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Dokumentenidentifikation DE10249242B4 19.07.2007
Titel Anlage zum Brennen von Keramik- oder Porzellangegenständen mit einem Rollenofen sowie Verfahren zum Betreiben eines Rollenofens
Anmelder EISENMANN Anlagenbau GmbH & Co. KG, 71032 Böblingen, DE
Erfinder Schwerer, Peter, 71083 Herrenberg, DE
Vertreter Ostertag & Partner, Patentanwälte, 70597 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 23.10.2002
DE-Aktenzeichen 10249242
Offenlegungstag 13.05.2004
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.07.2007
IPC-Hauptklasse F27B 9/24(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F27B 9/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   F27B 9/26(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   C04B 33/32(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anlage zum Brennen von Keramik- oder Porzellangegenständen mit einem Rollenofen sowie ein Verfahren zum Betreiben eines Rollenofens.

Vom Markt her sind Rollenöfen bekannt, bei denen sowohl die parallel zur Bewegungsrichtung als auch die senkrecht zur Bewegungsrichtung verlaufenden Ränder der Brennplatten in aufeinanderfolgenden Reihen fluchten. Obwohl durch das direkte Aneinanderstoßen der Brennplatten eine gewisse Stabilisierungswirkung erzielt wird, verlassen bei dieser Anordnung die Brennplatten auf Grund von Durchmessertoleranzen der Transportrollen sowie wegen Anbackungen oder Verschleiß der Transportrollen die Spur. Die Brennplatten werden zudem häufig krumm und "tanzen" auf den Transportrollen. Der Druck, unter dem die Brennplatten aneinanderliegen, kann zur besseren Stabilisierung des Verbundes auch nur beschränkt vergrößert werden, da die Brennplatten Toleranzen aufweisen und die Transportrollen sowie die Brennplatten einen unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten besitzen und der Verschleiß wachsen würde.

Bei Rollenöfen dieser Art war es daher erforderlich, die lichte Breite des Ofenraumes wesentlich größer zu machen als die Summe der Breiten der Brennplatten, um ein Anlaufen der Brennplatten an die Wand des Ofenraumes zu verhindern.

Aus der DE 197 23 692 A1 sind eine Anlage zum Brennen von Ziegeln sowie ein Verfahren zum Betreiben derselben bekannt, bei denen ebenfalls eine Vielzahl von antreibbaren Transportrollen eingesetzt wird, die sich quer zur Bewegungsrichtung des Brenngutes erstrecken. Hier finden jedoch keine das Brenngut tragende Brennplatten, welche auf den Transportrollen aufliegen und durch deren Drehung durch den Rollenofen gefördert werden, Verwendung. Vielmehr wird bei diesem Rollenofen das Brenngut direkt auf die Transportrallen gesetzt.

Grundsätzlich ist es allerdings aus der DE-Z: Zl 3/99 S. L/12 "Technologie der Dachziegelherstellung in Japan" bekannt, das Brenngut auf Brennplatten durch einen Rollenofen zu führen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Anlage der eingangs genannten Art so auszugestalten, dass die Spurgenauigkeit der Brennplatten verbessert ist.

Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst.

Durch den erfindungsgemäß vorgesehenen seitlichen Versatz der Brennplatten in aufeinanderfolgenden Reihen wird ein stabiler Verbund erzielt, der in gewisser Weise einem Mauerwerk ähnelt, bei dem die einzelnen Mauersteine in übereinanderliegenden Reihen ebenfalls einen seitlichen Versatz besitzen. Der Druck, unter dem die Brennplatten aneinander anliegen, kann auf diese Weise erheblich reduziert werden, ohne dass die Gefahr eines seitlichen Verlaufens der Brennplatten bestünde. Dies vermindert den Verschleiß. Die lichte Breite des Ofenraumes kann reduziert werden. Die Brennplatten können zudem am Auslauf des Rollenofens automatisch abgenommen werden, ohne dass es zuvor einer Ausrichtung bedarf.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es ferner, ein Verfahren zum Betreiben eines Rollenofens anzugeben, mit dem sich eine größere Spurgenauigkeit der Brennplatten erzielen lässt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den im Anspruch 2 angegebenen Mitteln gelöst.

Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens entsprechen sinngemäß den oben genannten Vorteilen der erfindungsgemäßen Anlage.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert; die einzige Figur zeigt schematisch die Draufsicht auf das Rollenfördersystem eines Rollenofens zum Brennen keramischer Gegenstände mit aufgelegten Brennplatten.

In der Zeichnung sind mit den Bezugszeichen 1 und 2 die im Wesentlichen vertikal verlaufenden Seitenwände des Ofenraumes eines Rollenofens bezeichnet, der zum Beispiel zum Brennen von Keramikgegenständen verwendet wird.

In den Seitenwänden 1, 2 sind die gegenüberliegenden Enden einer Vielzahl von Transportrollen 3 in nicht dargestellter Weise drehbar gelagert, die in bekannter Weise senkrecht zur Bewegungsrichtung des Brenngutes verlaufen. Die Transportrollen 3 sind an einem Ende außerhalb des Ofenraumes in geeigneter Weise angetrieben.

Auf die Transportrollen 3 sind mehrere aufeinanderfolgende Reihen von Brennplatten 4 aufgelegt, die jeweils Brenngut (nicht dargestellt) tragen. In der Zeichnung sind vier derartige Reihen von Brennplatten 4 dargestellt, die sich, parallel zueinander, ebenfalls senkrecht zur Bewegungsrichtung des Brenngutes erstrecken. Jede Brennplatte 4 ist in der Draufsicht rechteckig, wobei die Ecken etwas abgerundet sind.

Die Brennplatten 4 sind in in Bewegungsrichtung aufeinanderfolgenden Reihen seitlich gegeneinander versetzt, so daß also die parallel zur Bewegungsrichtung verlaufenden Ränder der Brennplatten 4 in benachbarten Reihen nicht miteinander fluchten.

Im Betrieb werden die Transportrollen 3 in Drehung versetzt, wodurch die auf ihnen aufliegenden Brennplatten 4 mit dem von ihnen getragenen Brenngut durch den Ofenraum des Rollenofens hindurch befördert werden. Aufgrund der seitlichen Versetzung der in aufeinanderfolgenden Reihen angeordneten Brennplatten 4 ergibt sich ein stabiler Verbund, ähnlich einem Mauerwerk mit versetzten Mauersteinen, bei dem die Gefahr einer seitlichen Auswanderung der Brennplatten 4 erheblich reduziert ist. Die Brennplatten 4 und das von ihnen getragene Brenngut kommen am Auslaufende des Rollenofens so spurgenau an, daß sie, ohne einer vorherigen Ausrichtung zu bedürfen, von einem automatisch arbeitenden Handhabungsgerät abgenommen werden können.


Anspruch[de]
Anlage zum Brennen von Keramik- oder Porzellangegenständen mit

a) einem Rollenofen

b) einer Vielzahl von antreibbaren Transportrollen, die sich quer zur Bewegungsrichtung des Brenngutes erstrecken, auf denen eine Vielzahl von das Brenngut tragenden Brennplatten aufliegt, die durch Drehung der Transportrollen durch den Rallenofen beförderbar sind;

wobei

c) eine Aufsetzeinrichtung vorgesehen ist, welche in der Lage ist, die Brennplatten so auf die Transportrollen aufzusetzen, dass sie in aufeinanderfolgenden Reihen, die senkrecht zur Bewegungsrichtung verlaufen, aneinander anstoßend angeordnet sind und in den in Bewegungsrichtung aufeinanderfolgenden Reihen gegeneinander seitlich derart versetzt sind, dass ihre in Bewegungsrichtung verlaufenden Ränder in benachbarten Reihen nicht miteinander fluchten.
Verfahren zum Betreiben eines Rollenofens zum Brennen von Keramik- oder Porzellangegenständen, bei dem das Brenngut auf einer Vielzahl von Brennplatten, die in senkrecht zur Bewegungsrichtung verlaufenden Reihen aneinander anstoßend auf einer Vielzahl von sich ebenfalls senkrecht zur Bewegungsrichtung erstreckenden antreibbaren Transportrollen angeordnet werden, durch den Rollenofen befördert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennplatten (4) am Anfang des von den Transportrollen (3) gebildeten Fördersystems so auf die Transportrollen (3) aufgesetzt werden, dass sie in den in Bewegungsrichtung aufeinanderfolgenden Reihen gegeneinander seitlich versetzt sind und ihre in Bewegungsrichtung verlaufenden Ränder in benachbarten Reihen nicht miteinander fluchten.






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