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Dokumentenidentifikation DE102006062486A1 12.07.2007
Titel Sonnenschutzanlage mit Kederbefestigung an einer Bewegungsschiene
Anmelder WAREMA Kunststofftechnik und Maschinenbau GmbH, 97828 Marktheidenfeld, DE
Erfinder Müller, Joachim, 97828 Marktheidenfeld, DE;
Kunkel, Christian, 97816 Lohr, DE;
Schätzlein, Thomas, 97828 Marktheidenfeld, DE
Vertreter Beyer & Jochem Patentanwälte, 60322 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 28.12.2006
DE-Aktenzeichen 102006062486
Offenlegungstag 12.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.07.2007
IPC-Hauptklasse E06B 9/24(2006.01)A, F, I, 20061228, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E06B 9/38(2006.01)A, L, I, 20061228, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Sonnenschutzanlage besitzt einen ausfahrbaren Behang, der mit einem Keder (14) an einer verfahrbaren Bewegungsschiene (10) festgelegt ist. In die Enden der Bewegungsschiene sind Endkappen mit Klemmstücken (28) eingesetzt. Um einen sicheren Halt des Keders und der Endkappen in der Bewegungsschiene sicherzustellen, sind die Kederenden zwischen jeweils dem Klemmstück (28) einer Endkappe und einer Innenwandung (22) des Schienenprofils verklemmt. Die Zugänglichkeit zu innenseitigen Funktionselementen wird dadurch erreicht, dass die Blendenteile als separate Elemente an den Klemmstücken (28) festlegbar sind, die wiederum seitliche Vorsprünge (34) besitzen, die einen Anschlag beim Einschieben der Klemmstücke (28) in die Kammer des Schienenprofils (10) bilden.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung befaßt sich mit einer Sonnenschutzanlage mit einem ausfahrbaren Behang, dessen eines Ende mit Hilfe eines Keders an einer verfahrbaren Bewegungsschiene festgelegt ist, wobei in die Enden der aus einem Schienenprofil bestehenden Bewegungsschiene Endkappen mit Blendenteilen und Klemmstücken eingesetzt sind, die die Endkappe in einer Kammer des Schienenprofils verklemmen, die Endkappen den Keder an einem seitlichen Herausrutschen aus dem Schienenprofil hindern und die Kederenden jeweils zwischen dem Klemmstück einer Endkappe und einer Innenwandung des Schienenprofils verklemmt sind.

Bei der Befestigung von Behangenden an Bewegungsschienen von Sonnenschutzanlagen ist es üblich, die Enden der meist aus Stoff bestehenden Behänge mit Kedern, die in aller Regel aus Kunststoff bestehen, zu verkleben und die flach ausgebildeten Keder in eine Führung in dem Schienenprofil einzuschieben. Verdeckt wird die Führung in dem Schienenprofil durch ein Blendenteil der Endkappe, das im Normalfall auch einen Keder am Herausrutschen aus der Führung hindern kann. Problematisch ist allerdings, daß aufgrund der unterschiedlichen Temperaturausdehnungskoeffizienten sich die Keder bei Erwärmung in stärkerem Maße ausdehnen als das Schienenprofil, wodurch es passieren kann, daß die Kederenden über die Blendenteile die Endkappen aus den Schienenprofilen drücken. Auch wenn die Endkappen noch mit den Profilen verklemmt bleiben, führt dies doch zu einem optisch sehr störenden Erscheinungsbild, zumal die Endkappen auch nach dem Abkühlen des Keders in der herausgedrückten Position verbleiben.

Seit einigen Jahren werden Lösungen der eingangs genannten Art eingesetzt, die zwar für einen guten Halt der Endkappen sorgen, allerdings die Zugänglichkeit innen liegender Funktionselemente der Endkappe erschweren, da die Endkappen entsprechend ihrem verbesserten Halt nur sehr schwer entfernt werden können, wobei auch der Keder Schaden nehmen kann.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Sonnenschutzanlage zu schaffen, bei der das Problem der Zugänglichkeit hinter den Blendenteilen der Endkappen liegender Funktionselemente vereinfacht ist.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Sonnenschutzanlage der eingangs genannten Art gelöst, bei welcher die Blendenteile als separate Elemente an den Klemmstücken festlegbar sind und die Klemmstücke an ihren äußeren Enden seitliche Vorsprünge besitzen, die einen Anschlag beim Einschieben der Klemmstücke in die Kammer des Schienenprofils bilden.

Die erfindungsgemäße Lösung bietet den Vorteil, daß sich die separat an den Klemmstücken festlegbaren Blendenteile nachträglich wieder entfernen lassen, ohne daß die Klemmstücke aus ihrer den Keder fixierenden Lage in dem Schienenprofil entfernt werden müßten. Die Anlage kann daher vollständig montiert bleiben, während bei bekannten Anlagen nach dem Entfernen der Endkappe in der Regel größere Einstellarbeiten vorgenommen werden müssen, um die Anlage wieder einsetzen zu können. Eine Überholung oder Einstellung von Anlagen ist mit der erfindungsgemäßen Lösung nunmehr einfach auch vor Ort möglich, ohne daß die Anlage beispielsweise sogar vollständig abgenommen und beim Hersteller überholt werden muß.

Die seitlichen Vorsprünge, die nach oben, unten und/oder nach links/rechts weisen können, je nachdem, wo eine als Anschlag geeignete Profilwandung des Schienenprofils liegt, verhindern ein zu tiefes Eindrücken des Klemmstückes bei entferntem Blendenteil, wobei insbesondere bei verrasteten Blendenteilen auch wirksam verhindert wird, daß allein durch das Aufstecken des Blendeteils auf das montierte Klemmstück dieses zu weit in das Schienenprofil rutschen könnte.

Um den Halt des Keders insbesondere in Bezug auf das Klemmstück der Endkappe weiter zu verbessern, ist in einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß die Klemmstücke im Klemmbereich mit dem Keder verzahnt sind.

In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Klemmstücke der Endkappen jeweils zwei parallele Seitenwandungen aufweisen, an deren Oberseiten und/oder Seitenflanken Verzahnungen vorgesehen sind. Je nach Lage der Innenwandungen der Einsteckkammer in dem Schienenprofil kann es zweckmäßig sein, die Verzahnungen zur Verzahnung mit dem Keder nur an den Oberseiten, nur an den Seitenflanken oder sowohl an den Oberseiten als auch an den Seitenflanken vorzusehen. Die Verklemmung mit Hilfe der parallelen Seitenwandungen bietet den Vorteil, daß zwischen den Seitenwandungen genügend Raum verbleibt, um weitere Funktionselemente für die Endkappe anzuordnen, beispielsweise Schnurbefestigungen, Schnurumlenkungen oder Klemmvorrichtungen für einzustellende Schnurlängen.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß der Keder einen mittleren horizontalen Bereich aufweist, an welchem sich seitlich zwei nach unten schräg abgewinkelte Seitenbereiche anschließen, die jeweils zwischen einer Schrägfläche an den inneren Flanken von Profilenden des Schienenprofils und dem Klemmstück verklemmt sind. Mit einer solchen Anordnung läßt sich eine nahezu fluchtende Ausrichtung des mittleren horizontalen Bereichs des Keders mit seitlichen Randbereichen des Schienenprofils erreichen, während die eigentliche Klemmung im Bereich der schräg abgewinkelten Seitenbereiche erfolgt. Damit ergibt sich ein optisch vorteilhaftes Erscheinungsbild der Behangbefestigung an dem Keder.

Noch weiter bevorzugt ist eine Ausführungsform des Keders, bei welcher sich an die schrägen Seitenbereiche vertikale Endbereiche anschließen, die zwischen den Seitenflanken der Klemmstücke und einer Innenwandung des Schienenprofils verklemmt sind.

Ggf. kann die Festlegung an der Bewegungsschiene alleine durch das Einstecken der Klemmstücke der Endkappen erreicht werden, so daß ein umständliches Einziehen der Keder in eine eng gepaßte Kedernut entfallen kann. Die hierbei besonders vorteilhafte dachartige Form des zuvor beschriebenen profilierten Keders stabilisiert diese und verhindert ein Herausziehen aus dem Schienenprofil auch bei ungewöhnlich hohen Belastungen, beispielsweise bei einer starken Windbewegung.

Wie bereits erwähnt, kann es auch bei Kedern mit vertikal abgewinkelten Endbereichen sinnvoll sein, die Seitenflanken mit einer Verzahnung zu versehen, beispielsweise mit jeweils wenigstens einem Kiemen.

Um die Schienenprofile optisch ansprechender zu gestalten, verfügen die Endkappen über Blendenteile, die die sichtbaren Enden der Schienenprofile überdecken.

Um nach der Montage sichtbare Klebestellen zu vermeiden, ist in einer noch weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, daß der Behang im Bereich der schrägen Seitenbereiche des Keders mit diesem verklebt ist.

Zur Minimierung eines Lichtspalts zwischen dem Behang und einer seitlichen Glasleiste oder einer Blende einer seitlichen Führungsschiene ist es weiterhin vorteilhaft, wenn in dem Blendenteil wenigstens einer Endkappe Durchbrüche vorgesehen sind, die mit den schrägen Seitenbereichen des Keders fluchten. Es bietet sich dann die Möglichkeit, den Behang durch diese Durchbrüche bis in die Endkappe oder darüber hinaus reichen zu lassen, so daß der seitliche Behangrand näher an die Glasleiste rücken kann. Besonders vorteilhaft sind die Durchbrüche bei schräg angeordneten Bewegungsschienen, weil durch die sich dann ergebende Neigung der höher liegenden Endkappe der obere Rand der Bewegungsschiene noch weiter entfernt von der benachbarten Glasleiste liegt.

Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform der Erfindung, bei welcher die Blendenteile mit den Klemmstücken lösbar verrastet sind. Die bereits angesprochene Verrastung bietet den Vorteil, daß die Blendenteile sehr einfach ohne großen Kraftaufwand sicher an den Klemmstücken verankert werden können. Für das Lösen ist ein höherer Kraftaufwand notwendig, wobei bei einer geschickten Anordnung beispielsweise mittels einer Öffnung in dem Blendenteil die Verrastung auch mit Hilfe eines Werkzeuges aufgehoben werden kann.

Für den Fall, daß eine Bewegungsschiene einer Sonnenschutzanlage als sogenanntes Doppelkammerprofil ausgebildet ist, um sowohl an seiner Oberseite als auch an seiner Unterseite ein Behangende festlegen zu können, ist vorzugsweise weiterhin vorgesehen, daß eine Endkappe aus jeweils zwei Klemmstücken besteht, die mit einem einzigen Blendenteil verbunden sind, wobei die Klemmstücke in zwei separate Kammern des Schienenprofils eingreifen. Die Vorsprünge der beiden Klemmstücke, die vorzugsweise identisch ausgebildet und um 180° verdreht zueinander in die jeweilige Kammer des Schienenprofils eingesetzt sind, legen sich bevorzugt an einer Mittelwandung des Schienenprofils an, wobei die Vorsprünge der beiden benachbarten Klemmstücke vorzugsweise derart asymmetrisch angeordnet sind, daß sie nebeneinander an der Mittelwandung anliegen.

Die bereits angesprochene Verrastung der Blendenteile wird beispielsweise mit Rastnasen hergestellt, die seitlich an länglichen Vorsprüngen angeordnet sind und in entsprechende Hinterschneidungen an den Klemmstücken einschnappen. Auch ineinander verrastende Verzahnungen zwischen dem Blendenteil und dem Klemmstück sind möglich. Hierdurch wird ein formschlüssiges Verrasten der Blendenteile mit den Klemmstücken in unterschiedlichen axialen Relativpositionen ermöglicht. Dies ist insbesondere bei schräg abgeschnittenen Enden der Profilschienen von Vorteil, in die ein Klemmstück eingesetzt wird. Die Blendenteile können auch dann verrastet werden, wenn die Anschläge der Klemmstücke in einem zurückgesetzten Bereich infolge des schrägen Schnitts anliegen. Bei einer einzigen Raste könnte die Blende entweder gar nicht mehr verrastet werden oder sie würde eine optisch störende Deformation erleiden und z.B. eine optisch wahrnehmbare Schräglage einnehmen.

Nachfolgend wird anhand der beigefügten Zeichnungen näher auf Ausführungsbeispiele der Erfindung eingegangen. Es zeigen:

1 eine Stirnansicht eines in einem Schienenprofil verklemmten Keders;

2 einen Längsschnitt des Schienenprofils nach 1;

3 eine Draufsicht auf das Schienenprofil nach 1;

4 eine Schrägansicht eines Klemmstücks aus 2;

5 eine Schrägansicht einer Endkappe mit aufgesetztem Blendenteil;

6 eine Endkappe mit einem Blendenteil mit Durchbrüchen für den Behang;

7 eine Schrägansicht eines weiteren Klemmstückes;

8 eine Schrägansicht eines Blendenteils zur Verbindung mit zwei Klemmstücken gemäß 7;

9 eine Schrägansicht einer Endkappe bestehend aus einem Blendenteil gemäß 8 und zwei Klemmstücken gemäß 7;

10 eine stirnseitige Ansicht eines weiteren Klemmstücks;

11a, b, c drei Stirnansichten eines Schienenprofils mit eingesteckten Klemmstücken gemäß 10;

12 eine Schrägansicht eines weiteren Blendenteils mit unterschiedlich ausgeformten Halteelementen zur Festlegung an einem Klemmstück;

13 eine Schrägansicht einer weiteren Ausführungsform eines Klemmstückes mit verrastetem Blendenteil.

In 1 ist eine Stirnansicht eines Schienenprofils 10 gezeigt, wie es als Bewegungsschiene bei Sonnenschutzanlagen, beispielsweise bei Faltstoreanlagen eingesetzt wird. In eine Kammer 12 des Schienenprofils 10 ist ein Keder 14 eingesetzt, an dessen Oberseite der nicht gezeigte Behangstoff befestigt ist, wobei in der Regel eine Verklebung bevorzugt ist. Der Keder 14 besitzt einen mittigen horizontalen Bereich 16, dessen Oberseite im wesentlichen mit seitlichen Erhöhungen 18 der Profilschiene 10 fluchtet. An den horizontalen Bereich 16 schließen sich seitlich schräg nach unten abgewinkelte Seitenbereiche 20 an, die zwischen Schrägflächen 22 an Profilenden 24 des Schienenprofils 10 und Seitenwandungen 26 eines Klemmstückes 28 verklemmt sind. An die beiden schrägen Seitenbereiche 20 des Keders 14 schließen sich vertikal nach unten gerichtete Endbereiche 30 an. Der Behang ist vorzugsweise wenigstens im Bereich der schrägen Seitenbereiche mit dem Keder 14 verklebt.

Aus 2 ist erkennbar, daß die Seitenwandungen 26 des Klemmstückes 28 an ihrer Oberseite mit jeweils einer Verzahnung 32 versehen sind, die sich an den Unterseiten der Seitenbereiche 20 in den aus Kunststoff bestehenden Keder 14 einarbeiten. Durch den Verzahnungseffekt entsteht ein noch besserer Halt zwischen den Klemmstücken 28 und dem Keder, so daß ein dauerhaftes Herausdrücken der Endstücke aus der Kammer 12 des Schienenprofils 10 vermieden wird. An seinem äußeren Ende besitzt das Klemmstück zwei nach oben ragende Vorsprünge 34, die sich stirnseitig an eine Profilwandung des Profils 10 anlegen und ein zu tiefes Eindrücken des Klemmstücks 28 in die Kammer 12 des Profils verhindern. Am äußeren Ende des Klemmstückes 28 sind Rastmittel 35 vorgesehen, mit Hilfe derer ein Blendenteil als optische Abdeckung auf das Klemmstück 28 aufsteckbar ist, d. h. die beschriebene Endkappe besteht aus dem Klemmstück 28 und einem aufgesetzten Blendenteil, das in 1 bis 3 nicht gezeigt ist.

In 4 ist eine Schrägansicht des Klemmstückes 28 in Vergrößerung gezeigt. Gut erkennbar sind die beiden Seitenwandungen 26 mit den oben vorgesehenen Verzahnungen 32 sowie seitlich vorgesehenen Kiemen 36, die sich in die nach unten ragenden vertikalen Endbereiche 30 des Keders 14 einarbeiten und so für einen zusätzlichen Halt sorgen. Im Bereich der Rastmittel 35 sind Haltenasen 38 eines im übrigen nicht dargestellten Blendenteils gezeigt, die mit jeweils einem Vorsprung 40 an einem zugehörigen Absatz 42 der Rastmittel 35 eingeschnappt sind. Zwischen den beiden Seitenwandungen verfügt das Klemmstück 28 über Festlegungsmöglichkeiten für Schnüre, die nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind und daher nicht im Detail beschrieben werden.

Schließlich sind in 4 auch die beiden Vorsprünge 34 erkennbar, die sich stirnseitig an das Schienenprofil anlegen, wenn die gewünschte Einschubtiefe erreicht ist.

Eine weitere Ausführungsform einer Endkappe 100 mit einem Klemmstück 128 und aufgesetztem Blendenteil 129 ist in 5 gezeigt. Während das Klemmstück hinsichtlich seiner für die Verklemmung mit dem Keder relevanten Bauelemente identisch mit dem in 4 gezeigten Ausführungsbeispiel ausgeführt ist und daher für gleiche Teile auch gleiche Bezugszeichen verwendet werden, besitzt das Blendenteil 129 Haltenasen 138, die seitlich von außen die Seitenwandungen 126 des Klemmstükkes 128 übergreifen und dort in geeigneten Rastmitteln (nicht sichtbar) eingerastet sind.

Schließlich ist in 6 ein Ausführungsbeispiel einer Endkappe 200 gezeigt, dessen Klemmstück 228 im wesentlichen bis auf das äußere Ende dem Klemmstück 28 gemäß 1 bis 4 entspricht. Bei dieser Endkappe 200 ist das Blendenteil 229 ebenfalls mit dem Klemmstück 228 verrastet, wobei das Blendenteil 229 mit geneigten Durchbrüchen 250 versehen ist, die so angeordnet sind, daß sie bei in die Profilschiene 10 eingesteckter Endkappe 200 im wesentlichen mit den schräg geneigten Seitenbereichen 20 des Keders 14 fluchten. Die Durchbrüche ermöglichen es, den Stoff in diesem Bereich bis in den Blendenteil 229 der Endkappe oder darüber hinaus zu führen, um den Lichtspalt zwischen dem oberen Ende des Blendenteils 229 und einer seitlichen Begrenzung, beispielsweise einer Fensterleibung oder einer Glasleiste zu minimieren. Dies spielt insbesondere bei Schräganlagen eine Rolle, bei denen die Bewegungsschiene der Sonnenschutzanlage geneigt eingebaut ist, weil im Bereich des höher liegenden Endes der Bewegungsschiene die obere Kante des Blendenteils 229 entsprechend weiter entfernt von der seitlichen Begrenzung liegt.

Gut erkennbar ist auch die Ausbildung des Blendenteils 229 mit einer seitlichen Überdeckung 252, die das Schienenprofil 10 stirnseitig um ein gewisses Wegstück übergreift.

Neben den in 4 gezeigten Haltenasen 38, die mit ihrem nach unten weisenden Vorsprung jeweils in einen zugehörigen Absatz einrasten, wobei der Halt zusätzlich durch einen Querstift 44 verbessert wird, der an dem Blendenteil verankerbar ist, zeigt 7 ein Klemmstück 328, in dessen Seitenflanken 326 Ausnehmungen 342 vorgesehen sind, in welche von außen Vorsprünge 340 von Haltenasen 338 (siehe 8) eines Blendeteils 329 einschnappbar sind. Eine Einschnappöffnung 343 für einen Querstift 345 (siehe 9), der in seitlichen Vertiefungen 347 des Blendenteils verankerbar ist, ist in den Wandungen 326 des Klemmstückes 328 ebenfalls vorgesehen. Die Querstifte 345 dienen jeweils als Umlenkung für Schnüre der Anlage und verbessern den Halt des Blendenteils an dem Klemmstück zusätzlich.

Die in 9 gezeigte Endkappe ist so ausgebildet, daß zwei der in 7 gezeigten Klemmstücke 328 um 180° verdreht zueinander auf die jeweiligen Haltenasen aufgesetzt und mit diesen verrastet sind. Beim Aufsetzen werden die Haltenasen 328 im Unterschied zu der in 4 gezeigten Ausführungsform seitlich auseinander aufgeweitet, um anschließend mit ihren Vorsprüngen 340 in die Ausnehmungen 342 einzuschnappen. Die gezeigte Ausführungsform einer Endkappe mit zwei Klemmstücken 328 dient dazu, bei Bewegungsschienen mit zwei Kammerprofilen an der Oberseite und an der Unterseite jeweils einen Keder festlegen zu können, so daß zwei Behangenden an der Bewegungsschiene fixiert werden können. Selbstverständlich läßt sich bei einer geeigneten Ausbildung des Blendenteils das in 7 gezeigte Klemmstück auch bei einer Endkappe einsetzen, die nur einen Keder einer Bewegungsschiene mit einer Kammer festlegen soll.

Um ein zu tiefes Eindrücken der Klemmstücke 328 in das jeweilige Schienenprofil zu verhindern, verfügen auch die Klemmstücke 328 über nach oben von den Seitenwandungen 326 wegragende Vorsprünge 334, so daß sich die Vorsprünge 334 der beiden Klemmstücke 328 bei dem Zusammenbau zu der in 9 gezeigten Endkappe nicht behindern. Seitliche Vorsprünge, wie sie die in 4 gezeigte Ausführungsform aufweist, sind bei dieser Ausführungsform nicht vorgesehen.

In 10 ist ein weiteres Klemmstück 428 gezeigt, dessen Vorsprünge 434 flächig über den Querschnitt der Seitenwandungen 426 nach oben, außen und unten vorstehen. An der Unterseite sind die Vorsprünge 434 mit asymmetrischen Fortsätzen 434a und 434b versehen. Beim Einsetzen in eine Bewegungsschiene 70 (siehe 11a) mit nur einer Kammer 72 legen sich die in Richtung der Seitenwandungen 426 liegenden Flanken der Vorsprünge 434 stirnseitig an das Profil 70 an (siehe 11a). Bei dieser Lage wird ein unten liegender Keder an der Schiene 70 fixiert. Das gezeigte Klemmstück 428 kann aber auch bei einer Bewegungsschiene 80 mit zwei Kammern 82, 84 (siehe 11b) eingesetzt werden, wobei es wahlweise in die obere Kammer 84 oder in die untere Kammer 82 eingesetzt werden kann, um jeweils ein Behangende an der Bewegungsschiene 80 zu fixieren.

Aufgrund der asymmetrischen Ausbildung der Fortsätze 434a, 434b der Vorsprünge 434 lassen sich in einer Bewegungsschiene 80 mit zwei Kammern aber auch zwei Endstücke festlegen, wobei die Fortsätze 434a, 434b aufgrund ihrer asymmetrischen Anordnung auch bei fluchtend zueinander liegenden Vorsprüngen 434 nebeneinander liegen und so für einen Halt der jeweiligen Klemmstücke 428 an einer Mittelwandung 86 der Bewegungsschiene 80 sorgen, die die beiden Kammern 82, 84 voneinander trennt (siehe 11c).

Die gezeigten Beispiele für Befestigungselemente zwischen den Blendenteilen und den Klemmstücken sind nur beispielhaft zu verstehen. Grundsätzlich können beispielsweise auch Verzahnungen oder sonstige Befestigungselemente eingesetzt werden, solange eine Lösbarkeit im Betrieb zur nachträglichen Abnahme des Blendenteils gegeben ist. Als Beispiel für eine weitere mögliche Ausführungsform ist in 12 ein weiteres Blendenteil 529 gezeigt, bei welchem neben zwei Haltenasen 538 mit nach unten weisenden Rastverzahnungen 540 zwei stiftartige Haltevorsprünge 539 vorgesehen sind, die in entsprechende Ausnehmungen eines Klemmstückes oder unmittelbar in eine Kammer des Schienenprofils eingreifen. Die Haltestifte 539 dienen als Widerlager für die elastischen Haltevorsprünge 538, wenn diese beim Aufstecken auf das jeweilige Klemmstück nach oben gebogen werden, bevor sie mit ihrer Verzahnung 540 in eine jeweils am Klemmstück vorgesehene Verzahnung einschnappen. Bei dem in 12 gezeigten Ausführungsbeispiel ist an dem Blendenteil 529 auch ein Führungselement 560 vorgesehen, das in eine seitliche Führungsschiene eingreift.

Bei der in 13 gezeigten Ausführungsform besitzt das Blendenteil 622 Haltenasen 626, die an ihrer Unterseite mit einer Rastverzahnung 628 ausgebildet sind, die mit einer korrespondierenden Rastverzahnung 630 an dem Klemmstück 634 zusammenwirkt. Damit ist eine variable Festlegung des Blendenteils 622 an dem Klemmstück 634 in verschiedenen axialen Relativpositionen zueinander ermöglicht. Auf diese Weise kann das Blendenteil 622 auch dann sicher verrastet werden, wenn das betreffende Ende der Profilschiene schräg abgeschnitten ist. Eine störende Schrägstellung des Blendenteils 612 kann trotz sicherer Verrastung vermieden werden. Im übrigen entspricht das Klemmstück 622 in vielen Details dem Klemmstück aus 4 und ist mit entsprechenden Bezugszeichen markiert.


Anspruch[de]
Sonnenschutzanlage mit einem ausfahrbaren Behang, dessen eines Ende mit Hilfe eines Keders (14) an einer verfahrbaren Bewegungsschiene (10) festgelegt ist, wobei in die Enden der aus einem Schienenprofil bestehenden Bewegungsschiene (10) Endkappen (100; 200) mit Blendenteilen (129) und Klemmstücken (28; 128; 228) eingesetzt sind, die die Endkappen in einer Kammer (12) des Schienenprofils verklemmen, die Endkappen (100; 200) den Keder (14) an einem seitlichen Herausrutschen aus dem Schienenprofil (10) hindern, und die Kederenden jeweils zwischen dem Klemmstück (28; 128; 228) einer Endkappe (100; 200) und einer Innenwandung (22) des Schienenprofils verklemmt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Blendenteile (129) als separate Elemente an den Klemmstücken (128) festlegbar sind und die Klemmstücke (28) an ihren äußeren Enden seitliche Vorsprünge (34) besitzen, die einen Anschlag beim Einschieben der Klemmstücke (28) in die Kammer (12) des Schienenprofils (10) bilden. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmstücke (28; 128; 228) im Klemmbereich mit dem Keder (14) verzahnt sind. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmstücke (28; 128; 228) jeweils zwei parallele Seitenwandungen (26; 126) aufweisen, an deren Oberseiten und/oder Seitenflanken Verzahnungen (32; 36) vorgesehen sind. Sonnenschutzanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Keder (14) einen mittleren horizontalen Bereich (16) aufweist, an welchen sich seitlich zwei nach unten schräg abgewinkelte Seitenbereiche (20) anschließen, die jeweils zwischen einer Schrägfläche (22) an den inneren Flanken von Profilenden (24) des Schienenprofils (10) mit dem Klemmstück (28; 128; 228) verklemmt sind. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Keder (14) sich an die schrägen Seitenbereiche (20) anschließende vertikale Endbereiche (30) aufweist, die zwischen den Seitenflanken der Klemmstücke (28; 128; 228) und einer Innenwandung des Schienenprofils (10) verklemmt sind. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflanken der Klemmstücke (28; 128; 228) mit wenigstens einer Kieme (36) als Verzahnung ausgebildet sind. Sonnenschutzanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Blendenteile (129; 229) die seitlichen Enden der Schienenprofile (10) überdecken. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Behang im Bereich der schrägen Seitenbereiche (20) des Keders mit diesem verklebt ist. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Blendenteil (229) wenigstens einer Endkappe (200) Durchbrüche (250) vorgesehen sind, die mit den schrägen Seitenbereichen (20) des Keders (14) fluchten. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsschiene geneigt angeordnet ist und der Behang im Bereich der höher liegenden Endkappe (200) durch die Durchbrüche (250) in dem Blendenteil (229) herausgeführt ist. Sonnenschutzanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Blendenteile (129) mit den Klemmstücken (128) lösbar verrastet sind. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verrasten der Blendenteile (622) mit den Klemmstücken (634) Rastnasen und/oder Verzahnungen (628, 630) vorgesehen sind. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Haltenasen (626) und den Klemmstücken (634) jeweils Rastverzahnungen (628, 630) vorgesehen sind, die ein formschlüssiges Verrasten der Blendenteile (622) mit den Klemmstücken (634) in verschiedenen axialen Relativpositionen zueinander ermöglichen. Sonnenschutzanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Endkappe aus jeweils zwei Klemmstücken besteht, die mit einem einzigen Blendenteil verbunden sind, wobei die Klemmstücke in zwei separate Kammern des Schienenprofils eingreifen. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß eines der beiden Klemmstücke einen ersten Keder an der Oberseite der Bewegungsschienen und das zweite Klemmstück einen zweiten Keder an der Unterseite der Bewegungsschiene festlegt. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge der beiden Klemmstücke zur Anlage an einer Mittelwandung des Schienenprofils vorgesehen sind, die die beiden Kammern trennt. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Klemmstücke einer Endkappe identisch ausgebildet sind und um 180° verdreht zueinander in die jeweilige Kammer des Schienenprofils eingesetzt sind. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge der Klemmstücke derart asymmetrisch angeordnet sind, dass sie nebeneinander an der Mittelwandung anliegen.






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