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Dokumentenidentifikation DE102006004099B3 19.07.2007
Titel Wirkelement, insbesondere Wirknadel einer Kettenwirkmaschine, sowie Wirkmaschinen-Barre
Anmelder Karl Mayer Textilmaschinenfabrik GmbH, 63179 Obertshausen, DE
Erfinder Wamser, Herbert, 64850 Schaafheim, DE
Vertreter Patentanwälte Knoblauch und Knoblauch, 60322 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 28.01.2006
DE-Aktenzeichen 102006004099
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.07.2007
IPC-Hauptklasse D04B 27/06(2006.01)A, F, I, 20060128, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D04B 35/02(2006.01)A, L, I, 20060128, B, H, DE   
Zusammenfassung Es wird ein Wirkelement, insbesondere eine Wirknadel (5) einer Kettenwirkmaschine angegeben, mit einem Nadelschaft (6), der einen Befestigungsbereich (7) aufweist, mit dem das Wirkelement (5) in eine Aufnahmenut einer Wirkmaschinen-Barre einsetzbar ist, wobei der Befestigungsabschnitt (7) eine Vorderseite (12), eine Rückseite (13) und zwei Flanken (14, 15) aufweist.
Man möchte auch nach mehrmaligem Auswechseln der Wirkelemente einen zufriedenstellenden Sitz der Wirkelemente (5) in der Barre erzielen.
Hierzu ist vorgesehen, dass der Befestigungsabschnitt (7) zumindest auf einem Teil seiner Länge im Bereich der Vorder- oder Rückseite eine größere Breite als im Bereich seiner gegenüberliegenden Seite (13) aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Wirkelement, insbesondere eine Wirknadel einer Kettenwirkmaschine, mit einem Nadelschaft, der einen Befestigungsbereich aufweist, mit dem das Wirkelement in eine Aufnahmenut einer Wirkmaschinen-Barre einsetzbar ist, wobei der Befestigungsabschnitt eine Vorderseite, eine Rückseite und zwei Flanken aufweist. Ferner betrifft die Erfindung eine Wirkmaschinen-Barre einer Kettenwirkmaschine mit mehreren Nuten, die entlang der Längserstreckung der Barre nebeneinander angeordnet sind und Wirkelemente, die in zumindest einigen der Nuten angeordnet sind, wobei jede Nut einen Nutgrund, zwei Nutflanken und eine Nutöffnung aufweist und die Wirkelemente um einen vorbestimmten Überstand aus der Nut herausragen.

Ein derartiges Wirkelement in Form einer Wirknadel ist beispielsweise aus DE 44 14 703 C2 bekannt.

Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Wirknadel, insbesondere einer Schiebernadel, erläutert. Sie ist jedoch auch bei anderen Wirkelementen verwendbar, die auf vergleichbare Weise in einer Wirkmaschinen-Barre befestigt werden müssen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Wirknadel als Schiebernadel oder als Spitzennadel ausgebildet ist, oder ob es sich um eine andere Nadel handelt, die bei der oder zur Maschenbildung verwendet wird.

Wirknadeln sind Wirkwerkzeuge, die zur Maschenbildung in Textilmaschinen, insbesondere in Kettenwirkmaschinen, dienen. Dabei werden die Nadeln in Aufnahmenuten von Barren eingesetzt. Hierbei ist eine relativ hohe Genauigkeit bei den Teilungsabständen wichtig, damit die Wirknadeln nicht mit anderen Wirkelementen kollidieren, die an anderen Barren angebracht sind und die zum Herstellen einer Wirkware Bewegungen relativ zu den Wirknadeln ausführen müssen. Aus dem gleichen Grund ist es ebenfalls wichtig, daß die Wirknadeln eine möglichst gerade Flucht parallel zur Barre einnehmen.

Wirknadeln sind allerdings im Betrieb einem gewissen Verschleiß unterworfen, so daß sie von Zeit zu Zeit ausgewechselt werden müssen. Pro Meter Barrenlänge müssen dabei in vielen Fällen zwischen 500 und 2000 Wirknadeln ausgetauscht werden. Der Monteur kann also auf das Einsetzen einer einzelnen Nadel nicht allzu viel Zeit verwenden. Andererseits möchte man auch vermeiden, daß der Monteur nach dem Einsetzen aller Nadeln eine aufwendige Ausrichtung der Nadeln zueinander vornehmen muß.

Die Nuten sind üblicherweise als Rechtecknuten ausgebildet, wobei zwischen den Nadelabmaßen, d.h. dem seitlichen Abstand der beiden Flanken, und den entsprechenden Wänden der Nuten eine kleine Differenz besteht, die ein gewisses Spiel der Nadel in der Nut zuläßt. Die Maßdifferenzen bei den Wirknadeln entstehen, weil die Wirknadeln in großen Mengen hergestellt werden. Sie sind praktisch unvermeidbar. Sie entstehen insbesondere bei unterschiedlichen Chargen, die aus unterschiedlichen Blechen gefertigt werden. Die Bleche variieren geringfügig in der Dicke.

Um einen spielfreien Sitz in der Nut zu erreichen, wurde in der oben genannten DE 44 14 703 C2 vorgeschlagen, den Nadelschaft im Befestigungsbereich mit Wölbungen zu versehen, die ein Übermaß gegenüber der Aufnahmenut erzeugen. Wenn eine derartige Wirknadel in die Nut eingedrückt wird, dann verdrängen oder stauchen die Wölbungen etwas Material an den Nutflanken, und die Nadel soll dann spielfrei in der Nut sitzen. Auch eine derartige Ausgestaltung löst das Problem aber nicht auf Dauer. Bei einer Massenfertigung der Wirknadeln sitzen die Wölbungen immer an derselben Position. Bei einem Auswechseln einer solchen Wirknadel besteht also eine gewisse Wahrscheinlichkeit, daß die Wölbung einer neuen Nadel an der Stelle positioniert wird, wo die Wölbung der vorherigen Nadel bereits Material in der Nutflanke verdrängt hatte. Ein spielfreier Sitz ist dann nicht mehr gewährleistet. Das Übermaß der Nadel birgt auch das Risiko, daß die Stege, die in der Barre zwischen den Nuten angeordnet sind, durch dieses Übermaß seitlich verdrückt werden.

DE 199 39 929 A1 zeigt ein Mittel zur Verwendung in einer maschenbildenden Maschine und ein Verfahren zur Herstellung des Mittels. Das Mittel umfasst ein längliches Körperelement, das aus einem Blech mit einer vorbestimmten Form gestanzt ist. Das Mittel weist einen Befestigungsabschnitt auf, der eine Vorderseite, eine Rückseite und zwei Flanken aufweist. Die Mitte des Befestigungsabschnitts zwischen der Vorder- und der Rückseite kann verbreitet ausgeführt werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auch nach mehrmaligem Auswechseln einen zufriedenstellenden Sitz der Wirkelemente in der Wirkmaschinen-Barre zu erzielen.

Diese Aufgabe wird bei einem Wirkelement der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß der Befestigungsabschnitt zumindest auf einem Teil seiner Länge im Bereich der Vorder- oder Rückseite eine größere Breite als im Bereich seiner gegenüberliegenden Seite aufweist.

Mit dieser Ausgestaltung kann man erreichen, daß das Wirkelement sich beim Einsetzen in die Nut der Barre sozusagen selbst zentriert. Dies setzt lediglich voraus, daß der Querschnitt der Nut an den Querschnitt des Befestigungsbereichs angepaßt ist und die Flanken des Befestigungsbereichs zumindest in einem Teilbereich nicht parallel zueinander verlaufen. Damit wird erreicht, daß das Wirkelement beim Einsetzen in die Nut der Barre beim Kontakt mit einer Nutflanke bei weiterem Einsetzen gegen die andere Nutflanke gedrückt wird. Beim Einsetzen der Wirknadel in die Nut erfolgt also weder ein Materialabtrag durch Reibung noch eine Materialverdrängung durch ein Umformen der Nutflanken. Dementsprechend läßt sich wiederholt ein Austausch der Wirkelemente vornehmen, ohne daß sich an der Geometrie der Barre irgend etwas ändern muß.

Vorzugsweise erfolgt ein Übergang von der größeren Breite zur kleineren Breite durch eine Fläche, die sich zumindest über einen Teil der Tiefe einer Flanke erstreckt und gegenüber der anderen Flanke in eine Richtung von der Vorderseite zur Rückseite auf die andere Flanke zu geneigt oder gekrümmt ist. Die Tiefe ist die Richtung von der Vorderseite zur Rückseite. Mit einer geneigten oder gekrümmten Fläche an der Flanke läßt sich erreichen, daß das Wirkelement seitlich versetzt wird, wenn es mit der geneigten oder gekrümmten Fläche an einer entsprechend geneigten Fläche an der Nutflanke zur Anlage kommt.

Hierbei ist bevorzugt, daß sich die Fläche bis zur Rückseite erstreckt. Die Rückseite des Wirkelements ist die Seite, die am tiefsten in die Nut eingeführt wird. Man kann dann einen möglichst großen Anteil des Befestigungsbereichs verwenden, um das Wirkelement in der Barre zu positionieren.

Hierbei ist bevorzugt, daß die geneigte Fläche mindestens zwei Teilflächen mit unterschiedlichen Neigungswinkeln aufweist. Eine derartige Ausbildung wird bei speziellen Anwendungen gewählt, wenn man beispielsweise in einem der Rückseite benachbarten Bereich eine stärkere Neigung der Flanke wählt.

Vorzugsweise weist nur eine der beiden Flanken eine geneigte oder gekrümmte Fläche auf. Die andere Flanke verläuft dann senkrecht zur Breitenerstreckung der Barre. Diese Flanke wird dann zur Positionierung des Wirkelements in der Barre verwendet. Auf diese Weise ist es möglich, mit geringem Aufwand eine hohe Genauigkeit bei der Teilung der Wirkelemente beizubehalten.

Alternativ dazu können beide Flanken Flächen aufweisen, die aufeinander zu geneigt oder gekrümmt sind. Insbesondere dann, wenn die Nadel bezüglich ihrer Mittelebene symmetrisch ausgebildet ist, ist dies eine andere Möglichkeit, auf andere Weise eine hochgenaue Positionierung im Hinblick auf die Teilung der Wirkelemente zu erreichen. Die Teilung wird dann auf die Mittelebenen der Wirkelemente bezogen.

Bevorzugterweise ist vorgesehen, daß beide Flanken Flächenabschnitte im Bereich der größten Breite aufweisen, die parallel zueinander verlaufen. Dies ergibt eine gewisse Führung beim Einsetzen des Wirkelements in die Barre, so daß die Montage erleichtert wird.

Vorzugsweise ist eine Flanke unter einem rechten Winkel zur Vorderseite angeordnet. In diesem Fall verläuft die Vorderseite des Wirkelements parallel zur Längserstreckung der Barre. Dies erleichtert die Fertigung des Wirkelements, weil man die Nadel sozusagen mit einem rechten Winkel aus einem Blech ausstanzen kann.

Die Aufgabe wird bei einer Wirkmaschinen-Barre der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß Wirkelemente wie zuvor beschrieben ausgebildet sind und die Nuten zumindest auf einem Teil ihrer Höhe einen an den Querschnitt der Wirkelemente angepaßten Nutquerschnitt aufweisen.

Mit einer derartigen Barre läßt sich bei der Verwendung von entsprechenden Wirkelementen erreichen, daß die Wirkelemente spielfrei und mit einer hohen Genauigkeit in der Barre montiert werden können, wobei für die Montage nur ein geringer Aufwand notwendig ist. Die Wirkelemente müssen lediglich in die Nuten eingesetzt und dort festgehalten werden. Die Ausrichtung der Wirkelemente in den Nuten erfolgt dadurch automatisch.

Vorzugsweise verläuft eine Nutflanke senkrecht zur Vorderseite der Barre. In diesem Fall kann man diese senkrecht zur Vorderseite der Barre verlaufende Nutflanke als Positionierhilfe benutzen, so daß man mit geringem Aufwand erreichen kann, daß die Teilung der Wirkelemente den Vorgaben entspricht.

Vorzugsweise ist zwischen der Rückseite des Wirkelements und dem Nutgrund ein Sicherheitsabstand vorgesehen. Dieser Sicherheitsabstand ist klein. Er sollte ausreichen, daß das Wirkelement weit genug in die Nut hineingeschoben werden kann, um einen spielfreien Sitz zu gewährleisten. Wenn jedoch übermäßig große Kräfte auf das Wirkelement wirken und das Wirkelemente noch weiter in die Nut hineinzudrücken suchen, dann soll der Sicherheitsabstand relativ schnell überwunden werden, so daß dann das Wirkelement am Nutgrund anliegt und eine weitere Bewegung des Wirkelements in die Nut nicht mehr möglich ist. Damit kann man unzulässig hohe seitliche Kräfte auf die Nutenstege zwischen den Nuten vermeiden.

Vorzugsweise sind die Wirkelemente durch mindestens einen Deckel in den Nuten gehalten. Der Deckel erzeugt dann die Haltekraft. Der Deckel weist an seiner den Wirkelementen zugewandten Seite vorzugsweise eine elastische Schicht auf, so daß man kleinere Unterschiede in der Höhe der Wirkelemente, mit der sie aus den Nuten herausragen, ausgleichen kann.

Die Erfindung wird im folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Hierin zeigen:

1 einen Ausschnitt aus einer Barre mit eingesetzten Wirknadeln,

2 eine erste Ausführungsform einer Wirknadel,

3 eine zweite Ausführungsform einer Wirknadel,

4 eine schematische Darstellung zur Erläuterung des Querschnitts einer Wirknadel und einer Barrennut,

5 eine abgewandelte Ausführungsform einer Barre mit eingesetzter Wirknadel,

6 eine Wirknadel zur Verwendung mit der Barre nach 5,

7 eine schematische Darstellung zur Erläuterung des Querschnitts der Wirknadel und der Nut,

8 eine Vorderansicht, Seitenansicht und Draufsicht auf die Barre nach 1,

9 eine schematische Darstellung zur Erläuterung des Zusammenwirkens von Nadel und Barre,

10 verschiedene Querschnittsformen der Wirknadel und

11 passende Nutformen zu den Wirknadel der 10.

1 zeigt einen Ausschnitt aus einer Barre einer nicht näher dargestellten Wirkmaschine in perspektivischer Darstellung. Eine derartige Barre kann durchaus eine Länge von mehreren Metern aufweisen.

Die Barre 1 weist in einem Höhenabschnitt 2 eine Vielzahl von nebeneinander angeordneten Nuten 3 auf, die in Richtung der Längserstreckung der Barre 1 parallel zueinander und nebeneinander angeordnet sind. Die Nuten 3 sind durch Nutenstege 4 voneinander getrennt.

In den Nuten sind Wirknadeln 5 angeordnet. Dargestellt sind die Wirknadeln 5 nur in zwei Nuten. Üblicherweise sind aber alle Nuten 3 mit Wirknadeln 5 besetzt.

Die Wirknadeln 5 der 1 sind in 2 aus zwei unterschiedlichen Blickrichtungen dargestellt. Jede Wirknadel 5 weist einen Nadelschaft 6 mit einem Befestigungsbereich 7 auf. Die Wirknadel 5 ist mit dem Befestigungsbereich 7 in der Nut 3 der Barre 1 festgelegt.

In üblicher Weise schließt sich an ein Ende des Nadelschaftes 6 ein Nadelkopf 8 an, der als Haken ausgebildet ist, wobei in nicht näher dargestellter Weise ein Schieber oder Schließelement vorhanden sein kann, der den Haken 9 schließen kann, wenn der Haken 9 einen Faden durch eine Masche hindurchziehen soll. Am entgegensetzten Ende weist die Wirknadel einen Nadelfuß 10 mit einem Vorsprung 11 auf, der unter den Höhenabschnitt 2greift, um die Wirknadel 5 zusätzlich in der Barre 1 zu befestigen.

Für die Zwecke der nachfolgenden Erläuterung werden bei der Wirknadel 5, genauer gesagt, ihrem Befestigungsabschnitt 7, eine Vorderseite 12, eine Rückseite 13 und zwei Flanken 14, 15 definiert. Die Vorderseite 12 ist die Seite, die bei montierter Wirknadel 5 aus der Barre 1 herausgerichtet ist. Die Rückseite 13 ist die Seite, die am tiefsten in die Barre 1 eingesteckt ist.

Wie aus 4 zu erkennen ist, sind die beiden Flanken 14, 15 des Befestigungsbereichs 7 nicht parallel zueinander ausgerichtet, sondern sie sind in einer Richtung von der Vorderseite 12 zur Rückseite 13 aufeinander zu geneigt. Im Grunde ist der Querschnitt der Wirknadel 5 im Befestigungsbereich also V-förmig ausgebildet.

In entsprechender Weise weist jede Nut 3 einen Nutgrund 16, eine Nutöffnung 17 und zwei Nutflanken 18, 19 auf, wobei der Querschnitt der Nut 3 an den Querschnitt des Befestigungsbereichs 7 der Wirknadel 5 angepaßt ist. Die Neigung der Flanken 14, 15 stimmt also mit der Neigung der Nutflanken 18, 19 überein.

Dies hat nun zur Folge, daß sich die Wirknadel 5, wenn sie in die Nut 3 eingesetzt wird, selbst zentriert. Eine der beiden Flanken 14, 15 kommt beim Einsetzen in die Nut 3 zur Anlage an eine der beiden Nutflanken 18, 19 und wird dann beim weiteren Einschieben der Wirknadel 5 in die Nut 3 geringfügig seitlich verlagert, bis die andere der Flanken 15, 14 zur Anlage an die andere der Nutflanken 19, 18 kommt. In diesem Fall wird die Wirknadel 5 automatisch in der Mitte der Nut 3 ausgerichtet und wird dort spielfrei positioniert. Es ist nicht erforderlich, daß die Wirknadel 5 beim Einsetzen in die Barre 1 irgendwelche Umformungen der Nutstege 4 oder Teile davon vornimmt.

Die Wirknadel 5 steht nach dem Einsetzen in die Barre 1 mit einem kleinen Überstand 20 von der Vorderseite 21 vor. Man kann also mit einem Deckel, der nachfolgend im Zusammenhang mit der 9 näher erläutert wird, die einzelnen Wirknadeln in der Barre 1 festhalten, wobei die Wirknadeln 5 ohne größeren Aufwand spielfrei gehalten werden.

Das Auswechseln der Wirknadeln 5 ist relativ einfach. Man kann durch einen einfachen Zug auf die Wirknadeln 5 diese zur Vorderseite 21 der Barre 1 hin bewegen und dann aus den Nuten 3 entfernen. Die neuen Wirknadeln 5 werden dann in umgekehrter Richtung in die Nuten 3 eingesetzt, ohne daß man beim Einsetzen größere Kräfte aufbringen müßte.

Die in 2 dargestellte Wirknadel ist für eine Raschelmaschine geeignet. Die in 3 dargestellte Wirknadel, bei der gleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind, ist hingegen für einen Kettenwirkautomat oder eine Kettenwirkmaschine geeignet.

Für die Ausbildung der Querschnitte der Nuten 3 und der Querschnitte des Befestigungsbereichs 7 gibt es nun viele Möglichkeiten, die nachfolgend auszugsweise erläutert werden sollen.

5 zeigt eine abgewandelte Barre 1, bei der die Nuten 3 nicht mehr symmetrisch zu einer imaginären Mittelebene angeordnet sind. Vielmehr ist eine Nutflanke 18 senkrecht zur Vorderseite 21 angeordnet. Lediglich die andere Nutflanke 19 steht unter einem Winkel ≠90° zur Vorderseite 21 der Barre 1.

Die dazugehörende Wirknadel 5 ist in 6 dargestellt. Die (bezogen auf die Darstellung der 6) linke Flanke 14 steht dementsprechend unter einem rechten Winkel zur Vorderseite 12 des Befestigungsbereichs 7. Die andere Flanke 15 hingegen schließt mit der Vorderseite 12 einen spitzen Winkel ein.

Das Befestigungsprinzip ist hier ähnlich wie bei der im Zusammenhang mit den 1 bis 4 dargestellten Ausführungsform. Allerdings wird nun die Positionierung der Wirknadel 5 in der Nut 3 nicht in der Mitte der Nut (bezogen auf die Längserstreckung der Barre 1) vorgenommen, sondern an der linken Nutflanke 18, die, wie oben erwähnt, einen rechten Winkel mit der Vorderseite 21 der Barre 1 einschließt.

Die Positionierung erfolgt dadurch, daß durch die Keilwirkung zwischen der Flanke 15 und der Nutflanke 19 beim einsetzen der Wirknadel 5 in die Nut 3 eine kleine seitliche Bewegung der Wirknadel 5 so lange bewirkt wird, bis die Flanke 14 an der Nutflanke 18 zur Anlage kommt.

Zusätzlich hat diese Ausgestaltung den Vorteil, daß die Seite der Wirknadel 5, an der die Flanke 14, die einen rechten Winkel mit der Vorderseite 12 einschließt, aufnimmt, glatt ausgebildet sein, wie dies aus 6b hervorgeht.

8a zeigt die Barre 1 von 1 in Vorderansicht. Es ist zu erkennen, daß man durch die Mittelebene der Nuten 3 die Nadelteilung 22 festlegen kann. Wenn man eine Ausgestaltung nach 5 und 6 verwendet, dann wird die Nadelteilung durch den Abstand der rechtwinklig zur Vorderseite 21 verlaufenden Nutflanken 18 bewirkt.

8b zeigt eine Seitenansicht und 8c eine Draufsicht auf die Barre 1 mit montierten Wirknadeln 5 nach 1.

9 zeigt in schematischer Darstellung eine Wirknadel 5, die in der Barre 1 in einer Nut 3 montiert ist. Die Wirknadel 5 weist einen Querschnitt auf, bei dem die Flanke 14 senkrecht zur Vorderseite 12 verläuft und sich über die gesamte Tiefe (Erstreckung von oben nach unten, bezogen auf 9) des Befestigungsbereichs erstreckt. Die andere Flanke 15 weist ebenfalls einen Abschnitt auf, der sich im rechten Winkel zur Vorderseite 12 des Befestigungsbereichs erstreckt. Lediglich eine Fläche 23, die sich über einen Teil der Tiefe des Befestigungsbereichs erstreckt, ist gegenüber der Vorderseite 12 geneigt. Dieser Teilbereich kommt zur Anlage an eine entsprechend geneigte Fläche 24 der Nutflanke 19.

Bei montierter Wirknadel 5 verbleibt zwischen der Rückseite 13 und dem Nutgrund 16 ein Sicherheitsabstand s, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel kleiner ist als der Überstand 20 zwischen dem Deckel 25 und der Vorderseite 21 der Barre 1.

Der Deckel 25 weist auf seiner der Barre 1 zugewandten Seite eine elastische Schicht 26 auf, so daß der Deckel 25, wenn er an der Barre 1 befestigt wird, alle Wirknadeln 5 gleichmäßig festhalten kann, auch wenn die Wirknadeln aufgrund von Dickenunterschieden, die auf Toleranzen beruhen, unterschiedlich weit aus der Barre 1 herausschauen. Diese Unterschiede sind aber nicht allzu groß.

10 zeigt nun unterschiedliche Formen der Querschnitte des Befestigungsbereichs der Wirknadeln. 11 zeigt die dazu passenden Querschnitte. Üblicherweise wird man in einer Barre 1 immer die gleiche Form der Querschnitte der Nuten 3 verwenden.

10g und 11g zeigen die Querschnittsformen, die der Ausführung der 1 bis 4 zugrunde liegen. Die 10i und die 11i zeigen die Querschnitte, die der Ausbildung nach 5 bis 7 und 9 zugrunde liegen.

In den 10a und 11a ist eine Ausgestaltung dargestellt, die der der 10g und 11g entspricht. Allerdings sind hier die Rückseite 13 und der Nutgrund 16 abgeflacht.

In den 10b und 11b weisen die Flanken 14, 15 und die Nutflanke 18, 19 Abschnitte 27, 28 auf, die eine stärkere Neigung im Hinblick auf die Mittelebene 29, 30 von Wirknadel 5 und Nut 3 haben.

In den 10c und 11c ist die Flanke 14 bzw. die Nutflanke 18 parallel zur Mittelebene 29 bzw. 30 ausgerichtet. Nur die andere Flanke 15 bzw. Nutflanke 19 ist geneigt. Hier erfolgt die Zentrierung im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel der 10a und 10b nicht in der Mittelebene 29, 30, sondern an der Nutflanke 18.

Die 10d und 11d zeigen eine Ausführung, die der der 10c und 11c entspricht, wobei die Rückseite 13 bzw. der Nutgrund 16 abgeflacht sind.

Die 10e und 11e zeigen eine Ausgestaltung, bei der die Flanken 14, 15 bzw. die Nutflanken 18, 19 mit einer Rundung in die Rückseite 13 bzw. den Nutgrund 16 übergehen. Auch hier erfolgt durch ein Einsetzen der Wirknadel 5 in die Nut 3 automatisch eine Zentrierung.

Die 10f und 11f zeigen eine Ausgestaltung, die eine Mischung aus den 10b, 11b und 10c, 11c ist. Auch hier ist die eine Flanke 14 parallel zur Mittelebene 29 gerichtet, während die andere Flanke 15 und natürlich die andere Nutflanke 19 unterschiedliche Neigungen aufweist.

10g und 11g wurden bereits besprochen.

Die 10h und 11h zeigen eine Ausgestaltung, bei der die Flanken in einem Teilbereich 31 nach innen gewölbt sind. In ähnlicher Weise sind die Nutflanken in einem Teilbereich 32 in Richtung auf die Mittelebene 30 nach außen gewölbt. Auch dadurch läßt sich eine Zentrierung erreichen, wenn die Wirknadel 5 in die Nut 3 eingesetzt wird.

Die Ausgestaltung der 10i und 11i wurde im Zusammenhang mit den 5 bis 7 besprochen.

Die 10j und 11j zeigen eine Ausgestaltung, die spiegelsymmetrisch zu der Ausgestaltung nach den 10i und 11i ist.


Anspruch[de]
Wirkelement, insbesondere Wirknadel einer Kettenwirkmaschine, mit einem Nadelschaft, der einen Befestigungsbereich aufweist, mit dem das Wirkelement in eine Aufnahmenut einer Wirkmaschinen-Barre einsetzbar ist, wobei der Befestigungsabschnitt eine Vorderseite, eine Rückseite und zwei Flanken aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungsabschnitt (7) zumindest auf einem Teil seiner Länge im Bereich der Vorder- oder Rückseite eine größere Breite als im Bereich seiner gegenüberliegenden Seite (13) aufweist. Wirkelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Übergang von der größeren Breite zur kleineren Breite durch eine Fläche (23) erfolgt, die sich zumindest über einen Teil der Tiefe einer Flanke (14, 15) erstreckt und gegenüber der anderen Flanke (15, 14) in eine Richtung von der Vorderseite (12) zur Rückseite (13) auf die andere Flanke (14, 15) zu geneigt oder gekrümmt ist. Wirkelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Fläche (23) bis zur Rückseite erstreckt. Wirkelement nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die geneigte Fläche (23) mindestens zwei Teilflächen (27) mit unterschiedlichen Neigungswinkeln aufweist. Wirkelement nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß nur eine der beiden Flanken (14, 15) eine geneigte oder gekrümmte Fläche aufweist. Wirkelement nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß beide Flanken (14, 15) Flächen aufweisen, die aufeinander zu geneigt oder gekrümmt sind. Wirkelement nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß beide Flanken (14, 15) Flächenabschnitte im Bereich der größten Breite aufweisen, die parallel zueinander verlaufen. Wirkelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Flanke (14) unter einem rechten Winkel zur Vorderseite (12) angeordnet ist. Wirkmaschinen-Barre einer Kettenwirkmaschine mit mehreren Nuten, die entlang der Längserstreckung der Barre nebeneinander angeordnet sind und Wirkelemente, die in zumindest einigen der Nuten angeordnet sind, wobei jede Nut einen Nutgrund, zwei Nutflanken und eine Nutöffnung aufweist und die Wirkelemente um einen vorbestimmten Überstand aus der Nut herausragen, dadurch gekennzeichnet, daß Wirkelemente (5) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 ausgebildet sind und die Nuten (3) zumindest auf einem Teil ihrer Höhe einen an den Querschnitt der Wirkelemente angepaßten Nutquerschnitt aufweisen. Barre nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Nutflanke (18) senkrecht zur Vorderseite (21) der Barre (1) verläuft. Barre nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Rückseite (13) des Wirkelements (5) und dem Nutgrund (16) ein Sicherheitsabstand (s) vorgesehen ist. Barre nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkelemente (5) durch mindestens einen Deckel (25) in den Nuten (3) gehalten sind






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