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Dokumentenidentifikation DE202007003349U1 28.06.2007
Titel Aushebesicherung
Anmelder Ferver, Hans, 51107 Köln, DE
Vertreter Buschhoff-Hennicke-Althaus, 50672 Köln
DE-Aktenzeichen 202007003349
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 28.06.2007
Registration date 24.05.2007
Application date from patent application 05.03.2007
IPC-Hauptklasse E05D 11/00(2006.01)A, F, I, 20070413, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Aushebesicherung für Türen oder Fenster, insbesondere solche Türen und Fenster, die noch nicht mit modernen, einbruchsicheren Beschlägen wie Pilzkopfverriegelungen oder dgl. versehen sind.

Gerade ältere Häuser, in denen noch Türen und/oder Fenster verbaut sind, deren Sicherheitsstandard schon einige Jahrzehnte alt ist, sind häufig das Objekt der Begierde von Einbrechern. Die alten Türen und Fenster lassen sich nämlich mit einfachem, stabilem Werkzeug leicht aufbrechen, wobei ihre Schwachstelle gar nicht so sehr die das Schloss oder den Riegel tragende Seite ist, sondern der Bereich, wo Fenster oder Tür mit Scharnieren schwenkbar am Rahmen angelenkt sind. Die früher verwendeten Scharniere sind nämlich im Allgemeinen zweiteilig mit einem ersten, oberen Scharnierteil am beweglichen Fensterflügel oder Türblatt und einem zweiten, unteren Scharnierteil, das fest am Rahmen montiert ist und einen nach oben aufragenden Gelenkstift aufweist, auf den das erste Scharnierteil mit einer nach unten offenen Bohrung aufgesetzt werden kann. Hierdurch können die Fenster oder Türen im offenen Zustand leicht ausgehoben werden, was häufig von besonderem Vorteil ist, beispielsweise zum Streichen der Türen, bei einem Umzug oder dgl.. Das Ausheben der Fenster oder Türen funktioniert aber mit Hilfe eines Brecheisens oder stabilen Schraubendrehers leider auch im geschlossenen Zustand der Tür oder des Fensters von dessen Außenseite, indem das stabile Einbruchswerkzeug unten zwischen Fenster oder Tür und Rahmen eingeschoben und dann unter Einsatz des zur Verfügung stehenden Hebelarms das Türblatt oder der Fensterflügel einfach aus den Angeln gehoben wird. Auch noch so teure Schließzylinder oder Mehrfachverriegelungen vermögen einen solchen Angriff auf die Scharnierseite der Tür oder des Fensters nicht zu verhindern.

Es gibt schwere, sich über die gesamte Breite eines Türblattes erstreckende Schließriegel, die im Schließzustand in rechts und links des Türblattes am Rahmen angeordnete Riegelaufnahmen einfassen, die auch ein Ausheben der Tür verhindern können, jedenfalls, wenn sie abgeschlossen sind. Meist werden solche großen Riegelschlösser aber nicht zugesperrt, wenn sich die Bewohner eines Hauses oder einer Wohnung in dem- oder derselben befinden. Darüber hinaus sind derartige Riegelschlösser sehr teuer und können auch an Fenstern nicht eingesetzt werden.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine einfach auch nachträglich an bestehenden Türen oder Fenstern installierbare Aushebesicherung zu schaffen, die auch bei nicht verriegeltem Fenster und/oder abgeschlossener Tür an der Scharnierseite wirksam ist und die in bevorzugter Ausgestaltung mit geringem Aufwand an verschieden hoch angeordnete Scharniere angepasst werden kann.

Diese Aufgabe wird mit der Erfindung durch ein gegen ein am Türblatt oder Fensterflügel angeordnetes, erstes Scharnierteil anstellbares, am Tür- oder Fensterrahmen oder dem diesem benachbarten Mauerwerk sich abstützendes Sicherungselement gelöst. In einer ersten, besonders einfach aufgebauten Ausführungsform, die insbesondere bei Fenstern zum Einsatz kommen kann, besteht das Sicherungselement dabei im Wesentlichen aus einem etwa U-förmigen Bügelteil, das mit seinen beiden Bügelschenkeln das erste Scharnierteil und ein zweites, am Tür- oder Fensterrahmen angeordnetes Scharnierteil unter- und übergreift.

Mit dieser Ausgestaltung der Erfindung wird also das zweiteilige, von Hause aus teilbare Scharnier zwischen den beiden Bügeln des U-förmigen Bügelteils gegen ein Ausheben gesichert, denn beim Versuch des Aushebens legen sich die beiden Scharnierteile schon nach einem sehr kurzen Aushebeweg von einem oder wenigen Millimetern fest an die Bügelschenkel an. Um sicherzustellen, dass das Bügelteil mit seinen Bügelschenkeln immer in der korrekten Lage unter- und oberhalb des Scharniers platziert ist, kann es am Tür- oder Fensterrahmen vorzugsweise lösbar befestigt sein, beispielsweise mittels Schrauben, die durch das Bügelteil in den Rahmen geschraubt wurden.

Eine ganz besonders vorteilhafte und sich insbesondere für Türen hervorragend eignende Ausführungsform der Erfindung ergibt sich, wenn das Sicherungselement im Wesentlichen aus einem Riegelstangenelement besteht, das sich an seinem einen, hinteren Ende mittels eines Lagerbocks oder dgl. am Rahmen oder dem Mauerwerk in Umgebung der Tür abstützt und in seiner Sicherungs- oder Riegellage im Wesentlichen koaxial zur Scharnier-Schwenkachse so angeordnet ist, dass sich sein anderes, vorderes Ende in höchstens geringem Abstand von dem ersten Scharnierteil befindet. Klarstellend sei in diesem Zusammenhang erwähnt, dass unter "Mauerwerk" im Sinne der Erfindung auch die oberhalb der zu sichernden Tür bzw. des zu sichernden Fensters verlaufende Geschossdecke verstanden werden kann, die auch bei älteren Häusern meist aus Beton besteht und eine besonders stabile Abstützung des Sicherungselements ermöglicht. Diese besonders bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung gewährleistet einen sehr hohen Aushebeschutz, denn der Lagerbock kann – wie bereits angedeutet – an praktisch beliebiger Stelle oberhalb des zu sichernden Scharniers am Rahmen, dem Mauerwerk und insbesondere der hierzu gezählten Geschossdecke an einer hierfür besonders geeigneten, insbesondere eine hohe Sicherheit gegen Herausbrechen gewährleistenden Stelle montiert werden. Besonders zweckmäßig ist es, wenn das Riegelstangenelement schwenkbar am Lagerbock gelagert ist, denn dann kann es problemlos aus seiner Sicherungs- oder Riegellage in eine Stellung verschwenkt werden, in der die Tür oder das Fenster ungehindert vom Sicherungselement aus den Angeln gehoben werden kann, wenn dies die Bewohner des Hauses oder der Wohnung im Einzelfall für erforderlich halten.

Wie bereits angedeutet, ist es besonders zweckmäßig, wenn der Lagerbock an einer Geschossdecke etwa senkrecht oberhalb des zu sichernden Scharniers angeordnet ist, denn bei einer derartigen Montage besteht keinerlei Gefahr, dass beim Versuch des Aushebens der Tür oder des Fensters die Befestigungsschrauben, mit denen der Lagerbock festgelegt ist, ausreißen oder abgeschert werden. Das Riegelstangenelement kann vorzugsweise längenverstellbar sein, so dass es sich leicht an unterschiedlich große Abstände zwischen dem Anbringungsort des Lagerbockes und der Oberseite des Scharnierteils, an die sich das vordere Ende des Riegelstangenelements in der Riegellage anlegen kann, anpassen lässt. So kann das Riegelstangenelement beispielsweise ein am Lagerbock angeschlagenes Oberteil und ein gegen das erste Scharnierteil anstellbares Unterteil aufweisen, die mittels einer Schraubverbindung miteinander verbunden sind, die dann eine Anpassung der Gesamtlänge des Riegelstangenelementes erlaubt. Die Schraubverbindung kann im Wesentlichen aus einer an dem Oberteil und/oder dem Unterteil angeordneten Gewindebohrung und einem am jeweils anderen Teil angeordneten, in die Gewindebohrung einschraubbaren Gewindestift bestehen, so dass sich die Gesamtlänge des Riegelstangenelementes durch einfaches Ein- oder Ausschrauben des Gewindestiftes aus der Gewindebohrung einstellen lässt. Damit beim Versuch des Aushebens des Türblattes oder Fensterflügels aus den Scharnieren die dabei von dem Sicherungselement aufzunehmenden Kräfte nicht über die Gewindegänge übertragen werden müssen, was die Gefahr des Ausreißens des Gewindes mit sich bringen würde, ist zweckmäßig mindestens ein zwischen dem Oberteil und dem Unterteil platzierbares Ausgleichselement vorgesehen, das ähnlich wie ein Fitschenring zwischen Unter- und Oberteil des Riegelstangenelements eingeklemmt werden kann und dann im Falle des Falles die hohen Druckkräfte überträgt. Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn das mindestens eine Ausgleichselement nach Art eines den Gewindestift wenigstens teilweise umschließenden, vorzugsweise etwa U-förmig offenen Zwischenstücks in den sich bei teilweise aufgeschraubter Schraubverbindung ausbildenden Zwischenraum zwischen dem Oberteil und dem Unterteil einsetzbar ist. Um das Ausgleichselement montieren zu können, muss dann nicht das Unterteil vollständig vom Oberteil abgeschraubt werden, sondern es reicht aus, durch Aufschrauben einen ausreichend großen Zwischenraum zwischen Oberteil und Unterteil zu schaffen, in den das mit einer seitlichen Öffnung versehene Ausgleichselement dann so eingeschoben wird, das es den Gewindestift an etwa x seines Umfanges umgibt. Durch Einschrauben des zuvor herausgeschraubten Teiles wird dann das Ausgleichselement zwischen Ober- und Unterteil eingeklemmt und kann nicht herausfallen.

Das Riegelstangenelement kann an seinem unteren bzw. vorderen Ende mit einer an die Form des ersten Scharnierteils angepassten Druckkappe versehen sein, die bei korrekter Platzierung des Riegelstangenelements in dessen Riegel- oder Sicherungslage das obere Scharnierteil formschlüssig übergreift und somit verhindert, dass das Riegelstangenelement unbeabsichtigt in die die Verriegelung aufhebende Ruheposition nach oben verschwenkt wird. Das Riegelstangenelement kann mittels Verlängerungsstücken verlängerbar sein, womit es noch variabler einsetzbar wird und auch für unterschiedliche Tür- bzw. Geschosshöhen verwendbar bleibt.

Der Lagerbock kann eine ein am oberen bzw. hinteren Ende des Riegelstangenelements angeordnetes Langloch durchsetzende Schwenkachse und eine oberhalb bzw. hinter der Schwenkachse angeordnete Schwenkarretierung aufweisen, mit der das Riegelstangenelement in seiner zum Scharnier koaxialen Ausrichtung in Eingriff bringbar ist. Dabei kann die Schwenkarretierung im Wesentlichen aus einer am Lagerbock festgelegten Hülse bestehen, in die das Riegelstangenelement einschiebbar ist.

Weitere Merkmale und Vorteil der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung, worin bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand von Beispielen näher erläutert sind. Es zeigt:

1 eine mit einer Aushebesicherung nach der Erfindung gesicherte Tür;

2 eine Einzelheit II nach 1 im Bereich der Aushebesicherung in Vorderansicht und teilweise im Schnitt;

3 der Gegenstand der 2 in einer Seitenansicht; und

4 eine zweite Ausführungsform der an einem Fenster montierten Aushebesicherung.

1 zeigt eine in ihrer Gesamtheit mit 10 bezeichnete Tür, deren Türblatt 11 mit einfachen, zweiteiligen (teilbaren) Scharnieren 12 im Türrahmen 13 angelenkt ist. Um ein unerwünschten Ausheben des Türblattes von den am Türrahmen befestigten, unteren Scharnierteilen 14 (Türangeln) zu verhindern, ist die Tür 10 mit einer in ihrer Gesamtheit mit 15 bezeichneten Aushebesicherung versehen, die auf das obere, am Türblatt angeordnete Scharnierteil 16 wirkt. Die konkrete Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Aushebesicherung 15 ist in den 2 und 3 näher dargestellt.

In den 2 und 3 kann man erkennen, dass die Aushebesicherung 15 ein gegen das am Türblatt angeordnete, obere Scharnierteil 16 angestelltes Sicherungselement 17 aufweist, das sich an der oberen Geschossdecke 18 abstützt. Das Sicherungselement 17 besteht bei dieser Ausführungsform im Wesentlichen aus einem Riegelstangenelement 19, das sich an seinem einen, hinteren (oberen) Ende 20 mittels eines Lagerbocks 21 an der Geschossdecke 18 abstützt. In seiner in den Zeichnungen dargestellten Sicherungs- und Riegellage ist das Riegelstangenelement 19 koaxial zur Scharnier-Schwenkachse 22 so ausgerichtet, dass sich sein zweites, vorderes (unteres) Ende 23 direkt über dem ersten Scharnierteil 16 befindet, so dass sich das Scharnierteil 16 unter dem Riegelstangenelement zum Öffnen oder Schließen der Tür auf dem Zapfen 14' des unteren Scharnierteils zwar drehen, aber nicht in Richtung der Schwenkachse verschieben kann.

Um das Riegelstangenelement 19 optimal auf den richtigen Abstand zwischen der Geschossdecke und der oberen Abschlusskappe 16' des Scharnierteils einstellen zu können, ist es mehrteilig ausgebildet, wobei der Abstand der verschiedenen Teile einstellbar ist. Mehr im Einzelnen besteht das Riegelstangenelement bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel aus einem Oberteil 24 mit einer darin von unten fest eingeschraubten Gewindestange 25 und einem aus mehreren Einzelelementen bestehenden Unterteil 26, das an seinem oberen Ende eine koaxial zur Stangenachse 22 verlaufende Gewindebohrung aufweist, mit der es auf die Gewindestange 25 aufgeschraubt ist. An seinem unteren Ende ist das Unterteil 26 mit einem kurzen Verlängerungsstück 27 versehen, das in einer unteren Zapfenaufnahme wiederum eine Druckkappe 28 trägt, die in ihrer Form an die Abschlusskappe 16' des oberen Scharnierteils angepasst ist und sich formschlüssig auf dieser abstützt. Zwischen dem Oberteil 24 und dem Unterteil 26 sind mehrere Ausgleichsscheiben 29 eingespannt, die etwa U- oder hufeisenförmig ausgestaltet sind und den Gewindestift 25 an etwa x seines Umfanges umschließen. Die Ausgleichsscheiben können quer zur Längsrichtung des Riegelstangenelementes in den sich zwischen Oberteil und Unterteil ausbildenden Zwischenraum 30 eingeschoben werden, wenn das Unterteil bei Montage des Sicherungselementes soweit nach unten verschraubt wird, dass sich die Druckkappe 28 gegen die obere Abschlusskappe des Scharnierteils anlegt. Wenn der Zwischenraum soweit als möglich mit Ausgleichsscheiben ausgefüllt ist, wird das Unterteil 26 fest gegenüber dem Oberteil verschraubt, so dass dann die Ausgleichsscheiben zwischen diesen beiden Teilen eingespannt werden und nicht unbeabsichtigt herausfallen können.

Wendet man sich nun dem Lagerbock 21 des Sicherungselements 17 zu, erkennt man, dass das Riegelstangenelement 19 an diesem schwenkbar gelagert ist. Das Riegelstangenelement ist hierfür mit einem Langloch 31 versehen, das von einer Schwenkachse 32 durchsetzt wird, die in zwei Lagerflanschen 33 des Lagerbockes aufgenommen ist. Oberhalb der Schwenkachse ist der Lagerbock an seiner an der Geschossdecke 18 angeschraubten Grundplatte 34 mit einer Schwenkarretierung 35 in Form einer angeschweißten Hülse versehen, die an die vorzugsweise zylindrische Form des Riegelstangenelements angepasst ist und in die dieses von unten in die in den 2 und 3 dargestellte Stellung eingeschoben werden kann. In dieser Lage des Riegelstangenelementes ist ein Verschwenken erkennbar nicht möglich, selbst wenn sich die untere Druckkappe 28 mit soviel Spiel auf die Abschlusskappe 16' des Scharnierteils aufsetzen würde, dass dort eine formschlüssige Arretierung nicht gewährleistet wäre. Wenn bei derart montierter Aushebesicherung ein Einbrecher versucht, das Türblatt beispielsweise mit Hilfe eines Brecheisens aus den Angeln zu heben, drückt das obere Scharnierteil 16 gegen das Riegelstangenelement, das sich an seinem rückwärtigen, oberen Ende an der Geschossdecke abstützt und so ein weiteres Anheben des Scharniers mit der daran angeschlagenen Tür wirksam unterbindet. Wenn die Tür vom Bewohner der Wohnung absichtlich aus den Angeln gehoben werden soll, beispielsweise bei Renovierungsarbeiten, kann das Unterteil ganz einfach ein Stück weit aus dem Gewindestift herausgeschraubt werden, um die Ausgleichsscheiben 29 seitlich zu entnehmen. Anschließend wird das Unterteil soweit auf den Gewindestift aufgeschraubt, dass sich die Gesamtlänge des Riegelstangenelements – gegebenenfalls noch durch Abbau des unteren Verlängerungsstücks 27 – soweit verkürzt, dass sich das Langloch im Oberteil 24 auf der Schwenkachse 32 nach unten verschiebt und hierdurch das obere Ende 20 des Riegelstangenelements aus der Hülse 35 herausgleitet und dann um die Schwenkachse seitlich verschwenkt werden kann, so dass sich das untere Ende 23 des Riegelstangenelementes nicht länger oberhalb des Scharniers 16 befindet. Wenn man dann das Riegelstangenelement in dieser etwa parallel zur Geschossdecke verlaufenden Lage ein Stück weit mit dem Langloch zurückbewegt, legt es sich an den unteren umlaufenden Rand der Hülse 35 an, die dann verhindert, dass das Riegelstangenelement von selbst wieder in die vertikale Lage zurückklappt.

Eine zweite, einfache Ausführungsform der erfindungsgemäßen Aushebesicherung ist in 4 dargestellt. Sie dient dort zur Sicherung eines Fensters 36, von dem lediglich die obere linke Ecke mit dem dort befindlichen Scharnier 12 dargestellt ist, mit dem der Fensterflügel 37 im Fensterrahmen 38 gelagert ist.

Bei dieser Ausführungsform besteht das Sicherungselement 16 im Wesentlichen aus einem etwa U-förmigen Bügelteil 39, das mit seinen Bügelschenkeln 40, 41 das erste (obere) Scharnierteil 16 und das zweite (untere) Scharnierteil 14 unter- und übergreift. Das Bügelteil ist zweiteilig ausgeführt, d.h. es besteht aus zwei etwa L-förmigen Riegelbackenelementen 42, 43, die die beiden Bügelschenkel 40, 41 ausbilden und an parallel zur Schwenkachse 22 des Scharniers verlaufenden Stegen 44, 45 mittels eines eingeschraubten Gewindestifts 25 miteinander verschraubt sind. Ähnlich wie bei der ersten Ausführungsform wird der korrekte Abstand der Riegelbackenelemente voneinander durch Ausgleichscheiben 29 eingestellt, die zwischen den Stegen 44, 45 eingeklemmt sind. Damit das Sicherungselement 17 nicht unbeabsichtigt abfallen kann, ist es mit zwei Schrauben 46 am Fensterrahmen angeschraubt. Auch diese Ausführungsform des Sicherungselements verhindert wirksam ein unerwünschtes Eindringen von Einbrechern in das Haus, wenn diese versuchen sollten, den Fensterflügel mit einem kräftigen Schraubendreher oder einem Brecheisen aus den Angeln zu heben.

Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern verschiedene Änderungen und Ergänzungen sind möglich. So ist es beispielsweise denkbar, dass sich der Lagerbock bei der ersten Ausführungsform der Erfindung nicht an einer Geschossdecke abstützt, sondern mittels kräftiger Dübel (Schwerlastanker) in der aufgehenden Wand oberhalb der Tür arretiert wird. Natürlich ist auch eine Befestigung des Lagerbocks am Rahmen selbst denkbar.


Anspruch[de]
Aushebesicherung für Türen oder Fenster, gekennzeichnet durch ein gegen ein am Türblatt (11) oder Fensterflügel (37) angeordnetes, erstes Scharnierteil (16) anstellbares, am Tür- oder Fensterrahmen (13; 38) oder dem diesem benachbarten Mauerwerk (18) sich abstützendes Sicherungselement (17). Aushebesicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (17) im Wesentlichen aus einem etwa U-förmigen Bügelteil (39) besteht, das mit seinen beiden Bügelschenkeln (40, 41) das erste Scharnierteil (16) und ein zweites, am Tür- oder Fensterrahmen (14) angeordnetes Scharnierteil unter- und übergreift. Aushebesicherung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bügelteil (39) am Tür- oder Fensterrahmen (38) vorzugsweise lösbar befestigt ist. Aushebesicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (17) im Wesentlichen aus einem Riegelstangenelement (19) besteht, das sich an seinem einen, hinteren Ende (20) mittels eines Lagerbocks (21) oder dgl. am Rahmen oder Mauerwerk (18) abstützt und in seiner Sicherungs- oder Riegellage im Wesentlichen koaxial zur Scharnier-Schwenkachse (22) so angeordnet ist, dass sich sein anderes, vorderes Ende (23) in höchstens geringem Abstand von dem ersten Scharnierteil (16) befindet. Aushebesicherung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelstangenelement (19) schwenkbar am Lagerbock (21) gelagert ist. Aushebesicherung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerbock (21) an einer Geschoßdecke (18) etwa senkrecht oberhalb des zu sichernden Scharniers (12) angeordnet ist. Aushebesicherung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelstangenelement (19) längenverstellbar ist. Aushebesicherung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelstangenelement (19) ein am Lagerbock (21) angeschlagenes Oberteil (24) und ein gegen das erste Scharnierteil (16) anstellbares Unterteil (26) aufweist, die mittels einer Schraubenverbindung (25) miteinander verbunden sind. Aushebesicherung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubverbindung (25) im Wesentlichen aus einer an dem Oberteil (24) und/oder dem Unterteil (26) angeordneten Gewindebohrung und einem am jeweils anderen Teil (26; 24) angeordneten, in die Gewindebohrung einschraubbaren Gewindestift (25) besteht. Aushebesicherung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, gekennzeichnet durch mindestens ein zwischen dem Oberteil (24) und dem Unterteil (26) platzierbares Ausgleichselement (29). Aushebesicherung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Ausgleichselement (29) nach Art eines den Gewindestift (25) wenigstens teilweise umschließenden, vorzugsweise etwa U-förmigen Zwischenstücks in den sich bei teilweise aufgeschraubter Schraubverbindung (25) ausbildenden Zwischenraum (30) zwischen dem Oberteil (24) und dem Unterteil (26) einsetzbar ist. Aushebesicherung nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelstangenelement (19) an seinem unteren bzw. vorderen Ende (23) mit einer an die Form des ersten Scharnierteils (16') angepassten Druckkappe (28) versehen ist. Aushebesicherung nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelstangenelement (19) mittels Verlängerungsstücken (27) verlängerbar ist. Aushebesicherung nach einem der Ansprüche 4 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerbock (21) eine ein am oberen bzw. hinteren Ende (20) des Riegelstangenelements (19) angeordnetes Langloch (31) durchsetzende Schwenkachse (32) und eine oberhalb bzw. hinter der Schwenkachse (32) angeordnete Schwenkarretierung (35) aufweist, mit der das Riegelstangenelement (19) in seiner zum Scharnier (12) koaxialen Ausrichtung in Eingriff bringbar ist. Aushebesicherung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkarretierung im Wesentlichen aus einer am Lagerbock (21) festgelegten Hülse (35) besteht, in die das Riegelstangenelement (19) einschiebbar ist.






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