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Dokumentenidentifikation DE202007005186U1 19.07.2007
Titel Querflöte nach dem Böhm-System
Anmelder Xu, Ying, 35647 Waldsolms, DE
Vertreter Knefel, C., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 35578 Wetzlar
DE-Aktenzeichen 202007005186
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 19.07.2007
Registration date 14.06.2007
Application date from patent application 05.04.2007
IPC-Hauptklasse G10D 7/02(2006.01)A, F, I, 20070405, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Querflöte nach dem Böhm-System.

Zum Stand der Technik gehört die so genannte Böhmflöte. Bei der Böhmflöte handelt es sich um eine Querflöte, die üblicherweise in Orchestern eingesetzt wird und dafür in "C" gestimmt ist.

Diese zum Stand der Technik gehörende Querflöte setzt sich aus einem Kopfstück, einem Mittelstück und einem Fußstück zusammen. Die im Mittelstück und im Fußstück angeordneten Tonlöcher sind durch Klappen verschließbar. Bei dem Fußstück existiert ein C-Fuß und ein H-Fuß. Der H-Fuß dient dazu, dass man einen Halbton tiefer spielen kann, also bis zum "h". Der H-Fuß ist länger ausgebildet als der C-Fuß.

Diese zum Stand der Technik gehörende Querflöte weist den Nachteil auf, dass viele Arrangements für Spielmannszüge Flöten in einer Ces-Stimmung voraussetzen. Soll eine herkömmliche Böhmflöte im Spielmannszug eingesetzt werden, müssen die Noten für das gesamte Instrumentarium in "C" umgeschrieben werden. Alternativ können die Noten für die Böhmflöte in "Ces" umgeschrieben werden, was jedoch sehr hohe Anforderungen an die Spieltechnik des Flötisten stellt, da dann sieben b-Versetzungszeichen gespielt werden müssen.

Das der Erfindung zugrunde liegende technische Problem besteht darin, eine Querflöte nach dem Böhm-System anzugeben, mit der Arrangements für Spielmannzüge einfach und ohne großen Aufwand gespielt werden können.

Dieses technische Problem wird durch eine Querflöte nach dem Böhm-System mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 oder mit den Merkmalen gemäß Anspruch 2 gelöst.

Die erfindungsgemäße Querflöte nach dem Böhm-System, bestehend aus einem Kopfstück mit einem Mundloch, einem Mittelstück mit durch Klappen verschließbaren Tonlöchern und einem Fußstück mit durch Klappen verschließbaren Tonlöchern zeichnet sich dadurch aus, dass der Abstand zwischen dem Mundloch und dem ersten Tonloch durch Verlängerung des Kopfstückes und/oder Verlängerung des Mittelstückes und/oder durch Einsetzen wenigstens eines Zwischenstückes vergrößert ausgebildet ist, derart, dass die Querflöte eine "Ces"-Stimmung aufweist.

Eine andere erfindungsgemäße Ausgestaltung einer Querflöte nach dem Böhm-System besteht darin, dass die Querflöte, bestehend aus einem Kopfstück mit einem Mundloch, einem Mittelstück mit durch Klappen verschließbaren Tonlöchern und einem Fußstück mit durch Klappen verschließbaren Tonlöchern und einem Innendurchmesser derart ausgebildet ist, dass der Innendurchmesser vergrößert ist, so dass die Querflöte eine "Ces"-Stimmung aufweist.

Durch die genannten konstruktiven Maßnahmen weist die Querflöte nach dem Böhm-System eine "Ces"-Stimmung auf. Hierdurch ist es möglich, dass die Böhmflöte problemlos im Spielmannszug eingesetzt werden kann, ohne die Noten für das gesamte Instrumentarium umzuschreiben, oder dass die Anforderungen an die Spieltechnik des Flötisten so hoch sind.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung werden die beiden konstruktiven Maßnahmen kombiniert, das heißt, dass die Länge zwischen Mundloch und erstem Tonloch vergrößert ausgebildet ist, und dass gleichzeitig der Innendurchmesser vergrößert ausgebildet ist, so dass die Querflöte eine "Ces"-Stimmung aufweist.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Verlängerung starr ausgebildet. Besonders vorteilhaft ist die Verlängerung jedoch variabel ausgebildet. Hierdurch ist es möglich, dass die Böhmflöte sowohl in "Ces"-Stimmung als auch in "C"-Stimmung gespielt werden kann.

Üblicherweise beträgt der Abstand vom Mundloch zum ersten Tonloch circa 195 Millimeter. Wird dieser Abstand um 15 bis 35 Millimeter verlängert, vorzugsweise um circa 25 Millimeter verlängert, bei gleichbleibendem Durchmesser der Innenbohrung, so wird, ausgehend von einer C-gestimmten Querflöte eine "Ces"-Stimmung erzielt.

Übliche Innendurchmesser von Querflöten in "C"-Stimmung sind zum Beispiel 19 Millimeter. Wird der Innendurchmesser auf 19,3 Millimeter bis 20,3 Millimeter, vorzugsweise auf 19,8 Millimeter vergrößert, bei gleichbleibendem Abstand von Mundloch zum ersten Tonloch, so erhält man ebenfalls, ausgehend von einer "C"-Stimmung eine "Ces"-Stimmung.

Das bedeutet, dass bei einer Vergrößerung des Innendurchmessers von 1 % bis 2 % durchaus schon einen "Ces"-Stimmung erzielt werden kann. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass eine Vergrößerung des Innendurchmessers bis zu 7 % erforderlich ist, um die "Ces"-Stimmung zu erzielen.

Die Vergrößerung des Abstandes zwischen dem Mundloch und dem ersten Tonloch liegt vorteilhaft in einem Bereich von 6 % bis 20 %, vorzugsweise 8 % bis 18 %. Ideal sind 12,8 %.

Vorteilhaft wird der Innendurchmesser über die gesamte Länge der Querflöte vergrößert. Es ist jedoch auch möglich, lediglich Teilstücke im Innendurchmesser zu vergrößern.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich anhand der zugehörigen Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Querflöte nur beispielhaft dargestellt ist. In der Zeichnung zeigen:

1 einen schematischen Querschnitt durch eine Querflöte;

2 einen schematischen Querschnitt durch eine Querflöte mit Zwischenstück.

1 zeigt eine Querflöte 1 mit einem Kopfstück 2, einem Mittelstück 3 und einem Fußstück 4. An dem Kopfstück 2 ist ein Mundloch 5 angeordnet. Auf das Kopfstück 2 ist das Mittelstück 3 gesteckt, welches verschließbare (hier nicht dargestellt) Tonlöcher 6, 7 aufweist.

Die Querflöte 1 weist zwischen dem Mundloch 5 und dem ersten Tonloch 6 einen Abstand A auf und einen Innendurchmesser D.

Wird der Abstand A zwischen dem Mundloch 5 und dem ersten Tonloch 6 vergrößert, beispielsweise durch Verlängerung des Kopfstückes 2 und/oder Verlängerung des Mittelstückes 3, so erhält die ursprünglich in "C"-Stimmung vorhandene Querflöte eine "Ces"-Stimmung.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Innendurchmesser D zu vergrößern. Durch Verlängerung der Länge A und gleichzeitiger Vergrößerung des Innendurchmessers D oder durch alleinige Verlängerung der Länge A oder alleinige Vergrößerung des Innendurchmessers D kann eine "Ces"-Stimmung der Querflöte 1 erzielt werden.

Gemäß 2 ist die Länge A zwischen dem Mundloch 5 und dem ersten Tonloch 6 durch ein Zwischenstück 8 verlängert, derart, dass eine "Ces"-Stimmung vorhanden ist.

1
Querflöte
2
Kopfstück
3
Mittelstück
4
Fußstück
5
Mundloch
6
erstes Tonloch
7
Tonlöcher
8
Zwischenstück
A
Abstand Mundloch (5) zu erstem Tonloch (6)
D
Innendurchmesser


Anspruch[de]
Querflöte nach dem Böhm-System, bestehend aus einem Kopfstück mit einem Mundloch, einem Mittelstück mit durch Klappen verschließbaren Tonlöchern und einem Fußstück mit durch Klappen verschließbaren Tonlöchern, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand (A) zwischen dem Mundloch (5) und dem ersten Tonloch (6) durch Verlängerung des Kopfstückes (2) und/oder Verlängerung des Mittelstückes (3) und/oder durch Einsetzen wenigstens eines Zwischenstückes (8) vergrößert ausgebildet ist, derart, dass die Querflöte (1) eine "Ces"-Stimmung aufweist. Querflöte nach dem Böhm-System, bestehend aus einem Kopfstück mit einem Mundloch, einem Mittelstück mit durch Klappen verschließbaren Tonlöchern und einem Fußstück mit durch Klappen verschließbaren Tonlöchern, mit einem Innendurchmesser, dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser (D) vergrößert ausgebildet ist, derart, dass die Querflöte (1) eine "Ces"-Stimmung aufweist. Querflöte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge (A) zwischen Mundloch (5) und erstem Tonloch (6) vergrößert ausgebildet ist, und dass der Innendurchmesser (D) vergrößert ausgebildet ist, derart, dass die Querflöte (1) eine "Ces"-Stimmung aufweist. Querflöte nach einem der Ansprüche 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung starr oder variabel ausgebildet ist.






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