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Dokumentenidentifikation DE202007004622U1 19.07.2007
Titel Schmuck zur Abgabe von Duft- oder Aromastoffen
Anmelder Wesner, Ewald, Dipl.-Ing., 40882 Ratingen, DE
DE-Aktenzeichen 202007004622
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 19.07.2007
Registration date 14.06.2007
Application date from patent application 29.03.2007
IPC-Hauptklasse A44C 15/00(2006.01)A, F, I, 20070329, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen mobilen Gebrauchsgegenstand, insbesondere ein Schmuckstück, zur Abgabe von Duft- oder Aromastoffen.

Aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 19635528 A1 ist ein Schmuckstück bekannt, das Hohlräume aufweist, die zur Aufnahme von Trägermaterialien genutzt werden können. Diese Trägermaterialien können mit Duftstoffen getränkt werden, und geben diese Duftstoffe durch Öffnungen in den Hohlkörperwänden nach außen ab.

Diese bekannten Schmückstücke weisen jedoch den Nachteil auf, dass die Duftstoffe trotz der Öffnungen nur unzureichend aus dem Hohlkörper austreten können. Die Duftentfaltung bleibt daher unbefriedigend.

Die Aufgabe der Erfindung ist somit die Bereitstellung eines Schmucks, der die oben angegebenen Mängel möglichst beseitigt oder verbessert.

Diese Aufgabe wird durch ein Schmuckstück nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand jeweiliger Unteransprüche.

Der Kern der Erfindung liegt dabei darin, das Schmuckstück zur Aufnahme eines austauschbaren Duftspeichers mit mindestens einem Hohlkörper umfassend mindestens eine Öffnung auszugestalten, wobei der Duftspeicher mit mindestens einer Nut versehen ist, die mit der Öffnung des Hohlkörpers in leitender Verbindung steht. Der Duftspeicher dient zur Aufnahme eines Aroma- oder Duftstoffes.

Der erfindungsgemäße Schmuck hat den Vorteil der verbesserten – und daher effektiveren Duftentfaltung – da sich die meist leicht flüchtigen Duft- und Aromastoffe über die Nuten im Duftspeicher weitgehend ungehindert entfalten und das Schmuckstück über die mit den Nuten in Verbindung stehenden Öffnungen des Hohlkörpers verlassen kann.

Im Sinne der Erfindung handelt es sich bei einem „Schmuck" oder „Schmuckstück" um einen Gegenstand zum Tragen am oder auf dem menschlichen oder tierischen Körper, der reversibel am oder auf dem Körper befestigbar ist. Ein Schmuck nach der Erfindung ist somit stets mit einer Befestigungsvorrichtung versehen. Dabei kann es sich beispielsweise um ein Band oder eine Kette, oder auch um einen Klemm- oder Klettvorrichtung handeln. Entsprechende Vorrichtungen sind dem Fachmann bekannt. Die Begriffe Schmuck oder Schmuckstück werden im vorliegenden Zusammenhang als Synonyme gebraucht.

Der Begriff „Hohlkörper" wird erfindungsgemäß als ein Raum definiert, der den Duftsspeicher aufnehmen kann und somit große Teile des Duftspeichers mindestens umfasst. Der Hohlkörper ist vorzugsweise so ausgestaltet, das der Duftspeicher ausgetauscht werden kann. Er weist erfindungsgemäß mindestens eine Öffnung auf. Der Hohlkörper kann jedoch auch mehrere Öffnungen haben. Der Austausch des Duftspeichers erfolgt vorzugsweise über eine Öffnung im Hohlkörper, die permanent offen oder aber auch verschließbar sein kann.

Bei dem „Duftspeicher" handelt es sich erfindungsgemäß um ein Trägermaterial zur Aufnahme eines Duftsstoffes. Der Duftspeicher wird vorteilhafterweise von einem Material gebildet, dass eine ausreichende Porosität zur reversiblen Aufnahme von Duft- und Aromastoffen aufweist. Vorteilhafte Trägermaterialen sind poröse synthetische und natürliche Materialen, wie Bicomponent Reservoir FA EWA BNW 437755 von der Firma "Filtrona".

In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist das erfindungsgemäße Schmuckstück einen Hohlkörper in Form eines Langkörpers, beispielsweise eines Zylinders auf. In diesem Langkörper können eine oder mehrere Öffnungen vorgesehen sein, die sich beispielsweise in Längsrichtung des Zylinders erstrecken, oder aber in anderer Weise darauf verteilt sein können. Bei der Anordnung der Öffnungen können neben funktionalen auch ästhetische Gesichtspunkte wesentlich sein. Der Zylinder kann auch abgeflacht sein, und somit im Querschnitt eher elliptisch sein. Auch andere Querschnitte des Langkörpers sind denkbar.

Der Langkörper ist vorteilhafterweise an seinen Endflächen offen. Die endständigen Öffnungen können sich über den gesamten Querschnitt oder aber auch nur über eine Teilfläche des Durchmessers erstrecken. Der erfindungsgemäße Schmuck ähnelt in dieser Ausführungsform demnach der Gestalt einer „Flöte".

Vorteilhafterweise ist das Schmuckstück mit einer Befestigungsvorrichtung versehen, die ein Tragen des Schmucks in senkrechter Anordnung erlaubt. In dieser Ausführungsform kann die Befestigungsvorrichtung darüber hinaus so angeordnet sein, dass die mindestens eine Öffnung des Schmuckstücks zum menschlichen oder tierischen Körper hin orientiert ist.

Vorteilhafterweise korrespondiert die Nut des Duftspeichers mit der Öffnung des Hohlkörpers. Dies gilt insbesondere für die Ausgestaltung der Erfindung in Form der oben genannten Flöte. Die Öffnungen im Hohlkörper sind vorzugsweise über den gesamten Umfang des zylindrischen Hohlkörpers verteilt, vorzugsweise in Reihenanordnung, die zu der Nut oder den Nuten in dem Duftspeicher korrespondieren.

Es kann vorteilhaft sein, dass zumindest Teile des Duftspeichers mit einer Beschichtung versehen sind, die eine Verfärbung des Duftspeichers durch die Benetzung und Penetration mit einem Duft- oder Aromastoff verhindert oder aber zumindest abmildert. Vorteilhafterweise befindet sich die Beschichtung dort am Duftspeicher, wo dieser durch die Öffnungen in dem Hohlkörper von außen erkennbar ist. Mögliche Beschichtungen sind Heizprägefolien, die auch eine dekorative Wirkung aufweisen.

Zur Vermeidung von nach außen erkennbaren Verfärbungen des Duftspeichers kann dieser aber auch beispielsweise teilweise oder ganz gefärbt sein, nämlich z.B. in einem tiefen Farbton gehalten sein. Selbst wenn Duft- oder Aromastoffe den Duftspeicher penetrieren sollten, wäre dieses in dieser Ausführungsform nicht von außen erkennbar.

In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung als Flöte mit längsseitig angeordneten Öffnungen kann sich der Duftspeicher beim Tragen auf oder an dem menschlichen oder tierischen Körper erwärmen, so dass in dem Zylinder eine senkrechte Luftströmung im Sinne des Kamin-Effekt" entsteht, der die Entfaltung bzw. die Ausstrahlung des Duftes deutlich beschleunigt. Je nach Temperaturgefälle zwischen dem Duftspeicher und der Umgebung können die Öffnungen an dem Zylinder dem Ansaugen der Umgebungsluft und/oder der Abgabe des Duft- oder Aromastoffes dienen.

In einer besonderen Ausgestaltung kann der erfindungsgemäße Schmuck mit dekorativen Elementen versehen sein, z.B. Schmucksteine oder Ornamente.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand einiger Abbildungen des näheren beschrieben. Dabei zeigen:

1: einen zylindrischen Schmuck nach dem Stand der Technik;

2: einen erfindungsgemäßen Schmuck einschließlich des mit Nuten versehenen Duftspeichers gemäß einer bevorzugten Ausführungsform als Flöte;

3: die Duftentwicklung beim Tragen eines Schmuckstücks nach dem Stand der Technik und

4: die Duftentwicklung gemäß einer erfindungsgemäßen vorteilhaften Ausführungsform nach 2 oben.

Der erfindungsgemäße Duftschmuck 1 weist eine zylindrische Form auf, wobei das Verhältnis von innerem Durchmesser zur Länge des Körpers etwa 1:10 beträgt. So beträgt die Länge beispielsweise 40 mm, wenn der Durchmesser bei 4 mm liegt. Der Hohlkörper ist mit seitlichen Bohrungen 4 versehen. Eine Öffnung 5 befindet sich endständig am Zylinder, durch die eine Kette geführt werden kann. Vorzugsweise befindet sich eine zweite Öffnung in gegenüber liegender Position am Hohlkörper, um die Anordnung der Kette zu verbessern.

Der Zylinder ist an der oberen und unteren Endfläche offen.

Im Inneren des Hohlkörpers ist ein Duftsspeicher 2 vorgesehen, der Nuten 3 aufweist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind drei Nuten vorgesehen. Diese liegen kongruent zu den in parallelen Reihen angeordneten Bohrungen (Öffnungen) 4 des Hohlkörpers. Die Nute vorne ist mit einer Beschichtung 6 versehen, die eine Verfärbung des Duftsträgers verhindert. Durch die Öffnungen ist an dieser Stelle die farbige Beschichtung als dekoratives Element sichtbar.

Der Duftspeicher kann darüber hinaus noch weitere dekorative Elemente 7 an der äußeren Oberfläche des Hohlkörpers aufweisen; beispielsweise auch an oder auf den endständigen Öffnungen.


Anspruch[de]
Schmuckstück (1) zur Aufnahme eines Duftspeichers (2) mit mindestens einem Hohlkörper umfassend mindestens eine Öffnung (4), dadurch gekennzeichnet, dass der Duftspeicher (2) mit mindestens einer Nut (3) versehen ist, die mit der Öffnung (4) des Hohlkörpers in leitender Verbindung steht. Schmuckstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Nut (3) mit einer Beschichtung versehen ist. Schmuckstück nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung durch die Öffnung (4) erkennbar ist. Schmuckstück nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper eine im wesentlichen zylindrische Form aufweist.






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