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Dokumentenidentifikation DE20122693U1 19.07.2007
Titel Bewehrungsmatte für Stahlbeton
Anmelder AVI Alpenländische Veredelungs-Industrie Ges.m.b.H., Raaba, AT
Vertreter Mitscherlich & Partner, Patent- und Rechtsanwälte, 80331 München
DE-Aktenzeichen 20122693
File number of basic patent 20122680.4
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 19.07.2007
Registration date 14.06.2007
Application date from patent application 08.11.2001
IPC-Hauptklasse E04C 5/04(2006.01)A, F, I, 20061127, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Bewehrungsmatte für Stahlbeton, bestehend aus einander rechtwinkelig kreuzenden und an den Kreuzungspunkten miteinander verschweißten Längs- und Querdrähten, wobei die über die Randlängsdrähte überstehenden Querdrahtendteile in der Mattenebene in Form einer Schlaufe zu den Randlängsdrähten zurück gebogen und mit diesen verschweißt sind.

Eine Bewehrungsmatte der einleitend angegebenen Art dient zur Bewehrung von ebenen Flächentragwerken, bei denen Kräfte in zwei senkrecht zueinander stehenden Richtungen, d.h. in Längs- und Querrichtung entsprechend den einander kreuzenden Drahtscharen der Bewehrungsmatten, zu übertragen sind. Die Bewehrungsmatten sind in einer Vielzahl unterschiedlicher Ausgestaltung bekannt, um an die große Vielfalt der zu bewehrenden Flächentragwerke mit unterschiedlichen Abmessungen und vor allem unterschiedlichen, auf die Bewehrungsrichtungen bezogenen erforderlichen Stahlquerschnitten möglichst gut angepasst werden zu können. Da die zu bewehrenden Stahlbetonteile regelmäßig eine größere Breite haben als die Bewehrungsmatten, müssen die Bewehrungsmatten nebeneinander mit Überdeckung verlegt werden. Hierbei sind gewisse Mindestüberdeckungen aus statischen Gründen erforderlich, um den Kraftfluss von Bewehrungsmatte zu Bewehrungsmatte zu gewährleisten.

Aus der DE-PS-973 001 ist eine so genannte Randsparmatte bekannt, bei welcher zur Vermeidung einer überflüssigen Stahlanhäufung im Überdeckungsbereich in den beiden Randlängsbereichen der Bewehrungsmatte zumindest zwei Längsstäbe mit einem ungefähr halben Stahlquerschnitt der Längsstäbe im Zentralbereich der Bewehrungsmatte vorgesehen sind. Die gegenseitigen Abstände aller Längsstäbe sind über die ganze Bewehrungsmattenbreite gleich. Diese Randsparmatte weist keine zu Schlaufen gebogenen Querdrahtendteile auf und kann die Vorteile der Bewehrungsmatten der einleitend angegebenen Art nicht nutzen.

Aus der DE-A1-1484116 ist das Herstellen eines Bewehrungsmattenprogrammes für Stahlbeton bekannt, bei welchem zum Zwecke einer wesentlichen Reduzierung der Vielzahl von verschieden kalibrierten, zur Erfüllung des Gesamtprogrammes zum Einsatz kommenden Stäbe und auch zum Zweck einer unterschiedlichen Mattenbreite vermeidenden Fertigung, die einzelnen Serien des Mattenprogrammes alle aus Bewehrungsmatten von gleichbleibender Breite und alle Bewehrungsmatten einer Serie aus mindestens im inneren Mattenbereich im Durchmesser gleichen Stäben bestehen. Hierbei ist innerhalb einer jeden Serie von Mattentyp zu Mattentyp die Anzahl der Stäbe eine andere, wobei bei allen Serien die Breite des inneren Bereiches der einzelnen Bewehrungsmatten, auf welchen die Stäbe verteilt sind, konstant ist. Dieses Mattenprogramm weist ebenfalls keine zu Schlaufen gebogenen Querdrahtendteile auf und kann die Vorteile der Bewehrungsmatten der einleitend angegebenen Art nicht nutzen.

Aus der AT-B-377564 und den zugehörigen Zusatzpatenten AT-B-381540 und AT-B-381542 ist eine Bewehrung der einleitend angegebenen Art bekannt, bei welcher die beiden äußeren Längselemente, die so genannten Randlängselemente, an jedem Mattenrand kleineren Achsabstand voneinander haben als die übrigen Längselemente und dass an jedem Mattenrand die schlaufenförmig zurück gebogenen Querdrahtendteile mit einem der beiden Randlängselemente, vorzugsweise mit dem äußeren, oder mit beiden Randlängselementen verschweißt sind. Hierbei sind die beiden Randlängselemente in einem Abstand angeordnet, der wesentlich kleiner als der Abstand der übrigen Längselemente ist. Der Abstand zwischen dem innen liegenden Randlängselement und dem ihm benachbarten Längselement des Innenbereiches der Bewehrungsmatte ist größer als der gleichmäßige gegenseitige Abstand der Längselemente im Innenbereich der Bewehrungsmatte. Außerdem haben die beiden Randlängselemente kleinere Querschnittsflächen als die übrigen Längselemente im Innenbereich der Bewehrungsmatte. Bei diesen Bewehrungsmatten wird keine Lehre zur Bildung eines Bewehrungsmattenprogrammes offenbart.

Zur Herstellung von Bewehrungsmatten wird immer häufiger warmgewalztes, aus der Walzhitze vergütetes Material verwendet, das eine hohe Duktilität aufweist und außerdem besonders wirtschaftlich hergestellt werden kann, da der Verarbeitungsschritt der Kaltverformung eingespart wird. Dieses Material wird standardmäßig in ganzzahligen Durchmesserwerten hergestellt.

Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile bekannter Bewehrungsmatten zu vermeiden und eine Bewehrungsmatte der einleitend angegebenen Art zu schaffen, die einerseits unter Verwendung des warmgewalzten Materials mit ganzzahligen Drahtdurchmessern als Randsparmatte besonders wirtschaftlich, d.h. mit möglichst wenigen Durchmesserabstufungen hergestellt werden kann und andererseits im Rahmen eines Mattenprogrammes eine möglichst feine Abstufung der Stahlnennquerschnitte über die Mattenbreite zur Lösung aller Bewehrungsaufgaben für flächenartige Stahlbetonbauteile gewährleistet.

Die erfindungsgemäße Bewehrungsmatte zeichnet sich dadurch aus, dass die im Zentralbereich der Bewehrungsmatte angeordneten Längsdrähten gleiche gegenseitige Achsabstände und gleiche Querschnittsflächen aufweisen, dass die Bewehrungsmatte an beiden Längsseiten Randbereiche aufweist, die aus einem Paar von parallelen Randlängsdrähten mit einem gegenseitiger Achsabstand, der, wie an sich bekannt, kleiner als der Achsabstand der Längsdrähte im Zentralbereich der Bewehrungsmatte ist und mit einem Achsabstand des inneren Randlängsdrahtes zum benachbarten Längsdraht des Zentralbereiches, der, wie an sich bekannt, größer als der Achsabstand der Längsdrähte im Zentralbereich der Bewehrungsmatte ist, und aus Randschlaufen bestehen.

Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung bestehen die Längsdrähte, die Randlängsdrähte und die Querdrähte aus warmgewalztem Material hoher Duktilität mit ganzzahligen Drahtdurchmessern.

Vorzugsweise sind bei der erfindungsgemäßen Bewehrungsmatte die Querschnittsflächen der beiden Randlängsdrähte an jedem Mattenrand kleiner als die Querschnittsflächen der Längsdrähte im Zentralbereich der Bewehrungsmatte oder gleich groß wie die Querschnittsflächen der Längsdrähte.

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Erstellen eines aus mehreren Reihen bestehenden Typenprogrammes mit Bewehrungsmatten, das sich dadurch auszeichnet, die Gesamtbreiten aller Bewehrungsmatten des Typenprogrammes konstant sind, dass die beiden Randbereiche aller Bewehrungsmatten des Typenprogramme gleich ausgebildet sind und konstante Achsabstände aufweisen, dass die Anzahl der Längsdrähte im Zentralbereich der Bewehrungsmatte innerhalb einer Reihe mit steigendem Stahlnennquerschnitt im Zentralbereich der Bewehrungsmatte in ganzzahligen Schritten zunimmt und der gegenseitige Achsabstand im gleichen Maße abnimmt, und dass die erforderlichen Stahlnennquerschnitte des Typenprogrammes mit einer minimalen Anzahl an ganzzahligen Drahtdurchmessern für die Längs-, Randlängs- und Querdrähte erreicht wird.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend an Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen: 1 eine Bewehrungsmatte nach der Erfindung mit rechteckigen Maschen im Zentralbereich der Bewehrungsmatte und 2 eine Bewehrungsmatte nach der Erfindung mit quadratischen Maschen im Zentralbereich der Bewehrungsmatte.

Die in den 1 und 2 dargestellten, erfindungsgemäßen Bewehrungsmatten 1 bestehen aus einem Zentralbereich Z und je einem Randbereich R zu beiden Längsseiten der Bewehrungsmatte 1. Die Bewehrungsmatte 1 weist im Zentralbereich Z parallele Längsdrähte 2 und in jedem Randbereich R einen inneren Randlängsdraht 3 und einen äußeren Randlängsdraht 4 auf, die parallel zueinander und parallel zu den übrigen Längsdrähten 2 verlaufen. Die Längsdrähte 2 im Zentralbereich Z sind mit gleichem gegenseitigen Achsabstand a, der so genannten Längsdrahtteilung, angeordnet, wobei die Achsabstände a jeweils von Drahtmitte zu Drahtmitte gemessen werden. Rechtwinkelig zu den Längsdrähten 2 und den Randlängsdrähten 3, 4 verlaufen parallele Querdrähte 5, die an den jeweiligen Gitterkreuzungspunkten 6 mit den Längsdrähten 2 und den Randlängsdrähten 3, 4 verschweißt sind. Die Querdrähte 5 sind jeweils mit gleichem gegenseitigen Achsabstand e angeordnet, der so genannten Querdrahtteilung.

Die beiden Randlängsdrähte 3 und 4 sind in einem gegenseitigen Achsabstand c angeordnet, der wesentlich kleiner als der gegenseitige Achsabstand a der Längsdrähte 2 im Zentralbereich Z ist, wodurch die Randlängsdrähte 3, 4 ein Randlängsdrahtpaar bilden. Der Achsabstand c beträgt vorzugsweise 50 mm, kann im Rahmen der Erfindung jedoch auch im Bereich zwischen 20 und 50 mm liegen. Durch diesen engen Achsabstand c der beiden Randlängsdrähte 3 und 4 wird bei Anwendung mehrerer Bewehrungsmatten zur flächenüberdeckenden Bewehrung von Stahlbetonbauteilen die Strecke, längs welcher sich die Querdrähte 5 zweier benachbarter Bewehrungsmatten im Stoß überdecken, verkürzt und dadurch Querdrahtmaterial eingespart.

Die inneren Randlängsdrähte 3 sind von dem benachbarten Längsdraht 2 jeweils in einem Achsabstand b angeordnet, der vorzugsweise größer als der gegenseitige Achsabstand a der Längsdrähte 2 im Zentralbereich Z ist. Durch diese vorteilhafte Gestaltung der Bewehrungsmatte 1 ergibt sich bei einer Flächenbewehrung mittels mehrerer aneinandergereihter, einander seitlich überdeckender Bewehrungsmatten, deren Überdeckungsränder Tragstöße bilden, über die gesamte bewehrte Fläche eine annähernd gleichmäßige Verteilung der Stahlquerschnitte; insbesondere ist der Stahlquerschnitt im überdeckten Bereich nahezu gleich dem Stahlquerschnitt im Zentralbereich Z der Bewehrungsmatte 1. Eine unerwünschte Stahlhäufung im Überdeckungsbereich wird verringert, dadurch Material eingespart und der Randspareffekt voll ausgenutzt. Die Achsabstände b können im Rahmen der Erfindung aber auch gleich den Achsabständen a der Längsdrähte 2 im Zentralbereich Z der Bewehrungsmatte 1 gewählt werden. Die vorgeschriebene Mindestüberdeckung im Stoßbereich beträgt 200 mm. Für alle erfindungsgemäßen Bewehrungsmatten 1 wird ein Achsabstand b von 200 mm gewählt, da einerseits ein Randspareffekt erzielt werden soll und sich andererseits keine Längsdrahtanhäufung sondern eine möglichst bleichmäßige Verteilung der Längsdrähte im Überdeckungsbereich ergeben soll.

Die über den äußeren Randlängsdraht 4 hinausragenden Endteile der Querdrähte 5 sind an jedem Mattenrand symmetrisch zur Längsachse der Bewehrungsmatte 1 zu Randschlaufen 7 zurück gebogen und in den Kreuzpunkten 8 mit dem zugeordneten äußeren Randlängsdraht 4 verschweißt. Es ist im Rahmen der Erfindung auch möglich, die Randschlaufen 7 an jedem Mattenrand gegensinnig zueinander zurück zu biegen. Es ist ferner im Rahmen der Erfindung möglich, die Randschlaufen 7 bis zum inneren Randlängsdraht 3 zu führen und sie zusätzlich mit diesem Randlängsdraht 3 im Kreuzungspunkt 9 mit dem inneren Randlängsdraht 4 zu verschweißen. Der Durchmesser der Randschlaufe 7 wird derart gewählt, dass beim Einbau in Stahlbeton die zulässigen Betonpressungen im Krümmungsbereich der Randschlaufe 7 nicht überschritten werden. Der Abstand d des äußeren Schlaufenrandes von der Mitte des äußeren Randlängsdrahtes 4 beträgt vorzugsweise 50 mm, zumindest jedoch das Vier- bis Sechsfache des Durchmessers des Querdrahtes 5.

Durch die Ausbildung der Randschlaufen 7 wird zusammen mit der engen Stellung der Randlängsdrähte 3, 4 erreicht, dass im Überdeckungsstoß zweier Bewehrungsmatten 1 die beiden Schweißpunkte des vor der Schlaufe liegenden Teile jedes Querdrahtes mit den beiden äußeren Randlängsdrähten 3, 4 infolge ihres kleinen gegenseitigen Abstandes c nahezu gleichmäßig an der Kraftübertragung mitwirken und dass somit die Belastung je Schweißpunkt vermindert wird. Die Randschlaufen 7 verbessern zusätzlich die Verankerung einander überlappender Bewehrungsmatten im Überdeckungsstoß und ermöglichen eine geringere Überdeckung. Da die Randschlaufen 7 die Lage der Bewehrungsmattenränder im Verbund von mehreren Bewehrungsmaten 1 sehr klar erkennen lassen, ist der tatsächliche Überdeckungsbereich genau definiert und auf der Baustelle die Verlegeanordnung der Bewehrungsmatten jederzeit leicht kontrollierbar.

Beim Ausführungsbeispiel gemäß der 1 ist der Achsabstand e der Querdrähte 5 größer als der Achsabstand a der Längsdrähte 2 im Zentralbereich Z, so dass bei diesem Ausführungsbeispiel die Längs- und Querdrähte 2; 5 im Zentralbereich Z der Bewehrungsmatte 1 Maschen 10 mit rechteckiger Form begrenzen. Hierbei ist die Querdrahtteilung e größer als die Längsdrahtteilung a.

Das zweite, in der 2 dargestellte Ausführungsbeispiel einer Bewehrungsmatte 1, unterscheidet sich von dem ersten Ausführungsbeispiel dadurch, dass die Achsabstände e der Querdrähte 5 gleich den Achsabständen a der Längsdrähte 2 im Zentralbereich Z sind, so dass die Längs- und Querdrähte 2; 5 im Zentralbereich Z quadratische Maschen 11 begrenzen.

Die Summe aus allen Achsabständen a, b und c und den Schlaufenüberständen d ergibt die Gesamtbreite B der Bewehrungsmatte 1. Üblicherweise wird die Mattenbreite B in möglichst wenigen Standardgrößen gewählt, wobei sich eine den Ladebreiten der Transportmittel für die Bewehrungsmatten angepasste Gesamtbreite von 2400 mm weltweit als wirtschaftlich besonders vorteilhafter Standard eingebürgert hat. Die erfindungsgemäßen Bewehrungsmatten 1 werden aufgrund dieses Standards in einer konstanten Gesamtbreite B von 2400 mm hergestellt. Aufgrund der konstanten Achsabständen c von 50 mm, den konstanten Achsabständen b von 200 mm und den konstanten Schlaufenüberständen d von 50 mm ergeben sich konstant breite Randbereiche R von 300 mm, so dass der Zentralbereich Z der Bewehrungsmatte 1 eine konstante Breite von 1800 mm aufweist.

Die Durchmesser der Randlängsdrähte 3, 4 werden im Rahmen der Erfindung kleiner als der Durchmesser oder maximal gleich dem Durchmesser der Längsdrähte 2 im Zentralbereich Z gewählt, so dass die Querschnittsfläche f jedes Randlängsdrahtes 3; 4 kleiner oder gleich der Querschnittsfläche F der Längsdrähte 2 im Zentralbereich Z der Bewehrungsmatte 1 ist. Durch diese Maßnahme wird die Stahlanhäufung im Übergriffsbereich von zwei Bewehrungsmatten 1 vermindert. Die Durchmesser der Querdrähte 5 werden im Rahmen der Erfindung kleiner als der Durchmesser oder maximal gleich dem Durchmesser der Längsdrähte 2 im Zentralbereich Z gewählt, so dass die Querschnittsfläche h der Querdrähte 5 kleiner oder gleich der Querschnittsfläche der Längsdrähte 2 im Zentralbereich Z der Bewehrungsmatte 1 ist.

Die Bewehrungsmatten können in jeder beliebigen Länge L hergestellt werden, wobei Standardlängen in Meterabstufungen bevorzugt werden. Eine weit verbreitete Länge L beträgt 6 m, so dass sich bei rechteckigen Maschen 10 aufgrund dieser Meterabstufungen standardmäßige Querdrahtteilungen e von 400, 330 und 200 mm ergeben.

Die Oberfläche der Drähte 2, 3, 4, 5 ist vorzugsweise mit einer Rippung versehen, um die Haftung der Bewehrungsmatte 1 im Beton zu erhöhen.

Alle Drähte 2, 3, 4, 5 der erfindungsgemäßen Bewehrungsmatte 1 bestehen aus warmgewalztem Material hoher Duktilität, die durch Vergütung des warmgewalzten Materials in der Walzhitze entsteht. Im Rahmen der Erfindung ist es auch möglich die hohe Duktilität durch Mikrolegierung des Materials zu erhalten. Das warmgewalzte Material wird standardmäßig in ganzzahligen Durchmessern mit Werten von 6, 8, 9, 10 und 12 mm hergestellt.

Im Rahmen der Erfindung können alle Drähte 2, 3, 4, 5 der erfindungsgemäßen Bewehrungsmatte 1 auch aus warmgewalztem Material bestehen, das in einem weiteren Arbeitsschritt zusätzlich einer Kaltverformung unterworfen wird und dadurch bessere mechanisch-technologischen Eigenschaften erhält. Die Kaltverformung besteht vorzugsweise aus einer Reckung des warmgewalzten Materials. Im Rahmen der Erfindung kann die Kaltverformung alternativ auch aus einer Kaltverfestigung durch Walzen und/oder Ziehen bestehen.

Im Rahmen der Erfindung ist es Die Querdrähte 3 der erfindungsgemäßen Bewehrungsmatte 1 bestehen aus warmgewalztem Material, das in einem weiteren Arbeitsschritt einer Kaltverformung unterworfen wird und dadurch seine mechanisch-technologischen Eigenschaften erhält. Die Kaltverformung kann aus einer Kaltverfestigung durch Walzen und/oder Ziehen bestehen. Bei diesem Herstellungsverfahren wird der Draht vor der Kaltverformung entzundert, so dass die beim Verschweißen mit den Längsdrähten störende Zunderschicht entfernt wird. Die Kaltverformung kann alternativ auch aus einer Reckung des warmgewalzten Materials bestehen. Bei diesem Herstellungsverfahren wird der Draht vor der Reckung nicht entzundert, sondern die spröde Zunderschicht platzt erst während des Reckvorganges auf und fällt herunter. Auch bei diesem Herstellungsverfahren wird die beim Verschweißen mit den Längsdrähten störende Zunderschicht entfernt. In beiden Auführungsformen ist in den Kreuzungspunkten 4 nur die Zunderschicht der Längsdrähte 2, 2' vorhanden, so dass das Verschweißen mit den blanken Oberflächen der Querdrähte 3 problemlos möglich ist und eine gleichbleibende Qualität aller Schweißknoten gewährleistet ist.

Um ein Programm aus verschieden Typen der Bewehrungsmatte 1 möglichst wirtschaftlich herstellen zu können, werden gemäß der Lehre der Erfindung einerseits nur Mattentypen mit konstanter Gesamtbreite B, konstant breiten und identisch aufgebauten Randbereichen R und damit konstant breitem Zentralbereich Z unter ausschließlicher Verwendung der standardmäßig zur Verfügung stehenden, oben angeführten ganzzahligen Durchmesser des warmgewalzten Drahtmaterials hergestellt und werden andererseits zum Erreichen einer vom Anwender geforderten, möglichst Feinen Abstufung der Stahlnennquerschnitte bei den Mattentypen die Längsdrähte 2 im Zentralbereich Z der Bewehrungsmatte 1 gleichmäßig verteilt und die Achsabstände a in entsprechender Abstufung gewählt. Bei einer Gesamtbreite der Bewehrungsmatte von B = 2400 mm, hat es sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, einen Achsabstand von b = 200 mm, einen Achsabstand von c = 50 mm und einem Schlaufenüberstand von d = 50 mm zu wählen, wodurch sich eine daraus resultierende Breite des Zentralbereiches von Z = 1800 mm und damit die folgende Reihe von optimalen Längsdrahtteilungen a ergibt: a = 100; 120; 150; 180; 200 mm. Zur Erfüllung der meisten Bewehrungsaufgaben reicht in diesem Fall eine ausgewählte Hauptreihe mit Werten von a = 100; 150; 200 mm meistens aus. Die Änderung der Längsdrahtteilung a dieser Hauptreihe erfolgt in Schritten von 50 mm, die den gängigen Änderungen der Längsdrahtteilungen herkömmlicher Gitterschweißanlagen optimal entspricht. Im Prinzip wären im Rahmen der Erfindung bei diesem Beispiel auch kleinere und auch größere Längsdrahtteilungen möglich, die jedoch weder statisch noch fertigungstechnisch einen Sinn machen. Im Rahmen der Erfindung ergeben sich bei anderen Gesamtbreiten B und/oder anderen Achsabständen b andere optimale Reihen von Längsdrahtteilungen, wobei oftmals ein Kompromiss zwischen den optimalen, wirtschaftlichen Herstellungsverfahren und den statischen Anforderungen an das Mattentypenprogramm zu schließen ist.

Aufgrund der Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Bewehrungsmatte 1 und der optimalen Abstufungen der Längsdrahtteilung a ist es möglich, bei konstanter Gesamtbreite B der Bewehrungsmatte 1 und bei Einhaltung der konstanten Ausbildung der linken und rechten Randbereiche R ein Mattentypenprogramm zu schaffen, das mit einer minimalen Anzahl von Längsdrahtdurchmessern das Auslangen findet; insbesondere ist es möglich, auf jeden Fall nur ganzzahlige Längsdrahtdurchmesser zu verwenden, um die gewünschte Feinabstufung der Stahlnennquerschnitte innerhalb des Mattentypenprogrammes zu ermöglichen.

Die Herstellung der erfindungsgemäßen Bewehrungsmatte 1 erfolgt in Vielpunkt-Gitterschweißanlagen, die nach der elektrischen Widerstandsmethode arbeiten. Die Längsdrähte 2, 3, 4 können im Rahmen der Erfindung in Form von vorgefertigten, geraden Stäben der Gitterschweißmaschine zugeführt oder von einem endlosen Materialstrang abgezogen werden. Die Querdrähte 5 werden von einem endlosen Materialstrang abgezogen, der je nach Durchmesser und Materialeigenschaft der Querdrähte 5 in Form von gewickelten Spulen oder ringförmigen Bunden oder Ringen vorliegt. Die Querdrähte 5 werden anschließend gerade gerichtet und dann der Gitterschweißmaschine zugeführt. Im Rahmen der Erfindung ist es auch möglich, die vom Materialstrang abgezogenen Querdrähte 5 zunächst gerade zu richten und auf Länge zu schneiden und dann diese abgelängten Querdrähte der Gitterschweißanlage zuzuführen.

Es versteht sich, dass das dargestellte Ausführungsbeispiel im Rahmen des allgemeinen Erfindungsgedankens verschiedentlich, insbesondere hinsichtlich der Ausgestaltung der Bewehrungsmatte abgewandelt werden kann; insbesondere ist es im Rahmen der Erfindung möglich, im Zentralbereich Z der Bewehrungsmatte 1 anstelle von Einzeldrähten auch Doppelstäbe zu verwenden.

Des Weiteren ist es im Rahmen der Erfindung möglich, die Längs- und Randlängsdrähte 2; 3, 4 der erfindungsgemäßen Bewehrungsmatte 1 aus warmgewalztem Material ohne zusätzlicher Kaltverformung zu erzeugen, während die Querdrähte 5 aus warmgewalztem Material bestehen, das in einem weiteren Arbeitsschritt einer Kaltverformung unterworfen wird. Die Kaltverformung kann aus einer Kaltverfestigung durch Walzen und/oder Ziehen oder aus einer Reckung bestehen. Des Weiteren ist es im Rahmen der Erfindung möglich, die Querdrähte 5 der erfindungsgemäßen Bewehrungsmatte 1 aus warmgewalztem Material ohne zusätzlicher Kaltverformung zu erzeugen, während die Längs- und Randlängsdrähte 2; 3, 4 aus warmgewalztem Material bestehen, das in einem weiteren Arbeitsschritt einer Kaltverformung unterworfen wird. Die Kaltverformung kann auch in diesem Fall aus einer Kaltverfestigung durch Walzen und/oder Ziehen oder aus einer Reckung bestehen.


Anspruch[de]
Bewehrungsmatte für Stahlbeton, bestehend aus einander rechtwinkelig kreuzenden und an den Kreuzungspunkten miteinander verschweißten Längs- und Querdrähten, mit je Bewehrungsmattenrand zwei Randlängsdrähten und mit über die Randlängsdrähte überstehenden Querdrahtendteilen, die in der Mattenebene in Form einer Schlaufe zu den Randlängsdrähten zurückgebogen und mit diesen verschweißt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die im Zentralbereich (Z) der Bewehrungsmatte (1) angeordneten Längsdrähte (2) gleiche gegenseitige Achsabstände (a) und gleiche Querschnittsflächen (F) aufweisen, dass die Bewehrungsmatte (1) an beiden Längsseiten Randbereiche (R) aufweist, die aus einem Paar von parallelen Randlängsdrähten (3, 4) mit einem gegenseitigen Achsabstand (c), der, kleiner als der Achsabstand (a) der Längsdrähte (2) im Zentralbereich (Z) der Bewehrungsmatte (1) ist und mit einem Achsabstand (b) des inneren Randlängsdrahtes (3) zum benachbarten Längsdraht (2) des Zentralbereiches (Z), der, größer als de Achsabstand (a) der Längsdrähte (2) im Zentralbereich (Z) der Bewehrungsmatte (1) ist, und aus Randschlaufen (7) bestehen. Bewehrungsmatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewehrungsmatte (1) eine konstante Gesamtbreite (B) von 2400 mm, konstante Achsabstände (b) der inneren Randlängsdrähte (3) von ihren benachbarten Längsdrähten (2) des Zentralbereichs (Z) von 200 mm, konstante Achsabstände (c) der inneren Randlängsdrähte (3) von den äußeren Randlängsdrähten (4) von 50 mm und konstante Schlaufenüberstände (d) von 50 mm aufweisen, dass die Achsabstände (a) der Längsdrähte (2) im Zentralbereich (Z) der Bewehrungsmatten (1) 150 mm betragen und dass die Durchmesser der Längs-, Randlängs- und Querdrähte (2; 3; 4; 5) 6 und 8 mm betragen. Bewehrungsmate nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsabstände (e) der Querdrähte (5) der Bewehrungsmatte (1) 150 mm betragen. Bewehrungsmatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsflächen (f) der beiden Randlängsdrähte (3, 4) an jedem Mattenrand kleiner als die Querschnittsflächen (F) der Längsdrähte (2) im Zentralbereich (Z) der Bewehrungsmatte (1) sind. Bewehrungsmatte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsflächen (h) der Querdrähte (5) gleich groß wie die Querschnittsflächen (F) der Längsdrähte (2) sind. Bewehrungsmatte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentralbereich (Z) der Bewehrungsmatte (1) quadratische Maschen (11) aufweist.






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