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Dokumentenidentifikation DE102006003806A1 02.08.2007
Titel Befestigungselement zur Reibschweißverbindung mit einem flächigen Bauteil
Anmelder EJOT GmbH & Co. KG, 57334 Bad Laasphe, DE
Erfinder Christ, Eberhard, Dr., 99897 Tambach-Dietharz, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Bardehle, Pagenberg, Dost, Altenburg, Geissler, 81679 München
DE-Anmeldedatum 26.01.2006
DE-Aktenzeichen 102006003806
Offenlegungstag 02.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.08.2007
IPC-Hauptklasse B23K 20/12(2006.01)A, F, I, 20060126, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B23K 1/06(2006.01)A, L, I, 20060126, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Befestigungselement mit einer Reibschweißfläche zur Reibschweißverbindung mit einem flächigen Bauteil durch auf das Befestigungselement wirkende Rotationskraft und Presskraft gegen das Bauteil. Die Reibschweißfläche ist von einer kreisrunden koaxialen Reiblötfläche eingefasst, wobei die Reibschweißfläche axial gegenüber der Reiblötfläche um eine Länge vorspringt, die im Wesentlichen nur das für das Reibschweißen erforderliche Material enthält.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Befestigungselement mit einen konzentrischen Ringwulst aufweisenden Reibschweißfläche zur Reibschweißverbindung mit einem flächigen Bauteil durch auf das Befestigungselement wirkende Rotationskraft und Presskraft gegen das Bauteil.

Ein derartiges Befestigungselement ist in der DE 196 42 331 C2 dargestellt. Es handelt sich dabei um einen Bolzen mit einem an dem Ende des Bolzens angeordneten Flansch, der auf seiner dem Bolzen abgewandten Seite einen konzentrischen Ringwulst aufweist. Dieser Ringwulst liegt am radialen Ende des Flansches und umrundet eine zentrale Ausnehmung. Die Reibfläche des Ringwulstes ist ballig ausgebildet, so dass sich an dem Bolzen eine ringförmige linienhafte Reibfläche ergibt. Der bekannte Bolzen lässt beim Reibschweißvorgang durch sein Rotieren und Andrücken an ein Bauteil die notwendige Wärme für das Anschmelzen der Berührungsflächen entstehen.

Es ist darüber hinaus aus der DE 199 27 369 A1 Figur g ein Befestigungselement bekannt, bei dem es sich um einen Bolzen mit einem an dem einen Ende des Bolzens angeordneten Flansch handelt, der auf seiner dem Bolzen abgewandten Seite einen konzentrischen Ringwulst aufweist. Die Reibfläche des Ringwulstes ist eben ausgebildet, so dass sich an dem Bolzen eine ringförmige flache Reibfläche ergibt, die mit erheblichem Querschnitt an einem flächigen Bauteil durch Reibschweißen zu befestigen ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, der Reibschweißverbindung einen Schutz gegen Korrosion und sonstige chemische Beeinflussung zu geben. Erfindungsgemäß geschieht dies dadurch, dass die Reibschweißfläche von einer kreisrunden koaxialen Reiblötfläche eingefasst ist, wobei die Reibschweißfläche axial gegenüber der Reiblötfläche um eine Länge vorspringt, die im Wesentlichen nur das für das Reibschweißen erforderliche Material enthält.

Aufgrund dieser Gestaltung des Befestigungselementes ergibt sich eine zwangsläufige Folge von Reibschweißen und Reiblöten dadurch, dass zunächst die gegenüber der Reiblötfläche vorspringende Reibschweißfläche in Berührungskontakt mit dem flächigen Bauteil tritt, so dass hier der Reibschweißvorgang eingeleitet und ausgeführt werden kann, wobei das zum Reibschweißen erforderliche Material aus dem Ringwulst in der Reibschweißverbindung aufgeht. Dabei nähert sich das Befestigungselement dem Bauteil an und kommt mit seiner Reiblötfläche in Berührung mit dem Bauteil, so dass die vom Reibschweißvorgang sowieso schon vorgewärmte Reiblötfläche schnell die für das Reiblöten erforderliche Temperatur annimmt, um das auf der Reiblötfläche bzw. dem Bauteil befindliche Lot zum Schmelzen zu bringen. Hierdurch ergibt sich ein ringförmiges Einschließen der Reibschweißverbindung durch die nunmehr auch entstandene Reiblötverbindung, die die Reibschweißverbindung dicht einschließt und gegen jeden Einfluss von außen, insbesondere Korrosion und sonstigen chemischen Einfluss, schützt. Der Übergang vom Reibschweißen zum Reiblöten findet dabei kontinuierlich statt, ohne dass es zu einer Unterbrechung des Vorgangs der Rotation und des Andrückens des Befestigungselements gegen das Bauteil kommt, womit also ein funktionsmäßig in sich geschlossener Vorgang abläuft, bei dem im Effekt automatisch der Schutz der Reibschweißverbindung hergestellt wird.

Für die Herstellung der Reiblötverbindung eignet sich insbesondere ein Überzug des Bauteils aus Zink bzw. eine Beschichtung der Reiblötfläche mit Zink, das den Vorteil hat, dass für das Reiblöten gegenüber dem Reibschweißen eine relativ geringe Temperatur erforderlich ist. Zum Reibschweißen eines verzinkten Eisenbleches ist eine Reibschweißtemperatur von ca. 1100°C–1200°C erforderlich, während für das Reiblöten unter Benutzung der Verzinkung mit Temperaturen von ca. 300°C–400°C auskommt. Selbstverständlich können natürlich auch andere Lote für das Reiblöten verwendet werden, z.B. Zinn- und Kupferlegierungen oder dergleichen. Dabei kann es bei ausreichender Dicke z.B. einer Verzinkung eines Eisenblechs möglich sein, aus dieser Verzinkung das notwendige Material für den Reiblötvorgang zu gewinnen. Es ist aber auch möglich, nur die Reiblötfläche an dem Befestigungselement mit einer Zinkschicht oder dergleichen zu versehen, um den Reiblötvorgang durchzuführen. Eine besonders sichere Reiblötverbindung ergibt sich dann, wenn sowohl das Bauteil als auch die Reiblötfläche mit Lötmaterial beschichtet sind.

Zweckmäßig wird die Reibschweißfläche von der Reiblötfläche durch eine Ringnut getrennt. In dieser Ringnut können beim Reibschweißen entstehender Abrieb, insbesondere Schmelzereste und Schmutzpartikel, aufgenommen werden, die dann den Reibschweißvorgang und insbesondere den folgenden Reiblötvorgang nicht stören können.

Die Reibschweißfläche kann man flach mit einer leichten Schrägrichtung verlaufen lassen, wobei die Schräge entweder nach innen zu oder nach außen zu gerichtet sein kann. Aufgrund der Schräge bildet sich dann an der axial höchsten Stelle der Reibschweißfläche eine Kante aus, die für ein Zentrieren des Befestigungselements bei dessen Rotation und Anpressen gegen das Bauteil sich vorteilhaft auswirkt. Im Falle einer nach innen zu verlaufenden Schräge, in der sich also nach innen zu der Abstand der Reibschweißfläche von dem Bauteil vergrößert, ergibt sich die Tendenz, Schmelzereste und Schmutzpartikel nach innen zu wegzufördern, wogegen im Falle einer umgekehrt liegenden Schräge, bei der also innen die axial höchste Erhebung der Reibschweißfläche vorliegt, derartige Materialien nach außen weggefördert werden. In diesem Falle können die erwähnten Abfallprodukte nach außen zu von der Ringnut aufgenommen werden.

Vorteilhaft wird die Reibschweißfläche im Querschnitt ballig ausgebildet. Aufgrund dieser Gestaltung ergibt sich bei der Berührung der balligen Reibschweißfläche mit dem Bauteil eine konzentrische schmale Berührungslinie, die automatisch zu einer Zentrierung des Befestigungselements beim Reibschweißen führt.

Das Gleiche gilt für die Ausbildung der Reiblötfläche, auch diese kann ballig ausgebildet sein, wodurch der Reiblötvorgang kontinuierlich von einer mittleren Berührungslinie radial nach innen und nach außen zu sich ausbildet und damit eine gleichmäßige Verlötung entsteht.

Das Befestigungselement kann man entweder als Bolzen oder als Mutter ausbilden, da sich in beiden Fällen der gewünschte Schutzeffekt für die Reibschweißverbindung aufgrund des Vorhandenseins der Reiblötverbindung ergibt.

Die Reibschweißfläche versieht man vorteilhaft mit mindestens einer Radialnut, die beim Reibschweißen eine Öffnung zwischen den Bereichen innerhalb des Reibschweißens und außerhalb des Reibschweißens bildet. Durch diese Verbindung können entstehende Dämpfe oder flüchtige Verunreinigungen nach außen abgeführt werden, die anderenfalls von dem durch die Reibschweißverbindung gebildeten Innenraum eingeschlossen sein würden. Lacke und Beschichtungen können abgeschabt werden. Die Radialnut ist so schmal, dass sie praktisch keine Beeinträchtigung der Festigkeit der Reibschweißverbindung mit sich bringt. Die gleichen Überlegungen gelten auch dann, wenn die Reiblötfläche mit mindestens einer Radialnut versehen ist.

Um das Befestigungselement mit dem erforderlichen Druck gegen das Bauteil in Drehung zu versetzen, versieht man das Bauelement zweckmäßig mit einem Mitnehmer, der vorteilhafterweise als Sechskant ausgebildet sein kann.

In den Figuren sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt:

Es zeigen

1a das als Bolzen ausgebildete Befestigungselement mit einer Reibschweißfläche und daran direkt anschließender Reiblötfläche;

1b eine axiale Draufsicht auf das Befestigungselement gemäß 1a;

2 ein der Gestaltung gemäß 1 ähnliches Befestigungselement, bei dem zwischen Reibschweißfläche und Reiblötfläche eine Ringnut angeordnet ist;

3a ebenfalls ein ähnliches Befestigungselement, bei dem die Reibschweißfläche abgeschrägt ist und zwar abfallend nach außen hin;

3b eine Abwandlung der Gestaltung gemäß 3a in dem Sinne, dass die Reibschweißfläche nach innen zu abfällt;

4 eine Gestaltung eines Befestigungselementes mit Reibschweißfläche und Reiblötfläche mit einer bei beiden Flächen vorhandenen balligen Ausbildung;

5a ein Befestigungselement, dass weitgehend demjenigen gemäß 2 entspricht, jedoch mit radialen Nuten sowohl in der Reibschweißfläche als auch der Reiblötfläche;

5b eine axiale Ansicht des Befestigungselementes gemäß 5a mit Blick auf die Reibschweißfläche und die Reiblötfläche;

6a und 6b ein als Mutter ausgebildetes Befestigungselement mit einer Gestaltung von Reibschweißfläche und Reiblötfläche gemäß 2, sowohl in Seitensicht als auch in Draufsicht;

7a und 7b eine Gestaltung des Befestigungselementes ähnlich demjenigen gemäß 2, bei dem für den Antrieb des Befestigungselementes ein Mitnehmer, und zwar ein Sechskant vorgesehen ist;

8 das Befestigungselement gemäss 3a, angeschweisst an ein Blechteil.

In der 1 ist das Befestigungselement 1, gebildet durch einen Bolzen, dargestellt, das auf seiner einen Seite den Gewindeschaft 2 und auf seiner anderen Seite den Flansch 3 aufweist, der auf seiner dem Gewindeschaft 2 abgewandten Seite mit der Reibschweißfläche 4 und mit der Reiblötfläche 5 versehen ist. In der Mitte der Reibschweißfläche 4 ist die Vertiefung 6 gebildet, von der irgendein Abrieb (Schmelzereste und Schmutzpartikel) aufgenommen werden können.

1b zeigt das Befestigungselement 1 gemäß 1a in einer Sicht auf die Reibschweißfläche 4 und die Reiblötfläche 5.

Wie die 1a zeigt, tritt die Reibschweißfläche 4 gegenüber der Reiblötfläche 5 geringfügig vor (in der Praxis etwa 0,2 bis 1,0 mm), was beim Andrücken des Befestigungselementes gegen ein flächiges Bauteil dazu führt, dass bei Rotation des Befestigungselementes 1 zunächst die Reibschweißfläche 4 erhitzt wird und mit der Oberfläche des Bauteiles verschmilzt, wobei sich das Material aus der Reibschweißfläche 4 mit dem Material des Bauteils vermischt (siehe 8). Hierdurch wird das Befestigungselement 1 mit seinem Flansch 3 näher an das Bauteil herangeführt, bis schließlich auch die Reiblötfläche 5 in Berührungskontakt mit der Oberfläche des Bauteils tritt und aufgrund der vom Reibschweißen her rührenden Vorerwärmung von Bauteil und Flansch 3 schnell zu einem Aufschmelzen eines im Bereich der Reiblötfläche 5 befindenden Lotes führt, so dass schließlich die Reiblötfläche 5, die die Reibschweißfläche 4 vollständig umgibt, sich mit dem Bauteil verlötet und damit die Reibschweißfläche 4 nach außen hin abschirmt. Das Material der Reibschweißfläche 4 hat dabei etwa ein solches Volumen, wie für das spätere Reibschweißen und Verbinden mit dem Material des Bauteils erforderlich ist. Es entsteht auf diese Weise eine feste Verbindung zwischen Befestigungselement 1 und dem nicht dargestellten Bauteil über die Reibschweißfläche 4, die dabei von der Reiblötfläche 5 sicher abgeschirmt ist. Bezüglich der Verbindung von Befestigungselement 1 und einem Bauteil sei auf die Darstellung zu 8 verwiesen.

Das in der 2 dargestellte Befestigungselement 1 entspricht weitgehend demjenigen gemäß 1a und 1b. Das Befestigungselement nach 2 weist im Unterschied zur Darstellung in den 1a und 1b eine Ringnut 7 zwischen der Reibschweißfläche 4 und der Reiblötfläche 5 auf. Diese Ringnut, die konzentrisch zu der kreisringförmig angeordneten Reibschweißfläche 4 und Reiblötfläche 5 angeordnet ist, dient dazu, beim Reibschweißen auch nach außen hin wegfließende Verschmutzungen bzw. Materialreste aufzufangen, die damit von der Reiblötverbindung 5 sicher fern gehalten werden.

In den 3a und 3b sind Befestigungselemente 1 dargestellt, die weitgehend demjenigen gemäß 2 entsprechen. In den 3a und 3b ist lediglich die Reibschweißfläche 8 bzw. 9 mit einer leichten Schräglage angeordnet, was dazu führt, dass sich je nach Richtung der Schräglage bei der Ausführung gemäß 3a eine innere Kante 10 der Reibschweißfläche und bei der Ausführungsform gemäß 3b eine äußere Kante 11 der Reibschweißfläche 9 ausbildet. Mit der Kante 10 bzw. 11 ergibt sich bei Aufsetzen des Befestigungselementes 1 auf ein Bauteil und Rotation besonders intensiver Zentrierungseffekt, was ein eventuelles Schlingern beim Rotieren des Befestigungselementes weitgehend verhindert. Darüber hinaus erzielt man mit der abgeschrägten Reibschweißfläche 8 bzw. 9 den Effekt, dass die intensive Erhitzung bei Rotation und Anpressen zunächst nur im Bereich der Kante 10 bzw. 11 entsteht, von wo aus dann die Erweichung des betreffenden Materials nach außen zu bzw. nach innen zu gleichmäßig fortschreitet, was für einen guten durchgehend gleichmäßigen Reibschweißvorgang von Vorteil ist. Außerdem wird durch die Abschrägung irgendwelcher Schmutz entweder besser nach außen oder besser nach innen abgeführt.

Wie oben gesagt, kann man vorteilhaft sowohl die Reißschweißfläche als auch die Reiblötfläche im Querschnitt ballig ausbilden. Ein Ausführungsbeispiel hierfür zeigt die 4, in der sowohl die Reibschweißfläche 12 als auch die Reiblötfläche 13 ballig ausgebildet ist. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass es natürlich auch möglich ist, entweder nur die Reibschweißfläche oder nur die Reiblötfläche ballig auszubilden. Aufgrund der balligen Ausbildung von Reibschweißfläche 12 ergibt sich beim Aufsetzen des Befestigungselements 1 auf ein Bauteil zunächst eine linienhafte Berührung mit entsprechend intensiver konzentrierter Erhitzung, was der Schnelligkeit der Durchführung des Reibschweißvorganges zugute kommt. Die Schmelzezone bzw. Lötzone bildet sich dabei von dem jeweils zentralen Berührungsring gegenüber dem Bauteil linear nach außen bzw. innen hin aus, was die notwendige Wärmezufuhr erleichtert.

In den 5a und 5b ist ein Befestigungselement 1 ähnlich demjenigen gemäß 2 dargestellt, bei dem sowohl die Reibschweißfläche 14 als auch die Reiblötfläche 15 jeweils Radialnuten 16 und 17 enthält, die besonders deutlich aus 5b ersichtlich sind (Draufsicht auf die betreffende Seite des Befestigungselementes 1). Die Radialnuten 16 bzw. 17 bewirken einerseits eine besonders starke Reibung gegenüber dem betreffenden Bauteil, andererseits sorgen sie für eine sichere Abfuhr von irgendwelchen Schmelzeresten aufgrund der von ihnen ausgeübten Zentrifugalkräfte. Die Radialnuten 16 bzw. 17 besitzen nur eine geringe Tiefe, wie dies die 5a zeigt, sie beeinträchtigen daher die Festigkeit der späteren Reibschweißverbindung bzw. Reiblötverbindung praktisch überhaupt nicht, sie sind jedoch für das Abführen von irgendwelchen Schmutzteilen, Beschichtungen und Schmelzeresten besonders gut geeignet.

Wie bereits oben dargelegt kann das Befestigungselement sowohl als Bolzen (1 bis 5) als auch als Mutter ausgebildet sein. Hierzu wird auf die Mutter 18 in 6a und 6b verwiesen. Die Mutter 18 weist auf ihrer einen Stirnseite eine Gestaltung auf, wie diese der Gestaltung gemäß 2 entspricht. Die Mutter besitzt als Mitnehmer den Sechskant 20, der z.B. für die Aufnahme in einem Rotationswerkzeug dienen kann. Die Mutter 18 besitzt das Gewindeloch 21 und an ihrem Rand im Bereich der Reiblötfläche 5 die Abschrägung 19, mit der eine Scharfkantigkeit des betreffenden Bereichs vermieden wird. Im übrigen bewirkt die Abschrägung 19, dass sich eine außen vollständig abgerundete saubere Reiblötfläche und damit Lötverbindung ergibt, wie dies aus der Draufsicht in 6b deutlich ersichtlich ist.

In den 7a und 7b ist das als Bolzen ausgebildete Befestigungselement 22 mit einem Sechskantflansch 23 wiedergegeben, wobei die Seite des Flansches 23 mit der Reibschweißfläche 4 und der Reiblötfläche 5 der diesbezüglichen Darstellung in 6a entspricht. Der Flansch 23 ist hier als Sechskant ausgebildet, womit sich für den Antrieb dieses Befestigungselementes in gleicher Weise wie beim Ausführungsbeispiel gemäß 6a eine günstige Erfassung durch ein Rotationswerkzeug ergibt.

In der 8 ist das Befestigungselement 1 gemäß 3a angeschweißt an ein das flächige Bauteil darstellende Blechstück 24 dargestellt. An das Blechstück 24 ist der Flansch 3 des Befestigungselementes 1 angedrückt, und zwar derart, dass sich die Reibschweißfläche 8 mit dem Blechteil 24 in der Reibschweißzone 25 verschweißt, während sich die Reiblötfläche 5 mit der betreffenden Oberfläche 26 des Blechteils 24 durch die Lötzone 27 verbindet, in der z.B. eine Zinkbeschichtung auf der Oberfläche 26 und auf der Reiblötfläche 5 miteinander verschmelzen, also hier die Verlötung zwischen den betreffenden Teilen von Blechteil 24 und Befestigungselement 1 bilden. Aus 8 geht deutlich hervor, dass sich die Lötzone 27 um die Schweißzone 25 herum schließt und damit die für das Festhalten des Befestigungselementes 1 am Blechteil 24 verantwortliche Lötzone 25 sicher vor irgendwelchen Einflüssen wie Korrosion und dergleichen schützt.


Anspruch[de]
Befestigungselement (1, 18, 22) mit einer Reibschweißfläche (4, 8, 9, 12, 14) zur Reibschweißverbindung mit einem flächigen Bauteil (24) durch auf das Befestigungselement (1, 18, 22) wirkende Rotationskraft und Presskraft gegen das Bauteil (24), dadurch gekennzeichnet, dass die Reibschweißfläche (4, 8, 9, 12, 14) von einer kreisrunden koaxialen Reiblötfläche (5, 13, 15) eingefasst ist, wobei die Reibschweißfläche (4, 8, 9, 12, 14) axial gegenüber der Reiblötfläche (5, 13, 15) um eine Länge vorspringt, die im Wesentlichen nur das für das Reibschweißen erforderliche Material enthält. Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibschweißfläche (4, 8, 9, 12, 14) von der Reiblötfläche (5, 13, 15) durch eine Ringnut (7) getrennt ist. Befestigungselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibschweißfläche (9, 8) in radialer Richtung schräg verläuft. Befestigungselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibschweißfläche im Querschnitt (12) ballig ausgebildet ist. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Reiblötfläche (13) ballig ausgebildet ist. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine Ausbildung als Bolzen (1). Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine Ausbildung als Mutter (18). Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibschweißfläche (14) mindestens eine Radialnut (16) aufweist. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Reiblötfläche (15) mindestens eine Radialnut (17) aufweist. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch einen Mitnehmer (20, 23) für die Einleitung der Rotations- und der Presskraft. Befestigungselement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (20, 23) als Sechskant ausgebildet ist.






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