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Steuerung von Funktionen für Fahrzeug-Mietparkverwaltung - Dokument DE102006003971A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102006003971A1 09.08.2007
Titel Steuerung von Funktionen für Fahrzeug-Mietparkverwaltung
Anmelder DaimlerChrysler AG, 70327 Stuttgart, DE
Erfinder Bruns, Andreas, 28277 Bremen, DE;
Lueg, Ralf, Dipl.-Ing., 75382 Althengstett, DE
DE-Anmeldedatum 26.01.2006
DE-Aktenzeichen 102006003971
Offenlegungstag 09.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.08.2007
IPC-Hauptklasse G07C 9/00(2006.01)A, F, I, 20060126, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G06K 19/00(2006.01)A, L, I, 20060126, B, H, DE   G06Q 10/00(2006.01)A, L, I, 20060126, B, H, DE   G08B 13/00(2006.01)A, L, I, 20060126, B, H, DE   B60R 25/00(2006.01)A, L, I, 20060126, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft Einrichtungen in Fahrzeug-Mietparkverwaltungen zur Sicherung der eingestellten Fahrzeuge vor unberechtigtem Zugriff. Hierzu sind erfindungsgemäß Sensoren vorgesehen, welche die zum Mietpark zugehörigen Fahrzeuge über verschiedene und redundante Erkennungsvorgänge identifizieren können. Die jeweiligen Daten eines erkannten Fahrzeugs werden dabei an eine Zentralstation übermittelt, in der Informationen über die aktuell genutzten Fahrzeuge vorliegen. Auf diese Weise können gesicherte Bereiche angelegt werden, z. B. geschlossene Zugangsbereiche, Fahrzeugboxen oder beschrankte Fahrwege, bei denen die entsprechenden Sperren, z. B. Schranken oder Tore, über die Zentralstation nur für freigegebene Fahrzeuge geöffnet werden. Dies ermöglicht eine automatische Kontrolle der Ein- und Ausfahrvorgänge. Die Bewegung eines nicht freigegebenen Fahrzeugs kann so automatisch als Entwendungsversuch eingestuft werden und weitere Alarmierungsmaßnahmen auslösen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Systeme und Verfahren zur Verwaltung von Fahrzeugen in Mietparkbereichen gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Insbesondere betrifft die Erfindung Sicherheitsfunktionen, die eine unbefugte Nutzung von Fahrzeugen verhindern sollen.

Zur Vereinfachung der Verwaltung von Mietpark sind verschiedene Vorschläge entwickelt worden. Eine Zielsetzung betrifft dabei die Erfassung von Daten, die einerseits für eine korrekte Abrechnung erforderlich sind, zum anderen aber auch den Betriebszustand des Fahrzeugs betreffen können, um z.B. rechtzeitige Inspektionen durchführen zu lassen. So ist in der DE 10 2004 028 633 A1 eine Vorrichtung zu Vermietung von Fahrzeugen beschrieben, bei der die Fuhrparkfahrzeuge mit Bordcomputern ausgestattet sind, welche über eine drahtlose Verbindung neben Datum und Uhrzeit auch weitere für die Abrechnung relevanten Daten, wie z.B. Kilometerstand und Kraftstoffverbrauch, an eine Zentralstation übermitteln.

Die DE 103 11 976 A1 beschreibt eine Vorrichtung zur zeitgenauen Erfassung der Übergabe von Fahrzeugschlüsseln. Dabei werden über einen im Fahrzeugschlüssel integrierten Sender oder Transponder Identifikationssignale abgeben, die über eine Empfangsstation zur Zeiterfassung der Fahrzeugentnahme bzw. -rückgabe an das Verwaltungssystem weitergeleitet werden.

Die DE 10050984 A1 betrifft ein System, bei dem im Fahrzeug ein Datenaufnahmegerät vorhanden ist, welches den Betriebszustand aufnimmt und speichert und diese nutzungsrelevanten Daten über eine Sendeeinrichtung drahtlos an eine Zentralstation weiterleitet. Aus den Daten ermittelt die Zentralstation dann den Fahrzeugzustand und die Verfügbarkeit.

Eine andere Zielsetzung im Bereich Mietparkverwaltung betrifft Sicherheitsaspekte. Nicht berechtigte Personen sollen keinen Zugriff auf die eingestellten Fahrzeuge erhalten. Bekannt sind hier Systeme, die einem Kunden einen schlüssellosen Zugang zu einem anzumietenden Fahrzeug gewähren. So erhält der Kunde nach einer Buchung beim System „COCOS" vom Vermieter eine kontaktlose Chipkarte, auf der die Daten der Reservierung abgelegt sind. Am Fahrzeug wird die Chipkarte durch ein Kartenlesegerät überprüft und das Fahrzeug freigegeben. Nach Beendigung der Fahrt wird das Fahrzeug mit der Chipkarte abgeschlossen und der Bordcomputer sendet automatisch die Fahrdaten an das Zentralsystem des Mietparks.

Weiterhin ist aus der DE 196 47 477 C2 ein Verfahren zur Prüfung der Mietberechtigung für ein Kraftfahrzeug bekannt. Hierbei wird zunächst mittels Chipkarte die Zugangsberechtigung des Kunden zu einem fest installierten Automaten geprüft. In einem zweiten Schritt wird dann über ein Lesegerät der Führerschein überprüft und die Prüfungsergebnisse zu einem Zentralsystem gesendet, welches dann ein Schlüsselfach freigibt.

Die Sicherungsmaßnahmen nach dem genannten Stand der Technik betreffen hauptsächlich die Kontrolle der Schließfunktion am Fahrzeug, d.h. der Fahrzeugmieter erhält nach Abwicklung der Anmeldformalitäten und ggf. Überprüfung eines gültigen Führerscheins den zum angemieteten Fahrzeug zugehörigen Schlüssel, der auch als elektronischer Schlüssel, z.B. in Form einer Chipkarte ausgebildet sein kann. Damit ist zwar gewährleistet, dass ein Kunde nur das gemietete Fahrzeug öffnen kann, eine mutwillige Entwendung von Fahrzeugen durch Unberechtigte ist aber nicht ausgeschlossen. Sowohl mechanische als auch kontaktlose Schlüsselsysteme lassen sich überwinden. Insbesondere bei elektronischen Systemen, bei denen z.B. über Funk Daten als Schließcodes übertragen werden, können mit entsprechenden Mitteln die transferierten Daten von Unberechtigten detektiert und so die Sicherungsfunktion umgangen werden.

Die vorliegende Erfindung geht aus von diesem Stand der Technik. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und System zur Verwaltung von Mietparkeinrichtungen mit erweiterten Funktionen zur Überprüfung der Fahrtberechtigung und Sicherung der eingestellten Fahrzeuge vor Fremdzugriff zu entwickeln.

Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale. Die zugeordnete Vorrichtung ist Gegenstand des Anspruchs 7. Details und vorteilhafte Ausführungsbeispiele sind Gegenstand der jeweils zugeordneten Unteransprüche.

Die Erfindung erweitert die bekannten Maßnahmen zur Sicherung der eingestellten Fahrzeuge vor unberechtigtem Zugriff durch den Einsatz von Sensoren, welche die zum Mietpark zugehörigen Fahrzeuge identifizieren können. Werden solche Fahrzeuge im Bereich des Mietparks bewegt, so wird dies mit eindeutiger Zuordnung des jeweiligen Fahrzeugs detektiert und diese Information an eine Zentralstation zur Überprüfung weitergegeben. Da dort alle Daten über die aktuell in Benutzung befindlichen Fahrzeuge gespeichert sind, lässt sich ein irregulärer Vorgang sofort erkennen und entsprechende Reaktionen können automatisch ausgelöst werden.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert.

Zur Identifizierung der in einem Mietpark verfügbaren Fahrzeuge werden an ausgewählten Orten im Bereich des Mietparks entsprechende Sensoren angebracht. Vorzugsweise befinden sich solche Sensoren im Bereich eines vorhandenen Tores oder einer Schranke, so dass jedes Fahrzeug, das in den Mietpark einfährt oder ihn verlässt, zwingend erfasst wird. Bereits mit dieser einfachen Ausführung können verschiedene Funktionen automatisch bei Annährung eines zum Mietpark zugehörigen Fahrzeugs an das Tor ausgelöst werden, je nachdem ob das Fahrzeug als regulär gemietet eingebucht ist oder nicht. So lassen sich für ein als „gemietet" erkanntes Fahrzeug das Tor oder die Schranke öffnen, bei Nacht eine Beleuchtungseinrichtung einschalten und Entnahme- bzw. Rückgabezeitpunkt können protokolliert werden. Bei Annäherung eines fremden Fahrzeugs an das Tor bleibt dieses geschlossen und Servicefunktionen (Sprechanlage) oder Überwachungsfunktionen (IR-Scheinwerfer, Videospeicherung) können eingeschaltet werden.

Wird versucht, ein in der Zentralstation als „nicht benutzt" gespeichertes Fahrzeug aus dem Mietpark herauszufahren, so löst dies Alarmfunktionen aus und das Tor oder die Schranke bleibt oder wird geschlossen. Da auch Mietfahrzeuge für Inspektionszwecke von Mitarbeitern des Mietparkunternehmens bewegt werden, ohne angemietet zu sein, sind derartige Vorgänge in der Zentrale anzumelden. Damit können auch der Zeitaufwand für durchgeführte Inspektionen oder Ausfallzeiten eines Fahrzeugs wegen Reparatur in der Zentrale automatisch protokolliert werden.

Je nach Größe des Mietparks können in verschiedenen Bereichen (Stellflächen, Garagen, Hallen) weitere Sensoren für zusätzliche Funktionen hinzugenommen werden. Auf diese Weise können separat gesicherte Zonen angelegt werden, z.B. geschlossene Zugangsbereiche, Fahrzeugboxen oder Fahrwege, bei denen die entsprechenden Sperren, z.B. Schranken oder Tore, über die Zentralstation nur für freigegebene Fahrzeuge geöffnet werden. Ist beispielsweise im Mietpark für Lastkraftwagen ein eigener LKW-Bereich vorsehen, der z.B. durch Schranken separat abgesichert ist, so kann durch Erkennung eines zurückkehrenden Miet-Fahrzeugs (und damit auch Erkennung des Fahrzeugtyps) selektiv nur die Schranke des zugeordnete Bereichs geöffnet werden. Über eine parallele Ansteuerung von Signaleinrichtungen (Anzeigetafeln, Ampeln, Licht-Pfeile usw.) kann dies mit einer Zielführung verbunden werden, die den Fahrer direkt auf den richtigen Stellplatz leitet. Bei Nacht können auch lokal Beleuchtungseinrichtungen, z.B. als Einstellhilfe, automatisch gesteuert werden.

Zur Identifizierung der Fahrzeuge können unterschiedliche Techniken und Sensortypen eingesetzt werden. Dabei kann auch erreicht werden, dass die Erfassungsvorgänge so verdeckt ablaufen, dass sie z.B. vom Fahrzeugmieter nicht bemerkt werden. Am Fahrzeug angebrachte Identifikationsmerkmale, z.B. Bar-Codes, können von entsprechenden Detektoren, z.B. Laserscanner im IR-Bereich, erfasst werden. Ebenso können im Fahrzeug befindliche Transponder eingesetzt werden. Eine andere Ausführung nutzt Videokameras (die häufig bereits für Überwachungszwecke vorhanden sind) und moderne Bilderkennungsverfahren, um jedes Fahrzeug anhand charakteristischer äußerer Merkmale zu identifizieren. Dazu gehören z.B. neben der Erfassung des Kfz-Kennzeichens auch Karosserieform, Farbe, Aufdrucke, Zierleisten, vorhandene Anhängerkupplung usw. Es ist auch möglich z.B. an der Windschutzscheibe spezielle Marker, ähnlich wie Maut-Plaketten, anzubringen, die dann von den optischen Sensoren erkannt werden.

Mit diesen Sensoreinrichtungen lässt sich jedes Fahrzeug eindeutig identifizieren. Um Fehler bei der Erkennung weitgehend auszuschließen, können vorzugsweise Kombinationen verschiedener Sensortypen eingesetzt werden. Dies hat auch den Vorteil, dass im Falle einer Störung bei einem Sensortyp (z.B. Probleme der Bilderkennung über Videoeinrichtungen bei starkem Schneefall) dieser Ausfall durch die alternativen Systeme überbrückt werden kann. Vorteilhaft ist auch eine gewisse Redundanz der Sensorsysteme, so dass bei Ausfall eines Sensors die gleiche Sensorklasse durch die parallelen Systeme weiterhin zur Verfügung steht.

Zur Unterstützung der Identifikations-Sensoren können zusätzlich auch reine Bewegungsmelder, z.B. auf IR-, Ultraschall- oder Radarbasis eingesetzt werden. Diese reagieren dann beispielsweise zunächst auf die Bewegung eines Fahrzeugs und können dann die in diesem Bereich befindlichen Sensoren zur Identifizierung des Fahrzeugs aktivieren. Dies reduziert beispielsweise den Aufwand einer Video-Bilderkennung auf die Situationen von besonderem Interesse.

Die Erfindung gewährleistet die sichere Erfassung von Fahrzeugbewegungen im Bereich eines Mietparks. Durch die Erkennung der Fahrzeuge selbst ist dabei auch eine automatische Abwicklung von Fahrzeugübernahme und Rückgabe ohne größeres Risiko möglich. Das erfindungsgemäße System ist dabei vor Fremdeinfluss weitgehend sicher. Eine Täuschung oder Manipulation der Sensoren ist unbemerkt praktisch nicht möglich. In Kombination mit den bekannten Schlüsselausgabeverfahren entsteht so ein Höchstmass an Sicherheit auch im 24-Stunden-Betrieb und die Gewährleistung, dass nur berechtigte Personen die Fahrzeuge benutzen können. Im Falle einer unangemeldeten Bewegung eines der Mietfahrzeuge können von der Zentralstation abgestuft aktive und passive Sicherheits- und Alarmvorkehrungen automatisch gestartet werden. Dies umfasst z.B. Starten von Videoaufzeichnungen, Schließen von Toren, Meldungen an Mitarbeiter, alarmieren von Sicherheitsdiensten oder Polizeidienststellen.


Anspruch[de]
Verfahren zur Verwaltung und Sicherung von Fahrzeugen eines Mietparks, wobei Daten über die Nutzungszeiten der Fahrzeuge in einer Zentralstation gespeichert werden, dadurch gekennzeichnet, dass über vorhandene Sensorsysteme die Fahrzeuge im Bereich des Mietparks identifiziert werden und Bewegungen dieser Fahrzeuge an die Zentralstation gemeldet werden und dort gespeichert und mit den Daten über die Nutzungszeiten der Fahrzeuge verglichen werden. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Bewegungen von Fahrzeugen über Bewegungsmelder erfasst werden. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorsysteme zur Identifizierung durch Erfassung von Bewegungen aktiviert werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3 dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorsysteme redundant vorhanden sind und bei Ausfall eines Sensorsystems dessen Funktion automatisch von den parallelen Sensorsystemen übernommen wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei Übereinstimmung von Nutzungszeiten und den gemeldeten Bewegungen von der Zentralstation Servicefunktionen, z.B. Beleuchtungseinrichtungen, Toröffnungen, Hinweissignale, Sprechanlagen, angesteuert werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei Abweichungen von Nutzungszeiten und den gemeldeten Bewegungen von der Zentralstation Sicherheitsfunktionen, z.B. Videoüberwachung, Torschließung, Warnmeldungen ausgelöst werden. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorsysteme auch optische Einrichtungen, z.B. Laserscanner oder Kameras, umfassen. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrzeuge zur Identifizierung mittels optischer Einrichtungen mit besonderen äußeren Merkmalen wie z.B. Bar-Code, Farbgebung, Aufdruck, Zierleisten, Marker ausgestattet sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrzeuge zur Identifizierung mit Transpondern ausgestattet sind.






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