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Dokumentenidentifikation DE202007004029U1 26.07.2007
Titel Rohrblatt-Haltemittel für Holzblasinstrumente mit einfachem Rohrblatt
Anmelder Nikolaev, Alexander, 44149 Dortmund, DE
DE-Aktenzeichen 202007004029
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 26.07.2007
Registration date 21.06.2007
Application date from patent application 20.03.2007
IPC-Hauptklasse G10D 9/02(2006.01)A, F, I, 20070320, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G10D 7/06(2006.01)A, L, I, 20070320, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein spiralförmiges Rohrblatt-Haltemittel für Holzblasinstrumente mit einfachem Rohrblatt, wie z.B. Klarinette und Saxophon.

Das einfachste bekannte Haltemittel ist eine Schnur, mit der Mundstück und Rohrblatt umwickelt werden.

Zu den häufigsten Haltemitteln gehören die Spangen aus dünnwandigem Metallblech, die zu einem einseitig offenen Kreis gebogen werden. Die freien Enden dieses Spangentyps werden gewöhnlich durch eine oder zwei Spannschrauben in dazu passenden Führungen und Gegengewinden miteinander verbunden (US 2, 483,327). Durch die Schraubvorrichtung lässt sich die Spannung regulieren und damit der Anpressdruck zwischen Rohrblatt und Unterlage.

Die Nachteile dieser Konstruktionen bestehen in dem Umstand, dass die frei überstehenden Schraubenköpfe, die meist flügelartig ausgebildet sind, in gegenphasige Schwingungen zur Blattschwingung geraten können, woraus eine merkliche Klangeinbuße resultieren kann.

Ein zweiter Nachteil besteht in den zwei freien Spangenenden, die ebenfalls gegeneinander schwingen und somit Schwingungsenergie absorbieren können.

Danach wurden als Baumaterial auch Leder oder Kunststoffe benutzt (DE 201 04 617). Blattschrauben dieser mehrere Teile aus unterschiedlichen Materialien umfassenden Bauweise mit einem Öffnungsspalt unterscheiden sich überwiegend nur durch Ausgestaltungsdetails voneinander.

Auch die später erscheinende Platten (US 4 669 352) der zur Befestigung am Rohrblatt bestimmten Materialauflage, z.B. aus Gummi oder Metall, dienten zwar der Tonverbesserung, waren aber gleichzeitig zusätzliche Elemente der Gesamtkonstruktion.

Diese Techniken änderten jedoch nicht die Tatsache, dass alle oben beschriebenen Konstruktionen entweder eine sehr große Berührungsfläche mit Mundstück und Blatt haben (DE 101 52 383), was einen großen Einfluss auf die Eigenschwingung des Rohrblattes und Mundstückes hat oder in der Herstellung sehr aufwändig sind.

Die vorliegende Erfindung bietet eine wesentlich vereinfachte Befestigungsmöglichkeit eines Rohrblattes auf einem zugehörigen Mundstück für Blasinstrumente. Die spiralförmige Spange wird einfach über Blatt und Mundstück geschoben und fixiert das Blatt durch die Federspannung des Drahtes fest auf der Auflage.

Die Befestigung funktioniert ohne zusätzliche Schrauben, wodurch die Gefahr aphasiger oder gegenphasiger Schwingungen reduziert wird.

Der vorliegenden Erfindung liegt unter anderem die Absicht zugrunde, gegenphasige Schwindungen weitgehend zu vermeiden. Das wird erfüllt durch die Tatsache, dass die Spange aus einem Stück besteht.

Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass ringförmig geschlossene Systeme nur als Ganzes in transversale Schwingungen zu versetzen sind, ferner auf der Erfahrung, dass die Kombination bestimmter Metalle bei der Herstellung der Spange den betreffenden Blasinstrumenten eine charakteristische Klangfarbe verleihen, insbesondere, wenn die Spange direkten Kontakt mit dem eigentlichen Tonerzeuger hat, wie dies bei Blattspangen von Blasinstrumenten mit Rohrblatt eindeutig der Fall ist. Hierdurch wird eine gezielte Beeinflussung der Klangfarbe und teilweise auch der Ansprache der betreffenden Instrumente möglich.

Für ein freies Schwingen eines von einer Blattspange fixierten Rohrblattes ist es nötig, dass das Blatt möglichst nur punktuell durch die Spange gehalten wird. Je weniger Kontaktstellen zwischen Spange, Mundstück und Blatt sind, desto weniger werden das Rohrblatt und das Mundstück in ihren Eigenschwingungen beim Blasen beeinflusst. 2, 3.

Es wird darüber hinaus noch ein besonders gutes Ansprechen der Blasinstrumente im Ober- und Untertonbereich erreicht, weil die Eigenschwingung des Rohrblatts und des Mundstückes im Wesentlichen ungedämpft bleibt.

Die erfindungsgemäße Spange (Spirale) kann industriell aus vorgefertigtem Kupferdraht gefertigt werden.

Die spiralförmige Spange (Blattspange) wird leicht über Blatt und Mundstück geschoben. 1. Die Spange fixiert das Blatt mit dem Mundstück zuverlässig durch den gleichmäßigen Druck auf mehrere kleine Kontaktstellen.

Aufgrund seiner Flexibilität kann sich die Spange an verschieden geformte Mundstücke im Bereich der Rohrblatt-Auflage anpassen. Dadurch ist es, insbesondere im Gegensatz zu den oben erwähnten "Blattschrauben", unkompliziert und variabel auf den Mundstücken der jeweiligen Blasinstrumente einsetzbar.

Die Optik des Blasinstruments wird nicht beeinträchtigt. Die vorliegende Erfindung (Spirale) liegt harmonisch auf dem Mundstück und wirkt zusätzlich schmückend für das jeweilige Instrument. Die freien Enden der Spirale können in verschiedenen Designarten hergestellt werden.

So einfach wie das Haltemittel auf das Mundstück lediglich aufgeschoben zu werden braucht, um das Rohrblatt zu fixieren, genau so einfach und zeitsparend kann es auch wieder vom Mundstück abgenommen werden, um z.B. jederzeit schnell das Rohrblatt wechseln zu können.

Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der neuartigen Blattspange sind in der nachstehenden Zeichnung in natürlicher Größe veranschaulicht. Dabei zeigt hier

1 eine Seitenansicht

2 die Sicht von oben auf das Mundstück

3 die Sicht von unten auf das Mundstück mit fixiertem Blatt

4 einen horizontalen Schnitt durch das Mundstück und die Blattspirale

5 die Herstellung des Produkts

6 die Spirale, hier in Form eine Schlange

In 1 wird die Seitenansicht und die Lage der Spirale 3 auf das Mundstück 1 gezeigt. Durch Verschieben der Blattspirale 3 in Richtung des Pfeiles 9 kann der Anpressdruck verändert werden.

2 zeigt die Sicht von oben auf das Mundstück 1 und die Blattspirale 3 mit ihren Kontaktstellen 4.

3 zeigt das Mundstück 1 von unten mit fixiertem Rohrblatt 2 und die Lage der aufgezogenen Blattspirale 3. Sie zeigt die rechts und links angeordneten punktförmigen Kontaktstellen 5 zwischen der Spirale 3 und dem Rohrblatt 2, die für die Fixierung des Blattes auf seiner Unterlage sorgen.

Die Blattspirale liegt kreisförmig um das Mundstück.

In 4 sieht man die Fixierung der Spirale im Querschnitt und zeigt, dass die Spirale 3 nur an den Punkten 4 und 5 Kontakt mit dem Mundstück 1 und dem Rohrblatt 2 hat.

5. Präsentiert wird hier die Herstellung der Spirale 3. Der Draht 6 wird fünf bis acht Mal um ein zylinderförmiges Rohr 7 gebogen. Der Durchmesser des Rohrs hängt von der Größe des Mundstückes ab. Als Material für die Herstellung der Blattspirale können verschiedene Metalle benutzt werden. Kupferdraht z.B. könnte auch nach der Fertigung der Spirale veredelt oder in anderer Form behandelt werden.

6. stellt eine mögliche Designform der Blattspirale als "Schlange" 8 vor. Die beiden freien Enden 10 der Spirale 3 können bei der Herstellung beliebig geformt werden.


Anspruch[de]
Hauptanspruch: Rohrblatt-Haltemittel (3) für Holzblasinstrumente mit einfachem Rohrblatt (2), ausschließlich bestehend aus einer Spirale, die aus Kupfer oder aus einem veredelten Metalldraht hergestellt wird, einem Mundstück (1) und einem Rohrblatt (2), die fünf bis acht Mal umwickelt werden. Dabei erfolgt dank der wenigen punktförmigen Kontaktstellen (4, 5) eine stabile Fixierung des Rohrblatts am Mundstück. Gleichzeitig ist ein freies Schwingen des Rohrblatts und des Mundstücks möglich, was zu einem mächtigeren, volleren und freieren Klang führt als bei fixen Verbindungen, unterstützt auch durch den durch die neuartige Verbindung bedingten geringeren Luftwiderstand des Instruments. Rohrblatt-Haltemittel (Spirale) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet eine prinzipiell neue Form (Spirale) zur Befestigung des Rohrblattes auf einem Mundstück, im wesentlichen ringförmig ausgebildet. Spirale nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spange aus einem Stück besteht. Spirale nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spirale nahtlos ausgebildet ist. Spirale nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Spirale je nach Bedarf im Bereich von 1,2 bis 2,0 mm liegen kann. Spirale nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Spirale keinerlei lösbare Teile aufweist. Spirale nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Spirale durch Federspannung das Rohrblatt am Mundstück fixiert. Spirale nach den Ansprüchen 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, dass die Spirale aus veredeltem Metall hergestellt wird oder das Material nach Ausbildung der Spirale anschließend veredelt wird, um Obeflächenbeschädigungen des Mundstückes zu verhindern. Spirale nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Veredelung Silber, Gold und ähnliche Metalle verwendet werden. Spirale nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixierung des Rohrblattes über punktförmige Kontaktstellen erfolgt. Spirale nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere oder wenige Kontaktstellen je nach Bedarf ausgebildet sein können.






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