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Dokumentenidentifikation DE102004057444B4 12.07.2007
Titel Schreib-, Mal-, Zeichen- oder Radiergerät
Anmelder Dürhager, Debora, 72116 Mössingen, DE
Erfinder Dürhager, Debora, 72116 Mössingen, DE
Vertreter Andres, A., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 79415 Bad Bellingen
DE-Anmeldedatum 28.11.2004
DE-Aktenzeichen 102004057444
Offenlegungstag 01.06.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.07.2007
IPC-Hauptklasse B43K 23/008(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A46B 5/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Schreib-, Mal-, Zeichen- oder Radiergerät mit einem Schaft und einer Schreib-, Mal-, Zeichen- oder Radierspitze. Unter dem Begriff 'Schreibgerät' werden in Zusammenhang mit der Erfindung insbesondere Kugelschreiber, Füllfederhalter, Bleistifte und Faserstifte verstanden. Jedoch ist die Erfindung keineswegs auf diese genannten Ausgestaltungen beschränkt. Schreibgeräte können auch Mal- und Zeichengeräte wie z.B. Pinsel sein. Der Einfachheit halber werden nachfolgend alle möglichen Ausgestaltungen unter den Begriff Schreibgerät subsumiert.

Aus der JP 2003 054 185 A ist ein Schreibgerät bekannt geworden, das in einem Endbereich eine Schreibspitze und im entgegengesetzten Endbereich eine ringförmige, abgewinkelt angeordnete Haltekomponente aufweist. Über die ringförmige Haltekomponente lässt sich das Schreibgerät am Mittelfinger der Hand des Schreibenden im Fall der Nichtnutzung so fixieren, dass die Hand frei ist und der Schreibende ungestört durch das Schreibgerät anderweitige Arbeiten verrichten kann.

In dem Deutschen Gebrauchsmuster DE 93 17 690 U1 ist ein Schreibgerät mit einer Halteeinrichtung für eine Schreibspitze offenbart. Die Halteeinrichtung ist aus einem flexiblen und zumindest teilweise aus einem plastisch verformbaren Material gefertigt. Damit das Schreibgerät auch im Falle des Nichtgebrauchs bei dem Nutzer verbleiben kann, wird die reversibel verformbare Halteeinrichtung um das Handgelenk des Nutzers geschlungen.

Beide aus dem Stand der Technik bekannte Lösungen beschäftigen sich mit dem Problem, dass die Schreibgeräte bei Ausübung einer anderen manuellen Tätigkeit als Schreiben am Finger oder an der Hand des Nutzers verbleiben.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schreibgerät vorzuschlagen, dass sich im Gebrauchsfall ergonomisch handhaben lässt.

Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Während des Gebrauchsfalls zeigt die verformbare Komponente eine an die Schreibhand des Schreibenden/der Schreibenden angepasste Krümmung; zur Aufbewahrung oder zum Transport kann das Schreibgerät die übliche gerade Form aufweisen, wodurch der Stauraum minimiert ist.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Schreibgeräts ist die starre Komponente im wesentlichen zylinderförmig ausgebildet, während die formbare Komponente im wesentlichen bandförmig und flach ausgestaltet ist. In der zylinderförmigen starren Komponente ist auch im Falle eines Schreibgeräts der Aufbewahrungsbehälter für das Schreibmedium, bei dem es sich z.B. um Tinte handelt, untergebracht. Die starre zylinderförmige Komponente ist im Vergleich zu herkömmlichen Schreibgeräten kurz gehalten. Vorzugsweise hat sie eine Länge von ca. 4,5 cm, während sie bei herkömmlichen Schreibgeräten in der Größenordnung von ca. 7 cm liegt.

Die formbare, bandförmige Komponente ist ringförmig gebogen und insbesondere als offener Ring ausgestaltet. Hierzu besteht die formbare Komponente bevorzugt aus einem verformbaren Kunststoff. Allerdings besteht keinerlei Beschränkung im Hinblick auf die Art des Materials, solange es die gewünschte Eigenschaft hat und reversibel verformbar ist.

Der zweite Endbereich des Schafts weist eine ringförmige Krümmung auf, die derart ausgestaltet ist, dass während der bestimmungsgemäßen Nutzung des Schreibgeräts ein Finger der Schreibhand des Schreibenden zumindest teilweise von der ringförmig gestalteten Komponente umgeben und abgestützt ist. Wie insbesondere in den Figuren 3a–e zu sehen ist, ist das erfindungsgemäße Schreibgerät so dimensioniert, dass es im Gebrauchsfall nahezu gänzlich von der Schreibhand umgeben ist.

Beim erfindungsgemäßen Schreibgerät ist also während der bestimmungsgemäßen Nutzung des Schreibgeräts ein Finger der Schreibhand des Schreibenden zumindest teilweise von der ringförmig gestalteten, formbaren Komponente bzw. von der ringförmigen Krümmung des Schafts umgeben. Hierdurch kann sich die Hand bzw. der Finger an der Innenseite der ringförmigen Komponente bzw. der ringförmigen Krümmung des Schafts abstützen. Bei dem Finger, der durch den Ring geführt ist, handelt es sich bevorzugt um den Ringfinger oder den Mittelfinger der Schreibhand. Um den ergonomischen Effekt während des Gebrauchs des Schreibgeräts voll zu nutzen, wird bestimmungsgemäß bevorzugt der Mittelfinger oder auch der Ringfinger der Schreibhand bis etwa zum ersten Fingergelenk durch den Ring geführt, während mit Daumen und Zeigefinger der starre Schaft mit der Schreibspitze gehalten wird. Hierbei ist es bei dem erfindungsgemäßen Schreibgerät besonders günstig, dass sich die ringförmige Komponente an die Hand des Schreibenden aufgrund ihrer Verformbarkeit optimal anpassen lässt. Allgemein lässt sich sagen, dass durch den erfindungsgemäßen Gebrauch des Schreibgeräts das Schreiben, Malen, Zeichnen oder Radieren hand-schonender und entspannter wird, und dass auch nach längerem Schreiben kein Ermüdungseffekt eintritt.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Schreibgeräts sind die starre Komponente und die verformbare Komponente lösbar miteinander verbunden.

Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figuren näher beschrieben. Es zeigt:

1 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schreibgeräts,

2a–f unterschiedliche Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Schreibgeräts und

3a–e unterschiedliche Ansichten der bestimmungsgemäßen Nutzung des erfindungsgemäßen Schreibgeräts.

1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schreib-, Mal-, Zeichen- oder Radiergeräts 1. Das Gerät 1 weist einen Schaft 2 mit einer Schreibspitze 4 in dem ersten Endbereich auf. Der Schaft 2 setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen: einer starren Komponente 3, in deren erstem Endbereich sich die Schreibspitze 4 befindet, und eine verformbare Komponente 5, wobei sich die verformbare Komponente 5 an den zweiten Endbereich der ersten Komponente 3 anschließt. Die verformbare Komponente 5 besitzt eine bandförmige, flache Struktur und ist derart ausgestaltet, dass sie unter Einwirkung einer von dem Material und dem Design der verformbaren Komponente 5 abhängigen vorgegebenen Verformungskraft beliebig verformbar ist, wobei die jeweilige Verformung erhalten bleibt, wenn die auf die formbare Komponente 5 wirkende Kraft kleiner ist als die vorgegebene Verformungskraft.

In den 2a–f sind unterschiedliche Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Schreibgeräts 1 zu sehen. Es kann sich um eine Feder bzw. einen Füllfederhalter (2a), um einen Faserschreiber (2b, 2c), einen Kugelschreiber (2d), einen Radierer oder einen Kohleminenhalter (2e ) oder einen Pinsel (2f) handeln.

In den 3a–e sind unterschiedliche Ansichten der bestimmungsgemäßen Nutzung des erfindungsgemäßen Geräts 1 zu sehen. In den Figuren 3a–c ist jeweils der Mittelfinger durch den gekrümmten, bandförmigen Endbereich 5 des Schafts 2 geführt. Daumen und Zeigerfinger liegen am unteren Endbereich des Schafts 2. Das erfindungsgemäße Schreibgerät ist so dimensioniert, dass es während des bestimmungsgemäßen Gebrauchs von der Schreibhand des Schreibenden/der Schreibenden nahezu vollständig umgeben ist. In 3d ist der Zeigefinger durch den gekrümmten, bandförmigen Endbereich 5 geführt.

In 3e ist an Stelle des Mittelfingers der Ringfinger durch den gekrümmten Endbereich 5 des Schafts 2 geführt.


Anspruch[de]
Schreib-, Mal-, Zeichen- oder Radiergerät (1) mit einem Schaft (2) und einer Schreibspitze (4), wobei der Schaft (2) eine starre Komponente (3) aufweist, in deren erstem Endbereich sich die Schreibspitze (4) befindet und die im zweiten Endbereich unmittelbar in eine verformbare, im wesentlichen bandförmige Komponente (5), wobei sich die verformbare Komponente (5) derart ausgestaltet ist, dass sie unter Einwirkung einer von dem Material und dem Design der verformbaren Komponente (5) abhängigen vorgegebenen Verformungskraft beliebig verformbar ist, wobei die jeweilige Verformung erhalten bleibt, wenn die auf die formbare Komponente (5) wirkende Kraft kleiner als die vorgegebene Verformungskraft ist, und wobei die verformbare Komponente (5) während der bestimmungsgemäßen Nutzung des Geräts (1) einen Finger der Hand zumindest teilweise als offenen Ring umgibt. Schreib-, Mal-, Zeichen- oder Radiergerät nach Anspruch 1, wobei die starre Komponente (3) im wesentlichen zylinderförmig ausgebildet ist. Schreib-, Mal-, Zeichen- oder Radiergerät nach Anspruch 2, wobei zumindest die formbare Komponente (5) aus einem verformbaren Kunststoff gefertigt ist. Schreib-, Mal-, Zeichen- oder Radiergerät nach Anspruch 1, wobei die starre Komponente (3) und die verformbare Komponente (5) lösbar miteinander verbunden sind. Schreib-, Mal-, Zeichen- oder Radiergerät nach Anspruch 1, wobei es sich bei dem Schreib-, Mal-, Zeichen- oder Radiergerät (1) bevorzugt um einen Kugelschreiber, einen Füllfederhalter, einen Faserstift oder einen Pinsel handelt.






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