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Dokumentenidentifikation DE60215438T2 09.08.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001308816
Titel Flüssigkeitsdruckregler mit Bypass
Anmelder Illinois Tool Works Inc., Cook County, Ill., US
Erfinder Diana, Michael J., Orion, Michigan 48359, US;
Hamilton, David L., South Lyon, Michigan 48178, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 60215438
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 31.08.2002
EP-Aktenzeichen 020195012
EP-Offenlegungsdatum 07.05.2003
EP date of grant 18.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.08.2007
IPC-Hauptklasse G05D 7/01(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse G05D 16/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B05B 9/03(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft Systeme zur Regelung von Fluiddruck. Sie werden in Zusammenhang mit einem Fluiddruckregler für ein System zur Abgabe von Fluidbeschichtungsmaterialien offenbart, aber es wird angenommen, dass sie auch in anderen Anwendungen nützlich sind.

Hintergrund der Erfindung

Fluiddruckregleranordnungen für Systeme zur Abgabe von Kraftfahrzeug- und industriellem Beschichtungsmaterial sind bekannt. Es gibt zum Beispiel die in den US-PS: Re. 32,151; 2,583,664; 2,806,481; 3,045,691; 3,053,461; 3,150,675; 3,326,228; 3,433,262; 3,828,807; 4,148,932; 4,311,724; 4,348,425; 4,362,124; 4,592,305; 4,660,597 und 4,828,218 dargestellten Systeme.

Die Schrift US 4,400,147 offenbart einen Fluiddruckregler mit einem Regleranordnungskörper, einem Fluideintrittsdurchgang, einem Fluidaustrittsdurchgang, einer Bypassventilanordnung, die in einem Gehäuse des Regleranordnungskörpers vorgesehen ist, einem sich von Fluideintrittsdurchgang zum Gehäuse erstreckenden ersten Bypassdurchgang und einem sich von dem Gehäuse zum Fluidaustrittsdurchgang erstreckenden zweiten Bypassdurchgang. Bei der herkömmlichen Fluiddruckregleranordnung ist die Bypassventilanordnung dazu ausgeführt und geeignet, einen Fluidstrom vom Fluideintrittsdurchgang durch den ersten und zweiten Bypassdurchgang zum Fluidaustrittsdurchgang als Reaktion auf ein an die Bypassventilanordnung gekoppeltes Bypasssteuersignal zu steuern.

Die Schriften DE 10 0299 28 A1 und US 4,953,403 A offenbaren herkömmliche Zahnradpumpenanordnungen ähnlicher Art wie die Schrift US 4,400,147. Die Schriften US 5,762,086 und US 5,787,925 offenbaren herkömmliche Druckregleranordnungen.

Wann immer es erforderlich oder wünschenswert ist, die Fluidversorgungsleitungen zu und von solch einem Fluiddruckregler zu spülen, wird in der Regel der Steuerfluiddruck, zum Beispiel der Druck von Druckluft, der einer Steueröffnung des Reglers zugeführt wird, wesentlich erhöht, wodurch der Druck des Spülfluids, in der Regel ein Lösungsmittel, das zum Spülen der Fluidversorgungsleitungen verwendet wird, erhöht wird. Dazu kommt es bei einer Abgabeeinstellung für industrielles oder Kraftfahrzeug-Beschichtungsmaterial, zum Beispiel dann, wenn die Farbe oder die Art des durch den Fluiddruckregler abzugebenden Beschichtungsmaterials geändert werden soll. Durch Erhöhung des Drucks des durch die Leitungen strömenden Lösungsmittels wird die Geschwindigkeit erhöht, mit der der Kreislauf zwischen einer Versorgung des Lösungsmittels und einer Vorrichtung, die das Fluid abgibt, dessen Druck geregelt wird, gespült und gereinigt und zur Abgabe eines anderen Fluids fertiggemacht, dessen Druck geregelt werden soll, zum Beispiel ein Beschichtungsmaterial einer anderen Farbe oder Art. Dadurch wird wiederum der Farbwechselzyklus zwischen Zeiten, wenn Artikel nicht mehr mit einer Farbe vor dem Farbwechsel beschichtet werden und wenn begonnen wird, sie mit einer Farbe nach dem Farbwechsel zu beschichten, verkürzt.

Nach mehreren Farbwechselzyklen verschlechtern sich die Komponenten des Reglers und der Regler muss gewartet werden. Die Zeit zwischen Wartungsarbeiten könnte verlängert werden, wenn es nicht erforderlich wäre, den Regler mit solch einem hohen Steuerfluiddruck zu beaufschlagen, um den erforderlichen Lösungsmittelfluss durch die Fluidversorgungsleitungen und den Regler beim Lösungsmittelspülen zu erhalten.

Offenbarung der Erfindung

Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung enthält eine Fluiddruckregleranordnung einen Körper mit einer ersten Fläche und einer zweiten Fläche, die allgemein parallel zur ersten Fläche verläuft, und einer dritten Fläche, die allgemein senkrecht zur ersten und zweiten Fläche verläuft. Ein erster Durchgang erstreckt sich von einer in der ersten Fläche vorgesehenen ersten Öffnung zu einer in der dritten Fläche vorgesehenen zweiten Öffnung. Ein zweiter Durchgang erstreckt sich von einer in der dritten Fläche vorgesehenen dritten Öffnung zu einer in der zweiten Fläche vorgesehenen vierten Öffnung. Ein Druckregler enthält eine fünfte Steueröffnung zum Empfang eines Fluiddrucksignals, eine mit der zweiten Öffnung in Strömungsverbindung stehende sechste Öffnung und eine mit der dritten Öffnung in Strömungsverbindung stehende siebte Öffnung zur Steuerung des Drucks des von der zweiten Öffnung zur dritten Öffnung strömenden Fluids, wodurch der Druck des von der ersten Öffnung zur vierten Öffnung strömenden Fluids gesteuert wird.

Beispielsweise weist der Körper gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung die allgemeine Form eines rechtwinkligen Prismas auf.

Weiterhin enthält der Durchgang gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung beispielsweise eine allgemein rechtwinklige Kurve.

Darüber hinaus enthält der zweite Durchgang gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung beispielsweise eine allgemein rechtwinklige Kurve.

Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung enthält der zweite Durchgang beispielsweise eine allgemein rechtwinklige Kurve.

Weiterhin enthält der Fluiddruckregler gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung beispielsweise ein Bypassventil. Der Körper enthält ein Gehäuse für das Bypassventil. Ein dritter Durchgang erstreckt sich vom ersten Durchgang zum Gehäuse, und ein vierter Durchgang erstreckt sich vom Gehäuse zum zweiten Durchgang. Das Bypassventil steuert die Strömung vom ersten Durchgang durch den dritten Durchgang und den vierten Durchgang zum zweiten Durchgang als Reaktion auf ein an das Bypassventil gekoppeltes Bypasssteuersignal.

Darüber hinaus enthält der Körper gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung einen fünften Durchgang, der sich vom Gehäuse zur ersten, zweiten oder dritten Fläche erstreckt.

Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung enthält das Bypassventil ein bewegliches Ventilglied und einen Sitz. Das bewegliche Glied und der Sitz weisen eine erste relative Ausrichtung auf, um das Bypassventil zu schließen, und eine zweite relative Ausrichtung, um das Bypassventil zu öffnen. Weiterhin enthält die Vorrichtung eine an das bewegliche Glied gekoppelte Anzeige, die sichtbar ist, wenn sich das bewegliche Glied in der ersten oder zweiten Ausrichtung befindet, um den Zustand des Bypassventils anzuzeigen.

Weiterhin enthält der Fluidregler gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung beispielsweise eine erste Komponente zur Bereitstellung eines Fluidstroms zur Fluiddruckregleranordnung und eine zweite Komponente zur Aufnahme eines Fluidstroms von der Fluiddruckregleranordnung. Die erste Komponente enthält eine Ausgangsöffnung mit einer komplementären Konfiguration zur ersten Öffnung, und die zweite Komponente enthält eine Eingangsöffnung mit einer komplementären Konfiguration zur vierten Öffnung. Weiterhin enthält der Fluidregler Mittel zum Halten der ersten Komponente und der Druckregleranordnung in einer Ausrichtung, in der die Ausgangsöffnung und die erste Öffnung in fluiddichtem Eingriff gekoppelt sind, und der zweiten Komponente und der Druckregleranordnung in einer Ausrichtung, in der die Eingangsöffnung und die vierte Öffnung in fluiddichtem Eingriff gekoppelt sind.

Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung enthält eine Fluiddruckregleranordnung einen Körper mit einem sich von einer ersten Öffnung zu einer zweiten Öffnung erstreckenden ersten Durchgang und einem sich von einer dritten Öffnung zu einer vierten Öffnung erstreckenden zweiten Durchgang. Ein Druckregler ist zwischen der zweiten und der dritten Öffnung gekoppelt, um den Druck von von der zweiten Öffnung zur dritten Öffnung strömendem Fluid zu steuern. Weiterhin enthält die Regleranordnung ein Bypassventil und enthält der Körper ein Gehäuse für das Bypassventil. Ein dritter Durchgang erstreckt sich vom ersten Durchgang zum Gehäuse, und ein vierter Durchgang erstreckt sich vom Gehäuse zum zweiten Durchgang. Das Bypassventil steuert die Strömung vom ersten Durchgang durch den dritten Durchgang und den vierten Durchgang zum zweiten Durchgang als Reaktion auf ein an das Bypassventil gekoppeltes Bypasssteuersignal.

Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung enthält die Fluidregleranordnung einen Anordnungskörper, der einen Fluideintrittsdurchgang und einen Fluidaustrittsdurchgang, ein mit dem Fluideintritts- und -austrittsdurchgang in Verbindung stehendes Bypassventil und einen Reglerbefestigungsteil, der eine Fluideintrittsdurchgangsaustrittsöffnung und eine Fluideintrittsdurchgangseintrittsöffnung enthält. Ein Fluidregler enthält einen Reglerkörper, der eine innere Kammer mit einer Membran enthält, die die Kammer in einen Regelfluidteil und einen Teil für geregeltes Fluid trennt. Der Reglerkörper weist eine Regelfluidöffnung in Verbindung mit dem Teil für geregeltes Fluid auf, um ein Regelfluiddrucksignal aufzunehmen. Der Reglerkörper weist einen Einlass für geregeltes Fluid und einen Auslass für geregeltes Fluid in Verbindung mit dem Teil für geregeltes Fluid auf. Der Regelfluideinlass ist an eine Regelfluidquelle gekoppelt. Der Einlass für geregeltes Fluid ist an den Fluideintrittsdurchgang gekoppelt, und der Auslass für geregeltes Fluid ist an den Fluidaustrittsdurchgang gekoppelt.

Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung weist das Bypassventil beispielsweise eine erste Ausrichtung auf, in der es Fluidstrom von dem Fluideintrittsdurchgang zum Fluidaustrittsdurchgang sperrt, und eine zweite Ausrichtung, in der es Fluidstrom von dem Fluideintrittsdurchgang zum Fluidaustrittsdurchgang nicht sperrt.

Darüber hinaus ist das Bypassventil gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung beispielsweise an eine Bypasssignalquelle gekoppelt, um von der Bypasssignalquelle ein Bypasssignal zur Bewegung des Ventils zwischen der ersten und der zweiten Ausrichtung zu erhalten.

Weiterhin enthält die Fluiddruckregleranordnung gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung beispielsweise eine Dichtung zur Verhinderung von Fluidstrom um das Bypassventil herum und einen sich zwischen einer Fläche des Anordnungskörpers und dem Bypassventil erstreckenden Lüftungsdurchgang, um anzuzeigen, wann die Dichtung leckt.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird eine Bypassstruktur für einen Fluiddruckregler jener Art bereitgestellt, die eine Reglereinlassöffnung und eine Reglerauslassöffnung, die im Regler in Verbindung stehen, aufweist. Die Bypassstruktur enthält einen Körper mit einem Fluideintrittsdurchgang, einem Fluidaustrittsdurchgang und einem sich zwischen dem Eintritts- und Austrittsdurchgang erstreckenden Bypassdurchgang. Ein Bypassventil ist im Bypassdurchgang angeordnet und zwischen einer ersten Position zum Sperren von Fluidstrom durch den Bypassdurchgang und einer zweiten Position zum Gestatten von Fluidstrom durch den Bypassdurchgang beweglich.

Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung enthält die Bypassstruktur beispielsweise einen Steuersignaldurchgang, der mit dem Bypassventil in Verbindung steht. Ein Bypasssignal ist an den Steuersignaldurchgang gekoppelt, um das Bypassventil zwischen der ersten und der zweiten Position zu bewegen.

Weiterhin enthält das Bypassventil gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung beispielsweise ein Bypassventilglied und einen Sitz. Das Bypassventilglied und der Sitz sind bezüglich einander beweglich, um das Bypassventil zwischen der ersten Position und der zweiten Position zu bewegen. Eine Markierung ist an das Bypassventilglied gekoppelt, um die Position des Bypassventils anzuzeigen.

Darüber hinaus enthält die Bypassstruktur gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung beispielsweise eine Dichtung zur Verhinderung von Fluidstrom um das Bypassventil herum. Ein Lüftungsdurchgang erstreckt sich zwischen einer Fläche des Körpers und dem Bypassventil, um anzuzeigen, wann die Dichtung leckt.

Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung enthält die Bypassstruktur beispielsweise eine erste Komponente zur Bereitstellung eines Fluidstroms zur Bypassstruktur und eine zweite Komponente zur Aufnahme eines Fluidstroms von der Bypassstruktur. Der Eintrittsdurchgang enthält eine erste Öffnung und der Austrittsdurchgang enthält eine zweite Öffnung. Die erste Komponente enthält eine Ausgangsöffnung mit einer komplementären Konfiguration zur ersten Öffnung. Die zweite Komponente enthält eine Eingangsöffnung mit einer komplementären Konfiguration zur zweiten Öffnung. Die Bypassstruktur enthält Mittel zum Halten der Ausgangsöffnung und der ersten Öffnung in fluiddichtem Eingriff und zum Halten der Eingangsöffnung und der zweiten Öffnung in fluiddichtem Eingriff.

Gemäß noch einer anderen Ausgestaltung der Erfindung enthält eine Fluidregleranordnung einen Druckregler und einen Körper. Der Körper enthält einen Fluideintrittsdurchgang, der Fluid aus einer Fluidversorgungsquelle zu dem Druckregler leitet, und einen Fluidaustrittsdurchgang, der Fluid aus dem Druckregler zu einer Austrittsöffnung leitet. Die Fluidregleranordnung enthält ein Mittel zum Umleiten eines Teils des Fluids von dem Druckregler.

Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung weist das Umleitmittel beispielsweise einen ersten Zustand, in dem der Fluidstrom durch das Umleitmittel gesperrt wird, und einen zweiten Zustand, in dem Fluidstrom durch das Umleitmittel gestattet wird, auf.

Darüber hinaus enthält die Fluidregleranordnung gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung beispielsweise ein Mittel zur Signalisierung des Umleitmittels, zwischen dem ersten und dem zweiten Zustand zu wechseln.

Weiterhin enthält die Fluidregleranordnung gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung beispielsweise ein Mittel zur Anzeige des Zustands des Umleitmittels.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung wird durch Bezugnahme auf die folgende ausführliche Beschreibung und die beigefügten Zeichnungen, die die Erfindung veranschaulichen, am besten verständlich. In den Zeichnungen zeigen:

1 eine fragmentarische Draufsicht einer Fluiddruckregleranordnung gemäß der vorliegenden Erfindung, die zwischen anderen Komponenten angeordnet ist, mit denen sie verwendet werden kann;

2 eine Querschnittsansicht der in 1 gezeigten Fluiddruckregleranordnung allgemein entlang den Schnittlinien 2-2 von 1;

3 eine Querschnittsansicht der in den 12 dargestellten Fluiddruckregleranordnung allgemein entlang den Schnittlinien 3, 5-3, 5 von 1;

4 eine auseinander gezogene Querschnittsansicht bestimmter Details der in den 13 gezeigten Druckregleranordnung;

5 eine vergrößerte Schnittansicht bestimmter Details der in 3 gezeigten Druckregleranordnung; und

6 eine perspektivische Durchsicht bestimmter Details des in den 13 dargestellten Druckreglers.

Ausführliche Beschreibung einer beispielhaften Ausführungsform

Die Fluidregleranordnung 20 enthält eine Fluidreglerkörperanordnung 22 (2, 3 und 5) und einen Fluiddruckregler 24 (13). Die Fluidreglerkörperanordnung 22 enthält einen Körper 26, der die allgemeine Form eines rechtwinkligen Prismas aufweist (2, 3, 5 und 6) mit einander gegenüberliegenden Seitenwänden 28, 30, einer Oberwand 32 und einer Unterwand 34, die einander gegenüberliegen, und einander gegenüberliegenden Endwänden 36, 38, die jeweils rechtwinklig sind. Jede der einander gegenüberliegenden Seitenwände 28, 30enthält zwei sich in Längsrichtung erstreckende, beabstandete, parallele Nuten 40 (2), die die Montage der Anordnung 20 an einem Farbwechsler, wie zum Beispiel dem von der Firma ITW Automotive Finishing Group, 48152 West Road, Wixom, Michigan 48393, erhältlichen ITW Ransburg, Modell MCV, Farbwechslerbaureihe 78011, unterstützen.

Bei einem Farbwechsler der im 78011-XX-Wartungshandbuch der ITW Ransburg Electrostatic Systems MCV-Baureihe, Modular Color Changer-Modell(e) beschriebenen Art, ist die Fluidregleranordnung 20 in der Regel zwischen einer Zwei-, Vier- oder Acht-Farben-Blockanordnung 39 und einer Strömungsmesserblockanordnung 41 ausgerichtet, die beide in 1 schematisch dargestellt sind. Jede Nut 40 weist eine etwas umgekehrt T-förmige Konfiguration quer zu ihrer Längserstreckung auf.

Der Fluidreglerkörper 26 enthält einen im Wesentlichen rechtwinkligen Fluideintrittsdurchgang 42 (2 und 6) mit einer Eintrittsöffnung 44 an der Seitenwand 28 zwischen den Nuten 40 und eine Austrittsöffnung 46 ungefähr in der Mitte der Oberwand 32. Der Fluidreglerkörper 26 enthält des Weiteren einen im Wesentlichen rechtwinkligen Austrittsdurchgang 48 für geregeltes Fluid mit einer Eintrittsöffnung 50, die von der Mitte der Oberwand 32 versetzt ist, und einer Austrittsöffnung 52 an der Seitenwand 30 zwischen den Nuten 40. Weiterhin enthält der Fluidreglerkörper 26 einen Durchgang 54 (3, 5 und 6) zur Aufnahme einer Bypassventilanordnung 56.

Der Bypassdurchgang 54 enthält eine Öffnung 57 in der Endwand 36 und erstreckt sich von der Öffnung 57 nach innen und schneidet den Fluideintrittsdurchgang 42 ungefähr am rechten Winkel 58 im Durchgang 42. Des Weiteren enthält der Fluidreglerkörper 26 einen sich schräg erstreckenden Bypassdurchgang 60, der den Bypassdurchgang 54 und den Austrittsdurchgang 48 für geregeltes Fluid ungefähr am rechten Winkel 62 im Durchgang 48 schneidet. Schließlich enthält der Fluidreglerkörper 26 einen Durchgang 64 zur Einleitung eines Steuerfluidsignals, beispielsweise eines Druckluft-Bypasssignals, in die Bypassventilanordnung 56, um einen Teil des Fluids am Regler 24 vorbeizuleiten, und einen Lüftungsdurchgang 66 zum Lüften von geregeltem Fluid, um anzuzeigen, dass eine Dichtung (Dichtungen) in der Bypassventilanordnung 56 leckt (lecken), wodurch angezeigt wird, dass die Bypassventilanordnung gewartet werden muss. Die Durchgänge 64, 66 erstrecken sich von der Oberwand 32 und schneiden den Durchgang 54.

Der Fluiddruckregler 24 enthält einen geraden kreiszylindrischen Körper 70 (14) mit einem sich radial erstreckenden Flansch 72 neben seiner Endwand 74. Der Körper 70 enthält einen Durchgang 76, der eine Öffnung 78 aufweist, die allgemein mittig an der Endwand 74 ausgebildet ist, um Fluid, in diesem Beispiel flüssiges Beschichtungsmaterial, einzulassen, dessen Druck geregelt werden soll. Des Weiteren enthält der Körper 70 einen Durchgang 80, der eine Öffnung 82 aufweist, die von der Mitte der Endwand 74 versetzt ist, um Fluid auszulassen, dessen Druck durch die Wirkung des Reglers 24 geregelt werden soll. Eine Auslassöffnung 83 am anderen Ende des Durchgangs 80 führt (einer Vorrichtung) Vorrichtungen zur Zerstäubung und Abgabe von Beschichtungsmaterial Fluid auf geregeltem Druck zu.

Das andere Ende 84 des Körpers 70 ist durch eine Gewindekappe 86 geschlossen, die das an der Innenwand eines Flansches 90 neben dem Ende 84 vorgesehene Gewinde 88 in Eingriff nimmt. Die Kappe 86 enthält eine mittlere Öffnung 92 für ein Steuerfluiddrucksignal, in diesem Beispiel ein Druckluftsignal auf einem Druck, der dazu ausreicht, den gewünschten Ausgangsdruck des Beschichtungsmaterials an der Öffnung 52 bereitzustellen. Nach ihrem Zusammenbau definieren der Körper 70 und die Kappe 86 einen Hohlraum, der durch eine Membran 94 (23) in eine Regelfluid(hier Druckluft-)Kammer 96 und eine Kammer 98 für geregeltes Fluid, hier flüssiges Beschichtungsmaterial, unterteilt ist.

Das an die Öffnung 92 angelegte Signal wird durch Öffnungen in einem Stützenabstandsstück 99 an die Kammer 96 angelegt. Die Membran 94 besteht aus einem elastischen Material, das gegenüber dem Regelfluid und dem geregelten Fluid relativ inert ist. Die Membran 94 enthält eine Regelfluidseitenstütze 100 und eine Stütze 102 auf der Seite des geregelten Fluids, die durch eine Schraube 104 miteinander verbunden sind, welche sich durch Öffnungen in beiden Stützen 100, 102 und in der Membran 94 erstreckt. Die Membran 94 und das Abstandsstück 99 sind zwischen dem Körper 70 und der Kappe 86 festgeklemmt, wenn der Körper 70 und die Kappe 86, mit dem Umfang der Membran 94 und des Abstandsstücks 99 zwischen ihnen ausgerichtet, zusammenmontiert sind. Das Ende 106 der Schraube 104 ragt in Arbeitsbeziehung mit einem Ventilverschluss 108 des Ventils 110 vor. Der Ventilverschluss 108 des Ventils 110 wird normalerweise durch eine Feder 112 gegen einen Sitz 114 vorgespannt, um einen Rückstrom des Fluids mit geregeltem Druck aus der Kammer 98 in die Öffnung 46 zu verhindern. Die Ausgabe des Reglers 24 ist somit das Fluid mit dem geregelten Druck, der durch den Regelfluiddruck an der Öffnung 92 bestimmt wird und allgemein ungefähr innerhalb von einem Pfund pro Quadroitzell (lb/in2, 6,895 × 103 Nt/m2 in MKS-Einheiten) des pneumatischen Signals an der Öffnung 92 liegt.

Die Fluidreglerkörperanordnung 22 und der Fluiddruckregler 24 sind durch eine Fluidregleroberplatte 120 (13) miteinander verbunden, die eine mittlere Öffnung 122 aufweist, welche groß genug ist, den Körper 70 aufzunehmen, aber nicht groß genug ist, den Flansch 72 durchzulassen, so dass der Flansch 72 zwischen der Platte 120 und der Oberwand 32 ergriffen wird, wenn die Platte 120 auf dem Fluiddruckregler 24 angeordnet und durch zum Beispiel die Kappenschrauben 124 an der Fluidreglerkörperanordnung 22 befestigt wird. Geeignete Strömungskupplungen 126 (23) werden vor diesem Montageschritt in den Öffnungen 46 und 50 angeordnet, um die Ausrichtung der Öffnungen 46, 78 und 82, 50 zu unterstützen. Es können nach Bedarf geeignete O-Ring-Dichtungen an den Kupplungen 126 und in den Öffnungen 44, 46, 50, 52, 78, 82, 83, 92 und Sitzen 114, 146 vorgesehen werden. Die Platte 120 enthält einen Durchgang 128 (1), der mit dem Durchgang 64 in Verbindung steht, um zu gestatten, dass das Steuersignal des Bypassventils 56 von einer Quelle dieses Signal bis zum Bypassventil 56 passiert. Des Weiteren enthält die Platte 120 einen Durchgang 129, der mit dem Durchgang 66 in Verbindung steht, um die Erfassung von Beschichtungsmaterial, das durch die Dichtung 131 an der Ventilanordnung 56 leckt, zu gestatten.

Nunmehr auf die Bypassventilanordnung 56 Bezug nehmend, enthält diese einen Ventilkörper 130 (3 und 5), der einen Zylinder 132 definiert. Ein Ventilkolben 134 wird durch einen Verschluss 136 im Zylinder 132 erfasst, wobei der Verschluss durch zum Beispiel die Kappenschrauben 138 mit dem Ventilkörper 130 verbunden ist. Eine zwischen dem Verschluss 136 und dem Kolben 134 aufgenommene Feder drückt den Kolben 134 von dem Verschluss 136 weg. Der Kolben 134 enthält eine Buchse 140 zur Aufnahme eines Endes 142 eines Ventilverschlusses oder einer Nadel 144. Ein Ventilsitz 146, der eine komplementäre Sitzfläche 148 zu einer Fläche 150 des anderen Endes der Nadel 144 aufweist, ist am Ende des Durchgangs 54 neben seinem Schnittpunkt mit dem Durchgang 42 ausgerichtet, so dass die Position der Nadel 144 von dem Sitz 146 weg oder gegen ihn bestimmt, ob Fluid durch die Durchgänge 54, 60 zwischen den Öffnungen 44, 52 strömt oder nicht oder stattdessen durch den Regler 24 strömen muss, um von Öffnung 44 zu Öffnung 52 zu gelangen.

Der Zylinder 132 ist über im Zylinder 132 über dem Kolben 134 vorgesehene Öffnungen 152 mit dem Durchgang 64 verbunden. Die Position des Ventils 56, das heißt, ob es an der Öffnung 44 eingeleitetes Fluid zur Öffnung 52 vorbeileitet oder ob sämtliches an der Öffnung 44 eingeleitetes Fluid durch den Regler 24 strömt, um zu Öffnung 52 zu gelangen, wird durch eine am Kolben 134 vorgesehene Markierung 153 visuell angezeigt. Wenn die Markierung 153 durch eine Öffnung 154 im Ende des Verschlusses 136 ragt, leitet das Ventil 56 Fluid vorbei. Wenn sie nicht durch die Öffnung ragt, dann ist das Bypassventil 56 geschlossen und sämtliches aus der Öffnung 52 austretendes Fluid wird durch den Regler 24 geregelt.

Ein Vorteil dieser Konfiguration mit getrenntem Reglerkörper 26 und Regler 24 besteht darin, dass sie gestattet, dass das Reglermodul 24 von dem Reglerkörper 26 entfernt, durch einen anderen Regler 24 ersetzt und zu einem entfernten Ort zur Wartung gebracht wird. Dies bedeutet, dass der Regler 24 nicht im Beschichtungsauftragsbereich demontiert werden muss, wenn er gewartet werden muss.


Anspruch[de]
Fluiddruckregleranordnung (20), die Folgendes umfasst:

– einen Regleranordnungskörper (26) mit einer ersten, zweiten und dritten Seitenwand (28, 30, 32), wobei der Regleranordnungskörper (26) ein Gehäuse enthält;

– einen Fluideintrittsdurchgang (42), der sich von einer Eintrittsöffnung (44) an der ersten Seitenwand (28) zu einer Austrittsöffnung (46) an der dritten Seitenwand (32) erstreckt, wobei der Fluideintrittsdurchgang (42) zum Leiten von Fluid von einer Fluidversorgungsquelle zur Druckregleranordnung (20) ausgeführt ist;

– einen Fluidaustrittsdurchgang (48), der sich von einer Eintrittsöffnung (50) an der dritten Seitenwand (32) zu einer Austrittsöffnung (52) an der zweiten Seitenwand (30) erstreckt, wobei der Fluidaustrittsdurchgang (48) zum Leiten von Fluid von der Druckregleranordnung (20) zur Austrittsöffnung (52) an der zweiten Seitenwand (30) ausgeführt ist;

– eine Bypassventilanordnung (56), die im Gehäuse des Regleranordnungskörpers (26) vorgesehen ist;

– einen ersten Bypassdurchgang (54), der sich von dem Fluideintrittsdurchgang (42) zum Gehäuse erstreckt;

– einen zweiten Bypassdurchgang (60), der sich von dem Gehäuse zum Fluidaustrittsdurchgang (48) erstreckt; und

– einen Druckregler (24) zur Steuerung des Drucks des von der Fluidversorgungsquelle zugeführten Fluids,

wobei die Bypassventilanordnung (56) einen Fluidstrom von dem Fluideintrittsdurchgang (42) durch den ersten und den zweiten Bypassdurchgang (54, 60) zum Fluidaustrittsdurchgang (48) als Reaktion auf ein an die Bypassventilanordnung (56) gekoppeltes Bypasssteuersignal steuert,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Druckregler (24) von dem Regleranordnungskörper (26) getrennt ist und eine Fluideinlassöffnung (78), die mit der Austrittsöffnung (46) des Fluideintrittsdurchgangs (42) zur Aufnahme von Fluid, dessen Druck geregelt werden soll, verbunden werden kann, und eine Fluidauslassöffnung (83), die mit der Eintrittsöffnung (50) des Fluidaustrittsdurchgangs (48) zur Zufuhr von Fluid, dessen Druck durch die Wirkung des Druckreglers (24) geregelt wird, verbunden werden kann, enthält, wobei der erste und der zweite Bypassdurchgang (54, 60) dazu ausgeführt sind, Fluid am Druckregler (24) vorbeizuleiten, wobei der Druck des zum Fluidaustrittsdurchgang (48) vorbeigeleiteten Fluids durch die Wirkung des Druckreglers (24) nicht geregelt wird.
Fluiddruckregleranordnung (20) nach Anspruch 1, bei der der Druckregler (24) einen Reglerkörper (70) umfasst, der eine innere Kammer mit einer Membran (96), die die Kammer in einen Regelfluidteil (96) und einen Teil (98) für geregeltes Fluid trennt, definiert, wobei der Reglerkörper (70) eine Steueröffnung (92) in Verbindung mit dem Regelfluidteil (96) zur Aufnahme eines Regelfluidrucksignals zur Steuerung des Drucks von von der Austrittsöffnung (46) des Fluideintrittsdurchgangs (42) zur Eintrittsöffnung (50) des Fluidaustrittsdurchgangs (48) strömendem Fluid, eine Fluideintrittsöffnung (78) und eine Fluidaustrittsöffnung (82) aufweist, wobei die Fluideintrittsöffnung (78) des Reglerkörpers (70) mit der Austrittsöffnung (46) des Fluideintrittsdurchgangs (42) und dem Teil (98) für geregeltes Fluid in Strömungsverbindung steht und wobei die Fluidaustrittsöffnung (82) des Reglerkörpers (70) mit der Eintrittsöffnung (50) des Fluidaustrittsdurchgangs (48) und dem Teil (98) für geregeltes Fluid in Strömungsverbindung steht. Fluiddruckregleranordnung (20) nach Anspruch 1 oder 2, bei der der Regleranordnungskörper (26) die allgemeine Form eines rechtwinkligen Prismas aufweist. Fluiddruckregleranordnung (20) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Fluideintrittsdurchgang (42) eine allgemein rechtwinklige Kurve enthält. Fluiddruckregleranordnung (20) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Fluidaustrittsdurchgang (48) eine allgemein rechtwinklige Kurve enthält. Fluiddruckregleranordnung (20) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin enthaltend eine erste Komponente (39) zur Bereitstellung eines Fluidstroms zur Fluiddruckregleranordnung (20) und eine zweite Komponente (41) zur Aufnahme eines Fluidstroms von der Fluiddruckregleranordnung (20), wobei die erste Komponente (39) eine Ausgangsöffnung mit einer komplementären Konfiguration zu der Eintrittsöffnung (44) des Fluideintrittsdurchgangs (42) aufweist, wobei die zweite Komponente (41) eine Eingangsöffnung mit einer komplementären Konfiguration zur Austrittsöffnung (52) des Fluidaustrittsdurchgangs (48) aufweist, und Mittel zum Halten der ersten Komponente (39) und der Druckregleranordnung (20) in einer Ausrichtung, in der die Ausgangsöffnung und die Eintrittsöffnung (44) des Fluideintrittsdurchgangs (42) in fluiddichtem Eingriff gekoppelt sind, und der zweiten Komponente (41) und der Druckregleranordnung (20) in einer Ausrichtung, in der die Eingangsöffnung und die Austrittsöffnung (52) des Fluidaustrittsdurchgangs (48) in fluiddichtem Eingriff gekoppelt sind. Fluiddruckregleranordnung (20) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Regleranordnungskörper (26) einen dritten Bypassdurchgang (60) enthält, der sich von dem Gehäuse zur ersten, zweiten oder zur dritten Seitenwand (28, 30, 32) erstreckt. Fluiddruckregleranordnung (20) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Bypassventilanordnung (56) ein bewegliches Ventilglied (144) und einen Sitz (146) enthält, wobei das bewegliche Glied (144) und der Sitz (146) eine erste relative Ausrichtung zum Schließen der Bypassventilanordnung (56) und eine zweite relative Ausrichtung zum Öffnen der Bypassventilanordnung (56) aufweisen, wobei die Fluiddruckregleranordnung (20) weiterhin eine mit dem beweglichen Glied (144) verbundene Anzeige (153) enthält, die sichtbar ist, wenn sich das bewegliche Glied (144) in der ersten oder in der zweiten Ausrichtung befindet, um den Zustand der Bypassventilanordnung (56) anzuzeigen.






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