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Dokumentenidentifikation DE60216277T2 05.07.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001396765
Titel Weltzeituhr mit Weckermechanismus
Anmelder Frederic Piguet S.A., Le Brassus, CH
Erfinder Capt, Edmond, 1348 Le Brassus, CH
Vertreter Sparing · Röhl · Henseler, 40237 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 60216277
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 03.09.2002
EP-Aktenzeichen 020786331
EP-Offenlegungsdatum 10.03.2004
EP date of grant 22.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.07.2007
IPC-Hauptklasse G04C 23/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse G04B 23/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   G04B 19/22(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein mechanisches oder elektromechanisches Zeitmessgerät, das eine analoge Information über die Uhrzeit einer Zeitzone angibt und einen Weckmechanismus umfasst, der ermöglicht, eine Weckzeit einzustellen.

Aus dem schweizerischen Patent Nr. 634 715 auf den Namen der japanischen Gesellschaft Seikosha ist eine elektronische Armbanduhr bekannt, die imstande ist, eine Referenzzeit und die Zeit eines anderen Ortes, Ortszeit genannt, anzuzeigen. Eine solche Uhr ist für eine Person, die häufig von einer Zeitzone in eine andere reist, sehr vorteilhaft. Die Referenzzeit ist jene Zeit, welche die Person praktisch immer in der Uhr behält, während die Ortszeit jene Zeit ist, welche die Person von Fall zu Fall auf ihren Reisen einstellt. Die Referenzzeit wird demzufolge die Zeit der Zeitzone sein können, in der die Person ihren Wohn- oder Geschäftssitz hat, während die Ortszeit die Zeit der Zeitzone sein wird, in der sich die Person im Augenblick, während ihrer Reisen, befindet.

Bei einer solchen Uhr, die auch eine Alarmvorrichtung umfasst, stellt sich das Problem der Beziehung zwischen der Referenzzeit, der Ortszeit und dem festgelegten Alarmzeitpunkt. Je nach den Umständen kann die Person nämlich einen Alarmzeitpunkt bezüglich der Referenzzeit benötigen (beispielsweise, um zuhause anzurufen) oder einen Alarmzeitpunkt bezüglich der Ortszeit (beispielsweise, um an eine Verabredung an dem Ort, an dem sie sich befindet, erinnert zu werden). Das Seikosha-Patent erfüllt diese Erwartung, indem es eine elektronische Armbanduhr vorschlägt, bei der sich eine Alarmfunktion durch ein einfaches Umschalten eines Stellschalters entweder auf die Referenzzeit oder aber auf die Ortszeit beziehen kann. Eine solche Funktion stellt einen großen Vorteil dar, denn sie ermöglicht einer Person, die von einer Zeitzone in eine andere reist, aber Verabredungen hat, an die sie sich erinnern muss, immer entsprechend der gleichen Zeitzone, aber nicht unbedingt jener, in der sie sich befindet, ihren Alarm immer auf den richtigen Zeitpunkt eingestellt zu haben. Die in dem Seikosha-Patent beschriebene Uhr ist jedoch eine rein elektronische Uhr.

Andererseits sind mechanische Uhren bekannt, die ermöglichen, die Uhrzeit der Zeitzone des Ortes anzuzeigen, an dem man sich befindet. Hingegen gibt es nach Kenntnis des Anmelders keine mechanische Zeitzonen-Uhr mit einem Weckmechanismus, dessen Zeit in Bezug auf die Zeitzone leicht eingestellt werden kann. Diese Unzulänglichkeit des Standes der Technik lässt sich dadurch erklären, dass es bis heute niemandem gelungen ist, die Weckzeit an die Zeit der Zeitzone anzupassen. Nun bringt das aber für die Person, wenn sie den Weckmechanismus ihrer Uhr in Abhängigkeit von der Referenzzeit des Ortes, an dem sie sich gewöhnlich aufhält, einstellt, während einer Reise, bei der sie die Zeitzone wechselt und folglich ihre Uhr in Abhängigkeit von der Ortszeit des Ortes stellt, an dem sie sich vorübergehend aufhält, mit sich, dass der Weckmechanismus bezüglich der Referenzzeit und nicht bezüglich der Ortszeit auslösen wird, was offensichtliche Schwierigkeiten bereitet.

Aus dem Dokument US 5,631,878 ist ein Zeitmessgerät bekannt, das neben einem Stundenzeiger, einem Minutenzeiger und einem Sekundenzeiger, die eine Ortszeit anzeigen, eine Zeitzonenscheibe umfasst, die eine Information über die Uhrzeit einer anderen Zeitzone liefert. Dieses Zeitmessgerät umfasst auch einen Weckmechanismus. Dieser Weckmechanismus ist jedoch nicht an die Uhrzeit der Zeitzone angepasst, sodass es unmöglich ist, den Mechanismus derart zu steuern, dass die Weckzeit, die anfangs bezüglich der Ortszeit eingestellt wird, bezüglich einer anderen Zeitzone gleich bleibt, wenn der Benutzer die Zeitzone wechselt.

Die vorliegende Erfindung hat zur Aufgabe, dem oben erwähnten Nachteil sowie noch weiteren abzuhelfen, indem sie eine mechanische Zeitzonen-Uhr schafft, die einen Weckmechanismus umfasst, dessen Weckzeit an die Ortszeit des Ortes angepasst ist, an dem sich die Person vorübergehend aufhält.

Dazu betrifft die vorliegende Erfindung ein mechanisches oder elektromechanisches Zeitmessgerät, das einen ersten Zeiger, der eine Referenzzeit angibt, und einen zweiten Zeiger, der eine Zeitzonen-Uhrzeit angibt, umfasst, wobei dieses Zeitmessgerät außerdem einen Weckmechanismus, der ermöglicht, eine Weckzeit zu programmieren, und Mittel zum Ausführen einer Steuerung umfasst, damit die Weckzeit, die zunächst relativ zu der Referenzzeit eingestellt war, relativ zu der neuen Zeitzone, die nach der Korrektur dieser Letzteren angezeigt wird, gleich bleibt.

Durch diese Merkmale schafft die vorliegende Erfindung ein mechanisches Zeitzonen-Zeitmessgerät, dessen Weckmechanismus an die Zeitzonen-Uhrzeit angepasst ist. Angenommen, die Person befindet sich beispielsweise in Genf (Schweiz) und hat den Weckmechanismus auf sechs Uhr eingestellt; folglich wird, wenn sich diese Person nach New York (Vereinigte Staaten) begibt, die Zeitzonen-Uhrzeit ein Voreilen von 6h00, verglichen mit der Uhrzeit von New York, ausweisen. Es wird also erforderlich sein, dass die Person die Zeitzonen-Uhrzeit korrigiert. Wenn aber nicht gleichzeitig die Weckzeit an diese Zeitzone angepasst werden würde, dann würde der Alarm um 24.00 Uhr New Yorker Zeit statt um 6.00 Uhr erschallen. Die Erfindung schafft folglich ein Zeitmessgerät, dessen Weckmechanismus gleichzeitig und übereinstimmend mit der Zeitzonen-Uhrzeit eingestellt wird.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung umfasst das Zeitmessgerät ein Zeitzonen-Gangwerk, das eine Synchronisationsvorrichtung des Weckmechanismus antreibt.

Wenn die Person die Zeitzone wechselt, muss sie sich demzufolge nicht darum kümmern, den Weckmechanismus ihrer Uhr einzustellen. Indem sie einzig und allein die Zeitzonen-Uhrzeit korrigiert, wird nämlich die Synchronisationsvorrichtung des Weckmechanismus automatisch in Übereinstimmung mit der neuen Zeitzonen-Uhrzeit eingestellt. Das Zeitmessgerät gemäß der Erfindung ist folglich sehr einfach und sicher zu benutzen.

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlicher aus der folgenden ausführlichen Beschreibung eines Ausführungsbeispiels des Zeitmessgerätes gemäß der Erfindung, wobei dieses Beispiel nur zur Veranschaulichung und nicht einschränkend gegeben ist, in Verbindung mit der beigefügten Zeichnung, worin

1 eine Draufsicht des Zifferblattes einer Armbanduhr gemäß der Erfindung ist;

2 eine Schnittansicht des Zeitzonenmechanismus und des Weckmechanismus ist;

3 eine Draufsicht eines Mitnehmerkerns ist;

4 eine Schnittansicht des in 3 gezeigten Kerns ist; und

5 eine Draufsicht des Rast- bzw. Sprungelements der Zeitzonen ist.

Der vorliegenden Erfindung liegt der allgemeine Erfindungsgedanke zugrunde, eine mechanische Zeitzonen-Uhr zu schalten, deren Weckmechanismus an die Zeit der Zeitzone angepasst ist. Bisher ermöglichten nämlich nur elektronische Uhren, einen Alarmzeitpunkt bezüglich entweder der Referenzzeit, d. h. der Zeit des Ortes, an dem die Person normalerweise wohnhaft ist, oder aber der Ortszeit, d. h. der Zeit des Ortes, an dem sich die Person während ihrer Reisen im Augenblick befindet, zur Verfügung zu stellen. Die mechanischen Zeitzonen-Uhren, die mit einem Weckmechanismus ausgestattet sind, ließen lediglich zu, dass die Person die Weckzeit im Verhältnis zur Referenzzeit einstellt, oder aber nötigten diese Person, Berechnungen anzustellen, die immer mühselig und häufig eine Fehlerquelle sind, wenn sie die Weckzeit in Übereinstimmung mit der Zeitzone des Ortes, an dem sie sich vorübergehend aufhielt, haben wollte. Hingegen wird sich durch die vorliegende Erfindung der Weckmechanismus automatisch in Abhängigkeit von der Zeitzone des Ortes, an dem sich die Person befindet, einstellen, so dass die Person zur gleichen Uhrzeit alarmiert wird, sei es bezüglich der Referenzzeit oder bezüglich der Ortszeit.

Die vorliegende Erfindung wird in Verbindung mit einem Zeitmessgerät vom Typ Armbanduhr beschrieben. Es ist selbstverständlich, dass dieses Beispiel lediglich zur Veranschaulichung gegeben ist und die Erfindung auf ein Zeitmessgerät beliebigen Typs angewendet werden kann.

Andererseits versteht sich, dass die vorliegende Erfindung bei einer Uhr vom mechanischen oder elektromechanischen Typ Anwendung findet, d. h. bei einer Uhr, die ein mechanisches Uhrwerk umfasst, das durch ein Federhaus bewegt wird oder durch eine Batterie, die, wenn sie leer ist, wieder aufgeladen oder ausgewechselt werden kann.

1 ist eine Draufsicht eines Zifferblattes, mit dem eine Uhr gemäß der Erfindung ausgestattet sein kann. Dieses Zifferblatt, das in seiner Gesamtheit mit dem allgemeinen Bezugszeichen 1 bezeichnet ist, umfasst herkömmlich Stundenmarkierungen 2. Über diesem Zifferblatt bewegen sich ein Stundenzeiger 4, ein Minutenzeiger 6 und ein Sekundenzeiger 8.

Die Uhr umfasst außerdem einen Weckwerkstellzeiger 10, der durch seine Position gegenüber den Stundenmarkierungen 2 angibt, zu welchem Zeitpunkt der Weckmechanismus in Funktion treten wird. In einem kleinen Fenster 12, das durch das Zifferblatt 1 hindurch ausgespart ist, erscheint ein Symbol 14, das angibt, ob der Weckmechanismus eingeschaltet oder ausgeschaltet ist. In einem zweiten Fenster 16 erscheint das aktuelle Datum oder Monatsdatum. Schließlich bewegt sich ein zusätzlicher Zeiger 18 über einem zweiten Zifferblatt 20. Dieser Zeiger 18 gibt ständig die Referenzzeit an, d. h. die Uhrzeit, welche die Person praktisch immer in ihrer Uhr behält und die der Zeitzone des Ortes entspricht, in der diese Person ihren Wohn- oder Geschäftssitz hat. Der Zeigersatz 4, 6, 8 zeigt hingegen die Ortszeit an, d. h. die Zeit der Zeitzone, in der sich die Person im Augenblick während einer Reise befindet. Wenn sich die Person zuhause befindet, liefern folglich der Zeiger 18, der die Referenzzeit anzeigt, und der Stundenzeiger 4, der die Zeitzone des Ortes, an dem sich die Person im Augenblick befindet, anzeigt und der deshalb Zeiger für Zeitzonen genannt wird, die gleiche Zeitangabe. Hingegen wird es dann, wenn die Person auf Reisen ist und die Zeitzone wechselt, erforderlich sein, dass sie die Position des Zeigers 4 für Zeitzonen verändert, um die von dem Zeiger 4 für Zeitzonen gelieferte Angabe mit der Ortszeit des Ortes, an dem sich diese Person momentan befindet, in Übereinstimmung zu bringen, sodass der Referenzzeiger 18 und der Zeiger 4 für Zeitzonen verschiedene Angaben liefern werden.

2 ist eine Schnittansicht des Zeitzonenmechanismus und des Weckmechanismus. Zunächst ist in der Zeichnung ein Mitnehmer-Minutenrohr 22 zu sehen, das ein Ritzel ist, welches das Minutenzeigerwerk antreibt und das durch das Uhrwerk (bewegt durch ein Federhaus oder eine Batterie, nicht gezeigt) zu einer Umdrehung pro Stunde angetrieben wird. Das Mitnehmer-Minutenrohr 22 kämmt mit einem Zahnrad 24 des Minutenzeigerwerks, das ein Wechselrad 26 umfasst, auf dessen Achse ein Wechseltrieb 28 befestigt ist. Ein 24-Stunden-Wechseltrieb 30 ist frei drehbar zwischen dem Wechselrad 26 und dem Wechseltrieb 28 angebracht. Es ist möglich, durch Einwirken auf den Wechseltrieb 30 über ein Zeitzonenrad 32 die Zeitzonenanzeige zu verändern, wie in der Folge im Einzelnen zu sehen sein wird.

Der Wechseltrieb 28, zur Drehung angetrieben durch das Wechselrad 26, das seinerseits mit dem Mitnehmer-Minutenrohr 22 in Eingriff ist, kämmt mit einem Stundenrad 34. Dieses Stundenrad 34 treibt über ein Rast- bzw. Sprungelement 36 und einen Stern 38 mit zwölf Zähnen, die in Verbindung mit 5 ausführlich beschrieben werden, einen Stundenzeiger-Wellentrieb 40 an, der an seinem freien Ende den Zeiger 4 für Zeitzonen trägt. Mit einem seiner Enden in das Mitnehmer-Minutenrohr 22 getrieben und durch dieses Letztere rotatorisch angetrieben, erstreckt sich ein Minutenzeiger-Wellentrieb 42 koaxial im Inneren des Stundenzeiger-Wellentriebs 40 und trägt an seinem anderen Ende den Minutenzeiger 6. Schließlich trägt ein Sekundenzeiger-Wellentrieb 44 an seinem freien Ende den Sekundenzeiger 8.

Was den Weckmechanismus anbelangt, so umfasst er ein Auslöserad 46, dessen Achse 48 den Weckwerkstellzeiger 10 trägt. Der Weckmechanismus umfasst außerdem einen Synchronisationskern 50, der ein Teil von kreisförmiger Grundform ist, das auf den Stundenzeiger-Wellentrieb 40 zentriert ist und in seinem unteren Teil wenigstens einen und vorzugsweise drei Zapfen 52 aufweist, die dazu vorgesehen sind, in entsprechende Formöffnungen 54, die in dem Auslöserad 46 ausgespart sind, einzudringen, wenn die aktuelle Zeit mit der Weckzeit übereinstimmt. Der Synchronisationskern 50 ist mit dem Stundenzeiger-Wellentrieb 40 über einen mit dem Letzteren fest verbundenen Mitnehmer 56 kinematisch verbunden.

Das Funktionsprinzip des erfindungsgemäßen Uhrräderwerks ist das Folgende: Während des normalen Ganges treibt der Wechseltrieb 28 das Stundenrad 34, das frei drehbar um den Stundenzeiger-Wellentrieb 40 angebracht ist und für seine axiale Führung auf einer Schulter 58 lagert, die dieser Wellentrieb 40 aufweist, rotatorisch an. Die Drehbewegung des Stundenrades 34 wird über das Sprungelement 36, das mit dem Stundenrad 34 über einen Zapfen 60 verbunden ist, der in eine entsprechende Formöffnung 62 getrieben ist, die in dem Stundenrad 34 ausgespart ist, auf den Stundenzeiger-Wellentrieb 40 übertragen. Dieses Sprungelement 36 ist mit dem zwölf Zähne aufweisenden Stern 18 in Eingriff, der seinerseits mit dem Stundenzeiger-Wellentrieb 40 fest verbunden ist. Auf diese Weise rotatorisch angetrieben treibt der Stundenzeiger-Wellentrieb 40 gleichzeitig den Stundenzeiger, auch Zeiger 4 für Zeitzonen genannt, rotatorisch an. Ebenso kämmt der Wechseltrieb 28 mit dem (nicht gezeigten) Räderwerk zur Referenzzeitanzeige, die durch den zusätzlichen Zeiger 18 verwirklicht wird.

Damit die Erfindung richtig verstanden wird, sei in diesem Stadium der Beschreibung angenommen, dass der zusätzliche Zeiger oder Referenzzeiger 18 und der Zeiger 4 für Zeitzonen die gleiche Zeitangabe liefern, was bedeutet, dass sich die Person an ihrem gewöhnlichen Aufenthaltsort befindet, an dem sie ihren Wohn- oder Geschäftssitz hat. Während er sich dreht, treibt der Stundenrad-Wellentrieb 40 über den Mitnehmer 56 den Synchronisationskern 50 des Weckmechanismus rotatorisch an. Der Synchronisationskern 50 gleitet mit seinen Zapfen 52 auf dem Auslöserad 46, bis die von dem Zeiger 4 für Zeitzonen angegebene Uhrzeit mit der Weckzeit übereinstimmt. Zu diesem Zeitpunkt dringen die Zapfen 52 des Synchronisationskerns 50 in die Formöffnungen 54 des Auslöserades 46 ein, wodurch das Auslösen des Weckmechanismus bewirkt wird.

Es sei nun angenommen, dass sich die Person im Augenblick an einem Ort befindet, dessen Ortszeit von der Referenzzeit des Ortes, an dem diese Person gewöhnlich ihren Wohnsitz hat, verschieden ist. Sie muss folglich die von dem Zeiger 4 für Zeitzonen angezeigte Uhrzeit korrigieren. Dazu wirkt sie von außerhalb der Uhr auf den 24-Stunden-Wechseltrieb 30 ein. Während er sich dreht, treibt dieser Trieb 30, der zwischen dem Wechselrad 26 und dem Wechseltrieb 28 frei drehbar angebracht ist, das Zeitzonenrad 32 rotatorisch an. Da das Zeitzonenrad 32 mit dem Stundenzeiger-Wellentrieb 40 fest verbunden ist, treibt es diesen Letzteren rotatorisch an. Ebenso ist der zwölf Zähne aufweisende Stern 38 mit dem Stundenzeiger-Wellentrieb 40 fest verbunden. Da der Stern 38 durch das Rast- bzw. Sprungelement 36 von Raststellung zu Raststellung geschaltet wird, dreht sich der Stundenzeiger-Wellentrieb 40 pro Schritt jedes Mal eine zwölftel Umdrehung. Folglich dreht sich bei der Zeitzonenkorrektur der zwölf Zähne aufweisende Stern 38, während das Rast- bzw. Sprungelement 36 von einer Lücke, die zwei aufeinanderfolgende Zähne 64 (siehe 5) des Sterns 38 voneinander trennt, zur unmittelbar darauffolgenden springt. Infolgedessen dreht sich weder das Stundenrad 34 noch das Minutenrad 28 bei der Zeitzonenkorrektur, sodass die von dem Zeiger 18 angezeigte Referenzzeit und die Minutenanzeige der Ortszeit unverändert bleiben, was ermöglicht, die Ortszeit auf einfache und präzise Weise zu korrigieren.

Während der Phase der Korrektur der Zeitzonen-Uhrzeit dreht sich der fest mit dem Stundenzeiger-Wellentrieb 40 verbundene Mitnehmer 56 ebenfalls und treibt den Synchronisationskern 50 des Weckmechanismus an. Während dieser Drehbewegung gleitet der Synchronisationskern 50 mit seinen Zapfen 52 auf dem Auslöserad 46 und bewerkstelligt eine Winkelverschiebung, die gleich jener des Stundenzeiger-Wellentriebs 40 ist, sodass die Weckzeit, die anfangs bezüglich der Referenzzeit eingestellt war, die gleiche bezüglich der Zeitzone bleibt, die nach der Korrektur neu angezeigt wird. Folglich wird durch dieses Merkmal die Weckzeit übereinstimmend und gleichzeitig mit der Korrektur der Zeitzonen-Uhrzeit korrigiert. Es muss festgehalten werden, dass während der Phase der Korrektur der Zeitzonen-Uhrzeit der Weckwerkstellzeiger 10 bewegungslos bleibt.

Wie in 2 und besser noch in 3 zu sehen ist, sind die Zapfen 52, die der Synchronisationskern 50 in seinem unteren Teil aufweist, vorzugsweise, jedoch nicht zwangsläufig, in regelmäßigen Abstandsintervallen angeordnet. Andererseits sind diese Zapfen 52 in unterschiedlichen Abständen vom Zentrum des Synchronisationskerns 50 angeordnet, sodass die Zapfen 52, die an der Basis des Synchronisationskerns 50 so vorgesehen sind, dass sie mit den Formöffnungen 54 zur Deckung kommen, sich nur einmal alle zwölf Stunden gegenüber diesen Öffnungen befinden. Andererseits drückt eine Feder 66, welche die Hammerfeder eines Läutewerks sein kann, den Synchronisationskern 50 gegen das Auslöserad 46, sodass die Zapfen 52 des Kerns 50 zu dem Zeitpunkt in die Öffnungen 54 des Rades 46 eindringen können, zu dem die von dem Zeiger 4 für Zeitzonen angezeigte Ortszeit mit der von dem Weckwerkstellzeiger 10 angezeigten Uhrzeit übereinstimmt. Wenn die Weckzeit vorbei ist, wird der Austritt der Zapfen 52 aus den Formöffnungen 54 dadurch erleichtert, dass diese Zapfen 52 schiefe Ebenen 68 aufweisen (siehe 4). Das Auslöserad 46 wird nämlich an eine Stelleinrichtungsdeckplatte 70 gepresst und ist praktisch unbeweglich, außer wenn es von außerhalb der Uhr betätigt wird, um die Stellung des Weckwerkstellzeigers 10 zu korrigieren. Während er sich weiterdreht, treibt deshalb der Stundenzeiger-Wellentrieb 40 den Synchronisationskern 50 zu einer begleitenden Bewegung an, und die Zapfen 52 dieses Kerns 40 verlassen nach und nach die in dem Auslöserad 46 verwirklichten Öffnungen 54, wobei sie mit ihren schiefen Ebenen 66 über die Außenlinie dieser Öffnungen 54 gleiten. Schließlich ist festzuhalten, dass der Synchronisationskern 40 drei Öffnungen 72 aufweist, in denen drei entsprechende Arme 74 des Mitnehmers 56 aufgenommen werden, um diese beiden Teile rotatorisch zu koppeln.

5 ist eine Draufsicht des Zeitzonen-Rast- bzw. -Sprungelements 36. Dieses Sprungelement 36 umfasst ein flaches Teil, das bei 60 tiefgezogen ist, um einen Zapfen zu bilden, der sich in die entsprechende Formöffnung 62 einfügt, die in dem Stundenrad 34 ausgespart ist. Das Sprungelement 36 weist im Wesentlichen die Form eines U mit zwei elastischen Armen 76 auf, die bei 78 tiefgezogen sind, um zwei Zapfen zu bilden, die jeweils in einem Langloch 80 gleiten können. Jeder der beiden elastischen Arme 76 des Sprungelements 36 endet in einem Kopf 82, der mit einer Nase 84 versehen ist, die in einer Lücke zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zähnen 64 des zwölf Zähne aufweisenden Sterns 38 aufgenommen wird. Die Langlöcher 80 ermöglichen, die Arme 76 des Sprungelements 38 zu führen und ihnen eine präzise Positionierung aufzuzwingen. Wenn sich der Stern 38 dreht, entfernen sich die Nasen 84 der Köpfe 82 des Sprungelements 38 aus ihrer Ruheposition in einer Lücke zwischen zwei Zähnen 64 des Sterns 38 und fallen unter dem Einfluss ihrer Schnellkraft in die unmittelbar darauffolgende Lücke. Das Rast- bzw. Sprungelement 36 ermöglicht folglich, die Position des Sterns 38 von Raststellung zu Raststellung zu schalten, sodass bei einer Änderung der Zeitzone der Stundenzeiger-Wellentrieb 40 durch aufeinanderfolgende Sprünge von jeweils einer zwölftel Umdrehung vorrückt. Die Korrektur der Zeitzonen-Uhrzeit erfolgt also durch Ändern von einer Stunde zur nächsten, ohne dass das Minutenzeigerwerk von dieser Änderung berührt wird.

Weiter oben ist zu sehen gewesen, dass die Verankerungspunkte des Sprungelements 36 aus tiefgezogenen Zapfen 60 und 76 geformt sind. Durch dieses Merkmal kann das Sprungelement 36 aus einem Stück hergestellt werden und hat einen geringen Raumbedarf. Selbstverständlich könnten gemäß einer Variante die Zapfen durch Stifte ersetzt werden. Das Sprungelement 36 wird axial durch eine Stundenradfläche 86 geführt (2).

Der Rastmechanismus kann vorzugsweise, muss aber nicht unbedingt, ein zusätzliches Rast- bzw. Sprungelement 88 umfassen, das bei 90 tiefgezogen ist, um einen Zapfen zu bilden, der in eine Formöffnung 92 eindringt, die in dem Stundenrad 34 ausgespart ist. Dieses Sprungelement 88 umfasst einen umgebogenen Arm 94, der in einem Kopf 96 endet, der mit einer Nase 98 versehen ist, die unter dem Einfluss der Schnellkraft des Sprungelements in einer Lücke zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zähnen 64 des Sterns 38 aufgenommen wird. Das zusätzliche Sprungelement 88 trägt auf diese Weise ebenfalls zur Führung und zur Rastschaltung des Sterns 38 bei.


Anspruch[de]
Mechanisches oder elektromechanisches Zeitmessgerät, das einen ersten Zeiger (18), der eine Referenzzeit angibt, und einen zweiten Zeiger (4), der eine Zeitzonen-Uhrzeit angibt, umfasst, wobei dieses Zeitmessgerät außerdem einen Weckmechanismus, der ermöglicht, eine Weckzeit zu programmieren, und Mittel zum Ausführen einer Steuerung umfasst, damit die Weckzeit, die zunächst relativ zu der Referenzzeit eingestellt war, relativ zu der neuen Zeitzone, die nach der Korrektur dieser letzteren angezeigt wird, gleich bleibt. Zeitmessgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Zeitzonen-Gangwerk umfasst, das eine Synchronisationsvorrichtung des Weckmechanismus antreibt. Zeitmessgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Zeitzonen-Gangwerk einen Stundenzeiger-Wellentrieb (40) umfasst, der einen Synchronisationskern (50) der Synchronisationsvorrichtung des Weckers rotatorisch antreibt. Zeitmessgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Stundenzeiger-Wellentrieb (40) den Synchronisationskern (50) über einen Mitnehmer (56) antreibt. Zeitmessgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Synchronisationskern (50) drei Öffnungen (72) besitzt, in die drei entsprechende Arme (74) des Mitnehmers (56) eindringen können, um diese zwei Teile rotatorisch zu koppeln. Zeitmessgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Synchronisationskern (50) mit einem Auslöserad (46) der Synchronisationsvorrichtung des Weckers zusammenwirkt. Zeitmessgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Synchronisationskern (50) wenigstens einen Zapfen (52) umfasst, der dazu vorgesehen ist, in eine Öffnung (54) mit entsprechender Form einzudringen, die im Auslöserad (46) ausgespart ist, wenn die Zeitzonen-Uhrzeit mit der Weckzeit übereinstimmt. Zeitmessgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Synchronisationskern (50) drei Zapfen umfasst, die in unterschiedlichen Abständen vom Zentrum des Synchronisationskerns (50) angeordnet sind, derart, dass sich die Zapfen (52) nur einmal alle zwölf Stunden gegenüber den Formöffnungen (54) befinden. Zeitmessgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zapfen (52) in regelmäßigen Abstandsintervallen angeordnet sind. Zeitmessgerät nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Feder (66) den Synchronisationskern (50) gegen das Auslöserad (46) drückt, derart, dass die Zapfen (52) des Kerns (50) zu jenem Zeitpunkt in die Öffnungen (54) des Rades (56) eindringen können, zu dem die Zeitzonen-Uhrzeit mit der Weckzeit übereinstimmt. Zeitmessgerät nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zapfen (52) schräge Ebenen (68) aufweisen, damit sie die Formöffnungen (54) verlassen können. Zeitmessgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zählwerk-Mobilteil (24) den Stundenzeiger-Wellentrieb rotatorisch antreibt. Zeitmessgerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Zählwerk-Mobilteil (24) ein Zählwerkrad (26) umfasst, an dessen Welle ein Zählwerkritzel (28) befestigt ist. Zeitmessgerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Zählwerkritzel (28), das durch das Zählwerkrad (26) rotatorisch angetrieben wird, das seinerseits mit einer Antriebsbahn (22) in Eingriff ist, mit einem Stundenrad (34) kämmt, das frei drehbar um den Stundenzeiger-Wellentrieb (40) angebracht ist. Zeitmessgerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Stundenrad (34) über ein Sprungelement (36) und einen Stern (38) mit zwölf Zähnen den Stundenzeiger-Wellentrieb (40) antreibt. Zeitmessgerät nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Sprungelement (36) mit dem Stundenrad (34) über einen Zapfen (60) fest verbunden ist, der in eine entsprechende Formöffnung (62) eingetrieben ist, die in dem Stundenrad (34) ausgespart ist. Zeitmessgerät nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Sprungelement (36) mit dem Stern (38) in Eingriff ist, der seinerseits mit dem Stundenzeiger-Wellentrieb (40) fest verbunden ist. Zeitmessgerät nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Sprungelement (36) zwei elastische Arme (76) aufweist, die jeweils in einem Kopf (82) enden, der mit einer Nase (84) versehen ist, die in einen Hohlraum zwischen zwei aufeinander folgenden Zähnen (64) des Sterns (38) mit zwölf Zähnen eindringt. Zeitmessgerät nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der zwei Arme (76) einen Zapfen (78) aufweist, der in einem Langloch (80) gleiten kann. Zeitmessgerät nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass es ein komplementäres Sprungelement (88) umfasst. Zeitmessgerät nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Sprungelement (88) einen Zapfen (90) umfasst, der in eine Formöffnung (92) eingetrieben ist, die in dem Stundenrad (34) ausgespart ist. Zeitmessgerät nach einem der Ansprüche 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Sprungelement (88) einen umgebogenen Arm (94) umfasst, der in einem Kopf (96) endet, der mit einer Nase (98) versehen ist, die zwischen zwei aufeinander folgende Zähne (64) des Sterns (38) mit zwölf Zähnen eindringt. Zeitmessgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Zeitzonen-Gangwerk ein Zählwerk-Ritzel (30) für 24 Stunden umfasst, das ermöglicht, die Angabe der Zeitzone über ein Zeitzonenrad (32), das mit dem Stundenzeiger-Wellentrieb (40) fest verbunden ist, zu ändern.






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