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Dokumentenidentifikation DE202007003997U1 12.07.2007
Titel Lastverteilendes Element für den Reit- und Fahrsport
Anmelder Keller, Thomas, 24232 Schönkirchen, DE
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 24105 Kiel
DE-Aktenzeichen 202007003997
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.07.2007
Registration date 06.06.2007
Application date from patent application 14.03.2007
IPC-Hauptklasse B68B 1/00(2006.01)A, F, I, 20070314, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B68B 3/14(2006.01)A, L, I, 20070314, B, H, DE   B68C 1/02(2006.01)A, L, I, 20070314, B, H, DE   B68C 1/12(2006.01)A, L, I, 20070314, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein lastverteilendes Element zur Verwendung als Sattelunterlage, Bandagenunterlage oder Brustblattunterlage im Reit- und Fahrsport.

Lastverteilende Unterlagen sind im Reitsport durch die vom Anmelder stammende 20 2006 012 447 U1 bekannt und werden insbesondere zur Vermeidung von Druckstellen verwendet. Zuvor wurden insbesondere Sattelmatten als einfache Unterlagen unter Sätteln eingesetzt, durch die das Körpergewicht des Reiters auf das Pferd jedoch nur unzureichend bzw. gar nicht verteilt wurde.

Aufgabe der Erfindung ist es, die wirkenden Belastungen weiter zu minimieren.

Als nachteilig hat sich bei den bekannten Unterlagen als lastverteilenden Elementen herausgestellt, dass die polsternden Eigenschaften der Unterlagen aus bisher bekannten und verwendeten Materialien mit zunehmender Druckbelastung durch punktuelles Zusammenpressen zwischen Pferdekörper und Sattel oder Fahrgeschirr dauerhaft reduziert wurden, womit auch die Gefahr von Scheuerstellen und Ödembildung zunahm.

Mit der vorliegenden Erfindung ist es gelungen, ein Material und eine Form bereitzustellen, die die aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile vermeidet und eine gleichmäßige Druckentlastung der durch einen Reiter oder Fahrgeschirr entstehenden Belastung auf den Pferdekörper dauerhaft ermöglicht.

Die erfindungsgemäße lastverteilende Element für den Reit- und Fahrsport weist dabei die Merkmalen des Anspruchs 1 auf. Die Unteransprüche geben vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung insbesondere für den Einsatz unter verschiedenen Sätteln (engl. Sattel, Westernsattel, Trekkingsattel) an.

Erfindungsgemäß weist das lastverteilende Element für den Reit- und Fahrsport – im folgenden kurz „Unterlage" – dabei bevorzugt als Kernmaterial einen viscoelastischen Polyether-Schaumstoff mit einem Raumgewicht von 40–120 kg/m2 auf, der mit üblichen Stoffmaterialien verkleidet wird.

Eine bevorzugte Variante des viscoelastischen Polyether-Schaumstoff wird bereits unter Körperwärme zu einem gewissen Grad thermoelastisch, und kann sich besonders gut der Anatomie anpassen.

Weiter wird vorgeschlagen, daß die Unterlage an wenigstens einer Kante eine sich zum Rand verjüngende Fase aufweist, wobei weiter an wenigstens der dem Pferderücken oder dem Bein zugewandten Innenseite mit längsverlaufende, ein Biegen der Unterlage erleichternden Kerben vorgesehen werden können. Die Kerben können dreieckigen Querschnitt und eine Tiefen von 7 bis 18 % der Gesamtdicke aufweisen.

Als Unterlage für einen Westersatttel werden als Abmessungen eine etwas breitere als lange, in einem gut die Hälfte der Breite ausmachenden Bereich gleichdicke und an beiden Längsseiten in knapp einem Viertel der Breite mit einem Winkel zwischen 8 und 15° angefaste, in zwei dünnen Längskanten auslaufende Unterlage vorgeschlagen.

Für einen englischen, oder Dressur-Sattel wird die Unterlage als ein in der Mitte mit im wesentlichen gleicher Dicke versehenes Profil mit in einem vorderen, mehr als der Hälfte der Länge ausmachenden Bereich beiden Längsseiten mit je knapp einem Viertel der Breite ausmachenden angefasten Abschnitten versehen, die in zwei Längskanten auslaufen. Die Längskanten im vorderen Teil der Unterlagen werden dabei wiederum bevorzugt am Außenrand der angefasten Abschnitte noch die halbe Dicke der Unterlage aufweisen.

Weiter kann in der Vorderkante zur Freilassung für den Wiederrist des Pferdes eine abgerundete Aussparung von Handtellergröße vorgesehen werden.

Auch kann die Vorderkante in einer Breite von wenigen Zentimetern angefast sein, was auch bei der Verwendung als Beinschonereinlage unter einer Bandage für die Kanten der Unterlage vorgeschlagen wird, die trapezoid zur einer gut 10 % kürzeren Seite zulaufen und deren Fase ebenfalls nur wenige Zentimetern breit ist.

Weitere Merkmale und Vorteile zeigt die beigefügten Zeichnung. Dabei zeigt:

1 Die Unterlage für einen Dressursattel in Draufsicht,

2 die Unterlage der 1 in Ansicht von vorn,

3 die Unterlage der 1 in Ansicht von hinten,

4 die Unterlage für einen Springsattel in Draufsicht,

5 die Unterlage der 4 in Ansicht von vorn,

6 die Unterlage der 4 in Ansicht von hinten,

7 die Unterlage für einen Westernsattel in Draufsicht,

8 die Unterlage der 7 in Ansicht von vorn,

9 die Unterlage für einen Beinschoner in Draufsicht, und

10 die Unterlage der 9 in Ansicht von oben.

Die erfindungsgemäße Unterlage ermöglicht die Verteilung einer punktuellen Belastung auf eine größere Fläche, wodurch der Pferdekörper geschont wird. Dabei bleiben die polsternden Eigenschaften der Unterlage dauerhaft erhalten, da das bei punktueller Belastung verdrängte offenporige Material nach Entlastung wieder in seine gleichmäßig verteilte Ausgangsposition zurückfedert.

Die Unterlage nach der Erfindung ist entsprechend ihrer Funktion als Sattelmatte oder als Selett-, Kammdeckel- oder Brustblattunterlage in der dem Fachmann für die genannten Unterlagen bekannten Form ausgebildet und weist bevorzugt eine Dicke von 30–50 mm auf.

Das lastverteilendes weist in 1 ein Profil 10a aus einem viscoelastischen Polyether-Schaumstoff auf. Dieser viscoelastische Polyether-Schaumstoff kann bevorzugt ein Raumgewicht von 40–120 kg/m2 aufweisen, bewährt hat sich insbesondere ein Raumgewicht von 80 kg/m2. Dazu kann der viscoelastische Polyether-Schaumstoff unter Körperwärme thermoelastisch ausgebildet werden.

In der 1 ist an einem Dressursattel (engl. Sattel) ein Profil mit Abschnitten 26 zu erkennen, die eine sich zum Rand verjüngende Fase 16 aufweisen.

In der 2 nach oben, in 3 nach unten gerichtet sind an dem Element an wenigstens der dem Pferderücken oder dem Bein zugewandten Innenseite mit längsverlaufenden, ein Biegen der Unterlage erleichternde Längskerben 18 zu erkennen, die dreieckigen Querschnitt haben.

In den 46 ist das Profil 10b für den Einsatz unter einem Springsattel ohne die Bereiche 26 aber mit der in der Vorderkante 14 zur Freilassung für den Wiederrist des Pferdes vorgesehenen abgerundeten Aussparung 30 von Handtellergröße zu erkennen.

In den 7 und 8 ist für den Einsatz untern einem Westernsattel das Element als ein etwas breiteres als langes, in einem gut die Hälfte der Breite ausmachenden Bereich 20 gleichdickes und an beiden Längsseiten in knapp einem Viertel der Breite mit einem Winkel zwischen 8 und 15° angefastes, in zwei dünnen Längskanten 22 auslaufendes Profil 10c dargestellt.

Hier ist es anders als bei den 16 nicht nötig, daß die Längskanten 12 im vorderen Teil des Profils am Außenrand der angefasten Abschnitte 26 noch die halbe Dicke der Profildicke in der Mitte aufweisen. Vielmehr enden die über die volle Länge vorgesehenen Abschnitte 36 sehr dünn.

Hier ist es für einen Westernsattel – wiederum anders als bei den 16 auch nicht nötig, daß die Vorderkante 14 in einer Breite von wenigen Zentimetern angefast wird, was in den eingangs genannten Zeichungen als bevorzugtes Merkmal mit einer Fase 40 (vgl. 2 und 5) dargestellt ist.

In 9 und 10 ist das Element zur Verwendung als Beinschonereinlage unter einer Bandage als trapezoid zur gut 10 % kürzeren Seite 32 zulaufend mit schrägen, angefasten Kanten 34 versehen dargestellt, deren Fase 36 nur wenige cm breit ist.


Anspruch[de]
Lastverteilendes Element für den Reit- und Fahrsport zur Verwendung als Sattelmatte, Selett-, Kammdeckel- oder Brustblattunterlage, dadurch gekennzeichnet, dass das lastverteilendes Element für den Reit- und Fahrsport ein Profil (10) aus einem viscoelastischen Polyether-Schaumstoff aufweist. Lastverteilendes Element für den Reit- und Fahrsport nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der viscoelastische Polyether-Schaumstoff ein Raumgewicht von 40–120 kg/m2 aufweist. Lastverteilendes Element für den Reit- und Fahrsport nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der viscoelastische Polyether-Schaumstoff unter Körperwärme thermoelastisch ist. Lastverteilendes Element für den Reit- und Fahrsport nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Element an wenigstens einer Kante (12; 14) eine sich zum Rand verjüngende Fase (16) aufweist. Lastverteilendes Element für den Reit- und Fahrsport nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Element an wenigstens der dem Pferderücken oder dem Bein zugewandten Innenseite mit längsverlaufenden, ein Biegen der Unterlage erleichternden Längskerben (18) versehen ist. Lastverteilendes Element für den Reit- und Fahrsport nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass für einen Westersattel das Element ein etwas breiteres als langes, in einem gut die Hälfte der Breite ausmachenden Bereich (20) gleichdickes und an beiden Längsseiten in knapp einem Viertel der Breite mit einem Winkel zwischen 8 und 15° angefastes, in zwei dünnen Längskanten (22) auslaufendes Profil (10c) vorgesehen ist. Lastverteilendes Element für den Reit- und Fahrsport nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass für einen englischen Sattel das Element ein in der Mitte mit im wesentlichen gleicher Dicke versehenes Profil (10a) mit in einem vorderen, mehr als der Hälfte der Länge und je knapp einem Viertel der Gesamtbreite ausmachenden, angefasten Abschnitten (26) versehen ist, die in zwei Längskanten (12) auslaufen. Lastverteilendes Element für den Reit- und Fahrsport nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Längskanten (12) im vorderen Teil des Profils am Außenrand der angefasten Abschnitte (26) noch die halbe Dicke der Profildicke in der Mitte aufweisen. Lastverteilendes Element für den Reit- und Fahrsport nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß in der Vorderkante (14) zur Freilassung für den Wiederrist des Pferdes eine abgerundete Aussparung (30) von Handtellergröße vorgesehen ist. Lastverteilendes Element für den Reit- und Fahrsport nach Anspruch 7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderkante (14) in einer Breite von wenigen Zentimetern angefast ist. Lastverteilendes Element für den Reit- und Fahrsport nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1–5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verwendung als Beinschonereinlage unter einer Bandage das Element trapezoid zur einer gut 10 % kürzeren Seite (32) zulaufend mit schrägen, angefasten Kanten (34) versehen ist, deren Fase (36) nur wenige cm breit ist.






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