PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60029382T2 12.07.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001053834
Titel Verbrennungskraftbetriebenes Werkzeug mit Verzögerung für die Verbrennungskammer
Anmelder Illinois Tool Works Inc., Cook County, Ill., US
Erfinder Shkolnikov, Yury, Glenview, Illinois 60025, US;
Robinson, James W., Mundelein, Illinois 60060, US;
Deieso, Tony, Wadsworth, Illinois 60083, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 60029382
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 19.05.2000
EP-Aktenzeichen 004013785
EP-Offenlegungsdatum 22.11.2000
EP date of grant 19.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.07.2007
IPC-Hauptklasse B25C 1/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Verbesserungen bei tragbaren verbrennungskraftbetriebenen Werkzeugen und insbesondere Verbesserungen, die das Verzögern des Öffnens der Verbrennungskammer nach der Verbrennung, damit der Kolben ordnungsgemäß in seine Startposition zurückkehren kann, betreffen.

Tragbare verbrennungskraftbetriebene Werkzeuge zur Verwendung zum Eintreiben von Befestigungselementen in Werkstücke werden in der US-Reissue-PS Nr. 32,452 und der US-PS Nr. 4,552,162 sowie in den europäischen Patenten Nr. 0 123 717; 0 123 716; 0 056 990 und 0 597 241 beschrieben.

Ähnliche verbrennungskraftbetriebene Werkzeuge zum Eintreiben von Nägeln und Heftklammern sind im Handel von ITW-Paslode mit Sitz in Lincolnshire, Illinois, unter dem Handelsnahmen IMPULSE® erhältlich.

Solche Werkzeuge enthalten ein allgemein pistolenförmiges Werkzeuggehäuse, das einen kleinen Verbrennungsmotor umschließt. Der Motor wird durch einen Kanister mit druckbeaufschlagtem Brenngas angetrieben. Eine leistungsstarke, batteriebetriebene elektronische Energieverteilungseinheit erzeugt den Funken zur Zündung, und ein in der Verbrennungskammer angeordnetes Gebläse sorgt für eine effiziente Verbrennung in der Kammer und erleichtert ebenfalls ein Ausspülen, einschließlich des Abgases der Verbrennungsnebenprodukte. Der Motor enthält einen Hubkolben mit einem in Zylinderkörper angeordneten länglichen, starren Treiber.

Eine Ventilhülse ist um den Zylinder in Axialrichtung hin- und herbewegbar und bewegt sich durch ein Gestänge zum Schließen der Verbrennungskammer, wenn ein Werkstückkontaktelement am Ende des Gestänges gegen ein Werkstück gepresst wird. Das Werkstückkontaktelement ist zur Hin- und Herbewegung bezüglich eines am Gehäuse befestigten Mundstücks ausgeführt. Dieser Pressvorgang aktiviert auch ein Brennstoffdosierventil dahingehend, ein bestimmtes Brennstoffvolumen in die geschlossene Verbrennungskammer einzuleiten.

Beim Drücken des Auslöseschalters, wodurch das Zünden einer Gasladung in der Verbrennungskammer des Motors verursacht wird, schießen Kolben und Treiber nach unten, um auf ein positioniertes Befestigungselement aufzutreffen und es in das Werkstück einzutreiben. Dann kehrt der Kolben durch Differenzgasdrücke im Zylinder in seine ursprüngliche oder „Bereitschafts"-Position zurück. Befestigungselemente werden magazinartig in das Mundstück geführt, wo sie in einer ordnungsgemäß positionierten Ausrichtung zum Empfang des Aufpralls des Treibers gehalten werden.

Eines der Designkriterien für herkömmliche verbrennungskraftbetriebene Werkzeuge besteht darin, dass der Auslöser erst dann betätigt werden kann, wenn das Mundstück gegen das Werkstück gepresst wird. Dieses Merkmal verzögert die Zündung, bis die Verbrennungskammer geschlossen wird. Ein geeigneter Auslöser-Sperrmechanismus wird in dem europäischen Patent Nr. 0 123 716 offenbart. In diesem Patent verhindert ein Nocken- und Hebelmechanismus ein Niederdrücken des Auslösers, bis das Mundstück gegen das Werkstück gepresst wird, wodurch die Verbrennungskammer geschlossen wird. Beim Zünden kann sich die Verbrennungskammer erst dann öffnen, wenn der Auslöser freigegeben wird.

Eine neuere Entwicklung bei verbrennungskraftbetriebenen Werkzeugen ist die Schaffung von Hochleistungswerkzeugen, die die Befestigungselemente mit mehr Kraft in das Werkstück treiben. Bei einigen solchen Werkzeugen wird die zusätzliche Kraft durch die Verwendung eines ausgefahrenen Zylinders erhalten, durch den sich der Kolben bewegt, wodurch dem Kolben ein längerer Hub verliehen wird. Bei anderen Hochleistungsausführungen wird das Volumen der Verbrennungskammer vergrößert. Bei diesen Ausführungen wird angestrebt, die vergrößerte Oberfläche der Verbrennungskammer zu minimieren, und die Oberfläche des Zylinders kann die gleiche bleiben. Es ist mehr Verbrennungsenergie vorhanden, aber nicht eine dementsprechend vergrößerte Oberfläche zum Kühlen und Erzeugen des Differenzdrucks, um den Kolben in die Startposition zurückzuführen. Demgemäß kehrt der Kolben langsamer zurück.

Bei Werkzeugen mit größerer Länge wird die für das Rückführen des Kolbens erforderliche Zeit mit zunehmender Länge des Zylinders verlängert. Es hat sich herausgestellt, dass der Kolben bei einigen verbrennungskraftbetriebenen Hochleistungswerkzeugen, deren Entwicklung relativ neu ist, ungefähr doppelt so lange braucht, um in seine Startposition zurückzukehren, als bei herkömmlichen verbrennungskraftbetriebenen Werkzeugen mit einem im Verhältnis kürzeren Hub. Natürlich sollte das Werkzeug nicht gezündet werden, bis der Kolben vollständig in seine Startposition zurückgeführt worden ist.

Wenn der Auslöseschalter freigegeben ist und das Werkzeug von dem Werkstück abgehoben wird, bevor der Kolben in seine Startposition zurückgekehrt ist, gestattet bei wie oben beschrieben ausgerüsteten verbrennungskraftbetriebenen Werkzeugen das Ventilgestänge ein Öffnen der Verbrennungskammer, wodurch die Differenzgasdrücke zerstört werden, die das aufwärts erfolgende Rückführen des Kolbens unterstützen. Zum Erreichen gleich bleibender Zündungen muss die Größe der Verbrennungskammer immer die gleiche sein.

Ein anderes Designkriterium für verbrennungskraftbetriebene Werkzeuge dieser Art ist der Wunsch, dass auf Baustellen arbeitende Bediener eine so genannte „Kontaktauslösungsbetriebsart" ausüben können. Bei dieser Methode wird das Werkzeug schnell ausgelöst, so dass der Bediener den Rückstoß des Abschießens eines ersten Befestigungselements verwendet, um das Werkzeug anzuheben und es schnell in Position für den nächsten Schuss anzuordnen. Somit ist die Zeitspanne kürzer, während der das Werkzeug mit dem Mundstück und dem Werkstückkontaktelement gegen das Werkstück gepresst gehalten wird. Um Fehlschüsse zu verhindern, muss es dem Werkzeug gestattet werden, sich zwischen Abschüssen zu erholen, indem der Kolben vor einer anschließenden Zündung in die Startposition zurückkehrt. Für eine ordnungsgemäße Kolbenrückkehr muss die Verbrennungskammer so lange abgedichtet bleiben, bis der Kolben die Startposition erreicht.

Demgemäß besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung in der Bereitstellung eines verbesserten verbrennungskraftbetriebenen Werkzeugs, das den abgedichteten Zustand in der Verbrennungskammer verlängert, bis der Kolben in seine Vorverbrennungs-Startposition zurückgekehrt ist.

Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung eines verbesserten verbrennungskraftbetriebenen Werkzeugs, das einen Mechanismus aufweist, der die Verbrennungskammer so lange geschlossen hält, bis der Kolben in seine Startposition zurückkehrt.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung eines verbesserten verbrennungskraftbetriebenen Werkzeugs, das einen Sperrmechanismus aufweist, der eine Bewegung des Werkstückkontaktelements bezüglich des Mundstücks vorübergehend verhindert und somit die Verbrennungskammer so lange in einer geschlossenen Position hält, bis der Kolben in die Startposition zurückkehrt.

Die EP 913 234 lehrt ein verbrennungskraftbetriebenes Werkzeug nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Bei solch einem Werkzeug dieses Stands der Technik ist es jedoch der Bediener, der die zum Verriegeln der Verbrennungskammer erforderliche Kraft bereitstellt, indem er den Auslöser mit einem Finger festhält. Und wenn der Bediener aus irgendeinem Grunde den Auslöser nicht sicher festhält oder den Auslöser voreilig freigibt, ist die Kammer nicht verriegelt.

Der vorliegende Fall soll ein Werkzeug vorschlagen, das diese Unzulänglichkeit nicht aufweist.

KURZE DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Die oben angeführten Aufgaben werden durch das verbesserte verbrennungskraftbetriebene Werkzeug zum Eintreiben von Befestigungselementen von Anspruch 1 gelöst oder sogar mehr als das.

Der vorliegende Fall weist die Vorteile einer geringeren Ermüdung des Bedieners, einer definitiven Sperrung und einer potentiellen Erhöhung der Abschussrate auf.

Bei dem Werkzeug des vorliegenden Falls verhindert das Sperrmittel ein unerwünschtes, vorgezogenes Öffnen der Verbrennungskammer durch Verhindern einer Bewegung des Ventilglieds. Das Ventilglied wird dadurch kontrolliert, dass das Werkstückkontaktelement bezüglich des Mundstücks vorübergehend verriegelt wird, bis der Kolben in die Startposition zurückkehrt.

KURZE BESCHREIBUNG DER MEHREREN ANSICHTEN DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine fragmentarische Seitenansicht des verbrennungskraftbetriebenen Werkzeugs gemäß der vorliegenden Erfindung, die mit geöffneter Verbrennungskammer und dem Auslöser in der AUS-Stellung gezeigt wird, wobei das Werkzeug der Übersicht halber teilweise weggeschnitten ist;

2 ist eine fragmentarische Seitenansicht des verbrennungskraftbetriebenen Werkzeugs zum Eintreiben von Befestigungselementen von 1, das mit geschlossener Verbrennungskammer und dem Auslöser in der EIN-Stellung gezeigt wird, wobei das Werkzeug der Übersicht halber teilweise weggeschnitten ist;

3 ist eine fragmentarische Rückansicht eines Mundstücks des Werkzeugs der 1 und 2, in dem eine erste Ausführungsform des Sperrsystems enthalten ist, wobei das Werkzeug in der Ruheposition gezeigt wird;

4 ist eine Ansicht des in 3 gezeigten Werkzeugs, das in der Abschussposition gezeigt wird;

5 ist eine fragmentarische perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform des vorliegenden Sperrsystems;

6 ist eine fragmentarische, auseinander gezogene perspektivische Ansicht des Systems von 5;

7 ist ein Vorderaufriss des in 6 gezeigten Gelenkbolzens;

8 ist ein Schnitt entlang der Linie 8-8 von 7, der in der allgemein gezeigten Richtung verläuft;

9 ist eine Draufsicht einer äußeren Nockenplatte des Werkzeugs von 5;

10 ist eine Draufsicht einer inneren Nockenplatte des Werkzeugs von 5;

11 ist eine Draufsicht eines Treiberverriegelungsglieds des Werkzeugs von 5;

12A–F sind schematische Vorderansichten der Abfolge des normalen Betriebs der Ausführungsform des vorliegenden Werkzeugs; und

12G–L sind schematische Vorderansichten der Abfolge des normalen Betriebs des Werkzeugs der 12A–F.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Nunmehr auf die 1 und 2 Bezug nehmend, wird ein verbrennungskraftbetriebenes Werkzeug jener Art, die sich zur Verwendung mit der vorliegenden Erfindung eignet, allgemein mit 10 bezeichnet. Das Werkzeug 10 weist ein Gehäuse 12 auf, das eine Hauptantriebsquellenkammer 14, die zum Einschließen einer unabhängigen Verbrennungsmotor-Energiequelle 16 dimensioniert ist, eine Brennstoffzellenkammer 18, die sich allgemein parallel zur und neben der Hauptkammer 14 erstreckt, und einen Griffteil 20, der sich von einer Seite der Brennstoffzellenkammer und gegenüber der Hauptkammer erstreckt, enthält.

Darüber hinaus ist ein Befestigungselementmagazin 22 so angeordnet, dass es sich von einer Eingriffsstelle mit einem von einem ersten oder unteren Ende 28 der Hauptkammer 14 herabhängenden Mundstück 26 allgemein parallel zum Griffteil 20 erstreckt. Eine (nicht gezeigte) Batterie ist zur Versorgung des Werkzeugs 10 mit Strom vorgesehen und ist freigebbar in einer (nicht gezeigten) röhrenförmigen Kammer untergebracht, die auf der gegenüberliegenden Seite des Gehäuses 12 bezüglich des Befestigungselementmagazins 22 angeordnet ist.

Wie hier verwendet, werden „untere(s)" und „obere(s)" dazu verwendet, sich auf das Werkzeug 10 in seiner Betriebsausrichtung gemäß den Darstellungen der 1 und 2 zu beziehen; es versteht sich jedoch, dass diese Erfindung in Abhängigkeit von der Anwendung in den verschiedensten Ausrichtungen verwendet werden kann. Gegenüber dem unteren Ende 28 der Hauptkammer befindet sich ein zweites oder oberes Ende 30, das mit mehreren Lufteinlassöffnungen 32 versehen ist.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist ein (nicht gezeigtes) elektromagnetisches Brennstoffdosier-Magnetventil oder ein Injektorventil der in der US-PS 5,263,439 beschriebenen Art vorgesehen, um Brennstoff in die Verbrennungskammer einzuleiten, wie im Stand der Technik bekannt. Ein druckbeaufschlagter flüssiger Kohlenwasserstoffbrennstoff, wie zum Beispiel MAPP, ist in einer Brennstoffzelle enthalten, die in der Brennstoffzellenkammer 18 angeordnet ist und durch ein Treibmittel mit Druck beaufschlagt wird, wie in der Technik bekannt.

Erneut auf die Hauptkammer 14 Bezug nehmend, ist ein Zylinderkopf 34 am oberen Ende 30 der Hauptkammer angeordnet, definiert ein oberes Ende einer Verbrennungskammer 36 und bietet einen Befestigungspunkt für einen Kopfschalter 38, eine Zündkerze 40, einen elektrischen Lüftermotor 42 und einen Dichtungs-O-Ring 44.

Ein Verbrennungskammerlüfter 46 ist an einem Anker 48 des Motors 42 befestigt und befindet sich in der Verbrennungskammer, um den Verbrennungsprozess zu verbessern und ein Kühlen und Spülen zu erleichtern. Der Lüftermotor 42 wird durch den Kopfschalter 38gesteuert, wie in den vorbekannten Patenten, auf die Bezug genommen wird, ausführlicher offenbart.

Ein allgemein zylindrisches, hin- und hergehendes Ventilglied 50 wird durch ein Werkstückkontaktelement 52 am Mundstück 26 unter Verwendung eines Gestänges 54 auf bekannte Weise in der Hauptkammer 14 bewegt. Das Gestänge 54 wird als Teil des Werkstückkontaktelements 52 angesehen. Das Ventilglied 50 dient als Gassteuervorrichtung in der Verbrennungskammer 36, und Seitenwände der Verbrennungskammer werden durch das Ventilglied definiert, dessen oberes Ende den O-Ring 44 abdichtend in Eingriff nimmt, um das obere Ende der Verbrennungskammer abzudichten (am besten in 2 zu sehen). Ein unterer Teil 56 des Ventilglieds 50 umschreibt einen allgemein zylindrischen Zylinderkörper oder Zylinder 58. Ein oberes Ende des Zylinderkörpers 58 ist mit einem äußeren O-Ring 60 versehen, der einen entsprechenden Teil 62 des Ventilglieds 50 in Eingriff nimmt (am besten in 2 zu sehen), um ein unteres Ende der Verbrennungskammer 36 abzudichten.

In dem Zylinderkörper 58 ist ein Kolben 64 hin- und hergehend angeordnet, an dem ein starrer, länglicher Treiber 66 befestigt ist, der zum Eintreiben von zweckmäßigerweise in dem Mundstück 26 angeordneten (nicht gezeigten) Befestigungselementen in ein (nicht gezeigtes) Werkstück verwendet wird. Ein unteres Ende des Zylinderkörpers definiert einen Sitz 68 für einen Puffer 70, der die untere Hubgrenze des Kolbens 64 definiert. Am gegenüberliegenden Ende des Zylinderkörpers 58 ist ein Kolbenanschlaghaltering 72 befestigt, um den Aufwärtshub des Kolbens 64 zu begrenzen.

Im Griffteil 20 des Gehäuses 12 befinden sich Steuerungen zum Betrieb des Werkzeugs 10. Eine Auslöseschalteranordnung 74 enthält einen Auslöseschalter 76, einen Auslöser 78 und ein vorbelastetes Rückstellglied 80, bei dem es sich bei der bevorzugten Ausführungsform um eine Schraubenfeder handelt. Eine elektrische Steuereinheit 82 unter der Steuerung des Auslöseschalters 76 aktiviert die Zündkerze 40.

Die Betätigung des Auslösers 78 zwischen einer AUS-Stellung (1) und einer EIN-Stellung (2) wird durch einen Nockenverriegelungs- oder Auslösesperrmechanismus gesteuert, der allgemein mit 84 bezeichnet wird und eine Betätigung des Auslösers so lange verhindert, bis das Werkzeug 10 gegen ein Werkstück gepresst wird. Durch solch einen Druck wird bewirkt, dass das Mundstück 26 niedergedrückt wird, wodurch das Gestänge 54 das Ventilglied 50 nach oben bewegt, um die Verbrennungskammer 36 zu schließen und sie gegen die Atmosphäre abzudichten.

Insbesondere und nunmehr auf die 1, 2 Bezug nehmend, enthält der Sperrmechanismus 84 eine Auslöserhalterung 86, die an einem Ende am Auslöser 78 befestigt ist und am anderen einen abgewinkelten Arm 88 aufweist, der mit einem Querdrehbolzen 90 versehen ist.

Am Bolzen 90 greift ein allgemein dreieckiger Freigabenocken 92 an, der mit einem ein offenes Ende aufweisenden Schlitz 94 versehen ist, der dazu dimensioniert ist, den Bolzen 90 verschiebbar in Eingriff zu nehmen. Des Weiteren sind am Nocken 92 eine Durchgangsbohrung 96, die mit einer Schwenkbuchse 98 in Pass-Eingriff steht, und ein Nockenlappen 100 vorgesehen. Nunmehr auf 1 Bezug nehmend, nimmt der Nockenlappen 100 ein Ende einer allgemein U-förmigen Stange 102 in Eingriff, wenn die Verbrennungskammer 36 zur Atmosphäre hin geöffnet ist. Durch diesen Eingriff wird das Niederdrücken des Auslösers 78 und somit eine Zündung verhindert.

Nunmehr auf 2 Bezug nehmend, bewegt sich die Stange 102 mit dem Ventilglied 50 nach oben, da die U-förmige Stange 102 am Ventilglied 50 befestigt ist, während die Verbrennungskammer 36 durch das Ventilglied geschlossen wird, wodurch ein Spielraum zur Bewegung des Freigabenockens 92 an der Stange vorbei geschaffen wird. Wenn sich der Nocken 92 frei bewegen kann, kann der Auslöser 78 niedergedrückt werden, um eine Zündung zu verursachen.

Beim Durchdrücken des Auslösers 78 wird von der zentralen elektrischen Verteil- und Steuereinheit 82 ein Signal erzeugt, um an der Funkenstrecke der Zündkerze 40 eine Entladung zu verursachen, die den in die Verbrennungskammer 36 eingespritzten und durch den Lüfter 46 verdampften oder fragmentierten Brennstoff zündet. Diese Zündung zwängt den Kolben 64 und den Treiber 66 im Zylinderkörper 58 nach unten, bis der Treiber ein Befestigungselement berührt und es in den Träger treibt, wie in der Technik wohlbekannt. Dann kehrt der Kolben durch Differenzgasdrücke im Zylinder, die teilweise durch den abgedichteten Zustand der Verbrennungskammer aufrechterhalten werden, in seine ursprüngliche oder „Bereitschafts"-Position zurück. Wenn die Verbrennungskammer 36 geöffnet wird, bevor der Kolben in seine in den 1 und 2 gezeigte Startposition zurückkehrt, dann wird diese Differenzgasdruckbeziehung zerstört, was die Rückkehr des Kolbens behindert.

Es hat sich herausgestellt, dass bei verbrennungskraftbetriebenen Hochleistungswerkzeugen mit einem (einer) im Verhältnis längeren Zylinderkörper 58 oder größeren Verbrennungskammer mehr Zeit erforderlich ist, bis der Kolben 64 in die in den 1 und 2 dargestellte Startposition zurückkehrt. Bei diesen Modellen kann es bei Freigabe des Auslösers 78 dazu kommen, dass die Verbrennungskammer vorzeitig geöffnet wird. Wie aus den 1 und 2 ersichtlich, kann sich die U-förmige Stange 102 nicht nach unten bewegen, um das Ventilglied 50 aus einer die Verbrennungskammer abdichtenden Position freizugeben, solange der Auslöser 78 niedergedrückt ist. Nachdem der Auslöser 78 jedoch freigegeben ist, bewegt sich der Nocken 92 jedoch in die Position von 1 und gestattet es der Stange 102, sich nach unten zu bewegen, wobei die Verbrennungskammer geöffnet wird.

Wie oben erwähnt, ist es wichtig, dass die Verbrennungskammer 36 nicht geöffnet wird, bevor der Kolben in die Startposition zurückgekehrt ist. Somit besteht ein wichtiges Merkmal der vorliegenden Erfindung in der Bereitstellung einer Verzögerungsvorrichtung zum Verzögern des Öffnens der Verbrennungskammer. Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird dies durch Verzögern der Freigabe des Auslösers 78 aus seiner niedergedrückten oder EIN-Stellung, bis der Kolben 64 vollständig zurückgekehrt ist, erreicht.

Nunmehr auf die 3 und 4 Bezug nehmend, werden vergrößerte fragmentarische Rückansichten des Mundstückbereichs des allgemein mit 130 bezeichneten Werkzeugs gezeigt. Bei dieser Ausführungsform ist das Mundstück 26 mit einer axial ausgesparten Spur 132 versehen, die den sich mit jedem Abschuss hin und her bewegenden Treiber 66 in Schiebeeingriff nimmt. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal des Werkzeugs 130 besteht darin, das das Mundstück 26 mit einer Vorrichtung zur Befestigung des Werkstückkontaktelements 52 bezüglich des Mundstücks, bis der Kolben 64 die Startposition erreicht hat, versehen ist. Bei der bevorzugten Ausführungsform nimmt diese Vorrichtung die Form von mindestens einem und vorzugsweise zwei Nocken 134 an, die schwenkbar am Mundstück 26 angreifen. Jeder Nocken 134 weist einen ersten oder äußeren Lappen 136 zur Ineingriffnahme des Werkstückkontaktelements 52 und einen zweiten oder inneren Lappen 138 zur Ineingriffnahme des Treibers 66 auf. Beide Nocken 134sind durch Stifte 140 frei schwenkbar am Mundstück 26 angebracht. Beide Nocken 134 müssen so bemessen sein, dass sie breit genug sind, die Lappen 136, 138 in Eingriff mit der entsprechenden Komponente 52, 66 anzuordnen.

Ein anderes Unterscheidungsmerkmal des Werkzeugs 130 besteht darin, dass das Werkstückkontaktelement 52 mit mindestens einer und vorzugsweise einem Paar Nasen 142 versehen ist, die zur derartigen Ineingriffnahme der Lappen 136 konfiguriert sind, dass sich das Kontaktelement 52 bei Eingriff bezüglich des Mundstücks 26 bewegen kann, bis die Lappen 136 aus den Nasen 142 ausrücken. Da das Kontaktierelement 52 durch das Gestänge 54 mit dem Ventilglied 50 verbunden ist, verhindert dieser Eingriff, dass sich das Ventilglied 50 öffnet, bis der Kolben 64 die Startposition erreicht.

Insbesondere weisen die Nasen 142 jeweils einen abgewinkelten Vorderrand 144 auf, der mit einer gegenüberliegenden Fläche 146 der Lappen 136 verschachtelt ist. Die Lappenabmessungen sind ausreichend abgerundet, um die relative Gleitwirkung zwischen den Nasen 142 und den Lappen bei Freigabe durch das Passieren des Treibers 66 zu verbessern. Die Nocken 134 sind so konfiguriert, dass nach Angriff der Nasen 142 an den Lappenflächen 146 bei Abwärtsbewegung des Treibers 66 entlang der Spur 132 und seinem Eingriff mit den Lappen 138 eine verkeilte Anordnung erzeugt wird, wodurch die Nocken 134 verhindern, dass sich das Werkstückkontaktelement 52 bewegt und das Ventilglied 50 die Verbrennungskammer öffnet, bis sich der Treiber zurückgezogen hat und an den Nocken 134 vorbei aufgestiegen ist.

Im Betrieb ist in einer in 3 dargestellten Ruheposition das Werkstückkontaktelement 52 in einer bezüglich des Mundstücks 26 ausgefahrenen Position angeordnet, was bedeutet, dass die Verbrennungskammer 36 geöffnet ist, weil das Ventilglied 50 über das Gestänge 54 mit dem ausgefahrenen Element 52 verbunden ist. Darüber hinaus befindet sich der Treiber 66 in einer ganz zurückgezogenen Position, weil sich der Kolben 64 in seiner Startposition befindet. Es versteht sich, dass die Nasen 142 unter den Nocken 134 angeordnet sind, die in dieser Position nicht von den Nasen 142 oder dem Treiber 66 in Eingriff genommen sind und frei schwenken.

Nunmehr auf 4 Bezug nehmend, hat der Bediener als Vorbereitung für den Abschuss das Werkzeug 130 gegen das Werkstück 147 gepresst. Somit berührt ein unteres Ende 148 des Werkstückkontaktelements 52 das Werkstück 147, und ein unteres Ende 150 des Mundstücks 26 befindet sich neben dem Ende 148. Dies bedeutet, dass das Gestänge 54 bewirkt hat, dass sich das Ventilglied 50 bezüglich des Gehäuses 12 nach oben bewegt hat, wodurch die Verbrennungskammer 36 geschlossen wird. Gleichzeitig haben sich die Nasen 142 am Werkstückkontaktelement 52 aus einer Position unter den Nocken 134 (am besten in 3 zu sehen) in eine Position über den Nockenlappen 136, 138 (am besten in 4 zu sehen) bewegt. Dann kann das Werkzeug 130 abgeschossen werden, wie oben in Bezug auf das Werkzeug 10 beschrieben.

Beim Abschießen wird der Kolben 64 nach unten gedrückt, wodurch bewirkt wird, dass die Ränder des Treibers 66 die inneren Lappen 138 in Gleiteingriff nehmen. Durch diesen Eingriff wird eine verkeilte Beziehung zwischen dem Treiber 66, den Nocken 134 und den Nasen 142 erzeugt, wodurch der abgewinkelte Vorderrand 144 der Nase 142 in festen Eingriff mit der Nockenfläche 146 gezwungen wird. In dieser Position kann das Ventilglied 50 die Verbrennungskammer 36 nicht öffnen, wenn das Werkzeug 130 vom Werkstück 147 abgehoben wird, wie es bei der Kontaktauslösungsbetriebsart vorkommt, weil sich das Werkstückkontaktelement 52 überhaupt nicht bewegen kann. Dieser Sperrzustand hält die Verbrennungskammer 36 so lange abgedichtet, bis der Kolben 64 aufgrund der im Werkzeug erzeugten Differenzgasdrücke in die Startposition zurückkehren kann.

Nach Rückkehr des Kolbens in die Startposition, die durch die oberste Position des Treibers 66 dargestellt wird, steht der Treiber nicht länger mit den inneren Lappen 138 in Eingriff, und die Schwenknocken 134 können sich frei von den Nasen 142 am Werkstückkontaktelement 52 weg bewegen. Das in die geöffnete Position federvorbelastete Ventilglied 50 drückt dann die äußeren Lappen 136 nach innen, wodurch sich das Ventilglied öffnen kann, so dass die Verbrennungskammer 36 von Abgasen gereinigt und für einen weiteren Abschuss vorbereitet werden kann.

Nunmehr auf die 5 und 6 Bezug nehmend, wird noch eine weitere alternative Ausführungsform des Werkzeugs 10 allgemein mit 160 bezeichnet, wobei gemeinsame Komponenten mit den gleichen Bezugszahlen bezeichnet werden. Im Allgemeinen enthält das Werkzeug 160 insofern das gleiche Merkmal der Werkzeuge 10 und 130, als sich die Verbrennungskammer 36 erst dann öffnen kann, wenn der Kolben 64 in die Startposition zurückkehrt. Wie das Werkzeug 130 erreicht das Werkzeug 160 dieses Ziel dadurch, dass das Werkstückkontaktelement bezüglich des Mundstücks 26 befestigt wird, bis der Treiber 66 ganz zurückgezogen worden ist.

Insbesondere ist das Werkstückkontaktelement 162 zu einem 90°-Winkel ausgebildet worden und weist eine erste Platte 164, an der das Ventilgestänge 166 angebracht ist, und eine zweite Platte 168, die mit einer Sperrnase 170 mit einem abgewinkelten oberen Teil 172 versehen ist, auf. Bei der bevorzugten Ausführungsform ist das untere Ende 148 des Werkstückkontaktelements 162 an der ersten Platte 164 angeordnet, es kommt aber auch in Betracht, dass das Element 162 so konfiguriert werden könnte, dass das untere Ende 148 an der zweiten Platte 168 angeordnet ist.

Eine Montageplatte 174 ist so konfiguriert, dass sie an einem unteren Ende des Gehäuses 12 angebracht werden kann und weist mindestens vier herabhängende, beabstandete Ösen 176 auf. Die Ösen 176 weisen jeweils eine Durchgangsbohrung 178 auf, und die Durchgangsbohrungen stehen alle miteinander in Deckung. Ein (am besten in den 7 und 8) zu sehender Verbindungsschaft 180 weist einen nicht kreisförmigen Querschnitt auf und ist so konfiguriert, dass er in jeder der Durchgangsbohrungen 178 drehbar aufgenommen wird. Mit dem Schaft 180 ist ein allgemein planares (in 11 am besten zu sehendes) Treiberverriegelungsglied 182 verbunden, das ein erstes Ende 184 mit einer nicht kreisförmigen Durchgangsbohrung 186, die zum drehfesten Passeingriff mit dem Schaft 180 konfiguriert ist, und ein zweites, gegenüberliegendes Ineingriffnahme des Treibers 66 aufweist. Das Treiberverriegelungsglied 182 befindet sich vorzugsweise zwischen einem Paar Ösen 176, so dass die aufgeweitete Ausbildung 190 bei Abwärtsbewegung des Treibers 66 zur Ineingriffnahme eines Befestigungselements durch den Treiber in Eingriff genommen und auf den (und mit dem) Schaft 180 von dem Treiber weg geschwenkt wird, wie durch den Pfeil 192 (5) dargestellt.

Nunmehr auf die 5, 6, 8, 9 und 10 Bezug nehmend, ist eine Nasenverriegelung 194 zwischen einem zweiten Paar Ösen 176 angeordnet und greift am Schaft 180 an, um sich mit dem Schaft zu bewegen, wenn das Treiberverriegelungsglied 182 von dem Treiber 66 in Eingriff genommen ist. Vier Hauptkomponenten bilden die Nasenverriegelung 194: ein Paar identischer äußerer Nockenplatten 196, 198, eine innere Nockenplatte 200 und eine Schraubenfeder 202.

Jede der (am besten in 9 zu sehenden) äußeren Nockenplatten 196, 198 ist allgemein dreieckig und weist eine nicht kreisförmige Durchgangsbohrung 204, die zum Passeingriff mit dem Schaft 180 konfiguriert ist, eine bogenförmige Federöffnung 206 und eine Federbefestigungsöse 208 auf. Bei der bevorzugten Ausführungsform ragt die Federbefestigungsöse 208 lateral entlang einer Seite der Platte allgemein entlang dem durch die bogenförmige Federöffnung 206 definierten Bogen, es kommen jedoch in Abhängigkeit von der Anwendung auch andere Konfigurationen in Betracht. Die innere Nockenplatte 200 ähnelt in ihrer Gesamtkonfiguration den äußeren Nockenplatten 196, 198, unterscheidet sich aber in zwei Hauptbereichen von ihnen. Erstens ist eine Durchgangsbohrung 210 kreisförmig und dreht sich somit unabhängig von dem Schaft 180, den sie in Eingriff nimmt. Zweitens weist die innere Nockenplatte 200 statt einer Federbefestigungsöse 208 einen Ansatz 212 auf, der sich von dem gegenüberliegenden Seitenrand der Platte bezüglich der Öse 208 erstreckt.

Eine Federöffnung 206 ist auch an der inneren Nockenplatte 200 vorgesehen. Die Feder 202 ist so in der Federöffnung 206 der inneren Nockenplatte angeordnet, dass Enden 214 der Feder die Ränder 216 der Öffnung 206 in Eingriff nehmen. Bei der bevorzugten Ausführungsform weist die Feder 202 einen Durchmesser auf, der so dimensioniert ist, dass die Feder in die jeweilige Federöffnung 206 beider äußerer Nockenplatten ragt, wenn die Platten 196, 198 und 200 in Sandwichform (am besten in 5 zu sehen) zusammengefügt sind, wobei die innere Nockenplatte zwischen den beiden äußeren Nockenplatten angeordnet ist. In ihrer entspannten Position erstreckt sich die Feder 202 im Grunde von Ende zu Ende in jeder der Öffnungen 206, um die innere Nockenplatte 200 und insbesondere den Ansatz 212 zur Sperrnase 170 vorzubelasten. Wenn der Ansatz 212 mit einer Last beaufschlagt wird, wie unten beschrieben, die ein Schwenken der inneren Nockenplatte 200 bezüglich der äußeren Nockenplatten 196, 198 in Richtung zum Treiber 66 bewirkt, wird die Feder 202 komprimiert und drückt die innere Nockenplatte, damit sie bei Abbau der Last in ihre Ausgangsposition zurückkehrt.

Eine (am besten in 12A zu sehende) Rückstellfeder 218 ist an einem ersten Ende mit beiden der Federbefestigungsösen 208 und an einem anderen Ende mit einem von der Montageplatte 174 herabhängenden Stift 220 verbunden. Die Feder 218 ist dazu konfiguriert, die Nockenplatten 196, 198, 200, die bei Zurückziehen des Treibers 66, nachdem der Kolben die Startposition erreicht, aus der Sperrnase 170 am Werkstückkontaktelement 162 ausgerückt werden, in ihre „Ruhe"-Position zurückzuführen.

Im Betrieb und unter Bezugnahme auf die 12A–F wird das Werkzeug 160 zunächst in der Startposition gezeigt (12A), wobei der Treiber 66 zurückgezogen ist und sich der (nicht gezeigte) Kolben in der Startposition befindet. Die Rückstellfeder 218 zieht die Nasenverriegelung 194, einschließlich der Platten 196, 198, 200, außer Eingriff mit der Sperrnase 170, und die Feder 202 hält die Platten 196, 198, 200 in Deckung miteinander oder in allgemeiner Ausrichtung aufeinander. Des Weiteren sei darauf hingewiesen, dass die Sperrnase 170 unter dem Ansatz 212 an der inneren Nockenplatte 200 gezeigt wird, was bedeutet, dass sich das Werkstückkontaktelement 162 in der ausgefahrenen Position befindet, wodurch angezeigt wird, dass die Verbrennungskammer 36 geöffnet ist.

Bei der Anordnung der Montageplatte 174 werden das Treiberverriegelungsglied 182 und die Nasenverriegelung 194 bezüglich einander so angeordnet, dass das Treiberverriegelungsglied 182 von dem Treiber 66 in Eingriff genommen werden kann, und die Nasenverriegelung 194 kann mit der Sperrnase 170 in Eingriff gebracht werden. Nunmehr auf 12B Bezug nehmend, hat der Bediener das Werkzeug 160 gegen das Werkstück gedrückt, so dass sich das Werkstückkontaktelement nach oben bewegt hat (siehe neue Position der Nase 170), und die Verbrennungskammer 36 ist durch das Ventilglied 50 abgedichtet worden. Es sei darauf hingewiesen, dass sich die Nase 170 vollständig über dem Ansatz 212 befindet. Das Werkzeug 160 ist nun abschussbereit.

Nunmehr auf 12C Bezug nehmend, ist das Werkzeug 160 abgeschossen worden und der Treiber 66 hat sich zur Ineingriffnahme eines Befestigungselements nach unten bewegt. Bei seiner Abwärtsbewegung hat der Treiber 66 die aufgeweitete Ausbildung 190 des Treiberverriegelungsglieds 182 in Eingriff genommen und zur Seite geschoben und demgemäß eine Drehung des Glieds 182, des Schafts 180 und der Nasenverriegelung 194 im Uhrzeigersinn bewirkt, wie durch den Pfeil 222 gezeigt. Diese Positionen werden als die verschobene oder gedrehte Position des Glieds 182 und der Verriegelung 194 bezeichnet. Es sei darauf hingewiesen, dass der Ansatz 212 der Nasenverriegelung 194 jegliche Abwärtsbewegung der Sperrnase 170 blockiert.

Nunmehr auf 12D Bezug nehmend, hat der Bediener nun das Werkzeug 160 mit einer so genannten „Kontaktauslösungs"-Bewegung von der Werkstückoberfläche angehoben, um das Werkzeug schnell in die nächste Abschussposition zu bewegen. Somit wird das Werkstückkontaktelement 162 nicht mehr durch das Werkstück behindert und versucht, in die Ruheposition von 12A zurückzukehren. Der Ansatz 212 verhindert diese Bewegung jedoch, indem er einen Rand 213 der Sperrnase 170 in Eingriff nimmt, wodurch des Weiteren die Verbrennungskammer 36 abgedichtet gehalten wird, indem eine unerwünschte Bewegung des Ventilglieds 50 verhindert wird.

In 12E ist der Treiber 66 ganz zurückgezogen und das Treiberverriegelungsglied 182 wird dann durch die Rückstellfeder 218 in seine Startposition zurückgeführt, die durch Bewegung der Nasenverriegelung 194 über den Schaft 180 auch das Treiberverriegelungsglied bewegt. Als Nächstes kann sich nun das Werkstückkontaktelement 162 nach unten bewegen, wodurch die Verbrennungskammer 36 geöffnet wird, um ein Ausspülen von Verbrennungsgasen aus der Verbrennungskammer zu gestatten (12F). Die 12A und 12F sind identisch, und das Werkzeug 160 ist nur für einen weiteren Abschuss bereit.

Nunmehr auf die 12G12L Bezug nehmend, ist zu sehen, dass das Werkzeug 160 dazu ausgeführt ist, durch Betätigung der Nasenverriegelung 194 ein Blockieren zu verhindern. In 12G wird der Treiber 66 in der Startposition gezeigt, aber das Werkstückkontaktelement 162 hat noch nicht die ganz zurückgezogene oder geschlossene Position erreicht, so dass der Ansatz 212 eine Seitenfläche 224 der Sperrnase 170 in Eingriff genommen hat. Wie in 12H zu sehen, ist das Werkzeug 160 abgeschossen worden, obgleich die Verbrennungskammer 36 nicht ganz geschlossen ist, wodurch bewirkt wird, dass der Treiber 66 das Treiberverriegelungsglied 182 aus dem Weg schiebt und auch die Nasenverriegelung 194 durch die Verbindung über den Schaft 180 im Uhrzeigersinn bewegt. Der Eingriff des Ansatzes 212 mit der Fläche 224 verhindert jedoch, dass die Nasenverriegelung ihre vollständige Verschiebung im Uhrzeigersinn erreicht. Gäbe es keinen Freigabemechanismus, würde der Treiber daran gehindert werden, sich frei nach unten zu bewegen, um das Befestigungselement anzutreiben, und nicht ordnungsgemäß in die Startposition zurückkehren. Um dieser Situation abzuhelfen, ist die innere Nockenplatte 200 aufgrund ihrer (am besten in 10 zu sehenden) kreisförmigen Durchgangsbohrung 210 somit bezüglich der äußeren Nockenplatten 196, 198 beweglich. Des Weiteren wird die Feder 202 komprimiert, wodurch es dem Treiber 66 gestattet wird, sich ordnungsgemäße von dem Verriegelungsglied 182 weg zu bewegen.

Ein verwandtes Problem wird in 12 gezeigt, dass aufgrund des Mangels an einer vollständig geschlossenen Verbrennungskammer während des Abschießens das Differential von Gasdrücken, die es dem Kolben normalerweise gestatten, in die Startposition zurückzukehren, nicht ausreicht oder gar nicht vorhanden ist. Durch das in 12H gezeigte Komprimieren der Feder 202 ist die Sperrnase 170 in der Lage, den Ansatz 212 zu passieren und sich nach unten zu bewegen, wobei diese Bewegung durch den abgewinkelten oberen Teil 172 der Nase 170 erleichtert wird.

Nunmehr auf die 12J und 12K Bezug nehmend, kann das Werkzeug 160 nicht erneut abgeschossen werden, da sich der Treiber 66 bereits in der abgesenkten Position befindet. Um das Werkzeug, das nicht blockiert ist, dessen Teile sich aber lediglich nicht in ihrer ordnungsgemäßen Position befinden, zurückzustellen, drückt der Bediener das Mundstück 26 und das Werkstückkontaktelement 162 gegen das Werkstück 147. Durch diesen Vorgang wird das Werkstückkontaktelement 162 nach oben geschoben, aber da sich der Treiber 66 unten befindet, befindet sich die Nasenverriegelung 194 immer noch in der verschobenen oder gedrehten Position, und das Werkstückkontaktelement kann sich nicht um seine volle Strecke nach oben bewegen.

Um es dem Element 162 zu gestatten, den Ansatz 212 zu passieren, beginnt der abgewinkelte Teil 172 der Sperrnase 170 mit einem Eingriffsvorgang, der die Feder 202 komprimiert. Bei zusätzlichem Abwärtsdruck durch den Bediener komprimiert die Sperrnase 170 die Feder 202 genug, um den Ansatz 212 und die innere Nockenplatte 200 entgegen dem Uhrzeigersinn zu bewegen, bis ausreichend Spielraum bereitgestellt wird, um es dem Werkstückkontaktelement 162 zu gestatten, den Ansatz 212 zu passieren.

Nunmehr auf 12L Bezug nehmend, ist zu sehen, dass sich die Nase 170 des Werkstückkontaktelements 162 von dem Ansatz 212 weg bewegt hat, und das Ventilglied 50 die Startposition erreicht hat, in der die Verbrennungskammer 36 in der Regel geschlossen ist. Die Kammer ist in diesem Beispiel jedoch nicht geschlossen, da sich der Kolben 64 immer noch in seiner untersten oder abgeschossenen Position befindet und aufgrund der geöffneten Verbrennungskammer nicht in die Startposition zurückgekehrt ist.

Da der Treiber 66 niedergedrückt ist, befinden sich das Treiberverriegelungsglied 182 und die Nasenverriegelung 194 noch immer in der gedrehten oder verschobenen Position. Um das Werkzeug 160 zum Abschießen vorzubereiten, stellt der Bediener den Treiber 66 mit einem Schraubendreher oder einem ähnlichen Werkzeug zurück, indem er den Treiber nach oben in das Gehäuse 12 schiebt, bis er die (am besten in 12A zu sehende) Startposition erreicht. Zu diesem Zeitpunkt werden das Verriegelungsglied 182 und die Nasenverriegelung 194 durch die Rückstellfeder 218 in die Position von 12A gezogen. Das Werkzeug 160 kann dann neu abgeschossen werden, nachdem es auf das Werkstück 147 angeordnet und niedergedrückt worden ist, um die Verbrennungskammer zu schließen, wie in 12B gezeigt.

Somit ist zu sehen, dass der vorliegende Verzögerungsmechanismus in Form der Auslöserverzögerung 104, der Schwenknocken 134 oder der Kombination aus dem Treiberverriegelungsglied 182 und der Nasenverriegelung 194 letztendlich das Öffnen der Verbrennungskammer 36 so lange verzögert, bis der Kolben 64 die Startposition erreicht. Somit wird ein zuverlässigerer Betrieb des Werkzeugs erreicht und der Bediener kann, falls gewünscht, das Werkzeug durch die Kontaktauslösungsbetriebsart effizienter bedienen.


Anspruch[de]
Verbrennungskraftbetriebenes Werkzeug mit einer unabhängigen Verbrennungs-Energiequelle (16), die zur Erzeugung einer Verbrennung zum Antrieb eines Treibers (66) zum Aufschlagen auf ein Befestigungselement und zu seinem Eintreiben in ein Werkstück ausgeführt und angeordnet ist, mit Folgendem:

einem zum Umschließen der Energiequelle ausgeführten und angeordneten Gehäuse (12);

einer an einem oberen Ende des Gehäuses definierten Verbrennungskammer (36);

einem in dem Gehäuse in Strömungsverbindung mit der Verbrennungskammer angeordneten Zylinder (58);

einem in dem Gehäuse zum periodischen Öffnen und Schließen der Verbrennungskammer (36) angeordneten Ventilglied (50)

einem dem Treiber (66) zugeordneten Kolben (64), der zur Hin- und Herbewegung im Zylinder (58) zwischen einer sich an einem ersten Ende des Zylinders befindenden Startposition und einer sich an einem zweiten Ende des Zylinders befindenden Antriebsposition konfiguriert ist;

einem Mundstück (26) mit einem Werkstückkontaktelement (52; 162), das mit dem Ventilglied (50) verbunden und zum Berühren eines Werkstücks konfiguriert ist, in das ein Befestigungselement getrieben werden soll, wobei das Werkstückkontaktelement (52; 162) bezüglich des Mundstücks beweglich ist und wobei eine solche Bewegung des Werkstückkontaktelements (52; 162) bei dem Kontakt bewirkt, dass das Ventilglied (50) die Verbrennungskammer (36) schließt;

Verzögerungsmittel (132, 134, 142; 170, 182, 194) zur Verzögerung des Öffnens der Verbrennungskammer (36) durch das Ventilglied (50), bis der Kolben (64) nach dem Eintreiben des Befestigungselements in die Startposition zurückkehrt,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Verzögerungsmittel ein Sperrmittel (132, 134, 142; 170, 182, 194) enthalten, das zur Befestigung eines Werkstückkontaktelements (52) bezüglich des Mundstücks (26), bis der Kolben (64) die Startposition erreicht hat, konfiguriert ist.
Werkzeug nach Anspruch 1, bei dem das Sperrmittel (132, 134, 142) mindestens einen Nocken (134) enthält, der schwenkbar an dem Mundstück (26) angreift und einen ersten Lappen (136) zur Ineingriffnahme des Werkstückkontaktelements (52) und einen zweiten Lappen (138) zur Ineingriffnahme des Treibers (66) aufweist. Werkzeug nach Anspruch 2, bei dem das Werkstückkontaktelement (52) mindestens eine Nase (142) zur Ineingriffnahme einer entsprechenden des mindestens einen Lappens (136) enthält. Werkzeug nach Anspruch 1, bei dem die Sperrmittel (170, 182, 194) zur Befestigung des Werkstückkontaktelements (152) bezüglich des Mundstücks (26), bis der Treiber (66) ganz zurückgezogen ist, konfiguriert sind. Werkzeug nach Anspruch 4, bei dem die Sperrmittel eine Sperrnase (170) am Werkstückkontaktelement (162), ein erstes Verriegelungsglied (182), das mit dem Treiber (66) in Eingriff gebracht werden kann, wenn er sich zum Aufschlagen auf das Befestigungselement nach unten bewegt, und ein zweites Verriegelungsglied (194) enthalten, das zur Bewegung mit dem ersten Verriegelungsglied (182) und zur Ineingriffnahme der Verriegelungsnase (170), um zu verhindern, dass sich das Ventilglied (50) zur Öffnung der Verbrennungskammer (36) bewegt, bis der Treiber (66) ganz zurückgezogen ist, konfiguriert ist. Werkzeug nach Anspruch 5, bei dem das erste Verriegelungsglied (182) ein Treiberverriegelungsglied ist, das von dem Treiber (66) in Eingriff genommen werden kann, wenn er sich zum Aufschlagen auf das Befestigungselement nach unten bewegt, und das zweite Verriegelungsglied (194) eine Nasenverriegelung ist, die zur Ineingriffnahme eines Rands (172) der Verriegelungsnase (170) konfiguriert ist. Werkzeug nach Anspruch 6, bei dem die Nasenverriegelung (194) so konfiguriert ist, dass sie ein Überlastmerkmal aufweist, das durch ein Paar äußerer Nockenplatten (196, 198) und eine innere Nockenplatte (200) mit einem Ansatz (212) zur Ineingriffnahme der Verriegelungsnase (170) bereitgestellt wird, wobei die innere Nockenplatte (200) zwischen den äußeren Nockenplatten (196, 198) eingeklemmt und zur Verriegelungsnase (202) vorbelastet ist. Werkzeug nach Anspruch 1, bei dem die innere Nockenplatte (200) so konfiguriert ist, dass sie sich bei Eingriff mit einer Seite der Verriegelungsnase (170) gegen die Vorbelastung zur Nase bewegen und zurückgezogen werden kann, wodurch der Treiber (66) passieren kann, ohne das Werkzeug zu blockieren. Werkzeug nach Anspruch 7 oder 8, bei dem die äußeren Nockenplatten (196, 198) von der Verriegelungsnase (170) weg vorbelastet sind (218), so dass sich die Nockenplatten (196, 198) von der Verriegelungsnase (170) weg bewegen, wenn der Kolben (64) die Startposition erreicht. Werkzeug nach Anspruch 2, bei dem sich der Treiber (66) nach unten bewegt, um ein Befestigungselement zu berühren, der mindestens eine Nocken (134) mit dem ersten Lappen (136) das Werkstückkontaktelement (52) und mit dem zweiten Lappen (138) den Treiber (66) in Eingriff nimmt.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com