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Dokumentenidentifikation DE202007003935U1 12.07.2007
Titel Einwegbecher oder Einwegtasse
Anmelder Stolarik, Pavla, 50672 Köln, DE
Vertreter COHAUSZ DAWIDOWICZ HANNIG & SOZIEN, 40237 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 202007003935
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.07.2007
Registration date 06.06.2007
Application date from patent application 23.01.2007
File number of patent application claimed 10 2007 003 386.0
IPC-Hauptklasse A47G 19/22(2006.01)A, F, I, 20070317, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65D 85/72(2006.01)A, L, I, 20070317, B, H, DE   B65D 3/24(2006.01)A, L, I, 20070317, B, H, DE   B65D 25/04(2006.01)A, L, I, 20070317, B, H, DE   B65D 77/08(2006.01)A, L, I, 20070317, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Einwegbecher oder eine Einwegtasse insbesondere aus Kunststoff oder Pappe/Papier mit einem oberen durchgehend kreisförmigen waagerechten Rand und einer daran anschließenden sich nach unten konisch verjüngenden Außenwand, die unten durch einen Boden abgeschlossen ist.

Es ist bekannt, solche stapelbaren Einwegbecher oder Einwegtassen zum Trinken von Tee zu verwenden. Hierbei wird in den Becher/in die Tasse heißes Wasser gegossen und ein Teebeutel eingetaucht. Nach einer bestimmten Zeit wird der Teebeutel wieder herausgenommen, und es stellt sich das Problem, dass der Teebeutel entsorgt werden muss. Da in der Regel ein Müllbehälter nicht in der Nähe ist, wird für den Teebeutel ein zweiter leerer Einwegbecher bzw. eine zweite leere Tasse verwendet. Dies ist eine erhebliche Verschwendung.

Das gleiche Problem tritt auch dann auf, wenn nicht Tee, sondern ein Getränk oder eine Suppe konsumiert werden soll, das/die in einem Beutel oder einer ähnlichen Verpackung untergebracht ist. Nachdem aus der Verpackung das Pulver in das heiße Wasser des Bechers/der Tasse geschüttet wurde, muss die Verpackung entsorgt werden. Auch hierfür wird häufig ein zweiter Einwegbecher, bzw. eine zweite Einwegtasse verwendet.

Ferner zeigt sich das Problem, dass ein Einwegbecher oder eine Einwegtasse zur Verfügung ist, aber der Tee oder das Getränkepulver fehlt. Umgekehrt kann es auch sein, dass der Tee bzw. der Teebeutel oder das Getränkepulver vorhanden sind, aber der Becher oder die Tasse fehlt.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Einwegbecher oder eine Einwegtasse zu schaffen, die die Entsorgungsprobleme des benutzten Teebeutels oder des Verpackungsmaterials vom Getränkepulver oder von Beilagen behebt. Ferner ist es Aufgabe der Erfindung einen Einwegbecher und/oder eine Einwegtasse zu schaffen, die gleichzeitig den Tee, das Getränkepulver oder Beilagen beschützt gegen Feuchtigkeit, gegen Verunreinigungen oder Beschädigungen aufnimmt.

Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Innenraum durch eine Trennwand in zwei nach oben offene Innenraum-Bereiche unterteilt ist, wobei der erste Teilbereich ein kleineres Volumen, insb. zur Aufnahme einer Beilage wie einem Teebeutel oder einem Getränkepulverbeutel, besitzt als der übrige zweite Teilbereich.

Ein solcher zusätzlicher Innenraum innerhalb des Einwegbechers bzw. der Einwegtasse ermöglicht die Aufnahme eines Teebeutels oder eines Behälters mit Getränkepulver oder Beilagen innerhalb des Bechers oder der Tasse, ohne mit dem fertigen Getränk selber in Berührung zu kommen. Damit löst dieser zusätzliche zweite nach oben offene Innenraumbereich kleineren Volumens als der das Getränk aufnehmende Bereich, Entsorgungsprobleme und/oder Transport- bzw. Aufbewahrungsprobleme des Tees/Getränkepulvers oder der Beilagen vor seiner Verwendung. Hierbei ist die Lösung konstruktiv einfach, so dass eine preiswerte Herstellung gewährleistet ist.

Um eine gute Stapelbarkeit des Bechers oder der Tasse zu erreichen, wird vorgeschlagen, dass die Trennwand von zwei Wänden gebildet ist, die am oberen waagerechten Rand miteinander verbunden und zwischen sich einen Zwischenraum bilden, der unten und zu beiden Seiten hin offen ist.

Besonders vorteilhaft ist es, dass die obere Öffnung des ersten Teilbereichs durch einen abnehmbaren Deckel überdeckt ist. Hierdurch wird der Inhalt des kleineren Teilbereichs sicher geschützt. Dies ist auch ästhetisch von Vorteil, wenn verwendete Teebeutel, Beilagen oder Verpackungsmaterial dort einliegen. Hierbei wird auch vorgeschlagen, dass der Deckel am Becher/Tasse 1 unverlierbar befestigt insb. angeformt ist.

Vorzugsweise wird vorgeschlagen, dass an der Außenwand 4 ein Griff oder Henkel befestigt insb. angeformt ist.

Eine besonders vorteilhafte Verwendung eines Bechers oder einer Tasse nach Anspruch 1 wird erreicht, wenn in dem ersten Teilbereich 7 ein Beutel oder Behälter mit Tee, einem Getränkepulver oder Beilagen einliegt.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung perspektivisch dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.

Bei dem erfindungsgemäßen Behälter zur Aufnahme eines Getränkes insb. eines Tees, eines Kaffees, eines Mixgetränks oder einer Suppe ist ein Einwegbecher 1 oder eine Einwegtasse aus Kunststoff oder Papier bzw. Pappe oder natürlichen Rohstoffen oder organischen Materialien vorgesehen und wird im Folgenden nur „Becher" genannt, auch wenn es eine Tasse sein kann.

Der Becher 1 weist eine obere Öffnung 2 auf, die einen oberen durchgehenden und kreisförmigen waagerechten Rand 3 besitzt, der das obere Ende der Außenwand 4 des Bechers 1 bildet. Hierbei verjüngt sich die Außenwand 4 nach unten hin konisch, so dass der untere kreisförmige Rand 5 des unteren Bodens einen kleineren Durchmesser aufweist als der obere Rand 3.

Der Innenraum des Bechers 1 ist durch eine Trennwand 6 in zwei nach oben offene Innenraum – Bereiche aufgeteilt, so dass ein erster Teilbereich 7 und ein zweiter Teilbereich 8 besteht. Dabei liegt die Trennwand 6 seitlich versetzt zur senkrechten Achse des Bechers, so dass der erste Teilbereich 7 ein kleineres Volumen bildet als der des zweiten Teilbereichs 8. Hierbei ist im Ausführungsbeispiel der obere Rand 9 der Trennwand 6 in Höhe des oberen Randes 3 angeordnet. Von besonderer Bedeutung ist bei dieser Ausführung und auch bei den folgenden Ausführungen, dass die Öffnung beider Teilbereiche 7, 8 als auch die Teilbereiche selber in derselben Höhe liegen, um eine einfache Herstellung und Handhabung zu gewährleisten.

In der bisher beschriebenen Ausführung ist die Trennwand 6 einstückig, d.h. sie besteht nur aus einer einzigen Wand. In der gezeichneten Ausführung besteht die Trennwand 6 aus zwei nebeneinander liegenden Wänden, die aneinander nur beim oberen Rand 9 miteinander verbunden sind, wobei zwischen den Wänden 6 ein Zwischenraum 10 gebildet ist, der nach unten und zu beiden Seiten offen ist. Hierdurch wird eine Stapelbarkeit des Bechers erreicht.

Der Becher kann durch einen den gesamten oberen Rand 3 umfassenden Deckel verschlossen sein. Besonders vorteilhaft ist es aber, wenn der Deckel die Form eines Kreisabschnittes bzw. eines Kreissegmentes besitzt von der Größe und Form der oberen Öffnung des ersten kleineren Teilbereiches 7, so dass der Teilbereich 7 verschließbar ist. Dadurch können Abfälle, insb. benutzte Teebeutel und Verpackungsmaterialien aufgenommen werden, ohne während des Trinkens zu stören. Auch ist der Deckel brauchbar, um noch nicht benutzte Getränkebeutel, -behälter und Beilagen aufzunehmen und sie aufzubewahren. Hierbei ist der Deckel vorzugsweise durch ein Gelenk, insb. durch ein Filmscharnier oder durch ein Band unverlierbar am Becher 1 insb. an dessen oberem Rand 3 befestigt insb. angeformt.

Schließlich kann an der Außenwand 4 außen ein nicht dargestellter Henkel, bzw. Griff befestigt insb. angeformt sein.


Anspruch[de]
Einwegbecher oder Einwegtasse (1) insbesondere aus Kunststoff oder Pappe/Papier mit einem oberen durchgehend kreisförmigen waagerechten Rand (3) und einer daran anschließenden sich nach unten konisch verjüngenden Außenwand (4), die unten durch einen Boden abgeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenraum durch eine Trennwand (6) in zwei nach oben offene Innenraum-Bereiche (7, 8) unterteilt ist, wobei der erste Teilbereich (7) ein kleineres Volumen, insb. zur Aufnahme einer Beilage wie einem Teebeutel oder einem Getränkepulverbeutel, besitzt als der übrige zweite Teilbereich (8). Becher oder Tasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (6) von zwei Wänden gebildet ist, die am oberen waagerechten Rand (9) miteinander verbunden und zwischen sich einen Zwischenraum (10) bilden, der nach unten und zu beiden Seiten hin offen ist. Becher oder Tasse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Öffnung des ersten Teilbereichs (7) durch einen abnehmbaren Deckel überdeckt ist. Becher oder Tasse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel am Becher/Tasse (1) unverlierbar befestigt insb. angeformt ist. Becher oder Tasse nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenwand (4) ein Griff oder Henkel befestigt insb. angeformt ist. Becher oder Tasse nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Teilbereich (7) eine Beilage wie ein Beutel oder Behälter mit Tee oder einem Getränkepulver einliegt.






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