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Dokumentenidentifikation DE102006001390A1 12.07.2007
Titel Fahrzeugstecker
Anmelder Continental Aktiengesellschaft, 30165 Hannover, DE
Erfinder Kilsch, Armin Ralph, 30559 Hannover, DE
DE-Anmeldedatum 11.01.2006
DE-Aktenzeichen 102006001390
Offenlegungstag 12.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.07.2007
IPC-Hauptklasse H01R 24/02(2006.01)A, F, I, 20060111, B, H, DE
Zusammenfassung Stecker für eine Steckdose eines Fahrzeuges, der elektrischen Strom oder Masse führende Kabel mit der elektrischen Anlage des Fahrzeuges über federbelastete Druckkontakte verbindet, wobei der Stecker aus drei Baugruppen besteht und einen Federsockel mit federnden Extremitäten aufweist, die sowohl die Innenoberfläche der Steckdose berühren als auch ein Kopfteil gegen die eine Gehäuse-Abschlusswand pressen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Stecker für eine Steckdose eines Fahrzeuges, wobei der Stecker gegen Vibrationen unempfindlich klemmbar ist, um einen Kontaktverlust durch ein Verschieben des Steckers bei Vibrationen des Fahrzeuges zu verhindern, und der mindestens zwei elektrischen Strom oder Masse führende Kabel mit der elektrischen Anlage des Fahrzeuges über federbelastete Druckkontakte verbindet.

Solche Stecker sind insbesondere für Zigarettenanzünder in einem Fahrzeug bekannt. So offenbart die DE 202 01 487 U1 einen elektrischen Stecker mit einer separaten Blatt- oder Zylinderfeder, die an einem Kontaktstift anliegt und letzteren federnd abstützt. Der Kontaktstift ist mit einem Kabel direkt verbunden. Der zweite Kontakt erfolgt über eine weitere Kontaktfeder, die durch Ausnehmungen eines zweiteiligen halbierten Gehäuses mit der Steckdosen-Innenwand in Verbindung steht. Nachteilig bei dieser Bauart ist die Vielzahl der Teile, die in einem kompliziert aufgebauten, längs geteilten Gehäuse montiert werden müssen.

Auch die US 5,961,353 offenbart einen Stecker für den Zigarettenanzünder in einem Fahrzeug. Die hier gezeigte Ausführung ist jedoch für eine gelegentliche Nutzung bei geringen Stromstärken überdimensioniert und weist im Übrigen auch eine Vielzahl von Teilen auf, die relativ aufwendig montiert werden müssen.

Für die Erfindung bestand daher die Aufgabe, einen sicher klemmbaren Stecker bereitzustellen, der aus möglichst wenigen Bauteilen leicht zu montieren und damit kostengünstig herzustellen ist.

Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Hauptanspruchs. Weitere vorteilhafte Ausbildungen sind in den Unteransprüchen offenbart.

Dabei besteht der Stecker aus drei Baugruppen. Die erste Baugruppe weist ein rohrförmiges Gehäuse mit einem in Bezug auf die Einführrichtung in die Steckdose rückseitigen Deckel und einer Öffnung in seiner vorderseitigen Abschlusswand auf.

Die zweite Baugruppe beinhaltet einen im vorderen Teil des rohrförmigen Gehäuses angeordneten Kopfteil aus nicht leitendem Material, welches mit einem elektrisch leitfähigen und durch die vorderseitige Öffnung des Gehäuses reichenden Kontaktkegel versehen ist, wobei der Kontaktkegel mit einem Anschluss an eine Zuleitung versehen ist.

Die dritte Baugruppe besteht aus einem zwischen Kopfteil und rückseitigem Deckel des Gehäuses federnd eingespannten und mit einem weiteren Anschluss an eine Zuleitung versehenen Federsockel.

Der Federsockel dabei so ausgebildet, dass er mehrere Funktionen erfüllen kann und anstelle der im Stand der Technik regelmäßig eingesetzten mehreren Federn alle Federungsfunktionen in einem Bauteil übernimmt. Hierzu weist der Federsockel federnde Extremitäten aufweist auf, die jeweils mit einem ersten Teilbereich durch mindestens eine, vorzugsweise durch zwei seitliche Öffnungen des rohrförmigen Gehäuses in Form von federnden Bügeln vorspringen und die Innenoberfläche der Steckdose berühren, und die mit einem zweiten Teilbereich mit Federdruck an dem nicht leitenden Kopfteil anliegen, wobei das Kopfteil gegen die vorderseitige Abschlusswand anpressbar ist.

Durch eine solche Ausbildung nur weniger Bauteile lässt sich der Stecker leicht und sicher montieren. Ebenfalls ist die Teilevielfalt und damit die vorherige Bearbeitung und Bereitstellung der Steckerbauteile wesentlich reduziert.

Eine vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, dass der Federsockel an seinem in Bezug auf die Einführrichtung in die Steckdose rückseitigen Ende einen in Längsachse des Gehäuses federnd wirkenden Distanzhalter aufweist. Hierdurch sind auf einfache Weise Fertigungstoleranzen auszugleichen. Ebenso kann die Federkraft auf das Kopfteil aus nicht leitendem Material beliebig angepasst werden.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, dass der rückseitige Deckel des rohrförmigen Gehäuses eine zentrische Öffnung zur Durchführung der Zuleitungen aufweist. Dies ist nicht nur in der Handhabung praktisch, sondern vereinfacht ebenfalls die Montage, insbesondere für den Fall, dass im Bereich der Durchführung der Zuleitungen letztere mit einer Zugentlastung versehen sind.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, dass der rückseitige Deckel über eine Rastverbindung mit dem Gehäuse verbunden ist, die gegen den durch den Federsockel erzeugten Federdruck einrastbar und durch eine druckbeaufschlagte Drehbewegung lösbar ist. Damit kann der Stecker trotz seine einfachen Konstruktion und Montage für Reparatur- und Austauschzwecke wieder geöffnet werden, was gegenüber den mittlerweile den Markt beherrschenden „Einmal-Artikeln" im Hinblick auf einen schonenden Umgang mit Ressourcen sinnvoll ist.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, dass der rückseitige Deckel des rohrförmigen Gehäuses aus einem Elastomer, vorzugsweise aus Gummi besteht. Hierdurch kann die Federwirkung teilweise durch den Gummideckel übernommen werden. Natürlich kann auch das Gehäuse insgesamt aus – etwas härterem – Gummi bestehen.

Natürlich ist es mit dieser prinzipiellen Konstruktion auch möglich, mehrpolige Verbindungen zu erstellen, beispielsweise bei einem Stecker für ein Fahrzeug-Diagnosegerät. Hierzu besteht eine weitere vorteilhafte Weiterbildung darin, dass zur Bildung einer mehrpoligen Verbindung mehrere zwischen Kopfteil und rückseitigem Deckel des Gehäuses federnd eingespannte und mit weiteren Anschlüssen an eine Zuleitung versehene Federsockel angeordnet sind, deren Federbügel jeweils durch unterschiedliche seitliche Öffnungen des rohrförmigen Gehäuses vorspringen.

Anhand eines Ausführungsbeispieles soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigen

1 einen erfindungsgemäßen Stecker im Ruhezustand

2 einen erfindungsgemäßen Stecker im Betriebszustand mit federnd eingerücktem Kopfteil

3 eine im Vergleich zur 1 längere Version des Steckers mit Zugentlastung für die Zuleitungen

4 die einzelnen Baugruppen des Steckers im zerlegten Zustand

Die 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Stecker im Ruhezustand. Der Stecker besteht aus lediglich drei Baugruppen A, B und C, siehe 4. Die Baugruppe A beinhaltet das Gehäuse 1, bestehend lediglich aus der rohrförmigen und mit Federschlitzen 6 versehenen Hülse 2, welche mit dem Deckel 3 verschlossen wird. Der Deckel 3 ist hier über eine nicht näher dargestellte Rastverbindung mit der Hülse 2, also dem Gehäuse verbunden, wobei die Rastverbindung gegen den durch den Federsockel erzeugten Federdruck einrastbar und durch eine druckbeaufschlagte Drehbewegung lösbar ist.

Die Baugruppe B enthält das aus nicht leitendem Material bestehenden Kopfteil 4 mit dem metallischen Kontaktkegel 5, wobei das Pluskabel 9 mit der Lötung 10 an den Kontaktkegel 5 angeschlossen ist.

Die Baugruppe C besteht aus dem als Stanz- und Biegeteil ausgebildeten Federsockel 7, zu dem als „Extremitäten" auch die Federbügel 8 gehören sowie die in Bezug auf die Einführrichtung in die Steckdose rückseitigen Ende des Gehäuses federnd wirkenden Distanzhalter 14, die zur Verstärkung der Federkraft auf das Kopfteiles 4 und zur Abstandshaltung genutzt werden. Die Federbügel 8 springen dabei durch die Federschlitze 6 über den Außenumfang der Hülse 2 vor und klemmen so den Stecker in einer komplementär zum Steckergehäuse ausgebildeten Steckdose oder Buchse fest. Am Federsockel 7 ist das mit der Lötung 11 das Minuskabel befestigt. Die Federbügel 8 federn dabei radial nach innen zur Bereitstellung des sicheren Kontaktes mit der umgebenden Buchse und auch axial nach innen, um das Kopfteil 4 mit dem Kontaktkegel 5 an den in der Buchse befindlichen Pluspol zu drücken. Die vorderseitigen Zungen der Federbügel 8können dabei zum Ausgleich der radialen Einfederung der Federbügel und zum Ausgleich der axialen Verschiebung des Kopfteiles unter federnder Anlage an das Kopfteil in radialer Richtung ausweichen.

2 zeigt den Stecker in eingestecktem Zustand (Kopfteil 4 mit Kontaktkegel 5 gegen Federung zurückgeschoben/Federbügel 8 gleichzeitig federnd nach innen gedrückt).

Alle Teile werden in dieser einfachsten Ausführung des Steckers ineinander gesteckt und durch den eingepressten Gummideckel 3 gehalten.

3 zeigt noch einmal eine verlängerte Version des Steckers mit federnden und zum Deckel 3 angeformten Distanzhaltern 14 am Federsockel 7, sowie mit einer Zugentlastung 13 für das Pluskabel 9 und das Minuskabel 12.

4 zeigt die einzelnen Baugruppen des Steckers im zerlegten Zustand, nämlich das Gehäuse (A), das Kopfteil mit Kabel (B) und den mit einer Vielfachfunktion versehenen Federsockel samt zweitem Kabel (C).

1
Gehäuse
2
Hülse
3
Deckel
4
Kopfteil
5
Kontaktkegel
6
Federschlitz
7
Federsockel
8
Federbügel
9
Pluskabel
10
Lötung
11
Lötung
12
Minuskabel
13
Zugentlastung
14
Distanzhalter


Anspruch[de]
Stecker für eine Steckdose eines Fahrzeuges, vorzugsweise für einen Zigarettenanzünder, wobei der Stecker gegen Vibrationen unempfindlich klemmbar ist und mindestens zwei elektrischen Strom oder Masse führende Kabel mit der elektrischen Anlage des Fahrzeuges über federbelastete Druckkontakte verbindet, dadurch gekennzeichnet, dass der Stecker aus drei Baugruppen besteht, nämlich

a) einem rohrförmigen Gehäuse mit einem in Bezug auf die Einführrichtung in die Steckdose rückseitigen Deckel und einer Öffnung in seiner vorderseitigen Abschlusswand,

b) einem im vorderen Teil des rohrförmigen Gehäuses angeordneten und mit einem elektrisch leitfähigen und durch die vorderseitige Öffnung des Gehäuses reichenden Kontaktkegel Kopfteil aus nicht leitendem Material, wobei der Kontaktkegel mit einem Anschluss an eine Zuleitung versehen ist, sowie

c) einem zwischen Kopfteil und rückseitigem Deckel des Gehäuses federnd eingespannten und mit einem weiteren Anschluss an eine Zuleitung versehenen Federsockel,

wobei der Federsockel federnde Extremitäten aufweist, die jeweils mit einem ersten Teilbereich durch mindestens eine, vorzugsweise durch zwei seitliche Öffnungen des rohrförmigen Gehäuses in Form von federnden Bügeln vorspringen und die Innenoberfläche der Steckdose berühren, und die mit einem zweiten Teilbereich mit Federdruck an dem nicht leitenden Kopfteil anliegen, wobei das Kopfteil gegen die vorderseitige Abschlusswand anpressbar ist.
Stecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Federsockel an seinem in Bezug auf die Einführrichtung in die Steckdose rückseitigen Ende einen in Längsachse des Gehäuses federnd wirkenden Distanzhalter aufweist. Stecker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der rückseitige Deckel des rohrförmigen Gehäuse eine zentrische Öffnung zur Durchführung der Zuleitungen aufweist. Stecker nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der rückseitige Deckel über eine Rastverbindung mit dem Gehäuse verbunden ist, die gegen den durch den Federsockel erzeugten Federdruck einrastbar und durch eine druckbeaufschlagte Drehbewegung lösbar ist. Stecker nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens der rückseitige Deckel des rohrförmigen Gehäuses aus einem Elastomer, vorzugsweise aus Gummi besteht. Stecker nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung einer mehrpoligen Verbindung mehrere zwischen Kopfteil und rückseitigem Deckel des Gehäuses federnd eingespannte und mit weiteren Anschlüssen an eine Zuleitung versehene Federsockel angeordnet sind, deren Federbügel jeweils durch unterschiedliche seitliche Öffnungen des rohrförmigen Gehäuses vorspringen.






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