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Dokumentenidentifikation DE19802429B4 26.07.2007
Titel Hinterradaufhängung für Fahrräder
Anmelder Storck, Markus, 65520 Bad Camberg, DE
Erfinder Nattefort, Norbert, 51065 Köln, DE
Vertreter Wallinger & Partner, 80331 München
DE-Anmeldedatum 23.01.1998
DE-Aktenzeichen 19802429
Offenlegungstag 05.08.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.07.2007
IPC-Hauptklasse B62K 25/26(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B62K 25/28(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Hinterradaufhängung für Fahrräder mit zwei Längslenkern, die jeweils an ihrem einen ersten Ende mit einem Schwenkgelenk an dem Rahmen des Fahrrades und an ihrem zweiten Ende mit einem weiteren Schwenkgelenk an einem, die Achse des Hinterrades aufnehmenden Radträger befestigt sind, wobei sämtliche Schwenkgelenke vor dem Hinterrad angeordnet sind und der Radträger ein Armkonstruktion ist, dessen Erstreckung von der Aufnahme der Hinterradachse bis zu den Schwenkgelenken, die ihn mit den Längslenkern verbindet, größer als der Hinterradradius ist.

Solche bzw. ähnliche Radaufhängungen sind bekannt z. B. aus dem US-Patent 4,671,525, dem dt. Patent DE 39 29 395 C2 sowie der dt. Patentanmeldung DE 44 35 482 A1.

Bei den vorgenannten Patenten und Patentanmeldungen wird diese Art der Hinterradaufhängung für Motorräder bzw. allgemein für Zweiräder beschrieben.

Bei den vorgenannten Patenten und Patentanmeldungen wird diese Art der Hinterradaufhängung für Motorräder bzw. allgemein für Zweiräder beschrieben. Die Patentanmeldung DE 44 35 482 A1 beschreibt beispielsweise einen kompakten, steifen Radträger mit durchgehenden Gelenkachsen zur Erzielung einer guten Fahr- und Führungsstabilität. Die Anordnung der Längslenker zur Verbindung des Radträgers mit dem Fahrradrahmen ist dabei nicht näher beschrieben. In der Zeitschrift Radmarkt wurden in der Ausgabe 2/97 verschiedene Möglichkeiten zur Anordnung eines Feder-Dämpfer-Elementes zwischen einem Fahrradrahmen und einem derartigen steifen, triangelähnlichen Radträger vorgestellt, wobei bei diesen Anordnungen drei Lagerstellen der Hinterradaufhängung am Fahrradrahmen erforderlich sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den geometrischen Aufbau einer solchen, der Anzahl der Schwenkgelenke wegen Viergelenkhängung genannten Hinterradaufhängung so zu gestalten, dass sie für ein Fahrrad, speziell für ein solches für harten Gelände- und Wettbewerbseinsatz, geeignet ist.

Gerade bei Extremeinsätzen ergeben sich spezielle Anforderungen an eine Fahrrad-Hinterradaufhängung, die sich grundsätzlich von den Anforderungen an eine Motorradhinterradaufhängung unterscheiden.

Dabei reicht es nicht aus, eine oder zwei dieser Forderungen zu erfüllen, entscheidend für ein Fahrrad, das dem Anspruch eines Spitzenproduktes in fahrdynamischen Belangen gerecht wird, ist eine ausgewogene Erfüllung aller dieser Forderungen.

Ein Teil der Anforderungen ergibt sich aus der speziellen Geometrie eines Fahrrades mit seinem kurzen Radstand und dem durch das Fahrergewicht hoch über der Straße liegenden Schwerpunkt. Dadurch verursachen Beschleunigungskräfte, die am Schwerpunkt angreifen besonders starke Nickbewegungen. Dies ist um so gravierender als der Fahrer eine zyklisch sich verändernde Antriebskraft aufbringt. Aus diesem Grunde sind kinetische Betrachtungen bei Erfüllung der Aufgabe von besonderer Wichtigkeit.

Es ergeben sich die folgenden Anforderungen:

  • 1. Neutrales Bremsnickverhalten:

    Das Erzielen eines neutralen Bremsnickverhaltens wird allgemein Anti-Dive-Effekt genannt. Als Anti-Dive-Effekt bei der gefederten Hinterradaufhängung bezeichnet man denjenigen Effekt, der diese bei einem Bremsvorgang nicht ausfedern lässt.

    Der kinematische Bremsnickausgleich, der allein die Lage der statisch auftretenden Kräfte berücksichtigt, reicht für die Entwicklung einer Spitzen-Radaufhängung nicht aus. Hierfür müssen die zeitliche Änderung von Kräften und Kraftlinien mit einem kinetischen Ansatz betrachtet werden.

    In der Praxis hat sich gezeigt, dass nicht der hundertprozentige Bremsnickausgleich die besten Fahreigenschaften fördert, sondern ein abgemilderter. Hinzu kommen muss die nächstfolgende Forderung:
  • 2. Progressiver Verlauf der Bremsnickkompensation:

    Dieser ist notwendig zur Verhinderung des Bremsstempelns und bewirkt, dass das Radaufhängungssystem beim Bremsvorgang in eine stabile Einfederungslage fällt.
  • 3. Anti-Squad-Effekt:

    Als Anti-Squad-Effekt bezeichnet man bei einer gefederten Hinterradaufhängung die Eigenschaft, bei einem Beschleunigungsvorgang unter Nutzung der auftretenden Antriebskräfte trotz Radlaständerung nicht einzufedern. Ein neutrales Verhalten ist hier beim Fahrrad äußerst wichtig, da durch das stark schwankende Antriebsmoment beim Treten ansonsten permanente Ein- und Ausfederbewegungen auftreten.
  • 4. Kinematisches Ansprechverhalten: Die Kinematik der Hinterradaufhängung bestimmt durch die Festlegung der Einfederrichtung entscheidend das Ansprechverhalten der Federung.

    Zur Erfüllung der vorgenannten Anforderungen ist die Positionierung des virtuellen Momentanpoles bzw. dessen Verlagerung beim Ein- und Ausfedern (letzteres vor allen für Forderung 2) entscheidend. Hinzu kommen noch folgende Anforderungen:
  • 5. Vermeidung von Pedalrückschlag:

    Mit Pedalrückschlag wird die kinematische Erscheinung bezeichnet, dass bei einer Federbewegung des Hinterrades, übertragen durch Kette und Kettenblatt, die Tretkurbel eine Winkeländerung erfährt. Gleichzeitig werden hierbei Kräfte auf die Pedale und damit auf den Fahrer eingeleitet, die sich in einem unangenehmen Tretverhalten bemerkbar machen. Der Pedalrückschlag kann sogar zum Verlust der Fahrstabilität führen, wenn die Kurbel im oberen Totpunkt zurück schlägt und der Fahrer ungewollt entgegen der Tretrichtung ins Leere fällt.
  • 6. Hohe Seitensteifigkeit und hohe Torsionssteifigkeit zur Verbindungsachse zwischen Hinterradlagerung und Steuerrohr zur Erzielung guter Fahr- und Führungsstabilität.
  • 7. Hohe Lebensdauer des Systems unter harten Fahrbedingungen.
  • 8. Bereitstellung von Federwegen zwischen 100 mm (Cross-Country-Version) und 180 mm (Downhill-Version).
  • 9. Einpassung in die bewährten Rahmen-Grundgeometrien (in Bezug auf Hinterbaulänge, Tretlagerhöhe, Sattelrohrwinkel, Rahmenhöhe).
  • 10. Gewichtsoptimierung.

Die Aufgabe wurde gelöst durch das Finden spezieller geometrischer Lagen der Längslenker zueinander, einschließlich deren Lagerung in speziellen Bereichen am Rahmen und ihrer Längenverhältnisse zueinander.

Es wurde festgestellt, dass die erfindungsgemäße Hinterradaufhängung im Vergleich eine sehr neutrale und damit im Fahrbetrieb besonders leicht zu beherrschende Auslegung aufweist.

Eine besonders steife Konstruktion zur Erfüllung der Forderung 6 wird erreicht durch durchgehende Bolzen an allen Gelenken, einen in sich steifen Radträger mit Verbindung von rechter und linker Seite vor dem Hinterrad bzw. einer entsprechend steif gebauten einseitigen Konstruktion, kurzen und damit verwindungs- und biegesteifen Längslenkern sowie weit voneinander entfernter Lagerung der Längslenker an Rahmen und Radräder.

Letzteres ergibt außerdem relativ geringe Lagerkräfte, so dass Forderung 7 erfüllt ist.

Es wurden verschiedene Varianten für Cross-Country- und Downhill-Einsatz überprüft, die die Federwege gemäß Forderung 8 erreichen.

Forderung 9 kann mit entsprechender Rahmenform erfüllt werden.

Forderung 10 wird erfüllt durch möglichst kompakte Bauweise und geringstmöglichen Materialeinsatz durch Minimierung der Abmessungen der Einzelbauteile innerhalb der möglichen, sich aus den anderen Forderungen ergebenden Grenzen.

Der in 3 angegebene Bereich 38 kann sinnvoll werden bei speziellen Vorderradaufhängungen (z. B. Teleleverartigen Vorderradaufhängungen) zur Konzentrierung der Krafteinleitungen am Rahmen und damit der Gewichtsoptimierung der Gesamtheit von Rahmen und Hinterradaufhängung.

Im Patentanspruch 1 wird eine Geometrie beschrieben, die den Einsatz der patentgemäßen Hinterradaufhängung an allen denkbaren Fahrradtypen abdeckt. Relevant sind die in 3a dargestellten Bereiche (18a, b und 19a).

Alle drei in den 4a bis c dargestellten Anordnungen des Feder-/Dämpfer-Elementes bewirken eine progressive Kennung der Federung am Hinterrad, auch wenn die Kennung des Federelementes allein linear ist. Dies ist gewünscht, um ein weiches Ansprechen der Federung bei gleichzeitigem hohen Durchschlagschutz zu erreichen.

Die Anordnung aus 4c kann produktionstechnische Vorteile aufweisen, da nur zwei Gelenkachsen am Rahmen vorzusehen sind.

Die Erfindung ist in schematischen Zeichnungen erläutert. Im einzelnen stellen dar:

1 die relevanten Bauelemente an einem Fahrrad mit patentgemäßer Hinterradaufhängung;

2 und 2a die patentgemäße Lage der Längslenker zueinander;

3 und 3a die patentgemäße Lage der rahmenseitigen Gelenkachsen der beiden Längslenker;

4a bis c mögliche vorteilhafte Einbausituationen eines Feder-/Dämpfer-Elementes für die patentgemäße Hinterradaufhängung.

Auf allen Zeichnungen weist das Vorderteil des Fahrrades nach links.

In 1 ist der Umriss eines Fahrradrahmens (1) dargestellt, der an seinem hinteren oberen Ende den Sattel (2) trägt und in seinem hinteren unteren Ende das Tretlager (6) aufnimmt. Das Hinterrad (3) ist mit einer Achse (12), deren Mittelpunkt durch die Linien (13a) und (13b) definiert wird, drehbar in einem Radträger (5) gelagert. Der Radträger (5) ist im Ausführungsbeispiel als Dreieck-Konstruktion dargestellt, die sich von der Hinterradachse (12) nach vorn oben und vorn unten bis vor das Hinterrad erstreckt und an dessen beiden vorderen Ecken ein oberer Längslenker (10) mit der Gelenkachse (11b) und ein unterer Längslenker (8) mit der Gelenkachse (9b) gelenkig gelagert sind. Die Gelenkachse (11b) befindet sich im Ausführungsbeispiel auf einer Geraden durch die Hinterradachse, die mit einem Winkel von ca. 30° zur Waagerechten nach vorn oben ragt, die Gelenkachse (9b) auf einer solchen, die mit einem Winkel von ca. 15° zur Waagerechten nach vorn unten ragt. Dadurch, dass die vorderen Ecken der Dreieck-Konstruktion über den Radius des Hinterrades hinausragen, ist es möglich, die Gelenkachsen (9b) und (11b) als durchgehende Bolzen auszuführen, was eine besonders steife und dauerhafte Konstruktion darstellt.

Der untere Längslenker (8) ist auf seinem vom Radträger abgewandten Ende mit einer Gelenkachse (9a) gelenkig mit dem Rahmen (1) verbunden, und zwar in einem Bereich unterhalb des Tretlagers (6) oder mit der Tretlagerachse zusammenfallend. Bevorzugte Bereiche werden in 2 und 2a näher beschrieben.

Der obere Längslenker (10) ist auf seinem vom Radträger abgewandten Ende mit einer Gelenkachse (11a) gelenkig mit dem Rahmen (1) verbunden, und zwar in einem Bereich oberhalb des Tretlagers (6). Bevorzugte Bereiche werden in 2 und 2a näher beschrieben.

Auch die Gelenkachsen (9a und 11a) sind als durchgehende Bolzen auszuführen.

Desweiteren sind in Form von konzentrischen Kreisen (7a), (7b) und (7c) um das Tretlager die Teilkreisdurchmesser der üblicherweise verwendeten drei Kettenblätter dargestellt.

Im vorderen Bereich des Rahmens (1) ist über eine nicht dargestellte Vorderradgabel das Vorderrad (4) gelagert.

In 2 ist erläutert, wie die Lage der Längslenker zueinander patentgemäß zu wählen ist. Basis hierfür sind die beiden Geraden (22) und (23), wobei (22) die Verlängerung der Verbindung der beiden Gelenkachsen (11a) und (11b) des oberen Längslenkers nach vorn darstellt und (23) die Verlängerung der Verbindung der beiden Gelenkachsen (9a) und (9b) des unteren Längslenkers nach vorn darstellt. Die Geraden (22) und (23) schneiden sich im Schnittpunkt (24). Der Schnittpunkt liegt patentgemäß in einem der Bereiche (25) oder (26). Dabei wird der Bereich (26) wie folgt gebildet:

die Begrenzung nach unten bildet die Linie (28), der Tangente von der Hinterradachse (12) an den Teilkreisdurchmesser des mittleren Kettenblattes (7b);

die Begrenzung nach oben bildet die Linie (30), die gebildet wird durch die Drehung der Linie (29) um ein Winkelgrad im Uhrzeigersinn um die Hinterradachse (12), wobei die Linie (29) die Tangente von der Hinterradachse (12) an den Teilkreisdurchmesser des großen Kettenblattes (7a) darstellt;

die Begrenzung nach hinten bildet ein konzentrisch zum Tretlager (6) liegender Kreisbogenabschnitt (20) durch die Gelenkachse (11a) mit dem Radius (R);

die Begrenzung nach vorn bildet ein konzentrisch zum Tretlager (6) liegender Kreisbogenabschnitt (21) mit dem 2,5-fachen Radius des Kreisbogenabschnittes (20).

Der Bereich (25) wird wie folgt gebildet:

die Begrenzungen nach oben, vorn und hinten werden gebildet durch die bereits beschriebene Linie (28) und die bereits beschriebenen Kreisbogenabschnitte (20) und (21);

die Begrenzung nach unten wird gebildet durch die Linie (27), der Tangente von der Hinterradachse (12) an den Teilkreisdurchmesser des kleinen Kettenblattes (7c).

2a zeigt eingeschränkte Bereiche (26a), (26b) und (26c) für den in 2 dargestellten Schnittpunkt (24) der Geraden (22) und (23), die innerhalb der Grenzen des Bereiches (26) liegen.

Dabei wird Bereich (26c) nach unten begrenzt durch die in 2 beschriebene Linie (29), nach oben begrenzt durch die in 2 beschriebene Linie (30), nach hinten begrenzt durch den in 2 beschriebenen konzentrisch zum Tretlager liegenden Kreisbogenabschnitt (20) mit dem Radius (R) nach vorn begrenzt durch einen zum Kreisbogenabschnitt (20) konzentrischen Kreisbogenabschnitt mit dem 1,15-fachen Radius des Kreisbogenabschnittes (20).

Bereich (26b) wird nach oben begrenzt durch die in 2 beschriebene Linie (29), nach unten begrenzt durch die Linie (34), die gebildet wird durch die Drehung der in 2 beschriebenen Linie (28) um ein Winkelgrad im Uhrzeigersinn um die Hinterradachse (12), nach hinten begrenzt durch einen zum Kreisbogenabschnitt (20) konzentrischen Kreisbogenabschnitt mit dem 1,3-fachen Radius des Kreisbogenabschnittes (20), nach vorn begrenzt durch einen zum Kreisbogenabschnitt (20) konzentrischen Kreisbogenabschnitt mit dem 1,5-fachen Radius des Kreisbogenabschnittes (20).

Bereich (26a) wird nach unten begrenzt durch die in 2 beschriebene Linie (28), nach oben begrenzt durch die Linie (34), nach hinten begrenzt durch einen zum Kreisbogenabschnitt (20) konzentrischen Kreisbogenabschnitt mit dem 1,65-fachen Radius des Kreisbogenabschnittes (20), nach vorn begrenzt durch einen zum Kreisbogenabschnitt (20) konzentrischen Kreisbogenabschnitt mit dem 1,85-fachen Radius des Kreisbogenabschnittes (20).

In 3 sind bevorzugte Lagen der rahmenseitigen Gelenkachsen (9a) und (11a) der Längslenker (8) bzw. (10) beschrieben. Gelenkachse (9a) liegt im Bereich (19), der ein Kreissegment mit dem Radius 60 mm mit Kreismittelpunkt in Tretlagermitte (6) darstellt, begrenzt durch den nach unten weisenden Winkelbereich zwischen den Linien (16b) und (16a). Linie (16b) ist die Horizontale durch die Tretlagermitte, Linie (16a) entsteht durch die Drehung der Senkrechten (35) durch die Tretlagermitte um 45° im Uhrzeigersinn um die Tretlagermitte.

Die Gelenkachse (11a) liegt in einem der Bereiche (18) oder (38). Bereich (18) wird nach unten begrenzt durch einen zum Tretlager konzentrischen Kreisbogenabschnitt (14b) mit dem Radius 150 mm, nach oben begrenzt durch einen zum Tretlager konzentrischen Kreisbogenabschnitt (14a) mit dem Radius 250 mm, nach vorn begrenzt durch die Linie (15a) und nach hinten begrenzt durch die Linie (15b), wobei die Linien (15a) und (15b) symmetrisch zur Senkrechten (35) durchs Tretlager (6) einen Winkel von 20° einschließen und sich in Tretlagermitte treffen.

Der Bereich (38) wird nach oben und unten durch die gleichen Kreisbogenabschnitte (14a) und (14b) begrenzt wie Bereich (18), nach hinten begrenzt durch die Linie (15a) und nach vorn begrenzt durch eine Linie, die entsteht durch Drehung der Linie (15a) um 20° gegen den Uhrzeigersinn um die Tretlagermitte.

3a zeigt eingeschränkte Bereiche (18a) und (18b) für die Lage der oberen rahmenseitigen Gelenkachse (11a) die innerhalb der Grenzen des Bereiches (18) liegen sowie eingeschränkte Bereiche (19a) und (19b) für die Lage der unteren rahmenseitigen Gelenkachse (9a), die innerhalb der Grenzen des Bereiches (19) liegen.

Die Bereiche (19a) und (19b) werden zum Tretlager hin begrenzt durch einen zum Tretlager konzentrischen Kreisbogenabschnitt mit dem Radius 40 mm und auf der dem Tretlager abgewandten Seite durch einen zum Tretlager konzentrischen Kreisbogenabschnitt mit dem Radius 55 mm.

Der Bereich (19a) wird seitlich begrenzt durch zwei Linien (37a) und (37b), die sich im Tretlager schneiden und symmetrisch zur Senkrechten (35) durchs Tretlager (6), nach unten ragend einen Winkel von 20° einschließen.

Der Bereich (19b) wird seitlich begrenzt durch die Linien (39a) und (39b), die sich im Tretlager schneiden. Linie (39a) entsteht durch Drehung der Senkrechten (35) durchs Tretlager um 30° gegen den Uhrzeigersinn um die Tretlagermitte, Linie (39b) entsteht durch Drehung der Senkrechten (35) durchs Tretlager um 60° gegen den Uhrzeigersinn um die Tretlagermitte, wobei die Linien (39a) und (39b) vom Tretlager aus nach hinten unten ragen.

Die Bereiche (18a) und (18b) werden seitlich begrenzt durch die Linien (40a) und (40b), die sich im Tretlager schneiden und vom Tretlager aus nach oben ragen. Linie (40a) entsteht durch Drehung der Senkrechten (35) durchs Tretlager um 5° gegen den Uhrzeigersinn um die Tretlagermitte, Linie (40b) entsteht durch Drehung der Senkrechten (35) durchs Tretlager um 2° im Uhrzeigersinn um die Tretlagermitte.

Der Bereich (18a) wird nach unten begrenzt durch den zum Tretlager konzentrischen Kreisbogenabschnitt (36a) mit dem Radius 180 mm und nach oben begrenzt durch den zum Tretlager konzentrischen Kreisbogenabschnitt (36b) mit dem Radius 200 mm.

Der Bereich (18b) wird nach unten begrenzt durch den zum Tretlager konzentrischen Kreisbogenabschnitt (36b) und nach oben begrenzt durch den zum Tretlager konzentrischen Kreisbogenabschnitt (36c) mit dem Radius 220 mm.

In 4a ist ein im Fahrradbau übliches Feder-Dämpfer-Element (31) gezeigt, das sich ab seiner unteren Seite gelenkig mit der Gelenkachse (33a) auf der hinteren Hälfte des oberen Längslenkers (10) abstützt. Von dort aus ragt es nach vorn oben und ist an seinem anderen Ende mit einer Gelenkachse (32a) gelenkig mit dem Rahmen (1) verbunden.

Im Ausführungsbeispiel beträgt der Winkel zwischen der Längsachse des Feder-/Dämpfer-Elementes und der Horizontalen ca. 60°, die Gelenkachse (32a) liegt annähernd senkrecht über der Gelenkachse (11a) des oberen Längslenkers (10).

In 4b ist das Feder-/Dämpfer-Element an seinem unteren Ende mit der Gelenkachse (33b) am Radträger (5), und zwar an der unteren Hälfte der Verbindung der Gelenkachsen (9b) und (11b) gelagert. Von dort aus ragt es nach vorn oben und ist an seinem anderen Ende mit einer Gelenkachse (32b) gelenkig mit dem Rahmen (1) verbunden.

Im Ausführungsbeispiel beträgt der Winkel zwischen der Längsachse des Feder-/Dämpfer-Elementes und der Horizontalen ca. 75°, die Gelenkachse (32b) liegt im oberen Drittel zwischen Tretlager (6) und rahmenseitiger Gelenkachse (11a) des oberen Längslenkers (10), annähernd auf der Senkrechten (35) durchs Tretlager.

In 4c ist das Feder-/Dämpfer-Element an seinem unteren Ende mit der Gelenkachse (33c) am Radträger (5), und zwar an der unteren Hälfte der Verbindung der Gelenkachsen (9b) und (11b), gelagert. Von dort aus ragt es fast senkrecht nach oben und ist an seinem anderen Ende mit einer Gelenkachse (32c) gelenkig in der vorderen Hälfte des Längslenkers (10) gelagert.


Anspruch[de]
Hinterradaufhängung für Fahrräder, mit einer Tretlagerachse mit zwei an vorderen und hinteren Gelenkachsen gelagerten Längslenkern, die jeweils an ihrem einen ersten Ende mit einem Schwenkgelenk an dem Rahmen des Fahrrades und an ihrem zweiten Ende mit einem weiteren Schwenkgelenk an einem, die Achse des Hinterrades aufnehmenden Radträger befestigt sind, wobei sämtliche Schwenkgelenke vor dem Hinterrad angeordnet sind und der Radträger eine Armkonstruktion ist, dessen Erstreckung von der Aufnahme der Hinterradachse bis zu den Schwenkgelenken, die ihn mit den Längslenkern verbindet, größer als der Hinterradradius ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass die vorderen Gelenkachsen (9a, 11a) im Wesentlichen vertikal übereinander liegen, wobei die obere vordere Gelenkachse (11a) innerhalb eines Bereiches (18a, 18b) angeordnet ist, wobei der Bereich nach vorne und hinten durch zwei Linien (40a und 40b) begrenzt ist, die sich in der Tretlagerachse schneiden und um 5° gegen und um 2° im Uhrzeigersinn (gemäß 3a) zur Senkrechten geneigt sind und nach oben und unten durch konzentrische Kreisbogenabschnitte um das Tretlager mit 180 mm und 220 mm begrenzt sind,

dass die untere vordere Gelenkachse innerhalb eines Bereiches (19a) angeordnet ist, wobei der Bereich nach vorne und hinten durch zwei Linien (37a und 37b) begrenzt ist, die sich in der Tretlagerachse schneiden und symmetrisch zur Senkrechten durch das Tretlager einen Winkel von 20° einschließen und nach oben und unten durch konzentrische Kreisbogenabschnitte um die Tretlagerachse mit den Radien 40 mm und 55 mm begrenzt sind,

dass die hintere obere Gelenkachse (11b) auf einer Geraden durch die Hinterradachse liegt, die mit einem Winkel von ca. 30° zur Waagrechten nach vorne oben ragt und

dass der untere Längslenker (8) eine Länge von Gelenkachse (9a) zu Gelenkachse (9b) von 80 mm bis 100 mm aufweist und die Länge zwischen den Gelenkachsen des oberen Längslenkers um das 1,3 bis 2,5-fache größer ist, als die des unteren Längslenkers.
Hinterradaufhängung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das verwendete Feder-/Dämpfer-Element auf seiner einen Seite mit einer Gelenkachse (33c) am Radträger (5) an der unteren Hälfte der Verbindung der Gelenkachsen (9b) und (11b) gelagert ist und auf seiner anderen Seite mit der Gelenkachse (32c) in der vorderen Hälfte des Längslenkers (10) gelagert ist.






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