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Dokumentenidentifikation DE19859624B4 26.07.2007
Titel Einrichtung zur Kennzeichnung von Werkzeugen
Anmelder Robert Bosch GmbH, 70469 Stuttgart, DE
Erfinder Peetz, Wolfgang, Dipl.-Ing., 88273 Fronreute, DE
DE-Anmeldedatum 23.12.1998
DE-Aktenzeichen 19859624
Offenlegungstag 29.06.2000
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.07.2007
IPC-Hauptklasse B28D 1/14(2006.01)A, F, I, 20060717, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B23B 51/00(2006.01)A, L, I, 20060717, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Kennzeichnung von Werkzeugen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Stand der Technik

Aus dem deutschen Patent Nr. 19 65 131 ist eine Verschleißanzeigeeinrichtung für einen Hartmetallbohrer bekannt geworden. Insbesondere wird im Bereich der ersten Wendeln der Spannut hinter dem Bohrkopf in mindestens einem Rücken der die Förderwendel begrenzenden Stege eine Vertiefung angebracht, die als Rille oder Nut ausgebildet sein kann. Mit zunehmendem Verschleiß des Bohrwerkzeugs wird diese Vertiefung zunehmend flacher, so daß hierdurch der Verschleißzustand des Werkzeugs über seine Lebensdauer erfaßbar ist.

Die beim Stand der Technik vorgeschlagenen Vertiefungen können als Rille mit senkrecht zur Werkzeuglängsachse verlaufenden Längsachse oder als achsparallele Nut ausgebildet sein. Dies hat den Nachteil, daß derartige Rillen oder Nuten bei hoher Beanspruchung des Werkzeugs nicht immer sicher als Verschleißmarkierung erkennbar sind, da das Werkzeug selbst im Gebrauch mit zusätzlichen Nuten und Rillen versehen wird. Es ist deshalb gelegentlich äußerst schwer, eine derartige Verschleißanzeige von anderen Werkzeugverletzungen, hervorgerufen durch den Gebrauch, zu unterscheiden.

Aus der DE 198 10 511 A1 ist weiterhin ein Diamantbestücktes Kreissägeblatt zur Bearbeitung von Gestein usw. bekannt geworden. Zur Unterscheidung unterschiedlicher Arten von Schneidsegmenten wird auf farbige Markierungen dieser Schneidsegmente verwiesen. Die der Verschleißanzeige dienenden Kerben oder Ausnehmungen sind farblos in das Werkzeug eingebracht und weisen damit die gleichen Nachteile wie beim zuvor genannten Stand der Technik auf. Ein der Verschleißanzeige zusätzlich dienendes Zwischenstück kann zwar farbig aufbaut sein. Hier handelt es sich jedoch um ein gesondertes Teil, welches bei Bohrwerkzeugen nicht praktisch anwendbar ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Verschleißanzeigeeinrichtung vorzuschlagen, die zuverlässig erkannt und als solche identifizierbar ist. Weiterhin soll die Einrichtung zusätzliche Informationsaufgaben erfüllen.

Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Einrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

In den Unteransprüchen sind vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen der Einrichtung angegeben.

Die erfindungsgemäße Einrichtung geht von der Erkenntnis aus, daß derartige Markierungen sicher von anderen, ähnlichen Markierungen unterscheidbar sein müssen. Insbesondere ist es wichtig, daß übliche Beschädigungen am Werkzeug nicht mit derartigen Markierungen verwechselt werden dürfen. Dies geschieht erfindungsgemäß dadurch, daß die Markierung an vorgegebener Stelle farblich vorgenommen wird, so daß sie stets als spezielle Markierung auch erkennbar ist.

Die farbliche Auslegung einer solchen Markierung hat den Vorteil, daß sie stets und zuverlässig als Verschleißanzeigeeinrichtung identifizierbar ist. Insofern können Garantieansprüche schnell und problemlos abgewickelt werden. Insbesondere ist bei eindeutiger Identifizierung derartiger Markierungen keine große Verkaufsorganisation erforderlich, um den Garantiefall tatsächlich zweifelsfrei festzustellen. Die Markierung läßt sich stets in seiner Ausbildung und unverfälschlich erkennen.

Ein weiterer Aspekt der farblichen Auslegung der Markierung liegt in einer eindeutigen Zuordnung der Marke des Werkzeugs zu einem bestimmten Hersteller. Bestimmte farbliche Markierungen werden demzufolge unter Umständen als zusätzliches Qualitätssymbol erkannt.

Die Markierung selbst wird in geeigneter Weise ausgeführt. Sie kann insbesondere als Kerbe, Rille, Nut ausgebildet sein. Weiterhin sind Bohrungen, Versenkungen oder Sicken möglich. Die Tiefe der Markierung hängt vom Einzelfall ab. Sie muß so lange Bestand haben, bis das Werkzeug zumindest keinen Garantieanspruch mehr aufweist. Zum Beispiel werden derartige Vertiefungen im Bereich von 2/10 bis 5/10 Millimeter Tiefe ausgeführt.

Sofern das Werkzeug zum Beispiel als Bohrwerkzeug und insbesondere als Hartmetall-Bohrwerkzeug ausgebildet ist, kann die Vertiefung vorzugsweise sowohl im Hartmetall-Schneidbesatz als auch im Bereich der Förderwendel angeordnet sein. Der Hartmetall-Schneidbesatz kann hierfür eine Kerbe, eine Bohrung oder auch eine Abstufung aufweisen, die es erlaubt, den Verschleißfortschritt des Hartmetalls zu erkennen. Das gleiche gilt auch für die Förderwendel des Bohrwerkzeugs. Hier können an den Rücken der Wendelstege der Förderwendel entsprechende Vertiefungen vorgesehen sein.

Die Erfindung läßt sich auch problemlos auf andere Werkzeuge erweitern. Beispielsweise können Kreissägeblätter sowohl an ihren Hartmetall-Einsätzen als auch an ihren Seitenflächen entsprechende Verschleißmarkierungen aufweisen. Die Hartmetall-Schneideinsätze können vorzugsweise auch stufenförmige Absätze aufweisen, die je nach Verschleißfortschritt sich allmählich reduzieren. Weiterhin sind an den Seitenflächen eines Kreissägeblattes sowohl örtliche Vertiefungen als auch längliche Rillen möglich, die sich bogenförmig oder radial an den Seitenflächen erstrecken.

Die Erfindung ist nicht auf die zuvor erwähnten Ausführungsbeispiele beschränkt. Sie umfaßt auch vielmehr andere Werkzeuge zur spanabhebenden Bearbeitung, wie zum Beispiel Stichsägeblätter, Meisel, Fräser oder sonstige Werkzeuge.


Anspruch[de]
Gesteinsbohrer mit einem Hartmetall bestückten Bohrkopf, einer Förderwendel und einer als Markierung ausgebildeten Einrichtung zur Kennzeichnung des Verschleißes des Gesteinsbohrers im Bereich hohen Verschleißes, wobei die Markierung als Vertiefung, Ausnehmung oder Abstufung ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Markierung als farbliche Markierung ausgebildet ist, wobei die Vertiefung, Ausnehmung oder Abstufung im Bereich im Bereich des Bohrerkopfes in der Hartmetall-Schneidplatte und/oder in dem eine Bohrmehlnut begrenzenden Steg der Förderwendel angeordnet ist. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierung als Kerbe, Rille, Nut, Versenkung, Vertiefung, Sicke oder als Bohrung ausgebildet ist. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierung als treppenförmige Abstufung an einem Werkzeug ausgebildet ist.






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