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Dokumentenidentifikation DE102006002217A1 19.07.2007
Titel Brandlöschsystem mit Inertgasen, geeignet für Lagerbehälter, insbesondere für Lagerbehälter mit Umlaufregalen
Anmelder Fuchs, Peter, 76287 Rheinstetten, DE
Erfinder Fuchs, Peter, 76287 Rheinstetten, DE
DE-Anmeldedatum 16.01.2006
DE-Aktenzeichen 102006002217
Offenlegungstag 19.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.07.2007
IPC-Hauptklasse A62C 3/04(2006.01)A, F, I, 20060116, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A62C 2/00(2006.01)A, L, I, 20060116, B, H, DE   
Zusammenfassung Brandlöschsystem mit Inertgasen, geeignet für Lagerbehälter, insbesondere für Lagerbehälter mit Umlaufregalen, im praktischen Einsatz als aktives Brandschutzsystem sowie als präventives Brandverhütungssystem mit sauerstoffreduzierendem Löschgas.

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Bei der Erfindung handelt es sich um ein Brandlöschsystem mit Inertgasen, insoweit entsprechend dem Brandlöschprinzip „Sauerstoffverdrängung".

Aus dem Stand der Technik sowie dem praktischen Einsatz sind Brandlöschsysteme auf gleichartiger Basis sowie prinzipiell vergleichbarer Technik bekannt. Die technische Substanz der konventionellen Problemlösungen bezieht sich auf einschlägige Systemtechnik, geeignet und abgestimmt auf Räume in Gebäuden, bevorzugt EDV-Räume, unterschiedlicher Größenordnung.

Die der Erfindung zugrundeliegende Problemlösung bezieht sich auf den Brandschutz für Lagerbehälter, insbesondere Lagerbehälter mit Umlaufregalen, die vornehmlich in der Industrie, u.a. in Fertigungsbetrieben im praktischen Einsatz sind.

Für diese relativ neuartigen Lagersysteme sind geeignete Brandschutzsysteme nur als individuelle, mit Kompromissen beaufschlagte, Lösungen, vornehmlich auf Löschwasserbasis, bekannt.

Vorgesehen ist ein Inertgas-Brandlöschsystem für aktiven und/oder präventiven Brandschutz in spezifischer auf Lagerbehälter mit komplexer Innenraumgeometrie, insbesondere für Lagerbehälter mit Umlaufregalen, abgestimmter Leistung sowie der hierzu erforderlichen spezifischen Technik.

Darstellung der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist ein gesicherter Brandlöschvorgang im Falle des Bedarfes einerseits, andererseits die Verfügbarkeit der alternativen Brandschutzoption „präventiver Brandschutz" durch permanente Inertgasflutung, d.h. stetige Aufrechterhaltung eines Löschgasgemisches mit einem Sauerstoffanteil < 13 Vol.%.

Um diese Anforderungen zu erfüllen ist vorgesehen, dass der Lagerbehälter über ein Rohrsystem mit spezifischen Armaturen mit einem Löschgasbehälter verbunden ist. In das Rohrsystem ist vorzugsweise ein Ventilator integriert, dem in 1.Funktion, im passiven Einsatzbereich, Umwälzung der Behälterluft in vorbestimmter Zeit zugeordnet ist.

Der durch den Ventilator hergestellte stetige Luftstrom – über das Rohrsystem durch den Lagerbehälter – erfasst im Brandfall die von einem Entstehungsbrand emittierten Rauchpartikel und führt diese in kürzester Zeit zu einem in dieses Luftkreislaufsystem, bevorzugt im Ventilatorgehäuse, integrierten Rauchmelder.

Dieser Rauchmelder löst über eine elektronische Schaltlogik bzw. Brandmeldezentrale Feueralarm aus – zeitgleich erfolgt der Brandlöschvorgang mit Inertgasflutung dadurch, dass das Inertgas-Motor-(Magnet)-Ventil öffnet – in Folge reines Inertgas oder über einen Injektor durch Beimischung von Luft (z.B. aus dem Lagerbehälter) in vorbestimmter Konzentration hergestelltes Löschgas (Sauerstoffgehalt < 13 Vol.%) in den Lagerbehälter einströmt.

Die Position der Einströmöffnung sowie die hiermit korrespondieren Druckentlastungsöffnungen sind auf die spezifischen Innengeometrien des Lagerbehälters abgestimmt – hierdurch ist der Gasstrom sowie die gebotene homogene Verteilung der zugeführten Löschgasmengen weitgehendst vorbestimmbar.

Hierbei berücksichtigt ist, dass die Gasströmungen dominant (soweit herstellbar) an den offenen Vorderseiten der vertikal im Lagerbehälter angeordneten Lagerkammern vorbeiströmt und in dieser Phase sämtliche geometrischen Behälterfreiräume gesichert geflutet werden. In dieser Konzeption wird einerseits erreicht, dass das Risiko von Brandüberschlag von Kammer zu Kammer erheblich reduziert oder ausgeschlossen wird – andererseits zumindest eine Teilflutung der gastechnisch/strömungstechnisch weitgehendst „abgeschotteten" Kammern durch sekundäre Injektionsströme entstehende Verwirbelung hergestellt wird. Bei der Position Gaseinführungen besonders berücksichtigt ist die gesicherte Flutung des Lagerbehälterbereiches mit höchstem Brandrisiko der Position des Elektromotors der Behältermechanik.

Parallel oder nach Ablauf der vorzugsweise auf ca. 60 Sekunden bemessenen Inert- oder Löschgasflutung wird der Ventilator in 2.Funktion in maximaler Leistung einen kontinuierlichen Löschgaskreislauf über das Rohrsystem – prinzipiell weitgehendst vertikal durch den Lagerbehälter – herstellen.

Die erforderliche Qualität des Löschgases (Sauerstoffanteil mindestens < 13 Vol.%) wird hierbei stetig über Sauerstoff- oder Stickstoffsensoren (Fühler) überwacht/kontrolliert. Bei negativer Abweichung vom Sollwert erfolgt durch Öffnung des Inertgas-Motorventils bedarfsgerechte Beimischung von Inertgas in den Löschgaskreislauf.

Alternativ zu vorgenannter Qualitätsüberwachung/Sicherung kann vergleichbare Sicherheit dadurch erreicht werden, dass im Anschluss an die Primärflutung eine kontinuierliche Nachflutung mit einer spezifischen Inertgasmenge (x) über einen spezifischen Zeitraum (x) durch elektronische Steuerung des Inertgas-Motorventils hergestellt wird.

Eine weitere Option zur möglichst optimalen Löschgasflutung ergibt sich, unter Einbezug der Mechanik/Elektronik des Lagerbehälters, derart, dass parallel zur durch den Rauchmelder ausgelösten Inertgas- oder Löschgasflutung die Fördermechanik der Kammern im Lagerbehälter aktiviert wird. Das Programm der Fördermechanik derart modifiziert wird, dass während der Flutungszeit möglichst jede offene Vorderseite der Kammern in den unmittelbaren Flutungsbereich, das heißt vor die hierauf positionierten Gaseintrittsöffnungen am Behälter, geführt (transportiert) wird. Auf dieses Prinzip abgestimmte Intergas- oder Löschgasmenge im Zeitfaktor gewähr-leistet höchstmögliche Flutungssicherheit bei minimalsten technischen Aufwand nicht zuletzt deshalb, weil die Fördermechanik jederzeit gesichert betriebsbereit ist – es sei denn der Antriebsmotor ist die Brandquelle – letztere befindet sich im unmittelbaren Bereich des höchsten Risikos, d.h. in kürzester Distanz zu den Gaseintrittsöffnungen.

Option

Der technische Aufbau/die technische Substanz des vorbeschriebenen Brandlöschsystems ist in Details modifiziert geeignet für den praktischen Einsatz als präventives Brandschutzsystem. Hierbei erfolgt eine permanente Inertisierung (Gasgemisch mit einem Sauerstoffanteil z.B. < 13 Vol.%) des Lagerbehälterinnenbereiches durch stetige oder intervallartige Flutung bei permanenter elektronischer Überwachung.

Eine derartige „Gasatmosphäre" verhindert Entstehungsbrände wegen Sauerstoffmangel. Bei einer derartigen Technik ist der Ventilator nicht zwingend erforderlich, jedoch vorteilhaft für die Herstellung und Aufrechterhaltung der Homogenität des Gasgemisches. Die durch den Handlungsablauf bedingte Sauerstoffzufuhr (21 Vol.%) bei Öffnen der Bestückungsöffnung wäre gezielt zu kompensieren.

Die Systemtechnik bietet eine weitere Option zur Konditionierung von Luft und/oder Löschgas dadurch, dass in das Kreislaufsystem an geeigneter Position zusätzliche Komponenten für z.B. Heizung – Kühlung – Be- und Entfeuchtung – Filtereinheiten eingesetzt werden können ohne dass hierdurch die Primärfunktion Brandschutz beeinträchtigt wird.

I zeigt: Lagerbehälter mit Umlaufregalen

Rohrnetz/Komponenten/Armaturen

II zeigt: Lagerbehälter – Vorderansicht

III zeigt: Lagerbehälter – Querschnitt

Beschreibung eines Ausführungsbeispiels

Ein Lagerbehälter mit Umlaufregalen (1) ist über eine Inertgasleitung (2) sowie gegebenenfalls über eine Löschgasleitung (3) mit einem Inertgasvorratsbehälter (4) bzw. einen zentralen Inertgasrohrnetz (5) verbunden.

In die Rohrleitungen (2) (3) integriert ist der optionale Ventilator (6) und/oder der optionale Injektor (7), das Gas-Motor-(Magnet)-Ventil (8) sowie die Motorklappen (10) (11) und Absperrventile (12). Im Ventilatorgehäuse befinden sich Rauchmelder (13) sowie der Sauerstoff- oder Stickstofffühler (14).

Unterhalb der Behälter-Beschickungsöffnung (15) sind Gaseinführungen (16) vorgesehen/die Gas-(Luft)-Ansaugung (17) ist auf der Lagerbehälteroberseite angeordnet. Die Druckent lastungsöffnungen (18) befinden sich an der Frontseite und/oder der Lagerbehälteroberseite.

Die elektronischen Komponenten Schaltlogik/Brandmeldezentrale (19) und Schalter für Behältertür befinden sich an der Frontseite oder seitlich des Lagerbehälters.

Die Notfallbedienung (Stromausfall) – Inertgasflutung manuell über Handventil (21) ist im Bereich der Behältertür (20) vorgesehen.

Die Integration von Komponenten für Zusatzfunktion (22) sind im spezifischen Bereich des Rohrsystems vorgesehen.

Funktionsablauf – Passiver Betriebszustand (aktiviert sind die Überwachungskomponenten)

Das Gas-Motorventil (8) ist in Stellung „ZU"/Motorklappe (11) ist „ZU/Motorklappe (10) ist „AUF"/der Ventilator (6) stellt in kleiner Leistungsstufe kontinuierlichen Luftkreislauf über das Inertgas- oder Löschgasrohrsystem (2) (3) durch den Lagerbehälter (1) her – die Rauchmelder (13) überwachen die Luftqualität auf Partikel aus Brandemissionen.

– Aktiver Zustand (Brandfall)

  • – Rauchmelder (13) erfassen Brandpartikel und lösen die Funktionen aus:
  • • Inertgas-Motorventil (8) AUF
  • • Motorklappen (10) ZU
  • • Behältertür (15) über Schalter (20) und Schaltlogik (19) ZU
  • • Alarmlösung über Brandmeldezentrale (19)
  • • Ventilator EIN oder AUS im Verbund mit Motorklappe (19) AUF-ZU (Vorteile werden empirisch ermittelt)

– Funktionsablauf

Inertgas strömt über die Inertgasrohrleitung (2) in den Injektor (7), hierbei wird sekundär über die Ansaugleitung (17) Luft aus dem Lagerbehälter (1) angesaugt und im Injektor (7) durch Mischung bei gleichzeitiger Volumenerhöhung die vorgegebene Löschgaskonzentration hergestellt und über die Löschgasrohrleitung (3) sowie die Löschgaseinführungen (16) dem Lagerbehälter (1) zugeführt.

(Der Einsatz des Injektors (7) ist optional zur Verbesserung der Homogenität bei der Flutung des Lagerbehälters – insoweit für den Löschvorgang nicht zwingend notwendig).

Das über die Löschgaseinführungen (16) in den Lagerbehälter (1) einströmende Inertgas- oder Löschgasgemisch verteilt sich in dominant vertikaler Strömung durch den Lagerbehälter (1) – die gebotene homogene Flutung wird maßgeblich durch die Positionen der Druckentlastungsöffnungen (18) bestimmt – entsprechend den zugeführten Inertgas- oder Löschgasmengen, die auf das Behältervolumen sowie die maximale Flutungszeit abgestimmt sind, erfolgt der Löschvorgang – unabhängig der Position der Brandstelle.

Eine weitere Option zur Optimierung der Effizienz bietet sich dadurch, dass die Position Löschgaseinführungen (16) auf die Position des Elektromotors (Antrieb der Fördermechanik) als potenzielle Brandquelle höchster Priorität abgestimmt werden. Grundsätzlich sind die Positionen der Gaseinführungen (16) auch auf die jeweiligen Positionen von wenigstens einer Lagerkammer abzustimmen. Hierdurch ist optimale Flutungshomogenität hergestellt, wenn parallel zum Flutungsvorgang die Rotationsmechanik des Lagerbehälters (1) aktiviert wird.

Wenn die Flutungszeit der maximalen Umlaufzeit einer Lagerkammer (15) weitgehendst identisch ist, die jeweils zeitlich spezifischen Löschgas- oder Inertgasmengen auf das Volumen der Lagerkammer (15) bemessen ist, ergibt sich eine alternativ nicht verfügbare Homogenität in kürzester Zeit im geometrischen Gesamtvolumen des Lagerbehälters (1).

Die Gasführungen sind grundsätzlich derart angeordnet, dass der Bereich des Antriebmotors (höchstes Brandrisiko) gezielt (kompromissfrei) geflutet wird. In der im Anschluss an den primären Löschvorgang (Zeit ca. 60 Sekunden) vorgesehenen Haltezeit der Löschgaskonzentration stellt der Ventilator (6) in großer Leistungsstufe einen Löschgaskreislauf durch den Lagerbehälter (1) her – hierbei wird die Qualität des Löschgases über den Sauer- oder Stickstofffühler (14) überwacht – bei Sollwertabweichung erfolgt bedarfsgerechte Nachspeisung über das Inertgas-Motor-Ventil (8).

Nach erfolgreichem Löschvorgang erfolgt Entrauchung des Lagerbehälters (1) in folgendem Ablauf:

  • • Ventilator (6) EIN
  • • Beschickungsöffnung (15) AUF
  • • Motorklappe (10) ZU
  • • Motorklappe (11) AUF

Die Abführung der Rauchgase erfolgt ins Freie – in Folge wird Betriebsbereitschaft durch Herstellung der Ausgangslage erreicht.

Beim optionalen Einsatz der Systemtechnik als präventives Brandschutzsystem (Herstellung permanenter Aufrechterhaltung einer Löschgaskonzentration mit einem Sauerstoffanteil von ca. 13 Vol.% im Lagerbehälter (1) erfolgt nachstehender Funktionsablauf:

Der Lagerbehälter (1) wird über das Rohrsystem (2) (3) mit Inertgas geflutet – im Lagerbehälter (1) – bevorzugt im Gehäuse des optionalen Ventilators (6) – ist ein Sauerstoff- und/oder Stickstofffühler (14) positioniert – letztere überwachen die vorgegebne Qualität der Löschgase und regeln über das Motor-Gasventil (8), durch den Betriebsablauf eintretende, Löschgasqualitätsverluste durch Nachspeisung von Inertgas. Bei derartiger Nachspeisung erfolgt über die Schaltlogik (19) die Funktion „Beschückungsöffnung (15) ZU:

Im Notfall (Stromausfall) kann der Löschvorgang manuell über das Handventil (21) ausgelöst werden.

1
Lagerbehälter
2
Inertgasleitung
3
Löschgas- oder Inertgasleitung
4
Inertgasvorratsbehälter
5
Inertgasrohrnetz
6
Ventilator
7
Injektor
8
Inergas-Motor-(Magnet)-Ventil
9
10
Motorklappe
11
Motorklappe
12
Absperrventil
13
Rauchmelder
14
Sauerstoff- oder Stickstofffühler (Inertgassensor)
15
Lagerbehälter-Beschickungsöffnung
16
Inertgas- oder Löschgasansaugung
17
Luft- oder Löschgasansaugung
18
Druckentlastungsöffnungen
19
Schaltlogik/Brandmeldezentrale
20
Schalter für Lagerbehältertür
21
Handventil (Stromausfall)
22
Komponente für Zusatzfunktionen
23
Lagerbehälter-Kammer (Umlaufregal)
24
Geometrischer Freiraum im Lagerbehälter

HINWEIS:

  • Inertgas
    = Stickstoff (N2) – Reinheit 99,99 %
    Löschgas
    = Stickstoff (N2) – ca. 77 Vol.% + Sauerstoff (=2) – ca. 13 Vol.%


Anspruch[de]
Brandlöschsystem mit Inertgasen geeignet für Lagerbehälter – insbesondere für Lagerbehälter mit Umlaufregalen – gekennzeichnet dadurch, dass die Lagerbehälter (1) über ein Rohrsystem (2) (3) mit spezifischen Armaturen mit einem Inertgasvorratsbehälter (4) (5) verbunden sind – die Herstellung von optimaler (weitgehendst homogener) Inertgasflutung des geometrisch komplexen Lagerbehälterinnenbereiches (I u. III) mit einer Vielzahl von mit konventioneller Flutung brandschutztechnisch nicht zeitrelevant erreichbaren Teilbereichen (23) („gefangener" Luftinhalt der Lagerkammern = 30–50 % des Raumvolumens der Lagerbehälter) nur durch den Einsatz von zusätzlichen, spezifischen Anlagenkomponenten im Verbund mit spezifischer, auf die Rauminhalte Lagerkammer (23)/Freiraum (24) abgestimmte, Anordnung der Löschgaseintrittsöffnungen (16) sowie der hiermit korrespondierenden Druckentlastungsöffnungen (18) erreicht werden kann – letztlich die brandtechnischen Funktionskriterien sowie deren Funktionsablauf elektronisch spezifiziert/optimiert/gesteuert/bevorzugt in auf die jeweils spezifischen Lagerbehälterinnengeometrien abgestimmten Löschgasmenge und Qualität sowie der Flutungszeiten erfüllt werden können. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Löschgasrohrsystem (3) (2) oder unmittelbar am Lagerbehälter (1) ein Ventilator (6) angeordnet ist, der im passiven Zustand Luftzirkulation herstellt, hierdurch der Lagerbehälter (1) kontinuierlich von Luft durchströmt – potenzielle Brandgase erfasst – und den, bevorzugt im Ventilatorgehäuse angeordneten, Rauchmelder (3) aktiviert. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilator (6) im aktiven Zustand (Brandfall) in erhöhter Luftleistungsstufe parallel oder im Anschluss an die primäre Löschgasflutung für vorbestimmte Zeit kontinuierlichen Löschgaskreislauf herstellt – hierdurch gesteigert bis optimiert wird die Homogenität des Löschgases im Lagerbehälter (1) durch Flutung potenzieller, in der primären Flutung nicht erreichte, Teilbereiche des Lagerbehälters (23) u.a. durch sich einstellende sekundäre Luftströmungen/Verwirbelungen etc. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Ventilatorgehäuse ein Sauerstoff- oder Inertgassensor (14) (Fühler) eingesetzt ist, der die vorgegebene Qualität des Löschgases (z.B. Sauerstoffanteil nicht > 10%) überwacht – gegebenenfalls Inertgas über das Inertgas-Motor-Regelventil (8) im Rohrsystem (2) bei negativer Abweichung vom Sollwert dem Lagerbehälter (1) bedarfsgerecht Inertgas zuführt – insoweit die vorgegebene Löschgasqualität über vorbestimmbaren Zeitraum aufrechterhalten wird. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Löschgaseinlässe (16) sowie die hiermit korrespondierenden Druckentlastungsöffnungen (18) derart angeordnet/positioniert sind, dass einströmendes Inertgas (2) oder Löschgas (3) dominant über die freien Behälterräume (24), jeweils vor den an der Frontseite offenen Lagerkammern (23), vorzugsweise vertikal, vorbeiströmt – hierdurch einerseits Teilflutung der Lagerkammern (23) durch die sich einstellende sekundäre Luftströme hergestellt wird – andererseits Brandüberschlag von Lagerkammer (23) zu Lagerkammer (23) unterbunden wird. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Inertgas (2) über einen Injektor (7), der sekundär Luft aus dem Lagerbehälter (1) oder der Umgebung ansaugt, in den Lagerbehälter (1) eingeleitet wird – hierdurch wird im Injektor (7) durch Luftbeimischung das Inertgas (2) zum Löschgas (3) in vorbestimmter Konzentration, bei gleichzeitiger Volumenerhöhung – letztere verbessert die Homogenität der Lagerbehälterflutung und optimiert durch die Luftansaugung (17) die vorbestimmte Strömungsrichtung. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass über die Systemkomponenten Injektor (7), Positionen der Löschgaseinlässe (16) sowie der Druckentlastungsöffnungen (18) eine Flutungssituation hergestellt werden kann, die weitgehendst verhindert, dass hochwertiges Inertgas (2) oder Löschgas (3) prinzipwidrig durch die Druckentlastungsöffnungen (18) (nutzlos) abgeleitet wird. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Löschgaseinlässe (16) derart angeordnet sind, dass der Bereich mit höchstem Brandentstehungsrisiko – Position des Elektromotors für Antriebsmechanik der Umlaufregale – in der 1.Phase des Löschvorgangs gesichert mit Inertgas (2) oder Löschgas (3) geflutet wird. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Löschgaseinlässe (16) derart angeordnet/positioniert sind, dass wenigstens eine Kammer (23) des Umlaufregales unmittelbar mit Inertgas (2) oder Löschgas (3) geflutet wird und beim Einsatz von spezifischen Düsen eine optimale Homogenität durch Streuung (Verwirbelung) hergestellt wird. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckentlastungsöffnung (18) auf der Frontseite, bevorzugt im oberen Drittel, des Lagerbehälters (1) angeordnet ist – gegebenenfalls in Kombination mit wenigstens einer Druckentlastungsöffnung (18) auf der Oberseite des Behälters. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Inertgas- oder Löschgaseinführung – bevorzugt unterhalb der Bestückungsöffnungangeordnet ist und die spezifische Position auf die Position der Inneneinrichtungen abgestimmt werden kann. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportmechanik der Kammern (23) des Lagerbehälters (1) im Brandfall parallel zum Löschvorgang aktiviert und elektronisch derart gesteuert wird, dass die offene Frontseite jeder Kammer (23) während der Löschgas- oder Inertgasflutungszeit vor den Bereich wenigstens eines Löschgaseinlasses (16) gelangt – insoweit vorbehaltsfreie, gesicherte Flutung für diesen Teilbereich – in Folge für den gesamten Lagerbehälterinnenbereich erreicht wird. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Löschgaseinlässe (16) vor der/den dynamische(n) Kammer(n) (23) derart angeordnet sind, dass sämtliche Bereiche der Kammern (23) gesichert mit Inertgas (2) oder Löschgas (3) geflutet werden und dass die Löschgaseinlässe in der Dimensionierung derart bemessen sind, dass niedrige Gaseinströmgeschwindigkeiten gegebenenfalls die Fördermechanik blockierende Positionsänderungen vom Lagergut verhindern. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass über den Ventilator im Verbund mit den Motorklappen (10) (11) nach Abschluss des Löschvorganges eine Entrauchung des Lagerbehälters hergestellt werden kann. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass dem Brandlöschsystem sekundäre Zusatzfunktionen in Form von Konditionierung (Kühlung/Heizung/Filter/Be- und Entfeuchtung) der Behälterinnenluft zugeordnet werden können – beispielsweise derart, dass die Funktionskomponenten in einem Bypass in das Inertgas- und/oder Löschgasrohrnetz eingebunden werden (22). Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass manuelle Inertgas-/Löschgasflutung über ein Handventil (21) in der Umgehungsrohrleitung des Motorventils (8) hergestellt werden kann. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Brandlöschsystem keine Personenschutzmaßnahmen im Umgebungsbereich des Lagerbehälters (1) erforderlich macht. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass in unmittelbarer Nähe des Elektromotors (Antrieb der Rotationsmechanik – in der Regel auf dem Boden des Lagerbehälters (1)) ein Rauchmelder (13) angeordnet ist. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das prinzipiell für einen Lagerbehälter (1) konzipierte Brandlöschsystem (I) in Teilbereichen modifiziert, in rationaler Form für mehrere Lagerbehälter eingesetzt werden kann, beispielsweise derart, dass eine Schaltlogik-Brandmeldezentrale (19) für mehrere Lagerbehälter (1) ausgestattet wird. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der technische Aufbau des Brandlöschsystems alternativ als präventives Brandschutzsystem eingesetzt werden kann – hierbei handelt es sich um einen den Sauerstoffanteil der Luft im Lagerbehälter reduzierenden Vorgang in der Funktion, dass Inertgas in der Konzentration des Raumvolumen des Lagerbehälters elektronisch überwacht und dosiert permanent oder in Intervallen zugeführt wird – hierbei eine Konzentration hergestellt und permanent aufrechterhalten wird, die ca. < 13 Vol.% Sauerstoff entspricht – in dieser Konzentration bereits Entstehungsbrände verhindert werden.






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