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Wirkungsverstärker für landwirtschaftliche Chemikalien - Dokument DE60306715T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60306715T2 12.07.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001366662
Titel Wirkungsverstärker für landwirtschaftliche Chemikalien
Anmelder Kao Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Kurita, Kao Cor., Kazuhiko, Wakayama, JP;
Suzuki, Kao Cor., Tadayuki, Wakayama, JP
Vertreter HOFFMANN & EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 60306715
Vertragsstaaten DE, ES, FR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 28.05.2003
EP-Aktenzeichen 030121032
EP-Offenlegungsdatum 03.12.2003
EP date of grant 12.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.07.2007
IPC-Hauptklasse A01N 25/22(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft eine landwirtschaftliche chemische Zusammensetzung, die ein Verstärkungsmittel für landwirtschaftliche Chemikalien umfasst.

Stand der Technik

Landwirtschaftliche Chemikalien, einschließlich eines Insektizids, eines Fungizids oder eines Bakterizids, eines Herbizids, eines Akarizids und eines Pflanzenwuchsregulators werden in Form von emulgierbaren Konzentraten, benetzbaren Pulvern, Granalien, Staubformulierungen, suspendierbaren Konzentraten oder rieselfähigen Guten, flüssigen Formulierungen usw. verwendet. Um eine ausreichende Wirkung eines technischen Stoffs einer landwirtschaftlichen Chemikalie zu erlangen, werden landwirtschaftliche Chemikalien mit verbesserten physikalischen Eigenschaften extensiv entwickelt, eine weitere Erhöhung der Wirkung der landwirtschaftlichen Chemikalie durch Weiterentwickeln einer Formulierung ist jedoch zur Zeit schwierig. Die Entwicklung neuer landwirtschaftlicher Chemikalien ist noch schwieriger, und daher ist die weitere Erhöhung der Aktivität von existierenden landwirtschaftlichen Chemikalien in der Industrie besonders bedeutsam.

Es ist bekannt, dass verschiedene Tenside als Verstärkungsmittel für landwirtschaftliche Chemikalien verwendet wurden. Beispielsweise ist es bekannt, dass eine Zusammensetzung, die eine starke Wirkung auf ein Bipyridin-Herbizid ausübt, durch Kombination eines anionischen Tensids mit einem Komplexbildner erhalten werden kann (WO95/31903). Ferner ist außerdem bekannt, dass eine wirkungserhöhende Zusammensetzung für landwirtschaftliche Chemikalien durch Vermischen eines Komplexbildners mit einem kationischen Tensid und Hinzufügen eines weiteren Tensids dazu erhalten werden kann (WO95/17817).

Des Weiteren ist ein Alkyl- oder Alkenylpolyoxyalkylenetheracetat dafür bekannt, eine starke Wirkung aufzuweisen, wenn es jedoch in Kombination mit verschiedenen Additiven wie z.B. einem Komplexbildner, einem Verdicker oder anorganischen Stoffen verwendet wird, ist seine Stabilität gering, was die Herstellung einer Formulierung schwierig macht, so dass es in der Praxis nicht oft verwendet wird. Seine Stabilität wird besonders gering, wenn es in hohen Konzentrationen beigemengt wird. Außerdem ist das Alkyl- oder Alkenylpolyoxyalkylenetheracetat stark sauer (etwa pH 2) und daher kann es bei Verwendung nicht nur gefährlich sein, sondern auch andere Tenside und technische Stoffe der landwirtschaftlichen Chemikalien zersetzen, wenn es in einer Formulierung verwendet wird, was deren Aktivität vermindert. Des Weiteren ist auch die Verwendung eines Aminoxids als Verstärkungsmittel für landwirtschaftliche Chemikalien bekannt (JP-A 1-268605), es gibt jedoch Bedarf für weitere Verbesserungen bezüglich des wirkungserhöhenden Einflusses.

In JP-A 1-299205 wird die Lagerstabilität von Vasta (Glyphosinat) durch Verwendung eines Tensids verbessert.

Zusammenfassung der Erfindung

Zur Vollendung der vorliegenden Erfindung haben die hiesigen Erfinder herausgefunden, dass ein bestimmtes Alkyl- oder Alkenylaminoxid einen stärkeren wirkungserhöhenden Einfluss auf verschiedene landwirtschaftliche Chemikalien haben.

Das heißt, die vorliegende Erfindung stellt ein Verstärkungsmittel für landwirtschaftliche Chemikalien bereit, das eine durch die folgende Formel (I) dargestellte Verbindung umfasst.

Die vorliegende Erfindung betrifft eine landwirtschaftliche chemische Zusammensetzung, die die folgenden Komponenten (A) und (B) umfasst:

  • (A)
    worin R1 eine geradkettige oder verzweigte C6-30-Alkylgruppe, eine geradkettige oder verzweigte C6-30-Alkenylgruppe oder eine Alkylphenylgruppe mit einer C6-17-Alkylgruppe darstellt; R2 und R3 jeweils -(A1O)m-H darstellen; A -CONH(CH2)n- oder -(OA1)m- darstellt; A1 eine C2-4-Alkylengruppe darstellt, der Durchschnitt von m eine Zahl von 1 bis 30 ist und der Durchschnitt von n eine Zahl von 1 bis 15 ist, und
  • (B) einen technischen Stoff für eine landwirtschaftliche Chemikalie, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus einem Herbizid, das aus Glyphosat und Bialaphos ausgewählt ist, einem Insektizid, einem Fungizid oder einem Bakterizid und einem Akarizid besteht.

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann ferner ein von (A) verschiedenes Tensid (C) umfassen. Die Zusammensetzung kann außerdem einen Komplexbildner (D) umfassen.

Das (A)/(C)-Gewichtsverhältnis liegt vorzugsweise im Bereich von 1/10 bis 50/1. Das Molverhältnis von (D) zu (A) liegt vorzugsweise im Bereich von 0,05/1 bis 15/1.

Die vorliegende Erfindung stellt außerdem die Verwendung des oben beschriebenen (A) als Verstärkungsmittel für das oben beschriebene (B) und ein Verfahren zur Verstärkung der Wirkung von (B) durch Anwenden des oben beschriebenen (A) auf das oben beschriebene (B) bereit.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Das Verstärkungsmittel für landwirtschaftliche Chemikalien, das die erfindungsgemäße Verbindung (A) der allgemeinen Formel (I) umfasst, kann die Wirkung des technischen Stoffs der landwirtschaftlichen Chemikalie verbessern, vorzugsweise um den Faktor zwei oder drei, wenn es in Kombination mit einem technischen Stoff der landwirtschaftlichen Chemikalie verwendet wird.

Obgleich die Theorie hier nicht als einschränkend gesehen werden sollte und der Mechanismus für das Verstärkungsmittel für landwirtschaftliche Chemikalien, das die Verbindung (A) der allgemeinen Formel (I) als Wirkstoff in der vorliegenden Erfindung umfasst, welches unabhängig vom Strukturtyp der landwirtschaftlichen Chemikalie einen signifikanten, wirkungserhöhenden Einfluss aufweist, nicht bekannt ist, wird vermutet, dass das erfindungsgemäße Verstärkungsmittel das Eindringen der landwirtschaftlichen Chemikalie in Pflanzen, Insekten, Pilze oder Bakterien fördert.

Verbindung (A)

In der allgemeinen Formel (I) der Verbindung (A) ist R1 vorzugsweise eine Gruppe, die aus einer linearen oder verzweigten C8-24-Alkylgruppe, einer linearen oder verzweigten C8-24-Alkenylgruppe und einer Alkylphenylgruppe mit einer C6-17-Alkylgruppe ausgewählt ist. In der allgemeinen Formel (I) ist A vorzugsweise -CONH(CH2)n-, worin der Durchschnitt von n eine Zahl von 1 bis 3 ist, oder -(OA1)n-, worin der Durchschnitt von n eine Zahl von 1 bis 15 ist, wobei -CONH(CH2)n-, worin der Durchschnitt von n eine Zahl von 1 bis 3 ist, bevorzugt wird. Diese werden im Hinblick auf den wirkungserhöhenden Einfluss auf landwirtschaftliche Chemikalien bevorzugt.

Ein Beispiel für ein Verfahren zur Herstellung der Verbindung (A) ist das Folgende: Eine Fettsäure und Dimethylaminopropylamin, welche die Startmaterialien der gewünschten Verbindung (A) sind, werden bei einer hohen Temperatur umgesetzt und gereinigt, um ein Amidamin als Zwischenverbindung zu synthetisieren. Danach wird das Amidamin mit Wasserstoffperoxid in einer wässrigen Lösung umgesetzt, zu der Zitronensäure hinzugefügt wurde, wobei das gewünschte Alkylamidpropyldimethylaminoxid als Wirkstoff hergestellt wird.

Der Gehalt der Verbindung (A) als Verstärkungsmittel für erfindungsgemäße landwirtschaftliche Chemikalien beträgt bevorzugt 0,1 bis 90 Gew.%, besonders bevorzugt 1 bis 50 Gew.%.

Tensid (C)

In einer bevorzugten Ausführungsform kann die Menge der Verbindung (A), die als Verstärkungsmittel für die erfindungsgemäßen landwirtschaftlichen Chemikalien verwendet wird, durch Verwendung eines Tensids (C) in Kombination mit der Verbindung (A) reduziert werden, während der wirkungserhöhende Einfluss der Verbindung (A) auf die landwirtschaftlichen Chemikalien aufrechterhalten bleibt. Das Tensid (C), welches verwendet werden kann, schließt ein nichtionisches Tensid, ein anionisches Tensid, ein kationisches Tensid und ein amphoteres Tensid oder eine Mischung davon ein.

Das nichtionische Tensid schließt Polyoxyalkylenalkylether, wie z.B. Polyoxyethylenalkylether (z.B. Polyoxyethylenoleylether), Polyoxyalkylenalkylarylether, wie z.B. Polyoxyethylenalkylphenol, ein Polyoxyalkylenalkylarylether-Formaldehyd-Kondensat, Polyoxyalkylenarylether, Polyoxyalkylenalkylester, Polyoxyalkylenalkylsorbitolester, Polyoxyalkylensorbitanester, Polyoxyalkylenalkylglycerinester, Polyoxyalkylen-Blockcopolymere (beispielsweise solche, die eine Polyoxypropylengruppe enthalten), Polyoxyalkylen-Blockcopolymer-Alkylglycerinester, Polyoxyalkylenalkylsulfonamid, Polyoxyalkylen-Kolophoniumester, Alkylglycosid, Alkylpolyglycosid, Polyoxyalkylenalkylpolyglycosid, usw. und Mischungen von zwei oder mehreren davon ein.

Beispiele für das kationische Tensid schließen Monoalkyl-di-niedrigalkylamin, Dialkyl-mono-niedrigalkyl, ein Alkylaminethylenoxidaddukt, ein Alkylaminpropylenoxidaddukt, z.B. ein Talgaminethylenoxidaddukt, ein Oleylaminethylenoxidaddukt, ein Sojaaminethylenoxidaddukt, ein Kokolaminethylenoxidaddukt, ein synthetisches Alkylaminethylenoxidaddukt, ein Octylaminethylenoxidaddukt usw. und quaternäre Derivate davon (beispielsweise solche, die mit Methylchlorid, Dimethylschwefelsäure, Diethylschwefelsäure, Benzylchlorid usw. quaternisiert werden) und Mischungen davon ein.

Typische anionische Tenside sind als wässrige Lösung oder in festem Zustand erhältlich und Beispiele davon schließen Natriummono- und Dialkylsulfonat, Natrium-&agr;-olefinsulfonat, Natriumalkansulfonat, Alkylsulfosuccinat, Alkylsulfat, Polyoxyalkylenalkylethersulfat, Polyoxyalkylenalkylarylethersulfat, Polyoxyalkylenstyrylphenylethersulfat, Mono- und Dialkylbenzolsulfonat, Alkylnaphthalinsulfonat, Alkylnaphthalinsulfonat-Formaldehyd-Kondensate, Alkyldiphenylethersulfonat, olefinische Sulfonate, Mono- und Dialkylphosphat, Polyoxyalkylen-mono- und -dialkylphosphat, Polyoxyalkylen-mono- und -diphenyletherphosphat, Polyoxyalkylen-mono- und -diphenylphenyletherphosphat, Polycarboxylat, lineare und verzweigte Alkylamidpolyoxyalkylenethercarbonsäure oder Salze davon, Alkylpolyoxyalkylencarboxylate, die von den erfindungsgemäßen verschieden sind, Alkenylpolyoxyalkylenethercarboxylate, die von den erfindungsgemäßen verschieden sind, aliphatische Säuren oder Salze davon, beispielsweise Caprylsäure und Salze davon, Laurylsäure und Salze davon, Stearinsäure und Salze davon, Ölsäure und Salze davon, N-Methyl-Fettsäuretauride und eine Mischung von zwei oder mehreren davon (einschließlich Salzen davon, wie z.B. Natrium-, Kalium-, Ammonium- und Aminsalze) ein.

Beispiele für geeignete amphotere Tenside schließen Armox C/12, Monaterics, Miranole, Betain, Lonzaine und eine Mischung davon ein.

Besonders bevorzugt unter diesen amphoteren Tensiden sind nichtionische Tenside, vorzugsweise Polyoxyalkylenether (insbesondere Polyoxyethylenalkylether) und Polyoxyalkylensorbitanester (insbesondere Polyoxyethylensorbitanester).

In einer bevorzugten landwirtschaftlichen chemischen Zusammensetzung, die die Verbindung (A) und das von der Verbindung (A) verschiedene Tensid (C) umfasst, ist das Gewichtsverhältnis Verbindung (A)/(das von Verbindung (A) verschiedene Tensid (C)), d.h. (A)/(C), vorzugsweise 1/10 bis 50/1, besonders bevorzugt 1/5 bis 10/1.

Komplexbildner (D)

Ein Komplexbilder (D) kann vorzugsweise in Kombination mit dem Verstärkungsmittel, z.B. der Verbindung (A), in der erfindungsgemäßen landwirtschaftlichen chemischen Zusammensetzung verwendet werden. Der Komplexbildner ist nicht besonders beschränkt, insoweit er die Fähigkeit besitzt, Metallionen zu chelatisieren. Beispiele für den in der vorliegenden Erfindung verwendeten Komplexbildner schließen einen Aminopolycarbonsäure-basierenden Komplexbildner, einen Komplexbildner auf Basis einer aromatischen und aliphatischen Carbonsäure, einen Aminosäure-basierenden Komplexbildner, einen Etherpolycarbonsäure-basierenden Komplexbildner, Phosphonsäure-basierende Komplexbildner, wie z.B. Iminodimethylphosphonsäure (IDP) und Alkyldiphosphonsäure (ADPA), einen Hydroxycarbonsäure-basierenden Komplexbildner, einen Phosphorsäure-basierenden Komplexbildner, einen Komplexbildner auf Basis eines polymeren Elektrolyts (einschließlich eines oligomeren Elektrolyts) und Dimethylglyoxim (DG) ein. Diese Komplexbildner können in Form einer freien Säure oder in Form eines Salzes, wie z.B. ein Natriumsalz, Kaliumsalz oder Ammoniumsalz, vorliegen. Alternativ können es auch hydrolysierbare Esterderivate davon sein. Das Molverhältnis des Komplexbildners (D) zu der durch die allgemeine Formel (I) dargestellten Verbindung (A) als Verstärkungsmittel der landwirtschaftlichen Chemikalien liegt im Bereich von 0,05 bis 15.

Beispiele für den Aminopolycarbonsäure-basierenden Komplexbildner schließen die Folgenden ein:

  • a) eine Verbindung, die durch die chemische Formel RNY2 dargestellt wird,
  • b) eine Verbindung, die durch die chemische Formel NY3 dargestellt wird,
  • c) eine Verbindung, die durch die chemische Formel R-NY-CH2CH2-NY-R dargestellt wird,
  • d) eine Verbindung, die durch die chemische Formel R-NY-CH2CH2-NY2 dargestellt wird,
  • e) eine Verbindung, die durch die chemische Formel Y2N-R'-NY2 dargestellt wird und
  • f) eine Verbindung, die analog zu Verbindung e) ist und 4 oder mehr Y-Gruppen enthält, beispielsweise eine durch die folgende Formel dargestellte Verbindung:

In der obigen Formel stellt Y -CH2COOH oder -CH2CH2COOH dar, R stellt Gruppen dar, die einem bekannten Komplexbildner zugehörig sind, wie z.B. ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe, eine Hydroxylgruppe und eine Hydroxyalkylgruppe, R' stellt Gruppen dar, die einem bekannten Komplexbildner zugehörig sind, wie z.B. eine Alkylengruppe und eine Cycloalkylengruppe.

Typische Beispiele für den Aminopolycarbonsäure-basierenden Komplexbildner schließen Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA), Cyclohexandiamintetraessigsäure (CDTA), Nitrilotriessigsäure (NTA), Iminodiessigsäure (IDA), N-(2-Hydroxyethyl)iminodiessigsäure (HIMDA), Diethylentriaminpentaessigsäure (DTPA), N-(2-Hydroxyethyl)ethylendiamintriessigsäure (EDTA-OH) und Glycoletherdiamintetraessigsäure (GEDTA) sowie Salze davon ein.

Beispiele für Komplexbildner auf Basis von aromatischen und aliphatischen Carbonsäuren, die erfindungsgemäß verwendet werden können, schließen Oxalsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Itaconsäure, Aconitsäure, Brenztraubensäure, Salicylsäure, Acetylsalicylsäure, Hydroxybenzoesäure, Aminobenzoesäure (einschließlich Anthranilsäure), Phthalsäure, Trimellitsäure, Gallussäure sowie Salze, Methylester und Ethylester davon ein. Beispiele für aminobasierende Komplexbildner, die erfindungsgemäß verwendet werden können, schließen Glycin, Serin, Alanin, Lysin, Cystin, Cystein, Ethionin, Tyrosin, Methionin und Salze und Derivate davon ein.

Beispiele für den Etherpolycarbonsäure-basierenden Komplexbildner, der erfindungsgemäß verwendet werden kann, schließen Diglycolsäure, eine durch die folgende Formel dargestellte Verbindung, analoge Verbindungen davon und Salze davon (beispielsweise Natriumsalze) ein.

worin Y1 ein Wasserstoffatom, -CH2COOH oder -COOH darstellt und Z1 ein Wasserstoffatom, -CH2COOH oder
darstellt.

Beispiele für den Hydroxycarbonsäure-basierenden Komplexbildner, der erfindungsgemäß verwendet wird, schließen Äpfelsäure, Zitronensäure, Glycolsäure, Gluconsäure, Heptonsäure, Weinsäure, Milchsäure und Salze davon ein.

Beispiele für den Phosphorsäure-basierenden Komplexbildner, der erfindungsgemäß verwendet wird, schließen Orthophosphorsäure, Pyrophosphorsäure, Triphosphorsäure und Polyphosphorsäure ein.

Beispiele für die Komplexbildner auf Basis eines polymeren Elektrolyts (einschließlich eines oligomeren Elektrolyts), die erfindungsgemäß verwendet werden können, schließen ein Acrylatpolymer, ein Maleinsäureanhydridpolymer, ein &agr;-Hydroxyacrylatpolymer, ein Itaconatpolymer und ein Copolymer, das aus zwei oder mehreren Monomeren besteht, die diese Polymere bilden, und ein Epoxysuccinatpolymer ein.

Ferner können auch Ascorbinsäure, Thioglycolsäure, Phytinsäure, Glyoxylsäure und Glyoxalsäure sowie Salze davon vorzugsweise als Komplexbildner in der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Ebenso können ein pH-Regulierungsmittel, anorganische Salze, ein Verdickungsmittel usw. nötigenfalls zu der erfindungsgemäßen landwirtschaftlichen chemischen Zusammensetzung hinzugefügt werden.

Landwirtschaftliche chemische Zusammensetzung

Die erfindungsgemäße landwirtschaftliche chemische Zusammensetzung umfasst ein Verstärkungsmittel für landwirtschaftliche Chemikalien, das oben beschrieben wurde, und einen technischen Stoff aus einer landwirtschaftlichen Chemikalie. Der technische Stoff aus der landwirtschaftlichen Chemikalie bezeichnet einen landwirtschaftlichen chemischen Wirkstoff. Um einen ausreichenden wirkungserhöhenden Einfluss auf die vorgesehenen landwirtschaftlichen Chemikalien zu erzielen, ist es bevorzugt, dass in der erfindungsgemäßen landwirtschaftlichen chemischen Zusammensetzung das Gewichtsverhältnis der Verbindung (A) der allgemeinen Formel (I) als Verstärkungsmittel für landwirtschaftliche Chemikalien zu dem technischen Stoff aus der landwirtschaftlichen Chemikalie (d.h. Verbindung (A)/(technischer Stoff aus der landwirtschaftlichen Chemikalie)), bevorzugt 0,03/1 bis 50/1, besonders bevorzugt 0,04/1 bis 20/1 und insbesondere 0,1/1 bis 10/1 ist.

Der technische Stoff aus der landwirtschaftlichen Chemikalie, der in der erfindungsgemäßen landwirtschaftlichen chemischen Zusammensetzung verwendet wird, schließt solche ein, die z.B. in Agricultural Chemical Handbook, 10. Auflage (in japanisch), 15. Dezember 1998, publiziert durch die Japan Plant Protection Association, beschrieben sind. Beispiele schließen die folgenden technischen Stoffe aus landwirtschaftlichen Chemikalien ein, sind jedoch nicht auf diese beschränkt:

Die Fungizide oder Bakterizide schließen organische Schwefelfungizide oder Bakterizide, wie z.B. ein Zinebagens, Manebagens, Thiramagens, Mancozebagens, Polycarbamatagens, Propinebagens usw., Benzimidazol-Fungizide oder Bakterizide, wie z.B. ein Benomylagens, Thiophahat-Methyl-Agens usw., Dicarbonsäure-Fungizide oder -Bakterizide, wie z.B. ein Iprodionagens, Procymidonagens usw., andere synthetische Fungizide oder Bakterizide, wie z.B. ein Triazinagens, Iminoctadintriacetatagens, Isoprothiolanagens, TPN-Agens, Probenazolagens, Captanagens, Fluoromidagens, DPC-Agens und Iminoctadin-Albesilat-Agens, Sterol-Biosynthese-Inhibitoren, wie z.B. ein Triflumizonagens, Bitertanolagens, Pyrifenoxagens, Fernarimolagens, Triforinagens, Triadimefonagens, Myclobutanilagens, Difenoconazolagens und Imibenconazolagens, Säureamid-Fungizide oder -Bakterizide, wie z.B. ein Metalaxylagens und Mepronilagens, Kupfer-Fungizide oder -Bakterizide, wie z.B. anorganische Kupferagentien und organischen Kupferagentien, antibiotische Fungizide oder Bakterizide, wie z.B. ein Streptomycinagens, Polyoxinagens, Blasticidin-S-Agens, Kasugamycinagens, Validamycinagens und Oxytetracyclinagens, Boden-Fungizide oder -Bakterizide, wie z.B. ein Etridiazolagens und Hymexazolagens, Melamin-Biosynthese-Inhibitoren, wie z.B. ein Fthalidagens, Caproamidagens, organische phosphorhaltige Fungizide oder Bakterizide, wie z.B. ein EBP-Agens, EDDP-Agens und Fosetylagens, anorganische Insektizide, wie z.B. anorganische Schwefelagentien und Hydrogencarbonatagens, Methoxyacrylat-Fungizide oder -Bakterizide, wie z.B. Azoxystrobin und ein Kresoxim-Methylagens, Anilinopyrimidin-Fungizide oder -Bakterizide, wie z.B. ein Mepanipyrimagens, synthetische Antibiotika, wie z.B. ein Oxolinsäureagens, natürliche Fungizide oder Bakterizide, wie z.B. Sojabohnenlecithin und Bakterizide, die von lebenden Dingen stammen, wie z.B. antagonistische Bakterizide, ein.

Die Insektizide schließen Pyrethroid-Insektizide, wie z.B. Fenvaleratagens, Cyfluthrinagens, Permethrinagens und Flucythrinat, Ethofenproxagens, organische phosphorhaltige Insektizide, wie z.B. ein DDVP-Agens, MEP-Agens, Malathionagens, Dimethoatagens, PAP-Agens, MPP-Agens, DMTP-Agens und EPN-Agens, Carbamat-Insektizide, wie z.B. ein BPMC-Agens und NAC-Agens, Methomylagens, Nelaistoxin-Insektizide, wie z.B. ein Cartapagens usw., natürliche Insektizide, wie z.B. Dalmatian-Pyrethrum-abgeleitete Pyrethrinagentien, Piperonylbutoxidagens usw., Rotenonagens, das von der hülsenfruchtartigen Derrispflanze stammt, Sulfatnicotinagens, Lojabohnenlecithinagens und Stärkeagens ein. Der Insektenzunahmeregulator (IGR) schließt ein Diflubenzuronagens, Teflubenzuronagens, Chlorfluazuronagens, Buprofezinagens, Isoprothiolanagens und Flufenoxuronagens ein.

Die Akarizide schließen ein Kelthanagens, BPPS-Agens, Fenbutatinoxidagens, Hexythiazoxagens, Amitrazagens, Fenpyroximatagens, Tebufenpyradagens, Halfenproxagens und Bialaphosagens, Chlornicotin-Insektizide, wie z.B. ein Imidaclopridagens, andere synthetische Insektizide, wie z.B. ein Natriumoleatagens, Kaliumoleatagens, Nematozide, wie z.B. ein D-D-Agens, Dazometagens und Benomylagens und Insektizide, die aus lebenden Dingen stammen, wie z.B. ein BT-Agens, ein.

Die Herbizide schließen Säureamidherbizide, wie z.B. ein DCPA-Agens, Alachloragens und Asulamagens, Harnstoffherbizide, wie z.B. ein DCMU-Agens, Linuronagens usw. ein. Die Bipyridinherbizide schließen beispielsweise ein Paraquatagens und ein Diquatagens ein. Die Diazinherbizide schließen beispielsweise ein Bromacilagens und ein Lenacilagens ein. Die S-Triazinherbizide schließen beispielsweise ein CAT-Agens und ein Simetrynagens ein. Andere organische Herbizide schließen beispielsweise Nitrilherbizide, wie z.B. ein DBN-Agens, Sethoxydimagens und Crethodimagens ein. Die Dinitroanilinherbizide schließen beispielsweise Trifluralinagens und Pendimethalinagens ein. Die Carbamatherbizide schließen ein Thiobencarbagens usw. ein. Die aromatischen Carbonsäureherbizide schließen beispielsweise ein MDBA-Agens usw. ein. Die Phenoxysäureherbizide schließen ein 2,4-PA-Agens, Sihalofop-Butylagens usw. ein. Die organischen phosphorhaltigen Herbizide schließen ein Piperophosagens und Butamifosagens ein. Die Aminosäureherbizide schließen Glyphosat, wie z.B. Ammonium-N-(phosphonomethyl)glycinat, das als Glyphosat erhältlich ist, Isopropylammonium-N-(phosphonomethyl)glycinat, das als Roundup erhältlich ist, Trimethylsulfonium-N-(phosphonomethyl)glycinat, das unter dem Namen Touchdown erhältlich ist, und Natrium-N-(phosphonomethyl)glycinat, das als Impuls erhältlich ist, Bialaphos, wie z.B. L-2-Amino-4-[(hydroxy)(methyl)phosphinoyl]-butyryl-L-alanyl-L-alanin, das als Herbiace erhältlich ist, ein. Die Fettsäure-Herbizide schließen ein Pelargonsäureagens und DPA-Agens ein. Die Sulfonylharnstoffherbizide schließen ein Thifensulforon-Methylagens, Flazasulfuronagens und Bensulfuron-Methylagens ein. Die Pyrimidyloxybenzoesäureherbizide schließen Bispyribac-Natriumsalz usw. ein. Die Diazol-Herbizide schließen ein Pyrazolynatagens usw. ein.

Unter diesen Herbiziden sind Säureamidherbizide, Diazinherbizide, Nitrilherbizide, Dinitroanilinherbizide, aromatische Carbonsäureherbizide und Aminosäureherbizide bevorzugt und insbesondere sind Aminosäureherbizide, ganz besonders ein Bialaphosagens oder ein Glyphosatagens, bevorzugt.

Ferner schließen die Pflanzenwuchsregulierungsmittel Auxinantagonisten, wie z.B. ein Maleinhydrazidagens und Uniconazolagens, Auxinagentien, wie z.B. ein Indolbuttersäureagens, 1-Naphthalinenacetamidagens und 4-CPA-Agens, Cytokinagentien, wie z.B. ein Forchlorfenuronagens usw., Gibberellinagentien, wie z.B. ein Gibberellinsäureagens oder wachstumshemmende Agentien, wie z.B. ein Daminozidagens, Transpirationsregulatoren, wie z.B. ein Paraffinagens, andere Pflanzenwuchsregulatoren, wie z.B. ein Cholinagens, Pflanzenwuchsregulatoren, die von lebenden Dingen stammen, wie z.B. Choleraextrakt und Ethylenagentien, wie z.B. ein Ethephonagens ein.

Des Weiteren können ebenso mindestens eine Komponente, die aus einem Pflanzenwuchsregulator, einem Düngemittel, einem Konservierungsmittel usw. ausgewählt ist, die sich von den oben beschriebenen unterscheiden, durch Vermischen mit der erfindungsgemäßen landwirtschaftlichen, chemischen Zusammensetzung verwendet werden.

Die Formulierung der erfindungsgemäßen landwirtschaftlichen, chemischen Zusammensetzung kann ein emulgierbares Konzentrat, ein benetzbares Pulver, ein Granulat, eine Staubformulierung, ein suspendiertes Konzentrat oder rieselfähiges Gut, eine flüssige Formulierung usw. sein, und die Formulierung ist nicht beschränkt. Demnach können in Abhängigkeit von der Formulierung andere Additive, wie z.B. ein Emulgiermittel, ein Dispergiermittel und ein Träger, optional enthalten sein. Ein Verfahren zur Verwendung des erfindungsgemäßen Verstärkungsmittels für landwirtschaftliche Chemikalien schließt ein Verfahren unter Verwendung der landwirtschaftlichen chemischen Zusammensetzung in jeglicher Formulierung, die das Verstärkungsmittel für landwirtschaftliche Chemikalien enthält, und ein Verfahren unter Verwendung des Verstärkungsmittels für landwirtschaftliche Chemikalien, in dem dieses zu den landwirtschaftlichen Chemikalien (die das erfindungsgemäße Verstärkungsmittel nicht enthalten) zum Zeitpunkt der Verdünnung kurz vor der Anwendung hinzugefügt wird, ein, und jedes der Verfahren erzielt den erfindungsgemäßen gewünschten wirkungserhöhenden Einfluss.

Das Tensid (C) und der Komplexbildner (D), die oben beschrieben sind, können ebenso nötigenfalls zu der Formulierung der erfindungsgemäßen landwirtschaftlichen chemischen Zusammensetzung hinzugefügt werden. Ferner können auch ein pH-Regulierungsmittel, anorganische Salze und ein Verdicker zu der Formulierung der landwirtschaftlichen chemischen Zusammensetzung hinzugefügt werden.

Das pH-Regulierungsmittel, das in der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann, schließt Zitronensäure, Phosphorsäure (Pyrophosphorsäure), Gluconsäure und Salze davon ein.

Die anorganischen Salze, die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, schließen anorganische Mineralsalze, wie z.B. anorganische Tonsalze, Talk, Betonit, Zeolit, Calciumcarbonat, Kieselgur und weiße Kohle, und anorganische Ammoniumsalze schließen beispielsweise Ammoniumsulfat, Ammoniumnitrat, Ammoniumphosphat, Ammoniumthiocyanat, Ammoniumchlorid und Ammoniumsulfaminat ein.

Der Verdicker, der in der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann, kann entweder ein natürlicher, ein halbsynthetischer oder synthetischer wasserlöslicher Verdicker sein. Natürliche viskose Stoffe schließen beispielsweise von Mikroorganismen abstammendes Xanthan oder Zanflow oder von Pflanzen abstammendes Pektin, Gummmi arabicum, oder Guargummi ein. Semisynthetische viskose Stoffe schließen beispielsweise methylierte, carboxyalkylierte oder hydroxyalkylierte Produkte von Cellulose oder Stärkederivaten, wie z.B. Methylcellulose, Carboxymethylcellulose oder Hydroxymethylcellulose, Sorbit usw. ein. Synthetische viskose Stoffe schließen beispielsweise Polyacrylsäuresalze, Polymaleinsäuresalze, Polyvinylpyrrolidon, Ethylenoxidaddukte von Pentaerythritol usw. ein.

In der vorliegenden Erfindung ist eine bevorzugte Verwendung der landwirtschaftlichen, chemischen Zusammensetzung, die das erfindungsgemäße Verstärkungsmittel für landwirtschaftliche Chemikalien umfasst, worin das Verstärkungsmittel für landwirtschaftliche Chemikalien bevorzugt in einer 0,03- bis 50mal, besonders bevorzugt 0,04- bis 20mal und insbesondere 0,1- bis 10mal so großem Gewichtsanteil wie der technische Stoff aus der landwirtschaftlichen Chemikalie enthalten ist, zum Zwecke des Tötens von Pilzen oder Bakterien, Insekten, Milben oder Unkraut oder zur Regulierung des Pflanzenwuchses.

Die landwirtschaftliche chemische Zusammensetzung, die das erfindungsgemäße Verstärkungsmittel für landwirtschaftliche Chemikalien verwendet, schließt Folgendes ein:

  • (i) eine landwirtschaftliche, chemische Formulierung, umfassend mindestens eine durch die allgemeine Formel (I) dargestellte Verbindung (A) und eine landwirtschaftliche chemische Zusammensetzung, die eine separate Packung bildet;
  • (ii) eine landwirtschaftliche, chemische Formulierung, umfassend eine separate Packung aus einer Zusammensetzung, die mindestens ein Vertreter der durch die allgemeine Formel (I) dargestellten Verbindung (A) und ein von der Verbindung (A) verschiedenes Tensid (C) umfasst, und eine landwirtschaftliche, chemische Zusammensetzung, die eine separate Packung bildet;
  • (iii) eine landwirtschaftliche, chemische Formulierung, umfassend eine separate Packung aus mindestens einem Vertreter der durch die allgemeine Formel (I) dargestellten Verbindung (A), eine separate Packung aus mindestens einem Vertreter des von der Verbindung (A) verschiedenen Tensids (C) und eine landwirtschaftliche, chemische Zusammensetzung, die eine separate Packung bildet;
  • (iv) eine landwirtschaftliche, chemische Formulierung, umfassend eine separate Packung aus einer Zusammensetzung, die aus mindestens einem Vertreter von durch die allgemeine Formel (I) dargestellten Verbindung (A) und einem Komplexbildner (D) besteht, und eine landwirtschaftliche, chemische Zusammensetzung, die eine separate Packung bildet;
  • (v) eine landwirtschaftliche, chemische Formulierung, umfassend eine separate Packung aus einer Zusammensetzung, die mindestens einen Vertreter der durch die allgemeine Formel (I) dargestellten Verbindung (A) und einen Komplexbildner (D) umfasst, eine separate Packung aus mindestens einem Vertreter des von der Verbindung (A) verschiedenen Tensids (C) und eine landwirtschaftliche, chemische Zusammensetzung, die eine separate Packung bildet; und
  • (vi) eine landwirtschaftliche, chemische Formulierung, umfassend mindestens einen Vertreter der durch die allgemeine Formel (I) dargestellten Verbindung (A), eine separate Packung aus einer Zusammensetzung, die mindestens einen Vertreter aus dem von der Verbindung (A) verschiedenen Tensid (C) und einen Komplexbildner (D) umfasst, und eine landwirtschaftliche, chemische Zusammensetzung, die eine separate Packung bildet. Diese landwirtschaftliche, chemische Zusammensetzung, die eine separate Packung bildet, bezeichnet eine Zusammensetzung in Form eines emulgierbaren Konzentrats, eines benetzbaren Pulvers usw., die einen technischen Stoff aus einer landwirtschaftlichen Chemikalie und willkürliche Komponenten in einem willkürlichen Verhältnis enthält und die von der landwirtschaftlichen, chemischen Zusammensetzung, die das erfindungsgemäße Verstärkungsmittel für landwirtschaftliche Chemikalien und einen technischen Stoff aus einer landwirtschaftlichen Chemikalie umfasst, verschieden ist. Die Form der jeweiligen separaten Packung ist nicht beschränkt und wird in Abhängigkeit seiner vorgesehenen Verwendung und dem Ziel hergestellt.

In Kombination mit einem technischen Stoff aus einer landwirtschaftlichen Chemikalie weist die erfindungsgemäße Verbindung einen ausgezeichneten wirkungserhöhenden Einfluss auf landwirtschaftliche Chemikalien auf und besitzt eine ausgezeichnete Stabilität, selbst wenn die Verbindung in einer hohen Konzentration beigemengt wird. Ohne sich darauf beschränken zu wollen, ist die erfindungsgemäße Verbindung (A) ein Aminoxid einer bestimmten Struktur mit einer Amidalkylgruppe oder einer Oxyalkylengruppe im Molekül und ist gewöhnlichen Aminoxiden hinsichtlich der Stabilität überlegen, wenn es landwirtschaftlichen Chemikalien beigemengt wird, und erhöht die Permeabilität und die Transferfähigkeit von landwirtschaftlichen Chemikalien, so dass ein ausgezeichneter wirkungserhöhender Einfluss auf landwirtschaftliche Chemikalien ausgeübt wird. Ferner bringt die erfindungsgemäße Verbindung (A) auch eine bevorzugte Wirkung hervor, wie einen ausgezeichneten biologischen Abbau, welcher ihrer Struktur zuzuweisen ist.

Beispiele Beispiel 1

Eine Mischung, die die Verbindung (A) als Wirkstoff in einer in Tabelle 1 dargestellten Menge und Wasser und nötigenfalls das Tensid (C) und den Komplexbildner (D), die in Tabelle 1 dargestellt sind, enthält, wurde verwendet, um verschiedene Verstärkungsmittel für landwirtschaftliche Chemikalien (nachstehend als Wirkstoff bezeichnet) herzustellen, die in Tabelle 2 dargestellt sind.

Tabelle 1
  • 1) Rest aus Kokosnussöl-Fettsäure, von der COOH entfernt wurde.
  • 2) Rest aus Talg-Fettsäure, von der COOH entfernt wurde.
  • 3) Rest aus synthetischer C12-16-Fettsäure, von der COOH entfernt wurde.
  • 4) Rest aus Kokosnussölalkohol, von dem COOH entfernt wurde.
  • *Referenzbeispiel
Tabelle 2

In Tabelle 2 ist POE eine Abkürzung für Polyoxyethylen, POP ist eine Abkürzung für Polyoxypropylen und die Zahl in Klammern gibt die durchschnittliche hinzugefügte Zahl an Molekülen an.

Der Wirkstoff wurde in deionisiertem Wasser aufgelöst, um eine verdünnte Lösung bei 600 ppm herzustellen. Die kommerziellen Herbizide Touchdown-Flüssigformulierung (38 Gew.% Glyphosphattrimesium als Wirkstoff) und Roundup-Flüssigformulierung (41,0 Gew.% Glyphosatisopropylamin als Wirkstoff) wurden mit der obigen 600 ppm-verdünnten Lösung verdünnt, so dass der Wirkstoff in der Touchdown-Flüssigformulierung auf eine Konzentration von 3.800 ppm verdünnt wurde und der Wirkstoff in der Roundup-Flüssigformulierung auf eine Konzentration von 1.500 ppm verdünnt wurde, um landwirtschaftliche chemische Zusammensetzungen in dreifacher Ausführung für jeden Wirkstoff herzustellen.

In einem Versuch in einem Treibhaus wurden Samen der Fingerhirse gesät und in Töpfen mit einem inneren Durchmesser von 12 cm ausgekeimt wurden, die Boden enthielten, worin von einem Reisfeld stammender fruchtbarer Boden, Flusssand und kommerziell erhältlicher Blattschimmel in einem Verhältnis von 7:2:1 (Gewichtsverhältnis) gemischt wurden. Um die Gleichmäßigkeit der Sämlinge in den Töpfen zu verbessern, wurde ein Topf mit abnormem Wachstum verworfen, Töpfe, in denen Fingerhirse bis zu einer Höhe von etwa 35 cm wuchsen, wurden in dem Versuch verwendet. Die landwirtschaftlichen chemischen Zusammensetzungen wurden gleichmäßig auf die gesamten Pflanzen in einer Menge von 5 l/are (5 l/100 m2) für die Touchdown-Flüssigformulierung und die Roundup-Flüssigformulierung unter Verwendung einer Sprühpistole (RG-Typ, hergestellt durch Iwata Tosohki Kogyo Co., Ltd.) gesprüht, um ihre herbizide Wirkung zu evaluieren.

Um die herbizide Wirkung zu evaluieren, wurde das oberirdische Frischgewicht (%) am 14. Tag nach dem Besprühen gemessen und als Anteil (herbizider Anteil), bezogen auf das Gewicht der unbehandelten oberirdischen Pflanzen (siehe die unten dargestellte Gleichung) ausgedrückt. Der herbizide Anteil der jeweiligen landwirtschaftlichen chemischen Zusammensetzung ist in Tabelle 3 dargestellt.

Tabelle 3

Während des Versuchs gab es keine Probleme im Stadium des Pflanzenwuchses bei der unbehandelten Gruppe.

Beispiel 2

30 weibliche Kanzawa-Spinnenmilben (Tetranychus kanzawai Kishida) wurden auf eine Blattscheibe (leaf disk) einer Kidneybohne durch 3 Pendelbewegungen ausgesetzt und dann für 24 Stunden bei 25°C inkubiert. Dann wurde die gesamte Blattscheibe in eine Versuchslösung für 5 Sekunden eingetaucht und wieder von der Versuchslösung getrennt, bei 25°C für 48 Stunden stehen gelassen und untersucht, um den akariziden Anteil, bezogen auf den der unbehandelten Gruppe (siehe die unten angegebene Gleichung) zu bestimmen. Als Akarizide wurden Verbindungen verwendet, die durch 3.000fache Verdünnung eines Nissolan-haltigen benetzbaren Pulvers (10 Gew.% Hexythiazox als Wirkstoff) und eines Osadan 25-haltigen benetzbaren Pulvers (25 Gew.% Phenbutatinoxid als Wirkstoff) hergestellt wurden, und das gleiche Verstärkungsmittel für landwirtschaftliche Chemikalien wie in Beispiel 1 wurde verwendet. Das Verstärkungsmittel für landwirtschaftliche Chemikalien wurde verdünnt, um eine verdünnte Lösung zu ergeben, die den Wirkstoff bei einer Konzentration von 0,1 Gew.% enthält. Für die unbehandelte Gruppe wurde die gleiche Prozedur, wie oben beschrieben, durchgeführt, mit der Ausnahme, dass kein Verstärkungsmittel für landwirtschaftliche Chemikalien verwendet wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 dargestellt.

Tabelle 4

Beispiel 3

Drei Gruppen, bestehend aus der dritten Erscheinungsform von Reis-Zikaden-Larven, 10 Insekten/Gruppe, wurden gebildet und die Wirkung eines Insektizids darauf wurde durch ein Eintauchverfahren evaluiert. Der insektizide Anteil wurde in gleicher Weise wie der akarizide Anteil bestimmt. Verdünnte Lösungen, die durch 3.000faches Verdünnen von kommerziellen Insektiziden, eines Sumithion-haltigen emulgierbaren Konzentrats (50 Gew.% MEP als Wirkstoff) und eines Trebon-haltigen emulgierbaren Konzentrats (20 Gew.% Ethofenprox als Wirkstoff) wurden verwendet, um das gleiche Verstärkungsmittel für landwirtschaftliche Chemikalien wie im Beispiel 1 wurde verwendet, nachdem in den verdünnten Lösungen des Insektizids auf eine Konzentration von 0,1 Gew.% verdünnt wurde.

Tabelle 5

Beispiel 4

Eine Sporensuspension (107/ml) von Gurkengrauschimmel (Botrytis cinerea), die eine Resistenz gegen Fungizide erlangt hat, wurde auf junge Gurkensämlinge in der dreiblättrigen Phase in einer Dosis von 10 ml/Topf aufgetragen und die resultierenden Sämlinge wurden bei 25°C unter einer relativen Feuchtigkeit von 90% für einen Tag stehen gelassen.

Ein kommerzielles Benlate-haltiges benetzbares Pulver (50 Gew.% Benomyl als Wirkstoff) als Fungizid wurde 2.000fach mit einer 2.500fach verdünnten Lösung des in Beispiel 1 verwendeten Wirkstoffs verdünnt und dann in einer Menge von 5 ml pro Topf versprüht. Danach wurde die Probe bei 25°C unter einer 85%igen relativen Feuchtigkeit stehen gelassen und die Zahl der erkrankten Zellen wurde gezählt, und der Kontrollwert, bezogen auf die unbehandelte Gruppe wurde gemäß der folgenden Gleichung berechnet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 6 dargestellt.

Tabelle 6

In den Beispielen 1 bis 4 wurden die Wirkungen der erfindungsgemäßen Verstärkungsmittel für landwirtschaftliche Chemikalien mit einem gewöhnlichen Aminoxid, nämlich Lauryldimethylaminoxid, als Verstärkungsmittel für landwirtschaftliche Chemikalien, oder mit Vergleichsprodukten verglichen, die keine Verstärkungsmittelverbindung dieser Erfindung verwendeten. Wie aus den Tabellen 3 bis 6 ersichtlich ist, wird festgestellt, dass die erfindungsgemäßen Produkte einen höheren wirkungserhöhenden Einfluss auf landwirtschaftliche Chemikalien aufweisen als der der Vergleichsprodukte und dass sie insbesondere auf die Herbizide und Akarizide eine signifikante Wirkung aufwiesen, um die Wirkung von landwirtschaftlichen Chemikalien spezifisch zu erhöhen.

Wie in den Tabellen 1 und 2 dargestellt wird, wurden die erfindungsgemäßen Produkte bei einer maximalen Konzentration von 40 Gew.% erhalten, und die Zusammensetzung wies eine ausgezeichnete Stabilität auf, ohne eine Abscheidung der Inhaltsstoffe zu verursachen, selbst wenn sie bei einer solch hohen Konzentration beigemengt wurde.


Anspruch[de]
Landwirtschaftliche chemische Zusammensetzung, die die folgenden Komponenten (A) und (B) umfaßt:

(A)
worin R1 eine geradkettige oder verzweigte C6-30-Alkylgruppe, eine geradkettige oder verzweigte C6-30-Alkenylgruppe oder eine Alkylphenylgruppe mit einer C6-17-Alkylgruppe darstellt; R2 und R3 jeweils -(A1O)m-H darstellen; A -CONH(CH2)n- oder -(OA1)m- darstellt; A1 eine C2-4-Alkylengruppe darstellt, der Durchschnitt von m eine Zahl von 1 bis 30 ist und der Durchschnitt von n eine Zahl von 1 bis 15 ist, und

(B) einen technischen Stoff für eine landwirtschaftliche Chemikalie, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus einem Herbizid, das aus Glyphosat und Bialaphos ausgewählt ist, einem Insektizid, einem Fungizid oder einem Bakterizid und einem Akarizid besteht.
Landwirtschaftliche chemische Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, die ferner ein von (A) verschiedenes Tensid (C) umfaßt. Landwirtschaftliche chemische Zusammensetzung gemäß Anspruch 1 oder 2, die ferner einen Komplexbildner (D) umfaßt. Landwirtschaftliche chemische Zusammensetzung gemäß Anspruch 2 oder 3, worin das (A)/(C)-Gewichtsverhältnis im Bereich von 1/10 bis 50/1 liegt. Landwirtschaftliche chemische Zusammensetzung gemäß Anspruch 3 oder 4, worin das Molverhältnis von (D) zu (A) im Bereich von 0,05 bis 15 liegt. Verwendung von (A), das in Anspruch 1 beschrieben wird, als Verstärkungsmittel für das in Anspruch 1 beschriebene (B). Verfahren zur Verstärkung der Wirkung von (B) durch Anwenden des in Anspruch 1 beschriebenen (A) auf das in Anspruch 1 beschriebene (B).






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