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Dokumentenidentifikation DE10354899B4 12.07.2007
Titel Röntgenvorrichtung und Verfahren zum Herstellen eines Röntgenbilddatensatzes
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Groh, Burkhard, Dr., 91052 Erlangen, DE;
Heer, Volker, Dr., 96163 Gundelsheim, DE;
Hörnig, Mathias, 91058 Erlangen, DE;
Sandkamp, Bernhard, Dr., 91054 Erlangen, DE
DE-Anmeldedatum 24.11.2003
DE-Aktenzeichen 10354899
Offenlegungstag 02.06.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.07.2007
IPC-Hauptklasse H05G 1/60(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H05G 1/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   A61B 6/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G03B 42/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G01N 23/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Röntgenvorrichtung und ein Verfahren zum Herstellen eines Röntgenbilddatensatzes.

Eine Röntgenvorrichtung umfasst im Wesentlichen eine Röntgenstrahlenquelle und einen Röntgenstrahlendetektor. Während einer Röntgenaufnahme geht von der Röntgenstrahlenquelle ein Röntgenstrahlenbündel aus, das beim Durchtritt durch ein Untersuchungsobjekt, beispielsweise einen Patienten, geschwächt wird, und auf dem Röntgenstrahlendetektor auftrifft. Der Röntgenstrahlendetektor, der einen Röntgenbildverstärker oder einen Flachbilddetektor mit nachgeschalteter Ausleseelektronik umfasst, wandelt mittels Signalverarbeitung die auf der Detektorfläche des Röntgenstrahlendetektors auftreffende Röntgenstrahlenintensitätsverteilung in einen Röntgenbilddatensatz um, dessen zugeordnetes Röntgenbild wiederum mit einem Sichtgerät dargestellt werden kann.

Insbesondere in der Angiographie und hier speziell in der Neurologie ist es bisweilen notwendig, Teilbereiche des Röntgenbildes vergrößert darzustellen, um z.B. relativ kleine dargestellte Strukturen, wie kleine Gefäße oder Stent-Strukturen, anzuzeigen. Da jedoch die Ortsauflösung des mit dem Röntgenstrahlendetektor aufgenommenen Röntgenbildes beschränkt ist, kann die örtliche Auflösung des vergrößerten Teilbereichs unbefriedigend sein. Der Verwendung eines höher auflösenden Röntgenstrahlendetektors stehen Kostengründe entgegen.

Aus der US 6,222,906 ist eine Röntgendiagnostikeinrichtung mit einer Röntgenstrahlenquelle und einem ersten Röntgenstrahlendetektor zur Erzeugung eines ersten Röntgenbilddatensatzes von einem Untersuchungsobjekt und mit einem zweiten Röntgenstrahlendetektor zur Erzeugung eines zweiten Röntgenbilddatensatzes vom Untersuchungsobjekt bekannt, wobei der zweite Röntgenstrahlendetektor eine kleinere Detektorfläche als der erste Röntgenstrahlendetektor aufweist und derart ausgeführt ist, dass das dem zweiten Röntgenbilddatensatz zugeordnete Röntgenbild eine größere Ortsauflösung als das dem ersten Röntgenbilddatensatz zugeordnete Röntgenbild aufweist.

Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Röntgenvorrichtung der eingangs genannten Art derart auszuführen, dass mit ihm auf besonders einfache Weise ein Röntgenbild hergestellt werden kann, das einen Teilbereich eines zuvor aufgenommenen Röntgenbildes mit erhöhter Ortsauflösung darstellt. Die Aufgabe der Erfindung ist es auch, ein Verfahren anzugeben, mit dem ein Röntgenbild hergestellt wird, das einen Teilbereich eines zuvor aufgenommenen Röntgenbildes mit erhöhter Ortsauflösung darstellt.

Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch eine Röntgenvorrichtung mit einer Röntgenstrahlenquelle und einem ersten Röntgenstrahlendetektor zur Erzeugung eines ersten Röntgenbilddatensatzes von einem Untersuchungsobjekt, dadurch gekennzeichnet, dass die Röntgenvorrichtung einen zweiten Röntgenstrahlendetektor zur Erzeugung eines zweiten Röntgenbilddatensatzes vom Untersuchungsobjekt umfasst, wobei der zweite Röntgenstrahlendetektor eine kleinere Detektorfläche als der erste Röntgenstrahlendetektor aufweist und derart ausgeführt ist, dass das dem zweiten Röntgenbilddatensatz zugeordnete Röntgenbild eine größere Ortsauflösung als das dem ersten Röntgenbilddatensatz zugeordnete Röntgenbild aufweist.

Grundgedanke der erfindungsgemäßen Röntgenvorrichtung ist es, die Röntgenvorrichtung zusätzlich mit einem zweiten, kleineren Röntgenstrahlendetektor, der gemäß einer Ausführungsform der Erfindung eine insbesondere quadratische, rechteckige oder kreisförmige Detektorfläche zwischen 15cm2 und 100cm2 und eine geringe Bauhöhe kleiner 3cm aufweist, auszustatten. Der zweite Röntgenstrahlendetektor erlaubt die Herstellung von Röntgenbildern mit einer höheren örtlichen Auflösung. Er ist insbesondere dafür vorgesehen, für einen Teilbereich einer Röntgenaufnahme, die mit dem ersten Röntgenstrahlendetektor aufgenommen wurde, eine weitere und eine höhere örtliche Auflösung aufweisende Röntgenaufnahme von dem Untersuchungsobjekt anzufertigen. Der zweite Röntgenstrahlendetektor kann dabei insbesondere im Durchleuchtungs- oder auch im Aufnahmebetrieb betrieben werden. Dazu ist der zweite Röntgenstrahlendetektor erfindungsgemäß an einer mechanischen Haltevorrichtung der Röntgenvorrichtung angeordnet, so dass er, wenn benötigt, mit der mechanischen Haltevorrichtung in den von der Röntgenstrahlenquelle ausgehenden Röntgenstrahlengang gebracht werden kann. Wenn der zweite Röntgenstrahlendetektor nicht benötigt wird, kann er in einer Parkposition, beispielsweise neben oder hinter dem ersten Röntgenstrahlendetektor, geparkt werden. Insbesondere kann der zweite Röntgenstrahlendetektor für die Aufnahme des zweiten Röntgenbilddatensatzes direkt vor den ersten Röntgenstrahlendetektor plaziert werden.

Um ein Röntgenbild mit möglichst hoher örtlicher Auflösung mit dem zweiten Röntgenstrahlendetektor zu erhalten, wird als zweiter Röntgenstrahlendetektor, nach einer Variante der Erfindung, ein Flachbilddetektor, dessen Detektorelemente insbesondere Kantenlängen von 20&mgr;m bis 80&mgr;m haben, verwendet.

Unter Flachbilddetektor wird ein Röntgstrahlendetektor verstanden, der im Wesentlichen einen Röntgenrezeptor, einen hochauflösenden Sensor und eine rauscharme und leistungsstarke Ausleseelektronik umfasst. Der Röntgenrezeptor umfasst beispielsweise einen insbesondere Cäsium-Jodid aufweisenden Szintillator oder direktkonvertierende Materialien, wie z.B. Cadmium-Tellurid. Der hochauflösende Sensor ist z.B. ein CCD-Chip, ein CMOS-Chip oder ein aSi-Flachbilddetektor.

Zur Erzeugung des dem zweiten Röntgenbilddatensatz zugeordneten Röntgenbildes oder zur Signalverarbeitung des zweiten Röntgenbilddatensatzes können zur Gewinnung des ersten Röntgenbilddatensatzes benötigte Komponenten, wie die für den ersten Röntgbilddatensatz vorgesehene Bildverarbeitungssoftware, verwendet werden.

Zur Dosisregelung des zweiten Röntgenstrahlendetektors kann gemäß einer Variante der Erfindung die dem ersten Röntgenstrahlendetektor zugeordnete Röntgenstrahlendosisregelung verwendet werden, da der zweite Röntgstrahlendetektor kleiner als der ersten Röntgenstrahlendetektor ist und somit, wenn insbesondere direkt vor dem ersten Röntgenstrahlendetektor plaziert, die einfallende Röntgenstrahlung komplett absorbiert, so dass der erste Röntgenstrahlendetektor ebenfalls noch einfallende Röntgenstrahlung absorbieren kann.

Eine Reduzierung einer Röntgenstreustrahlung kann wegen der relativ kleinen Detektorfläche des zweiten Röntgenstrahlendetektors in der Regel entfallen; wenn eine Reduzierung der Röntgenstreustrahlung jedoch notwendig sein sollte, so kann z.B. ein hochauflösendes Streustrahlenraster eingebaut werden.

Zur Bedienung des zweiten Röntgenstrahlendetektors kann noch ein so genanntes Organprogramm, das z.B. die zu applizierende Röntgenstrahlendosis, die gewünschte Bildfrequenz oder Parameter der digitalen Bildverarbeitung festlegt, vorgesehen sein. Eine Anwahl der Auflösungsstufe, mit der mehrere Detektorelemente des zweiten Röntgenstrahlendetektors zu einer Detektorelementengruppe zusammengefasst werden, kann ebenfalls vorgesehen werden. Die erfindungsgemäße Röntgenvorrichtung kann noch eine Anwahl umfassen, mit der die geometrische Lage des zweiten Röntgenstrahlendetektors relativ zum ersten Röntgenstrahlendetektor erfolgt. Hierzu umfasst die erfindungsgemäße Röntgenvorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ein Sichtgerät zur Darstellung des dem ersten Röntgenbilddatensatz zugeordneten Röntgenbildes, Mittel zum Auswählen eines Bereiches des dem ersten Röntgenbilddatensatz zugeordneten und mit dem Sichtgerät dargestellten Röntgenbildes und Mittel zum Positionieren des zweiten Röntgenstrahlendetektors, mit denen der zweite Röntgenstrahlendetektor derart in den von der Röntgenstrahlenquelle ausgehenden Röntgenstrahlengang platzierbar ist, dass das dem zweite Röntgenbilddatensatz zugeordnete Röntgenbild den ausgewählten Bereich umfasst.

Das Sichtgerät ist dabei bevorzugt ein Touchscreen, so dass die Mittel zum Auswählen des Bereichs durch Antippen des Bereichs im mit dem Touchscreen dargestellten und dem ersten Röntgenbilddatensatz zugeordneten Röntgenbild realisiert sind. Die Mittel zum Auswählen des Bereichs können aber auch eine in das Sichtgerät einblendbare Marke umfassen, die z.B. mit einem Joystick bewegt wird.

Die Aufgabe der Erfindung wird auch gelöst durch ein Verfahren zum Herstellen eines Röntgenbilddatensatzes, aufweisend folgende Verfahrensschritte:

  • – Herstellen eines ersten Röntgenbilddatensatzes von einem Untersuchungsobjekt mit einem ersten Röntgenstrahlendetektor einer eine Röntgenstrahlenquelle und den ersten Röntgenstrahlendetektor aufweisenden Röntgenvorrichtung,
  • – Darstellen des dem ersten Röntgenbilddatensatz zugeordneten Röntgenbildes mit einem Sichtgerät,
  • – Auswählen eines Bereichs in dem dem ersten Röntgenbilddatensatz zugeordneten Röntgenbild,
  • – Ermitteln der Bildkoordinaten des dem ersten Röntgenbilddatensatz zugeordneten Röntgenbildes (12) aufgrund des am Sichtgerät (13) ausgewählten Bereichs,
  • – automatisches Einbringen eines zweiten Röntgenstrahlendetektors in den von der Röntgenstrahlenquelle ausgehenden Strahlengang direkt vor den ersten Röntgenbilddetektor und an der Stelle, die den ermittelten Bildkoordinaten entspricht, derart, dass der zweite Röntgenstrahlendetektor einen zweiten Röntgenbilddatensatz von dem Untersuchungsobjekt anfertigt, dessen zugeordnetes Röntgenbild eine höhere Ortsauflösung als das dem ersten Röntgenbilddatensatz zugeordnete Röntgenbild aufweist und den ausgewählten Bereich abbildet, und
  • – Herstellen des zweiten Röntgenbilddatensatzes.

Erfindungsgemäß wir mit der den ersten Röntgenstrahlendetektor und die Röntgenstrahlenquelle aufweisenden Röntgenvorrichtung das dem ersten Röntgenbilddatensatz zugeordnete Röntgenbild vom Untersuchungsobjekt hergestellt und auf dem Sichtgerät dargestellt. Um einen Teilbereich des dargestellten Röntgenbildes mit höherer Ortsauflösung insbesondere vergrößert darzustellen, wird zunächst dieser Bereich ausgewählt. Handelt es sich bei dem Sichtgerät z.B. um einen Touchscreen, so kann der Bereich in einfacher Weise durch entsprechendes Antippen des Touchscreens ausgewählt werden. Bei einem konventionellen Sichtgerät kann der Bereich z.B. mit einer in das Sichtgerät eingeblendeten Marke, z.B. einem so genannten Cursor, ausgewählt werden, wobei die Marke z.B. mit einem Joystick oder eine Rechnermaus bewegt wird und der eigentliche Bereich beispielsweise durch Anklicken ausgewählt wird.

Ausführungsbeispiele sind exemplarisch in den schematischen Zeichnungen dargestellt. Es zeigen:

1 Ein teilweise blockschaltbildartiges dargestelltes Röntgengerät mit zwei Röntgenstrahlendetektoren,

2 bis 6 Teilansichten der in der 1 gezeigten Röntgenstrahlendetektoren

7 bis 13 alternative Bauarten der in den 1 bis dargestellten Röntgenstrahlendetektoren.

Die 1 zeigt eine erfindungsgemäße Röntgenvorrichtung in Form eines C-Bogen Röntgengerätes 1 zumindest teilweise blockschaltbildartig. Das C-Bogen Röntgengerät 1 weist ein Gehäuse 2 auf, innerhalb dem eine in der 1 nur schematisch angedeutete Hubvorrichtung 3 mit einer Säule 4 angeordnet ist. An der Säule 4 ist ein Halteteil 5 angeordnet, an dem wiederum ein Lagerteil 6 zur Lagerung einer als C-Bogen 7 ausgebildeten Tragevorrichtung angeordnet ist. Der C-Bogen 7 weist eine Röntgenstrahlenquelle 8 und einen Röntgenstrahlendetektor, der im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ein erster Flachbilddetektor 9 ist, auf. Die Röntgenstrahlenquelle 8 und der erste Flachbilddetektor 9 sind an dem C-Bogen 7 derart relativ zueinander angeordnet, dass ein von der Röntgenstrahlenquelle 8 ausgehendes Röntgenstrahlenbündel 10, dessen Randstrahlen in der 1 strichliert gezeichnet sind, auf den ersten Flachbilddetektor 9 trifft.

Das Lagerteil 6 ist in an sich bekannter Weise um eine gemeinsame Achse A des Halteteils 5 und des Lagerteils 6 drehbar (vgl. Doppelpfeil a, Angulation) und in Richtung der Achse A verschieblich (vgl. Doppelpfeil b) an dem Halteteil 5 gelagert. Der C-Bogen 7 ist längs seines Umfanges in die Richtungen des Doppelpfeils o an dem Lagerteil 6 relativ zu dem Lagerteil 6 verschieblich gelagert (Orbitalbewegung). Mit Hilfe der Hubvorrichtung 3 ist der C-Bogen 7, der über das Lagerteil 6 und das Halteteil 5 mit der Säule 4 der Hubvorrichtung 3 verbunden ist, relativ zu dem Gehäuse 2 des C-Bogen Röntgengerätes 1 vertikal verstellbar.

Das C-Bogen Röntgengerät 1 umfasst ferner einen für Röntgenstrahlen weitestgehend transparenten Tisch T, auf dem ein Patient P während einer Röntgenaufnahme liegt. Halterungen des Tisches T sind der Übersicht halber in der 1 nicht dargestellt. Während einer Röntgenaufnahme von einem interessierenden Bereich des Patienten P wird das von der Röntgenstrahlenquelle 8 ausgehende Röntgenstrahlenbündel 10 beim Durchtritt durch den Patienten P geschwächt und trifft auf dem ersten Flachbilddetektor 9 als Röntgenstrahlenintensitätsverteilung auf. Der erste Flachbilddetektor 9, der eine im Allgemeinen bekannte nachgeschaltete Ausleseelektronik umfasst, ist wiederum mit einem Rechner 11 mittels in der 1 der Übersicht halber nicht dargestellten elektrischen Leitungen verbunden. Auf dem Rechner 11 läuft ein Signalverarbeitungsprogramm, das die Ausgangssignale des ersten Flachbilddetektors 9 mit nachgeschalteter Ausleseelektronik, die der auf der Detektorfläche des Flachbilddetektors 9 auftreffenden Röntgenstrahlenintensitätsverteilung zugeordnet sind, in einen Röntgenbilddatensatz um, dessen zugeordnetes Röntgenbild 12 wiederum mit einem Sichtgerät, das im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ein Touchscreen 13 ist, dargestellt werden kann. Der Touchscreen 13 ist mit einer elektrischen Leitung 14 mit dem Rechner 11 verbunden.

Des Weiteren umfasst der erste Fachbilddetektor 9 eine in der 1 nicht explizit angegebene, jedoch dem Fachmann bekannte Dosisregelung.

Das C-Bogen Röntgengerät 1 umfasst ferner einen zweiten Flachbilddetektor 20, der im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels mittels einer Halterungsvorrichtung 21 an dem ersten Flachbilddetektor 9 befestigt ist. Detailansichten der beiden Flachbilddetektoren 9 und 20 sind in den 2 bis 6 dargestellt.

Der zweite Flachbilddetektor 20 ist insbesondere dafür vorgesehen, Teilbereiche eines mit dem ersten Flachbilddetektor 9 angefertigten Röntgenbildes, wie des Röntgenbildes 12, mit erhöhter Ortauflösung darzustellen. Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels haben die Detektorelemente 22 des zweiten Flachbilddetektors 20 Kantenlängen von 50&mgr;m. Außerdem ist die Detektorfläche 23 des zweiten Flachbilddetektor 20 kleiner als die Detektorfläche 9a des ersten Flachbilddetektor 9. Die Detektorfläche 23 des zweiten Flachbilddetektor 20 beträgt im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels 50cm2.

Der zweite Flachbilddetektor 20 ist an einer in den 2 bis 6 näher dargestellten Haltevorrichtung 21 befestigt. Die Haltevorrichtung 21 umfasst im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels eine Führungsschiene 26, an der der zweite Flachbilddetektor 20 mittels eines Elektromotor 29 klappbar angeordnet ist und längs des in der 5 gezeigten Doppelpfeils c direkt vor der Detektorfläche 9a des ersten Flachbilddetektors 9 mit einem Elektromotor 27 bewegt werden kann. Die Elektromotoren 27 und 29 sind mit nicht dargestellten elektrischen Leitungen mit dem Rechner 11 des C-Bogen Röntgengerätes 1 verbunden und können mit einem Eingabeelement des Rechners 11, beispielsweise mit einer der Übersicht halber nicht dargestellten Tastatur, gesteuert werden.

Die Führungsschiene 26 der Haltevorrichtung 21 ist wiederum an zwei Führungsschienen 25 und 25a der Haltevorrichtung 21 angeordnet und kann mit einem Elektromotor 28 längs eines Doppelpfeils d bezüglich der Detektorfläche 9a des ersten Flachbilddetektors 9 bewegt werden. Der Elektromotor 28 ist ebenfalls mit einer nicht dargestellten elektrischen Leitung mit dem Rechner 11 verbunden und kann mit diesem gesteuert werden.

Wird der zweite Flachbilddetektor 20 nicht benötigt, so ist er, wie in den 2 und 3 gezeigt, in einer "Parkposition" PP hinter dem ersten Flachbilddetektor 9 hochgeklappt. Wird der zweite Flachbilddetektor 20 für eine Röntgenaufnahme benötigt, so kann er im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels in einem ersten Betriebsmodus mittels der oben genannten Tastatur aktiviert werden, indem z.B. eine dem ersten Betriebsmodus zugeordnete Taste der Tastatur gedrückt wird. Nach Aktivierung des ersten Betriebsmodus steuert der Rechner 11 den Elektromotor 29 derart an, dass der zweite Flachbilddetektor 20 von seiner Parkposition PP längs des Pfeils f in seine Betriebsposition BP, wie in der 3 angedeutet, umklappt. Anschließend wird der zweite Flachbilddetektor 20 im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels mittels der Pfeiltasten der oben genannten Tastatur in die für die Röntgenaufnahme gewünschte Position gebracht. Der Rechner 11 steuert dazu die beiden Elektromotoren 27 und 28 entsprechend an. Befindet sich der zweite Flachbilddetektor 20 in der für die Röntgenaufnahme gewünschten Position, so wird der zweite Flachbilddetektor 20 im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels mit einem nicht dargestellten und mit dem Rechner 11 verbundenen Linearmotor bezüglich des in der 6 gezeigten Pfeils e ausgefahren.

Um das Auffinden der gewünschten Position des zweiten Flachbilddetektors 20 zu vereinfachen, kann das C-Bogen Röntgengerät 1 für den ersten Betriebsmodus im Durchleuchtungsmodus betrieben werden. Außerdem ist es im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels vorgesehen, dass die Dosisregelung des ersten Flachbilddetektors 9 auch zur Dosisregelung des zweiten Flachbilddekors 20 verwendet wird. Auch die auf dem Rechner 11 laufenden Signalverarbeitung wird für die Signalverarbeitung der Ausgangssignale des zweiten Flachbilddetektors 20 verwendet, so dass der Rechner 11 aus diesen Ausgangssignalen einen Röntgenbilddatensatz errechnen kann, dessen zugeordnetes Röntgenbild mit dem Touchscreen 13 betrachtet werden kann.

Der zweite Flachbilddetektor 20 kann im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels noch in einem zweiten Betriebsmodus betrieben werden. Wird der zweite Betriebsmodus aktiviert, so kann eine Bedienperson des C-Bogen Röntgengerätes 1 einen Teilbereich eines mit dem ersten Flachbilddetektor 9 angefertigten und mit dem Touchscreen 13 dargestellten Röntgenbildes, wie z.B. des Röntgenbildes 12, auswählen, indem sie im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels den gewünschten Teilbereich am Touchscreen 13 antippt. Der Touchscreen 13 übermittelt daraufhin über die elektrische Leitung 14 ein der angetippten Stelle des Touchscreens 13 zugeordnetes elektrisches Signal an den Rechner 11, der wiederum derart konfiguriert ist, dass er aufgrund dieses elektrischen Signals die Bildkoordinaten der angetippten Stelle im angezeigten Röntgenbild 12 errechnet. Hat sich der Patient P seit der dem Röntgenbild 12 zugeordneten Röntgenaufnahme nicht oder nur unwesentlich bewegt und wurde der C-Bogen 7 relativ zum Patienten P bzw. zum Tisch T ebenfalls nicht verändert, so ergibt sich eine direkte Zuordnung zwischen den ermittelten Bildkoordinaten und der diesen Bildkoordinaten zugeordneten Stelle an der Detektorfläche 9a des ersten Flachbilddetektors 9. Somit ist es bekannt, an welche Position bezüglich der Detektorfläche 9a des ersten Flachbilddetektors 9 der zweite Flachbilddetektor 20 verschoben werden muss, damit ein Röntgenbild vom ausgewählten Teilbereich mit dem zweiten Flachbilddetektor 20 angefertigt werden kann. Um den zweiten Flachbilddetektor 20 an besagte Position hinzuführen, steuert nun der Rechner 11 die Elektromotoren 27 und 28 in geeigneter Weise an.

Die 7 bis 10 zeigen eine alternative Ausführungsform für die Halterung 21 des zweiten Flachbilddetektors 20. Die alternative Halterung ist mit dem Bezugszeichen 70 versehen.

Die Halterung 70 umfasst ein mit einem Elektromotor 71 schwenkbar gelagertes Halteteil 72, an dem der Flachbilddetektor 20 angeordnet ist. Der Elektromotor 71 ist mit in den Figuren nicht dargestellten elektrischen Leitungen mit dem Rechner 11 verbunden und wird von diesem angesteuert. Wird der Flachbilddetektor 20 nicht benötigt, so ist das Halteteil 72 hinter dem ersten Flachbilddetektor 9 in einer Parkposition PP', wie in der 7 dargestellt, hochgeklappt. Wird der Flachbilddetektor 20 für eine Röntgenaufnahme benötigt, so wird der Elektromotor 71 vom Rechner 11 angesteuert und klappt das Halteteil 72 längs des Pfeils a in seine Betriebsposition BP'.

Um den zweiten Flachbilddetektor 20 längs des Pfeils &bgr; zu verschieben, umfasst das Halteteil 72 ein längs des Pfeils &bgr; verschiebliches Halteelement 72a, wie in der 8 dargestellt. Die Verschiebung des Haltelementes 72a bezüglich des Pfeils &bgr; wird von dem Rechner 11 des C-Bogen Röntgengerätes 1 gesteuert.

Um den zweiten Flachbilddetektor 20 bezüglich des Pfeils &dgr; zu verschieben, ist da Halteteil 72, wie in der 9 dargestellt, an einem weiteren Halteteil 73 angeordnet, das wiederum kippbar am ersten Flachbilddetektor 9 gelagert ist. In der 9 ist das Halteteil 72 in einer ersten Position P1 und in einer zweiten Position 72 strichliert zur Veranschaulichung dargestellt.

Anstelle des eben beschriebenen Kippmechanismus, kann das Haltteil 73 auch längs einer Schiene 74, wie in der 10 gezeigt, längs des Pfeils &dgr; verschoben werden.

Anstelle des ersten Flachbilddetektors 9 kann das C-Bogen Röntgengerät 1 auch mit einem in den 10 bis 13 dargestellten Röntgenbildverstärker 100 mit einer Detektorfläche 101 ausgestattet sein.


Anspruch[de]
Röntgenvorrichtung mit einer Röntgenstrahlenquelle (8) und einem ersten Röntgenstrahlendetektor (9, 100) zur Erzeugung eines ersten Röntgenbilddatensatzes von einem Untersuchungsobjekt (P),

die Röntgenvorrichtung (1) einen zweiten Röntgenstrahlendetektor (20) zur Erzeugung eines zweiten Röntgenbilddatensatzes vom Untersuchungsobjekt (P) umfasst, wobei der zweite Röntgenstrahlendetektor (20)

– eine kleinere Detektorfläche (23) als der erste Röntgenstrahlendetektor (9, 100) aufweist und

– derart ausgeführt ist, dass das dem zweiten Röntgenbilddatensatz zugeordnete Röntgenbild eine größere Ortsauflösung als das dem ersten Röntgenbilddatensatz zugeordnete Röntgenbild (12) aufweist,

– an einer mechanischen Haltevorrichtung (21) der Röntgenvorrichtung (1) angeordnet ist, und

– für die Aufnahme des zweiten Röntgenbilddatensatzes direkt vor den ersten Röntgenstrahlendetektor (9, 100) plazierbar ist.
Röntgenvorrichtung nach Anspruch 1, bei der der zweite Röntgenstrahlendetektor (20) ein Flachbilddetektor ist, dessen Detektorelemente (22) bevorzugt Kantenlängen zwischen 20&mgr;m und 80&mgr;m aufweisen. Röntgenvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der der zweite Röntgenstrahlendetektor (20) eine Detektorfläche (23). zwischen 15cm2 und 100cm2 aufweist. Röntgenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die dem ersten Röntgenstrahlendetektor (9, 100) zugeordnete Röntgenstrahlendosisregelung auch zur Dosisregelung des zweiten Röntgenstrahlendetektors (20) nutzbar ist. Röntgenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, die

– ein Sichtgerät (13) zur Darstellung des dem ersten Röntgenbilddatensatz zugeordneten Röntgenbildes (12),

– Mittel zum Auswählen eines Bereiches des dem ersten Röntgenbilddatensatz zugeordneten und mit dem Sichtgerät (13) dargestellten Röntgenbildes (12) und

– Mittel zum Positionieren des zweiten Röntgenstrahlendetektors (20) umfasst, mit denen der zweite Röntgenstrahlendetektor (20) derart in den von der Röntgenstrahlenquelle (8) ausgehenden Röntgenstrahlengang platzierbar ist, dass das dem zweite Röntgenbilddatensatz zugeordnete Röntgenbild den ausgewählten Bereich umfasst.
Röntgenvorrichtung nach Anspruch 5, bei dem das Sichtgerät ein Touchscreen (13) ist und die Mittel zum Auswählen des Bereichs durch Antippen des Bereichs im mit dem Touchscreen (13) dargestellten und dem ersten Röntgenbilddatensatz zugeordneten Röntgenbild (12) realisiert sind. Röntgenvorrichtung nach Anspruch 5, bei der die Mittel zum Auswählen des Bereichs eine in das Sichtgerät einblendbare Marke umfassen. Verfahren zum Herstellen eines Röntgenbilddatensatzes, aufweisend folgende Verfahrensschritte:

– Herstellen eines ersten Röntgenbilddatensatzes von einem Untersuchungsobjekt (P) mit einem ersten Röntgenstrahlendetektor (9, 100) einer eine Röntgenstrahlenquelle (8) und den ersten Röntgenstrahlendetektor (9, 100) aufweisenden Röntgenvorrichtung (1),

– Darstellen des dem ersten Röntgenbilddatensatz zugeordneten Röntgenbildes (12) mit einem Sichtgerät (13),

– Auswählen eines Bereichs in dem dem ersten Röntgenbilddatensatz zugeordneten Röntgenbild (12),

– Ermitteln der Bildkoordinaten des dem ersten Röntgenbilddatensatz zugeordneten Röntgenbildes (12) aufgrund des am Sichtgerät (13) ausgewählten Bereichs,

– automatisches Einbringen eines zweiten Röntgenstrahlendetektors (20) in den von der Röntgenstrahlenquelle (8) ausgehenden Strahlengang direkt vor den ersten Röntgenbilddetektor (9, 100) und an der Stelle, die den ermittelten Bildkoordinaten entspricht, derart, dass der zweite Röntgenstrahlendetektor (20) einen zweiten Röntgenbilddatensatz von dem Untersuchungsobjekt (P) anfertigt, dessen zugeordnetes Röntgenbild eine höhere Ortsauflösung als das dem ersten Röntgenbilddatensatz zugeordnete Röntgenbild (12) aufweist und den ausgewählten Bereich abbildet, und

– Herstellen des zweiten Röntgenbilddatensatzes.
Verfahren nach Anspruch 8, bei dem das Sichtgerät ein Touchscreen (13) ist und der Bereich durch Antippen ausgewählt wird. Verfahren nach Anspruch 8, bei dem der Bereich mittels einer in das Sichtgerät eingeblendeten Marke ausgewählt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, bei dem Mittel zur Bildverarbeitung für den ersten Röntgenbilddatensatz auch zur Signalverarbeitung der mit dem zweiten Röntgenstrahlendetektor erzeugten Augsangssignale verwendet werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, bei dem die dem ersten Röntgenstrahlendetektor (9, 100) zugeordnete Röntgenstrahlendosisregelung auch zur Dosisregelung des zweiten Röntgenstrahlendetektors (20) genutzt wird.






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