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Dokumentenidentifikation DE202007005831U1 09.08.2007
Titel Fahrbare Streuanordnung für körniges Streugut
Anmelder Lehner Agrar GmbH, 89198 Westerstetten, DE
Vertreter Weber, G., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 89073 Ulm
DE-Aktenzeichen 202007005831
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 09.08.2007
Registration date 05.07.2007
Application date from patent application 20.04.2007
IPC-Hauptklasse A01C 7/08(2006.01)A, F, I, 20070420, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E01H 10/00(2006.01)A, L, I, 20070420, B, H, DE   E01C 19/20(2006.01)A, L, I, 20070420, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine fahrbare Streuanordnung für körniges Streugut.

Zum Ausbringen von körnigem Streugut mittels fahrbarer Streuanordnungen sind verschiedene Prinzipien bekannt und geläufig. Vor allem für die Streuung schmaler Bahnen sind Anordnungen bekannt, welche häufig von Hand geschoben sind, und bei welchen ein Streugutbehälter sich über die gesamte Bahnbreite erstreckt und an seiner Unterseite eine die gesamte Bahnbreite abdeckende schlitzförmige Öffnung aufweist, durch welche Streugut nach unten auf die zu bestreuende Fläche fällt. Oberhalb der schlitzförmigen Öffnung ist typischerweise eine um eine horizontale Achse drehbare Förder- und Dosiereinrichtung angeordnet, welche sich beim Fahren des Geräts dreht.

Für die Bestreuung sehr breiter Bahnen von 10 m und mehr sind Anordnungen bekannt, bei welchen Streugut von einer mittigen Einspeisung mittels Druckluft durch ein Leitungssystem auf eine breitere Ausgabeeinrichtung verteilt und ausgeblasen wird. Für große und insbesondere für mittlere Streubreiten besonders gebräuchlich sind Schleuderstreuer, bei welchen Streugut über eine untere Ausgabeöffnung eines Streugutbehälters auf eine rotierende Scheibe fällt. Die Scheibe ist mit im wesentlichen radial verlaufenden Streuschaufeln versehen, welche das Streugut in Umfangsrichtung beschleunigen, wodurch das Streugut eine Fliehkraft erfährt und radial von der Scheibe weg in einem vorgebbaren Winkel entgegen der Fahrtrichtung ausgeworfen wird.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine insbesondere für mittlere Streubahnbreiten in der Größenordnung von einigen oder wenigen Metern vorteilhafte fahrbare Streuanordnung anzugeben.

Die Erfindung ist im Anspruch 1 beschrieben. Die abhängigen Ansprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung.

Durch die mehreren röhrenförmigen Führungen und deren monoton fallendem Verlauf ergibt sich eine besonders einfache Streuanordnung, mit welcher sich bei geringem Aufwand ein über die Breite der Streubahn gewünschte, insbesondere gleichmäßige Verteilung von Streugut erzielen läßt. Durch das monotone Gefälle der röhrenfömrigen Führungen erfolgt ein Transport des Streuguts von den Eingangsöffnungen der Führungen zu deren Ausgangsöffnungen vorteilhafterweise allein unter dem Einfluss der auf das Streugut wirkenden Schwerkraft. Das Gefälle der Führungen beträgt über deren überwiegenden Verlauf wenigstens 30°, insbesondere wenigstens 40° gemessen gegen die Horizontale. Vorzugsweise sind die genannten Werte für das Gefälle der Führungen über wenigstens 75 %, insbesondere wenigstens 85 % von deren Längsverlauf zwischen den Eingangsöffnungen und den Ausgangsöffnungen gegeben. Das Gefälle der Führungen beträgt vorteilhafterweise über deren überwiegenden Verlauf weniger als 60°.

Vorteilhafterweise können unterhalb der Ausgangsöffnungen der röhrenförmigen Führungen Plattenflächen angeordnet sein, auf welche das Streugut aus den Ausgangsöffnungen auffällt und dabei quer zur Ausfallsrichtung umgelenkt wird. Die Längsrichtung der Führungen zeigt vorteilhafterweise ein Gefälle von wenigstens 75°, insbesondere wenigstens 80° gegen die Horizontale und ist in bevorzugter Ausführungsform im wesentlichen vertikal ausgerichtet. Die unter den Ausgangsöffnungen angeordneten Plattenflächen können horizontal ausgerichtet sein, sind aber vorzugsweise entgegen der Fahrtrichtung nach unten geneigt, wobei der Neigungswinkel gegen die Horizontale vorteilhafterweise zwischen 30° und 60° liegt. Die Plattenflächen können in vorteilhafterweise Weiterbildung zur Erzielung besonderer Umlenkeffekte des auf die Plattenflächen fallenden Streuguts nach oben gewölbt ausgeführt sein. Die Plattenflächen sind vorzugsweise für alle Ausgangsöffnungen gleich ausgeführt. Für besondere Verteilungen, insbesondere am seitlichen Rand der Bahnen können auch andere Formen oder Ausrichtungen der Plattenflächen vorgesehen sein.

In einer ersten Ausführung kann vorgesehen sein, dass unter jeder Ausfallöffnung eine separate solche Plattenfläche vorgesehen ist, deren untere Kante in vorteilhafter Ausführung einen bogenförmigen Verlauf aufweisen kann. Der Abstand der Plattenflächen von in senkrecht zur Fahrtrichtung verlaufender Querrichtung benachbarten Ausgangsöffnungen ist vorteilhafterweise kleiner als das 4-fache der Breite der Plattenflächen in Querrichtung.

In anderer Ausführung kann vorgesehen sein, dass die Plattenflächen unter mehreren, in Querrichtung benachbarten Ausgangsöffnungen zu einer gemeinsamen Plattenfläche zusammen gefasst sind. Insbesondere können die Plattenflächen unter allen Ausgangsöffnungen zu einer gemeinsamen, vorzugsweise quer zur Fahrtrichtung sich linear erstreckenden, geneigten Plattenfläche zusammengefasst sein.

Die Ausgangsöffnungen können in einer ersten, durch einfachen Aufbau bevorzugten Anordnung in linearer Anordnung in Querrichtung nebeneinander auf gleicher Höhe angeordnet sein. In Weiterbildungen kann auch vorgesehen sein, dass die Ausgangsöffnungen in Fahrtrichtung relativ zueinander versetzt angeordnet sein können, wobei auch eine kreisbogenförmige Anordnung vorgesehen sein kann, und/oder dass die Ausgangsöffnungen mit den Plattenflächen in unterschiedlichen Höhen angeordnet sein oder durch Verstellbarkeit angeordnet werden können. In besonderer Weiterbildung können die mehreren Ausgangsöffnungen zwei Gruppen mit jeweils wenigstens einer rohrförmigen Führung bilden, welche unter sich die vorangehend beschriebenen Merkmale besitzen, die aber durch eine größere Lücke im Bereich der Mitte der Bahn getrennt und seitlich voneinander beabstandet sind. Mit einer solchen Anordnung können beispielweise in vorteilhafter Art zwei Teilbahnen entlang von Pflanzenreihen wie z. B. Rebstockreihen an beiden Seiten gleichzeitig bestreut werden.

Für die röhrenförmigen Führungen können z. B. als Rohre oder bevorzugt zumindest über deren überwiegende Länge flexible Schläuche eingesetzt sein. Eingangsöffnungen und/oder Ausgangsöffnungen der röhrenförmigen Führungen können durch die Schlauchenden selbst oder durch Rohre, Schlauchansatzstutzen oder dergleichen gebildet sein. Die röhrenförmigen Führungen sind vorteilhafterweise zwischen ihren Eingangsöffnungen und ihren Ausgangsöffnungen im Längsverlauf durchgehend seitlich geschlossen ausgebildet. Die Schläuche sind vorzugsweise aus durchsichtigem Material.

Die Zuführeinrichtung an den Eingängen der röhrenförmigen Führungen kann in vorteilhafter Ausführungen einer unteren Behälteröffnung des Streugutbehälters diese verschließend angeordnet sein und eine Mehrzahl von Ausfallöffnungen besitzen, durch welche Streugut in die Eingangsöffnungen der Führungen fällt. Die Ausfallöffnungen sind in bevorzugter Ausführungsform kreisförmig um eine zentrale Achse gruppiert. Zur variablen Dosierung der Streudichte können die Ausfallöffnungen bzw. die Eingangsöffnungen in der Öffnungsweite veränderlich sein. In vorteilhafter Ausführung kann oberhalb der Ausfallöffnungen eine rotierende Fördereinrichtung vorgesehen sein, welche die Fläche, in der die Ausfallöffnungen ausgebildet sind, und die Ausfallöffnungen überstreicht und für eine gleichmäßige Abgabe von Streugut sorgt.

Die Erfindung ist nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Abbildungen noch veranschaulicht. Dabei zeigt:

1 eine Heckansicht auf eine erfindungsgemäße Streuanordnung an einem Fahrzeug,

2 einen vergrößerten Ausschnitt einer Ausgangsöffnung mit einer Plattenfläche,

3 eine Seitenansicht zu 2,

4 eine Heckansicht einer Streuanordnung mit einheitlicher Plattenfläche,

5 einen vergrößerten Auszug zu 4,

6 eine Draufsicht auf eine Zuführeinrichtung,

7 eine seitliche geschnittene Ansicht einer Zuführeinrichtung mit Eingangsöffnungen von Führungen.

1 zeigt in Ansicht von hinten eine an einem Fahrzeug FZ gehaltene Streuanordnung über einer von dem Fahrzeug befahrenen Bodenfläche BO. Details zur Halterung der Streuanordnung an dem Fahrzeug sind der Übersicht halber nicht mit eingezeichnet. Das Fahrzeug ist lediglich schematisch mit unterbrochenen Linien angedeutet. Die Fahrtrichtung verläuft senkrecht zur Zeichenebne. Die Querrichtung horizontal senkrecht zur Fahrtrichtung ist mit QR bezeichnet.

Die Streuanordnung enthält einen Streugutbehälter SB, an dessen Unterseite eine die untere Ausfallöffnung des Streugutbehälters in noch näher zu beschreibender Weise verschließende Zuführeinrichtung ZE angeordnet ist. Von dieser führen eine Mehrzahl rohrförmiger Führungen zumindest abschnittsweise in Form von Rohren oder vorzugsweise flexiblen Schläuchen FS zu einer Trägeranordnung TR, an welcher Ausgangsabschnitte AA der rohrförmigen Führungen, vorzugsweise in Form von Rohrabschnitten, sowie Platten PF unter den Ausfallöffnungen der einzelnen rohrförmigen Führungen gehalten sind. Streugut aus dem Streugutbehälter SB wird über die Zuführeinrichtung ZE den in 1 verdeckten Eingangsöffnungen der rohrförmigen Führungen zugeleitet. Die Führungen sind in ihrem Verlauf von den Eingangsöffnungen zu den Ausgangsöffnungen monoton fallend ausgeführt, wobei das Gefälle vorteilhafterweise zumindest über den überwiegenden Teil des Längsverlaufs der Führungen, insbesondere über wenigstens 75 %, insbesondere wenigstens 85 % des Längsverlaufs wenigstens 30°, insbesondere wenigstens 40° gegen die Horizontale beträgt. Das Gefälle beträgt andererseits vorteilhafterweise über den überwiegenden Verlauf der rohrförmigen Führungen weniger als 60° gegen die Horizontale. Die 1 ist zum einen nicht als maßstäblich zu verstehen, zum anderen erscheinen durch die Perspektive die Gefälle der einzelnen Führungen in den Schläuchen FS stärker als im tatsächlichen räumlichen Verlauf der Schläuche FS, welche typischerweise von der Zuführungseinrichtung ZE aus auch nach hinten entgegen der Fahrtrichtung geführt sind. Durch das monotone Gefälle der Führungen fällt das den Eingangsöffnungen der Führungen zugeleitete Streugut entlang der Führungen unter Schwerkrafteinfluss durch die Führungen zu deren Ausgangsöffnungen. Die Ausrichtung der Ausgangsabschnitte AA ist vorzugsweise im wesentlichen vertikal, so dass das Streugut im letzten Abschnitt der Führungen frei fällt. Unterhalb der Ausgangsöffnungen der Führungen sind Plattenflächen PF angeordnet, auf welche das Streugut fällt.

In 2 ist ein vergrößerter Ausschnitt eines Endabschnittes einer rohrförmigen Führung dargestellt. Das Ende eines flexiblen Schlauchs FS ist auf einen Ausgangsabschnitt AA in Form z. B. eines Rohrstutzens aufgesteckt und kann dort zusätzlich mittels bekannter, in 2 nicht mit eingezeichneter Mittel festgeklemmt sein. Der Ausgangsabschnitt AA ist vorteilhafterweise mit einem vertikalen Schenkel BV eines abgewinkelten Bleches WB verbunden, beispielsweise mit diesem verschweißt und das Winkelblech WB ist über Befestigungselemente BE an einem quer zur Fahrtrichtung verlaufenden Träger TR befestigt. Der untere Abschnitt des abgewinkelten Bleches mit einer Plattenfläche PF ist entgegen der Fahrtrichtung FR nach hinten gerichtet und befindet sich in Ausfallrichtung AR des Ausgangsabschnitts AA vertikal unterhalb der Ausfallöffnung AO und Streugut SG fällt aus dem Ausgangsabschnitt AA unter Schwerkrafteinfluss auf die Plattenfläche PF. Das durch den Fall beschleunigte Streugut wird beim Aufprall auf die Plattenfläche PF umgelenkt und verteilt sich seitlich in mehrere Richtungen, so dass durch die Plattenfläche PF eine gegenüber dem Querschnitt der Ausfallöffnung AO verbreiterte Streuung des Streuguts eintritt.

3 zeigt den Ausschnitt nach 2 mit Blickrichtung in Längsrichtung des Trägers TR, d. h. horizontal quer zur Fahrtrichtung des Fahrzeugs. Aus 3 ist noch deutlicher ersichtlich, dass die Plattenfläche PF einen Winkel NW gegen die Horizontale bildet. Der Winkel NW liegt vorteilhafterweise zwischen 0° und 60°, vorzugsweise zwischen 30° und 60°.

Die Plattenfläche PF kann in einer Weiterbildung auch nach oben gewölbt sein, d. h. gegenüber der Plattenmitte nach beiden Seiten und nach hinten fallende Flächenabschnitte zu den Kanten hin aufweisen. Die von dem Träger weg weisende Kante der Plattenfläche PF bildet vorteilhafterweise einen Bogen.

Der Abstand von in Querrichtung QR benachbarten Plattenflächen PF ist vorzugsweise kleiner als das 4-fache der Breite der Plattenflächen PF, d. h. der Erstreckung der Plattenflächen in Querrichtung QR.

In 4 ist eine Ausführungsform wiederum in Ansicht von hinten skizziert, bei welcher eine größere Anzahl von rohrförmigen Führungen FS von der Zuführeinrichtung ZE weg führt. Wie in 1 verlaufen die einzelnen Führungen seitlich divergierend und monoton fallend zwischen den Eingangsöffnungen bei der Zuführeinrichtung ZE und den Ausgangsöffnungen der rohrförmigen Führungen.

In dem Beispiel nach 4 sind unterhalb der Ausgangsöffnungen der rohrförmigen Führungen nicht einzelne Plattenflächen PF vorgesehen, sondern es ist eine für alle Ausgangsöffnungen der Führungsschläuche FS bzw. gegebenenfalls an diesen anschließenden Ausgangsabschnitten gemeinsame Plattenfläche PFG vorgesehen. Die gemeinsame Plattenfläche PFG kann beispielsweise Teil einer mehrfach abgekanteten Schiene SC sein, an welcher auch Klemmkörper SK zum Erfassen der unteren Enden der Führungsschläuche FS befestigt sind und die ihrerseits zur Verbindung mit einem Tragrahmen der Streuanordnung dient. In 5 ist ein vergrößerter Ausschnitt aus einer solchen Schiene SC mit zwei Klemmkörpern SK für die Enden zweier Schläuche FS dargestellt. Die Ausfallöffnungen AO der Führungen befinden sich vertikal oberhalb der Plattenfläche PFG. Für deren Geometrie gelten die Ausführungen zu 2 und 3 entsprechend, d. h. insbesondere die Neigung der Plattenfläche nach hinten mit einem Neigungswinkel NW gegen die Horizontale.

6 zeigt in Draufsicht eine Zuführeinrichtung ZE und in 7 einen Schnitt entlang einer gekrümmten Schnittfläche durch drei Eingangsöffnungen EO einer Verteileinrichtung.

Die Zuführeinrichtung ZE ist an einer unteren Öffnung UO des Streugutbehälters SB angeordnet, beispielsweise angeschraubt und verschließt diese untere Öffnung des Streugutbehälters, beispielsweise mittels eines Plattenkörpers ZP. In dem Plattenkörper ZP sind mehrere Öffnungen PO ausgebildet, in welche Eingangsabschnitte EA der rohrförmigen Führungen eingesetzt, beispielsweise eingepresst oder angeschweißt sind. Die Eingangsabschnitte EA bilden vertikal dem Streugutbehälter zuweisend die Eingangsöffnungen EO der rohrförmigen Führungen und dienen als Schlauchanschlussstutzen für Schläuche FS. In der Skizze nach 6 ist angedeutet, dass die lichte Weite der Eingangsöffnungen EO durch Blenden BS einer in Richtung VB verstellbaren Schieberplatte veränderlich einstellbar sein können. In 7 ist diese Einstellmöglichkeit, welche nicht zwingend ist, der Übersichtlichkeit halber nicht mit eingetragen. Um ein Festsetzen des Streuguts oberhalb der Zuführeinrichtung zu vermeiden und eine gleichmäßige Zuführung von Streugut aus dem Streugutbehälter in die Eingangsöffnungen EO zu erzielen, kann vorteilhafterweise über der Fläche, in welcher die Plattenöffnungen PO ausgebildet sind, eine bewegte Fördereinrichtung vorgesehen sein, welche in 6 und 7 als um eine Rotationsachse RA drehbare Vorrichtung mit zwei radial abstehenden Armen RF dargestellt ist. Die Fördereinrichtung ist durch einen nicht mit dargestellten Motor, welcher beispielsweise in dem von den Eingangsabschnitten EA umgebenen Raum untergebracht sein kann, angetrieben. Die Drehrichtung der Fördereinrichtung ist in 6 mit dem Bogenpfeil DR angedeutet.

Die Plattenöffnungen PO bzw. die Eingangsöffnungen EO sind vorteilhafterweise mit gleichmäßigem gegenseitigem Winkelversatz um die Rotationsachse RA in der Plattenfläche des Plattenkörpers ZP angeordnet. Durch die Verwendung von flexiblen Schläuchen als Teil der rohrförmigen Führungen ist ein Übergang von einer solchen kreisförmigen Anordnung der Eingangsabschnitte EA zu einer in Querrichtung verlaufenden linearen Anordnung der Ausgangsabschnitte AA problemlos möglich.

Die vorstehend und die in den Ansprüchen angegebenen sowie die den Abbildungen entnehmbaren Merkmale sind sowohl einzeln als auch in verschiedener Kombination vorteilhaft realisierbar. Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern im Rahmen fachmännischen Könnens in mancherlei Weise abwandelbar.


Anspruch[de]
Fahrbare Streuanordnung für körniges Streugut mit einem Vorratsbehälter mit einer Verteilereinrichtung, welche mit Streugut aus dem Streugutbehälter beaufschlagbar ist und das Streugut auf eine Bahn verteilt, deren Breite größer ist als die Breite der Ausfallöffnung, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilereinrichtung eine Mehrzahl von röhrenförmigen Führungen mit Eingangsöffnungen und Ausgangsöffnungen umfasst, wobei die Eingangsöffnungen über eine Zuführeinrichtung mit Streugut verbunden sind und die Führungen von dieser zu den Ausgängen seitlich divergierend und monoton fallend verlaufen. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefälle in den Führungen über deren überwiegenden Verlauf wenigstens 30°, insbesondere wenigstens 40° gegen die Horizontale beträgt. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefälle in den Führungen über deren überwiegenden Verlauf geringer ist als 60°. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen in Endabschnitten vor den Ausgangsöffnungen in ein Gefälle von wenigstens 75°, insbesondere wenigstens 80° gegen die Horizontale übergehen. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Ausgangsöffnungen der Führungen Plattenflächen angeordnet sind. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattenflächen entgegen der Fahrtrichtung nach unten geneigt sind. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung der Plattenflächen zwischen 30° und 60° gegen die Horizontale beträgt. Anordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattenflächen nach oben aufgewölbt sind. Anordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der seitliche freie Abstand der Plattenflächen geringer ist als das 4-fache der seitlichen Breite der Plattenflächen. Anordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass für mehrere oder alle Ausgangsöffnungen eine gemeinsame, in seitlicher Richtung durchgehende Plattenfläche vorgesehen ist. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die röhrenförmigen Führungen zumindest über ihre überwiegende Länge durch flexible Schläuche gebildet sind. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen zwischen ihren Eingangsöffnungen und ihren Ausgangsöffnungen geschlossen durchgehend ausgebildet sind. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung mehrere Ausfallöffnungen an einem unteren Behälterende enthält. Anordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungsweite der Ausfallöffnungen verstellbar ist.






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