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Dokumentenidentifikation DE60213534T2 19.07.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001300361
Titel Reitsattelträger
Anmelder Schelcher, Thierry, Rumersheim-Le-Haut, FR
Erfinder Schelcher, Thierry, 68740 Rumersheim-Le-Haut, FR
Vertreter Haverkamp, J., Dipl.-Geol. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 58638 Iserlohn
DE-Aktenzeichen 60213534
Vertragsstaaten BE, CH, DE, ES, GB, IT, LI
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 03.10.2002
EP-Aktenzeichen 023602808
EP-Offenlegungsdatum 09.04.2003
EP date of grant 02.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.07.2007
IPC-Hauptklasse B68C 1/00(2006.01)A, F, I, 20051224, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Reitsattelträger, und zwar insbesondere einen Träger, der für den Transport von einem Reitsattel oder mehreren Reitsätteln und für ihre Aufbewahrung vor und nach dem Gebrauch ausgelegt ist.

Zum Reiten hat der Reiter einen Sattel zu verwenden, der auf den Rücken des Pferdes gelegt wird, und der ein Lederteil einer gewissen Größe umfasst, das durch eine aus Gurten und Riemen bestehende Haltevorrichtung ergänzt wird.

Sowohl aus Komfort- als auch aus Sicherheitsgründen weist das Ganze zugleich ein gewisses Volumen und ein gewisses Gewicht auf, was seinen Transport nicht erleichtert.

Es ist wohl bekannt, dass im Fall des Transports über eine gewisse Strecke für den guten Halt des Sattels gesorgt werden muss, um zu vermeiden, dass er durch eventuelle Stöße beschädigt oder verformt wird, was seine spätere Benutzung verhindern könnte.

Auf dem Markt gibt es bis heute keine Transportvorrichtung, die für Einzelreiter vorgesehen ist, und die Reiter sind meistens dazu veranlasst, ihren Sattel in den Kofferraum ihres Fahrzeugs zu legen und ihn mit empirischen Mitteln zu blockieren.

Für Berufsreiter oder Reitergruppen sind Vorrichtungen bekannt, die in den für den Transport der Tiere dienenden Lastwagen verwendet werden, und in Form von Schränken vorliegen, in denen Stangen angebracht sind, auf die dann die Sättel gelegt werden.

Dabei handelt es sich jedoch um feste Vorrichtungen, die dauerhaft im Lastwagen angebracht werden und somit nicht den Transport von einem Sattel oder mehreren Sätteln unabhängig von der gesamten Einheit oder die Aufbewahrung der Sättel außerhalb des Fahrzeugs ermöglichen.

Wenn man nur einen Teil der transportierten Sättel verwenden möchte, müssen sie nach diesem Verfahren abgenommen und aus dem Lastwagen herausgenommen werden, und dann an Stellen und unter Bedingungen abgelegt werden, die nicht immer geeignet sind.

Ein weiteres Problem, mit dem Reiter oft zu tun haben, ist die Aufbewahrung der Sättel vor ihrer Verwendung auf dem Pferd oder nach dem Abnehmen vom Rücken des Tieres.

Die zum Reiten bestimmten Orte sind nicht mit Vorrichtungen versehen, die die Aufbewahrung der Sättel unter Bedingungen ermöglichen, die die Hygiene und Unversehrtheit der Ausrüstung sicherstellen.

Meistens werden die Sättel einfach auf der Erde oder an einer beliebigen Stelle abgelegt, die je nach Ortsgegebenheiten verfügbar ist.

Auch dabei besteht die Gefahr, dass sie durch Stöße beschädigt werden, oder umkippen, oder fleckig oder schmutzig werden.

Das Dokument GB 2 295 082 beschreibt einen Tisch, der in einen Sattelträger umgewandelt werden kann. Dieser Tisch besteht aus einem horizontalen Brett, das drei Platten mit Gelenken umfasst, wobei die mittlere Platte auf einem Stützbock montiert ist, und jede der beiden Seitenplatten durch Scharniere mit der Mittelplatte verbunden ist. Indem die beiden Seitenplatten nach oben geklappt werden, entsteht eine Konstruktion mit dreieckigem Querschnitt, die als fester Träger für einen Sattel dienen kann.

Die vorliegende Erfindung bietet eine Alternativkonstruktion für einen Sattelträger an.

Vorzugsweise besteht der Träger aus übereinanderliegenden Böcken, die mit Hilfe von Winkelprofilen miteinander verbunden sind, wobei das Ganze Griffvorrichtungen aufweist, mit deren Hilfe es sich transportieren lässt.

Die Erfindung wird besser verständlich unter Bezugnahme auf die nachfolgende Beschreibung eines nicht erschöpfenden Ausführungsbeispiels, und unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen, die Folgendes darstellen:

ist eine Vorderansicht eines Trägers gemäß der Erfindung, der zwei übereinanderliegende Böcke umfasst, und

ist eine Detailansicht eines Pfostens eines in dargestellten Bocks.

Unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen, insbesondere auf , besteht der Träger gemäß der Erfindung aus mindestens einem Bock (1) mit vier Platten, wobei die Böcke übereinandergelegt werden können.

Genauer gesagt besteht ein Bock (1) aus zwei Seitenplatten (2) mit Öffnungen, die jeweils über ihre oberen Bereiche mit zwei Oberplatten (3) verbunden sind, die zusammen ein Dach bilden.

Die Seitenplatten (2) weisen einen offenen Ausschnitt an der Basis in Form eines umgedrehten U auf. Die Öffnung (4) verjüngt sich in Richtung der Unterseite der Platte (2), so dass an jedem Ende der Platte ein verbreiterter Fuß entsteht.

Vorteilhafterweise weisen die in den Seitenplatten (2) angebrachten Öffnungen (4) eine runde Form auf, um das Vorhandensein von Kanten zu vermeiden, die den Benutzer beim Transport des Trägers verletzen oder zumindest stören könnten.

An jeder oberen Ecke (5) des Bocks (1) ist ein winkelförmiges Metallprofil (6) angebracht, das nach oben über den durch die Seitenplatte (2) und die angrenzende Oberplatte (3) gebildeten Winkel hinausragt.

Die überstehenden Winkelprofile (6) dienen zugleich als Verstärkung und als Stütze des Bocks, und wirken als Führung für das Positionieren von übereinanderliegenden Böcken, wie nachstehend erklärt wird.

Die Oberkanten der Oberplatten (3) bilden gemeinsam einen Winkel und sind durch eine Stützstange (7) miteinander verbunden, die zugleich für die Ästhetik, als Verstärkung und als Griff dient.

Der auf diese Weise gebildete erste Bock (1) stellt die Basis des Trägers dar und kann alleine den Zweck der Erfindung erfüllen, das heißt den Transport oder die Aufbewahrung eines Reitsattels.

Zur Verwendung des Trägers wird einfach der Sattel auf den Bock (1) gelegt, wobei die Seitenflächen beiderseits der Oberplatten (3), die das Dach bilden, aufliegen, womit jeglicher Kontakt mit dem Boden vermieden wird.

Vorteilhafterweise weist die Stützstange (7), die die oberen Bereiche der Oberplatten (3) verbindet, eine runde Form auf, um jede Kante zu vermeiden, durch die die Unterseite des Sattels beschädigt werden könnte.

Um den Sattel zu transportieren, nachdem er auf dem Träger positioniert wurde, braucht nur das Ganze beispielsweise durch die Öffnungen (4) in den Seitenwänden (2) ergriffen zu werden, die von ausreichender Größe sind, um das leichte Ergreifen und Transportieren zu ermöglichen.

Vorteilhafterweise kann der erste Bock (1) bzw. der Basisbock mit vier kleinen Brettern (8a) versehen werden, die seine Seiten teilweise verschließen, und mit einem Bodenbrett (8b), um auf diese Weise einen Kasten (8) zu bilden.

Der Kasten (8) kann als Aufbewahrungsbox für verschiedenes vom Reiter verwendetes Zubehör dienen, wie beispielsweise einen Lappen oder Bürsten, wodurch jede Verlust- oder Verschmutzungsgefahr vermieden wird.

Wenn man mehrere Sättel transportieren oder aufbewahren möchte, braucht nur der Träger ergänzt zu werden, indem ein oder mehrere weitere Böcke (1) auf den Basisbock gelegt werden. Zunächst werden die Sättel auf die Oberplatten (3) gelegt, dann werden die Böcke (1) ausgehend vom Basisbock aufeinander gelegt.

Die oberen Böcke haben eine identische Struktur wie der oben beschriebene Basisbock, umfassen jedoch weder einen Boden noch Seitenbretter.

Um einen Träger für mehrere Sättel gemäß der vorliegenden Erfindung auszuführen, braucht nur der untere Bereich eines darauf gelegten Bocks (1) in den überstehenden Teil der Winkelprofile (6) des unmittelbar darunterliegenden Bocks eingesetzt zu werden.

Auf diese Weise werden die verschiedenen Böcke durch einfaches Ineinandersetzen miteinander verbunden, ohne dass es erforderlich ist, eine zusätzliche Verbindungsweise vorzusehen.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform verlaufen die mit einer Öffnung versehenen Seitenwände (2) jedes Bocks (1) leicht nach innen, d.h., dass sie einen gegenüber der Senkrechten zwischen 0,1 und 0,2° liegenden Winkel aufweisen.

Durch diese Besonderheit wird das Ineinandersetzen der Böcke (1) erleichtert.

Wenn der Träger für den Transport bestimmt ist, ist man nur durch die Abmessungen der aus den übereinanderliegenden Böcken (1) gebildeten Einheit, durch das Gewicht der Einheit oder durch die Größe des für den Transport verwendeten Fahrzeugs beschränkt.

Wenn es nur um die Aufbewahrung der Sättel geht, gibt es für die Überlagerung der verschiedenen Böcke keine anderen Grenzen als die Abmessungen des Raums, in dern sie gelagert werden.

Obwohl die Böcke (1) dafür vorgesehen sind, ausgehend von einem Basisbock übereinander gelegt zu werden, spricht nichts gegen die isolierte Verwendung eines derartigen Bocks zum Transportieren oder Aufbewahren eines einzigen Sattels.

In diesem Fall profitiert der Benutzer lediglich nicht mehr von dem Staukasten (8).

Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die Oberseiten (3) jedes Bocks (1) eine Oberfläche aufweisen, die die Anbringung eines beliebigen Dekorations- oder Personalisierungselement nach den Wünschen des Benutzers ermöglicht.

Für den Transport wird die aus den verschiedenen übereinanderliegenden Böcken (1) gebildete Einheit mit Hilfe von Schrauben (9) verbunden, die an zwei gegenüberliegenden Ecken (10) eines Bocks angebracht werden, und mit den zur Befestigung dienenden Gewindehülsen (11) zusammenwirken, die entsprechend am unmittelbar darüber liegenden Bock eingeführt werden.

Wie in dargestellt, weist jedes überstehende Winkelprofil (6) im oberen Bereich eine Offnung (16) auf, deren Durchmesser demjenigen der verwendeten Schraube (9) entspricht. Eine Platte (12), die im unteren Bereich eine Öffnung (13) aufweist, in die die Gewindehülse (11) eingesetzt wird, wird im unteren Bereich des Bocks (1) in Verlängerung des Winkelprofils (6) positioniert.

Bei der Überlagerung von zwei Böcken (1) steht das Durchgangsloch (16), das sich im oberen Bereich des darüber liegenden Bocks (1) befindet, dem Loch (13) gegenüber, das die Hülse der Metallplatte (12) aufnimmt, die am Pfosten des unmittelbar darüber liegenden Bocks (1) befestigt ist.

Dann braucht nur die Schraube (9) eingeführt und bis zu ihrer Blockierposition angezogen zu werden, und anschließend der Vorgang an der gegenüberliegenden Seite der Einheit wiederholt zu werden, um die beiden übereinanderliegenden Böcke (1) zu verbinden.

Auf diese Weise kann die gewünschte Zahl von Böcken übereinandergelagert und verbunden werden, wobei eigentlich die einzige Grenze in der Höhe der ausgeführten Einheit in Bezug auf das Transportfahrzeug oder den Aufbewahrungsraum besteht.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, eine zusätzliche Gewindehülse (14) in den Mittelteil jedes Bocks (1) einzuführen, auf der Seite, die die Befestigungshülse (11) aufnimmt.

Dies dient für die Aufbewahrung der Befestigungsschraube (9), wenn sie nicht verwendet wird, um die beiden übereinanderliegenden Böcke (1) zu verbinden.

Nach einer Ausführungsvariante kann vorgesehen werden, die Verbindung zwischen zwei Oberplatten (3), die ein Dach bilden, zu versteifen, indem im durch diese Platten gebildeten Winkel mindestens ein dreieckiges Verstärkungselement (15) angebracht wird.

Nach einer vorteilhaften Ausführungsform verfügt man an beiden Enden des Dachs über ein Dreieckselement (15), so dass sie zusätzlich zu ihrer ursprünglichen Verstärkungsaufgabe auch als Griff dienen können.

Der Benutzer kann dann ein oder mehrere Böcke (1) an ihren Seitenenden ergreifen, wobei einfach die Dreieckselemente (15) als Griff verwendet werden.

Die vorausgehende Beschreibung ermöglicht die Feststellung, dass die Erfindung die angestrebten Ziele mittels einer beschränkten Zahl von Bestandteilen erreicht.

Mit Hilfe sehr weniger Montage- oder Formgebungsvorgänge wird eine zugleich praktische und ästhetische Vorrichtung erstellt, die den Transport oder die Aufbewahrung von Reitsätteln ohne Beschädigungs- oder Verschmutzungsgefahr ermöglicht.

Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die obenstehende als nicht erschöpfendes Beispiel gegebene Ausführungsweise. Insbesondere können die Abmessungen und Werkstoffe abweichen, ohne dass der durch die Patentansprüche gesteckte Rahmen verlassen wird.

Die Erfindung kann gleichermaßen unter Verwendung von Holz, Metall, Spritzguss- oder Formkunststoff ausgeführt werden.


Anspruch[de]
Reitsattelträger, der aus mindestens einem Bock (1) besteht, der sich aus zwei Seitenplatten (2) zusammensetzt, die untereinander jeweils mit ihrer Oberseite an einer oberen Platte (3) befestigt sind, wobei die oberen Platten (3) zusammenstoßen, um einen Winkel zu bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenplatten (2) an der Basis einen offenen Ausschnitt aufweisen, der eine Öffnung (4) bildet, die sich zur Unterseite der Platte hin verjüngt, so dass an jedem Ende dieser Platte ein verbreiterter Fuß entsteht. Reitsattelträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Seitenplatten (2) vorgesehenen Öffnungen (4) eine runde Form haben und keine Ecken aufweisen. Reitsattelträger nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bock (1) an jeder seiner oberen Ecken (5) ein Metallwinkelprofil (6) aufweist, das nach oben über den Winkel hinausragt, der durch die Seitenplatte (2) und die Oberplatte (3) gebildet wird. Reitsattelträger nach irgendeinem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der durch die Oberkanten der Oberplatten (3) gebildete Winkel durch eine Stützstange (7) bedeckt ist. Reitsattelträger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützstange (7) eine runde Form ohne Ecken aufweist. Reitsattelträger nach irgendeinem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der an der Basis des Trägers angeordnete Bock (1) vier kleine Bretter (8a) aufweist, die teilweise seine Seiten verschließen, sowie ein Bodenbrett (8b), mit dem sie gemeinsam einen Staukasten (8) bilden. Reitsattelträger nach irgendeinem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Öffnungen versehenen Seitenwände (2) jedes Bocks (1) mit einem Winkel von 0,1° bis 0,2° gegenüber der Senkrechten nach innen verlaufen. Reitsattelträger nach irgendeinem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er stapelbar ist, und dass in der gestapelten Position die übereinanderliegenden Böcke (1) mittels an zwei gegenüberliegenden Ecken (10) jedes Bocks (1) eingeführten und mit Gewindehülsen (11) zusammenwirkenden Schrauben (9), die an entsprechender Stelle am unmittelbar darüber liegenden Bock (1) eingesetzt werden, miteinander verbunden werden. Reitsattelträger nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine zusätzliche Gewindehülse (14) in den Mittelteil jedes Bocks (1), an der Seite, die die Befestigungshülse (11) aufnimmt, eingesetzt wird. Reitsattelträger nach irgendeinem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein dreieckiges Verstärkungselement (15) in dem durch die Oberplatten (3) gebildeten Winkel angeordnet ist.






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