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Dokumentenidentifikation DE202007003806U1 28.06.2007
Titel Gurtband mit einem Kabel und einem Kabelhalter
Anmelder Autoliv Development AB, Vargarda, SE
Vertreter Mayer, Frank und Schön, 75173 Pforzheim
DE-Aktenzeichen 202007003806
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 28.06.2007
Registration date 24.05.2007
Application date from patent application 14.03.2007
IPC-Hauptklasse B60R 22/48(2006.01)A, F, I, 20070314, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60R 22/18(2006.01)A, L, I, 20070314, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Gurtband mit einem Kabel und einem Kabelhalter, wobei der Kabelhalter einen Befestigungsabschnitt zur Befestigung am Gurtband und einen Schlaufenabschnitt zur Aufnahme des Kabels aufweist.

Solche Kabel müssen z.B. dann vorgesehen werden, wenn in dem Schlosskopf ein Schlossschalter zur Detektierung des Steckzustandes oder sonstige Sensoren bzw. Aktuatoren an dem Sicherheitsgurtsystem vorgesehen sind.

Bei derzeitigen Sicherheitsgurtsystemen mit Kabeln werden diese mittels Kabelhalter an dem Gurtband befestigt, welcher wiederum über eine Klebeverbindung an dem Gurtband befestigt ist.

Nachteilig bei dieser Art der Befestigung ist jedoch, dass die Verwendung von Klebstoffen in automatischen Fertigungslinien grundsätzlich von Nachteil ist, da nachfolgende Bearbeitungsschritte durch den noch nicht getrockneten Klebstoff oder ungleichmäßig verteilten Klebstoff beeinträchtigt werden können. So kommt es z.B. häufig vor, dass Nähnadeln in einem nachfolgenden Nähprozeß verkleben oder auch allgemein die Verschmutzung des Arbeitsplatzes zu Qualitätsverlusten des Sicherheitsgurtsystemes führt.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Gurtband mit einem daran befestigten Kabelhalter zu schaffen, das auch in einer hochautomatisierten Fertigungseintrichtung prozesssicher zu fertigen ist ohne das nachfolgende Bearbeitungsschritte beeinträchtigt werden.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass der Kabelhalter mit seinem Befestigungsansatz durch eine Formschlussverbindung an dem Gurtband befestigt ist.

Der Befestigungsansatz ist vorzugsweise über eine Nahtverbindung an dem Gurtband gehalten, wobei die Qualität der Verbindung zwischen dem Kabelhalter und dem Gurtband weiter verbessert wird, wenn der Befestigungsansatz zwischen zwei Gurtbandlagen gehalten ist.

Die Anordnung des Befestigungsansatzes zwischen zwei Gurtbandlagen bietet zudem den Vorteil, dass eine bereits vorgesehene Nahtverbindung der Gurtbandlagen auch zur Befestigung des Befestigungsansatzes des Kabelhalters verwendet werden kann. Eine solche Nahtverbindung muß z.B. zwischen dem durch den Endbeschlag durchgeschlauften Gurtbandende und dem Gurtband zur Befestigung an dem Endbeschlag vorgesehen sein. Ferner werden kurze Gurtschlossanbindungen mit einem Gurtband ausgeführt, bei denen ein Ende des Gurtbandes durch eine Öffnung an dem Schlosskopf geschlauft, zurückgeschlagen und mit dem eigentlichen Gurtband vernäht wird.

Der Kabelhalter ist bevorzugt als Streifen ausgebildet, dessen Enden aufeinandergeschlagen einen Befestigungsansatz und eine Schlaufe zur Aufnahme des Kabels bilden.

Die Längsachse der so gebildeten Schlaufe ist in befestigtem Zustand des Kabelhalters im wesentlichen parallel zu der Gurtbandkante angeordnet.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Die Figuren zeigen:

1: ein Gurtschloß mit Gurtbandbefestigung und Kabel,

2: ein Gurtband mit Kabelhalter nach Schnitt A-A,

3: ein Kabel mit Kabelhalter,

4: ein Gurtband mit eingelegtem Kabelhalter vor der Befestigung und

5: ein Gurtband mit Kabelhalter und teilweise vernähtem Kabelhalter.

In 1 ist ein Gurtschlossanordnung 1 mit den Schlossköpfen 2a und 2b, die jeweils über ein Gurtband 4 mit einem Endbeschlag 3 verbunden sind, der wiederum an einer nicht dargestellten Fahrzeugkarosserie befestigbar ist. Das Gurtband 4 und der Endbeschlag 3 haben die Aufgabe die von dem Insassen auf das Sicherheitsgurtsystem über die Schlosszunge in das Gurtschloß eingeleiteten Kräfte in die Fahrzeugstruktur weiterzuleiten. Ferner besitzen die Schlossköpfe 2a und 2b jeweils einen nicht dargestellten Schlossschalter mittels dessen erkannt werden kann, ob sich eine Schlosszunge im Gurtschloß befindet. In Abhängigkeit dieses Signales kann dann im Unfall das Zünden des Straffers, des Airbags bzw die Aktivierung des Gurtwarners bei nicht angelegtem Sicherheitsgurt erfolgen.

In 2 ist das Gurtband mit daran befestigtem Kabel 5 entlang der Schnittlinie A-A dargestellt. Der Kabelhalter 7 besitzt zwei Lagen, die unter Bildung einer Schlaufe 20 übereinandergeschlagen einen Befestigungsabschnitt 11 bilden. Der Befestigungsabschnitt 11 ist zwischen den Gurtbandlagen 4a und 4b formschlüssig wie nachfolgend beschrieben befestigt.

In 3 ist das Kabel 5 mit den Kabelsträngen 5a und 5b dargestellt. Die Kabelstränge 5a und 5b sind jeweils einem Schlosskopf 2a, 2b zugeornet und besitzen jeweils einen Kabelhalter 7, 8. Die Kabelhalter 7 und 8 bestehen aus einem Schlaufenabschnitt 12, 13 und einem Befestigungsabschnitt 10, 11. Die Befestigungsabschnitte 11 und 10 bestehen aus 2 Lagen, die über eine als Vorfixierung dienen Naht 13 verbunden sind.

In 4 erkennt man wie das Ende 4a des Gurtbandes 4 durch den in dem Endbeschlag 3 angeordneten Durchschlaufabschnitt hindurchgeführt ist. Das Ende 4a wird auf die Gurtbandlage 4b zurückgeschlagen, wobei der Kabelhalter 7 zwischen den Gurtbandlagen 4a, 4b zu liegen kommt und dann unter Vernähung mit der Naht 14 mit dem Gurtband 4 formschlüssig verbunden wird, wie in 5 zu erkennen ist. Das Kabel 5 wird dabei ohne jegliche Klebstoffe befestigt, so dass das Kabel 5 freiverschiebbar in der Schlaufe 20 gehalten ist. Damit kann das Kabel 5 Relativbewegungen zu dem Gurtband ausführen und stellt keine Behinderung bei der Bewegung des Schlosskopfes dar.


Anspruch[de]
Gurtband (4) mit einem Kabel (5) und einem Kabelhalter (7, 8), wobei der Kabelhalter (7, 8) einen Befestigungsabschnitt (10, 11) zur Befestigung des Kabelhalters (7, 8) am Gurtband (4) und einen Schlaufenabschnitt (12, 13) in dem das Kabel (5) aufnehmbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (10, 11) über eine Formschlussverbindung an dem Gurtband (4) befestigt ist. Gurtband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gurtband (4) im Bereich der Befestigung des Befestigungsabschnittes (10, 11) mehrlagig ausgebildet ist, und der Befestigungsabschnitt (10, 11) zwischen den Lagen (4a, 4b) des Gurtbandes (4) angeordnet ist. Gurtband nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Formschlussverbindung durch eine Nahtverbindung (14) zwischen dem Gurtband (4) und dem Befestigungsabschnitt (10, 11) gebildet ist. Gurtband nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kabelhalter (7, 8) streifenförmig ist, dessen Enden aufeinandergeschlagen den Befestigungsansatz (10, 11) bilden und das Kabel (5) in einer durch das Umschlagen gebildeten Schlaufe (20) aufnehmbar ist. Gurtband nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsachse der Schlaufe (20) im befestigten Zustand des Kabelhalters (7, 8) im wesentlichen parallel zu der benachbarten Kante des Gurtbandes (4) verläuft. Gurtband nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden des Kabelhalters (7, 8) mittels einer Vorfixierung (13) aneinander befestigbar sind. Gurtband nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorfixierung (13) aus einer Vernähung der beiden Enden gebildet ist.






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