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Dokumentenidentifikation DE102005042986A1 05.07.2007
Titel Radareinrichtung für ein Kraftfahrzeug und Verfahren zur Herstellung einer Radareinrichtung
Anmelder Hella KGaA Hueck & Co., 59557 Lippstadt, DE
Erfinder Berrisch, Günter, 53332 Bornheim, DE;
Krömer, Ralf, 59510 Lippetal, DE
DE-Anmeldedatum 09.09.2005
DE-Aktenzeichen 102005042986
Offenlegungstag 05.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.07.2007
IPC-Hauptklasse H01Q 1/42(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60R 11/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Radareinrichtung (1) für ein Kraftfahrzeug, umfassend ein Gehäuse, das ein erstes Gehäuseteil (2) und ein zweites Gehäuseteil (3) aufweist, Sender- und Empfängermittel (4), mindestens ein Trägerteil (5), an dem die Sender- und Empfängermittel (4) angebracht sind, wobei das mindestens eine Trägerteil (5) zwischen dem ersten Gehäuseteil (2) und dem zweiten Gehäuseteil (3) klemmend festgelegt ist.

Beschreibung[de]
STAND DER TECHNIK

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Radareinrichtung für ein Kraftfahrzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Radareinrichtung.

Aus dem Stand der Technik sind Radareinrichtungen für Kraftfahrzeuge in unterschiedlichen Ausführungsformen sowie entsprechende Verfahren zur Herstellung derartiger Radareinrichtungen bereits bekannt. Die bekannten Radareinrichtungen werden in Kraftfahrzeugen beispielsweise bei einer automatischen Regelung der Fahrzeuggeschwindigkeit zur Bestimmung eines Abstands des Fahrzeugs zu einem vorausfahrenden Fahrzeug eingesetzt.

Aus der DE 199 19 709 C2 ist ein Verfahren zur Herstellung eines Radoms, das für ein Radarsystem eines Kraftfahrzeugs geeignet ist, bekannt geworden. Das Radarsystem kann dabei unsichtbar hinter einem Fahrzeugemblem des Kraftfahrzeugs angebracht werden.

Die deutsche Offenlegungsschrift DE 102 35 337 A1 offenbart eine Abdeckvorrichtung für ein Kraftfahrzeug-Radar, wobei die Abdeckvorrichtung in ihrer Form und/oder in ihrer Position veränderbar ist.

Die deutsche Offenlegungsschrift DE 199 63 003 A1 zeigt ein Kraftfahrzeug-Radarsystem mit wenigstens einem sensorstrahlungsdurchlässigen Körper zur Fokussierung der Sensorstrahlung und/oder wenigstens einem Radom ohne gewollte Fokussierung im Strahlengang, wobei in den sensorstrahlungsdurchlässigen Körper und/oder in das Radom wenigstens eine Anordnung aus elektrischen Leiterbahnen eingelegt ist, wobei die Anordnung aus elektrischen Leiterbahnen aus einem ferromagnetischen Material besteht. Die elektrischen Leiterbahnen ermöglichen insbesondere eine Abschirmung von elektrischen sowie magnetischen Störfeldern.

Die aus dem Stand der Technik bekannten Radareinrichtungen haben den Nachteil, dass die Gehäuseteile des Gehäuses der Radareinrichtung bei der Montage häufig miteinander verklebt werden und damit unlösbar beziehungsweise nur sehr schwer lösbar miteinander verbunden sind. Daraus resultiert in der Praxis häufig das Problem, dass das Gehäuse der Radareinrichtung nicht mehr zerstörungsfrei geöffnet werden kann, wenn zum Beispiel ein Defekt der Sender- und Empfängermittel, die innerhalb des Gehäuses untergebracht sind, behoben werden soll. Klebeprozesse sind darüber hinaus aus fertigungstechnischer Sicht häufig kritisch. Ein weiterer Nachteil der bekannten Radareinrichtungen besteht darin, dass die Montage der Sender- und Empfängermittel häufig relativ kompliziert und aufwändig ist.

Hier setzt die vorliegende Erfindung an.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Radareinrichtung der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, die einfach zu montieren ist und bei der eine zerstörungsfreie Öffnung des Gehäuses auf einfache Weise möglich ist. Der vorliegenden Erfindung liegt ferner die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren zur Herstellung einer derartigen Radareinrichtung anzugeben.

VORTEILE DER ERFINDUNG

Hinsichtlich der Radareinrichtung wird die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe durch eine Radareinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Hinsichtlich des Verfahrens wird die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 10 gelöst. Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.

Gemäß Anspruch 1 wird vorgeschlagen, dass das mindestens eine Trägerteil zwischen dem ersten Gehäuseteil und dem zweiten Gehäuseteil klemmend festgelegt ist. Die Sender- und Empfängermittel können bereits während eines Vormontageschritts an dem mindestens einen Trägerteil angebracht werden. Die Sender- und Empfängermittel können insbesondere auf einer Leiterplatte angeordnet sein, die zum Beispiel abschnittsweise mit dem Trägerteil verklebt sein kann. Durch das Vorsehen einer Klemmverbindung sind keine zusätzlichen Befestigungsmittel für die Befestigung des Trägerteils im Inneren des Gehäuses beziehungsweise an mindestens einem der Gehäuseteile mehr erforderlich, so dass der Montageaufwand und damit auch die Kosten für die Herstellung der Radareinrichtung verringert werden können. Die erfindungsgemäße Radareinrichtung eignet sich auf Grund des kompakten Gehäuseaufbaus insbesondere auch für den Einbau in Kraftfahrzeugen, in denen der für die Radareinrichtung zur Verfügung stehende Bauraum relativ gering ist. Es wird insbesondere kein zusätzlicher Bauraum für die Gehäuseabdichtung und für die Befestigung eines Radoms benötigt. Ferner wird für die Sender- und Empfängermittel sowie für weitere elektronische Bauelemente der Radareinrichtung im Inneren des Gehäuses relativ viel Raum zur Verfügung gestellt.

In einer bevorzugten Ausführungsform wird vorgeschlagen, dass die Radareinrichtung eine Anzahl von Befestigungsklammern aufweist, geeignet, eine lösbare Klemmverbindung zwischen dem ersten Gehäuseteil, dem mindestens einen Trägerteil und dem zweiten Gehäuseteil zur Verfügung zu stellen. Die Befestigungsklammern können nach dem Zusammensetzen der Gehäuseteile mit relativ geringem Aufwand montiert werden und ermöglichen darüber hinaus eine zuverlässige kraft- und formschlüssige und dennoch lösbare Klemmverbindung des ersten Gehäuseteils mit dem zweiten Gehäuseteil sowie dem Trägerteil. Im Falle eines Defekts der Sender- und Empfängermittel können die Befestigungsklammern sehr einfach vom Gehäuse entfernt werden, damit die beiden Gehäuseteile wieder gelöst werden können. Dadurch kann eine Beschädigung des Gehäuses während des Öffnens vermieden werden. Im Falle einer Beschädigung einer oder mehrerer Befestigungsklammern können diese ebenfalls sehr einfach durch eine neue Befestigungsklammer ausgetauscht werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Befestigungsklammern entlang eines Außenumfangs des Gehäuses angebracht. Dadurch kann die Montage der Radareinrichtung weiter vereinfacht werden.

Es kann in einer vorteilhaften Ausführungsform vorgesehen sein, dass jede der Befestigungsklammern zwei freie Enden aufweist, die so geformt sind, dass sie bei der Montage in korrespondierende Befestigungsabschnitte des ersten und zweiten Gehäuseteils eingreifen können. Vorzugsweise sind die Befestigungsklammern separate Bauteile.

Es besteht die Möglichkeit, dass die Befestigungsabschnitte im Wesentlichen nutartig geformt sind. Es hat sich gezeigt, dass die im Wesentlichen nutartig ausgebildete Befestigungsabschnitte an den Gehäuseteilen aus fertigungstechnischer Sicht relativ einfach hergestellt werden können.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird vorgeschlagen, dass die Radareinrichtung mindestens ein Dichtungselement aufweist, geeignet, das Gehäuse entlang seines Außenumfangs abzudichten. Auf diese Weise kann das Eindringen von Feuchtigkeit in das Innere des Gehäuses der Radareinrichtung verhindert werden, so dass eine Beschädigung der Sender- und Empfängermittel durch Nässe und Feuchtigkeit verhindert werden kann. Es besteht beispielsweise auch die Möglichkeit, zwei Dichtungselemente vorzusehen, die vorzugsweise jeweils an einem der beiden Gehäuseteile angebracht sind.

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform weist mindestens eines der Gehäuseteile im Bereich des Außenumfangs eine umlaufende Nut auf, in der das mindestens eine Dichtungselement angeordnet ist. Diese Nut kann insbesondere die Montage des mindestens einen Dichtungselements an dem jeweiligen Gehäuseteil erleichtern. Das Dichtungselement braucht bei der Montage lediglich in die umlaufende Nut des entsprechenden Gehäuseteils eingesetzt zu werden. Die Befestigungsklammern drücken nach ihrer Anbringung auf Grund ihrer Federkraft die beiden Gehäuseteile, das Trägerteil und damit auch das mindestens eine Dichtungselement zusammen. Dadurch wird eine wirksame Abdichtung des Gehäuses der Radareinrichtung zur Verfügung gestellt.

In einer alternativen Ausführungsform kann auch vorgesehen sein, dass mindestens eines der Dichtungselemente an dem Trägerteil befestigt ist. Beispielsweise kann das mindestens eine Dichtungselement unmittelbar an dem mindestens einen Trägerteil durch Vulkanisieren befestigt sein. Dadurch kann die Montage der Radareinrichtung weiter vereinfacht werden, da die Dichtungselemente nicht mehr als separate Bauelemente vorliegen, sondern bereits auf dem mindestens einen Trägerteil vormontiert sind, bevor das Trägerteil auf das erste Gehäuseteil aufgesetzt wird.

Zum Schutz des mindestens einen Dichtungselements und/oder des Trägerteils kann in einer besonders vorteilhaften Ausführungsform vorgesehen sein, dass mindestens eines der Gehäuseteile im Bereich des Außenumfangs einen umlaufenden Vorsprung aufweist, der nach der Montage seitlich an das mindestens eine Trägerteil und an das andere Gehäuseteil angrenzt. Dadurch kann verhindert werden, dass zum Beispiel Wasser, das zum Beispiel während einer Dichtigkeitsprüfung unter relativ hohem Druck auf das Gehäuse trifft, das mindestens eine Dichtungselement beschädigen kann.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung einer Radareinrichtung zeichnet sich durch folgende Schritte aus:

  • – Anbringen eines ersten Dichtungselements an einem ersten Gehäuseteil;
  • – Aufsetzen eines Trägerteils, an dem Sender- und Empfängermittel angebracht sind, auf das erste Gehäuseteil;
  • – Anbringen eines zweiten Dichtungselements an einem zweiten Gehäuseteil;
  • – Aufsetzen des zweiten Gehäuseteils auf das Trägerteil;
  • – Anbringen einer Anzahl von Befestigungsklammern am ersten und zweiten Gehäuseteil, so dass das Trägerteil zwischen dem ersten und zweiten Gehäuseteil klemmend festgelegt wird.

Dadurch kann auf einfache und kostengünstige Weise eine Radareinrichtung zur Verfügung gestellt werden, die insbesondere auch die hohen Anforderungen, die zum Beispiel bei einem Einbau in den Motorraum des Kraftfahrzeugs gestellt werden, erfüllt. Die Radareinrichtung hat den Vorteil, dass das Gehäuse durch einfaches Entfernen der Befestigungsklammern zerstörungsfrei wieder geöffnet werden kann und dass keine zusätzlichen Befestigungsmittel für eine Befestigung des mindestens einen Trägerteils benötigt werden.

Abschließend soll angemerkt werden, dass das hier beschriebene Gehäuse der Radareinrichtung, bei dem das mindestens eine Trägerteil, an dem elektronische Bauelemente angebracht sind, zwischen dem ersten Gehäuseteil und dem zweiten Gehäuseteil zum Beispiel durch eine Anzahl von Befestigungsklammern klemmend festgelegt ist, grundsätzlich auch für andere elektrische Geräte geeignet ist.

ZEICHNUNGEN

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegenden Abbildungen. Darin zeigen

1 eine Explosionsansicht einer Radareinrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

2 einen Längsschnitt durch die Radareinrichtung gemäß 1 nach der Montage;

3 eine Einzelheit III gemäß 2.

BESCHREIBUNG DES AUSFÜHRUNGSBEISPIELS

Zunächst wird auf 1 und 2 Bezug genommen, die eine Explosionsansicht einer Radareinrichtung 1 gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beziehungsweise einen Längsschnitt durch die Radareinrichtung 1 nach der Montage zeigen.

Die Radareinrichtung 1 weist ein Gehäuse auf, das in diesem Ausführungsbeispiel zweiteilig ausgeführt ist. Das Gehäuse umfasst ein erstes Gehäuseteil 2 und ein zweites Gehäuseteil 3, die während der Montage lösbar miteinander verbunden werden und danach einen Hohlraum bilden, in dem Sender- und Empfängermittel 4 untergebracht sind, die für das Senden und Empfangen von Mikrowellenstrahlung während des Betriebs der Radareinrichtung 1 geeignet sind.

Beispielsweise können die Sender- und Empfängermittel 4 für einen Betrieb mit Mikrowellenstrahlung in einem Frequenzbereich von etwa 24 Gigahertz eingerichtet sein. Entsprechend ist insbesondere das zweite Gehäuseteil 3, durch das die Mikrowellenstrahlung während des Betriebs der Radareinrichtung 1 hindurchtritt, aus einem Material hergestellt, das für die eingesetzte Radarstrahlung eine relativ geringe Dämpfung aufweist. Grundsätzlich können die Sender- und Empfängermittel 4 aber auch in einem anderen Frequenzbereich arbeiten.

Die Sender- und Empfängermittel 4 der Radareinrichtung 1, die beispielsweise auf einer Leiterplatte angeordnet sein können, sind an einem Trägerteil 5 angebracht, das in diesem Ausführungsbeispiel mindestens eine Vertiefung aufweist, in die die elektronischen Komponenten der Sender- und Empfängermittel 4 nach der Montage hineinragen können. Beispielweise können die Sender- und Empfängermittel 4 abschnittsweise mit dem Trägerteil 5 verklebt sein. Das Trägerteil 5 kann zum Beispiel ein Kupfer-Tiefziehteil sein.

Ferner umfasst die Radareinrichtung 1 eine Leiterplatte 6, auf der mindestens ein digitales Signalprozessormittel (DSP) zur Verarbeitung der empfangenen Radarsignale angeordnet ist. Die Leiterplatte 6 umfasst die Steuer- und Auswertelektronik, die für den Betrieb der Radareinrichtung 1 benötigt wird. Die Leiterplatte 6 wird bei der Montage der Radareinrichtung 1 auf eine Stiftleiste 7 gepresst, die in einem Bodenabschnitt des ersten Gehäuseteils 2 angeordnet ist. Danach wird die Leiterplatte 6 mit dem ersten Gehäuseteil 2 verschraubt, damit sie sich während des Betriebs Radareinrichtung 1 – insbesondere nach dem Einbau der Radareinrichtung 1 in den Motorraum des Kraftfahrzeugs – nicht ungewollt lösen kann.

Wie in der Detailansicht in 3 zu erkennen, weist das erste Gehäuseteil 2 eine Nut 20 auf, die seitlich an die Öffnung des ersten Gehäuseteils 2 angrenzt. Die Nut 20 erstreckt sich in diesem Ausführungsbeispiel entlang des Außenumfangs der Öffnung des ersten Gehäuseteils 2. Korrespondierend dazu weist das zweite Gehäuseteil 3 ebenfalls eine Nut 30 auf, die seitlich an die Öffnung des zweiten Gehäuseteils 3 angrenzt. Die Nut 30 erstreckt sich ihrerseits ebenfalls entlang des Außenumfangs der Öffnung des zweiten Gehäuseteils 3.

In die Nut 20 des ersten Gehäuseteils 2 wird bei der Montage der Radareinrichtung 1 ein erstes Dichtungselement 8a eingesetzt, das in diesem Ausführungsbeispiel geschlossen ausgeführt ist. Anschließend wird das Trägerteil 5, an dem die Sender- und Empfängermittel 4 angebracht sind, auf das erste Gehäuseteil 2, in deren Nut 20 das erste Dichtungselement 8a angeordnet ist, aufgesetzt.

Danach wird in die Nut 30 des zweiten Gehäuseteils 3 ein zweites Dichtungselement 8b eingesetzt, das in diesem Ausführungsbeispiel ebenfalls geschlossen ausgeführt ist. In einem nächsten Montageschritt wird dann das zweite Gehäuseteil 3 auf das Trägerteil 5 aufgesetzt. Abschließend wird das erste Gehäuseteil 2 lösbar mit dem zweiten Gehäuseteil 3 verbunden, indem man entlang des Außenumfangs des Gehäuses der Radareinrichtung 1 eine Anzahl von Befestigungsklammern 9 anbringt, die jeweils eine lösbare, kraft- und formschlüssige Klemmverbindung des ersten Gehäuseteils 2 mit dem zweiten Gehäuseteil 3 zur Verfügung stellen. Das Trägerteil 5 wird also klemmend zwischen dem ersten Gehäuseteil 2 und dem zweiten Gehäuseteil 3 festgelegt.

Jede der Befestigungsklammern 9 weist in diesem Ausführungsbeispiel, wie insbesondere in 3 zu erkennen, jeweils zwei freie Enden 90 auf, die bei der Montage in entsprechend geformte Befestigungsabschnitte 21, 31, die an den ersten und zweiten Gehäuseteilen 2, 3 ausgebildet sind, eingreifen, um auf diese Weise die lösbare Klemmverbindung zwischen dem ersten Gehäuseteil 2, dem Trägerteil 5 und dem zweiten Gehäuseteil 3 zur Verfügung zu stellen. Die Befestigungsabschnitte 21, 31 sind in diesem Ausführungsbeispiel im Wesentlichen nutartig ausgebildet. In diesem Ausführungsbeispiel sind insgesamt acht Befestigungsklammern 9 vorgesehen, wobei an jeder der vier Außenseiten des Gehäuses jeweils zwei Befestigungsklammern 9 angeordnet sind. Die elastische Federkraft, die jede der Befestigungsklammern 9 zur Verfügung stellt, ermöglicht eine sichere Verbindung des ersten Gehäuseteils 2 mit dem zweiten Gehäuseteil 3 mit dem dazwischen angeordneten Trägerteil 5. Ein Vorteil dieser Verbindungsart besteht insbesondere darin, dass die Verbindung der beiden Gehäuseteile 2, 3 zerstörungsfrei wieder gelöst werden kann, damit zum Beispiel im Falle eines Defekts der Sender- und Empfängermittel 4 oder der Leiterplatte 6 das Gehäuse der Radareinrichtung 1 mit relativ geringem Aufwand wieder geöffnet werden kann.

Die Befestigungsklammern 9 komprimieren darüber hinaus auch die ersten und zweiten Dichtungselemente 8a, 8b, so dass die Dichtungselemente 8a, 8b das Innere des Gehäuses der Radareinrichtung 1 zuverlässig abdichten können und somit vor dem Eindringen von Nässe und Feuchtigkeit schützen.

Man erkennt in der Detailansicht in 3, dass das zweite Gehäuseteil 3 darüber hinaus entlang seines Außenumfangs einen Vorsprung 32 aufweist, der sich vom zweiten Gehäuseteil 3 in Richtung auf das erste Gehäuseteil 2 weg erstreckt und nach der Montage seitlich an das Trägerteil 5 und das erste Gehäuseteil 2 angrenzt. Der Vorsprung 32 schützt somit das Trägerteil 5 sowie das erste und das zweite Dichtungselement 8a, 8b und kann dadurch verhindern, dass zum Beispiel bei einer Dichtigkeitsprüfung des Gehäuses der Radareinrichtung 1 ein unmittelbar auf diesen Bereich gerichteter Hochdruckwasserstrahl auf die Dichtungselemente 8a, 8b trifft und diese unter Umständen beschädigt, so dass es nachfolgend zu einem Eintritt von Wasser in das Innere des Gehäuses kommen kann. Durch diese Maßnahme können also die Dichtigkeitseigenschaften der hier gezeigten Radareinrichtung 1 weiter verbessert und die Dichtungselemente 8a, 8b besser geschützt werden.

In einer alternativen Ausführungsform der Radareinrichtung 1, die hier nicht explizit gezeigt ist, besteht auch die Möglichkeit, dass die Dichtungselemente 8a, 8b unlösbar oder zumindest nur sehr schwer lösbar in den Randbereichen des Trägerteils 5, an denen die Gehäuseteile 2, 3 nach der Montage anliegen, angebracht werden. Beispielsweise können die Dichtungselemente 8a, 8b durch Vulkanisieren am Trägerteil 5 angebracht werden. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Dichtungselemente 8a, 8b auf andere Weise an dem Trägerteil 5 angebracht, insbesondere zumindest abschnittsweise mit diesem verklebt werden. In dieser Variante kann somit auf die als separate Bauteile vorhandenen Dichtungselemente 8a, 8b verzichtet werden, so dass unmittelbar während der Montage der Radareinrichtung 1 die Schritte des Einsetzens der Dichtungselemente 8a, 8b in die entsprechenden Nuten 20, 30 entfallen können.


Anspruch[de]
Radareinrichtung (1) für ein Kraftfahrzeug, umfassend:

– ein Gehäuse, das ein erstes Gehäuseteil (2) und mindestens ein zweites Gehäuseteil (3) aufweist,

– Sender- und Empfängermittel (4),

– mindestens ein Trägerteil (5), an dem die Sender- und Empfängermittel (4) angebracht sind,

dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Trägerteil (5) zwischen dem ersten Gehäuseteil (2) und dem zweiten Gehäuseteil (3) klemmend festgelegt ist.
Radareinrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Radareinrichtung (1) eine Anzahl von Befestigungsklammern (9) aufweist, geeignet, eine lösbare Klemmverbindung zwischen dem ersten Gehäuseteil (2), dem mindestens einen Trägerteil (5) und dem zweiten Gehäuseteil (3) zur Verfügung zu stellen. Radareinrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsklammern (9) entlang eines Außenumfangs des Gehäuses angebracht sind. Radareinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Befestigungsklammern (9) zwei freie Enden (90) aufweist, die so geformt sind, dass sie bei der Montage in korrespondierende Befestigungsabschnitte (21, 31) des ersten und zweiten Gehäuseteils (2, 3) eingreifen können. Radareinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsabschnitte (21, 31) im Wesentlichen nutartig ausgebildet sind. Radareinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Radareinrichtung (1) mindestens ein Dichtungselement (8a, 8b) aufweist, geeignet, das Gehäuse entlang seines Außenumfangs abzudichten. Radareinrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Gehäuseteile (2, 3) im Bereich des Außenumfangs eine umlaufende Nut (20, 30) aufweist, in der das mindestens eine Dichtungselement (8a, 8b) angeordnet ist. Radareinrichtung (1) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Dichtungselemente (8a, 8b) an dem Trägerteil (5) befestigt ist. Radareinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Gehäuseteile (2, 3) im Bereich des Außenumfangs einen umlaufenden Vorsprung (32) aufweist, der nach der Montage seitlich an das mindestens eine Trägerteil (5) und das andere Gehäuseteil (2, 3) angrenzt. Verfahren zur Herstellung einer Radareinrichtung (1) für ein Kraftfahrzeug, umfassend die Schritte:

– Anbringen eines ersten Dichtungselements (8a) an einem ersten Gehäuseteil (2);

– Aufsetzen eines Trägerteils (5), an dem Sender- und Empfängermittel (4) angebracht sind, auf das erste Gehäuseteil (2);

– Anbringen eines zweiten Dichtungselements (8b) an einem zweiten Gehäuseteil (3);

– Aufsetzen des zweiten Gehäuseteils auf das Trägerteil (5);

– Anbringen einer Anzahl von Befestigungsklammern (9) am ersten und zweiten Gehäuseteil (2, 3), so dass das Trägerteil (5) zwischen dem ersten und zweiten Gehäuseteil (2, 3) klemmend festgelegt wird.






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