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Dokumentenidentifikation DE102006001985A1 19.07.2007
Titel Getriebe, insbesondere für Elektrohandwerkzeugmaschinen
Anmelder Robert Bosch GmbH, 70469 Stuttgart, DE
Erfinder Wiker, Juergen, 70771 Leinfelden-Echterdingen, DE
DE-Anmeldedatum 16.01.2006
DE-Aktenzeichen 102006001985
Offenlegungstag 19.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.07.2007
IPC-Hauptklasse B25F 5/00(2006.01)A, F, I, 20060116, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Getriebe, insbesondere für Elektrohandwerkzeugmaschinen, bevorzugt für Winkelschleifmaschinen mit einer automatischen Arretiereinrichtung. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass in die Baugruppe Arretiereinrichtung eine Getriebedämpfung integriert ist.

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Die Erfindung betrifft ein Getriebe, insbesondere für Elektrohandwerkzeugmaschinen, bevorzugt für Winkelschleifmaschinen.

Bei Winkelschleifmaschinen ist in der Regel eine manuell zu betätigende Arretiereinrichtung (Spindel-Lock) am Getriebegehäuse vorgesehen. Durch Drücken und Halten eines Knopfes wird sichergestellt, dass sich die Spindel bei der Montage oder Demontage der Schleifscheibe nicht mitdreht. Dies wird dadurch erreicht, dass beim Betätigen der Arretiereinrichtung ein Bolzen in eine Vertiefung des Abtriebs-Zahnrades eingreift und dieses so gegen ein Verdrehen sichert. Da das Abtriebs-Zahnrad fest mit der Spindel verbunden ist, ist somit auch die Spindel gegen ein Verdrehen gesichert. Manuelle Arretiervorrichtungen für Elektrohandwerkzeugmaschinen sind beispielsweise aus der US 4,448,098 sowie US 3,802,518 bekannt.

Ferner sind bei Bohrmaschinen, Bohrschraubern und Bohrhämmern automatische Arretiervorrichtungen bekannt. Die bekannten Arretiervorrichtungen sperren die Spindel selbsttätig bei einer Drehmomentübertragung von der Spindel zum Antrieb. Bei einer Drehmomentübertragung vom Antrieb auf die Spindel wird die Spindel selbsttätig freigegeben. Derartige Elektrohandwerkzeugmaschinen mit automatischen Arretiereinrichtungen sind in der DE 100 03 773 A1 sowie der US 5,016,501 beschrieben.

Aus der DE 102 59 519 A1 ist es bekannt, Schwingungen im Antriebsstrang von Elektrohandwerkzeugmaschinen durch federelastische Dämpfungselemente abzudämpfen, die zwischen dem Abtriebs-Zahnrad und der Spindel angeordnet sind.

Aufgabe und Vorteile der Erfindung

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Getriebe mit einer automatischen Arretiereinrichtung vorzuschlagen, bei dem Schwingungen im Antriebsstrang reduziert werden und das einen geringen Bauraumbedarf aufweist.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, eine Arretiereinrichtung (Spindel-Lock) und eine Getriebedämpfung zusammen in einem Getriebe, insbesondere für Winkelschleifmaschinen, zu integrieren. Zur Reduzierung des axialen Bauraumbedarfs ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Getriebedämpfung integraler Bestandteil der Arretiereinrichtung ist. Anders ausgedrückt, bilden die Arretiereinrichtung und die Getriebedämpfung eine gemeinsame Baugruppe. Die Schwingungen im Antriebsstrang werden erfindungsgemäß von mindestens einem federelastischen Dämpfungselement aufgenommen, das in Umfangsrichtung zwischen einem Mitnahmeelement des Abtriebs-Zahnrads und einem drehfest mit der Spindel gekoppelten Gegenelement der Arretiereinrichtung angeordnet ist. Das Mitnahmeelement ist relativ zu dem Gegenelement in Umfangsrichtung über einen begrenzten Umfangswinkel verstellbar. Wird das Abtriebs-Zahnrad von dem vom Antrieb angetriebenen Antriebszahnrad mit einem Drehmoment beaufschlagt, so wird das Dämpfungselement von dem Mitnahmeelement gegen das Gegenelement in Umfangsrichtung gedrückt, wodurch sich das Dämpfungselement elastisch verformt und somit Schwingungen im Antriebsstrang dämpft. Die vorhandenen Schwingungen sind u.a. auf fertigungsbedingte Toleranzen zurückzuführen. Durch das Vorsehen des mindestens einen Dämpfungselements werden Vibrationen herabgesetzt, Betriebsgeräusche minimiert und die beim Anlaufen des Antriebs sowie die im Betrieb auftretenden Lastspitzen an der Verzahnung reduziert. Als Dämpfungsmaterial kann beispielsweise gummiartiges Material verwendet werden. Es ist auch denkbar, in kleine Kissen abgefüllte, insbesondere viskose, Flüssigkeiten zu verwenden.

Entscheidend zur Realisierung der Erfindung ist es, dass das federelastische Dämpfungselement an dem Gegenelement angreift, welches drehfest mit einem Bauteil der Arretierungseinrichtung oder einstöckig mit diesem verbunden ist. Bevorzugt ist das Gegenelement an einer Klemmscheibe der Arretiereinrichtung angeordnet. Zwischen der Klemmscheibe und der die Arretiereinrichtung umschließenden Umfangswand können Sperrkörper, insbesondere Wälzkörper, geklemmt werden. Dadurch dass die Klemmscheibe drehfest mit der Spindel gekoppelt ist, ist auch die Spindel zur Befestigung von Werkzeugen, insbesondere von Trennscheiben, gegen ein Verdrehen gesichert.

Um den Bauraum in axialer Richtung möglichst gering zu halten, ist in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass entweder das Mitnahmeelement oder das Gegenelement als axialer Fortsatz ausgebildet ist, der axial in eine Tasche eingreift. Die Tasche bildet in entsprechender Weise das Gegenelement bzw. das Mitnahmeelement. Zur Drehmomentübertragung stützt sich der axial in die Tasche hinein ragende Fortsatz an einer radialen Wand der Tasche ab. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Gegenelement als Tasche und das Mitnehmerelement als Fortsatz ausgebildet. Die Tasche ist dabei in die dem Abtriebs-Zahnrad zugewandte Seite der Klemmscheibe eingebracht. Der drehfest mit dem Abtriebs-Zahnrad gekoppelte Fortsatz ist über einen durch den Abstand der radialen Wände der Tasche begrenzten Umfangswinkel in Umfangsrichtung innerhalb der Tasche verschwenkbar. Der Abstand der radialen Wände in Umfangsrichtung definiert somit den Umfangswinkel, in dem das Abtriebs-Zahnrad relativ zu der Spindel verdrehbar ist. Bei Getrieben, die in beide Umfangsrichtungen angetrieben werden können, ist es von Vorteil, wenn zu beiden Seiten des Fortsatzes innerhalb der Tasche jeweils mindestens ein Dämpfungselement angeordnet ist. Das Dämpfungsmaterial kann auf verschiedene Arten positioniert werden. Es ist denkbar, dass das Dämpfungselement lose in dem Zwischenraum zwischen Fortsatz und Taschenwand eingelegt ist. Ebenso ist es möglich, die Dämpfungselemente durch geeignete Maßnahmen, beispielsweise durch Aufvulkanisieren, mit dem Mitnahmeelement und/oder dem Gegenelement fest zu verbinden.

Anstelle der Kombination aus Tasche und Fortsatz als Gegenelement und Mitnahmeelement ist es denkbar, zwei zur gegenseitigen Anlage bringbare Fortsätze vorzusehen.

Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, das Mitnahmeelement nicht unmittelbar an dem Abtriebs-Zahnrad zu befestigen oder einstückig mit diesem auszubilden, sondern an einer drehfest mit dem Antriebs-Zahnrad gekoppelten Mitnehmerscheibe anzuordnen bzw. einstückig mit dieser auszubilden. Es ist jedoch auch die unmittelbare Anordnung des Mitnahmeelements an dem Abtriebs-Zahnrad realisierbar.

Eine besonders vorteilhafte Möglichkeit der Ausbildung der Arretiereinrichtung besteht darin, dass die Klemmscheibe an ihrem Außenumfang mindestens eine erste, vorzugsweise drei im Umfangsrichtung beabstandet zueinander angeordnete erste Ausnehmungen aufweist. Diese ersten Ausnehmungen erstrecken sich über einen Umfangsabschnitt und verbreitern sich radial in eine erste Umfangsrichtung (Drehrichtung). In den Ausnehmungen sind Sperrkörper, vorzugsweise Wälzkörper, angeordnet. Der Durchmesser der Sperrkörper ist derart bemessen, dass die Sperrkörper im schmaleren Bereich der Ausnehmung zwischen der Innenwand der Ausnehmung und der die Arretiereinrichtung umgebenden Umfangswand verklemmbar sind. Die Umfangswand wird bevorzugt von dem Getriebegehäuse gebildet. Andererseits sind die Sperrkörper im breiteren Bereich der Ausnehmung derart aufgenommen, dass sich die Klemmscheibe innerhalb der Umfangswand drehen kann. Wird die Klemmscheibe in Richtung sich verbreiternder Ausnehmung gedreht, so wandern die Sperrkörper aufgrund ihrer Masseträgheit in den schmaleren Bereich und verhindern damit ein Weiterdrehen der Klemmscheibe und damit der mit der Klemmscheibe drehfest gekoppelten Spindel.

Soll die Spindel zusätzlich auch in die entgegengesetzte Umfangsrichtung blockierbar sein, beispielsweise zum Lösen des Werkzeugs, so ist erfindungsgemäß mindestens eine zweite, vorzugsweise drei zweite Ausnehmungen mit Sperrkörpern vorgesehen, wobei sich die zweiten Ausnehmungen in die entgegengesetzte Umfangsrichtung in radialer Richtung verbreitern, wie die ersten Ausnehmungen.

Damit die Spindel entsperrt wird, wenn dies über das Abtriebs-Zahnrad von dem, insbesondere elektromotorischen, Antrieb angetrieben wird, ist in Weiterbildung der Erfindung mindestens ein sich in radialer Richtung erstreckender Finger vorgesehen, mit dem die Sperrkörper bei einem Verdrehen des Abtriebs-Zahnrads in Richtung breiterem Bereich der Ausnehmungen von dem schmaleren Bereich in deren breiteren Bereich überführbar sind und dort gehalten werden, so dass verhindert wird, dass die Sperrkörper wieder in den schmaleren Ausnehmungsbereich wandern und somit ein Weiterdrehen der Spindel verhindern. Handelt es sich um ein in beide Umfangsrichtungen antreibbares Getriebe, so muss der Finger, je nach Drehrichtung, die Sperrkörper in den ersten Ausnehmungen oder die Sperrkörper in den zweiten Ausnehmungen in Drehrichtung verschieben. Es ist denkbar, jedem Sperrkörper einen eigenen Finger zuzuordnen, der den jeweiligen Sperrkörper radial hintergreift.

Mit Vorteil ist sowohl der Fortsatz als auch der Finger an der Mitnehmerscheibe angeordnet. Der Umfangswinkel, über den der Finger verstellbar ist, wird von dem Abstand der radialen Wände der Tasche begrenzt, in die der Fortsatz axial hineingreift. Damit der Finger den zugehörigen Sperrkörper in Umfangsrichtung verschieben kann, ist es von Vorteil, wenn der Sperrkörper axial aus seiner Ausnehmung in Richtung des Fingers heraus ragt, so dass der Sperrkörper bei einer Drehung des Fingers von dem Finger erfasst werden kann. Es ist auch möglich, den Finger abgekröpft auszubilden, so dass dieser in die Tasche eingreift.

Zeichnungen

Weitere Vorteile und zweckmäßige Ausführungen sind den weiteren Ansprüchen, der Figurenbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. Es zeigen:

1 eine Explosionsdarstellung des erfindungsgemäßen Getriebes,

2 das in ein Getriebegehäuse montierte Getriebe im Querschnitt, Blickrichtung vom Ritzel Richtung Spindel, das im Uhrzeigersinn von einem Antrieb angetrieben ist, jedoch ohne Getriebedämpfung,

3 das Getriebe im Querschnitt beim Anziehen der Spannmutter auf der Spindel bei abgeschaltetem Antrieb, jedoch ohne Getriebedämpfung,

4 das Getriebe im Querschnitt beim Lösen der Spannmutter von der Spindel bei abgeschaltetem Antrieb, jedoch ohne Getriebedämpfung und

5 das Getriebe im Querschnitt mit in die Arretiereinrichtung integrierter Getriebedämpfung.

Ausführungsbeispiel

In den Figuren sind gleiche Bauteile und Bauteile mit gleicher Funktion mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.

In den Figuren ist ein Getriebe 1 für eine Winkelschleifmaschine dargestellt. In 1 sind die Bauteile des Getriebes 1 in einer Explosionsdarstellung gezeigt. Das Getriebe 1 umfasst eine Spindel 2 mit einem an ihrem freien Ende angeordneten Gewinde 3 zum Spannen einer nicht dargestellten Schleifscheibe mit einer nicht dargestellten Spannmutter.

Ferner umfasst das Getriebe auch ein Kugellager 4 mit einem äußeren Lagerflansch 5. Im montierten Zustand ist die Spindel 2 durch Pressung mit dem Kugellager 4 verbunden. Das Getriebe 1 umfasst weiterhin eine Klemmscheibe 6, die im montierten Zustand ebenfalls durch Pressung mit der Spindel 2 drehfest gekoppelt ist. Zusätzlich ist die Klemmscheibe 6 über zwei radial nach innen vorstehende und sich in axialer Richtung erstreckende Keile 7 in zwei sich ebenfalls in axialer Richtung erstreckenden Nuten 8 am Außenumfang der Spindel 2 gehalten. Die Klemmscheibe 6 ist somit form- und kraftschlüssig mit der Spindel 2 verbunden.

Am Außenumfang weist die Klemmscheibe 6 drei erste Ausnehmungen 9 und drei dazu jeweils versetzt angeordnete zweite Ausnehmungen 10 auf. Die ersten Ausnehmungen 9 verbreitern sich radial im Uhrzeigersinn. Die zweiten Ausnehmungen 10 verschmälern sich in radialer Richtung im Uhrzeigersinn. In den Ausnehmungen 9, 10 der Klemmscheibe 6 befinden sich erste Sperrkörper 11 bzw. zweite Sperrkörper 12. Die Sperrkörper 11, 12 liegen auf dem Boden 13 der Klemmscheibe 6 auf und sind in radialer sowie in tangentialer Richtung frei beweglich. Auf der dem Boden 13 gegenüber liegenden Seite werden die Sperrkörper 11, 12 durch ein als Tellerrad ausgebildetes Abtriebs-Zahnrad 14 begrenzt. Noch vorteilhafter ist es, wenn die Sperrkörper nicht auf einem drehfest mit der Klemmscheibe 6 verbundenen Boden 13 angeordnet sind, sondern stattdessen auf einer Scheibe, die drehfest mit dem Lagerflansch 5 verbunden ist. Hierdurch wird das Verstellverhalten der Sperrkörper 11, 12 verbessert.

Zwischen Abtriebs-Zahnrad 14 und Klemmscheibe 6 ist eine Mitnehmerscheibe 15 angeordnet, die durch geeignete Maßnahmen, wie Verschrauben oder Verschweißen, mit der Unterseite des Abtriebs-Zahnrads 14 drehfest verbunden ist. In radialer Richtung erstrecken sich von der Mitnehmerscheibe 15 drei Finger 16, die die ersten Sperrkörper 11 radial hintergreifen. In axialer Richtung erstrecken sich in Richtung Klemmscheibe 6 drei als Fortsätze ausgebildete Mitnahmeelemente 17. Diese greifen im montierten Zustand in zugehörige Taschen 18 in der Oberseite der Mitnehmerscheibe 15 ein. Über die Mitnahmeelemente 17 wird das auf das Abtriebs-Zahnrad 14 aufgebrachte Drehmoment auf die als Taschen 18 ausgebildeten Gegenelemente der Klemmscheibe 6 übertragen. Das Drehmoment wird von den Mitnehmern 17 auf die radialen Wände 19 der Taschen 18 übertragen. Zwischen den radialen Wänden 19 und den Mitnehmern 17 sind im montieren Zustand Dämpfungselemente 20 angeordnet, mit denen Schwingungen im Antriebsstrang gedämpft werden können. Bei der Drehmomentübertragung verformen sich die Dämpfungselement elastisch und werden zwischen den Wänden 19 und den Mitnehmern 17 eingeklemmt. Soll das gezeigte Getriebe 1 beispielsweise in einer Bohrmaschine mit zwei Drehrichtungen eingesetzt werden, so ist es von Vorteil, wenn auch Dämpfungselemente zwischen den den Wänden 19 gegenüberliegenden Wänden 21 der Taschen 18 und den Mitnehmern 17 Dämpfungselemente angeordnet sind.

Das Abtriebs-Zahnrad 14 ist frei drehbar auf der Spindel 2 gelagert. In axialer Richtung nach oben wird das Abtriebs-Zahnrad 14 durch einen Sicherungsring 22 in seiner Position gehalten. Nach unten liegt das Abtriebs-Zahnrad 14 auf der Klemmscheibe 6 auf.

Über ein mit dem Abtriebs-Zahnrad 14 kämmendes, als Ritzel 23 ausgebildetes Antriebszahnrad, das über eine Welle von einem elektromotorischen Antrieb angetrieben wird, wird wiederum das Abtriebs-Zahnrad 14 angetrieben.

Die Funktion der Arretiereinrichtung, bestehend aus Mitnehmerscheibe 15 mit Mitnahmeelementen 17 sowie Klemmscheibe 6 mit Taschen 18, Ausnehmungen 9, 10 sowie Sperrkörpern 11, 12 wird im Folgenden anhand der 2 bis 4 näher erläutert. Aus Übersichtlichkeitsgründen wurde in diesen 2 bis 4 auf eine Darstellung der Dämpfungselemente 20 verzichtet. Diese sind in Umfangsrichtung zwischen den Mitnehmern 17 und den im Uhrzeigersinn vorderen Wänden 19 der Taschen 18 angeordnet.

2 zeigt eine fertig in ein Getriebegehäuse 24 montierte Arretiereinrichtung im Querschnitt, Blickrichtung vom Antriebs-Zahnrad 23 Richtung Kugellager 4. Die 2 zeigt den Betriebszustand, d.h. das Abtriebszahnrad 14 und die drehfest mit diesem verbundene Mitnehmerscheibe 15 werden in der durch den Pfeil angedeuteten Drehrichtung angetrieben. Dabei greifen die Mitnahmeelemente 17 in die Taschen 18 der Klemmscheibe 6. Das Drehmoment wird von dem Abtriebs-Zahnrad 14 über die Mitnehmerscheibe 15 mit Mitnahmelementen 17 auf die Klemmscheibe 6 und damit auf die Spindel 2 übertragen. Gleichzeitig bringen die Finger 16 die drei ersten Sperrkörper 11, der insgesamt sechs Sperrkörper 11, 12 aus ihrer Sperrposition im Bereich des radial schmalen Umfangsabschnitts der Ausnehmungen 9 im Uhrzeigersinn heraus. Dies ist notwendig, weil sich die ersten Sperrkörper 11 ansonsten zwischen der Innenwand 25 der ersten Ausnehmungen 9 und der von dem Getriebegehäuse 24 gebildeten drehfesten Umfangswand 26 verklemmen würden (Spindel-Lockfunktion bzw. Arretierfunktion).

Die drei zweiten Sperrkörper 12 werden aufgrund ihrer Massenträgheit gegen die im Uhrzeigersinn hintere radiale Wand der zugehörigen zweiten Ausnehmungen 10 gedrückt. Dieser Effekt wird noch verbessert, wenn die Sperrkörper 11, 12 nicht auf einem drehfest mit der Klemmscheibe 6 verbundenen Boden 13 angeordnet sind, sondern stattdessen auf einer Scheibe, die drehfest mit dem Lagerflansch 5 verbunden ist. Die Innenwände 25 dieser zweiten Ausnehmungen 10 sind andersherum abgeschrägt als die Innenwände der ersten Ausnehmungen 9, so dass die zweiten Sperrkörper 12 auf die breitere Seite der Ausnehmungen wandern, wo sie sich nicht verklemmen können.

In 3 wurde auf die Darstellung der Mitnehmerscheibe 15 verzichtet. 3 zeigt den Zustand während des Anziehens der nicht dargestellten Spannmutter im Gegenuhrzeigersinn (siehe Pfeilrichtung). Der Antrieb ist hierbei ausgeschaltet. Wird ein Anzugsmoment auf die nicht dargestellte Spannmutter aufgebracht, dreht sich die Spindel 2 und damit auch die Klemmscheibe 6 ein kleines Stück im Gegenuhrzeigersinn mit, bis die drei zweiten Sperrkörper 12 in ihren zweiten Ausnehmungen 10 entlang der Innenwände 25 in den schmaleren Bereich der zweiten Ausnehmungen 10 wandern und sich zwischen der Umfangswand 26 und der Innenwand 25 der Klemmscheibe 6 verklemmen. Somit wird ein Weiterdrehen der Spindel 2 verhindert und das Anzugsmoment zum Spannen der Spannmutter kann aufgebracht werden.

In 4 ist ebenfalls die Mitnehmerscheibe 15 nicht dargestellt. Hier ist der Zustand beim Lösen der Spannmutter dargestellt. Beim Lösevorgang wandern die drei ersten Sperrkörper 11 entlang der Innenwand 25 der ersten Ausnehmungen 9 in den schmäleren Bereich der Ausnehmungen 9 und verklemmen sich zwischen der Umfangswand 26 und den Innenwänden 25 der ersten Ausnehmungen 9. Damit kann das Moment zum Lösen der Spannmutter aufgebracht werden ohne dass sich die Spindel 2 mitdreht.

In 5 ist der Zustand gemäß 2, jedoch mit zwischen Mitnehmern 17 und den radial verlaufenden Wänden 19 der Taschen 18 angeordneten Dämpfungselementen 20 aus gummiartigem Material dargestellt. Bei der dargestellten Konfiguration werden Schwingungen bei einem Antrieb im Uhrzeigersinn gedämpft. Es ist denkbar zusätzlich auf der den Dämpfungselementen 20 gegenüberliegenden Seiten der Mitnahmeelemente 17 zusätzliche Dämpfungselemente anzuordnen. Aufgrund der Integration der Dämpfungselemente 20 in die in die Klemmscheibe eingebrachten Taschen 18 der ist die axiale Bauhöhe des Getriebes 1 minimal. Die Taschen 18 könnten bei einer Anordnung der Mitnahmeelemente 17 an der Klemmscheibe 6 ebenso gut in der Mitnehmerscheibe 15 oder in dem Abtriebs-Zahnrad 14 angeordnet werden.


Anspruch[de]
Getriebe, insbesondere für Elektrohandwerkzeugmaschinen, mit einem von einem Antrieb angetriebenen Antriebs-Zahnrad (23) und einem mit diesem kämmenden, eine Spindel (2) antreibenden Abtriebs-Zahnrad (14), und mit einer Arretiereinrichtung, über die die Spindel (2) zum Lösen und Befestigen von Werkzeugen gegenüber einer, die Arretiereinrichtung umschließenden Umfangswand (26) drehfest koppelbar ist, und die bei einer Drehmomentübertragung vom Antrieb auf die Spindel (2) selbsttätig öffnet und bei einer Drehmomentübertragung von der Spindel (2) zum Antrieb selbsttätig sperrt, wobei das Abtriebs-Zahnrad (14) relativ zu der Spindel (2) über einen begrenzten Umfangswinkel verdrehbar ist, und wobei ein Mitnahmeelement (17) drehfest mit dem Abtriebs-Zahnrad (14) gekoppelt ist, zur Drehmomentübertragung auf ein drehfest mit der Spindel (2) gekoppeltes Gegenelement (18) der Arretiereinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretiereinrichtung mindestens ein federelastisches Dämpfungselement (20) umfasst, das in Umfangsrichtung zwischen dem Mitnahmeelement (17) und dem Gegenelement (18) angeordnet ist. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenelement (18) an einer Klemmscheibe (6) der Arretiereinrichtung angeordnet ist. Getriebe nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Mitnahmeelement (17) als axialer Fortsatz und dass das Gegenelement (18) als Tasche ausgebildet ist, oder umgekehrt, und dass der Fortsatz (17) axial in die Tasche (18) eingreift und sich zur Drehmomentübertragung an einer sich radial erstreckenden Taschenwand (19, 21) abstützt. Getriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zu beiden, in entgegengesetzte Umfangsrichtungen gerichteten Seiten des Mitnahmeelements (17) jeweils ein Dämpfungselement (20) angeordnet ist. Getriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Mitnahmeelement (17) an einer drehfest mit dem Abtriebs-Zahnrad (14) gekoppelten Mitnehmerscheibe (15) angeordnet ist. Getriebe nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmscheibe (6) an ihrem Außenumfang mindestens eine sich in eine erste Umfangsrichtung radial verbreiternde erste Ausnehmung (9) aufweist, und dass in der ersten Ausnehmung (9) ein radial sowie in beide Umfangsrichtungen beweglicher erster Sperrkörper (11) angeordnet ist, und dass der erste Sperrkörper (11) die Spindel (2) bei einer Drehmomentübertragung von der Spindel (2) zum Antrieb in die erste Umfangsrichtung durch Verklemmen zwischen einer Innenwand (25) der ersten Ausnehmung (9) und der Umfangswand (26) blockiert. Getriebe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmscheibe (6) an ihrem Außenumfang mindestens eine zweite, sich in eine der ersten Umfangsrichtung entgegengesetzte zweite Umfangsrichtung radial verbreiternde zweite Ausnehmung (10) aufweist, und dass in der zweiten Ausnehmung (10) ein radial sowie in beide Umfangsrichtungen beweglicher zweiter Sperrkörper (12) angeordnet ist, und dass der zweite Sperrkörper (12) die Spindel (2) bei einer Drehmomentübertragung von der Spindel (2) zum Antrieb in die zweite Umfangsrichtung durch Verklemmen zwischen einer Innenwand (25) der zweiten Ausnehmung (10) und der Umfangswand blockiert. Getriebe nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein drehfest mit dem Abtriebs-Zahnrad (14) gekoppelter Finger (16) vorgesehen ist, der bei angetriebenem Abtriebs-Zahnrad (14) den ersten oder den zweiten Sperrkörper (11, 12) in Umfangsrichtung aus seiner Sperrposition heraus in seine Freigabeposition verschiebt und dort hält. Getriebe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Fortsatz (14) und der Finger (16) an der Mitnehmerscheibe (15) angeordnet sind, und dass das Bewegungsspiel des Fortsatzes (14) in der Tasche (18) in beide Umfangsrichtungen so bemessen ist, dass der erste oder der zweite Sperrkörper (11, 12) in die erste oder zweite Umfangsrichtung aus seiner Sperrposition mittels des Fingers (16) heraus verschiebbar ist. Getriebe nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und/oder der zweite Sperrkörper (11, 12) axial aus ihrer jeweiligen Ausnehmung (9, 10) in Richtung Finger (16) herausragen.






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