Warning: fopen(111data/log202002212321.log): failed to open stream: No space left on device in /home/pde321/public_html/header.php on line 107

Warning: flock() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 108

Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 113
Verfahren und Vorrichtung zur Messung der Luftzahl eines fetten Gasgemischs - Dokument DE102006043103A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102006043103A1 05.07.2007
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Messung der Luftzahl eines fetten Gasgemischs
Anmelder Robert Bosch GmbH, 70469 Stuttgart, DE
Erfinder Deveci, Volkan, 70327 Stuttgart, DE
DE-Anmeldedatum 14.09.2006
DE-Aktenzeichen 102006043103
Offenlegungstag 05.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.07.2007
IPC-Hauptklasse F01N 9/00(2006.01)A, F, I, 20060914, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F01N 3/10(2006.01)A, L, I, 20060914, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kalibrierung einer Lambdasonde in einem Gasstrom eines Reduktionsmittel-Generierungssystems mit einem Plasmabrenner und einer Oxidations-Reformierungseinheit zur Erzeugung von Reduktionsmittel für die Nachbehandlung von Abgas einer Brennkraftmaschine.
Das erfindungsgemäße Verfahren sieht vor, dass die Lambdasonde den Lambdawert des Gasstroms nach der Oxidations-Reformierungseinheit misst, die Temperatur des Gasstroms mit einem Temperatursensor gemessen wird und dass ein korrigiertes Lambdasignal aus einem Ausgangssignal der Lambdasonde, einer berechneten Luftzahl des Gasstroms und einer Temperatur des Gasstroms bestimmt wird. Aus einer Bestimmung der dem Reduktionsmittel-Generierungssystems zugeführten Luftmenge, die beispielsweise mit einem Heißfilm-Luftmassenmesser bestimmt werden kann, und aus einer zudosierten Kraftstoffmenge wird die berechnete Luftzahl bestimmt. Aus der berechneten Luftmasse und der Temperatur des Gasstroms werden der Minimalwert und der Maximalwert bestimmt, mit denen das Ausgangssignal der Lambdasonde nach einer Mittelwertbildung begrenzt wird. Dieser so korrigierte Lambdawert kann in einer Steuerung des Reduktionsmittel-Generierungssystems zur Überwachung der Betriebsparameter zur Erreichung einer guten Ausbeute an Reduktionsmittel verwendet werden.

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kalibrierung einer Lambdasonde in einem Gasstrom eines Reduktionsmittel-Generierungssystems mit einem Plasmabrenner und einer Oxidations-Reformierungseinheit zur Erzeugung von Reduktionsmittel für die Nachbehandlung von Abgas einer Brennkraftmaschine.

Im Zusammenhang mit künftigen gesetzlichen Vorgaben bezüglich der Stickoxidemission von Kraftfahrzeugen ist eine Abgasnachbehandlung erforderlich. Die selektive katalytische Reduktion (SCR) kann zur Verringerung der Stickoxid-Emission (Entstickung) von Verbrennungsmotoren, insbesondere von Dieselmotoren, mit zeitlich überwiegend magerem, d.h. sauerstoffreichem Abgas eingesetzt werden. Hierbei wird dem Abgas eine definierte Menge eines selektiv wirkenden Reduktionsmittels zugegeben. Dies kann beispielsweise in Form von Ammoniak sein, welches direkt gasförmig zudosiert wird, oder auch aus einer Vorläufersubstanz in Form von Harnstoff oder aus einer Harnstoff-Wasser-Lösung (HWL) gewonnen wird.

In der DE 199 22 961 C2 ist eine Abgasreinigungsanlage zur Reinigung des Abgases einer Verbrennungsquelle, insbesondere eines Kraftfahrzeug-Verbrennungsmotors, wenigstens von darin enthaltenen Stickoxiden mit einem Ammoniakerzeugungskatalysator zur Erzeugung von Ammoniak unter Verwendung von Bestandteilen wenigstens eines Teils des von der Verbrennungsquelle emittierten Abgases während Ammoniakerzeugungs-Betriebsphasen und einem dem Ammoniakerzeugungskatalysator nachgeschalteten Stickoxidreduktionskatalysator zur Reduktion von im emittierten Abgas der Verbrennungsquelle enthaltenen Stickoxiden unter Verwendung des erzeugten Ammoniaks als Reduktionsmittel beschrieben. Dabei ist eine verbrennungsquellenexterne Stickoxid-Erzeugungseinheit zur Anreicherung des dem Ammoniakerzeugungskatalysator zugeführten Abgases mit von ihr erzeugtem Stickoxid während der Ammoniakerzeugungs-Betriebsphasen vorgesehen. Als Stickoxid-Erzeugungseinheit ist beispielsweise ein Plasmagenerator zur plasmatechnischen Oxidation von in einem zugeführten Gasstrom enthaltenem Stickstoff zu Stickoxid vorgeschlagen.

Gemäß einer noch unveröffentlicheten Schrift der Anmelderin kann der zur Ammoniakerzeugung benötigte Wasserstoff aus einem fetten Kraftstoff-Luft-Gemisch durch partielle Oxidation in einer Oxidations-Reformierungseinheit erzeugt werden. Hierbei weist das Kraftstoff-Luft-Gemisch einen Lambdawert von 0,35 bis 0,40 auf, der während des Betriebes überwacht werden muss. Lambdasonden mit Sprungcharakteristik werden üblicherweise in einem Lambda-Bereich von 0,98 bis 1,02 eingesetzt. Auch Breitband-Lambdasonden sind nur in einem Bereich mit einem Lambda höher als 0,7 einsetzbar. In dem Lambda-Bereich unter Lambda = 0,5 weisen beide Sondentypen eine sehr geringe Abhängigkeit der Ausgangsspannung bei einer Lambdaänderung auf, wodurch ein Rauschen des elektrischen Signals auch bei Mittelung des Signals über einen längeren Zeitraum eine ausreichend genaue Bestimmung des Lambdas verhindert. Bei einer Sprungsonde ist typischerweise das Rauschen in dem Bereich um Lambda = 0,4 so hoch, dass dies einem Lambda-Bereich von 0,025 entspricht. Der Lambdawert müsste aber mit einer Genauigkeit von 0,005 bestimmt werden.

Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, die eine ausreichend genaue Messung von Werten im Lambda-Bereich von 0,35 bis 0,4 ermöglichen.

Offenbarung der Erfindung Vorteile der Erfindung

Die das Verfahren betreffende Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Lambdasonde den Lambdawert des Gasstroms nach der Oxidations-Reformierungseinheit misst, dass die Temperatur des Gasstroms mit einem Temperatursensor gemessen wird und dass ein korrigiertes Lambdasignal aus einem Ausgangssignal der Lambdasonde, einer berechneten Luftzahl des Gasstroms und einer Temperatur des Gasstroms bestimmt wird. Aus einer Bestimmung der dem Reduktionsmittel-Generierungssystems zugeführten Luftmenge, die beispielsweise mit einem Heißfilm-Luftmassenmesser bestimmt werden kann, und aus einer zudosierten Kraftstoffmenge wird die berechnete Luftzahl bestimmt. Aus der berechneten Luftzahl und der Temperatur des Gasstroms werden ein Minimalwert und ein Maximalwert bestimmt, mit denen das Ausgangssignal der Lambdasonde nach einer Mittelwertbildung begrenzt wird. Dieser so korrigierte Lambdawert kann in einer Steuerung des Reduktionsmittel-Generierungssystems zur Überwachung der Betriebsparameter zur Erreichung einer guten Ausbeute an Reduktionsmittel verwendet werden. Weist das dem Reduktionsmittel-Generierungssystem zugeführte Gasgemisch einen Lambdawert kleiner als 0,32 auf, ist mit Bildung von Ruß zu rechnen. Steigt der Lambdawert über 0,45, sinkt die Produktion von Wasserstoff und Kohlenmonoxid, so dass die Ammoniak-Produktion in einer nachgeschalteten Stickoxid-Speicher/Ammoniak-Erzeugungseinheit sinkt.

Wird aus der zugeführten Luftmenge und der zudosierten Kraftstoffmenge die berechnete Luftzahl für den Gasstrom in dem Reduktionsmittel-Generierungssystem gebildet und wird das Ausgangssignal der Lambdasonde mit einem Kennfeld mit den Parametern berechnete Luftzahl und Temperatur des Gasstroms korrigiert, kann mit geringem Rechenaufwand für den relevanten Bereich an Betriebsparametern ein stabiler korrigierter Lambdawert bereitgestellt werden.

Eine Phase mit unstabilem Temperatursignal kann umgangen werden, indem nach einem Start des Reduktionsmittel-Generierungssystems das Kalibrierverfahren erst nach 2 Minuten begonnen wird. Diese Betriebsphase nach dem Start des Reduktionsmittel-Generierungssystems dient insbesondere der Aufheizung der Oxidations-Reformierungseinheit und nicht der Erzeugung von Reduktionsmittel, so dass eine Bestimmung des Lambdawerts des Gasgemischs nicht erforderlich ist.

Wird während einer Zeitdauer mit einer Schwankung der Temperatur des Gasstroms von weniger als 50K bevorzugt von weniger als 20K aus dem Ausgangssignal der Lambdasonde durch Mittelung ein gemitteltes Lambdasignal bestimmt, kann eine Mittelwertbildung über eine möglichst lange Zeitdauer mit konstanten Betriebsbedingungen erfolgen, wodurch sich ein Rauschen des Lambdasignals besonders gut herausmittelt. Eine Phase mit konstanter Temperatur des Gasstroms in oder nach der Oxidations-Reformierungseinheit geht mit einer Phase konstanten Lambdawerts einher, so dass in einer solchen Phase konstanter Temperatur die Mittelwertbildung für einen konstanten Lambdawert erfolgen kann. Wegen der vergleichsweise geringen Präzision, mit der die Temperatur des Gasstroms bestimmt werden muss, kann ein preisgünstiger Temperatursensor eingesetzt werden, soweit er für die Betriebstemperatur bis etwa 1100 °C geeignet ist.

Werden von dem Kennfeld der Minimalwert und der Maximalwert bereitgestellt und wird das gemittelte Lambdasignal auf Werte größer als der Minimalwert und kleiner als der Maximalwert begrenzt, kann ein zuverlässiger Lambdawert auch mit einer Lambda-Sprungsonde bestimmt werden.

Eine Ausführungsform des Verfahrens mit einer verbesserten Betriebsstabilität der Kalibrierung sieht vor, dass das korrigierte Lambdasignal als Lambdawert in eine Steuerung übernommen wird, wenn die relative Abweichung zwischen dem korrigierten Lambdasignal und der berechneten Luftzahl weniger als 5% beträgt. Etwaige das Ausgangssignal der Lambdasonde beeinflussende Störsignale bleiben dann bedeutungslos.

Die die Vorrichtung betreffende Aufgabe wird dadurch gelöst, dass zur Kalibrierung der Lambdasonde ein Temperatursensor in oder nach der Oxidations-Reformierungseinheit vorgesehen ist. In der Oxidations-Reformierungseinheit und unmittelbar danach ist die Temperatur des Gasstroms weitgehend konstant, solange der Oxidations-Reformierungseinheit ein Gasstrom mit konstanter Luftzahl zugeführt wird. Ist der Temperatursensor innerhalb der Oxidations-Reformierungseinheit angeordnet, kann er weiterhin zur Bestimmung der Alterung der Oxidations-Reformierungseinheit genutzt werden.

Ist die Lambdasonde als Sprungsonde ausgebildet, kann sie besonders kostengünstig ausgeführt sein. Der Einsatz einer Breitbandsonde ist prinzipiell möglich, bringt jedoch für die Messung von Lambdawerten im Bereich 0,35 bis 0,4 keinen besonderen Vorteil.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung wird im Folgenden anhand des in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

1 ein Schema des technischen Umfelds der Erfindung,

2 ein Schaubild eines Signals einer Lambdasonde,

3 einen Temperaturverlauf an einer Oxidations-Reformierungseinheit,

4 ein Ablaufdiagramm zur Bestimmung eines korrigierten Lambdawerts.

Ausführungsformen der Erfindung

1 zeigt schematisch das technische Umfeld der Erfindung mit einer Brennkraftmaschine 20, deren Abgas über einen Abgaskanal 23 einem SCR-Katalysator 24 zur Reinigung durch selektive katalytische Reduktion (SCR) zugeführt wird. Das gereinigte Abgas wird über einen Abgasaustritt 25 abgeleitet. Die Brennkraftmaschine 20 wird über eine durch eine Dosiersteuerung 22 gesteuerte Kraftstoffzufuhr 21 mit Kraftstoff versorgt. Das zur Abgasreinigung benötigte Ammoniak wird in einem Reduktionsmittel-Generierungssystem 1 erzeugt. Das Reduktionsmittel-Generierungssystem 1 besteht aus einem Plasmabrenner 12, einer mit dem Plasmabrenner 12 verbundenen Oxidations-Reformierungseinheit 13 und einer mit dieser verbundenen Stickoxid-Speicher/Ammoniak-Erzeugungseinheit 16. Aus der Stickoxid-Speicher/Ammoniak-Erzeugungseinheit 16 kann Ammoniak über eine Reduktionsmittelzuführung 17 in den Abgaskanal 23 vor dem SCR-Katalysator 24 eindosiert werden. Dem Plasmabrenner 12 sind über eine Luftzuführung 10 Luft und/oder Abgas und über eine Kraftstoffdosiereinrichtung 11 Kraftstoff als Ausgangsstoffe zur Erzeugung des Ammoniaks zumindest zeitweise zuführbar. Zur Kontrolle eines Kraftstoff-Luft-Gemischs nach der Oxidations-Reformierungseinheit 13 ist eine Lambdasonde 15 vorgesehen, deren Signal der Dosiersteuerung 22 zugeführt ist. Zur Korrektur des Signals der Lambdasonde 15 ist ein Temperatursensor 14 in der Oxidations-Reformierungseinheit 13 vorgesehen, dessen Ausgangssignal ebenfalls der Dosiereinrichtung 22 zugeführt wird. Der Temperatursensor 14 kann auch in dem Bereich nach der Oxidations-Reformierungseinheit 13 angeordnet sein.

Die Erzeugung von Ammoniak erfolgt innerhalb des Reduktionsmittel-Generierungssystems 1, indem Stickstoffmonoxid NO in einer Magerphase (&lgr; > 1) in einem Plasma innerhalb des Plasmabrenners 12 aus Luft und/oder Abgas erzeugt wird. Das Stickoxid durchströmt die sich anschließende Oxidations-Reformierungseinheit 13 und wird im gezeigten Beispiel einer kombinierten Stickoxid-Speicher/Ammoniak-Erzeugungseinheit 16 zugeführt und dort gespeichert. In einer sich an die Magerphase anschließenden zweiten Betriebsphase, der Fettphase (0,35 < &lgr; < 0,40), wird in den Plasmabrenner 12 mittels der Kraftstoffdosiereinrichtung 11 flüssiger Kraftstoff eindosiert, verdampft und in der Oxidations-Reformierungseinheit 13 zu einem Wasserstoff- und Kohlenmonoxid-haltigen Gasgemisch umgesetzt, welches anschließend in der Stickoxid-Speicher/Ammoniak-Erzeugungseinheit 16 die zuvor eingespeicherten Stickoxide zu Ammoniak umsetzt. Dieses erzeugte gasförmige Ammoniak wird dann in den Abgasstrom des Abgaskanals 23 vor dem SCR-Katalysator 24 zudosiert.

Da der SCR-Katalysator 24 eine Ammoniak-Speicherfähigkeit besitzt, ist es möglich, auch über ein diskontinuierliches Verfahren zur Ammoniakerzeugung kontinuierlich die Reduktion der Stickoxide mittels des SCR-Prozesses im Abgasstrom zu erreichen. Dabei setzen im Temperaturbereich zwischen 150° C und 450° C Katalysatoren aus beispielsweise Titandioxid (TiO2) und Vanadium-Pentoxid (V2O5) die Stickoxide mit dem erzeugten Ammoniak mit hoher Rate um.

2 zeigt ein Lambdasignal-Diagramm 30 in dem ein Spannungssignal 32, das Ausgangssignal der in 1 gezeigten Lambdasonde 15, und eine berechnete Luftzahl 33 für das Gasgemisch in dem Reduktionsmittel-Generierungssystem 1 einander gegenübergestellt werden. Das Spannungssignal 32 ist entlang einer Zeitachse 35 auf einer Spannungsachse 34 abgetragen. Entlang der selben Zeitachse 35 ist auch die berechnete Luftzahl 33 entlang einer Lambdaachse 31 aufgetragen. Die berechnete Luftzahl wird dabei aus der dem Reduktionsmitel-Generierungssystem 1 zugeführten Luft- und Kraftstoffmenge bestimmt. Das Spannungssignal 32 zeigt Schwankungen von etwa 0,05V bei einer konstanten berechneten Luftzahl 33. Dies entspricht einer Unsicherheit in der Bestimmung des Lambdawerts von etwa 0,025 und damit 50% des Bereichs zwischen 0,35 und 0,40, in dem die Bestimmung des Lambdawerts erfolgen soll.

3 zeigt eine Temperaturgrafik 40, in der eine Temperatur 41 des Gasstroms in der Oxidations-Reformierungseinheit 13 über der Zeitachse 35 auf einer Temperaturachse 42 abgetragen ist. Weiterhin ist in der Temperaturgrafik 40 die berechnete Luftzahl 33 entlang der Zeitachse 35 auf der Lambdaachse 31 abgetragen. Es ist zu sehen, dass die Temperatur 41 für Zeitabschnitte konstant ist, in denen auch die berechnete Luftzahl 33 konstant ist und dass die Temperatur 41 sich sprunghaft ändert, wenn sich die berechnete Luftzahl 33 sprunghaft ändert. Dies kann dazu ausgenutzt werden, durch eine Temperaturmessung Zeitabschnitte zu bestimmen, in denen sich die Luftzahl nicht ändert und in denen daher eine Mittelung des Spannungssignals 32 aus 2 vorgenommen werden kann.

In der 4 ist ein Ablaufdiagramm 50 zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens gezeigt. Ausgehend von einem Entscheid Startphase 51 ist in einer Betriebsphase kurz nach dem Start des Reduktionsmittel-Generierungssystems 1 eine Wartephase 56 von beispielsweise 2 bis 3 Minuten zur Aufheizung des Reduktionsmittel-Generierungssystems 1, insbesondere der Oxidations-Reformierungseinheit 13 vorgesehen. Ist diese Wartephase 56 abgelaufen, wird nach dem Entscheid Startphase 51 ein Entscheid Magerphase 52 erreicht. In einer Magerphase, in der das Reduktionsmittel-Generierungssystem 1 Stickstoffmonoxid erzeugt, wird in einer ersten Lambdawertbestimmung 53 das Signal der Lambdasonde 15 ausgelesen und in einer Kalibrierstufe 54 im Bereich von Lambda um 1 kalibriert. Nachfolgend wird das kalibrierte Lambdasignal in einer Signalübernahmestufe 55 der Dosiersteuerung 22 zugeleitet.

Das erfindungsgemäße Verfahren läuft ab, wenn von dem Entscheid Magerphase 52 aus ein Weg Fettphase 57 eingeschlagen wird. In der Fettphase 57 wird aus einer Kraftstoffmengenbestimmung 62 und einer Luftmengenbestimmung 63 in einer Luftzahlbestimmung 65 die berechnete Luftzahl 33 bestimmt, die bereits in den 2 und 3 dargestellt wurde. Die berechnete Luftzahl 33 wird zusammen mit der in einer Temperaturbestimmung 61 bestimmten Temperatur 41 des Gasstroms einem Kennfeld 60 zugeführt, von dem aus in einer Minimalwertstufe 69 und einer Maximalwertstufe 66 Grenzwerte für die Korrektur der Lambdawertbestimmung erzeugt werden.

In der Fettphase 57 wird in einer zweiten Lambdawertbestimmung 64 das Spannungssignal 32 aufgenommen und einer Signalformung 67 zugeführt, in der eine Mittelwertbildung erfolgt, nach der das Signal unter Berücksichtigung der Grenzwerte aus der Minimalwertstufe 69 und der Maximalwertstufe 66 begrenzt wird. Von der Signalformung 67 aus wird das Signal einer Entscheidungsstufe 70 zugeführt. Der Entscheidungsstufe 70 wird weiterhin ein Signal einer Verhältnisbildung 68 zugeführt, die aus einem Ausgangssignal der Signalformung 67, das den in dem Verfahren bestimmten Lambdawert repräsentiert und der berechneten Luftzahl 33 eine Abweichung zwischen beiden bestimmt. Dies dient dazu, nur dann einen korrigierten Lambdawert 71 weiterzugeben, wenn die Abweichung zur berechneten Luftzahl unter einem vorbestimmten Grenzwert von beispielsweise 5% liegt. In diesem Fall wird der korrigierte Lambdawert 71 in der Signalübernahme 55 der Dosiersteuerung 22 zugeführt. Liegt die Abweichung höher, wird der Wert erneut dem Kennfeld 60 zur Korrektur zugeführt.


Anspruch[de]
Verfahren zur Kalibrierung einer Lambdasonde (15) in einem Gasstrom eines Reduktionsmittel-Generierungssystems (1) mit einem Plasmabrenner (12) und einer Oxidations-Reformierungseinheit (13) zur Erzeugung von Reduktionsmittel für die Nachbehandlung von Abgas einer Brennkraftmaschine (20), dadurch gekennzeichnet, dass die Lambdasonde (15) den Lambdawert des Gasstroms nach der Oxidations-Reformierungseinheit (13) misst, dass die Temperatur des Gasstroms mit einem Temperatursensor (14) gemessen wird und dass ein korrigiertes Lambdasignal aus einem Ausgangssignal der Lambdasonde (15), einer berechneten Luftzahl (33) des Gasstroms und einer Temperatur (41) des Gasstroms bestimmt wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus einer zugeführten Luftmenge und einer zudosierten Kraftstoffmenge die berechnete Luftzahl (33) für den Gasstrom in dem Reduktionsmittel-Generierungssystem (1) gebildet wird und dass das Ausgangssignal der Lambdasonde (15) mit einem Kennfeld mit den Parametern berechnete Luftzahl (33) und Temperatur (41) des Gasstroms korrigiert wird. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach einem Start des Reduktionsmittel-Generierungssystems (1) das Kalibrierverfahren erst nach 2 Minuten begonnen wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass während einer Zeitdauer mit einer Schwankung der Temperatur (41) des Gasstroms von weniger als 50K bevorzugt von weniger als 20K aus dem Ausgangssignal der Lambdasonde (15) durch Mittelung ein gemitteltes Lambdasignal bestimmt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass von dem Kennfeld ein Minimalwert und ein Maximalwert bereitgestellt werden und dass das gemittelte Lambdasignal auf Werte größer als der Minimalwert und kleiner als der Maximalwert begrenzt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das korrigierte Lambdasignal als Lambdawert in eine Steuerung übernommen wird, wenn die relative Abweichung zwischen dem korrigierten Lambdasignal und der berechneten Luftzahl (33) weniger als 5% beträgt. Vorrichtung zur Messung der Luftzahl eines Gasgemischs in einem Reduktionsmittel-Generierungssystems (1) nach einer Oxidations-Reformierungseinheit (13) in einem Bereich von 0,30 bis 0,45 mit einer Lambdasonde (15), dadurch gekennzeichnet, dass zur Kalibrierung der Lambdasonde (15) ein Temperatursensor (14) in oder nach der Oxidations-Reformierungseinheit (13) vorgesehen ist. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Lambdasonde (15) als Sprungsonde ausgebildet ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com