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Dokumentenidentifikation DE202006002800U1 02.08.2007
Titel Möbelbauteil
Anmelder Arreda GmbH, 32257 Bünde, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Aktenzeichen 202006002800
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 02.08.2007
Registration date 28.06.2007
Application date from patent application 20.02.2006
IPC-Hauptklasse A47B 96/20(2006.01)A, F, I, 20060220, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47B 57/00(2006.01)A, L, I, 20060220, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Möbelbauteil mit einem mehrere Hohlkammern bildenden Strangprofil aus Metall.

Hohlkammerprofile aus Metall werden im Möbelbau bisher beispielsweise als Holme in Regalkonstruktionen eingesetzt.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein stabiles und dekoratives Möbelbauteil zu schaffen, das sich in vielfältiger Weise zur Bildung von Regalstollen sowie von Wangen oder Korpuswänden von Schrankmöbeln einsetzen läßt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, das das Strangprofil eine längliche Platte mit einer Nut an einer Längskante und einer entsprechenden Feder an der anderen Längskante ist, und daß das Innere der Platte durch mindestens einen längsverlaufenden, einen Schraubenkanal bildenden Steg in die Hohlkammern aufgeteilt ist.

Mehrere dieser Möbelbauteile können nach dem Nut/Feder-Prinzip, ggf. auch in Kombination mit anderen plattenförmigen Elementen, zu flächigen Wandelementen zusammengesetzt werden, die beispielsweise aus Stollenwändenin Regalen oder als Wangen oder Korpusseitenwände in Schrankmöbeln eingesetzt werden können. Die als Schraubenkanal ausgebildeten Stege verleihen dem Bauteil eine hohe Steifigkeit und erleichtern zudem die Anbringung von Abschlußprofilen an beiden Enden. Die Hohlkammern können zudem als Funktionskanäle zum Verlegen von Leitungen und dergleichen genutzt werden. Bodenträger oder Funktionsträger verschiedenster Art lassen sich einfach anbringen, indem Löcher an geeigneten Stellen in eine der Wände der Hohlkammern gebohrt werden. Die Hohlkammern können auch Beleuchtungselemente, beispielsweise mit LEDs bestückte Platinen aufnehmen, die ihr Licht durch Bohrungen in den Wänden der Hohlkammern abstrahlen.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Im folgenden werden Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung näher erläutert.

Es zeigen:

1 einen Schnitt durch ein Möbelbauteil gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

2 und 3 Schnitte durch Wandelemente, die aus Möbelbauteilen nach 1 aufgebaut sind;

4 einen Schnitt durch ein Möbelbauteil gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel;

5 einen Schnitt durch ein Wandelement aus Möbelbauteilen gemäß 4; und

6 eine perspektivische Ansicht eines Regals mit Regalstollen, die durch Wandelemente gemäß 2 gebildet werden.

1 zeigt einen Querschnitt eines Möbelbauteils in der Form eines Strangprofils 10 aus Aluminium oder einer Leichtmetallegierung. Das Strangprofil 10 hat die Form einer flachen Platte, deren Inneres durch zwei Stege 12 in drei Hohlkammern 14 aufgeteilt ist. Jeder Steg 12 bildet einen durchgehenden Schraubenkanal 16. An einer Längskante bildet das Strangprofil 10 eine Feder 18, und eine gegenüberliegende Längskante bildet dazu eine komplementäre Nut 20, so daß sich mehrere gleichartige Strangprofile 10 zu einem Wandelement zusammenstecken lassen.

Die Kanten des Strangprofils 12 beiderseits der Feder 18 und der Nut 20 sind abgefast, und an den Stellen, an denen die Stege 12 verlaufen, sind in den Außenflächen V-förmige Nuten 22 ausgebildet, die in ihrer Form den Abfasungen an den Kanten entsprechen, so daß sich ein gleichmäßiges Raster von V-förmigen Nuten ergibt, wenn mehrere Strangprofile zusammengesteckt sind. Zugleich werden durch die Nuten 22 etwaige Schwindungsmarken kaschiert, die durch die Stege 12 entstehen könnten. Auf den Außenflächen der Hohlkammern sind jeweils vier längsverlaufende Rippen 24 gebildet die zusammen mit den Nuten 22 ein gleichmäßiges dekoratives Raster bilden.

Im gezeigten Beispiel weist eine Wand der mittleren Hohlkammer 14 eine Reihe von Bohrungen auf, von denen in 1 nur eine zu erkennen ist, und im Inneren dieser Hohlkammer ist eine Platine 26 untergebracht, die mit in die Bohrungen eingreifenden LEDs 28 bestückt ist, so daß ein dekorativer Beleuchtungseffekt erzielt werden kann. Die beiden äußeren Hohlkammern 14 weisen in der Wand, die den LEDs 28 gegenüberliegt, entsprechende Bohrungen auf, in die Bodenträger 30 eingesteckt sind.

2 zeigt als Anwendungsbeispiel ein Wandelement 32, beispielsweise einen Regalstollen, der durch zwei Strangprofile 10 der in 1 gezeigten Art und eine Glasplatte 34 gebildet wird. Die beiden Strangprofile 10 sind spiegelbildlich zueinander angeordnet, und die Glasplatte 34 ist mit ihren Rändern in die Nuten 20 der beiden Strangprofile 10 eingeschoben.

3 zeigt als weiteres Beispiel ein Wandelement 36, beispielsweise eine Seitenwand oder Wange eines Möbelkorpus, bei dem anstelle der Glasplatte 34 in 2 eine mit zwei Federn versehene Füllung 38 aus Holz oder Kunststoff eingeschoben ist.

Bei dem Strangprofil 10 können die einzelnen Hohlkammern 14 beispielsweise eine Breite von etwa 50 mm haben, so daß das Strangprofil 10 insgesamt eine Breite von annähernd 150 mm hat.

4 zeigt als abgewandeltes Ausführungsbeispiel ein Strangprofil 40, das nur einen Steg 12 aufweist und somit nur zwei Hohlkammern 14 bildet. 5 illustriert, wie sich die Strangprofile 40 nach dem Nut/Feder-Prinzip zu einem ausgedehnten Wandelement verketten lassen.

6 zeigt ein Regalelement 42 mit zwei Wandelementen 32 gemäß 2 als Regalstollen, zwischen denen Regalböden 44 gehalten sind. Die vorderen Kanten der vorderen Strangprofile 10 und die hinteren Kanten der hinteren Strangprofile 10 sind jeweils durch Verkleidungsprofile 46 verkleidet, die einfach auf die Federn 18 aufgesteckt sind. Obere und untere Abschlußprofile 48 der Regalstollen sind mit nicht gezeigten Schrauben in den Schraubenkanälen 16 befestigt und halten die beiden Strangprofile 10 jedes Regalstollens zusammen, so daß diese sich in einem definierten Abstand befinden, der der Breite der Glasplatte 34 entspricht.


Anspruch[de]
Möbelbauteil mit einem mehrere Hohlkammern 14 bildenden Strangprofil (10; 40) aus Metall, dadurch gekennzeichnet, daß das Strangprofil (10; 40) eine längliche Platte mit einer Nut (20) an einer Längskante und einer entsprechenden Feder (18) an der anderen Längskante ist und daß das Innere der Platte durch mindestens einen längsverlaufenden, einen Schraubenkanal (16) bildenden Steg (12) in die Hohlkammern (14) aufgeteilt ist. Möbelbauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Strangprofil (10) an den Kanten abgefast ist und in seinen Außenflächen V-förmige Nuten (22) aufweist, die sich jeweils an den Stellen der Stege (12) befinden und, wenn mehrere Strangprofile (10) nach dem Nut/Feder-Prinzip verbunden sind, zusammen mit den Abfasungen an den Kanten ein gleichmäßiges Raster bilden. Möbelbauteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände des Strangprofils (10) an den Außenflächen mit längsverlaufenden Rippen (24) versehen sind. Möbelbauteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Hohlkammern (14) eine Beleuchtungseinrichtung (26, 28) aufnimmt und daß die Wand dieser Hohlkammer eine Reihe von Durchbrüchen aufweist, durch die das Licht abgestrahlt wird. Möbelbauteil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Beleuchtungseinrichtung eine Platine (26) ist, die mit LEDs (28) bestückt ist, die in den als Bohrungen ausgebildeten Durchbrüchen der Wand sitzen. Möbel mit einem Wandelement (32; 36), dadurch gekennzeichnet, daß das Wandelement (32; 36) aus mindestens zwei Möbelbauteilen (10) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5 aufgebaut ist. Möbel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Möbelbauteile (10) auf Abstand und miteinander zugewandten Nuten (20) in dem Wandelement angeordnet sind und daß der Zwischenraum zwischen ihnen durch eine in die Nuten (20) eingeschobene Füllung (34; 38) ausgefüllt ist. Möbel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllung eine Glasplatte (34) ist. Möbel nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß Verkleidungsprofile (46) auf die Federn (18) an den Außenkanten der Möbelbauteile (10) aufgesteckt sind. Möbel nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der Möbelbauteile (10) jeweils durch ein Abschlußprofil (48) abgeschlossen sind, das mit in die Schraubenkanäle (16) eingreifenden Schrauben befestigt ist.






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