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Dokumentenidentifikation DE202006002577U1 02.08.2007
Titel Wasserfahrzeug
Anmelder Abeking & Rasmussen Schiffs- und Yachtwerft GmbH & Co. KG, 27809 Lemwerder, DE
Vertreter Eisenführ, Speiser & Partner, 20457 Hamburg
DE-Aktenzeichen 202006002577
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 02.08.2007
Registration date 28.06.2007
Application date from patent application 16.02.2006
IPC-Hauptklasse B63B 1/12(2006.01)A, F, I, 20060216, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B63B 35/00(2006.01)A, L, I, 20060216, B, H, DE   B63B 23/00(2006.01)A, L, I, 20060216, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Wasserfahrzeug mit mindestens einem Auftriebskörper, vorzugsweise mit mindestens zwei quer zur Fahrrichtung voneinander beabstandeten und im wesentlichen parallel zueinander ausgerichteten, sich im wesentlichen in Fahrtrichtung erstreckenden Auftriebskörpern, wobei auf dem Auftriebskörper jeweils mindestens zwei im wesentlichen in Fahrtrichtung voneinander beabstandete Stützen sitzen, und mit einem von den Stützen im wesentlichen oberhalb der Wasserlinie getragenen Rumpfkörper.

Eine solche Konstruktion, die grundsätzlich nicht auf angetriebene Schiffe beschränkt ist, sondern auch für alle anderen Arten von Wasserfahrzeugen, ob angetrieben oder nicht angetriebenen, denkbar ist, wird in der Fachwelt als "SWATH" bezeichnet, wobei "SWATH" als Abkürzung für den englischen Begriff Small Waterplane Area Twin Hull steht, und erhält ihren Auftrieb durch die Auftriebskörper, die im allgemeinen eine längliche Form nach Art einer Zigarre besitzen und sich unterhalb der Wasseroberfläche befinden, während der die Aufbauten o. dgl. aufnehmende Rumpfkörper von auf den Auftriebskörper befestigten Stützen getragen wird und sich oberhalb der Wasseroberfläche befindet. Üblicherweise sind bei Schiffen zwei voneinander beabstandete, parallel zueinander verlaufende und in Fahrtrichtung des Schiffes gerichtete längliche Auftriebskörper vorgesehen, die symmetrisch zur Schiffsmittelachse angeordnet sind. In den Auftriebskörpern ist regelmäßig auch der Antrieb enthalten, dessen Antriebswelle aus dem Heck des jeweiligen Auftriebskörpers herausgeführt ist und den Propeller trägt. Die den Rumpf tragenden Stützen können sich im Wesentlichen über die gesamte Länge der Auftriebskörper erstrecken; alternativ können sie aber auch unterbrochen sein bzw. mehrere hintereinanderliegende Stützen auf den Auftriebskörpern befestigt sein.

Das Charakteristische an der SWATH-Konstruktion besteht darin, dass der Auftrieb überwiegend von den Auftriebskörpern unter Wasser erzeugt wird und die Verdrängungsänderung im Bereich der Wasserlinie nur gering ist, während der von den Stützen getragene Rumpfkörper soweit über der Wasseroberfläche schwebt, dass er vom Seegang im Wesentlichen nicht berührt wird. Dadurch ist es möglich, dass eine Fahrt durch das Wasser und die Schwimmlage vom Seegang im Wesentlichen unbeeinflusst bleibt. Bei einer solchen Konstruktion wird demnach die Höhe der Stützen an die im fraglichen Fahrtgebiet vorkommende Wellenhöhe entsprechend angepasst. Dabei können die Auftriebskörper teilweise geflutet werden und dienen insoweit auch als Ballasttanks, um unabhängig vom Beladungszustand die Schwimmlage und somit auch den Tiefgang im Wesentlichen konstant zu haften, so dass der zuvor beschriebene Effekt unabhängig vom Beladungszustand genutzt werden kann. Als weiteren Vorteil erhält man einen verhältnismäßigen geringen Fahrtwiderstand, den die SWATH-Konstruktion aufgrund der Formgebung der sich unter Wasser befindlichen Teile bietet; denn sowohl die langgestreckten und eine relativ geringe Querschnittsfläche aufweisenden Auftriebskörper als auch die sehr schmalen Stützen besitzen einen geringen hydrodynamischen Widerstand.

Bei der hier in Rede stehenden SWATH-Konstruktion der eingangs genannten Art handelt es sich um einen besonderen Typ, der sich durch die Anordnung von mindestens zwei im wesentlichen in Fahrtrichtung voneinander beabstandeten Stützen auf jedem Auftriebskörper auszeichnet und als „Twin-Strut-SWATH" bezeichnet wird.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, bei Wasserfahrzeugen der eingangs genannten Art die Anlege- und/oder Ausbringmöglichkeit von schwimmenden Objekten zu verbessern.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass bei einem Wasserfahrzeug der eingangs genannten Art zwischen zwei voneinander beabstandeten und auf einem gemeinsamen Auftriebskörper sitzenden Stützen mindestens ein Anlegemittel zum Anlegen und/oder Ausbringen von schwimmenden Objekten, wie beispielsweise anderen Booten oder Schiffen, ausgebildet ist.

Mit Hilfe der Erfindung lässt sich die Anlege- und/oder Ausbringmöglichkeit bei einem Wasserfahrzeug durch Verwendung einer Twin-Strut-SWATH-Konstruktion in Verbindung mit einem zusätzlichen Anlegemittel deutlich verbessern, wobei erfindungsgemäß die Lücke bzw. der Freiraum zwischen zwei benachbarten Stützen in geschickter Weise für die Ausbildung eines Anlegemittels genutzt wird. Demnach erlaubt die erfindungsgemäße Maßnahme eine Ausdehnung der Anlege- und/oder Ausbringmöglchkeit auf einen größeren Längenbereich, der gemeinsam von den Außenflächen der Stützen und dem mindestens einen Anlegemittel definiert wird. Zum Anlegen- und/oder Ausbringen von schwimmenden Objekten kann wahlweise das erfindungsgemäße Anlegemittel allein oder in Kombination mit mindestens einer benachbarten Stütze verwendet werden, wobei sich gerade im letzterem Fall eine Anlege- und/oder Ausbringmöglichkeit über einen wesentlich größeren Längenbereich des Wasserfahrzeuges ergibt. Das erfindungsgemäße Anlegemittel braucht nicht unbedingt eine tragende oder statische Funktion zu übernehmen, so dass zur Realisierung des erfindungsgemäßen Anlegemittels eine leichtgewichtige Konstruktion ausreichend ist, die das Gesamtgewicht des Wasserfahrzeuges nicht wesentlich beeinflusst. Ferner übernimmt das erfindungsgemäße Anlegemittel eine Führungsfunktion für das schwimmende Objekt während des Anlegens und/oder Ausbringens. Schließlich wird durch die erfindungsgemäße Ausbildung eines Anlegemittels zwischen den Stützen eine Anlege- und/oder Ausbringmöglichkeit in einem Bereich geschaffen, wo im Vergleich zu den Enden des schwimmfähigen Gegenstandes deutlich reduziertere Tauchbewegungen und Relativbewegungen zwischen dem Wasserspiegel und dem Anlegebereich auftreten. Somit ermöglicht die erfindungsgemäße Maßnahme je nach Seegang, Kurs und Geschwindigkeit die Auswahl der geeignetsten Stelle für das Anlegen und/oder Ausbringen von schwimmenden Objekten, nämlich diejenige Stelle, an der die Relativbewegungen zwischen dem schwimmfähigen Gegenstand und dem schwimmenden Objekt am geringsten sind. Nicht zuletzt dadurch, aber auch aufgrund der Anordnung des erfindungsgemäßen Anlegemittels generell wird die Gefahr des Unterschneides des schwimmenden Objektes während des Anlegens und/oder Aussetzens im Seegang im wesentlichen beseitigt, zumindest jedoch deutlich reduziert. Nach alledem eignet sich die Erfindung insbesondere auch für große Wasserfahrzeuge, die beispielsweise als Mutterschiffe oder Trägerplattformen ausgebildet sein können.

Vorzugsweise ist das mindestens eine Anlegemittel an einer, zweckmäßigerweise an jeder, Längsseite des schwimmfähigen Gegenstandes angeordnet.

Um die volle Länge der Lücke bzw. des Zwischenraumes zwischen zwei benachbarten Stützen auszunutzen, sollte sich das Anlegemittel im wesentlichen von einer Stütze zur anderen Stütze erstrecken.

Zweckmäßigerweise definiert das Anlegemittel im wesentlichen eine, vorzugsweise etwa vertikal ausgerichtete, Anlegefläche.

Ferner sollte die Außenseite des Anlegemittels im wesentlichen in einer, vorzugsweise etwa vertikal ausgerichteten, Ebene liegen. Diese Ebene kann die Außenseite des Rumpfkörpers im wesentlichen mit der Außenseite mindestens einer Stütze und/oder der Außenseite des Auftriebskörpers, vorzugsweise im wesentlichen fluchtend, verbinden. Hierzu kann mindestens eine Stütze derart auf dem Auftriebskörper angeordnet sein, dass die Außenseite der Stütze im wesentlichen mit der Außenseite des Auftriebskörpers fluchtet, so dass sich eine nach außen asymmetrische Anordnung der Stütze auf dem Auftriebskörper ergibt. Ferner kann hierzu mindestens eine Stütze derart auf dem Auftriebskörper angeordnet sein, dass die Außenseite der Stütze im wesentlichen mit der Außenseite des Rumpfkörpers fluchtet und dabei mit der Bordwand des Rumpfkörpers fluchtend abschließt.

Die Gefahr eines Unterschneidens des schwimmenden Objektes im Seegang lässt sich besonders wirkungsvoll dadurch beseitigen, zumindest jedoch deutlich minimieren, dass das mindestens eine Anlegemittel etwa bis zur Wasserlinie reicht.

Ferner kann das mindestens eine Anlegemittel mindestens etwa bis zum Rumpfkörper reichen, was insbesondere für das Ausbringen sowie das Betreten und Verlassen des schwimmenden Objektes von Vorteil ist.

Eine gegenwärtig besonders bevorzugte weitere Ausführung zeichnet sich ferner dadurch aus, dass das mindestes eine Anlegemittel hydrodynamisch durchlässig ist. Hierdurch wird gewährleistet, dass das Anlegemittel den seitlichen Wellenwiderstand des Wasserfahrzeuges nicht erhöht und somit dessen Seegangsverhalten nicht beeinträchtigt. Ebenfalls wird dadurch auch die Konstruktion des erfindungsgemäßen Anlegemittels nicht beeinträchtigt, da diese ja keine statische oder tragende Funktion übernimmt, sondern lediglich als Abweiser beim Anlegen und/oder Aussetzen der schwimmenden Objekte dient. Zweckmäßigerweise kann das Anlegemittel mit Durchbrüchen versehen sein, um die hydrodynamische Durchlässigkeit zu erzielen. Bei einer bevorzugten Weiterbildung dieser Ausführung weist das Anlegemittel ein, vorzugsweise flächiges, Gerüst auf, das zum einen die gewünschte hydrodynamische Durchlässigkeit und zum anderen eine leichte, jedoch steife Konstruktion bietet.

Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 eine schematische Seitenansicht eines Twin-Strut-SWATH-Schiffes mit einem Anlegemittel gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung; und

2 eine schematische Draufsicht auf einen Teil des Schiffes gemäß 1, bestehend aus einem Auftriebskörper, den beiden darauf sitzenden Stützen und dem zwischen diesen angeordneten Anlegemittel, wobei die übrigen Bestandteile des Schiffes weggelassen sind.

Bei dem dargestellten Wasserfahrzeug handelt es sich um ein Schiff mit einer Twin-Strut-SWATH-Konstruktion, die zwei längliche, zigarrenförmige Auftriebskörper aufweist, die parallel zueinander und im Abstand voneinander sowie symmetrisch zur Schiffsmittelachse angeordnet sind. In den Figuren ist nur einer der beiden Auftriebskörper schematisch dargestellt und mit den Bezugszeichen 2 gekennzeichnet. Die Auftriebskörper haben eine längliche Form und erstrecken sich in Fahrtrichtung des Schiffes. Sie enthalten in den Figuren nicht dargestellte Antriebseinrichtungen und Balasttanks, die mit Wasser geflutet werden können, um die Schwimmlage des Schiffes und somit dessen Tiefgang unabhängig vom Beladungszustand im wesentlichen konstant zu halten.

Wie in den Figuren anhand des Auftriebskörpers 2 gezeigt ist, sitzen auf der Oberseite der Auftriebskörper, die vollständig ins Wasser eingetaucht sind und sich somit unterhalb der Wasserlinie bzw. Wasseroberfläche W befinden (vgl. 1), im dargestellten Ausführungsbeispiel zwei in Fahrtrichtung voneinander beabstandete Stützen 4, 6. Die Stützen 4, 6 bilden im Querschnitt schmale Stege, die an ihrem vorderen Ende und an ihrem hinteren Ende aus hydrodynamischen Gründen sich verjüngen bzw. spitz zulaufen, und erstrecken sich in gleicher Weise wie der zugehörige Auftriebskörper 2 in Fahrtrichtung des Schiffes.

Wie 1 ferner erkennen lässt, sind die Stützen 4, 6 vertikal angeordnet und enden oberhalb der Wasserlinie bzw. Wasseroberfläche W an einem Rumpfkörper 8, der gemeinsam von sämtlichen Stützen getragen wird. Der Rumpfkörper 8, der in 1 nur schematisch erkennbar dargestellt ist, definiert im wesentlichen die Länge und die Breite des Schiffes und trägt in den Figuren nicht näher dargestellte Aufbauten o.dgl.

Am Ende jedes Auftriebskörpers 2 ist ein Propeller 10 drehbar gelagert, der von einer innerhalb des Auftriebskörpers 2 sitzenden Antriebseinrichtung in Rotation versetzt wird. In Fahrtrichtung betrachtet, hinter dem Propeller 10 ist am Heckbereich 8a des Rumpfkörpers 8 ein Ruderblatt 12 um eine in den Figuren nicht dargestellte Achse drehbar gelagert.

Wie 2 erkennen lässt, sind die beiden Stützen 4, 6 in Bezug auf den Auftriebskörper 2 nach außen versetzt und somit asymmetrisch angeordnet, indem ihre Außenseite in ihrem (in Fahrtrichtung des Schiffes betrachtet) mittleren Abschnitt mit der Außenseite 2a des Auftriebskörpers 2 im wesentlichen fluchtet. Dieser Bereich bildet, wie die Figuren jeweils erkennen lassen, eine relativ schmale Anlegefläche zum Anlegen und/oder Ausbringen von schwimmenden Objekten, wie insbesondere von Beibooten und Tenderbooten. Diese schmale Anlegefläche, die in 1 durch eine Schraffur erkennbar dargestellt ist, erstreckt sich nur über einen kleinen Teil der Schiffslänge und ist in den Figuren mit dem Längenmass „x" gekennzeichnet.

Außerhalb des mit „x" gekennzeichneten Bereiches lässt die Außenhautkontur des dargestellten Twin-Strut-SWATH-Schiffes von Hause aus keine weitere im wesentlichen ebene und vertikal ausgerichtete Fläche als weitere Anlege- und/oder Ausbringmöglichkeit zu. In diesem Zusammenhang stellt der zwischen den beiden Stützen 4, 6 gebildete Zwischenraum 14 ein besonderes Problem dar.

Um die nutzbare Länge zum Anlegen und/oder Ausbringen von schwimmenden Objekten zu erhöhen, ist als Anlegemittel ein Abweisergerüst 16 vorgesehen, das kurz oberhalb der Wasserlinie W an beiden Stützen 4, 6 befestigt ist und den zwischen diesen gebildeten Zwischenraum 14 überbrückt, wie die Figuren erkennen lassen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel besteht das Abweisergerüst 14 im wesentlichen aus einem in Fahrtrichtung und somit in Längsrichtung des Schiffes verlaufenden Längsbalken 18, der mit dem einen Ende an der einen Stütze 4 und mit dem anderen Ende an der anderen Stütze 6 befestigt ist und einen Anzahl von aufrecht stehenden Stäben 20 trägt, die voneinander beabstandet über den Längsbalken 18 verteilt angeordnet sind und in den unteren Bereich des Rumpfkörpers 8 emporragen, wobei die Stäbe 20 gewöhnlich in die Außenseite bzw. Bordwand des Rumpfkörpers 8 münden und dabei mit dieser fluchtend angeordnet sind, was in den Figuren aber nicht erkennbar dargestellt ist. Wie 2 erkennen lässt, definiert das Abweisergerüst 16 eine Fläche, die in einer vertikalen Ebene liegt, in der ebenfalls die Außenseite 2a des Auftriebskörpers 2 und die mit dem Längenmaß x gekennzeichneten Außenflächen der mittleren Abschnitte der beiden Stützen 4, 6 liegen. Ferner kann diese Ebene auch noch mit der Außenseite bzw. Bordwand des Rumpfkörpers 8 fluchten, was in den Figuren aber ebenfalls nicht erkennbar dargestellt ist.

Mit Hilfe des als Anlegemittel vorgesehenen Abweisergerüstes 16 ergibt sich eine Anlege- und Ausbringmöglichkeit über eine mit „y" in den Figuren gekennzeichnete nutzbare Länge, die sich über einen wesentlichen Teil der gesamten Schiffslänge erstreckt und an ihrem Enden die mit dem Längenmaß x gekennzeichneten Bereich einschließt, wie sich den Figuren entnehmen lässt. Auf diese Weise ist es möglich, innerhalb der nutzbaren Länge y beispielsweise ein Beiboot wahlweise an verschiedenen Stellen oder mehrere Beiboote hintereinander anzulegen.

Aufgrund seiner Konstruktion ist das Abweisergerüst 16 hydrodynamisch durchlässig. Im dargestellten Ausführungsbeispiel wird diese Eigenschaft durch die beabstandete Anordnung der vertikalen Stäbe 20 erzielt, die entsprechende Zwischenräume bilden, die die Wirkung von Durchbrüchen haben. Auf diese Weise wird verhindert, dass zusätzlicher Widerstand für quer laufende Wellen entsteht, wodurch ansonsten das Seegangsverhalten des Schiffes beeinflusst werden könnte. Das Abweisergerüst 16 übernimmt keine statische oder tragende Funktion am Schiff. Deshalb ist es ausreichend, das Abweisergerüst 16 als leichtgewichtige Konstruktion auszuführen, die hinsichtlich ihrer Steifigkeit so bemessen sein muss, dass sie in der Lage ist, aufgrund von Seegang o.dgl. von dem schwimmenden Objekt erzeugte Stoßkräfte aufzunehmen und auszuhalten.

Die beschriebene Anordnung des Abweisergerüstes 16 zwischen den Stützen 4, 6 erlaubt die Ausbildung eines Anlegebereiches über die nutzbare Länge y, innerhalb der im Vergleich zu den Schiffsenden deutlich reduziertere Tauchbewegungen und Relativbewegungen gegenüber dem Wasserspiegel W auftreten.

An dieser Stelle sei noch angemerkt, dass ein als Anlegemittel vorgesehenes Abweisergerüst 16 an beiden Längsseiten des Schiffes angeordnet sein kann.

Schließlich sei der guten Vollständigkeit halber noch darauf hingewiesen, dass an Stelle des zuvor beschriebenen Schiffes grundsätzlich auch der Einsatz von beliebigen anderen Arten von Wasserfahrzeugen und schwimmfähigen Gegenständen, ob angetrieben oder antriebslos denkbar, ist.


Anspruch[de]
Wasserfahrzeug mit mindestens einem Auftriebskörper (2), vorzugsweise ein Schiff mit mindestens zwei quer zur Fahrtrichtung voneinander beabstandeten und im wesentlichen parallel zueinander ausgerichteten, sich im wesentlichen in Fahrtrichtung erstreckenden Auftriebskörpern (2), wobei auf dem Auftriebskörper (2) jeweils mindestens zwei im wesentlichen in Fahrtrichtung voneinander beabstandete Stützen (4, 6) sitzen, und mit einem von den Stützen (4, 6) im wesentlichen oberhalb der Wasserlinie (W) getragenen Rumpfkörper (8), dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei voneinander beabstandeten und gemeinsam auf dem Auftriebskörper (2) sitzenden Stützen (4, 6) mindestens ein Anlegemittel (16) zum Anlegen und/oder Ausbringen von schwimmenden Objekten, wie beispielsweise anderen Booten oder Schiffen, ausgebildet ist. Wasserfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Anlegemittel (16) an einer Längsseite des schwimmfähigen Gegenstandes angeordnet ist. Wasserfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Längsseite des schwimmfähigen Gegenstandes mindestens ein Anlegemittel (16) angeordnet ist. Wasserfahrzeug nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Anlegemittel (16) im wesentlichen von der einen Stütze (4) zur anderen Stütze (6) erstreckt. Wasserfahrzeug nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anlegemittel (16) im wesentlichen eine, vorzugsweise etwa vertikal ausgerichtete, Anlegefläche definiert. Wasserfahrzeug nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite des Anlegemittels (16) im wesentlichen in einer, vorzugsweise etwa vertikal ausgerichteten, Ebene liegt. Wasserfahrzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ebene die Außenseite des Rumpfkörpers (8) im wesentlichen mit der Außenseite mindestens einer Stütze (4, 6) und/oder der Außenseite (2a) des Auftriebskörpers (2), vorzugsweise im wesentlichen fluchtend, verbindet. Wasserfahrzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Stütze (4, 6) derart auf dem Auftriebskörper (2) angeordnet ist, dass die Außenseite der Stütze (4, 6) im wesentlichen mit der Außenseite (2a) des Auftriebskörpers (2) fluchtet. Wasserfahrzeug nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Stütze (4, 6) derart auf dem Auftriebskörper (2) angeordnet ist, dass die Außenseite der Stütze (4, 6) im wesentlichen mit der Außenseite des Rumpfkörpers (8) fluchtet. Wasserfahrzeug nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Anlegemittel (16) etwa bis zur Wasserlinie (W) reicht. Wasserfahrzeug nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Anlegemittel (16) mindestens etwa bis zum Rumpfkörper (8) reicht. Wasserfahrzeug nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Anlegemittel (16) hydrodynamisch durchlässig ist. Wasserfahrzeug nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Anlegemittel (16) mit Durchbrüchen versehen ist. Wasserfahrzeug nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Anlegemittel (16) ein, vorzugsweise flächiges, Gerüst aufweist.






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