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Dokumentenidentifikation DE102004008052B4 16.08.2007
Titel Vorrichtung zum optischen Zählen kleiner Körperchen
Anmelder Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG, 49205 Hasbergen, DE
Erfinder Scheufler, Bernd, 49205 Hasbergen, DE;
Marquering, Johannes, 49176 Hilter, DE
DE-Anmeldedatum 19.02.2004
DE-Aktenzeichen 102004008052
Offenlegungstag 08.09.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.08.2007
IPC-Hauptklasse G06M 7/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01C 7/10(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zählen kleiner Körperchen gemäß des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.

Derartige Vorrichtungen sind beispielsweise in der EP 01 66 136 A2 beschrieben. Bei dieser Vorrichtung sollen Saatkörner, die von dem Dosierorgan einer Sämaschine dosiert werden, gezählt werden. Hierbei sind die aus mehreren Lichtemitter und Lichtdetektoren bestehende Sensoren in einer horizontalen Ebene angebracht. Derartige Sensoren sind in der Lage, relativ normale Körner zu zählen, es bereitet jedoch Schwierigkeiten kleinere Körner, wie beispielsweise Rapskörner zu zählen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mittels einfacher Maßnahmen einen preiswerten, jedoch höher auflösenden Sensor auch zum Zählen kleiner Körner, wie beispielsweise Rapskörner zu schaffen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Kennzeichens des Anspruches 1 gelöst. Infolge dieser Maßnahme wird mit preiswerten Bauteilen, die zwar relativ groß bauen, dennoch eine hohe Auflösung des Sensors zur Erfassung von relativ kleine Körperchen möglich.

Die Lichtemitter und die Lichtdetektoren eines Sensors sind in zumindest zwei benachbarten Ebenen angeordnet, so dass relativ groß bauende Elemente dennoch ein relativ dichtes Strahlengitter der Elemente des Sensors zur Erfassung kleiner Teile möglich machen.

Unter benachbarten Ebenen soll im Wesentlichen verstanden werden, dass die Elemente der Sensoren so dicht, wie es ihre Baugröße zulässt, zueinander angeordnet sind.

In einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die einander zugeordneten Lichtemitter und Lichtdetektoren in benachbarten Ebenen angeordnet sind.

Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der Beispielsbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. Hierbei zeigen

1 die erfindungsgemäß ausgestattete pneumatische Sämaschine in Prinzipdarstellung,

2 die Anordnung der Sensoren in dem Verteilersystem der Sämaschine in vergrößerter Darstellung und in Prinzipdarstellung und

3 die Anordnung der Sensorelemente eines Sensors in der Verteilerleitung im Schnitt und in Prinzipdarstellung.

Die Sämaschine ist als pneumatische Verteilmaschine ausgebildet. Sie weist einen Rahmen 1 und Vorratsbehälter 2 auf. Der Rahmen 1 stützt sich auf Laufrädern 3 oder einer Bodenwalze auf dem Boden ab. Dem vorratsbehälter 2 ist ein Zentraldosierer 4 zugeordnet, der das sich im Vorratsbehälter 2 befindliche Saatgut über eine Schleuse 5 in eine zentrale Zuführleitung 6, die als Steigrohr 7 ausgebildet ist, einleitet. Dieses Steigrohr 7 mündet an seinem oberen Ende in einem Verteilerkopf 8, über den das dosierte Saatgut auf die einzelnen sich an dem Verteilerkopf 8 anschließenden Saatleitungen 9 gleichmäßig aufgeteilt wird. Die Saatleitungen 9 führen zu den am Rahmen 1 angelenkten Säscharen 10. Dem Laufrad 3 ist eine nicht dargestellte Wegstreckenmesseinrichtung zugeordnet, die Messdaten an eine als Bordcomputer 11 ausgebildete elektronische Auswerteeinheit übermittelt. Der Dosierer 4 wird über einen Antriebsstrang und ein einstellbares Getriebe 12 von einer Kraftquelle 13 angetrieben. Das Getriebe 12 wird über einen Einstellmotor 14 eingestellt und von dem Bordcomputern 11 angesteuert.

Dem Steigrohr 7 ist ein Sensor 15 zur Ermittlung der insgesamt ausgebrachten Saatkörneranzahl zugeordnet. Des weiteren ist eine Sensoreinheit 16 zumindest einer Saatleitung 9 zugeordnet. Der Sensor 15 und die Sensoreinheit 16 sind über Übertragungsmittel mit dem Bordcomputer 11 verbunden, so dass die Messdaten der Sensoren 15 und 16 an den Bordcomputer 11 übermittelt werden. Die Sensoreinheit 16 weist die Lichtschranken 17 auf. Die Lichtschranken 17 zählen im Bereich des Messraumes 18 die einzelnen von dem Verteilerkopf 8 zu den jeweiligen Säscharen 10 gelangenden Anzahl Saatkörner. Hierbei wird davon ausgegangen, dass über den Verteilerkopf 8 das durch das Steigrohr 7 zum Verteilerkopf 8 gelangende Saatgut gleichmäßig auf die einzelnen Saatleitungen 9 aufgeteilt wird.

Die als Lichtschranken 17 ausgebildeten Sensoren der Sensoreinheit 16 weisen jeweils einen Lichtemitter 19 und einen Lichtdetektor 20 auf und sind kreisförmig verteilt um die Verteilerleitung 9 angeordnet und können so innerhalb der Verteilerleitung 9 die durch den Bereich der Sensoreinheit 16 geförderten Körperchen des Saatgutes zählen. Die Sensoren 17 der Sensoreinheit 16 sind mittels Übertragungsleitung mit der elektronischen Auswerteeinheit 11, bspw. eines Bordcomputers verbunden. Die Körperchen passieren den Messraum 18, wie durch den Pfeil 21 angedeutet. Die Körperchen erzeugen durch das Passieren der Sensoreinheit 16 Messimpulse an den Sensoren 17, die über die Übertragungsleitung an die Auswerteeinheit 11 übermittelt werden. Aufgrund des in dem Speichermedium der Auswerteeinheit 11 hinterlegten Auswerteprogramms werden diese Messsignale ausgewertet und in Anzahl Körner umgesetzt, so dass die dem Messraum 18 passierenden Körperchen gezählt und die ausgebrachte Saatgutmenge mittels des Auswerteprogramms errechnet werden kann.

Mehrere Lichtemitter 19 und Lichtdetektoren 20 bilden eine Sensoreinheit 16.

In dem Messraum 18 sind die Lichtdetektoren 20 und Lichtemitter 19 der Sensoreinheit 16 angeordnet. Diesen Messraum 18 passieren die zu zählenden Körner und unterbrechen hierbei den entsprechenden Strahlengang 24 zwischen den Lichtemittern 19 und Lichtdetektoren 20. Hierdurch lösen sie einen Impuls aus, der jeweils von dem Bordcomputer 11 entsprechend dem hinterlegten Auswerteprogramm ausgewertet wird.

Bei der Sensoreinheit 16 gemäß den 3 sind in jeder Ebene abwechselnd Lichtdetektoren 20 und Lichtemitter 19 gegenüberliegend angeordnet. Es sind zwei Ebenen 26 und 27 mit entsprechenden Anordnungen von Lichtemittern 19 und Lichtdetektoren 20 vorgesehen. Sowohl die Lichtemitter 19 wie die Lichtdetektoren 20 sind in zumindest zwei unmittelbar benachbarten und übereinanderliegenden Ebenen 26 und 27 angeordnet. Der einem Lichtemitter 19 jeweils zugeordnete Lichtdetektor 20 ist in der gleichen Ebene 26 bzw. 27 angeordnet. In Draufsicht gesehen ist jeweils unterhalb eines Lichtemitters 19 ein Lichtdetektor 20 angeordnet, so dass die Anordnungen quasi etwas „zueinander verdreht" angeordnet sind. So lässt sich ein relativ engmaschiges Strahlengitter im Messraum verkleinern.


Anspruch[de]
Vorrichtung zum optischen Zählen kleiner Körperchen, insbesondere der von einer Sämaschine auszubringenden Saatkörner, bei denen die zu zählenden Körperchen einen mit Sensoren besetzten Messraum passieren und dabei den Strahlengang zwischen einem Lichtemitter und einem Lichtdetektor der Sensoren unterbrechen, wobei mehrere Lichtemitter und Lichtdetektoren einen Sensor bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die in einer sich quer zur Bewegungsrichtung (21) der Körperchen erstreckenden Ebene (26, 27) angeordneten Lichtemitter (19) und Lichtdetektoren (20) abwechselnd kreisförmig verteilt um die Verteilerleitung (9) und zueinander angeordnet sind. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in Bewegungsrichtung (21) der Körperchen mehrere hintereinander angeordnete Ebenen (26, 27) mit Lichtemitter (19) und Lichtdetektoren (20) vorhanden sind.






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