optisch nachgeordnet ist, mit dem von der Lichtquelle (12) ausgehendes Licht in seine Spektralfarben zerlegbar und durch die zumindest eine Lichtaustrittsfläche (16) als Leuchtband (20) auf einer angrenzenden Fläche (22) projizierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Dispersionsglied (18) als eine in der Lichtaustrittsfläche (16) angeordnete, ein Beugungsgitter aufweisende dünne transparente Scheibe ausgebildet ist und ein Oberflächensegment des aus transparentem Material bestehenden Leuchtenkörpers (14) bildet, wobei ein erster Anteil des Lichtes durch das Beugungsgitter gebrochen und als das Lichtband auf der angrenzenden Fläche darstellbar ist, wobei ein zweiter Anteil des Lichts die transparente Scheibe (18) senkrecht durchquert und wobei ein dritter Anteil des Lichts seitlich durch das transparente Material des Leuchtenkörpers (14) abstrahlbar ist. Leuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Leuchtenkörper (14) röhrenförmig ausgebildet ist und dass die das Beugungsgitter aufweisende transparente Scheibe (18) zumindest in einer von einem umlaufenden Rand des Leuchtenkörpers (14) aufgespannten Stirnfläche angeordnet ist. Leuchte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (18) in einer Ebene liegt, die senkrecht oder in etwa senkrecht zu einer Strahlungsrichtung (26) der Lichtquelle (12) angeordnet ist. Leuchte nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (18) schwenkbar und/oder rotierbar angeordnet ist. Leuchte nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das transparente Material des Leuchtenkörpers (14) ein Glas oder transparenter Kunststoff mit vorzugsweise verschiedenen Farben und Strukturen ist. Leuchte nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchte (10) als Standleuchte ausgebildet ist mit einem als Säule ausgebildeten Leuchtenkörper (14), wobei die Lichtquelle (12) in einem Fuß (24) der Säule und die das Beugungsgitter aufweisende Scheibe (18) in der dem Fuß (24) gegenüberliegenden Lichtaustrittsfläche (16) der Säule angeordnet ist. Leuchte nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der röhrenförmige Leuchtenkörper (14) im Querschnitt mehreckig, rund oder oval ausgebildet ist. Leuchte nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (18) an den Querschnitt der Lichtaustrittsöffnung des Leuchtenkörpers (14) angepasst ist. Leuchte nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fläche der Scheibe (18) kleiner ist als die Lichtaustrittsfläche (16), wobei freie seitliche Randstreifen (36, 38) Licht- und Wärmeaustrittsöffnungen bilden. Leuchte nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchte (10) als Wandleuchte ausgebildet ist. Leuchte nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leuchtenkörper (14) zumindest zwei in einer Längsachse (26) angeordnete Lichtaustrittsöffnungen (16) aufweist, wobei die zumindest eine Lichtquelle (12) zwischen den Austrittsöffnungen angeordnet ist und wobei jede der Lichtaustrittsöffnungen (16) eine das Beugungsgitter aufweisende Scheibe (18) aufweist. Leuchte nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (12) eine Halogenleuchte ist mit einem Abstrahlwinkel von 10° bis 30°, vorzugsweise 24°. Leuchte nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die das Beugungsgitter aufweisende Scheibe (18) integraler Bestandteil des Leuchtenkörpers (14) ist. Leuchte nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die das Beugungsgitter aufweisende Scheibe (18) eine Stärke von in etwa 2 mm bis 10 mm, vorzugsweise 3 mm aufweist.






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