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Dokumentenidentifikation DE102006004655A1 09.08.2007
Titel Vorrichtung zum Bewegen eines Arbeitsmittels
Anmelder KMB Produktions AG, Felben, CH
Erfinder Knobel, Guido, Warth, CH
Vertreter Dr. Weiss, Brecht, Arat, 78234 Engen
DE-Anmeldedatum 31.01.2006
DE-Aktenzeichen 102006004655
Offenlegungstag 09.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.08.2007
IPC-Hauptklasse A23G 1/20(2006.01)A, F, I, 20060131, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A23G 3/02(2006.01)A, L, I, 20060131, B, H, DE   
Zusammenfassung Bei einer Vorrichtung zum Bewegen eines Arbeitsmittels in der Lebensmittel- oder Chemieindustrie, insbesondere zum Einsetzen beim Herstellen und/oder Verändern von Confiserieprodukten, wie beispielsweise in einer Schokoladengieß- oder Schminkmaschine, soll die Bewegung des Arbeitsmittels (3) in zumindest eine Richtung (X, Y, Z) mittels einem Linearantrieb (5, 8, 15) erfolgen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bewegen eines Arbeitsmittels in der Lebensmittel- oder Chemieindustrie, insbesondere zum Einsetzen beim Herstellen und/oder Verändern von Confiserieprodukten, wie bspw. in einer Schokoladengiess- oder Schminkmaschine.

Stand der Technik

In vielen Bereichen der Lebensmittel- bzw. Chemieindustrie müssen beliebige Arbeitsmittel im Raum bewegt werden, wobei es wünschenswert ist, dass mit dem Arbeitsmittel jede beliebige Position im Raum angefahren werden kann. Nur bspw. wird auf die DE 198 11 403 A1 verwiesen, in der eine Vorrichtung zum Herstellen eines Confiserieverzehrgutes aufgezeigt ist. Dort werden Ausbringeinheiten für eine giessfähige Masse entlang einer X-, Y- und Z-Richtung bewegt, wobei dies pneumatisch, hydraulisch oder über Elektromotoren erfolgen kann.

Ein anderes Arbeitsmittel ist in der DE 297 06 282 U gezeigt, wobei dort in einem Pumpenträger eine Reihe von Pumpen angeordnet sind, mittels denen eine Füllung für eine Praline aus einem Zuführtrichter über eine Düse in eine entsprechende Form eingegeben werden kann.

Aufgabe

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung der o.g. Art zu schaffen, bei der das Bewegen des Arbeitsmittels wesentlich verbessert ist.

Lösung der Aufgabe

Zur Lösung der Aufgabe führt, dass die Bewegung des Arbeitsmittels in zumindest eine Richtung mittels eines Linearantriebs erfolgt.

Bei diesem Linearantrieb handelt es sich bevorzugt um einen speziellen Antrieb, der bislang in der Lebensmittel- oder Chemieindustrie noch keinen Eingang gefunden hat. Der Linearantrieb arbeitet induktiv mit einem Magnetfeld, das auf eine Magnetplatte an dem zu bewegenden Arbeitsmittel oder umgedreht einwirkt und diese und damit das Arbeitsmittel bewegt. Mit der Steuerung des Magnetfeldes ist ein sehr genaues und wiederholbares Anfahren einer gewünschten Position möglich. Da der Antrieb berührungslos erfolgt, gibt es keinen Abrieb, keine Schmierung od. dgl., so dass eine Verschmutzung der Umgebung ausgeschlossen ist. Dies erweist sich vor allem beim Einsatz eines derartigen Linearantriebs in der Herstellung von Confiserieprodukten als äussert vorteilhaft.

Bevorzugt sollen drei Linearantriebe vorgesehen sein, damit das Arbeitsmittel in X-, Y- und Z-Richtung bewegbar ist, so dass jede beliebige gewünschte Position im Raum angefahren werden kann.

Die Führung des Arbeitsmittels erfolgt bevorzugt über Laufschienen in Laufwagen, wobei entweder die Laufwagen entlang den Laufschienen fahren können oder aber die Laufschienen in Laufwagen kugelgelagert gleiten.

Figurenbeschreibung

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in

1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Vorrichtung zum Bewegen eines Arbeitsmittels;

2 eine Frontansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung nach 1;

3 eine Querschnitt durch die Vorrichtung gemäss 2 entlang Linie A-A Schnittlinie;

4 eine Draufsicht auf die erfindungsgemässe Vorrichtung nach 1.

Eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Bewegen eines Arbeitsmittels, wie bspw. eines Pumpenträgers 3, der in Y-Richtung verschiebbar ist, weist gemäss 1 ein Gehäuse 1 auf. Dabei ist der Pumpenträger 3 gegenüber einer Hubsäule 2 in die Richtung Y verschiebbar, was durch einen Linearantrieb 5 erfolgt. Dieser Linearantrieb 5 erzeugt induktiv ein Magnetfeld und wirkt mit einer auf der Unterseite des Pumpenträgers 3 vorhandenen Magnetplatte zusammen, so dass der Pumpenträger 3 in Richtung des Doppelpfeils Y hin und her bewegt werden kann. Dabei ist der Pumpenträger 3 mit Laufschienen 7.1 und 7.2 verbunden, über die er in Laufwagen 6 gleitet, in denen er entsprechend kugelgelagert ist.

Der Hubsäule 2 ist wiederum ein eigener Linearantrieb 8 in dem Gehäuse 1 zugeordnet, wobei hier in 1 auch eine Magnetplatte 9 an der Hupsäule 2 erkennbar ist. Diese Magnetplatte 9 liegt an der Hubsäule 2 fest.

Die Hubsäule 2 wird in Richtung des Doppelpfeils Z durch Laufschienen 10.1. und 10.2 geführt, die wiederum in Laufwagen 11 gleiten.

Die Hubsäule 2 sitzt an einem Schlitten 12, der wiederum Laufwagen 13.1. und 13.2 aufweist, die diesmal Laufschienen 14.1 und 14.2 ablaufen. Die Bewegung des Schlittens 12 in Richtung des Doppelpfeils X erfolgt wiederum durch einen Linearantrieb 15, der wie der Linearantrieb 5 bzw. der Linearantrieb 8 ausgestaltet ist.

Durch die drei Linearantriebe 5, 8 und 15 ist eine Bewegung des Pumpenträgers 3 zu jeder gewünschten Position im Raum möglich.

Bezugszeichenliste


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Bewegen eines Arbeitsmittels in der Lebensmittel- oder Chemieindustrie, insbesondere zum Einsetzen beim Herstellen und/oder Verändern von Confiserieprodukten, wie beispielsweise in einer Schokoladengiess- oder Schminkmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Arbeitsmittels (3) in zumindest eine Richtung (X, Y, Z) mittels einem Linearantrieb (5, 8, 15) erfolgt. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Arbeitsmittels (3) in die X-, Y- oder Z- Richtung mittels jeweils einem Linearantrieb (5, 8, 15) erfolgt. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Linearantrieb (5, 8, 15) zumindest eine Laufschiene (7.1, 7.2; 10.1; 10.2; 14.1, 14.2) aufweist, entlang der eine Laufwagen (13.01, 13.2) oder die entlang einem Laufwagen (6, 11) bewegbar ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Linearantrieb (5, 8, 15) induktiv mit einem Magnetfeld arbeitet, das auf eine Magnetplatte (9) wirkt.






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